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Druckregler Zusatz zum Patent 657 285
Die Erfindung bezweckt
die weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Patents . .
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6572,85. Das Hauptpatent bezieht sich auf einen Druckregler für mit
Dampf arbeitende Einrichtungen, dessen Hauptventil mittels eines vom Minderdruck
betätigten, die Dampfleitung mit einem Arbeitsbalg verbindenden Hilfsventils gesteuert
wird.
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Gemäß dem Hauptpatent sind der Impulsraum des Arbeitsbalges und das
Hilfsventil unterhalb des Hauptventils angeordnet und mittels einer steigrohrartigen
Verbindungsleitung an den unteren, sammelbeckenartig vertieften Teil" des Vordruckraumes
des Hauptventils angeschlossen, so daß das sich in dem Vordruckraum sammelnde Kondenswasser
den Impulsraum des Arbeitsbalges mit seiner über das Hilfsventil zum Vordruckraum
führenden Verbindungsleitung anfüllt und unmittelbar den Dampfdruck über das Hilfsventil
auf den Arbeitsbalg überträgt. Das von dem unteren Teil des Vordruckraumes gebildete
Sammelbecken ist hierbei durch einen besonderen, mit diesem Sammelbecken in Verbindung
stehenden Entlastungsbalg von dem Impulsraum des Arbeitsbalges getrennt. Dadurch
ergibt sich eine große Bauhöhe. Die Anordnung von zwei besonderen Bälgen verteuert
den Regler und erfordert eine Abtrennung des eigentlichen Impulsraumes innerhalb
des Balggehäuses, wodurch die Einrichtung verwickelt wird.
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Es wurde nun gefunden, daß es nicht notwendig ist, die Entlastungsfunktion
von der Steuerfunktion vollständig getrennt zu halten und durch zwei verschiedene
Bälge ausüben zu lassen.
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Die Erfindung besteht demgemäß darin, daß der Arbeitsbalg und der
Entlastungsbalg zu einem einzigen Balg zusammengefaßt sind, der den mit dem Vordruckraum
unmittelbar in Verbindung stehenden Entlastungsraum von dem mittelbar über das Hilfsventil
und die steigrohrartige Verbindungsleitung mit dem Vordruckraum in Verbindung stehenden
Impulsraum _ trennt.
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Dadurch wird eine erhebliche Vereinfachung, Verbilligung und Verringerung
der Ausmaße des Druckreglers erzielt, ohne daß die Wirkungsweise des Reglers beeinträchtigt
wird.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise
veranschaulicht, und zwar zeigt die einzige Figur einen senkrechten Schnitt durch
einen Druckregler mit Hilfsventil.
Mit i ist das Hauptventil bezeichnet,
in das der unter höherem Druck stehende und auf einen niedrigeren Druck herabzumindernde
Dampf in einen Vordruckraum 2 eintritt und durch einen von einem Einsitzventilkegel3
gesteuerten Ventildurchgang in den Minderdruckraum 5 und weiter in die an den Ventilflansch
6 angeschlossene Ableitung überströmt.
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Das Einsatzventil 3 ist mittels seiner Ventilstange 8 mit dem Boden
9 eines federnden Balges 7 verbunden. Die lichte Weite des Federrohrbalges 7 entspricht
der lichten Weite des Ventildurchganges .4, so daß der Balg 7 als Entlastungsbalg
für das Hauptventil wirkt. Gleichzeitig ist der Balg 7 in das den Impulsraum des
Druckreglers bildende Gehäuse io eingebaut, indem es mit seinem oberen Ende an einer
zwischen dem Ventilhals i i und dem Gehäuse io angeordneten Platte i2 dicht schließend
befestigt ist. Die Platte 12 ist mit einer Durchtrittsöffnung 13 für die Ventilstange
8 und mit einem rohrförmigen Ansatz 14. zur Verhinderung des Übertrittes von Verunreinigungen
in den Balg? versehen. Der Ventilhals ii umgibt den unteren, sammelbeckenartigen
Teil des Vordruckraumes 2. Mit dem Boden 9 des Balges 7 ist eine Stange 15 verbunden,
die in ein Gehäuse 17 eingeführt ist, das auf dem das Gehäuse io nach unten abschließenden
Boden 16 angeordnet ist. Das Gehäuse 17 ist mit einer Anzahl von Bohrungen 41 versehen.
Die Stange 15 trägt an ihrem unteren Ende einen Teller 18, auf dem eine Feder i9
sitzt, die sich mit ihrem oberen Ende gegen den oberen Boden 2o des Gehäuses 17
abstützt. Die Feder i9 hat das Bestreben, die Stange 15; den Boden 9 des Balges
7 und die Ventilstange 8 nach unten und auf diese Weise den Ventilkegel 3 auf seinen
Sitz zu ziehen. Der Balg 7 wirkt somit einerseits als Entlastungsbalg und andererseits
als Arbeitsbalg, der durch die Druckschwankungen beeinflußtwird, die in den von
dem Gehäuse io umgebenden Impulsraum übertragen werden.
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Das mit dem Hauptventil in Verbindung stehende Hilfssteuerventil besteht
aus einem den Hilfsimpulsraum 22 bildenden Gehäuse 23, das nach unten durch einen
Boden 24 abgeschlossen ist. In das Gehäuse 23 ist ein federnder Arbeitsbalg 25 eingebaut,
der mit seinem unteren Ende in den Boden 2,4 eingedichtet und nach oben durch einen
Balgdeckel a6 abgeschlossen ist. In einem Aufsatz 29 sind Kanäle 27 und 28 angeordnet.
