DE725095C - Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe

Info

Publication number
DE725095C
DE725095C DED78620D DED0078620D DE725095C DE 725095 C DE725095 C DE 725095C DE D78620 D DED78620 D DE D78620D DE D0078620 D DED0078620 D DE D0078620D DE 725095 C DE725095 C DE 725095C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
engine
container
compressed air
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED78620D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Walter Herrmann
Otto Huwald
Wilhelm Kaul
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Werke Kiel A G
Original Assignee
Deutsche Werke Kiel A G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Werke Kiel A G filed Critical Deutsche Werke Kiel A G
Priority to DED78620D priority Critical patent/DE725095C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE725095C publication Critical patent/DE725095C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • F01L13/08Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations for decompression, e.g. during starting; for changing compression ratio

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Anlassen.von Dieselmotoren in großer Höhe Dieselmotoren mit dem üblichen Verdichtungsverhältnis von etwa 1-17,5 springen in Höhen von über 2ooom im kalten ZuGtande nicht oder nur schwer an. Das angesaugte Luftgewicht und der Verdichtungsenddruck und damit die Luftdichte nehmen stark ' ab, was die Zündverhältnisse: und dien Verbreiinungsverlauf ungünstig beeinflußt. infolge der Einwirkung der kalten Zylinderwandungen auf das kleinere Luftgewicht Ü n Zylinder sinkt die Verdichtungsendtempieratux, und die Spanne zwischen dieser und dem Selbstzündpunkt des Brennstoffs wird geringer. Dieser zündet daher nicht mehr sicher und mit größer,em Verzuge, wozu auch die geringe Sauerstoffdichte beiträgt.
  • Bei Flugzeugdieselmotoren Ävird- zur -Verbesserung der Motforarbeit in großen Höhen die Verdichtung erhöht. oder ein. Ladegeblä#sLe, vorgesehen. Dia erstere, Maßnahnie.- ist , iä.cht durchführbar, -wenn der Motor,.-wie z.B. bei Fahrzeugen, in Meereshöhe gleich gut wie- in großer Höhe arbeiten soll. Ein Ladegebläse macht den Bau des Motors und seinen Betrieb verwickelt. Das Gebläse muß in Meereshöhe abgeschaltet und in großer Höhe zugeschaltet -,verden. Die Arbeit des. Starters wird erschwert, da das Gebläse beim Anlassen des Motors in großer Höhe mit durchgedreht werden muß.
  • Es ist auch bekannt, das Anlassen von Diesehnotoren durch Anwärmen der angesaugten Luft oder des Kühlwassers zu -erl#eichtern. Die hierzu nötigen Einrichtungen sbd aber ebenfalls verwickelt.
  • Gemäß der Erfindung wird das Anlassen von Dieselmotoren in großer Höhe, insbesondere solcher ohne Kompressor, dadurch erleichtert, daß die Ansaugleitung des Motors mit einem Druckluftbehälter verbunden ist, dessen Druckluft ein in diesem Behälter oder in der Ansaugleitung angeordnetes, ins Freie führendes Rückschlagventil geschlössen hält, so daß beim Anlassen des Motors die Verbrennungsluft nicht aus der Atmosphäre, sondern aus dem Druckluftbehälter entnommen wird, während nach dem Anspringen des Motors das Rückschlagventil infolge des Druckabfalls im Druckluftbebälter sich selbsttätig öffnet, so daß dann durch dieses Ventil,#\.uß#enluft als Verbrennungsluft angesauC wird.
  • Es ist bereits bekannt, mit Hilfe eines von einer Pumpe gespeisten Luftbebälters einem Vera serrnotor Druckluft zuzufühir-en. Dabei handelt es sich aber um eine andere Aufgabe, nämlich um die Regelung der Leistun- Von in wechselnden Höhenlagen arbeitenden Ver--asermotoren. Durch die Zuführung von Druckluft soll trotz der wechselnden Luftdichte in. den- verschiedenen Höhenlagen die Motorleistung- gleichmäßig erhalten wcrdeil.
  • Bei der Einrich,un,- gemäß der Erfindun- kann der Druc#auftbehälter mit n:edri,-gespannter Luft,. zweckmäßig vom höchst zulässigen A-ufladedruck des Motors (gewöhnlich etwa 1,35 at,a), gefüllt sein. Er muß dann einen solchen Inhalt haben, daß der Motor sicher angesprungen ist, bevor der Druck irn Behälter etwa 0,79 ata unterschreitet. Es kann auch höher gespannte Luft, z. B. bei Triebwagen aus einem Bremsluftbehälter, verwendet werden. Zwischen dem Behälter und dem Ansauggrohr des Motors wird dann ein, selbsttätig arbeitendes Druckminderventit angeordnet, das den Behälterdruck auf den `höchstzulässigen Aufladedruck des Motors herabsetzt. Solche Behälter sind kleiner, aber etwas schwerer, als -%venn niedrig spannte 2,ge Luft benutzt wird.
  • Das Füllen des Behälters, mit Druckluft kann in einfacher Weise von Hand mit Flü-#e lpumpen o. dgl. oder mit elektrisch angetriebenen Kompressoren erfolgen. Auch kann dex vom Starter angetriebene Motor hierzu verwendet werden, indem anfänglich. durch Schaltvo-rrichtungen das Auspuffrohr und im Augenbück des Anfahrens. das Ansaugrohr des Motors mit dem Druckluftbehälter verbunden wird. Auf diese Weise können Überdrücke von o,6 atü und mehr leicht erzeugt werden.
  • Zur besseren Ausnutzung g des Niederdruckluf tbehälters kann dieser auflIerhalb der Anfahrperioden als Schalldämpfer verwendet werden, was durch einfache Schaltvorrichtung-en ermöglicht wird.
