DE714049C - Verfahren zur Herstellung von becherfoermigen Glaswaren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von becherfoermigen GlaswarenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
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- C03B9/00—Blowing glass; Production of hollow glass articles
- C03B9/02—Blowing glass; Production of hollow glass articles with the mouth; Auxiliary means therefor
- C03B9/04—Making hollow glass articles with feet or projections
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Description
- Verfahren zur Herstellung von becherförmigen Glaswaren Bisher wurden becherförmi.ge Glasgegenstände, die einen stengelförmigen vollen Fuß und einen Ständerboden besitzen, in der Weise hergestellt, .daß man den Gegenstand in mehreren selbständigen Arbeitsvorgängen herstellte. Ein solches Herstellungsverfahren be-. steht darin, daß zunächst in der Form der eigentliche Becherkörper ausgeblasen, dann ein Stück Glasmenge angeklebt wird, aus welcher man den Stengel zieht, wonach an diesen Stengel der separat hergestellte Ständerboden angeklebt wird. Demnach sind zur Herstellung eines solchen Gegenstandes drei Arbeitsgänge erforderlich. Nach einem anderen Herstellungsverfahren wird zunächst der Stengel gepreßt, an diesen dann der eigentliche Becherlörtser angeblasen und dann wieder der Boden angeklebt. Auch hier sind drei besondere Arbeitsgänge notwendig. Ferner ging man auch so vor, daß man den Becherkörper zusammen mit einem für den Stengel vorgesehenen Stück Glasmasse blies, dieses Stück dann erhitzte und zu dem entsprechenden Stengel zog, an dessen Lude der Boden angeklebt wurde. Wie ersichtlich, waren bei allen diesen Verfahren wenigstens drei selbständige Arbeitsvorgänge zur Herstellung des Bechers notwendig, was allerdings die ganze Irrzeugung verteuert und langwierig macht. Außerdem ist ja bekannt, daß die Stellen, an welchen die Glasmasse geklebt wird, häufig springen, da geklebte Stellen niemals dieselbe Festigkeit besitzen, wie aus einer Masse hergestellte Gegenstände. Auch das Herstellungsverfahren, bei welchem aus der Glasmasse der Pfeife von Hand au, der Stengel gezogen und das so vorgeformte Stück in die F orin gebracht und zur Decherform fertiggeblasen und danach der Boden angeklebt, ist langwierig und erfordert eine große Geschicklichkeit des
:\rlicitci-s. 1)i0 auf (li(#sr \\ci>c# li@rgcslrlltc#n liccherstengel sind ungenau, cl. i. nicht gleiill lang und dick, und reißen .\uf diese Weise I:isse#ii sich nur Sten;;vl von rundem ()tier:cliiiitt herstellen. (lie stets minderer ( >ualit:it sind. .@ @cliliel.ilicli gibt es auch eiii \'erfahreti. be#i welchrin zwar eine gvsolldertc I lerstellung des Bechers untl Stielteiles vermic(lon wird, dcxlt kommt hc-i die-sein (las Külfiel zunächst in die geteilte ()berforni. die den Stehgel und hul,l herstellt, dann drückt (nach dem Umstürzen (ges (tanzen um [9o°) ein Kolben in (gen eigentlichen Becher eine Vertiefung ein. und dann erst wirc1 mittels einer Pfeife die end- gültige 1#orin aufgeblasen. Demnach kommt die Pfeife mit .dein Glas nicht in Berührung. denn Glas Külbel wird hier mittel; des auf der Pfeife befindlichen Kolbens teilweise vorge- formt, und erst nach Zurückziehung des Kol- 1>ens wird stoßweise Luft in die durch den Kolben hervorgerufene Höhlung eingeblasen. Abgesehen davon, daß hei Vertvendung von -zweiteiligen Formen eine Gradbildung unver- meidlich und die Benutzung von seitlichen Saugleitungen* unmöglich