DE715110C - Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme

Info

Publication number
DE715110C
DE715110C DEC55633D DEC0055633D DE715110C DE 715110 C DE715110 C DE 715110C DE C55633 D DEC55633 D DE C55633D DE C0055633 D DEC0055633 D DE C0055633D DE 715110 C DE715110 C DE 715110C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
starch
sodium hypochlorite
heat
production
chlorinated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC55633D
Other languages
English (en)
Inventor
John Nicolson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Corn Products Refining Co
Original Assignee
Corn Products Refining Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US252889A external-priority patent/US2221552A/en
Application filed by Corn Products Refining Co filed Critical Corn Products Refining Co
Priority to DEC55633D priority Critical patent/DE715110C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE715110C publication Critical patent/DE715110C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von chlorierter Stärke mittels Natriumhypochloritlösungen in der Wärme Die Erfindtuig bezieht sich auf die Herstellung von chlorierter Stärke mittels Hypochlorit in der Wärme und benveckt die Verkürzung, Vereinfachung und Verbilligung des @-erfahrens und Verbesserung des Produktes, (las nach dem Verkleistern einen getrockneten Film ergibt, der härter und für Flüssigkeiten, beispielsweise Tinte, undurchdringlicher ist als Filme aus gewöhnlicher chlorierter Stärke. .
  • Das Verfahren ist auf alle Stärkearten anwendbar, beispielsweise Stärke aus Mais, Kartoffeln und Tapioka.
  • Das übliche Verfahren zur Chlorierung der Stärke besteht darin, daß man Stärkemilch von .einer Dichte von etwa 2o- Be mit einer Natriumhypochloritlösung vermischt, die etwa 7 bis S ojo aktives Chlor enthält, und daß man die Mischung während 15 bis 2o Stunden ständig rührt. Die durch die Reaktion gebildeten löslichen Feststoffe werden von der chlorierten Stärke durch wiederholtes Waschen mit kaltem Wasser entfernt, worauf die Stärke auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 4oo'o entwässert und dann getrocknet wird.
  • Gemäß dem `'erfahren der vorliegenden Erfindung werden die Natriumhypochloritlösungen in einer Menge entsprechend 5 bis i o n, o aktivem Chlor in die trockene Stärke allmählich eingeführt, so daß eine innige Mischung der beiden entsteht und die Chlorierung bei einer Temperatur zwischen 4.o und 5o stattfindet, worauf das Produkt auf einen Gehalt von 15 bis 2o0''0 @Vass(r getrocknet wird. Vorteilhaft wird erfindungsgemäß eine \atriumhypochloritlösung mit einem Gehalt von 1, 5 bis 3 olo :@tznätron verwendet. Unter trockener Stärke wird eine solche in Pulver- oder Perlform verstanden, die bespielsiveise den Feuchtigkeitsgehalt von lufttrockener Stärke aufweist.
  • Die Chlorierungsreaktion erzeugt Wärme, und es wird daher ein Mischer verwendet, der einen Wassermantel aufweist, durch welchen Kühlwasser geleitet wird, um die Stärke unterhalb ihrer V erkleisterungstemperatur zu halten, wobei auf die vorhandene Feuchtigkeitsmenge Rücksicht genommen wird. Die Höchsttemperatur wird etwa in der Mitte der Behandlungszeit erreicht, worauf die Temperatur etwas absinkt.
  • Das obige Verfahren bietet mehrere Vorteile gegenüber dem üblichen Chlorierungsverfahren von in Wasser suspendierter Stärke. Es ergibt sich eine Ersparnis von etwa i % im Chlorverbrauch; die Umwandlungs-dauer beträgt etwa 3o Minuten an Stelle von 15 bis 20 Stunden; das Auswaschen und Filtrieren oder Entwässern kann in Fortfall kommen; die Feuchtigkeitsmenge, die beim Trocknen verdampft werden muh, wird inn etwa io0'o verringert.
