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Reibungskupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft
eine Verbesserung der Reibungskupplung nach dem Patent 670174.
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In dem Hauptpatent ist eine Reibungskupplung namentlich für Kraftfahrzeuge
geschützt, bei welcher die Kupplungsbetätigungshebel zwecks Reibungsverminderung
. entweder an ihrer Drehstelle oder an ihrer Angriffsstelle Druckring der Kupplung
mit einer Schwenkbaren - Lenkerverbindung zwischen den entsprechenden Hebelteil
und dem zugehörigen. Kupplungsteil zusammenwirken und wobei: die zusammenwirkenden
Flächen an der Angriffsstelle eine reine Wälzbewegung ausführen sollen. Zu diesem
Zweck ist der schwenkbare Lenker mit einer abgerundeten Stützkante versehen, gegen
welche sich 'ein pfannenartiger Teil des Kupplungshebels anlegt. Durch diese Anordnung
wird jedoch eine :gleitende Reibung nicht ganz vermieden, da die Angriffskante des
Lenkers beim Verschwenken in dem pfannenförmigen Teil des Hebels gleitet -und sich
nicht darin abwälzt.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgäbe einer reibungsfreien Lagerung des
Kupplungshebels nun dadurch gelöst, daß zwischen dem Lenker und dem Hebel eine frei
bewegliche Rolle eingefügt ist und daß der Lenker und der Hebel an der Lagerstelle-
der Rolle so gestaltet sind, daß sie die reine Wälzbewegung, der Rolle zulassen,
aber ihre Axialverschiebung verhindern.
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Durch diese Anordnung wird außer .der Vermeidung gleitender Reibung
noch ein weiterer
erheblicher Vorteil erzielt. Die die verschiedenen
Hebeln zugeordneten Rollen können nämlich dazu benutzt werden; beim Zusammenbau
der Kupplung etwaige Abmessungs ungenauigkeiten der verschiedenen Kupplungshebel
oder der mit diesen zusammenwirkenden Kupplungsteile durch die Auswahl geeigneter
Rollendurchmesser derart auszugleichen, daß die beider Kupplungsbetätigung
vom Drucklager zu erfassenden inneren Enden der Kupplungshebel genau in einer zur
Drehebene parallelen Ebene liegen. -Zum Ausrichten der inneren Enden der Kupplungshebel
zueinander hat -man bisher fast ausschließlich Stellmittel, wie Stellschrauben,
an den einzelnen Hebeln angebracht. Diese Stellmittel haben den Nachteil, daß sie
sich während des Gebrauchs der Kupplung leicht von selbst lösen oder verstellen
oder daß sie bei etwaigen Ausbesserungen der Kupplung durch ungeübte Handwerker
falsch eingestellt werden können. Infolgedessen --übt danach das Drucklager ungleiche
Drucke auf die Kupplungshebel aus, wodurch sich die Reibgelage ungleichmäßig abnutzen.
Demgegenüber steht bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Kupplung die Einstellung
der Hebelenden ein für allemal fest und kann sich somit weder während des Betriebs
noch während etwaiger Ausbesserungsarbeiten verändern, so daß ohne die Verwendung
umständlicher Stellmittel für eine gleichmäßige Abnützung der Reibbelage gesorgt
ist.
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Somit erfüllt die Einschaltung von. Wälzrollen bei einer Kupplung
der im Hauptpatent geschützten Bauart gleichzeitig zwei wichtige Aufgaben, ohne
den Aufbau der Kupplung wesentlich zu komplizieren.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Abb. i ist ein Schnitt durch eine gemäß: der Erfindung ausgebildete
Reibungskupplung für Kraftfahrzeuge.
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Abb.2 ist eine teilweise Stirnansicht der Kupplung nach Abb. i, Abb.
3 ein Schnitt nach Linie 3-3 der Abb. 2 und Abb. 4 ein vergrößerter Schnitt nach
Linie 4-4. der Abb.3.
