DE71486C - Rundstrickmaschine mit auswechselbarem kegelförmigen Nadelbett - Google Patents
Rundstrickmaschine mit auswechselbarem kegelförmigen NadelbettInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/10—Needle beds
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B9/00—Circular knitting machines with independently-movable needles
- D04B9/42—Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration
- D04B9/46—Circular knitting machines with independently-movable needles specially adapted for producing goods of particular configuration stockings, or portions thereof
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Verwendbarkeit der Rundstrickmaschine in der Strumpffabrikation leidet bisher gegenüber
derjenigen der flachen Lamb'sehen Maschine
an der beschränkten Mannigfaltigkeit der herzustellenden Producte. Eine Rundstrickmaschine
liefert z. B. immer nur Strümpfe von derselben Weite und derselben Feinheit. Man hat
nun wohl versucht, zu einer Maschine mehrere Nadelbetten zu geben, welche abwechselnd in
sie eingesetzt werden und bei gleicher Gröfse eine verschiedene Anzahl Nadeln enthalten, also
verschieden .fein sind, aber man erhält dann immer Strümpfe von gleicher Weite, weil verschieden
grofse Nadelbetten auch verschieden grofse Schlofsmäntel bedingen, so dafs die Kosten des Auswechselns nahezu gleich denen
einer neuen Maschine sein würden.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine solche Einrichtung einer völlig selbsttätigen
Rundstrickmaschine, welche es ermöglicht, durch das Auswechseln der Nadelbetten allein, also
.unter Beibehaltung desselben Schlofsmantels Strümpfe von verschiedener Gröfse (Frau en-
und Kinderstrümpfe) und von gleicher, aber auch verschiedener Feinheit auf derselben Maschine
zu arbeiten. Das Auswechseln kann leicht und schnell erfolgen.
Fig. ι zeigt die allgemeine äufsere Erscheinung
der Maschine. Das Gestell A enthält die Antriebs- und Regulirungsvorrichtung und trägt
oben einen Ring A*, Fig. 2, in welchem die ringförmige Tischplatte A\ Fig. 2, befestigt ist;
auf derselben ist das Nadelbett A3 festliegend und der Schlofsmäntel B\ Fig. 2 und 3, drehbar
angebracht. Das Nadelbett A 3 " ist kegelförmig,
enthält aber innen einen cylindrischen Ansatz A 2, mit dem es auf dem inneren Rande
des Tisches A1 steht, wo es durch Schrauben Axx festgehalten wird. Als Neigung für
das Nadelbett hat sich der Winkel von 45 ° als der geeignetste erwiesen. Die Höhe des Nadelbettes
oder die Länge seiner Seitenkanten kann verschieden sein, und es werden zu einer
Maschine mehrere Nadelbetten geliefert, in denen die Weite des Nadelkranzes und auch
die Theilung oder Feinheit der Nadelreihe verschieden ist. Denkt man sich einen Kegelmantel
nach Fig. 4 in verschiedenen Höhen y, 71, 72 abgeschnitten, so erhält man verschieden
weite obere Oeffnungen; vertheilt man auf dieselben die Nadeln in ein und derselben
Nadeltheilung, so erhält jeder Kreis eine andere Anzahl Nadeln, folglich geben die konischen
Nadelbetten von verschiedenen Höhen die Möglichkeit, verschieden weite Strümpfe zu arbeiten.
Dafs man sie aufserdem auch noch verschieden fein eintheilen kann, ist eine weitere Erhöhung
der Mannigfaltigkeit, welche die Kegelform der Nadelbetten bietet. Alle Nadelbetten einer
Maschine haben natürlich ganz gleiche cylindrische Ansätze A2.
Die Zungennadeln liegen nach Fig. 5 in Längsrinnen des Nadelbettes und werden durch
einen in der Kreisrinne A 10 liegenden Reifen
(Fig. 3 und 5) gehalten; sie haben oben am Rande des Kegels diejenige Entfernung von
einander oder Theilung, welche der zu liefernden Waare entspricht, und gehen unten bei
den Arbeitsfüfsen weiter aus einander. Die Nadellänge richtet sich nach der Höhe des
Nadelbettes und wächst mit letzterer. Da man zu allen Nadelbetten in einer Maschine ein
und denselben Schlofsmäntel B1 (Fig. 3) verwendet,
so müssen die Nadeln in den ersteren
so lang sein, dafs sie mit ihren Arbeitsfüfsen unter den Schlofsmantel B1 reichen.
Der Schlofsmantel B' ist ein Hohlkegel,
welcher auf einem Ringe B (Fig. 2 und 3) befestigt ist und mit diesem um den cylindrischen
Theil A- des Nadelbettes durch die Räder B- B3
gedreht wird. Der Deckreifen T hält den Mantel nach oben hin fest und verhindert, dafs
er durch den Eingriff B'2 B3 gehoben wird.