  • In der Zeichnun#gg sind drei Ausführtien,-sbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • In Fig-. i bedeutet M den Dieselmotor, S dessen Starter, B den Druckluftbehälter, H eine Handluftpumple, mit der der Bebä1-ter-B mit Druckluft von etwa I,35ata gefüllt wird - . Der Druck ist--am ManometerD abl#esbar. A - ie.i ein Rückschlagventil. Ist der Behälter B bei selbsttätig- schließendem Rückschlagventil A aufgefüUt, so wird der elektrische Starter S betätigt. Die Druckluft strömt in die Motorzylinder, und bei der auf das Einströmen folgenden Verdichtung wird dadurch leicht die Sauerstoffdichte erzeugt, die zu einer sicheren Zündung erforderlich ist. Ist der Motor angesprungen und die im Behälter gespeicherte Druckluft verbraucht, so öffnet sich das Rückschlagventil, und der Motor läuft weiter, wobei !er Außenluft ansaugt. überschneiden sich Ein- und Auslaßventile des Motors, so ist der Motor vor dem Anlassen zur Vermeidun- von Luftverlusten in Anlaßstellung zu bringen, oder es ist ein. Absperrglied nvischen Behälter und Motor anzuordnen, das erst im Augen.blick des Startens und Brennstoffgeben:s geöffnet wird.
  • Für Fig. 2 gelten dieselben Bezeichnunuen wie für Fig. i. R ist ein Druckmindierventil, das den hohen Druck des Bremslufthehälters B von CtWa 4 bis 5 ata auf den Aufladedruck von etWa I,35ata herabsetzt. Der Bremsluftbehälter wird auf gewöhnliche Weise, z.B. mittels egültrisch angetriebener Pumpe, mit Druckluft gefüllt. Im Augenblick- des Startens wird der Habn0 geöffnet. Das Anspringen des Motors -eht dann in -leicher Weise z2 Z> wie bei Fig. i vor sich. Nach dem Ansprin--en wird der Hahn0 geschlossen; der Motor saugt dann durch das selbsttätige Rückschlagventi1A Außenluft für den Weiterlauf an. Die Schaltbewegungen können auch pneumatisch* oder elektrisch erfolgen.
  • In Fig-3 sind die SchaltklappenE für den Auspuff und F für die Preßluft, die. sinngemäß gekuppelt sind und mitte-ls des gemeinsamen GriffsA bewegt werden, in der Stellung für das Auffüllen des Behälters dargestellt.
  • Der Motor wird zunächst ohne Brennstoff mittels des Starters -edrebt, wobei er dien Behälter E durch das" Rückschlagventit A mit Druckluft auffüllt. Wenn der Ladtdruck, etwa 1-,35 ata, erreicht ist, werden die Klappen E und F mittels des Handgriffs 0 um--esteuert, so daß jetzt die Ansaugleaung Druckluft ans dem BebälterR erhält und der Auspuff ins Freie entweichen kann. Gleichzeitig mit düm Betätigen des HandgriffsG wird, die Brennstoffpumpe P durch ein entsprechend angeordnetes Gestänge auf Förderung gestellt. Ist der Motor angesprungen und '2 die Luft im Behälter B verbraucht, so öffnet sich das Rückschlagventil_A, und der Z, Motor läuft weiter. Das Rückschlagventil L verhindert, daß sich beim Umschalten der Klappe E der Behälter plötzlich durch die Auspuffleitung entleeren kann.
  • Die beschriebenen Einrichtungen können ti auch dazu - -verwendet -werden, niedrigkomprimierte aufgeladene Dieselmotoren mit Ab- gas- oder Zentrifugalgebläsen zum Ansprinngen zu bringen. Bei solchen Motoren bestehen aus den gleichen Gründen oft bereits in Meereshöhe die gleichen Anfahrschwierigkeiten wie bei Höhenmotoren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in groß-er Höhe, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansauglekung des Dieselmotors mit einem Druckluftbehälter (B) verbunden ist, dessen Druckluft ein in diesem Bebälter oder in der Ansau,-,-leitung angeordnetes, ins Freie führendes Rückschlag-ventil (A) geschlossen hält, so daß beim Anlassen des Motors die Verbrennungsluft nicht au-s der Atmosphäre, sondern aus dem Druckluftbehälter entnommen wird, während nach dem Anspringen des Motors das Rückschlagventil infolge des Druckabfalls im Druckluftbehälter sich selbsttätig öffnet, so daß dann durch dieses Ventil Außenluft. als Verbrennungsluft angesaugt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Behälter (B) gespeicherte Luft bis zum zulässigen Ladedruck des Motors gepreßt wird. 3. Einrichtung nach Ansprach i, dadurch -ekennzeichnet -daß übier den zulässigen Ladedruck des Motors gepreßte Luft in dem Behälter (B) gespeichert und über ein Druckminderventil (P) dem Ansaugrohr des Motors zuggeleitet -wird. 4. Einrichtung nach Anspruch i und 2, C dadurch gekennzeichnet, daß die niedriggepreßte Luft mittels handbetätigter einfacher Luftpumpen in den Behälter (B) gefördert oder auseinem Druckgefäß gedrosselt übergeschleust wird. 5. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Starter angetriebene Motor zur Luftförderung in den Behälter (B) verwendet wird. 6. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftspeicherbehälter (B) als Auspuffschalldämpfer venvendet wird.
DED78620D 1938-08-09 1938-08-09 Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe Expired DE725095C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED78620D DE725095C (de) 1938-08-09 1938-08-09 Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED78620D DE725095C (de) 1938-08-09 1938-08-09 Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE725095C true DE725095C (de) 1942-09-14

