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Natürlich gekühlte, zur Aussendung von Strahlen dienende elektrische
Hochdruckentladungs,-röhre mit einer Füllung aus Quecksilberdampf und einem zur
Zünderleichterung dienenden Gase, mit festen, vorzugsweise durch die Entladung selbst
geheizten Glühelektroden und mit einer Hülle aus schwerschmelzendem strahlendurchlässigem
Werkstoff; beispielsweise Quarz Die Erfindung befaßt sich mit natürlich gekühlten
elektrischen Entladungsröhren zum Aussenden von Strahlen, welche Röhren mit einer
Gas-Quecksilberdarnpf=Füllung sowie mit festen, vorzugsweise von der Entladung selbst
geheizten Glühelektroden versehen sind. Es sind bereits solche Röhren, deren Wand
aus hochschmelzendem strahlendurchlässigem Werkstoff, vornehmlich Quarz, bestehen
kann, für Beleuchtungs- und Bestrahlungszweck; bekanntgeworden, deren Betriebsquecksilb,erdampfdruck
im allgemeinen etwa i Atm. war; nur in einzelnen Fällen ist man mit diesem Druck
bis auf einige Atmosphären hinaufgegangen. Diese Röhren sind, weil sie natürlich
gekühlt werden, ' in einfacher Weise zu betreiben.
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Unter natürlicher (nicht künstlicher) Kühlung wird hier und im nachfolgenden
sowie insbesondre auch im Patentanspruch eine solche verstanden, bei der die in
der Röhre erzeugte Wärme durch Strahlung und durch die von der Röhre bewirkten Temperaturunterschiede
in Bewegung gebrachte atmosphärische Luft fortgeführt wird. Gegebenenfalls - wenn
nämlich die eigentliche Entladungsröhre zusätzlich von einer gasdicht geschlossenen,
strahlendurchlässigen und ein besonderes Füllgas enthaltenden weiteren Außenhülle
umgeben ist - kann hei der natürlichen Kühlung durch die atmosphärische Außenluft
auch die im Raum zwischen den beiden Wandungen eingetretene Erhitzung des eingeschlossenen
Gases mitwirken.
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Die bekannten Röhren haben meistens einen Wirkungsgrad (Lichtausbeute),
der den Wirkungsgrad von Glühlampen wesentlich übersteigt. Diese große Lichtausbeute
wurde jedoch nur mit größeren Einheiten erreicht; diese Lampenart wurde denn auch
praktisch nur in einer Stärke von 250 W und mehr hergestellt. Bereits bei
diesen bekannten Röhren bemerkt man bei abnehmender Leistung der Röhre eine Verringerung
des Wirkungsgrades. Die bekannte Röhre zeigt weiter die Eigentümlichkeit, daß die
erzeugte Strahlung ein Linienspektrum mit höchstens einem sehr schwachen kontinuierlichen
Hintergrund
aufweist: insbesondere fehlen -die roten Strahlen.
Auch haben die Röhren öfters ziemlich große Abmessungen.
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Die Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile unter Beibehaltung der
einfachen Betriebsmöglichkeit der Röhren zu verringern.
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Gemäß der Erfindung wird dazu die zwischen i @ und 135 Watt/cm
liegende spezifische Belastung (d. h. die Energieaufnahme je Zentimeter Länge der
Entladungsbahn), las @Värnieabgabev--rmögen und die Röhrenform derart einander angepaßt,
daß der Betriebsquecksilberdarnpfdruck größer als io Atm. ist. Der innere Durchmesser
der aus hochschmelzendem Material, zweckmäßig Quarz, bestehenden Röhre ist dabei
kleiner als ; mm gewählt.
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Gegenüber anderen Lichtduellen gleicher Leistung haben diese Entladungsröhren
sehr kleine Abmessungen, ein kleines Volumen und ein geringes Gewicht: überdies
sind auch die Herstellungskosten niedrig. Eine ioo-Watt-Lampe wiegt z. B. nur ungefähr
3 g. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Röhre besteht darin, daß sie
nicht mir eine große Lichtausbeute zeigt, wenn es sich um größere Einheiten .handelt,
sondern auch bei kleinerer Leistung, z. B. .4o und 73 Watt, einen hohen Wirkungsgrad
hat. Glühlampen und Hochdruckquecksilberdampfentladungslampen mit ungefähr i Atm.
