DE717482C - Natuerlich gekuehlte, zur Aussendung von Strahlen dienende elektrische Hochdruckentladungsroehre mit einer Fuellung aus Quecksilberdampf und einem zur Zuenderleichterung dienenden Gase, mit festen, vorzugsweise durch die Entladung selbst geheizten Gluehelektroden und mit einer Huelle aus schwerschmelzendem strahlendurchlaessigem Werkstoffbeispielsweise Quarz - Google Patents

Natuerlich gekuehlte, zur Aussendung von Strahlen dienende elektrische Hochdruckentladungsroehre mit einer Fuellung aus Quecksilberdampf und einem zur Zuenderleichterung dienenden Gase, mit festen, vorzugsweise durch die Entladung selbst geheizten Gluehelektroden und mit einer Huelle aus schwerschmelzendem strahlendurchlaessigem Werkstoffbeispielsweise Quarz

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DE717482C
DE717482C DEN37771D DEN0037771D DE717482C DE 717482 C DE717482 C DE 717482C DE N37771 D DEN37771 D DE N37771D DE N0037771 D DEN0037771 D DE N0037771D DE 717482 C DE717482 C DE 717482C
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mercury vapor
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Willem Elenbaas
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J61/00Gas-discharge or vapour-discharge lamps
    • H01J61/82Lamps with high-pressure unconstricted discharge having a cold pressure > 400 Torr
    • H01J61/822High-pressure mercury lamps
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J5/00Details relating to vessels or to leading-in conductors common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
    • H01J5/32Seals for leading-in conductors

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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
  • Discharge Lamps And Accessories Thereof (AREA)

Description

  • Natürlich gekühlte, zur Aussendung von Strahlen dienende elektrische Hochdruckentladungs,-röhre mit einer Füllung aus Quecksilberdampf und einem zur Zünderleichterung dienenden Gase, mit festen, vorzugsweise durch die Entladung selbst geheizten Glühelektroden und mit einer Hülle aus schwerschmelzendem strahlendurchlässigem Werkstoff; beispielsweise Quarz Die Erfindung befaßt sich mit natürlich gekühlten elektrischen Entladungsröhren zum Aussenden von Strahlen, welche Röhren mit einer Gas-Quecksilberdarnpf=Füllung sowie mit festen, vorzugsweise von der Entladung selbst geheizten Glühelektroden versehen sind. Es sind bereits solche Röhren, deren Wand aus hochschmelzendem strahlendurchlässigem Werkstoff, vornehmlich Quarz, bestehen kann, für Beleuchtungs- und Bestrahlungszweck; bekanntgeworden, deren Betriebsquecksilb,erdampfdruck im allgemeinen etwa i Atm. war; nur in einzelnen Fällen ist man mit diesem Druck bis auf einige Atmosphären hinaufgegangen. Diese Röhren sind, weil sie natürlich gekühlt werden, ' in einfacher Weise zu betreiben.
  • Unter natürlicher (nicht künstlicher) Kühlung wird hier und im nachfolgenden sowie insbesondre auch im Patentanspruch eine solche verstanden, bei der die in der Röhre erzeugte Wärme durch Strahlung und durch die von der Röhre bewirkten Temperaturunterschiede in Bewegung gebrachte atmosphärische Luft fortgeführt wird. Gegebenenfalls - wenn nämlich die eigentliche Entladungsröhre zusätzlich von einer gasdicht geschlossenen, strahlendurchlässigen und ein besonderes Füllgas enthaltenden weiteren Außenhülle umgeben ist - kann hei der natürlichen Kühlung durch die atmosphärische Außenluft auch die im Raum zwischen den beiden Wandungen eingetretene Erhitzung des eingeschlossenen Gases mitwirken.
  • Die bekannten Röhren haben meistens einen Wirkungsgrad (Lichtausbeute), der den Wirkungsgrad von Glühlampen wesentlich übersteigt. Diese große Lichtausbeute wurde jedoch nur mit größeren Einheiten erreicht; diese Lampenart wurde denn auch praktisch nur in einer Stärke von 250 W und mehr hergestellt. Bereits bei diesen bekannten Röhren bemerkt man bei abnehmender Leistung der Röhre eine Verringerung des Wirkungsgrades. Die bekannte Röhre zeigt weiter die Eigentümlichkeit, daß die erzeugte Strahlung ein Linienspektrum mit höchstens einem sehr schwachen kontinuierlichen Hintergrund aufweist: insbesondere fehlen -die roten Strahlen. Auch haben die Röhren öfters ziemlich große Abmessungen.