Family

ID=7062794

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED78620D Expired DE725095C (de) 1938-08-09 1938-08-09 Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE725095C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2706696C2 (de) Verfahren zum Anlassen der Brennkammer einer Brennkraftmaschine
DE19848418A1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Dieselbrennkraftmaschine
EP1333168A1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Brennkraftmaschine mit Erdgas
DE102012024717A1 (de) Fahrzeug mit einem Flüssiggastank
DE725095C (de) Einrichtung zum Anlassen von Dieselmotoren in grosser Hoehe
DE19812796C2 (de) Verfahren zur Brenngasdruckerhöhung und Kompressoranlage
EP0231223B1 (de) Dieselmotor
DE10120379B4 (de) Anordnung zur Begrenzung von Kraftstoffdampfemissionen
DE3909750C2 (de)
CH234210A (de) Verfahren und Einrichtung zum Einspritzen unter Druck von zündträgem Brennstoff.
DE462015C (de) Einblaseluftanlage fuer Dieselmaschinen zum Betrieb von Kraftfahr-, insbesondere Schienenfahrzeugen, mit einem Einblaseluftbehaelter, welcher im Nebenschluss zu der von dem Luftverdichter nach den Einblaseventilen fuehrenden Luftleitung liegt
DE949216C (de) Presslufthebevorrichtung
DE520554C (de) Anordnung an einem zur Ladung der Anlassluftbehaelter der Verbrennungsmotoren einer Motorenanlage dienenden Mehrstufenkompressor
DE3005373C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Starten wasserstoffbetriebener Motore
DE2745133C2 (de) Anlage zur Versorgung einer Verbrennungskraftmaschine mit Ladeluft und eines Druckluftbehälters mit Druckluft
DE688745C (de) Einspritzbrennkraftmaschine mit Aufladung und Einspritzung einer Hilfsfluessigkeit
DE102013019731A1 (de) Brennstoffzumesseinrichtung
DE688840C (de) Einrichtung zum Foerdern von fluessigem Brennstoff
DE724015C (de) Foerderpumpe mit Regelventil
EP0054980A1 (de) Verfahren zum Betrieb einer Brennkraftmaschine mit abschaltbarem Ladegebläse und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE864474C (de) Mit Spuelung durch eine Kurbelkammerpumpe arbeitende Zweitakt-Brennkraftmaschine
DE258316C (de)
DE733189C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine
DE192496C (de)
DE326362C (de) Verfahren zur Brennstoffoerderung in den Vergaser von Verbrennungskraftmaschinen, welchen zeitweilig durch einen Kompressor oder eine verwandte Maschine die Verbrennungsluft unter erhoehtem Druck zugefuehrt wird