  • Das erfindungsgemäß hergestellte Produkt zeigt gewisse verbesserte Eigenschaften gegenüber den üblichen chlorierten Stärken. Beispielsweise ist ein Film, der durch Verkleistern der chlorierten Stärke gemäß der Erfindung hergestellt worden ist, härter und tintenfester als ein Film aus chlorierter Stärke nach dem bisher üblichen Verfahren. Chlorierte Stärken werden zum Überziehen von Papier für den Flachdruck (Lithographie) verwendet. Das Produkt gemäß der vorliegenden Erfindung ist nach überführung in einen Film besonders in dieser Hinsicht brauchbar wegen der erhöhten Härte und Beständigkeit gegen das Eindringen von Tinte oder Druckfarbe. Es liefert ferner einen. Überzug, der weniger leicht vom Papier abblättert.
  • Im nachstehenden wird ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens gemäß der Erfindung mitgeteilt; es ist jedoch klar, daß dieses Beispiel nur zur Erläuterung dient und die Erfindung nicht auf die mitgeteilten Zahlenangaben beschränkt ist. Ausführungsbeispi @el 908o g Maisstärke werden in einen Teigmischer, der mit einem Wassermantel ausgerüstet ist, eingebracht. In die Stärke werden allmählich a5oo ccm einer Lösung von Natriumhypochlorit eingesprüht, welche 80;ö aktives Chlor und 20,'o Natriumhydrozyd enthält. Die Mischung wird während . des Einsprühens ständig gerührt, was etwa 3o Minuteli beansprucht. Zufolge der Ozydations-Wirkung des Natriumhypochlorits auf die Stärke wird Wärme erzeugt. Um einen zti hohen Temperaturanstieg zu verhindern, etwa zu einem Punkte, bei dem die Stärke gelatinieren oder verkleistern würde, wird Kühlwasser durch den Wassermantel des Mischers geleitet, um die Mischung auf einer Höchsttemperatur von ,15° C zu halten. Diese Temperatur wird gewöhnlich zu Ende der ersten i 5 Minuten des Mischens erreicht. Am Ende der nächsten 15 Minuten ist die Temperatur auf etwa 3o" C gesunken. Zu Ende des Misch- und Umwandlungsverfahrens beträgt der Feuchtigkeitsgehalt der Stärke etwa 32a'0. Das umgewandelte Produkt wird dann @in irgendeinem geeigneten Trockner auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 15 bis 200'o -etrocknet.
  • Die Chlorkonzentration im NTatriumhypochlorit kann zwischen 5 und iooi'o aktivem Chlor, bezogen auf das Volumen der Lösung, schwanken. Unterhalb etwa 5% würde eine zu hohe Feuchtigkeitsmenge in die Stärke eingeführt werden, was die praktische Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung beeinträchtigt. Oberhalb etwa iof)i'o aktivem Chlor neigt die Natriumhypochloritlösung zur Zersetzung unter Entwicklung von freiem Chlor.
  • Die Menge an Atznatron in der Lösung sollte zwischen i1/2 und 3% betragen. Unterhalb 11/2 0%o ist die Natriumhypochloritlösung zu unbeständig. Gewöhnlich wird Ätmatron zum Natriumhypochlorit zugefügt, um. die Lösung zu stabilisieren. Oberhalb 3 % ist die Konvertierungswirkung des Ätznatrons gewöhnlich zu groß, wodurch zu stark abgebaute Produkte entstehen.
  • Die Menge der Natriumhypochloritlösung kann zwischen 2 und 6% an aktivem Chlor, bezogen auf das Gewicht der Stärke. schwanken.
  • Die für die Reaktion erforderliche Zeit kann etwas länger oder kürzer als 3o Minuten sein, je nach den Reaktionsbedingungen.
  • Die Höchsttemperatur während der Reaktion sollte zwischen :1.o und 50'C liegen. Oberhalb dieses Bereichs besteht die Gefahr der Verkleisterung der Stärke.
  • Der Feuchtigkeitsgehalt der Stärke zu Ende der Reaktion und vor dem Trocknen kann zwischen 30 und 500;ö liegen. Oberhalb von Soo'o beginnt die Stärke eine Milch zu bilden.