  • Die Erfindung bezweckt nun, diese Nachteile unter Beibehaltung der einfachen Betriebsmöglichkeit der Röhren zu verringern.
  • Gemäß der Erfindung wird dazu die zwischen i @ und 135 Watt/cm liegende spezifische Belastung (d. h. die Energieaufnahme je Zentimeter Länge der Entladungsbahn), las @Värnieabgabev--rmögen und die Röhrenform derart einander angepaßt, daß der Betriebsquecksilberdarnpfdruck größer als io Atm. ist. Der innere Durchmesser der aus hochschmelzendem Material, zweckmäßig Quarz, bestehenden Röhre ist dabei kleiner als ; mm gewählt.
  • Gegenüber anderen Lichtduellen gleicher Leistung haben diese Entladungsröhren sehr kleine Abmessungen, ein kleines Volumen und ein geringes Gewicht: überdies sind auch die Herstellungskosten niedrig. Eine ioo-Watt-Lampe wiegt z. B. nur ungefähr 3 g. Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Röhre besteht darin, daß sie nicht mir eine große Lichtausbeute zeigt, wenn es sich um größere Einheiten .handelt, sondern auch bei kleinerer Leistung, z. B. .4o und 73 Watt, einen hohen Wirkungsgrad hat. Glühlampen und Hochdruckquecksilberdampfentladungslampen mit ungefähr i Atm. Betriebsdampfdruck haben dagegen bei kleinen Leistungen einen ungünstigen Wirkungsgrad.
  • Die hohen Quecksilberdampfdrücke haben den Vorteil, daß das Spektrum des von der Entladungsröhre ausgesandten Lichtes für Beleuchtungszwecke besser geeignet ist als (las der jetzt zu diesen Zwecken verwendeten Ouecksilberdampfentladungsröhren, in denen cler Otiecksilberdampfdruck beim Betriebe etwa i Atm. beträgt. Bei den sehr hohen Quecksilberdampfdrücken, die in der erfindungsgemäßen Röhre auftreten, -neigt (las ausgesandte Licht ein stärkeres kontinuierliches Spektrum als die bekannten Ilochdrucklampen, so (laß das Spektrum der neuen Lampen viel Rot enthält, also außer blauen und grünen Strahlen auch starke rote Strahlen aufweist. Die Farbe des Lichtes wir(1 desto besser, je höher der Quecksilberdampfdruck ist, so daß man unter Umständen Drücke höher als z. B: i?, i ` oder 2o Atm. wählen wird.
  • Bei den über in Atm. gelegenen Quecksilberdampfdrücken werden mit den erfindungsgemäßen Entladungsröhren sehr hohe Wirkungsgrade erreicht: überdies wirkt sich noch eine besondere Erscheinung aus, die mit Hilfe der Fig. i der Zeichnung verdeutlicht wird. In dieser Figur ist der Wirkungsgrad einer erfindungsgemäßen Entladungsröhre mit geringem innerem Durchmesser. d. h. die Anzahl Lumen sichtbaren Lichtes je Einheit (Watt) der von der Röhre aufgenommenen Energie als Funktion des Quecksilber-(lampfdruckes in Atmosphären dargestellt bei konstanter Energieaufnahme je Zentimeter Länge der Entladungsbahn, d. h. bei konstanter spezifischer Belastung der Röhre. Aus dieser Figur geht hervor, daß der Wirkungsgrad bei Drücken höher als in Atm. nur wenig zunimmt, bei Drücken niedriger als io Atm. jedoch schnell sinkt.
