DE7130C - Rotirende Patronentasche - Google Patents
Rotirende PatronentascheInfo
- Publication number
- DE7130C DE7130C DENDAT7130D DE7130DA DE7130C DE 7130 C DE7130 C DE 7130C DE NDAT7130 D DENDAT7130 D DE NDAT7130D DE 7130D A DE7130D A DE 7130DA DE 7130 C DE7130 C DE 7130C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cartridges
- cartridge
- cartridge pouch
- pouch
- cells
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000002775 capsule Substances 0.000 claims description 8
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims description 7
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims description 7
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 5
- 229920001875 Ebonite Polymers 0.000 description 2
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 229920002160 Celluloid Polymers 0.000 description 1
- RRHGJUQNOFWUDK-UHFFFAOYSA-N Isoprene Chemical compound CC(=C)C=C RRHGJUQNOFWUDK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000000149 penetrating effect Effects 0.000 description 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B39/00—Packaging or storage of ammunition or explosive charges; Safety features thereof; Cartridge belts or bags
- F42B39/02—Cartridge bags; Bandoleers
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B39/00—Packaging or storage of ammunition or explosive charges; Safety features thereof; Cartridge belts or bags
- F42B39/002—Cartridge containers provided with cartridge-dispensing means
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
Description
1878.
Klasse SS.
J. L. B. MASSIP in BORDEAUX. Rotirende Patronentasche.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 1878 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Patronentaschen-System für Jagd- und
Kriegszwecke. Das Princip dieser Patronentasche besteht darin, die Patronen in strahlenförmig
angeordneten Zellen einer cylindrischen Dose unterzubringen, welche um eine Axe frei
rotiren kann. Diese Dose dreht sich innerhalb · einer concentrischen Kapsel, welche mit einem
Ausschnitt versehen ist, durch, welchen hindurch der Jäger oder Soldat eine Patrone nach der
anderen aus der Tasche entnehmen kann, zu welchem Zwecke die Patronen durch Drehung
der zellenförmigen Dose dieser Oeffnung gegenüber gebracht werden.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine für die Jagd bestimmte Patronentasche und zwei
Modificationen der für Kriegszwecke verwendbaren Patronentaschen.
Fig. ι und 2 stellen die. Jagdpatronentasche in zwei Ansichten dar, wovon die äufsere Kapsel
durchschnitten gedacht ist. Die zellenförmige Dose stellt eine Art Gerippe dar, welches aus
kurzen Röhren oder Büchsen, die zur Aufnahme der Patronen dienen, besteht. Diese Röhren
oder Zellen sind zu dreien gruppirt, jedoch in zwei verschiedenen Richtungen. Die Zellen a a a
sind in der Richtung des Radius auf dem Cylinder oder inneren Kern A befestigt. Der
durch diese Zellenbündel gebildete Raum ist durch eine zweite Serie von je drei Zellen b b b
ausgefüllt, welche normal zu den ersten stehend befestigt sind. Nach der Mitte hin sind die
Böden BB des Kernes A etwas ausgehöhlt und in der Mitte zur Aufnahme des Stiftes C,
der als Axe dient, durchbohrt. In dem vorliegenden Falle ist die die Dose A B umhüllende
Kapsel aus Leder vorausgesetzt. Sie besteht aus zwei halbrunden Hälften F und G, von
denen die eine etwas über die andere greift. Die obere Hälfte F ist durch, ein Scharnier 0
mit der unteren verbunden und kann umgeklappt werden, um die Patronentasche mit Patronen zu füllen. Die beiden Hälften werden
auf der anderen Seite durch die Strippe / und Schnalle g vereinigt. Die Böden dieser Kapsel
sind ebenfalls in der Mitte durchbohrt, um den Stift c aufzunehmen. Der letztere ist auf dem
einen Ende mit Gewinde, auf welches die Mutter E geschraubt werden kann, versehen;
zwei Unterlagscheiben e e dienen dazu, zwischen Dose A B und äufsere Kapsel den nöthigen
Zwischenraum zu schaffen, so dafs die erstere in letzterer sich frei drehen kann.