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Abb. 5 ist ein Teilschnitt durch eine andere Ausführungsform der Erfindung
und Abb. 6 ein Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 5.
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Gemäß Abb. i und 2 weist die Kupplung eine Deckelplatte ? Mit Bolzenlöcher
3 für die Befestigung der Platte am Schwungrad des Fahrzeugs auf, und innerhalb
des Deckels liegt eine ringförmige Druckplatte 4., die unter der Wirkung einer Anzahl
zwischen Deckelplatte. und Druckplatte geschalteter Druckfedern 5 :gegen die getriebene
Kupplungs-Scheibe 7 gedrückt wird, die zwischen der Druckplatte q. und der benachbaren
Fläche F des Schwungrades liegt.
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Ansätze 8 am Umfang der Druckplatte q. erstrecken sich radial nach
außen durch Öffmungen 9 in der Deckelplatte z. Bei denn Ausführungsbeispiel sind
drei solcher Ansätze vorgesehen, nämlich je einer für jeden der Kupplungsbetätigungshebel
i i. Die Ansätze 8 und Öffüungen 9 sind so angeordnet, daß sie eine Relativdrehung
zwischen Druckplatte und Deckelplatte verhindern, so daß sich die Druckplatte mit
dem Deckel dreht.
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Gemäß Abb. i bis .4 sind in gleichem Abstand voneinander drei radial
gerichtete Kupplungshebel i i vorgesehen, die vorzugsweise aus Stahlblech ausgestanzt
und durch Erhitzen gehärtet sind. jeder Hebel i i ist kippbar auf der Deckelplatte
2 :gelagert, und zwar durch Kegelstifte 12, die an der hinteren Fläche des Deckels
2 befestigt sind. Flache Stahlscheiben 13 umgeben die Stifte und sitzen auf Schultern
14, die aus einem Stück mit den Stiften bestehen. Der Kegelteil des Stiftes 12 dient
dazu, den Hebel gegen eine -Längsverschiebung relativ zum Deckel zu halten, und
die Scheibe 13 stellt eine flache Lagerfläche dar, gegen welche sich ein im Hebel
ausgebildeter abgerundeter Vorsprung 15 legt, um so beim Verschwelken des Hebels
eine Rollkippung zwischen Hebel und Scheibe zu ermöglichen.
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Zugfedern 16 sind bei i.- und 18 in die Deckelplatte-- bzw. den Hebel
i i eingehängt, um die inneren Enden der Hebel gegen den Deckel zu ziehen und so
die Lenker i g, welche die äußeren Enden der Hebel mit den Druckplattenansätzen
8 verbinden, unterkonstanten Zug zu setzen. ' Die Lenker i9 (Abb, 3 und 4.) können
aus Stahlstanzstücken bestehen und weisen je eine Durchbrechung 21 auf, deren untere
Begrenzung a2 sich eng den rechtwinkligen Querschnitt des Ansatzes 8 anpaßt. Die
Kante 23 der Durchbrechung 2 i - ist zweckmäßig mit einer 45° -Abschrägung pack
meiden Seiten .schneidenförinig ausgebildet und greift in eine Aussparung 24 des
Ansatzes 8 ein. Diese Ausbildung sorgt für eine praktisch reibungslose Schwerik-berührung
zwischen Lenker -und Druckplatte.
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Zur Verbindung zwischen den anderen Enden der Lenker und den Außenenden
der Hebel i i ist in jedem der Hebel quer zu dessen Längsachse ;eine gekrümmte Pfanne
26 ausgebildet, in der eine Stahlrolle 27, liegt. Jede Rolle liegt unmittelbar gegen-.
