DE725151C - Verfahren zur Herstellung von OEstradiolglukosiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von OEstradiolglukosiden

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DE725151C
DE725151C DESCH115755D DESC115755D DE725151C DE 725151 C DE725151 C DE 725151C DE SCH115755 D DESCH115755 D DE SCH115755D DE SC115755 D DESC115755 D DE SC115755D DE 725151 C DE725151 C DE 725151C
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DE
Germany
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glucosides
production
estradiol
oestradiol
acetate
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Expired
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DESCH115755D
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English (en)
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Phil Dr Med H C Walter Scho Dr
Dr Phil Habil Max Gehrke
Dr Hans Herloff Inhoffen
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Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J17/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, having an oxygen-containing hetero ring not condensed with the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von östradiollukosiden Es ist bereits bekannt, die Glukoside von sterinartigenVerbindungen# insbesondere auch von Sexualho:rmonen, herzustellen. So wurde auch bereits östradiolglukosid aus Östronglukosida,cetat durch. Reduktion und Verseifun- des entstandenen östradiolglul,-osidacetats oder aus dem östradiol über das Östradi,olglul,#asida.c,etat, wenn auch in sehr schlechter Ausbeute, erhalten.
  • Es wuide nun gefunden, daß man diesen bereits bekannten Verfahren gegenüber in einfacher und vorteilhafter Weise, und zwar in einer Arbeitsphase, Ostradiolglukosid aus östrong-lukosidestern erhalten kann ', wenn man die Reduktion der Ketoggruppe in Stellung 17 unter Bedingungen durchfährt, bei denen-cine Hydrierung der Doppelbindungen im RiiigA nicht eintritt, aber eine gleichzeitige Verseifung des Esters erfolgt. Es eignet sich blerfür das im Prinzip aus den Arbeiten von Meerwein und Scl-imidt (Annalen der Chen,iie, Bd.444, S.22I) sowie von Ponndorf (Zeitschrift für angewandte Chemie,* Bd.39, S.i,38) bekanntgewordene Verfaliren des Austausches von Oxydationsstufen schen sekundären Alkoholen, z.B. Isopropylalkohol, und Oxoverbindungen in Gegenwart von Aletallalkoh-olaten, z.B. von Aluminaten der verwendeten sekundären Alkohole (vggl. ferner auch das iiu Patent 384351 beschriebene Verfahren von L ä t t r i n - h a u s).
  • Das Verfahren weist gegenüber dem be- kannten den Vorteil auf, daß man das besanders nach den Angaben des britischen Patents 487 229 in recht guter Ausbeute erhältliche Östron,-,lukosidtetraacetat, ohne es erst der Verseifung# durcl-i Alkalien, -die stets verlustreich ist, auszusetzen, direkt und in einer Phase mittels Metallalkoholaten in dasÜstradiolglukosid überführt. Es weist ferner den g Vorteil auf, an Stelle des zur Hydrierun#g- des Östrong "lukosids oder seines Acetats erforderlichen Edelmetallkatalysators z. B. mit Altiminiumalkoh-olat zu arbeiten, was technisch ebenfalls von erheblicher Bedeutung ist. Die Anwendun- dieser Metallalkoholate zur Verseifung v on Zuckerestern ist überdies völlig neu und konnte , nicht vorausgesehen werden.
  • Die neben dieser Material- und Arbeitsersparnis vc>rbandf,-ne leichte Durchführbarkeit Üer neu-en Reaktion bringt einen weiterem technischen Fartschritt. Dazu kommt, daß auch im varliegenden. Verfahren eine quantitative Rohausbeutc an üstradiol,-,lu-losid erreicht wird.
  • Das Verfahren sei durch nachst-eliende- Ausführungsbeispiele näher erläutert: e Beispiel i Eine Lösung von i g östron,-lu'k-osidacetat und i g Alumiriiumisopropylat in 5o ccm trocknemi Isopropylalk-,ohol. wird 15 Stunden bei iio' Badtemperatur unter Rückfluß ge- kocht. Die Lösung wird im Vakuum zur Trockne verdampft und der Rückstand mit verdünnter Schwefelsäure durchgeschüttelt.
  • Der Niederschlag wird abgesaugt, mit e ti Wasser gewaschen und zwecks Reinigung in ZD C kochendern Wassex gelöst. Beim Erkalten der filtrierten Lösung scheidet sich das üstradiol-lukosid g in feinen Nadeln aus. Schmelzpunkt 225 bis 227'. Das Glykosid ist in Alkoh,ol löslich, da- n in Äthex nur sehr wenig 0 ege> e löslich. Ausbeute 0,4 g.
  • An Stelle von Ostronglukosidacetat können auch die Ester anderer östronkohlehydratverbindungen, wie z. B. das Ostronmannosid, üstronrhamnosid, als Ausgangsstoffe verwendet werden, wobei dann die entsprechenden östradiolkolilchydrat-a (üstradiolgitil,--oside) entstehen. Beispiel 2 Einc Lösung von i Üstron-lukosidbenzoat, lier#estellt durch Glukosidierung von östroii mit Benzobrom-ukose, nach Fischer uml H c 1 f c r i c li (Annalen 3 87, S. 88 ff.
  • in Chinolin, wird mit i - Alunüniumisopropylat in So ccm trocknem Isopropy12i11,oliol 15 Stunden am Rückfluß gekocht. Die Lösung wird im Vakuum zur Trockne verdampft, der Rückstand mit verdünnter Schwefelsäure durchgeschüttelt. Das Ui#gelöste wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Dann wird es mit Petroläther aus-ezocren, das Un-elöste aus heißem Wasser umkristallisiert. Beim Erkalten der lieißen Lösung scheidet sich das östradiol,->lu'k-osicl in feinen Nadeln aus. Ausbeute 0,3 g.
  • Beispiel 3 Eine Lösung von i g üstron,-,luk-#osidacet-it und ig Magnesiumchlc>räthylat, hergestellt nach Meerwein und Schmidt (.Unal#en 444, S.236/237, 1925), in 5occm trocknein Isopropylalkohol, wirdgemäß Beispiel i erhitzt und aufgearbeitet, wobei man das Ostradiolglukosid in einer Ausbeute von o,4 - erhält.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Östradiolglukosiden, dadurch gel,-enii7,eiciiii2t. daß man auf Acylverbindungen der Östronglukoside Metallalkoholate in Ge-ciiii-.tri von Alkoholen einwirken läßt.
  2. 2. Ausfühxung "sfc,rm des Verfahren-; nach Anspruch i, dadurch gekennzeichiiet. daß als Äus-angsmaterial östron-«lu"-Osi(71-acetat verweddet wird. 3. Ausfühiungsform. des Verfahreus -nach Anspruch i und 2, dadurch - eKei-ii,- ' zeichnet, daß als #iletallaU,-oholate AItuniniumalkoholate, z. B.
  3. Aluminiumisol)i-;)1)#, -lat, verwendet wird.
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