DE7130C - Rotirende Patronentasche - Google Patents

Rotirende Patronentasche

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DE7130C
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Germany
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cartridge
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pouch
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DENDAT7130D
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Original Assignee
J. L. B. MASSIP in Bordeaux
Publication of DE7130C publication Critical patent/DE7130C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B39/00Packaging or storage of ammunition or explosive charges; Safety features thereof; Cartridge belts or bags
    • F42B39/02Cartridge bags; Bandoleers
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B39/00Packaging or storage of ammunition or explosive charges; Safety features thereof; Cartridge belts or bags
    • F42B39/002Cartridge containers provided with cartridge-dispensing means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

1878.
Klasse SS.
J. L. B. MASSIP in BORDEAUX. Rotirende Patronentasche.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 1878 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Patronentaschen-System für Jagd- und Kriegszwecke. Das Princip dieser Patronentasche besteht darin, die Patronen in strahlenförmig angeordneten Zellen einer cylindrischen Dose unterzubringen, welche um eine Axe frei rotiren kann. Diese Dose dreht sich innerhalb · einer concentrischen Kapsel, welche mit einem Ausschnitt versehen ist, durch, welchen hindurch der Jäger oder Soldat eine Patrone nach der anderen aus der Tasche entnehmen kann, zu welchem Zwecke die Patronen durch Drehung der zellenförmigen Dose dieser Oeffnung gegenüber gebracht werden.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine für die Jagd bestimmte Patronentasche und zwei Modificationen der für Kriegszwecke verwendbaren Patronentaschen.
Fig. ι und 2 stellen die. Jagdpatronentasche in zwei Ansichten dar, wovon die äufsere Kapsel durchschnitten gedacht ist. Die zellenförmige Dose stellt eine Art Gerippe dar, welches aus kurzen Röhren oder Büchsen, die zur Aufnahme der Patronen dienen, besteht. Diese Röhren oder Zellen sind zu dreien gruppirt, jedoch in zwei verschiedenen Richtungen. Die Zellen a a a sind in der Richtung des Radius auf dem Cylinder oder inneren Kern A befestigt. Der durch diese Zellenbündel gebildete Raum ist durch eine zweite Serie von je drei Zellen b b b ausgefüllt, welche normal zu den ersten stehend befestigt sind. Nach der Mitte hin sind die Böden BB des Kernes A etwas ausgehöhlt und in der Mitte zur Aufnahme des Stiftes C, der als Axe dient, durchbohrt. In dem vorliegenden Falle ist die die Dose A B umhüllende Kapsel aus Leder vorausgesetzt. Sie besteht aus zwei halbrunden Hälften F und G, von denen die eine etwas über die andere greift. Die obere Hälfte F ist durch, ein Scharnier 0 mit der unteren verbunden und kann umgeklappt werden, um die Patronentasche mit Patronen zu füllen. Die beiden Hälften werden auf der anderen Seite durch die Strippe / und Schnalle g vereinigt. Die Böden dieser Kapsel sind ebenfalls in der Mitte durchbohrt, um den Stift c aufzunehmen. Der letztere ist auf dem einen Ende mit Gewinde, auf welches die Mutter E geschraubt werden kann, versehen; zwei Unterlagscheiben e e dienen dazu, zwischen Dose A B und äufsere Kapsel den nöthigen Zwischenraum zu schaffen, so dafs die erstere in letzterer sich frei drehen kann.
Auf dem Umfange der Kapsel ist eine Oeffnung / angebracht, welche durch eine Klappe / geschlossen werden kann. Die letztere ist mit einem Knopf j versehen, dem ein Knopfloch i in der Strippe h entspricht. Die Klappe J ist ferner mit dem seitlichen Lappen L versehen, der dazu dient, den Ausschnitt M zur Herausnahme der in den Querzellen untergebrachten Patronen zu verdecken. Infolge dieser Anordnung kann der Jäger selbst die mit Zellen versehene Dose A B aus der Kapsel F G entfernen, wenn der Vorrath an Patronen erschöpft sein sollte. Um die Patronen während der Jagd aus der Tasche zu nehmen, genügt es, die Klappe J aufzuklappen, wodurch gleichzeitig die radial gelegenen und quer liegenden Patronen zugänglich werden.
Die Fig. 3 bis 8 stellen eine Patronentasche für Kriegszwecke dar. Die Fig. 3 und 4, 5 und 6 sind bezügliche senkrechte Schnitte und theilweise im Schnitt gezeichnete Vorderansichten zweier Modificationen. Fig. 7 und 8 zeigen in zwei Ansichten das Aeufsere der Patronentasche, welches für beide Modificationen dasselbe ist.