Betriebsdampfdruck haben dagegen bei kleinen Leistungen einen ungünstigen Wirkungsgrad.
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Die hohen Quecksilberdampfdrücke haben den Vorteil, daß das Spektrum
des von der Entladungsröhre ausgesandten Lichtes für Beleuchtungszwecke besser geeignet
ist als (las der jetzt zu diesen Zwecken verwendeten Ouecksilberdampfentladungsröhren,
in denen cler Otiecksilberdampfdruck beim Betriebe etwa i Atm. beträgt. Bei den
sehr hohen Quecksilberdampfdrücken, die in der erfindungsgemäßen Röhre auftreten,
-neigt (las ausgesandte Licht ein stärkeres kontinuierliches Spektrum als die bekannten
Ilochdrucklampen, so (laß das Spektrum der neuen Lampen viel Rot enthält, also außer
blauen und grünen Strahlen auch starke rote Strahlen aufweist. Die Farbe des Lichtes
wir(1 desto besser, je höher der Quecksilberdampfdruck ist, so daß man unter Umständen
Drücke höher als z. B: i?, i ` oder 2o Atm. wählen wird.
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Bei den über in Atm. gelegenen Quecksilberdampfdrücken werden mit
den erfindungsgemäßen Entladungsröhren sehr hohe Wirkungsgrade erreicht: überdies
wirkt sich noch eine besondere Erscheinung aus, die mit Hilfe der Fig. i der Zeichnung
verdeutlicht wird. In dieser Figur ist der Wirkungsgrad einer erfindungsgemäßen
Entladungsröhre mit geringem innerem Durchmesser. d. h. die Anzahl Lumen sichtbaren
Lichtes je Einheit (Watt) der von der Röhre aufgenommenen Energie als Funktion des
Quecksilber-(lampfdruckes in Atmosphären dargestellt bei konstanter Energieaufnahme
je Zentimeter Länge der Entladungsbahn, d. h. bei konstanter spezifischer Belastung
der Röhre. Aus dieser Figur geht hervor, daß der Wirkungsgrad bei Drücken höher
als in Atm. nur wenig zunimmt, bei Drücken niedriger als io Atm. jedoch schnell
sinkt.
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Die spezifische Belastung der erfin(iungsgemäßen Röhren ist kleiner
als 135 Wattcin gewählt und dem wärmeabgebenden Vermögen der Röhre angepaßt. Bei
dieser spezifischen Belastung braucht die Röhre nicht durch Wasser oder in ähnlicher
erzwungener Weise gekühlt zu werden. je größer die spezifische Belastung einer bestimmten
Röhre gen-ählt wird, desto höher wird der Ouecksilberdampfdruck sein. Die Gröfe
der spezifischen Belastung wird im allgemeinen die Lebensdauer der Röhre beeinflussen,
und zwar wird die Lebensdauer um so kleiner sein. je größer die spezifische Belastung
gewählt wurde. Die erwähnte obere Grenze der spezifischen Belastung soll daher nicht
als die größte spezifische Belastung betrachtet werden, die in jedem praktischen
Falle zugelassen werden kann. Für jeden Fall wird man auf Grund der an die Röhre
gestellten Forderungen und der Abmessungen der Röhre leicht mittels einiger Versuche
feststellen können, wie weit man mit der spezifischen Belastung unterhalb dieser
Grenze bleiben muß, um eine den gestellten Forderungen genügende Entladungsröhre
zu erhalten, die ohne Flüssigkeit oder andere künstliche Kühlung, also in einfacher
Weise benutzt werden kann. -Um eine längere Lebensdauer zu erreichen, kann man die
spezifische Belastung z. B. kleiner als 120 oder inn Watt je Zentimeter wählen.
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Obwohl man erwarten würde, daß die spezifische Belastung bei den größeren
der in Betracht kommenden inneren Durchmesser größer gewählt werden könnte als bei
den kleineren Durchmessern, stellt es sich heraus, daß die maximal zulässige spezifische
Belastung nur wenig von dem inneren Durchmesser abhängig ist.
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Bei einer bestimmten Belastung der Entladungsröhre hängt der Otieclzsilberclainpfdruck
auch von der Form der Röhre ab, weil dieser Druck in erster Linie von der Temperatur
der kältesten Stelle des Entladungsraumes bestimmt wird. Diese niedrigste Temperatur
wird wieder von der Form und dem Wärineabgabevermögen der Entladungsröhre beeinflußt.