  • Die spezifische Belastung der erfin(iungsgemäßen Röhren ist kleiner als 135 Wattcin gewählt und dem wärmeabgebenden Vermögen der Röhre angepaßt. Bei dieser spezifischen Belastung braucht die Röhre nicht durch Wasser oder in ähnlicher erzwungener Weise gekühlt zu werden. je größer die spezifische Belastung einer bestimmten Röhre gen-ählt wird, desto höher wird der Ouecksilberdampfdruck sein. Die Gröfe der spezifischen Belastung wird im allgemeinen die Lebensdauer der Röhre beeinflussen, und zwar wird die Lebensdauer um so kleiner sein. je größer die spezifische Belastung gewählt wurde. Die erwähnte obere Grenze der spezifischen Belastung soll daher nicht als die größte spezifische Belastung betrachtet werden, die in jedem praktischen Falle zugelassen werden kann. Für jeden Fall wird man auf Grund der an die Röhre gestellten Forderungen und der Abmessungen der Röhre leicht mittels einiger Versuche feststellen können, wie weit man mit der spezifischen Belastung unterhalb dieser Grenze bleiben muß, um eine den gestellten Forderungen genügende Entladungsröhre zu erhalten, die ohne Flüssigkeit oder andere künstliche Kühlung, also in einfacher Weise benutzt werden kann. -Um eine längere Lebensdauer zu erreichen, kann man die spezifische Belastung z. B. kleiner als 120 oder inn Watt je Zentimeter wählen.
  • Obwohl man erwarten würde, daß die spezifische Belastung bei den größeren der in Betracht kommenden inneren Durchmesser größer gewählt werden könnte als bei den kleineren Durchmessern, stellt es sich heraus, daß die maximal zulässige spezifische Belastung nur wenig von dem inneren Durchmesser abhängig ist.
  • Bei einer bestimmten Belastung der Entladungsröhre hängt der Otieclzsilberclainpfdruck auch von der Form der Röhre ab, weil dieser Druck in erster Linie von der Temperatur der kältesten Stelle des Entladungsraumes bestimmt wird. Diese niedrigste Temperatur wird wieder von der Form und dem Wärineabgabevermögen der Entladungsröhre beeinflußt.
  • Weil der innere Durchmesser der Entladungsröhre kleiner als ; mm ist, wird eine kleine kompakte Lichtquelle mit einem kleinen Volumen erhalten. Dieser geringe Durchinesser macht es auch praktisch möglich, die hohen Ouecksilberdampfdri.icke anzuwenden, weil infolge des kleinen Volumens die Folgen einer eventuellen Explosion der Entladungsröhre innerhalb unschädlicher Grenzen, gehalten werden. Der kleine innere Durchmesser der Röhre fördert in Zusammenwirkung mit den festen Glühelektroden das ruhige Brennen der Entladungsröhre. Die Entladung, die nicht den ganzen Querschnitt der Röhre füllt, sondern eingeschnürt ist, ist um so ruhiger, d. 1i. bewegt sich weniger- durch die Röhre hin und her, je kleiner der innere Durchmesser gewählt wird. Erhöhung des Quecksilberdampfdruckes hat einen entgegengesetzten Erfolg und macht die Entladung unruhiger. Dies ist einer der Gründe, weshalb man bei höheren Quecksilb-; rdampfdrüclcen vorzugsweise kleinere innere Durchmesser der Röhren wählen wird.
  • Vorteilhafterweise wird man den inneren Durchmesser kleiner als 5 oder 4 mm wählen, wodurch höhere Drücke als bei einem größeren Durchmesser angewandt werden können, «-as eine Verbesserung der Farbe des ausgesandten Lichtes zufolge hat und auch eine ruhigere Entladung herbeiführt.
  • Wie schon bemerkt wurde, ist die spezifische Belastung größer als 15 Watt/cm. Bei niedrigeren Werten wird es nicht nur praktisch sehr schwierig, einen Quecksilberdampfdruck größer als ro Atm. zu erreichen, sondern wird überdies der Wirkungsgrad geringer. Der Wirkungsgrad ist eine Funktion der spezifischen Belastung und bei Quecksilberdampfdrücken größer als 1o Atm. nur wenig von dem Quecksilberdampfdruck und dem inneren Durchmesser der Röhre abhängig. Fig. ? der Zeichnung zeigt z. B. den Verlauf dieser Funktion (Lumen je Watt in Abhängigkeit von Watt je Zentimeter) für eine bestimmte Entladungsröhre gemäß der Erfindung. Diese Kurve gibt die mittleren Werte des Wirkungsgrades wieder. Die an verschiedenen Röhren gemessenen Werte können in Abhängigkeit des Quecksilberdampfdruckes und des inneren Durchmessers ein wenig unter oder über der abgebildeten Kurve liegen. Einer der Vorteile der erfindungsgemäßen Röhre besteht darin, daß auch bei kleineren Leistungen sehr gute @N'irkungsgrade erhalten werden. Je höher man die spezifische Belastung wählt, z. B. größer als 2o, @5, 35 oder 5o Watt/cm, desto größer wird der erreichte Wirkungsgrad.