In der ersten Anordnung, ist die mit den Zellen zur Aufnahme der Patronen versehene Dose von dem sie umhüllenden Gehäuse unabhängig. Die erste besteht aus einem Mantel A, der mit Löchern versehen ist, die, wie Fig. 8 zeigt, versetzt sind; an den betreffenden Stellen sind kurze Rohre α an den Mantel gelöthet oder auf andere Weise befestigt, welche zur Aufnahme der Patronen dienen. Für das Kaliber des Gewehres System Gras, was hier als Beispiel gewählt sei, kann die Patronentasche 45 Patronen aufnehmen. An den Mantel A sind die beiden Böden B B befestigt, welche in gleicher Weise aus Metall bestehen. Diese Böden besitzen in der Mitte zwei Löcher, welche zum Durchführen des Stiftes C dienen, um welche die Dose B sich drehen kann. Der Stift C ist an einem Ende mit einem. Kopf D und am anderen Ende mit Gewinde versehen, um eine Mutter H aufzunehmen. Das Gehäuse besteht ebenfalls aus Weifsblech und wird durch den Mantel E und die beiden Bodenstücke F und G gebildet. Von diesen
Böden ist nur der eine mit dem Mantel festgelöthet, der andere ist lose und bildet einen Deckel, so dafs man das Gehäuse öffnen und die Dose zur Aufnahme der Patronen herausnehmen kann. In dem Mantel befindet sich ein Ausschnitt I, welcher durch einen Schieber J verschlossen werden kann. Der letztere verschiebt sich unter den beiden Rändern/ und g, welche von den Wänden F und G gebildet werden. ■ .
Der. Schieber Jist mit einem kleinen Knopf/ versehen, der seine Handhabung erleichtert. Der Stift C ist bei D mit dem Boden F fest verbunden, hierauf ist auf ihn die Dose A und dann der Deckel G gesteckt, worauf das Ganze durch die Mutter H fixirt wird.
Man kann an dem Mantel des äufseren Gehäuses in der Nähe des Ausschnittes eine kleine Stütze in Form eines drehbaren Daumens anbringen, der sich gegen eine der Patronen oder eine für dieselben bestimmten Oeffnungen stützt und verhindert, dafs die Dose A sich in dem Gehäuse frei drehen und lose werden kann. Diese Patronentasche kann am Bandelier für die Cavallerie oder für die Infanterie an der Koppel getragen werden, woselbst sie mittelst zweier Ringe k k, Fig. 7 und 8, oder auf andere passende Weise befestigt werden kann.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Modification dieser Patronentasche, welche etwas einfacher wie die vorhin gezeichnete ist.
Diese Modification ist zu dem Zweck construirt, damit das Gewicht der Tasche geringer ausfalle. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind zwei von den vier Böden fortgefallen, wodurch die Tasche um mehr als 200 g leichter geworden ist. Die mit den Zellen zur Aufnahme der Patronen versehene Dose ist an dem linken Deckel G befestigt und auf der rechten Seite offen.
Auch hier dient der Stift C zur Vereinigung beider Theile und als Drehaxe; um jedoch einigermafsen mehr Halt in die Patronentasche zu bekommen, ist der Boden F mit einer Nuth Il versehen, in welche der Mantel A der Dose fafst. und die demselben als Führung dient. Eine kleine Scheibe L, welche an dem Boden F angebracht ist, sichert die Befestigung des Stiftes C.
In beiden Modifikationen sind die Zellen a nach innen hin etwas konisch, so dafs die Patrone durch Reibung in ihnen gehalten wird und der Zündspiegel vorsteht, Fig. 4. Dies ist nothwendig, um die Herausnahme der Patrone zu erleichtern und steht zu diesem Zweck der Mantel des Gehäuses ca. 6 bis 7 mm von der inneren Dose ab.
Um die Patronentasche noch leichter zu machen, kann man die Böden und Zellen mit Aussparungen versehen. Man kann auch die Länge der Zellen vermindern und nur einfache Löcher in dem Mantel der Dose anwenden. Im letzteren Falle kann beim Herstellen der Löcher das Metall nach innen gedrückt werden, so dafs ein kleiner Rand entsteht, wie Fig. 9 andeutet, der das für die Patronen bestimmte Rohr ersetzt. Die innere Dose kann auf diese Weise auf ein einfaches Gerippe reducirt werden. Ferner könnte man auch das Gewicht der Patronentasche dadurch vermindern, dafs man theilweise oder ganz das Metall durch ein weniger schweres, aber ebenso widerstandsfähiges Material ersetzt, als Hartgummi, Ebonit, Celluloid u. s. w. Das sehr dünne Metall des Gehäuses kann auch mit Leder, Leinwand oder anderem undurchdringbarem Stoff bekleidet werden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die Anwendung einer mit Zellen zur Aufnahme der Patronen versehenen Dose mit ein oder zwei Böden, welche in einer festen Kapsel, die am Bandelier oder der Koppel getragen wird, angebracht ist, wobei das Gehäuse mit einer Oeffhung versehen ist, welche durch einen Schieber geschlossen werden kann.
  2. 2. Die Verbindung der mit Zellen versehenen inneren Dose mit ihrem Gehäuse vermittelst eines einfachen unbeweglichen Stiftes mit Kopf, der auf der anderen Seite durch eine Schraube oder einen Vorsteckstift gehalten wird.
  3. 3. Die speciell für Kriegszwecke construirte Patronentasche in den beiden Modificationen, wie in Fig. 3 bis 4 und 5 bis 6 dargestellt ist.
  4. 4. Die Gesammtanordnung der Patronentasche, alles im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT7130D Rotirende Patronentasche Active DE7130C (de)

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