DE710449C - Bremsvorrichtung mit Zwei verschiedenen Bremsleistungen - Google Patents

Bremsvorrichtung mit Zwei verschiedenen Bremsleistungen

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DE710449C
DE710449C DEG98962D DEG0098962D DE710449C DE 710449 C DE710449 C DE 710449C DE G98962 D DEG98962 D DE G98962D DE G0098962 D DEG0098962 D DE G0098962D DE 710449 C DE710449 C DE 710449C
Authority
DE
Germany
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braking
load
lever
brake
cylinder
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Expired
Application number
DEG98962D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Gallusser
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HANS GALLUSSER DR ING
Original Assignee
HANS GALLUSSER DR ING
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail-vehicle brakes
    • B61H13/20Transmitting mechanisms
    • B61H13/30Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight
    • B61H13/32Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight by varying brake lever leverage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen für Fahrzeuge unter Verwendung zweier zwischen den üblichen Zylinder- und Fixpunkthebeln vorgesehener Stangen mit verschiedenen übersetzungsverhältnissen für Leer- und Lastbremsung. Bei einer bekannten Bremsvorrichtung dieser Art werden bei Einstellung der Bremse zuerst die Bremsklotzspielräume derart bemessen, daß der erwünschte Kolbenhub beim Bremsen mit den kleineren Übersetzungsverhältnis, d. h. bei Lastbremsung, erhalten wird. Alsdann werden bei gelöster Bremse an der Leerstange vorgesehene Anschläge derart eingestellt, daß .der Kolbenweg bei Leerbremsung dem bei Lastbremsung gleich wird. Es gibt nun Fälle, wo diese Anpassung nicht mehr möglich ist, insbesondere dann, wenn zwischen Leer- und Lastbremsung ein großer Unterschied besteht. Die Erfindung besteht darin, daß zwecks Verminderung des Kolbenweges bei Lastbremsung vor Einsetzen der eigentlichen Bremswirkung die wirksame Länge der Laststange durch eine von einem zusätzlichen Steuerzylinder betätigte Umstellvorrichtung derart verkürzt wird, daß das Anlegen der Bremsklötze über, das übersetzungsverhältnis der Leerbremsung erfolgt. Die auf diese Weise erzielte Verkürzung des Kolbenweges gegenüber dem kleinstmöglichen Kolbenweg bei der bekannten Brenmsvorrichtung stellt eine erhebliche Verbesserung der üblichen Leer- und Lastbremsung dar.
  • Die Erfindung besteht weiterhin darin, daß die Umstellung der Laststange durch Drehung eines an,der Laststange angelenkten und auf dem Fixpunkthebel angeordneten Umstellhebels erfolgt.
  • Ein zusätzlicher Steuerzylinder, wie er erfindungsgemäß zur Anwendung kommt; ist zwar bei Bremsvorrichtungen ähnlicher Art bekannt. Jedoch hat hier der Steuerzylinder nicht die Aufgabe zu .erfüllen, die der Erfindung zugrunde liegt, sondern er ist zu dem Zweck vorgesehen, das Übersetzungsverhältnis entsprechend dem Ladezustande des Wagens. zu verändern. Dieserhalb ist neben den beiden horizontalen Hebeln noch ein dritter Hebel vorgesehen, dessen verschiebbarer Drehpunkt durch den zusätzlichen Steuerzylinder je nach dem gewünschten Übersetzungsverhältnis verlagert wird.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Fig. i zeigt die gesamte Anordnung.
  • Fig.2 zeigt in größerem Maßstab die Bewegung der Horizontalhebel bei Tarabremsung.
  • Fig.3 zeigt diese Bewegung bei Lastbremsung.
  • In Abb. i ist i der Bremszylinder, 2 der Bremskolben und 3 die Bremskdlbenstange. Die Bremshebel bestehen aus dem Zylinderhebel q. und dem Fixpunkthebel 5. Die Verbindungsstangen sind die Tarastainge 6 und die Laststange 7. Das weitere zu den Bremsorganen führende Gestänge ist mit 8 bezeichnet. Von der Hauptleitung i9 zweigt eine Leitung zu einem Umstellhahn 18 ab, der bei Leerbremsung geschlossen und bei Lastbremsung geöffnet sein soll. Im letzteren Falle läßt der Hahn 18 Druckluft in den Steuerzylinder 17 eintreten. Der Kolben dieses Zylinders ist mit einem Hebel Iq. verbunden, der im Fixpunkt 13 gelagert ist und eine Stange 15 bewegt, die den Umstellhebel 16, mit -welcher die Laststange .7 verbunden ist, in Leer- und Laststellung bringen kann. Diese Vorrichtung arbeitet wie folgt: a) Tarabremsung (Fig.2) Wird bei Stellung »Tarac, d. h. bei geschlossenem Hahn 18, eine Bremsung .einsgeleitet, so bewegt sich der Kolben 2 des Bremszylinders i nach links. Der Einfachheit halber -wird hier angenommen, daß die Bremsklötze der rechten Seite von Anfang an fest am