Claims (2)

  1. PATE_NTAasPr;i--c1rE: i. Verfahren zur Herstellung von chlorierter Stärke mittels Natriumhypochloritlösungen in der Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß die Natriumhypochloritlösungen in einer Menge entsprechend 5 bis ioo/a aktivere Chlor in die trockene Stärke allmählich eingeführt werden, so daß eine innige Mischung der beiden entsteht und die Chlorierung bei einer Temperatur zwischen 40 und 5o° stattfindet, worauf das Produkt auf .einen Gehalt von 15 bis 20% Wasser getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Natriumhypochloritläsung mit einem Gehalt von 125 bis 3 N Ätanatron verwendet wird.
DEC55633D 1939-01-26 1940-02-13 Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme Expired DE715110C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC55633D DE715110C (de) 1939-01-26 1940-02-13 Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US252889A US2221552A (en) 1939-01-26 1939-01-26 Chlorinated starch and process for production of same
DEC55633D DE715110C (de) 1939-01-26 1940-02-13 Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE715110C true DE715110C (de) 1941-12-16

Family

ID=25970488

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC55633D Expired DE715110C (de) 1939-01-26 1940-02-13 Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE715110C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008670B (de) * 1952-05-26 1957-05-16 Minnesota Mining & Mfg Verfahren zur Herstellung eines zum Befestigen von Schleifkoernern auf einem biegsamen Traeger geeigneten Klebmittels auf Staerkegrundlage

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008670B (de) * 1952-05-26 1957-05-16 Minnesota Mining & Mfg Verfahren zur Herstellung eines zum Befestigen von Schleifkoernern auf einem biegsamen Traeger geeigneten Klebmittels auf Staerkegrundlage

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE715110C (de) Verfahren zur Herstellung von chlorierter Staerke mittels Natriumhypochloritloesungen in der Waerme
DE360128C (de) Verfahren zur Herstellung von Staerkeloesungen
DE1593168A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Staerkeacetoacetaten
DE1816164C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Panierstärken
DE473924C (de) Befreiung von Kalziumhypochlorit
DE896795C (de) Verfahren zur Herstellung von kaltwasserloeslichen, salzbestaendigen Umsetzungsprodukten von Johannisbrotkernmehl
DE554945C (de) Verfahren zur Herstellung einer in kaltem Wasser quellbaren Staerke aus Kartoffeln
DE88392C (de)
DE351370C (de) Verfahren zur Herstellung einer mit kaltem Wasser verkleisternden Staerke
DE739944C (de) Tapetenkleister aus Quellstaerke
DE250962C (de)
DE907125C (de) Verfahren zur Herstellung von loeslichem Chlorkautschuk
DE1696227A1 (de) UEberzugspraeparat fuer Papier
DE468810C (de) Verfahren zur Herstellung eines hormonhaltigen Stoffs pflanzlichen Ursprungs
DE406043C (de) Verfahren zum Gerben von tierischen Haeuten
DE156148C (de)
DE442303C (de) Schablonenblatt
DE318957C (de) Verfahren zur Darstellung eines als Leimersatz brauchbaren Produkts
DE914254C (de) Verfahren zum Bleichen von Wachsen, OElen und Fetten
DE1468426A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bindemitteln und UEberzuegen aus natuerlichen staerkemehlartigen Materialien,die durch Trocknung wasserbestaendige Filme ergeben
DE1154067B (de) Verfahren zur Herstellung einer stabilen, waessrigen flammfestmachenden Impraegnier-dispersion
DE458989C (de) Verfahren zur Herstellung einer Farbe zum Einfaerben photographischer Papierbilder
DE738909C (de) Verfahren zur Herstellung von Puddingstaerke
AT140579B (de) Mittel zur Konservierung von Grünfutter.
AT119967B (de) Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Farbbindemittel.