Auf dem Umfange der Kapsel ist eine Oeffnung / angebracht, welche durch eine Klappe /
geschlossen werden kann. Die letztere ist mit einem Knopf j versehen, dem ein Knopfloch i
in der Strippe h entspricht. Die Klappe J ist ferner mit dem seitlichen Lappen L versehen,
der dazu dient, den Ausschnitt M zur Herausnahme der in den Querzellen untergebrachten
Patronen zu verdecken. Infolge dieser Anordnung kann der Jäger selbst die mit Zellen versehene
Dose A B aus der Kapsel F G entfernen, wenn der Vorrath an Patronen erschöpft
sein sollte. Um die Patronen während der Jagd aus der Tasche zu nehmen, genügt
es, die Klappe J aufzuklappen, wodurch gleichzeitig die radial gelegenen und quer liegenden
Patronen zugänglich werden.
Die Fig. 3 bis 8 stellen eine Patronentasche für Kriegszwecke dar. Die Fig. 3 und 4, 5
und 6 sind bezügliche senkrechte Schnitte und theilweise im Schnitt gezeichnete Vorderansichten
zweier Modificationen. Fig. 7 und 8 zeigen in zwei Ansichten das Aeufsere der Patronentasche,
welches für beide Modificationen dasselbe ist.
In der ersten Anordnung, ist die mit den
Zellen zur Aufnahme der Patronen versehene Dose von dem sie umhüllenden Gehäuse unabhängig.
Die erste besteht aus einem Mantel A, der mit Löchern versehen ist, die, wie Fig. 8
zeigt, versetzt sind; an den betreffenden Stellen sind kurze Rohre α an den Mantel gelöthet
oder auf andere Weise befestigt, welche zur Aufnahme der Patronen dienen. Für das
Kaliber des Gewehres System Gras, was hier als Beispiel gewählt sei, kann die Patronentasche
45 Patronen aufnehmen. An den Mantel A sind die beiden Böden B B befestigt,
welche in gleicher Weise aus Metall bestehen. Diese Böden besitzen in der Mitte zwei Löcher,
welche zum Durchführen des Stiftes C dienen, um welche die Dose B sich drehen kann. Der
Stift C ist an einem Ende mit einem. Kopf D und am anderen Ende mit Gewinde versehen,
um eine Mutter H aufzunehmen. Das Gehäuse besteht ebenfalls aus Weifsblech und
wird durch den Mantel E und die beiden Bodenstücke F und G gebildet. Von diesen
Böden ist nur der eine mit dem Mantel festgelöthet, der andere ist lose und bildet einen
Deckel, so dafs man das Gehäuse öffnen und die Dose zur Aufnahme der Patronen herausnehmen
kann. In dem Mantel befindet sich ein Ausschnitt I, welcher durch einen Schieber J
verschlossen werden kann. Der letztere verschiebt sich unter den beiden Rändern/ und g,
welche von den Wänden F und G gebildet werden. ■ .
Der. Schieber Jist mit einem kleinen Knopf/
versehen, der seine Handhabung erleichtert. Der Stift C ist bei D mit dem Boden F fest
verbunden, hierauf ist auf ihn die Dose A und dann der Deckel G gesteckt, worauf das Ganze
durch die Mutter H fixirt wird.
Man kann an dem Mantel des äufseren Gehäuses in der Nähe des Ausschnittes eine kleine
Stütze in Form eines drehbaren Daumens anbringen, der sich gegen eine der Patronen oder
eine für dieselben bestimmten Oeffnungen stützt und verhindert, dafs die Dose A sich in dem
Gehäuse frei drehen und lose werden kann. Diese Patronentasche kann am Bandelier für
die Cavallerie oder für die Infanterie an der Koppel getragen werden, woselbst sie mittelst
zweier Ringe k k, Fig. 7 und 8, oder auf andere passende Weise befestigt werden kann.
Fig. 5 und 6 zeigen eine Modification dieser Patronentasche, welche etwas einfacher wie die
vorhin gezeichnete ist.
Diese Modification ist zu dem Zweck construirt, damit das Gewicht der Tasche geringer
ausfalle. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind zwei von den vier Böden fortgefallen, wodurch
die Tasche um mehr als 200 g leichter geworden ist. Die mit den Zellen zur Aufnahme
der Patronen versehene Dose ist an dem linken Deckel G befestigt und auf der
rechten Seite offen.
Auch hier dient der Stift C zur Vereinigung beider Theile und als Drehaxe; um jedoch
einigermafsen mehr Halt in die Patronentasche zu bekommen, ist der Boden F mit einer
Nuth Il versehen, in welche der Mantel A der Dose fafst. und die demselben als Führung
dient. Eine kleine Scheibe L, welche an dem Boden F angebracht ist, sichert die Befestigung
des Stiftes C.