ist, liegt hier ein komplizierter Arbeitsgang vor. Alle diese Sch-,vierigkeiten Nverden durch die vorliegende 1?rfindung lxseitigt, deren Genenstand ein neues Verfahren zur 1 lerstel- lung der ohengenannten \\'are ist, bei welchen zu der Herstellung dieser Gegen- stände entweder nur zwei oder nur ein ein- ziger Arbeitsvorgang erforderlich ist. Dic Erfindung besteht darin. daß (las Arbeitsstück durch Blasen und gleichzeitiges Saugen in einem Arlxitsgang vorgeformt wird, ohne daß es sich dabei von der Glaspfeife abtrennt. wonach es in einer zweiten Forin cltircli Blasen fertiggestellt wird. Der Arheitsvor- galig wird in -der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung näher dar- gestellt, in welcher Beispiele für die Herstel- lung von Glasgefäßen gemäß dem Verfahren nach der Erfindung schematisch veranschau- licht sind. In den Zeichnungen zeigen Abb. t i>iS 3 Ansichten von drei verschiedenen Formen zum Vorformen (Vori)lasenl von Bechern. Bei der Herstellung geht inan in folgender Weise vor: Bei der Ausführung der Form nach Alibi. r nininit inan mit der Pfeife Glas- niasse auf und bringt diese in den offenen Teil e der Form i und <furch Irrzeugung von Unterdruck in den `heil 3 der 1#orin, und zwar wird mittels des Röhrchens 4. der massive Bx#cherstcii-el aus der @lasmas<c angesaugt. wonach nian in einer zweiten Forin durch Blasen dun oberen lx#cherfOrinigen Teil des Werkstückes fertigstellt. Noch vorteilhafter kann inan vorgehen, wenig iii:iii nach dem dingungen eine wesentlich höhere Leistung (mehr als 50°1,) ermöglicht, wobei die: Erzeugnisse qualititv hochwertiger und die Stehgel überall ganz gleich sind, was bisher nicht erzielt wunde.1#.ihln-ingc#11 (Irr (ilasinaae mittels .#lrr 1't'eifc in die Uorni (gen oberen 1>erlicrf<irmigrn Teil Ales Werkstückes hri glcidizeiti@@em I-leraus- saugrn des inassive#ii Stehgels vorbläst, so dal3 nian von (bei- cincn Seite mittels (leg Pfcifc in dir t:lasmasxc Näht und glcirhzr;tig auf der ancl(#rcn Seite durch lnterdruck auf sie ein- wirkt. f)i@sc#l-Unterdruck kann selbstvei:stän:l- lich nach Bedarf auch während (ges Arbcits- :;:tnges gesteueft werden. ()fieses vorgeformte und von der Pfeife nicht getrennte Halbfabri- kat wird in einer weiteren Forin zu der ge- iviinschten genauen Form fertiggeblasen und durch Anschinelzen des Hodens in bekannter '''eise fertiggestcl(t. (ie#illal.l (lein ollen angeführten Verfahren kann mit \-orteil allerdings auch @ler ganze l)eclierfiirniige Gegenstand in einem Arbeits- erang hergestellt werden. nämlich so, daß man beim Blasen des- Bechers gleichzeitig durch Saugen in der Forin alen Ständerhoden 5 oder den Stehgel 3 salbt Boden 5 ausbildet, wie in A1>1>. 2 und 3 der Zeichnung veranschaulicht. lii diesem Falle werden ain Umfang des Stünderboclens 5 Öffnungen, Schlitze oder Kanälchen 4. G vorgesehen. wobei die Rich- tung dieser Schlitze im Hinblick auf die gün- stigste Saugwirkung auf die Glasmasse ent- sprechend der gewünschten Forni des Bodens oder Stehgels gewählt wird. \\'ie ersichtlich, kQnnen auf die gleiche Weise auch verschie- denartig modellierte Stehgel hergestellt wer- den, so z. B. nach A11. 