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Weil der innere Durchmesser der Entladungsröhre
kleiner
als ; mm ist, wird eine kleine kompakte Lichtquelle mit einem kleinen Volumen erhalten.
Dieser geringe Durchinesser macht es auch praktisch möglich, die hohen Ouecksilberdampfdri.icke
anzuwenden, weil infolge des kleinen Volumens die Folgen einer eventuellen Explosion
der Entladungsröhre innerhalb unschädlicher Grenzen, gehalten werden. Der kleine
innere Durchmesser der Röhre fördert in Zusammenwirkung mit den festen Glühelektroden
das ruhige Brennen der Entladungsröhre. Die Entladung, die nicht den ganzen Querschnitt
der Röhre füllt, sondern eingeschnürt ist, ist um so ruhiger, d. 1i. bewegt sich
weniger- durch die Röhre hin und her, je kleiner der innere Durchmesser gewählt
wird. Erhöhung des Quecksilberdampfdruckes hat einen entgegengesetzten Erfolg und
macht die Entladung unruhiger. Dies ist einer der Gründe, weshalb man bei höheren
Quecksilb-; rdampfdrüclcen vorzugsweise kleinere innere Durchmesser der Röhren wählen
wird.
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Vorteilhafterweise wird man den inneren Durchmesser kleiner als 5
oder 4 mm wählen, wodurch höhere Drücke als bei einem größeren Durchmesser angewandt
werden können, «-as eine Verbesserung der Farbe des ausgesandten Lichtes zufolge
hat und auch eine ruhigere Entladung herbeiführt.
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Wie schon bemerkt wurde, ist die spezifische Belastung größer als
15 Watt/cm. Bei niedrigeren Werten wird es nicht nur praktisch sehr schwierig,
einen Quecksilberdampfdruck größer als ro Atm. zu erreichen, sondern wird überdies
der Wirkungsgrad geringer. Der Wirkungsgrad ist eine Funktion der spezifischen Belastung
und bei Quecksilberdampfdrücken größer als 1o Atm. nur wenig von dem Quecksilberdampfdruck
und dem inneren Durchmesser der Röhre abhängig. Fig. ? der Zeichnung zeigt z. B.
den Verlauf dieser Funktion (Lumen je Watt in Abhängigkeit von Watt je Zentimeter)
für eine bestimmte Entladungsröhre gemäß der Erfindung. Diese Kurve gibt die mittleren
Werte des Wirkungsgrades wieder. Die an verschiedenen Röhren gemessenen Werte können
in Abhängigkeit des Quecksilberdampfdruckes und des inneren Durchmessers ein wenig
unter oder über der abgebildeten Kurve liegen. Einer der Vorteile der erfindungsgemäßen
Röhre besteht darin, daß auch bei kleineren Leistungen sehr gute @N'irkungsgrade
erhalten werden. Je höher man die spezifische Belastung wählt, z. B. größer als
2o, @5, 35 oder 5o Watt/cm, desto größer wird der erreichte Wirkungsgrad.
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Die in der Röhre auftretenden Quecksilberdampfdrücke können. in einfacher
Weise mit Hilfe des spezifischen Spannungsabfalles in der Entladungsbahn, d. h.
des Spannungsabfalles je Längeneinheit dieser Bahn, bestimmt werden. Dieser spezifische
Spannungsabfall ist u. a. eine Funktion des Ouecksilberdainpfdruckes.
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Fig. 3 stellt in logarithmischem 1Vlaßstabe den Verlauf des spezifischen
Spannungsabfalles in Volt/cm als Funktion des Quecksilberdampfdruckes in Atm. für
die Stromstärken o,r, 0,2 bzw. o,4 Amp. Gleichstrom dar, und zwar für eine Entladungsröhre
mit einem inneren Durchmesser von z mm. Der spezifische Spannungsabfall kann aus
der Brennspannung der Entladung berechnet werden, indem man diese Brennspannung
um die Summe des Kathoden- und Anodenfalles der Elektroden (bei Oxydelektroden ungefähr
15 Volt) verringert und diese Restspannung durch die Länge der Entladungsbahn
teilt.
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Die Fig. 4, 5 und 6 geben dieselben Funktionen wieder für Entladungsröhren
mit einem inneren Durchmesser von 2, 3 bzw. 5 mm.
