DE713540C - Verfahren zur Verminderung von nichtmetallischen Einschluessen im Stahl - Google Patents

Verfahren zur Verminderung von nichtmetallischen Einschluessen im Stahl

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DE713540C
DE713540C DED83247D DED0083247D DE713540C DE 713540 C DE713540 C DE 713540C DE D83247 D DED83247 D DE D83247D DE D0083247 D DED0083247 D DE D0083247D DE 713540 C DE713540 C DE 713540C
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DE
Germany
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steel
stones
stone
metallic inclusions
alkali
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Expired
Application number
DED83247D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hubert Grewe
Dr Ruediger Rueckert
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Dortmund Hoerder Huettenverein AG
Original Assignee
Dortmund Hoerder Huettenverein AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D35/00Equipment for conveying molten metal into beds or moulds
    • B22D35/04Equipment for conveying molten metal into beds or moulds into moulds, e.g. base plates, runners
    • B22D35/045Runner base plates for bottom casting ingots

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verminderung von nichtmetallischen Einschlüssen im Stahl Zu den unangenehmsten Begleitersch; iriungen beim Gießen von Stahl gehört der Umstand, daß sich Einschlüsse nichtmetallischer Art in dem fertigen Block befinden. Diese Einschlüsse bestehen in der Hauptsache aus zertrümmerten feuerfesten Stoffen, mit denen der flüssige Stahl beim Gießen in Berührung kommt. Zum größten Teil entstehen sie aus den Reaktionsprodukten zwischen den im Stahl stets vorhandenen geringen Mengen Mn O und der so,g. Tonsubstanz (Ah 03 # z Si 02) der ff. Stoffe. Die Hauptquelle bilden vor allen Dingen die Hohlsteine, wie die Trichter, Trichterrohrsteine, Verteilersteine und Kanalsteine, mit denen der flüssige Stahl im Gespann beim steigenden Gu.ß in Berührung kommt. Der Angriff des flüssigen Stahls bei den Steinen ist deshalb so groß, weil der Stahl wegen der verhältnismäßig großen Porosität der Steine eine beträchtliche 0herfläche für die chemische Einwirkung des gelösten Manganoxyduls vorfindet. Das im Stahl vorhandene MnO und die Schlackenmengen bilden bei der Zerstörung des Steinwerkstoffes zähflüssige Reaktionsprodukte, deren Überreste sich dann zum Teil als-- Einschlüsse im Block befinden. Ferner eveden auch durc'n mechanische Einwirkung zahlreiche kleinere Steinteilchen # zum Abplatzen gebracht, die sich dann ebenfalls als Einschlüsse wiederfinden.
  • Diese lästigen Erscheinungen dadurch zu umgehen, daß ein sehr dichter Steinwerkstoff verwendet wird, ist bekanntlich nicht angängig, weil ein derartiger ff. Werkstoff zu temperaturempfindlich ist und bei der plötzlichen Erhitzung durch den flüssigen Stahl zerspringen würde.
  • Gemäß der Erfindung werden die geschilderten Nachteile dadurch vermieden, daß ein Stein verwendet wird, der in dem Augenblick, -in -denn er- mit dem flüssigen Stahl in Berührang kommt, noch seine porige Beschaffenheit besitzt, den Temperaturstoß also, ohne zu zerplatzen, aushalten kann, dann aber unter dem Einfluß der hohen Temperatur seine; Poren an der Gießseite schließt. Dadurch daß der Stein an der Innenseite seine Port"h'' schließt, während die Außenseite die porige Beschaffenheit beibehält, wird vermieden, daß der Stein zerspringt, und zum anderen, daß es nun auch nicht mehr möglich ist, daß mechanisch Teilchen gelöst werden und der Stein weniger chemisch angegriffen wird.
  • Erfindungsgemäß wird ein Stein dieser Eigenschaft dadurch hergestellt, daß Steine in an sich bekannter Zusammensetzung nach normalem Brennen und Abkühlen mit einer konzentrierten Lösung von Alkalichloriden, Alkalifluoriden, Alkalicarbonaten oder wasserlöslicher Bleiverbindungen, z. B. Bleichlorid oder Alkaliplumbat, getränkt werden. Die Steine werden nach dem Tränken gut ;getrocknei und in üblicher Weise verwendet. Schon nach kurzer Einwirkung des flüssigen Stahls bilden sich in den Poren der Steine an der dem vorbeifließenden Stähl zugewandten Innenseite glasurartige Verbindun= gen, die die Poren fest verstopfen und so ein Eindringen des Gießstrahles und ein Zerstören von Steinteilchen verhindern. Es bilden sich ferner durch die entstandenen Glasuren an Stelle der zähflüssigen Reaktionsprodukte solche von wesentlich größerer Dünnflüssigkeit und niedrigerem Schmelzpunkt. Naturgemäß steigen diese leichtflüssigen Verbindungen im flüssigen Stahl bei der Erstarrung leichter nach oben und sammeln sich vollständig im verlorenen Kopf. Es wird also bei der Verwendung von Steinen gemäß der Erfindung eine weitgehende Entfernung nichtmetallischer Einschlüsse aus dem Stahl erreicht. Da die Wirkung der erfindungsgemäß angewandten Tränkungsmittel auf eine Glasurbildung innerhalb des Steines beruht, können
    dich auch alle wasserlöslichen salza r tuen
    41-h##ndungen oder kolloidale Lösungen oder
    Yige Aufschlämmungen oder Suspensionen
    °', ,organischer Stoffe verwendet werden, die
    zur Glasurbildung geeignet sind, z. B. Kobalt-oder Zinnsalze. Es ist natürlich auch möe;-lich, die Tränkungsmittel durch Aufspritzen, Aufpinseln usw. auf den Stein aufzubringen. Ferner können Hohlsteine nur an der Innenseite behandelt werden. Die Glasur kann auch in üblicher Weise ausgeführt werden, wie z. B. bei der Herstellung von Tonglasuren, indem die sonst als Tränkungsmittel benutzten Verbindungen in trockener Form der Feuerungsflamm:e ,ausgesetzt werden, dann verdampfen und sich als Glasur niederschlagen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i . Verfahren zur Verminderung von nichtmetallischen Einschlüssen im Stahl unter Verwendung feuerfester Kanalsteine u. dgl. zur Weiterleitung des Stahls in die Kokille, dadurch gekennzeichnet, daß ein ff. Stein verwendet wird, der an seiner Innenseite unter Einwirkung der Temperatur des Gießstrahles eine glasurähnliche Oberfläche annimmt, während die Außenseite- die poröse Eigenschaft behält. a. Verfahren zur Herstellung eines Kanalsteines gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Steine nach ihrer Herstellung mit einem zur Glasurbildung geeigneten Mittel, z. B. einer konzentrierten Lösung von Alkalichloriden, Alkalifluoriden, Allkalicarbonaten oder einer wasserlöslichen Bleiverbindung, behandelt oder getränkt werden.
DED83247D 1940-09-01 1940-09-01 Verfahren zur Verminderung von nichtmetallischen Einschluessen im Stahl Expired DE713540C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2388617A1 (fr) * 1977-04-28 1978-11-24 Intong Ab Procede de coulee de matieres metalliques fondues

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