Das Nadelbett enthält nun weiter zwischen den Nadeln auch Platinen A 5 (Fig. 5), welche
jedoch ein charakteristisches Merkmal vorliegender Erfindung nicht ausmachen. Jede
dieser Platinen liegt in einem Einschnitt A* (Fig. 3), welcher am oberen Theil in den
zwischen den Nadeln stehenden Führungswänden angebracht ist. Jede Platine ist ein
zweiarmiger Hebel, schwingend um den in der Rinne A8 liegenden Drahtring A9; sie erhält
ihre Bewegung durch den winkelförmigen Curvenring A 7, welcher vom Schlofsmantel B1
durch Mitnehmer a31 d* (Fig. 7) mit fortbewegt
wird, dabei auf dem für die Nadeln durchschlitzten hohen Ringe Aa des Nadelbettes
fortgleitet und durch seine Abkröpfungen (Fig. 8) die Platinen in die Lagen Fig. 5 linksseitig
zum Abschlagen und rechtsseitig zum Einschliefsen der Waare bringt. Die Platinen
kuliren also hier nicht Schleifen, sondern halten beim Senken der Nadeln die Waare nach oben
hin mit der unter B6 liegenden gewölbten Kante zurück und beim Nadelheben halten sie
die Waare mit dem Haken B6 nach unten fest. Die Waare hängt lose im Cylinder A -herab
und wird durch eine Mulde M (Fig. 1) seitlich aus der Maschine hinausgeführt. Die
gewölbte Abschlagkante der Platine ist ein Kreisbogen, dessen Mittelpunkt (Fig. 5 links)
da liegt, avo die Platine unten gegen die
Wand Ae anstemmt; dadurch wird der beim Abschlagen auf die Platinen ausgeübte Druck
rückwärts nicht auf den Drehpunkt A9 der Platine, sondern auf die Kante von Aa übertragen
und es entsteht somit die geringste Abnutzung; die Länge der Platine und die Lage
ihrer Abschlagkante ändert sich nicht und man erhält immer gleichmäfsige Maschenlänge, was
namentlich in feiner Waare von hohem Werth ist. Der Mitnehmer d x ist am Schlofsmantel S1
befestigt, er trifft bei seiner Umdrehung nach einer Seite hin das Anstofsstück α31, und nach
der anderen Seite das Stück λ32, kann also den Schlofsreifen A1 zur Bewegung der Platinen
sowohl rundum drehend, als auch hin- und herschwingend mit fortnehmen. Im letzteren
Falle ist der Leergang zwischen a31 und λ32
nöthig, um das Platinenschlofs A7 in die richtige Lage zum Nadelschlofs zu bringen.
Der Fadenführer der Maschine steht, insofern mit den verschieden hohen Nadelbetten im
Zusammenhange, als er immer der oberen Kante eines jeden Bettes sich anpassen mufs.
Er besteht aus einer Schiene d5 (Fig. 10 und 11)
mit scharf eingekerbten Rollen d7 ds d9 d10, ist
am Arm de des Schlofsmantels B1 verstellbar
befestigt, dreht sich also mit dem Schlofs um die Nadelreihe herum oder schwingt mit ihm
über dieselben hin und her und kann je nach der Höhe des gewählten Nadelbettes verschieden
hoch eingestellt werden. Die eingekerbten Rollen leiten das Garn mit der geringsten Reibung fort, und wenn man an
ihnen dem laufenden Faden den Anfang eines neuen Fadens zufügt, so erfassen sie auch den
letzteren sofort mit und bewegen ihn weiter, was sich namentlich beim Wechsel zwischen
verschiedenen Fäden als vortheilhaft zeigt. Damit von den Rollen d9 d10 das Garn sich
richtig auf die Nadelreihe legt, ist eine ringförmige Decke dil (Fig. 9 und 10) angebracht
und bei d-° drehbar an einem Arm des Schlofsmantels befestigt worden. Durch diesen Nadelschutzring
wird der Faden in Oesen d* geführt, über den Nadeln gehalten, so dafs er nicht
unter deren Zungen kommt, sondern sich in die geöffneten Haken legt. Der Schutzring i31
dreht sich mit dem Schlofsring und wirkt dabei an einer eingebogenen und zugeschärften
Stelle als Hakenöffner oder Zungenöffner, da er mit dieser Stelle seines Randes die Zungen
der Nadeln zurücklegt; er kann um d'10 gewendet,
also von der Maschine entfernt werden, wenn man oben die Nadeln freilegen will, um
z. B. einen elastischen Rand aufzustofsen.
Claims (2)
1. Eine Rundstrickmaschine, welche dadurch zur Herstellung verschieden weiter und verschieden
feiner Schlauchwaare geeignet gemacht ist, dafs in sie kegelförmige Nadelbetten verschiedener Höhe eingesetzt werden
können, deren jedes mit je einem cylindrischen Theil auf dem Gestell zu befestigen
ist und in denen allen die Nadeln von einem und demselben Schlofs und Schlofsmantel
bewegt werden, welcher als Fadenführer eine Anzahl gekerbter Führungsrollen trägt, deren Lage nach der Höhe
des Nadelbettes verstellbar ist.
2. Eine Rundstrickmaschine der unter 1. angegebenen Art, deren in Form eines Kegelmantels
angeordnete Nadelreihe durch einen besonderen Nadelschutzring überdeckt wird, welcher das Auflegen des Fadens auf die
Nadeln an falscher Stelle verhindert und zugleich die Zungen der Nadeln öffnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71486C true DE71486C (de) |
Family
ID=344787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71486D Expired - Lifetime DE71486C (de) | Rundstrickmaschine mit auswechselbarem kegelförmigen Nadelbett |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71486C (de) |
-
0
- DE DENDAT71486D patent/DE71486C/de not_active Expired - Lifetime
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