die flache Kante 28 der Durchbrechung 21 im Lenker an, wodurch eine Rollenberührung
zwischen dein Lenker i9 und der Rolle 27 hergestellt ist. Damit der Lenker sieh
nicht relafiv zum
Hebel i i derart bewegen oder verschieben kann,
daß der kraftschlüssige Eingriff mit der Rolle z7 aufgehoben wird, sind beiderseits
der flachen Kante 28 Schultern 29 vorgesehen, die .sich uni einen etwa dem
Rollenradius entsprechenden Betrag` nach dem Hebel zu erstrecken. Bei größeren seitlichen
Verschiebungen schlägt die Pfanne -6 an die Echten 31 der Schultern 29 an und verhindert
somit eine Verschiebung des Lenkers i9 aus seinem Eingriff mit der Rolle Die beschriebene
Entkupplungsvorrichtung ermöglicht das Zurückziehen der Druckplatte .l. entgegen
den Einrückfedern 5 unter - Kraftaufwand, da alle Angriffsstellen zwischen den beweglichen
kraftübertragenden Teilen praktisch reibungsfrei ausgebildet sind. Es linden keinerlei
gleitende Bewegungen statt; die einen Reibungswiderstand bedingen 'könnten. Alle
Teile sind so ausgebildet und zueinander angeordnet, daß während der Betätigung
der Kupplung 'keine Verschiebung der Teile das richtige Arbeiten der Kupplung beeinträchtigen
kann.
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Ein weiterer Vorteil der Anordnung beruht darin, da ß; wie bereits
erwähnt, durch Auswechseln der einzelnen Rollen 2; mit Rollen größeren oder kleineren
Durchmessers eine genaue Ausrichtung der Hebelenden zum Kupplungsdrucklager erfolgen
kann. Dies ergibt ein sehr einfaches, schnelles und vorteilhaftes Verfähren zum
Ausgleichen etwaiger Ungenauigkeiten in der -'Stellung der verschiedenen Hebel i
r.
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In Abb.5 und 6 ist eine andere Ausführungsform der Erfindung dargestellt;
bei welcher die Hebel i Ia als Zughebel statt, wie ])ei Abb. i bis 4 als Druckhebel
ausgebildet sind. Die Druckplatte 4a ist mit Zugbolzen 3 2 vorsehen, die sich durch
die Druckplatte und die Deckelplatte =,7 erstrecken. Eine einstellbare Mutter 33.
.auf dem hinteren Gewindeende 3s jedes Bolzens 3 2 legt sich gegen eine Unterlagscheibe
35, die für den gekrümmten Teil 36 des Hebels IIa eine flache Lagerfläche bildet,
wie bei der Lagerung nach Abb. i beschrieben. Eine Torsionsfeder 16a kann zwischeu
Hebel und Druckplatte beschaltet sein, uni die Hebel unter anfängliche Zugspannung
zu setzen, die ihre inneren Enden von der Deckelplatte wegzuziehen sucht.
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.1n Stelle der Zuglenker r9 wird bei dieser Ausführungsform. der Zusammenstellung
eine Strebe 37 verwendet, die an einem Ende mit Ansätzen 35 durch Öffnungen 39 in
der Deckelplatte ragt, wobei die schiseidenartig abgeschrägte Kante 4.1 der Strebe
zwischen den Ansätzen 38 auf der Hinterfläche der Deckelplatte aufsitzt. Zwischen
:gekrümmte Pannen ?6a der Hebel IIa und die flachen Kanten 4a der Streben 37 sind
wiederum Rollen 2;« eingeschaltet. Schultern 43 der Streben, die den Schultern a9
der Lenker i< entsprechen; sind beiderseits der Kanten 4:z ausgebildet, um eine
Längsverschiebung der Rollen 27a und eine Verschiebung der Streben aus: ihrem kraftschlüssigen
Eingriff mit den Rollen a,.-« zu verhindern. Die Streben sind vorzugsweise hinten
mit Ansätzen s4. versehen, die die Hebel umgreifen und eine seitliche Verschiebung
zwischen den Hebeln und Streben verhindern.
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Die Ausführungsform nach Abb.5 und 6 arbeitet in genau dergleichen
Weise, und bat die -gleichen Vorteile wie die in Abb. 1 bis a dargestellte Bauart.
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