  • Die in der Röhre auftretenden Quecksilberdampfdrücke können. in einfacher Weise mit Hilfe des spezifischen Spannungsabfalles in der Entladungsbahn, d. h. des Spannungsabfalles je Längeneinheit dieser Bahn, bestimmt werden. Dieser spezifische Spannungsabfall ist u. a. eine Funktion des Ouecksilberdainpfdruckes.
  • Fig. 3 stellt in logarithmischem 1Vlaßstabe den Verlauf des spezifischen Spannungsabfalles in Volt/cm als Funktion des Quecksilberdampfdruckes in Atm. für die Stromstärken o,r, 0,2 bzw. o,4 Amp. Gleichstrom dar, und zwar für eine Entladungsröhre mit einem inneren Durchmesser von z mm. Der spezifische Spannungsabfall kann aus der Brennspannung der Entladung berechnet werden, indem man diese Brennspannung um die Summe des Kathoden- und Anodenfalles der Elektroden (bei Oxydelektroden ungefähr 15 Volt) verringert und diese Restspannung durch die Länge der Entladungsbahn teilt.
  • Die Fig. 4, 5 und 6 geben dieselben Funktionen wieder für Entladungsröhren mit einem inneren Durchmesser von 2, 3 bzw. 5 mm.
  • Im allgemeinerx wird man die Entladungsröhre vorzugsweise in senkrechter Stellung verwenden, da man in diesem Falle höhere Drücke und größere spezifische Belastungen als bei horizontaler Stellung der Röhre verwenden kann, weil bei letzterwähnter Stellung die Gefahr besteht, daß die Entladung sich wölbt und sich der Oberseite der Röhrenwand zu sehr nähern würde. Diese Gefahr ist uni so größer, je höher der Quecksilberdampfdruck ist. Um eine gleichmäßigeTemperaturverteilung über die Entladungsröhre zu fördern, wird man bei senkrechter Lage den Abstand zwischen der oberen Elektrode und dem oberen Ende des Entladungsraumes mit Vorteil größer wählen können als den Abstand zwischen der unteren Elektrode und dein unteren Ende des Entladungsraumes.
  • Die Stromzufiihrungsdrähte der Elektroden werden in der Regel nicht unmittelbar in die aus Quarz oder derartigem Material bestehende Wand eingeschmolzen werden können. Um die Entladungsröhren gegen den hohen Druck und die hohe Temperatur, denen sie beim Betrieb ausgesetzt sind, sehr widerstandsfähig zu machen und die Länge der Röhre klein zu halten, ist es empfehlenswert, zwischen den Stromzuführungsdrähten und dem Wandmaterial nur ein .einziges der an sich bekannten Zwischengläser zu verwenden. Hierzu ist z. B. ein aluminiumoxydhaltiges Borosilikatglas folgender Zusammensetzung sehr geeignet: 88,3 °/o Si 0-, 8,4 °/o B. O, 2,9 % Al. O, 0,4 % Ca O. Dieses Glas kann einerseits all Quarz angeschmolzen «-erden, während andererseits die Wolframdrähte luftdicht in dieses Glas eii:-geschmolzen werden können.
  • Mit Rücksicht auf die hohe Temperatur der Entladungsröhre ist es in vielen Fällen erwünscht, die außerhalb der Röhre hervorragenden Teile der Stromzuführungsdrähte der Elektroden über eine verhältnismäßig große Länge (größer als i ein) mit einem feuerfesten Material, z. B. Magnesiünioxyd oder Aluminiumoxyd, zu umgeben. Vorzugsweise befestigt man die Entladungsröhre auch an einem Sockel, der aus feuerfestem Material, z. B. Porzellan, bestellt.
