DE720680C - Verfahren zur Verhinderung oder Verzoegerung der Bildung von Niederschlaegen oder zum Aufloesen bereits entstandener Niederschlaege in Textilbehandlungsflotten - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung oder Verzoegerung der Bildung von Niederschlaegen oder zum Aufloesen bereits entstandener Niederschlaege in Textilbehandlungsflotten

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DE720680C
DE720680C DEI54184D DEI0054184D DE720680C DE 720680 C DE720680 C DE 720680C DE I54184 D DEI54184 D DE I54184D DE I0054184 D DEI0054184 D DE I0054184D DE 720680 C DE720680 C DE 720680C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/64General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing low-molecular-weight organic compounds without sulfate or sulfonate groups
    • D06P1/642Compounds containing nitrogen
    • D06P1/647Nitrogen-containing carboxylic acids or their salts

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Description

  • Verfahren zur Verhinderung oder Verzögerung der Bildung von Niederschlägen oder zum Auflösen bereits entstandener Niederschläge in Textilbehandlungsflotten Zusatz zum Patent 71898i In dem Hauptpatent 718 981 ist ein Verfahren beschrieben, mit Hilfe von Aminocarbonsäuren, die mehr als eine in a-Stellung befindliche Carboxylgruppe, bezogen auf ein basisches Stickstoffatom, enthalten, oder ihren Salzen Ausscheidungen der Härtebildner des Wassers, also von Kalk- und Magnesiasalzen, zu verhindern bzw. bereits entstandene Ausscheidungen wieder in Lösung zu bringen.
  • Unlösliche Kalk- und Magnesiasalze bilden den technisch häufigsten und wichtigsten Fall der Bildung unerwünschter Ausscheidungen. Manchmal wirken jedoch auch in mit weichem Wasser angesetzten Textilbehandlungsflotten andere Metallsalze, die zur Bildung schwerlöslicher oder unlöslicher Niederschläge neigen, sehr störend. So bewirkt eisenhaltiges Wasser, z. B. Kondenswasser, bekanntlich eine starke Vergilbung der Wäsche und sonstiger damit behandelter Textilwaren. Ferner sind manche Farbstoffe gegen eisenhaltiges Wasser empfindlich, so daß die Reinheit von Färbungen beeinträchtigt wird, wenn mit derartigen Farbstoffen in eisenhaltigem- Wasser gefärbt wird. Beim Waschen in verzinkten Gefäßen können sogar Ausscheidungen von Zinkseife auf Textilwaren entstehen.
  • In. allen diesen Fällen wirken, wie gefunden wurde, die genannten Aminocarbonsäuren in gleicher Weise wie bei Kalk- und Magnesiasalzen. Sie verhindern die Ausscheidungen der betreffenden unlöslichen Metallsalze und können auch bereits gebildete Niederschläge wieder in Lösung bringen, so daß sich die Anwendung starker Säuren erübrigt, die mit Rücksicht auf Gewebe und Apparatur nicht gern verwendet werden.
  • Beispiel r Weiße Baumwollwäsche wird in stark eisenhaltigem Kondenswasser (z bis 3 mgr Eisen im Liter), dem 0,5 g des Natriumsalzes der Trimethylamin-a # ä # ä'-tricarbonsäure (Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, q.. Auflage, Bd. IV, S. 369) zugesetzt werden, wiederholt mit Seife und Soda bei Kochtemperatur gewaschen. Während sich ohne diesen Zusatz unsauberes gelbbräunlich gefärbtes Waschgut ergibt, wird die Baumwolle, welche unter Zusatz der erwähnten i Aminocarbonsäure gewaschen wurde, rein weiß. Beispiel 2 Gebleichter Kaliko wird in einem Kupfergefäll in einem Bad aus weichem Wasser im Flottenverhältnis i :3o, das i g des im Beispiel i genannten Natriumsalzes auf 1 1 Flotte enthält, mit 1% des Farbstoffs
    azo-Salicylsäure
    Benzidin @'
    \ azo-Pyrazolon aus 2-Naphthylamin-5,-7-disulfoilsäure
    unter Zugabe von io 0/0 Glaubersalz eine Stunde lang bei Siedetemperatur gefärbt. plan erhält eine lebhaft gelbe Färbung, während ohne Zusatz des aminosauren Natriums der Kaliko nur in trüben orangen Tönen gefärbt wird.
  • Färbt man unter sonst gleichen Bedingungen Kaliko mit il)/, des Farbstoffs
    azo-Resorcin
    l
    m-Phenylendiamin,
    azo-2 Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure-azo-resorcin,
    so erhält man klare rotviolette Färbungen. Mit i "/o des Farbstoffs
    < azo-r, 2, 4-Toluylendiamin-5-sulfonsäure
    Benzidin
    azo-m-Pheny lendiamin-azo-sulfanilsäure
    werden klare rotbraune Töne erhalten. Ohne den Zusatz des Natriumsalzes der Aminosäure entstehen nur unansehnliche rotbraune bzw. schwachbraune Färbungen.
  • Zu einem ähnlichen günstigen Ergebnis gelangt man, wenn man, wie oben dargelegt, Kaliko in einem Kupfergefäß mit dem obengenannten Farbstoff färbt, ohne beim Färbebad jedoch den obengenannten Zusatz zu machen, dann aber die erhaltene Färbunh in einem Bade, das 3 g des Natriumsalzes der Aminosäure auf 1 1 Flotte enthält, 1/2 Stunde bei 9o` nachbehandelt.
  • Beispiel 3 Merinowolle färbt man in einem Kupfergefäß in einem Bade von weichem Wasser vom Flottenverhältnis i :5o i Stunde lang bei Siedetemperatur mit :20/, des Farbstoffs o - Toluidin - m - sulfonsäure - azo - ß - naphthol unter Zusatz von 1o % Glaubersalz, 5 0/0 Essigsäure und 3 % Schwefelsäure und o,5 0/0 des
    Triäthanolaminsalzes der Triinetlivlaniintri-
    carbonsäure.
    Man erhält so eine lebhaft orange Färbung.
    während ohne den Zusatz des Triätlialiol-
    aminsalzes die `'olle nur in trüben Tönen
    gefärbt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPILUCH: Abänderung des Verfahrens nach Patent 718 981, dadurch gekennzeichnet, claß man Aininosäuren, die mehr als eine in 2-Stel- lung befindliche Carbotylgruppe, bezogen auf ein basisches Stickstoffatom, enthal- ten, oder ihre Salze als Zusatz zu mit weichem Wasser angesetzten Textilbe- handlungsflotten zur Verhinderung oder Verzögerung der Bildung von =\ ie<ler- schlägen oder zum Auflösen bereit: ent- standener Niederschläge bei solclieli Me- tallsalzen verwendet, die nicht zii den Härtebildnern des Wassers gehören.
DEI54184D 1936-01-30 1936-01-30 Verfahren zur Verhinderung oder Verzoegerung der Bildung von Niederschlaegen oder zum Aufloesen bereits entstandener Niederschlaege in Textilbehandlungsflotten Expired DE720680C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE936212C (de) * 1950-06-16 1955-12-07 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodicarbonsaeuren
DE977317C (de) * 1954-08-14 1965-12-02 Boehme Fettchemie G M B H Verfahren zur Entfernung von Chromseifen aus der Wolle von chromgegerbten Pelzfellen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE936212C (de) * 1950-06-16 1955-12-07 Ciba Geigy Verfahren zur Herstellung von neuen Iminodicarbonsaeuren
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