Radreifen anliegen, so daß nur der Zylinderhebe1 q. beim Einleiten der Bremsung sich bewegt. Ferner sei zunächst vorausgesetzt, daß die Rückzugfeder 2o so stark ist, daß bei der ersten Bewegung des Zylinderhebels dieser sich um den Drehpunkt g dreht, bis die Bremsklötze zum Anliegen kommen. In diesem Falle nimmt der Hebel nach Anliegen der -Bremsklötze die Lage 22a bis Zia ein. Der Drehpunkt II hat sich bei dieser Bewegung um den Wert d nach rechts verschoben. Sobald die Bremsklötze zum Anliegen kommen, erhöht sich der Widerstand, der Drehpunkt g verschiebt sich im Schlitz der Tarastange nach links, bis er am Endpunkt des Schlitzes angekommen ist, entsprechend der Stellung 22v bis gib. Von nun an wird der ;ganze Kolbendruck auf die Bremsklötze übertragen, und der Zylinderhebe1 q. bewegt sich noch weiter nach links, entsprechend der Dehnung des Bremsgestänges, bis er die Endlage 22, bis 21, erreicht hat.
  • ;Wenn die zum Anlegen der Bremsklötze notwendige Kraft größer ist als die Federkraft der Rückzugfeder, so wird der Zylinderhebel sich zuerst um den Drehpunkt i i drehen, bis der Drehpunkt 9 am linken Ende des Schlitzes angelangt ist, worauf dann die Drehung um diesen Punkt einsetzt und zum Schlusse die gleiche Endstellung22, bis 2i, wie vorhin erreicht wird. b) Lastbremsung (Fig.3) Wird eine Lastbremsung eingeleitet, so erhält der kleine Steuerzylinder i7 gleichzeitig mit dem Bremszylinder i Druckluft. Er steuert den Hebel 1q. nach unten, und durch die Drehung des Winkelhebels 16 wird die Laststange 7 verkürzt, d. h. der Drehpunkt i i wird nach i i" verlegt. Diese Verschiebung des Drehpunktes muß dem Werte d entsprechen, d. h. so ;groß sein, daß, wenn der Steuerzylinder allein Druckluft erhielte, die Bremsklötze angelegt ,würden.
  • Der Winkelhebel 16 wird nach dieser Umstellung durch den Kolbendruck des kleinen Steuerzylinders 17 in seiner Lage festgehalten. Der Zylinderhebel ist durch die Bewegung des Kolbens im Steuerzylinder 17 und durch das Eintreten der Druckluft in den Bremszylinder in die Stellung 22a bis Zia übergegangen. Von nun an wirkt der ganze Druck im Bremszylinder auf die Bremsklötze, und der Zylinderhebel bewegt sich entsprechend der Dehnung des Bremsgestänges noch -weiter nach links his in die Endstellung 22b biS gib.
  • Der Kolbenweg setzt sich also aus zwei Teilen zusammen: i. dem Teile, der zum Anlegen der Bremsklötze notwendig ist und" dessen Weg der Entfernung von 22 nach 22" entspricht. Der Drehpunkt dieser Bewegung befindet sich in 9 der Tarastange, 2. dem Teil b, um welchen sich der Kolben nach dem Anlegen der Bremsklötze, entsprechend der Dehnung mit Drehpunkt in i i", noch weiter nach links bewegt.
  • Die Summe dieser beiden Werte a und b ergibt den kleinsten Kolbenweg bei gegebenem Klotzspiel. Der Kolbenweg bei Tarabremsuug kann diesem Wert durch Wahl der Länge des Schlitzes genau angepaßt wer- i den, indem man das Langloch in der Tarastange so wählt, daß der Leergang im Schlitz plus Kolbenweg zum Anlegen der Bremsklötze plus Dehnung bei der Taxabnemsung den gleichen Wert ergibt wie bei der Lastbremsung.
  • Um den Leergang in der Tarastange genau einstellen zu können, kann statt einer Stange mit Langloch auch ein -einstellbares Kupplungsorgan eingebaut werden, das durch den Hebel Iq. gesteuert wird. Statt eines Winkelhebels 16 kann auch ein Exzenter verwendet werden.
  • Der Steuerkolben könnte auch direkt auf den Umstellhebel der Laststange wirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Bremsvorrichtung mit zwei verschiedenen Bremsleistungen für Fahrzeuge unter Verwendung zweier zwischen den üblichen Zylinder- und Fixpunkthebeln vorgesehener Stangen mit verschiedenen Übersetzungsverhältnissen für Leger- und Lastbremsung, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verminderung des Kolbenweges bei Lastbremsung vor Einsetzen der eigentlichen Bremswirkung die wirksame Länge der Laststange (7) durch eine von einem zusätzlichen Steuerzylinder (r7) betätigte Umstellvorrichtung derart verkürzt wird, daß das Anlegen der Bremsklötze über das Übersetzungsverhältnis der Leerbremsung erfolgt. z. Bremsvoirrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Umstellung der Laststange (7) durch Drehung eines an der Laststange angelenkten und auf dem Fixpunkthebel drehbar angeordneten Umstellhebels (16) jerfolgt.
DEG98962D 1938-11-19 1938-11-19 Bremsvorrichtung mit Zwei verschiedenen Bremsleistungen Expired DE710449C (de)

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