  • In vielen Fällen ist es empfehlenswert, die Entladungsröhre in alt sich bekannter Weise mit einer Glashülle zu umgeben, die bei etwaigem Bruch der Entladungsröhre Schutz gewährt. Die mechanische Stärke dieser Hülle kann durch geeignete Formgebung und große Wandstärke erhöht werden. Man kann die Entladungsröhre gegebenenfalls auch mit einem metallenen Netzwerk oder einem bchraubenförniig gewundenen Draht, z. B. aus Nickelchrom, umgeben. Die Glashülle kann auch dazu benutzt «-erden, um ungewünschte Strahlen, z. B. ultraviolette Strahlen, zu absorbieren.
  • Um die Wärmeabgabe der Enden der Röhr e zu verringern, können bekanntlich an diesen Enden auf der Außenseite der Röhrenwand spiegelnde Metallschichten, z. l'). aus Platin.
  • # am, -ebracht werden. Diese Schichten können dann dazu benutzt werden, um bei einer bestimmten gewünschten Energieaufnahme der Röhre eine gewünschte Spannung, mit der ein bestimmter Quecksilberdampfdruck zusammenhängt, einzustellen. Dabei wird voll einer Entladungsröhre ausgegangen, in der die niedrigste Temperatur hinter den Elektroden auftritt. Diese niedrigste Temperatur ist so gering, dalbei Belastung der Röhre mit der gewünschten Energie die Spannung kleiner ist als die verlangte Spannung. Die Röhrenspannung kann nun dadurch erhöht «erden, dal,l ein Teil der Röhrenenden finit einer spiegelnden Metallschicht bedeckt wird. Diese Schicht wird null so lange vergrößert, bis malt bei konstant gehaltener Belastung zwischen den Elektroden die gewünschte Spannung mißt. welche dem verlangten (-uecksilberdampfdruck entspricht.
  • In den Fig. 7 bis i i sind einige Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung schematisch dargestellt.
  • Die in Fig.7 dargestellte F-ntladutigsrölire i ltestelit in der Hauptsache aus einem zylindrischen Quarzröhrchen mit einem inneren Durchmesser von 2,7 min und einem äußeren Dureliniesser von ti,; min. Die Entladungsröhre ist mit zwei Elektroden 2 versehen,-die aus eitlem liakenförinig gebogenen tN olfraindraht schraubenförmig aufgewunden ist; dieses Drahtgebilde ist dann mit einer stark elektronenemittierenden Substanz, z. B. Erdalkalioxyd, bedeckt. Der Abstand zwischen den Elektroden beträgt in nim. Die Glühelektroden 2 werden nicht voll einem gesonderten Heizstrom, sondern von dem Entladungsstrom selbst erhitzt und auf die für die Elektronenemission erforderliche Temperatur gebracht.
  • Die Stromzuführungsdrähte 3 der Glühelektroden bestellen gleichfalls aus `Volfraindrähten, die z. B. o,6 inm dick sind und unter Zwischenfügung eines praktisch alkalifreien Glases der oben beschriebenen Zusammensetzung durch die Quarzwand hindurchgefiihrt sind: Der Ausdeliiiungslzoeffizieiit dieses alkalifreien Glases ist so gering, daß es mit Erfolg unmittelbar an Quarz angeschniolzeit «-erden kann und überdies eine gute Verbindung mit den Wolfraindrähten erhalten wird. Zwischen den Wolfranteinschltielzdrähten und dein Quarz befindet sich deshalb nur ein Verbindungsmaterial mit hohem l-rweichungspunkt, «-as im Hinblick auf die il. der Entladungsröhre auftretende Temperatur und Druck von großem Vorteil ist. Die Verbindung zwischen dein Wolfraindraht und dein Quarzzylinder kann zustande gebracht werden, indem zuerst auf dem Draht eilte Schicht des obenerwähnten alkalifreien Glases aufgeschmolzen und an das Ende des Quarzzylinders eine halbkugelförmige happu aus demselben Glase angeschmolzen wird.
  • In dieser Kappe wird eine Üffnung vorgesehen, durch die der Wolframdraht finit der darauf angebrachten Glasschicht gesteckt wird, woraufhin die Kappe mit dieser Glasschicht verschmolzen wird.
