DE714403C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Destillieren von Fluessigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Destillieren von Fluessigkeiten

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DE714403C
DE714403C DEA77399D DEA0077399D DE714403C DE 714403 C DE714403 C DE 714403C DE A77399 D DEA77399 D DE A77399D DE A0077399 D DEA0077399 D DE A0077399D DE 714403 C DE714403 C DE 714403C
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KARL WILHELM RICHARD APOSTEL
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KARL WILHELM RICHARD APOSTEL
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/22Evaporating by bringing a thin layer of the liquid into contact with a heated surface

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum kontinuierlichen Destillieren von Flüssigkeiten Die Erfindung betritt eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Destillieren von Flüssigkeiten beliebiger Mischfähigkeit bzw. von Flüssigkeitsgemischen in dünner Schicht durch indirekte Beheizung in mit längs laufenden Flüssigkeitskanälen versehenen Destillierkammern, die das in mehreren Kanälen freigesetzte Destillat zusammen auffangen und deren Böden oder Wärmeaustauschplatten in einer gemeinsamen waagerechten Ebene liegen.
  • Es ist beliannt, in einer solchen Vorrichtung das Destillationsgut und das Heizmittel in gleichlaufenden I(anälen überall einander entgegengesetzt zu bewegen. Bei diesem gebräuchlichen Gegenstrom ist das Heizmittelwännegefälle im lresentlichen ein stetiges.
  • Angenommen, das Gefälle reiche von 200 bis go) C, so tauscht das Diestillationsgut beispielsweise in der Gefällemitte nur sehr kurze Zeit hindurch Wärme mit einem Heizmittel von I450 aus; kurz-vorher wirken I440 und gleich nachher I460 auf das Destillationsgut ein. An allen anderen Gefällepunkten besteht dieselbe kurzzeitige Einwirkung der jeweiligen Heizmitteltemperatur auf das Destillationsgut. Das aus einer längeren Flüssigkeitskanalstrecke gewonnene Destillat ist infolgedessen ein Gemisch aus erheblich ungleich hochsiedenden Fraktionen.
  • Bei dem gebräuchlichen genauen Gegenstrom kann man es nicht erreichen, daß das Destillationsgut auf einer längeren Wegstrecke, also während längerer Zeit einer im wesentlichen gleichbleibenden Wärmeeinwirkung, z. B. bei dem gedachten Gefälle dem Einfluß von I450 und von anderen Gefällepunkten, unterliegt.
  • Dieser Erfolg soll gemäß der Erfindung dadurch herbeigeführt werden, daß unter der oder den waagerechten, die Flüssigkeitskanäle tragenden Wärmeaustauschplatten Heizkanäle angeordnet sind, die einerseits dicht nebeneinanderliegen und sich unter allen Flüssigkeitskanälen hinweg erstrecken sowie andererseits entweder im rechten Winkel zu den Flüssigkeitskanälen oder paarweise in gleicher Richtung wie die Flüssigkeitskanäle laufen, wobei im letzteren Falle das Heizmittel sowohl in gleicher Richtung wie auch entgegengesetzt zum Destillationsgut fließt.
  • Die Bewegung des Heizmittels kann erfindungsgemäß ein reiner Querstrom zu den Destillierkanimern und zu deren längs laufenden Flüssigkeitskanälen sein, in denen sich das Destillationsgut in dünner Schicht bewegt. Der Querstrom wird angewendet, wenn nur für die einzelnen Flüssigkeitskanäle gleichbleibende Heizmitteltemperaturen gewünscht werden. Statt dessen kann die Heizmittelbewegung lediglich zu den Destillierkammern quer gerichtet sein, dagegen innerhalb jeder Kammer parallel zu den Flüssigkeitskanälen verlaufen, jedoch in zwei getrennten Zweigen, die sich insofern kreuzen, als das Heizmittel in dem einen Zweig im Gleichstrom und in dem anderen Zweig im Gegenstrom zum Destillationsgut fließt. Das Heizmittel macht mitbin in bezug auf das Gut eine Querbewegung mit zwischengeschalteten Längsbewegungen, d. h. eine gemischte Bewegung.
  • Mit den Mitteln der Erfindung kann in ganzen Gruppen von Flussigkeitskanälen, beispielsweise innerhalb jeder Destillierkammer. mit im wesentlichen gleichbleibenden Wärmegraden auf das Destillationsgut eingewirkt werden. Dadurch wird der technische Fortschritt erzielt, daß je Kanalgruppe, z. B. je Destillierkammer, sehr enge Fraktionen mit annähernd gleichem Siedepunkt gewonnen werden.