3 _ Stehgel mit ver- schiedenen Bunden 7, kantige bzw. auch figu- rierte Stehgel und ähnliche, wobei mit \-orteil z. B. mittels Kanälchen S der saugende Unter- druck auch auf solche erweiterte Stellen des Stehgels z-,vecks Erzielung der gewünschten genauen Fornl wirkt. Unter der Bezeichnung Ständersten-el sind alle möglichen Formen des Trägers des eigentlichen Becherkörpers, also auch kugelige Formen und ähnliche, zu verstehen. Auch in dieseln Falle werden die so vor- geformten Körper in einer zweiten Form fertiggestellt. Da durch das oben beschriebene Verfahren gemäß der Erfindung die Körper mit dem Stehgel und gegebenenfalls auch finit dein Boden aus einem Stück, das ist aus einer ein- heitlichen 'Masse, namentlich bei der Ausfüh- rung nach Abb. -2 und 3. wo auch kein An- kleben erforderlich ist. hergestellt werden W innen. sind die 'o hergestellten Gegenstände weit widerstandsf:ilii-er gegen Bruch als (ze- gelistinde, die aus einzelnen Stücken gemäß deni bisherigen '-erfahren zusammengeklebt sind. l:in weiterer großer \"orteil des neuen \'er- fahren; besteht darin, daß es gegenüber den bisherigen '-erfahren unter sonst gleichen Be- - Die Erfindung kann in zahlreichen Abänderungen bei allen Glaswaren, wo die eingangs angeführten Herstellungsschwierigkeiten vorliegen, Anwendung finden, sofern dadurch ihr Bereich nicht überschritten wird.
Claims (3)
- hATRNTANSPRÜCFfrs : i r. Verfahren zur Herstellung von becherförmigen Glaswaren, bei welchem der Stiel- und Bodenteil durch Saugen und der becherförmige Teil des Gegenstandes durch Blasen vorgeformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand in einer seiner Gestalt entsprechenden Form hergestellt wird, wobei das Blasen des hecherförrnigcn Teiles und das Saugen des Stiel- und Bodenteiles gleichzeitig erfolgt, ohne daß die Glasmasse von der Glaspfeife getrennt wird.
- 2. Herstellungsverfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, -daß das E'insaugen der Glasmasse in die Form des Stiels oder des Bodens oder beider dieser Teile entweder in der achsialen Richtung des zu formenden Stiels odersenkrecht oder schräg zu dieser Richtung von der Seite oder in allen diesen Richtungen entweder allmählich oder auf einmal erfolgt.
- 3. Herstellungsverfahren nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, da13 der zum Absaugen der Glasmasse in der Form dienende und die Ausbildung des Stieles oder des Stielbodens bewirkende Unterdruck während des Arbeitsganges steuerbar ist. .
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS714049X | 1938-04-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE714049C true DE714049C (de) | 1941-11-20 |
Family
ID=5455055
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH156972D Expired DE714049C (de) | 1938-04-23 | 1938-09-01 | Verfahren zur Herstellung von becherfoermigen Glaswaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE714049C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1077836B (de) * | 1958-02-26 | 1960-03-17 | Suedbayerische Sudetenglashuet | Verfahren zur Herstellung von runden Hohlglaskoerpern mit Stiel und Standplatte |
| DE1106461B (de) * | 1957-02-14 | 1961-05-10 | British Thomson Houston Co Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus thermoplastischen Massen, insbesondere Glas |
-
1938
- 1938-09-01 DE DEH156972D patent/DE714049C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106461B (de) * | 1957-02-14 | 1961-05-10 | British Thomson Houston Co Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkoerpern aus thermoplastischen Massen, insbesondere Glas |
| DE1077836B (de) * | 1958-02-26 | 1960-03-17 | Suedbayerische Sudetenglashuet | Verfahren zur Herstellung von runden Hohlglaskoerpern mit Stiel und Standplatte |
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