  • In der Entladungsröhre i befindet sich, «-ie bekannt, eine Menge Edelgas. z. B. Argon. unter einem Druck (bei Zimmertemperatur) voll io nun, während die Röhre auch eilte Menge Quecksilber enthält, das beim Betrieb den (-)uecl-zsilberdaiiipf liefert und in Überschuf, vorhanden sein kann. Bekanntlich kann man die Menge Quecksilber derart beseliränken, daß beim normalen Betrieb die ganze Menge verdampft und der Quecksilberdartipf ungesättigt ist. Diese Beschränkung der Ouecksilberinenge ist bei der erfiti:lttngsgeinäßen Lampe nicht nötig, wodurch die Fabrikation der Entladungsröhre erleichtert wird.
  • Die Entladungsröhre wird mit Wechselstrom betrieben. Durch geeignete Wahl der Z"orschaltitnpedaliz und der Speisespannung wird die Belastung der Entladungsröhre derart alt das Wärineabgabevermögen und die Abmessungen der Röhre angepaßt, daß der Ouecksilberilampfdruck mehr als io Atin. beträgt. Die Belastung der abgebildeten und frei in der Luft aufgestellten Entladungsröhre kann z. B. 7o Watt betragen bei einer Stromstärke von o,4 Amp. und einer Spannung zwischen den Elektroden von 24o Volt. Der Quecksilberdampfdruck beträgt dann etwa 7 5 Atin.
  • In einem anderen Falle betrug der innere Durchmesser 2,3 mm, der äußere Durchmesser 4. mm und der Abstand zwischen den Elektroden 2o mm, während die Belastung 8o Watt war bei einer Stromstärke von 0,39 Amp. und einer Spannung zwischen den Elektroden von 25o Volt, was einem Ouecksilberdampfdruck von ungefähr 85 Atm. entspricht.
  • Eine Entladungsröhre mit innerem bzw. äußerem Durchmesser von 4. bzw. 7 mm und einem Elektrodenabstand von io min zeigte eine Belastung von 55 Watt bei einer Stromstärke von 0,34 Amp. und einer Brennspannung von Zoo Volt, wobei der Quecksilberdampfdruck ungefähr 8o Atm. betrug.
  • Für spezielle Anwendungen kann man die Entladungsbahn auch länger als einige Zentimeter machen. In einer für die Beleuchtung von Flugplätzen gedachten Entladungsröhre war der Abstand zwischen den Elektroden z. B. Zoo mm und der innere bzw. äußere Durchmesser 2,3 bzw. 6 mm. Die Belastung dieser Röhre war iooo Watt bei einer Stromstärke von o,5 Amp., einer Spannung zwischen den Elektroden von 25oo \rolt und einem Quecksilberdampfdruck von etwa 3o Atin.
  • Fig. 8 zeigt eine geeignete Aufstellung der Entladungsröhre gemäß Fig. 7. Die aus der Entladungsröhre hervorragenden Teile .a. der Stromzuführungsdrähte der Entladungsröhre i sind mit isolierenden Röhrchen 5 aus hochschmelzendem Material, z. B. Magnesiuinotyd, umgeben und mit metallenen Kappen 6, die um die Enden der Röhrchen 5 herumgreifen, verbunden. Eine dieser Kontaktkappen 6 ruht in der Kontaktbüchse ;, während die andere Kontaktkappe in der Kontaktbüchse 8 ruht, in der sich die Schraubenfeder 9 befindet. Die Büchsen 7 und 8 sind mittels der Stäbchen io und i i an dem Sockel 12 befestigt, der aus isolierendem Material, z. B. Porzellan, besteht, und zwei Kontaktstücke 13 aufweist. Die Feder 9 drückt die Entladungsröhre in Aufwärtsrichtung, wodurch diese festgeklemmt wird. Um die Entladungsröhre herauszunehmen, bewegt man sie entgegen der Wirkung der Feder in Abw iirtsrichtiing, bis die obere Kontaktkappe 6 frei ist von der Büchse 7.
  • Die Entladungsröhre wird von dem Glaszylinder 1:1, aus Hartglas von 3: inne Wandstärke umgeben, der von dem mit Hilfe der Schraube 16 an dem Sockel 1:2 befestigten kupfernen Ring 1,5 getragen wird. Der Zylinder 14 kann aus einem Glas hergestellt werden, das kein ultraviolettes Licht durchläßt. Will man außer den sichtbaren auch die ultravioletten Strahlen ausnutzen, so kann man den Zylinder 14 aus einem Glas herstellen, das ultraviolette Strahlen durchläßt. In dem Glaszylinder können z. B. am -unteren und oberen Ende Öffnungen angebracht werden, durch die die innerhalb des Zylinders vorhandene Luft nach außen treten kann. Gemäß Fig. 9 ist die Entladungsröhre i fest mit dem Sockel 17 verbunden. An diesem Sockel ist mit Hilfe der Schraube 18 eine metallene Kappe i9 befestigt, die als Reflektor benutzt werden kann und die Glasglocke 2o trägt. Auch in der Kappe i9 und der Glocke 2o können eine oder mehrere Öffnungen ausgespart werden.