In beiden Modifikationen sind die Zellen a
nach innen hin etwas konisch, so dafs die Patrone durch Reibung in ihnen gehalten wird
und der Zündspiegel vorsteht, Fig. 4. Dies ist nothwendig, um die Herausnahme der Patrone
zu erleichtern und steht zu diesem Zweck der Mantel des Gehäuses ca. 6 bis 7 mm von der
inneren Dose ab.
Um die Patronentasche noch leichter zu machen, kann man die Böden und Zellen mit
Aussparungen versehen. Man kann auch die Länge der Zellen vermindern und nur einfache
Löcher in dem Mantel der Dose anwenden. Im letzteren Falle kann beim Herstellen der
Löcher das Metall nach innen gedrückt werden, so dafs ein kleiner Rand entsteht, wie Fig. 9
andeutet, der das für die Patronen bestimmte Rohr ersetzt. Die innere Dose kann auf diese
Weise auf ein einfaches Gerippe reducirt werden. Ferner könnte man auch das Gewicht der
Patronentasche dadurch vermindern, dafs man theilweise oder ganz das Metall durch ein
weniger schweres, aber ebenso widerstandsfähiges Material ersetzt, als Hartgummi, Ebonit,
Celluloid u. s. w. Das sehr dünne Metall des Gehäuses kann auch mit Leder, Leinwand oder
anderem undurchdringbarem Stoff bekleidet werden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Anwendung einer mit Zellen zur Aufnahme der Patronen versehenen Dose mit ein oder zwei Böden, welche in einer festen Kapsel, die am Bandelier oder der Koppel getragen wird, angebracht ist, wobei das Gehäuse mit einer Oeffhung versehen ist, welche durch einen Schieber geschlossen werden kann.
- 2. Die Verbindung der mit Zellen versehenen inneren Dose mit ihrem Gehäuse vermittelst eines einfachen unbeweglichen Stiftes mit Kopf, der auf der anderen Seite durch eine Schraube oder einen Vorsteckstift gehalten wird.
- 3. Die speciell für Kriegszwecke construirte Patronentasche in den beiden Modificationen, wie in Fig. 3 bis 4 und 5 bis 6 dargestellt ist.
- 4. Die Gesammtanordnung der Patronentasche, alles im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7130C true DE7130C (de) |
Family
ID=285044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7130D Active DE7130C (de) | Rotirende Patronentasche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7130C (de) |
-
0
- DE DENDAT7130D patent/DE7130C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE68910154T2 (de) | Spielzeugeinheit. | |
| DE3217529A1 (de) | Taschenmesser | |
| DE1578369A1 (de) | Maschinengewehr | |
| DE3439306C2 (de) | Kofferverschlußvorrichtung | |
| DE7130C (de) | Rotirende Patronentasche | |
| DE4126199A1 (de) | Munitionsbehaelter | |
| DE1703491B2 (de) | Munitionsbehälter | |
| DE2310346C3 (de) | Batterie von Lagerelementen | |
| DE484064C (de) | Mit fluessigen Betriebsstoffen betriebene Gasrakete | |
| DE3936469A1 (de) | Munitionsmagazin zur lagerung von patronen | |
| DE202008008417U1 (de) | Verriegelung zum Verriegeln eines Containers auf einer Auflage | |
| DE681561C (de) | Trommelmagazin fuer Maschinengewehre | |
| DE272835C (de) | ||
| DE7725340U1 (de) | Schnelladeeinrichtung fuer revolver | |
| CH661347A5 (de) | Geschoss mit einem leitwerk aus einer anzahl sich selbst aufrichtenden fluegeln, insbesondere fuer artilleriegeschuetze. | |
| DE2027773A1 (de) | Munitionsbehälter | |
| DE2253982C2 (de) | Behälter zur Aufnahme und einzelweisen Ausgabe insbes. von Tabletten | |
| DE2822453A1 (de) | Kolbenschloss und dessen montage | |
| DE196902C (de) | ||
| DE1497427C (de) | ||
| DE1553742C (de) | Scherkopf fur einen Trockenrasier apparat | |
| DE353183C (de) | Aus Sektoren zusammengesetzter Objektivverschluss | |
| DE264352C (de) | ||
| DE1703057A1 (de) | Verschluss fuer automatische oder halbautomatische Waffen | |
| DE1912143C (de) | Verpackungsbehälter für Flugkörper |