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Pendelnd-aüfgehängte Isolierzelle zur teilweisen Verstärkung von Silberauflagen
auf Bestecken - Die Erfindung bezieht sich auf eine pendelnd- aufgehängte Isolierzelle
für teilweise verstärkte Silberauflagen, z. B. an den Aufliegestellen von Bestecken,
mit Öffnungen für den ungehinderten. Stromdurchgang.
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Um eine verstärkte Silberabscheidung aus Silberbädern an den der Abnützung
am meisten ausgesetzten Stellen von Bestecken zu erreichen, werden die Bestecke
in geschlossenen Isolierzellen eingehängt, die an den zu verstärkenden Stellen -der
Bestecke gegenüberliegend mit Öffnungen für den ungehinderten Stromdurchgang versehen
sind. Durch die damit- an den Öffnungen auftretende Stromlinienverdichtung findet
an den vor den öffnüngen liegenden Stellen der Bestecke eine vermehrte Silberabscheidung
statt, während die,' Silberäbscheidung auf die . sonstige Besteckoberfläche nur
durch Streuurigder Stromlinien erfolgt, wenn nicht zusätzlich die Zellenwandungen
mit einer Anzahl kleinerer Öffnungen versehen sind, die eine entsprechende verringerte
Silberabscheidung bedingen.
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Die Verstärkung der Silberauflage auf den entsprechenden Teil der
Bestecke ist nun um so größer, je näher .diese Besteckteile an den Öffnungen der
Zellenwandungen liegen, so daß man diese Besteckteile so nahe wie möglch an die
Zellenwand heranbringt. Da nun die Bestecke- im allgemeinen an den Schultern der
Schippen (Laffen), d. h. mit dem Stiel nach unten, in das Silberbad gehängt werden,
so hängen diese Bestecke je nach dem Gewichtsverhältnis zwischen Laffe und Stiel
parallel oder mehr oder weniger stark geneigt zu den senkrechten Zellenwandungen,
und -damit liegen .die zu verstärkenden Besteckteile in den meisten Fällen ungleich
weit vor den Öffnungen in den Zellenwandungen,- womit auch die Verstärkung der Silberauflage
ungleich wird. Um-diese ungleiche Verstärkung der Silberauflage zu vermeiden, mußten-
für jeden besonderen Fall anders gestaltete Isolierzellen angefertigt werden. --
Zu diesem Zweck hat man die--Isolierwandungen der Zelle z. B. treppenartig abgestuft,
so daß die mit verstärkter Silberauflage zu versehenden Teile bestimmter Gegenstände
je
nach der Abstufung beliebig nahe vor den Öffnungen der Isolierwandungen
liegen. Man hat diese Zellen .auch schon pendelnd an -einer der Stromzuführungen
aufgehängt, ohne hiermit einen besonderen Zweck zu verfolgen.
Um
nun einerseits zu erreichen, daß die Silberauflage an den zu verstärkenden Besteckteilen
in dem gewünschten Sinne beeintlußt wird, und um für jeden besonderen Fall die Anfertigung
von anders gestalteten Isolierzellen zu vermeiden, wird nach der Erfindung vorgeschlagen,
daß die pendelnd aufgehängte Isolierzelle winkelig verstellbar und in jeder beliebigen
Winkellage feststellbar ist. Man kommt dadurch mit einer einzigen Zelle für alle
Arten von Bestecken aus und -kann durch einfachste Verstellung Lind Feststellung
der Isolierzelle eine Anpassung in der Entfernung der zu verstärkenden Besteckstellen
zu den Öffnungen in der Zellenwand erreichen, und zwar derart, daß die Entfernungen
gleich oder ungleich sind, je nachdem die Silberauflage an den fraglichen Besteckstellen
gleich oder ungleich zu verstärken ist.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt,
und zwar: zeigen: Abb. i einen senkrechten Schnitt durch eine lotrecht hängende
Isolierzelle, Abb. 2 einen gleichen Schnitt durch eine schräg gestellte Isolierzelle.
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Die aus isolierendem Stoff bestehende Zelle i ist am oberen Ende schwenkbar
um den Zapfen 2 im Rahmen 3 des Silberbades q. gelagert und besitzt einen oberen,
über den Drehpunkt verlängerten Lappen 5 o. dgl. An diesen Lappen 5 greift im Punkt
6 ein Zugband 7, .das mit einem Langschlitz 8 versehen ist, drehbar an. Durch den
Langschlitz 8 faßt eine Fixierschraube 9, die sich in einen Flansch io des Rahmens
3 einschrauben läßt. Nach Lösen der Fixierschraube 9 läßt sich die Zelle i durch
Zug am Band 7 um den Zapfen 2 schwenken und kann dann in jeder beliebigen Schräglage
durch Anziehen der Fixierschraube 9 festgestellt werden.
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Die Isolierzelle i trägt im Innern die Aufhängevorrichtung i i für
die Bestecke, die mit der negativen Stromzuleitung 12 in leitender Verbindung steht.
Die Wandungen der Isolierzelle i besitzen an den zu verstärkenden Stellen der Bestecke
gegenüberliegende Öffnungen 13, so daß durch sie ein unmittelbarer Stromdurchgang
von den mit der positiven Stromzuleitung i q. verbundenen Silberanoden 15
zu dem Besteck erfolgt.
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Entsprechend der. Abb.-i ist in die Aufhängevorrichtung i i ein Löffel.
16, sich mit den Laffenschultern abstützend, aufgehängt. Die Laffe i 6a dieses
Löffels 16 ist so leicht, daß der Löffel senkrecht hängt, und demgemäß wird
die Isolierzelle i ebenfalls so eingestellt, daß ihre Wandungen parallel zum Löffel
liegen. Dadurch liegen die Stellen des Löffels, deren Silberauflage wegen der größeren
Abnutzungsgefahr zu verstärken ist, im gleichen Abstand von den Löchern 13 der Zelle
i, so daß die Silberabscheidung an diesen Besteckstellen gleichmäßig verstärkt wird,
während die übrigen Löffelteile durch die Stromlinienstreuung versilbert werden.
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Hängt man nun einen Löffel 17 gleich größer Abmessungen in die Zelle
i, dessen Laffe 17a schwerer ist, so nimmt der Löffel eine Schräglage ein, und falls
die Zelle i die gleiche Lage wie in Abb. i beibehalten würde, würde der Abstand
der zu verstärkenden Löffelstellen von den Öffnungen 13 sehr verschieden
sein, womit auch die Verstärkung der Silberauflage verschieden wird. Um dies zu
vermeiden, wird entsprechend, der Abb. 2 die Zelle i um den Zapfen 2 geschwenkt,
bis sie Abstände der zu verstärkenden Stellen von den Löchern 13 gleich oder etwa
gleich groß sind, worauf die Zelle i in dieser Lage durch Anziehen der Fixierschraube
g festgestellt wird. Man ist also in der Lage, eine Einheitszelle für alle gleich
großen Besteckteile zu verwenden, unabhängig davon, welche Stellung die Besteckteile
zur Senkrechten beim Einhängen einnehmen werden. Es ist im übrigen selbstverständlich
möglich, die Neigung und Fixierung der Isolierzelle auch .durch andere als die beschriebenen
Mittel zu erreichen.