  • In der Bauart nach Fig. io ist die Entladungsröhre i auf der Quetschstelle 21 der Glasglocke 22 befestigt, die mit Öffnungen 23 versehen ist. Wie bekannt, kann diese Glocke gegebenenfalls auch geschlossen ausgeführt werden und dann evakuiert oder mit einem geeigneten Gase, z. B. Stickstoff, gefüllt werden, wodurch die bisweilen bestehende Gefahr, d aß Wasserstoff durch die Quarzwand in die Entladungsröhre hineindiffundiert, vermieden werden kann.
  • Wie in Fig. i i dargestellt ist, kann die Entladungsröhre 24 auch U-förmig gebogen sein. Diese Röhre ist an dem z. B.. aus Porzellan bestehenden rohrförmigen Sockel 25 befestigt, an den auch die Glasglocke 26 mit Hilfe des an die Glocke gekitteten Metallringes 2; und der Schraube 28 befestigt ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Natürlich gekühlte, zur Aussendung vöil Strahlen dienende elektrische Hochdruckentladungsröhre mit einer Füllung aus Quecksilberdampf und einem zur Zünderleichterung dienenden Gase, mit festen, vorzugsweise durch die Entladung selbst geheizten Glühelektroden und mit einer Hülle aus schwerschmelzendem strahlendurchlässigernWerkstoff, beispielsweise Quarz, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Durchmesser der Röhre kleiner als 7 mm, vornehmlich kleiner als q. mm ist und die zwischen 15 und 135 Watt/cm liegende spezifische Belastung (Energieaufnahme je Zentimeter Länge der Entladungsbahn) sowie die Röhrenform und das u. a. von der Röhrenform und -außenfläche abhängige Wärmeabgabevermögen der Röhre derart einander angepaßt sind, daß der Betriebsdruck der Röhre ärößer als io Atm. ist.
  2. 2. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da(1 die Stromzuführungsdrähte der Elektroden mittels eines einzigen Zwischenglases eingeschmolzen sind.
  3. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Röhre ganz oder teilweise mit einer spiegelnden :Metallschicht bedeckt sind.
  4. Elektrische Entladungsröhre nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur senkrechten Anordnung der Röhre der Abstand zwischen der oberen Elektrode und dem oberen Ende des Entladungsraumes größer ist als der Abstand zwischen der unteren Elektrode und dein unteren Ende des Entladungsraumes.
  5. Elektrische Entladungsröhre nach einem der Ansprüche i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß die außerhalb der Röhre hervorragenden Teile der Strornzuführungsdrähte über mehr als i cm mit einem feuerfesten Stoff, wie etwa 1Tagnesiumoxzd oder Aluminiumoxvd, umgeben sind. h.
  6. Elektrische Entladungsröhre nach einem der Ansprüche i bis ;, dadurch gekennzeichnet, daß sie von einer Glashülle umgeben ist. in der sich gegebenenfalls eine oder mehrere Öffnungen befinden.
  7. 7. Verfahren zur Einstellung der Brennspannung einer Entladungsröhre nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Röhre mit einer spiegelnden Metallschicht bedeckt werden und diese Schicht so lange vergrößert wird, bis bei konstant gehaltener Belastung die gewünschte Brennspannung erreicht wird.
DEN37771D 1934-11-05 1935-02-16 Natuerlich gekuehlte, zur Aussendung von Strahlen dienende elektrische Hochdruckentladungsroehre mit einer Fuellung aus Quecksilberdampf und einem zur Zuenderleichterung dienenden Gase, mit festen, vorzugsweise durch die Entladung selbst geheizten Gluehelektroden und mit einer Huelle aus schwerschmelzendem strahlendurchlaessigem Werkstoffbeispielsweise Quarz Expired DE717482C (de)

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