In den Arbeitsbalg 25 ist eine Feder 3o eingebaut, die sich mit ihrem oberen Ende
gegen den Balgdecke126 und mit ihrem unteren Ende gegen den in dem Boden 24 angeordneten
Schraubstopfen 31 abstützt. Mit dem Balgdeckel 26 des Arbeitsbalges 25 ist eine
Stange 32 verbunden, die an ihrem oberen Ende den Ventilkegel 33 des Hilfsventils
21 trägt. Der Ventilkege133 ist in bekannter Weise durch den mit der Ventilstange
32 verbundenen kleinen Entlastungsbalg 34. entlastet.
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Der untere, sammelbeckenartig vertiefte Teil des Vordruckraumes 2
des Hauptventils i steht durch ein nach unten führendes Rohr 35 mit dem Kanal 27
des Ventilaufsatzes 29 in Verbindung, während der Minderdruckraum 5 des Hauptventils
i durch ein Rohr 36 mit dem Impulsraum 22 des Hilfssteuerventils 21 verbunden ist.
An den Kanal 28 in dem Ventilaufsatz 29 ist über den Anschlußstutzen 37 ein Rohr
38 angeschlossen, das in die Öffnung 39 eines im Boden 16 des Gehäuses io angeordneten
Kanals 4.o mündet, der unter dem Gehäuse 17 endet. Das mit dem Minderdruckraum 5
verbundene Rohr steht durch ein Abzweigrohr .12 mit dem Kanal 28 des Ventilaufsatzes
29 in Verbindung.
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Die Wirkungsweise des Druckreglers ist folgende.
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Wenn die einzelnen Teile des Druckreglers die in der Zeichnung angegebene
Lage einnehmen und der Druck in dem Minderdruck-:aum 5 auch nur um ein geringes
Maß fällt. so überträgt sich dieser Druckabfall durch das Rohr 36 in den Impulsraum
22 des Hilfssteuerventils 21. Infolgedessen wird der Boden 26 des Arbeitsbalges
25 des Hilfsventils durch die Feder 3o nach oben gedrückt, wodurch der Ventilkegel
33 von seinem Sitz 43 in dem Ventilaufsatz 29 abgehoben -wird. Infolgedessen
wird der Vordruck, der auf das sich im unteren Teil des i Vordruckraumes sammelnde
Kondenswasser drückt, durch das Steigrohr 35, den Kanal 27, den Ventildurchgang
44 des kleinen Hilfsventils und durch das an den Stutzen 32 angeschlossene Rohr
38 und den Kanal 40 in das Gehäuse 17 und durch dessen Bohrungen d.1 in das Gehäuse
io übertragen, dessen Inneres den Impulsraum des Hauptreglers bildet. Durch die
Drucksteigerung in dem Impulsraum wird der Boden 9 des Arbeits-und Entlastungsbalges
7 und die mit diesen verbundene Ventilstange 8 mit dem Ventilkegel 3 angehoben.
Infolgedessen strömt Dampf aus dem Vordruckraum 2 durch den Ventildurchgang q. in
den Minderdruckraum 5 ein, so daß der Druckabfall in diesen: Raum bzw. in der an
ihn angeschlossenen Verbrauchsleitung wieder ausgeglichen wird.
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Steigt nun infolge des Überströmens von Dampf in den Minderdruckraum
5 der Druck in letzterem über die gewünschte und durch die Feder 3o des Hilfssteuerventils
21 einstellbare
Höhe an, so wird diese Drucksteigerung durch das
Rohr 36 ebenfalls in den Impulsraum 22 des Hilfssteuerventils 2r übertragen. Dadurch
wird der Balgdecke126 des Hilfsarbeitsbalges 25 nach unten bewegt, so daß der Kegel
33 auf seinen Sitz 43 gedrückt und der Ventildurchgang 44 abgeschlossen wird. Nun
entweicht der in dem Impulsraum des Gehäuses io herrschende Merdruck durch das Rohr
38, den Kanal 28, das Verbindungsrohr 42 und das Rohr 36 in den Minderdruckraum
5. Infolge des Druckabfalles in dem Impulsraum des Gehäuses io senkt sich unter
der Wirkung der Feder ig der Boden g des Arbeits- und Entlastungsbalges 7, so daß
der Ventildurchgang 4 des Hauptventils i geschlossen oder gedrosselt und auf diese
Weise der Druck in dem Minderdruckraum 5 wieder auf seine normale Höhe gebracht
wird. Schließt der Ventilkegel 3 den Ventildurchgang 4 dicht ab, so liegt der in
dem Minderdruckraum 5 herrschende Druch auf dem Kegel 3, wodurch der dichte Abschluß
des Kegels gesichert ist.
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Fällt der Druck in dem Minderdruckraum 5 um ein Geringes und strömt
der Druck aus dem sammelbeckenartigen Teil des Vordruckraumes 2 durch das Rohr 35
in den Kanal 27 und durch den Ventildurchgang 44 und das Rohr 38 in den Impulsraum
des Gehäuses io, so ist dieser Druck so hoch, daß der Boden g des Arbeits- und Entlastungsbalges
7 sofort angehoben, der Ventilkegel 3 von seinem Sitz abgehoben und der Ventildurchgang
4 wieder freigegeben wird.