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Im allgemeinerx wird man die Entladungsröhre vorzugsweise in senkrechter
Stellung verwenden, da man in diesem Falle höhere Drücke und größere spezifische
Belastungen als bei horizontaler Stellung der Röhre verwenden kann, weil bei letzterwähnter
Stellung die Gefahr besteht, daß die Entladung sich wölbt und sich der Oberseite
der Röhrenwand zu sehr nähern würde. Diese Gefahr ist uni so größer, je höher der
Quecksilberdampfdruck ist. Um eine gleichmäßigeTemperaturverteilung über die Entladungsröhre
zu fördern, wird man bei senkrechter Lage den Abstand zwischen der oberen Elektrode
und dem oberen Ende des Entladungsraumes mit Vorteil größer wählen können als den
Abstand zwischen der unteren Elektrode und dein unteren Ende des Entladungsraumes.
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Die Stromzufiihrungsdrähte der Elektroden werden in der Regel nicht
unmittelbar in die aus Quarz oder derartigem Material bestehende Wand eingeschmolzen
werden können. Um die Entladungsröhren gegen den hohen Druck und die hohe Temperatur,
denen sie beim Betrieb ausgesetzt sind, sehr widerstandsfähig zu machen und die
Länge der Röhre klein zu halten, ist es empfehlenswert, zwischen den Stromzuführungsdrähten
und dem Wandmaterial nur ein .einziges der an sich bekannten Zwischengläser zu verwenden.
Hierzu ist z. B. ein aluminiumoxydhaltiges Borosilikatglas folgender Zusammensetzung
sehr geeignet: 88,3 °/o Si 0-, 8,4 °/o B. O, 2,9 % Al. O, 0,4
% Ca O.
Dieses Glas kann einerseits all Quarz angeschmolzen
«-erden, während andererseits die Wolframdrähte luftdicht in dieses Glas eii:-geschmolzen
werden können.
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Mit Rücksicht auf die hohe Temperatur der Entladungsröhre ist es in
vielen Fällen erwünscht, die außerhalb der Röhre hervorragenden Teile der Stromzuführungsdrähte
der Elektroden über eine verhältnismäßig große Länge (größer als i ein) mit einem
feuerfesten Material, z. B. Magnesiünioxyd oder Aluminiumoxyd, zu umgeben. Vorzugsweise
befestigt man die Entladungsröhre auch an einem Sockel, der aus feuerfestem Material,
z. B. Porzellan, bestellt.
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In vielen Fällen ist es empfehlenswert, die Entladungsröhre in alt
sich bekannter Weise mit einer Glashülle zu umgeben, die bei etwaigem Bruch der
Entladungsröhre Schutz gewährt. Die mechanische Stärke dieser Hülle kann durch geeignete
Formgebung und große Wandstärke erhöht werden. Man kann die Entladungsröhre gegebenenfalls
auch mit einem metallenen Netzwerk oder einem bchraubenförniig gewundenen Draht,
z. B. aus Nickelchrom, umgeben. Die Glashülle kann auch dazu benutzt «-erden, um
ungewünschte Strahlen, z. B. ultraviolette Strahlen, zu absorbieren.
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Um die Wärmeabgabe der Enden der Röhr e zu verringern, können bekanntlich
an diesen Enden auf der Außenseite der Röhrenwand spiegelnde Metallschichten, z.
l'). aus Platin.
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# am, -ebracht werden. Diese Schichten können dann dazu benutzt werden,
um bei einer bestimmten gewünschten Energieaufnahme der Röhre eine gewünschte Spannung,
mit der ein bestimmter Quecksilberdampfdruck zusammenhängt, einzustellen. Dabei
wird voll einer Entladungsröhre ausgegangen, in der die niedrigste Temperatur hinter
den Elektroden auftritt. Diese niedrigste Temperatur ist so gering, dalbei Belastung
der Röhre mit der gewünschten Energie die Spannung kleiner ist als die verlangte
Spannung. Die Röhrenspannung kann nun dadurch erhöht «erden, dal,l ein Teil der
Röhrenenden finit einer spiegelnden Metallschicht bedeckt wird. Diese Schicht wird
null so lange vergrößert, bis malt bei konstant gehaltener Belastung zwischen den
Elektroden die gewünschte Spannung mißt. welche dem verlangten (-uecksilberdampfdruck
entspricht.