  • Die Erfindung ist durch die Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigen Fig. 1 und 2 einen Querschnitt und einem Grundriß mit Querstrom des Heizmittels zum Destillationsgut, Fig. 3 und 4 einen Ouersehnitt und einen Grundriß mit gemischter Ilewegung des Heizmittels, Fig. 5 eine Abart der Heizkanalaushildung z. B. nadi Fig. 3 und 4.
  • Bei beiden Beispielen haben die Destillierkammern a, b, c drei längs laufende Flüssigkeitskanäle, z. B. Zickzackwegstränge I, II, III. Das Destillationsgur fließt bei beiden Beispielen gemäß den in die Kammer c der Fig. 2 eingezeichneten Pfeilen. Die Kammern sind in Fig. 2 und 4 nur teilweise dargestellt, nämlich in der SIitte weggebrochen.
  • Nach Fig. I und 2 befinden sich unter den waagerechten, die Flüssigkeitskanäle I, II, III tragenden Böden oder Wärmeaustauschplatten der Kammern a, b, c Heizkanäle 1, die dicht nebeneinanderliegen und quer, vorzugsweise im rechten Winkel zu den Kanälen I, II, III laufen. Die Kanäle 1 sind an den Längsseiten der Kammern a, b. c durch Verteilungsrohre 4 mit Abzweigen 2 und durch Sammelrohre 5 mit Abzweigen 3 gruppenweise zusammengefaßt und an parallel laufende Heizmittelleitungen 6'-6-6" so angeschlossen, daß die Heizkanalgruppen von Kammer zu Kammer in Reihe hintereinanderliegen.
  • ANgenommen, infolge des Wärmeaustausches betrage das Wärmegefälle des Heizmittels von einem Flüssigkeitskanal zum anderen 2°, so können auf das in den Kanälen I, II, III fließende Destillationsgut ungefähr die in Fig. 1 und 2 eingetragenen Temperaturen gleichmäßig je Kanal einwirken.
  • Die Weglänge, auf der ein im wesentlichen gleichbleibender Wärmeaustausch stattfindet, ist also nur durch die Länge der Destillierkammern bestimmt, die innerhalb praktischer Grenzen beliebig sein kann.
  • Nach Fig. 3 und 4 liegt unter jedem Flüssigkeitskanal I, II, III ein Heizkanalpaar 7, 8; an den Enden der Destillierkammern a, b, c sind abwechselnd die Kanäle 7 und die Kanäle 8 über die Kammerlänge hinausragend gezeichnet. Durch Verteilungs- und Sammelrohre d, e bzw. d', e' mit abwechselnd nur in die ersten Heizkanäle 7 der Kanalpaare mündenden Abzweigen 12, 12', 12"; 14, 14', 14" usw. sowie nur in die zweiten Heizkanäle mündenden Abzweigen 13, 13', 13" usw. sind die Heizkanalpaare 7, 8 an zwei parallel laufende Heizmittelleitungen 9'-9" und 10'-10" angeschlossen.
  • Das bei g' eintretende Heizmittel legt folgenden Weg zurück. Es wird an dem Vorder ende der Destillierkammer a durch ein Verteilungsrohr d in die Kanäle 7 der drei Heizkanalpaare verteilt, strömt nach hinten und wird über die Abzweige 12, 12', 12" von einem Sammelrohr e' aufgenommen, das in ein zweites Verteilungsrohr d' an der Rückseite der Kammer b übergeht und das Heizmittel auf die drei Kanäle 8 dieser Kammer verteilt. An deren Vorderseite gelangt es über die Abzweige 13, 13', 13" in ein weiteres Sammelrohr e und in ein weiteres Verteilungsrohr d, um auf die Kanäle 7 der Kammer c verteilt zu werden, aus der es über 14, 14', 14" und e' bei 10" weiterfließt.
  • Das bei I0' eintretende Heizmittel strömt entsprechend durch die Kanäle 8 der Kammer a nach vorn, durch die Kanäle 7 der Kammer b nach hinten und durch die Kanäle 8 der Kammer c wieer nach vorn, um über e bei 9" weiterzufließen. Die beiden getrennten Heizmittelströme bewegen sich innerhalb der Destillierkammern stets im Gegenstrom zueinander, und da auf jeden Flüssigkeitskanal I, II, III zwei Heizmittelkanäle 7, 8 entfallen, fließt stets einer der Heizmittelströme im Gleichstrom und einer im Gegenstrom zu dem Destillationsgut.
