DE72662C - Pflanzkasten - Google Patents

Pflanzkasten

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Publication number
DE72662C
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DE
Germany
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box
hotbed
piquir
earth
soil
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT72662D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. HAUCK und H. FlNK in Köln-Nippes
Publication of DE72662C publication Critical patent/DE72662C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G23/00Forestry
    • A01G23/02Transplanting, uprooting, felling or delimbing trees

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Ecology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um die Arbeit des sogenannten Piquirens, d. h. des Versetzens der vorgerückteren Säm-. linge auf die dafür bestimmten Beete, zu vereinfachen, sie leichter und bequemer zu machen und den Gärtner nicht so lange den Unbilden der Witterung und der Einwirkung der Bodenfeuchtigkeit auszusetzen, dient der nachstehend beschriebene Piquirkasten, welcher gestattet, das Einpflanzen der Sämlinge in Reihen in den für sie bestimmten Mistbeetboden in bequemer Stellung, etwa an einem Tische stehend oder sitzend, und in bedecktem Räume, sei es im Gewächshaus, sei es im Wohnhaus, vorzunehmen.
Auf der Zeichnung ist der Piquirkasten dargestellt, und zwar in Fig. 1, 2 und 3 in den Ansichten von oben, von der Seite und von unten, in Fig. 4 und 5 im Quer- und Längsschnitt, während Fig. 6 und 7 einen Piquirkasten von veränderlicher Länge in Ober- und Seitenansicht darstellen.
Der Piquirkasten besteht aus einem rechteckigen Rahmen aus Holz, Blech oder sonstigem Material, mit etwas geneigt stehenden Seitenwänden S1 S2 S3 S4 und einem aus mehreren Blechschiebern B1 B.2 B3 bestehenden Boden. Die eine Längswand S1 reicht etwas tiefer wie die gegenüberliegende S3, und ist am unteren Ende rinnenartig ausgebildet zur Aufnahme der Hinterseiten der Blechschieber des Bodens. Diese sind an der Vorderseite, welche an der Längsseite S3 des Rahmens liegt, mit aufstehendem Rand R versehen und können hier auch noch einen oder mehrere Handgriffe H haben. Sie ruhen mit ihrem Vorderende auf einer unterhalb der Rahmenlängswand S8 herlaufenden Leiste oder Stange L aus Rund-, Flach- oder Vierkanteisen u. dergl., die an den Kopfwänden S2 und S4 befestigt sind. Bei sehr langen Kasten können, einerseits zur Versteifung der Längswände, andererseits um die Kasten besser tragen zu können, Tragbügel T T oben an den Längswänden befestigt sein; dieselben sind zweckmäfsig von möglichst geringer Breite, also etwa aus dünnem Rundeisen oder hochkant stehendem Flacheisen zu machen und ziemlich hoch nach oben zu krümmen, damit sie beim Einsetzen der Pflänzchen kein Hindernifs bilden,
Die Länge des Kastens müfs der lichten Breite des Mistbeetkastens entsprechen, während die Breite des Piquirkastens sich nach dem Abstand zwischen je zwei Spannlatten des Mistbeetkastens richtet und je nach der Gröfse dieses Abstandes gleich der Hälfte oder einem Drittel desselben ist. Da nun vielfach derselbe Gärtner Mistbeetkasten von verschiedener Breite besitzt, so dürfte es zweckmäfsig sein, damit der Gärtner mit einem Piquirkasten für alle seine Mistbeete auskommt, den Kasten so einzurichten, dafs sich seine Länge verändern läfst. Zu dem Zwecke können die Längswände mit Längsschlitzen und Knopfführung K K versehen werden, während die Leiste oder Stange L aus Flacheisen ebenfalls mit Schlitzführung oder aus Rundeisen gebildet sein kann, das dann seine Führung in einem eingeschalteten Stück Gasrohr G erhält, wie in Fig. 6 und 7 dargestellt.
Der Kasten wird in folgender Weise gebraucht: Man füllt denselben bis zum Ober-

Claims (1)

  1. rande mit Erde und drückt diese gleichmäfsig an, aber dicht am Rahmen fester, so dafs ein steifer Erdrand entsteht, piquirt nun in gewöhnlicher Weise, aber in .überdecktem Raum, die ganze Kastenfläche mit Sämlingen und trägt den Kasten mit den nunmehr darin sitzenden Pflänzchen zu dem Mistbeet, in welches eigentlich piquirt werden sollte. Hier hat man die Mistbeeterde um so viel niedriger gelassen, als die Höhe des Piquirkastens beträgt. Nun setzt man den Piquirkasten so in den Mistbeetkasten, dafs die Längsseite S1 an eine Kopfwand des Mistbeetes kommt, und drückt den Piquirkasten fest auf, so dafs sich der untere Rand der Rinne von S1 sowie die Längsleiste L unter S3 in die Erde eindrücken und die Schieber dicht auf der Mistbeeterde liegen. Zieht man nun die Schieber von der Seite S3 einen nach dem anderen aus dem Kastenrahmen heraus, so steht die im Piquirkasten enthaltene Erde sammt den darin befindlichen Pfiänzcheri auf der Mistbeeterde und man kann jetzt den Piquirkastenrahmen senkrecht nach oben abheben. Dabei bleiben Erde und Pflänzchen stehen, da der Rahmen unten weiter ist wie oben. Selbstredend darf der Unterrand der Rinne an S1 sowie die Leiste L nicht in den unteren lichten Raum des Rahmens vorspringen, da sonst Erde mitgerissen und Pflänzchen umgeworfen würden. Die ganze Arbeit mit Schiebern und Kasten geht sehr leicht und schnell von statten.
    In derselben Weise setzt man einen Piquirkasten mit Erde und Pflänzchen an den anderen, nach dem hinteren Kopfende des Mistbeetes vorrückend. Den an diesem zuletzt verbleibenden freien Raum müfste man nun entweder wie gewöhnlich direct mit der Hand piquiren oder mit Hülfe des Kastens in der Weise, dafs entweder die Kopfwand des Mistbeetkastens abgenommen oder umgelegt würde, um Raum zum Herausziehen, der Schieber des Kastens zu haben, oder dafs die Erde auf dem letzten Stück im Mistbeetkasten um die Höhe der schon stehenden Pflänzchen erhöht gelegt würde und man so die Schieber aus dem Piquirkasten nach entgegengesetzter Richtung als bisher über die schon bestehenden Pflänzchen hinweg herausziehen könnte.
    Patenτ-An spruch:
    Pflanzkasten, um das Auspflanzen unter bedecktem Raum vornehmen und die hineingesteckten Pflänzchen sammt der Erde im Ganzen auf .ein Mistbeet übertragen zu können, bestehend aus einem von oben nach unten erweiterten rechteckigen Kasten, dessen Boden von herausziehbaren, am vorderen und hinteren Ende gestützten und geführten Schiebern gebildet wird, wobei diese Stützen und Führungen derart angeordnet sind, dafs beim senkrechten Emporheben des Kastens die Erde mit den Pflänzchen, welche stehen bleibt, ungehindert austreten kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT72662D Pflanzkasten Expired - Lifetime DE72662C (de)

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