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In den Fig. 7 bis i i sind einige Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung
schematisch dargestellt.
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Die in Fig.7 dargestellte F-ntladutigsrölire i ltestelit in der Hauptsache
aus einem zylindrischen Quarzröhrchen mit einem inneren Durchmesser von 2,7 min
und einem äußeren Dureliniesser von ti,; min. Die Entladungsröhre ist mit zwei Elektroden
2 versehen,-die aus eitlem liakenförinig gebogenen tN olfraindraht schraubenförmig
aufgewunden ist; dieses Drahtgebilde ist dann mit einer stark elektronenemittierenden
Substanz, z. B. Erdalkalioxyd, bedeckt. Der Abstand zwischen den Elektroden beträgt
in nim. Die Glühelektroden 2 werden nicht voll einem gesonderten Heizstrom, sondern
von dem Entladungsstrom selbst erhitzt und auf die für die Elektronenemission erforderliche
Temperatur gebracht.
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Die Stromzuführungsdrähte 3 der Glühelektroden bestellen gleichfalls
aus `Volfraindrähten, die z. B. o,6 inm dick sind und unter Zwischenfügung eines
praktisch alkalifreien Glases der oben beschriebenen Zusammensetzung durch die Quarzwand
hindurchgefiihrt sind: Der Ausdeliiiungslzoeffizieiit dieses alkalifreien Glases
ist so gering, daß es mit Erfolg unmittelbar an Quarz angeschniolzeit «-erden kann
und überdies eine gute Verbindung mit den Wolfraindrähten erhalten wird. Zwischen
den Wolfranteinschltielzdrähten und dein Quarz befindet sich deshalb nur ein Verbindungsmaterial
mit hohem l-rweichungspunkt, «-as im Hinblick auf die il. der Entladungsröhre auftretende
Temperatur und Druck von großem Vorteil ist. Die Verbindung zwischen dein Wolfraindraht
und dein Quarzzylinder kann zustande gebracht werden, indem zuerst auf dem Draht
eilte Schicht des obenerwähnten alkalifreien Glases aufgeschmolzen und an das Ende
des Quarzzylinders eine halbkugelförmige happu aus demselben Glase angeschmolzen
wird.
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In dieser Kappe wird eine Üffnung vorgesehen, durch die der Wolframdraht
finit der darauf angebrachten Glasschicht gesteckt wird, woraufhin die Kappe mit
dieser Glasschicht verschmolzen wird.
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In der Entladungsröhre i befindet sich, «-ie bekannt, eine Menge Edelgas.
z. B. Argon. unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) voll io nun, während die Röhre
auch eilte Menge Quecksilber enthält, das beim Betrieb den (-)uecl-zsilberdaiiipf
liefert und in Überschuf, vorhanden sein kann. Bekanntlich kann man die Menge Quecksilber
derart beseliränken, daß beim normalen Betrieb die ganze Menge verdampft und der
Quecksilberdartipf ungesättigt ist. Diese Beschränkung der Ouecksilberinenge ist
bei der erfiti:lttngsgeinäßen Lampe nicht nötig, wodurch die Fabrikation der Entladungsröhre
erleichtert wird.
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Die Entladungsröhre wird mit Wechselstrom betrieben. Durch geeignete
Wahl der Z"orschaltitnpedaliz und der Speisespannung wird die Belastung der Entladungsröhre
derart alt das Wärineabgabevermögen und die Abmessungen der Röhre angepaßt, daß
der
Ouecksilberilampfdruck mehr als io Atin. beträgt. Die Belastung
der abgebildeten und frei in der Luft aufgestellten Entladungsröhre kann z. B. 7o
Watt betragen bei einer Stromstärke von o,4 Amp. und einer Spannung zwischen den
Elektroden von 24o Volt. Der Quecksilberdampfdruck beträgt dann etwa 7 5 Atin.
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In einem anderen Falle betrug der innere Durchmesser 2,3 mm, der äußere
Durchmesser 4. mm und der Abstand zwischen den Elektroden 2o mm, während die Belastung
8o Watt war bei einer Stromstärke von 0,39 Amp. und einer Spannung zwischen den
Elektroden von 25o Volt, was einem Ouecksilberdampfdruck von ungefähr 85 Atm. entspricht.