  • Im gezeichneten Beispiel ist für die drei Kammern zusammen ein Wärmegefälle von 200 bis 90° angenommen; einige Zwischentemperaturen sind eingeschrieben. Der Mittelwert aller in den Heizkanalpaaren 7, 8 benachbarten (auf dieselbe Flüssigkeitsmenge einwirkenden) Temperaturen ergibt sich für die Kammer a zu 185°, für die Kammer b zu 145° und für die Kammer c zu 105°. Es werden also in jeder Kammer Fraktionen abgetrieben, deren Siedepunkt im wesentlichen diesen in der ganzen Kammer gleichmäßig vorhandenen Mitteltemperaturen des Heizmittels entspricht. Das Wärmegefälle ist mithin in scharf voneinander getrennte Wärmestufen unterteilt, was ganz besonders für das Destillieren nichtmischbarer Flüssigkeiten wertvoll ist, um Destillate der gewünschten Beschaffenheit in überlegener Reinheit zu erhalten.
  • Gemäß Fig. 5 kann die Einrichtung so getroffen werden, daß nur die beiden Randheizkanäle 7', 8' der Kammer A die halbe Breite der Flüssigkeitskanäle I, II, III haben, während die zwischen ihnen liegenden Heizkanäle 70, 80 ebenso breit wie die: Flüssigkeitskanäle, jedoch gegen diese um ihre halbe Breite versetzt sind. Die Gestalt der Destillierkammern ist dadurch vereinfacht, ohne daß die Wirkungsweise sich ändert.

Claims (4)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E: 1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Destillieren von Flüssigkeiten beliebiger Mischfähigkeit bzw. von Flüssigkeitsgemischen in dünner Schicht durch indirekte Beheizung in mit längs verlaufenden Flüssigkeitskanälen versehenen Destillierkammern, die das in nehreren Kanälen freigesetzte Destillat zusammen auffangen und deren Böden oder Wärmeaustauschplatten in einer gemeinsamen waagerechten Ebene liegen, dadurch gekennzeichnet, daß unter der oder den waagerechten, die Flüssigkeitskanäle tragenden Wärmeaustauschplatten Heizkanäle angeordnet sind, die einerseits dicht nebeneinanderliegen und sich unter allen Flüssigkeitskanälen hinweg erstrecken sowie andererseits entweder im rechten Winkel zu den Flüssigkeitskanälen oder paarweise in gleicher Richtung wie die Flüssigkeitskanäle laufen, wobei im letzteren Falle das Heizmittel sowohl in gleicher Richtung wie auch entgegengesetzt zum Destillationsgut fließt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I mit im rechten Winkel zu den Flüssigkeitskanälen verlaufenden Heizkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizkanäle (i) an den Längsseiten der Destillierkammern (a, b, c) durch Verteilungsrohre (4) mit Abzweigen (2) und durch Sammelrohre (5) mit Abzweigen (3) gruppenweise zusammengefaßt und an parallel laufende Heizmittelleitungen (6'-6-6") so angeschlossen sind, daß die Heizkanalgruppen von Kammer zu Kammer in Reihe hintereinanderliegen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I mit in gleicher Richtung wie die Flüssigkeitskanäle verlaufenden Heizkanälen, dadurch gekennzeichnet, daß die unter jedem Flüssigkeitskanal (I, II, III) liegenden Heizkanalpaare (7, 8) an den Enden der Destillierkammern (a, b, c) durch Verteilungs-und Sammelrohre (d, e; d', e') mit abwechselnd nur in die ersten Heizkanäle (7) der Kanalpaare mündenden Abzweigen (12, 12', 12"; 14, 14', 14" ...) sowie nur in die zweiten Heizkanäle (8) mündenden Abzweigen (13, 13', I3" .. .) @ an zwei parallel laufende Heizmittelleitungen (9'-9" und IO'-IO") angeschlossen sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nur die beiden Randheizkanäle (7', 8') die halbe Breite der Flüssigkeitskanäle (I, II, III) aufweisen, während die zwischen ihnen liegenden Heizkanäle (70, 80) ebenso breit wie die Flüssigkeitskanäle (I, II, III), jedoch gegen diese um ihre halbe Breite versetzt sind.
DEA77399D 1935-10-22 1935-10-22 Vorrichtung zum kontinuierlichen Destillieren von Fluessigkeiten Expired DE714403C (de)

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