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Eine Entladungsröhre mit innerem bzw. äußerem Durchmesser von 4. bzw.
7 mm und einem Elektrodenabstand von io min zeigte eine Belastung von 55 Watt bei
einer Stromstärke von 0,34 Amp. und einer Brennspannung von Zoo Volt, wobei der
Quecksilberdampfdruck ungefähr 8o Atm. betrug.
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Für spezielle Anwendungen kann man die Entladungsbahn auch länger
als einige Zentimeter machen. In einer für die Beleuchtung von Flugplätzen gedachten
Entladungsröhre war der Abstand zwischen den Elektroden z. B. Zoo mm und der innere
bzw. äußere Durchmesser 2,3 bzw. 6 mm. Die Belastung dieser Röhre war iooo Watt
bei einer Stromstärke von o,5 Amp., einer Spannung zwischen den Elektroden von 25oo
\rolt und einem Quecksilberdampfdruck von etwa 3o Atin.
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Fig. 8 zeigt eine geeignete Aufstellung der Entladungsröhre gemäß
Fig. 7. Die aus der Entladungsröhre hervorragenden Teile .a. der Stromzuführungsdrähte
der Entladungsröhre i sind mit isolierenden Röhrchen 5 aus hochschmelzendem Material,
z. B. Magnesiuinotyd, umgeben und mit metallenen Kappen 6, die um die Enden der
Röhrchen 5 herumgreifen, verbunden. Eine dieser Kontaktkappen 6 ruht in der Kontaktbüchse
;, während die andere Kontaktkappe in der Kontaktbüchse 8 ruht, in der sich die
Schraubenfeder 9 befindet. Die Büchsen 7 und 8 sind mittels der Stäbchen io und
i i an dem Sockel 12 befestigt, der aus isolierendem Material, z. B. Porzellan,
besteht, und zwei Kontaktstücke 13 aufweist. Die Feder 9 drückt die Entladungsröhre
in Aufwärtsrichtung, wodurch diese festgeklemmt wird. Um die Entladungsröhre herauszunehmen,
bewegt man sie entgegen der Wirkung der Feder in Abw iirtsrichtiing, bis die obere
Kontaktkappe 6 frei ist von der Büchse 7.
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Die Entladungsröhre wird von dem Glaszylinder 1:1, aus Hartglas von
3: inne Wandstärke umgeben, der von dem mit Hilfe der Schraube 16 an dem Sockel
1:2 befestigten kupfernen Ring 1,5 getragen wird. Der Zylinder 14 kann aus einem
Glas hergestellt werden, das kein ultraviolettes Licht durchläßt. Will man außer
den sichtbaren auch die ultravioletten Strahlen ausnutzen, so kann man den Zylinder
14 aus einem Glas herstellen, das ultraviolette Strahlen durchläßt. In dem Glaszylinder
können z. B. am -unteren und oberen Ende Öffnungen angebracht werden, durch die
die innerhalb des Zylinders vorhandene Luft nach außen treten kann. Gemäß Fig. 9
ist die Entladungsröhre i fest mit dem Sockel 17 verbunden. An diesem Sockel ist
mit Hilfe der Schraube 18 eine metallene Kappe i9 befestigt, die als Reflektor benutzt
werden kann und die Glasglocke 2o trägt. Auch in der Kappe i9 und der Glocke 2o
können eine oder mehrere Öffnungen ausgespart werden.
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In der Bauart nach Fig. io ist die Entladungsröhre i auf der Quetschstelle
21 der Glasglocke 22 befestigt, die mit Öffnungen 23 versehen ist. Wie bekannt,
kann diese Glocke gegebenenfalls auch geschlossen ausgeführt werden und dann evakuiert
oder mit einem geeigneten Gase, z. B. Stickstoff, gefüllt werden, wodurch die bisweilen
bestehende Gefahr, d aß Wasserstoff durch die Quarzwand in die Entladungsröhre hineindiffundiert,
vermieden werden kann.
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Wie in Fig. i i dargestellt ist, kann die Entladungsröhre 24 auch
U-förmig gebogen sein. Diese Röhre ist an dem z. B.. aus Porzellan bestehenden rohrförmigen
Sockel 25 befestigt, an den auch die Glasglocke 26 mit Hilfe des an die Glocke gekitteten
Metallringes 2; und der Schraube 28 befestigt ist.