DE70988C - Feuerung mit nach unten schlagender Flamme - Google Patents
Feuerung mit nach unten schlagender FlammeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
(Illinois, V. St. A.).
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Feuerungsanlagen mit nach abwärts
schlagendem Zug, bei welchen ein Dampfkessel unmittelbar über der Feuerkammer angeordnet
ist oder, genauer gesprochen, auf jene Art von Dampf kesselfeuerungen, bei welchen der Kessel
durch ein Gewölbe oder eine Wand vor der unmittelbaren Einwirkung der brennenden Kohle
auf den Rost oder der kalten Luft geschützt ist, die nothwendig durch die Feuerthüren oder
anderen Oeffnungen oberhalb des Brennstoffes eintreten mufs, um den nach abwärts schlagenden
Zug der Verbrennungsproducte durch den Rost zu erzielen.
Bei diesen Gewölbeanordnungen, wie sie bisher üblich waren, ist gewöhnlich zwischen
dem Gewölbe und dem Kessel eine Luftkammer anordnet, und die einzige Oeffnung, welche in
dieselbe führt, liegt ebenso wie die ganze Kammer hinter der Zuglinie der Feuerung,
d. h. hinter der Linie, welcher die Verbrennungsproducte folgen, während sie von
den Roststäben aufsteigen und gegen den hinteren Theil der Feuerung streichen; die
Folge hiervon ist die, dafs diese Kammer nur ruhende Luft enthält.
Diese Kammer isolirt jenen Theil der Kesselfläche, welcher unmittelbar über dem Feuerraum
liegt, vor dem Zug in solcher Weise, dafs dieser Theil der Oberfläche gegenüber
den übrigen aufserhalb der Kammer gelegenen kalt erscheint, und der Kessel wird nicht mit
jener Gleichmäfsigkeit erwärmt, welche . zur Erzielung der besten Wirkung erforderlich ist.
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist, die gesammte Oberfläche eines Kessels in
einer Feuerung und besonders jenen Theil, der' über dem Feuerraum liegt, vor aller kalten, in
die Feuerung gelangenden Luft zu schützen, sei es nun, dafs diese Luft oberhalb der Roststäbe
eintritt, um den nach abwärts schlagenden Zug zu erzeugen, oder dafs sie von unten
Sauerstoff zur Beförderung der Verbrennung zuführt.
Es soll also jener Theil der Kesseloberfläche, welcher gewöhnlich über dem Feuerraum einer
Feuerung mit nach abwärts schlagendem Zug liegt, der Einwirkung der gesammten Hitze,
welche von den Roststäben zum Verbrennungsraum geht, ausgesetzt werden, ohne dafs irgend
ein Theil dieser Kesselfläche von der kalten Luft, die Während des Betriebes in die Feuerung
eintritt, berührt wird.
Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die Rauchbildung während des Heizens
oder Schürens zu verhüten und eine gleichmäfsige Vertheilung der Hitze auf den Kessel
herbeizuführen.
. Aufserdem soll bei Verwendung hohler Roststäbe zum Erwärmen des Kesselwassers die Ansammlung
von Schlamm und die Bildung von Niederschlägen in denselben verhindert werden.
Es bedeutet:
Fig. ι einen Querschnitt einer Feuerung mit zwei Feuerkammern,
Fig. 2 einen Längsschnitt nach der Linie 2-2 der' Fig. 1,'
Fig. 3 einen Grundrifs der Einrichtung der Roststäbe und des Schlammsackes derselben,
Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt einer Feuerung mit nach unten schlagender Flamme,
wobei nur eine Feuerkammer vorgesehen ist.
Fig. 5 ist ein Längsschnitt einer solchen Feuerung mit nur einer Kammer.
In den einzelnen Figuren bezeichnen gleiche Buchstaben gleiche Theile.
A und A1 bezeichnen die Seitenwände und
B die vordere Endwand, C und C1 die Feuerräume und D und D l die Aschenfallthüren,
die in Fig. ι und 4 durch punktirte Linien angedeutet sind; E bezeichnet den Dampfkessel;
alle diese Theile sind von der gewöhnlichen Construction und Anordnung.
Am hinteren Ende ist eine bis zum oberen Rand des Aschenfalls reichende Wand F aufgebaut,
welche sich von der einen Seitenwand der Feuerung bis zur nächsten erstreckt. Auf
dieser Wand ruht ein Schlammsack G, der seinerseits wieder die hohlen Roststäbe H trägt
und mit demselben in freier Verbindung steht. Die Roststäbe können Röhren sein, die an den
vorderen Enden mit dem Querrohr / verbunden sind; letzteres bildet einen allen Roststäben
gemeinsamen Wasserraum und wird von den Wänden der Feuerung getragen (Fig. 3).
An der Stelle, wo die Hitze an den Roststäben beim Durchgang der Verbrennungsproducte
vom Rost zur Verbrennungskammer am stärksten ist, macht man die Roststäbe am besten weiter und von gröfserem inneren
'Wasserraum, wie bei H1 ΗΛ, Fig. 3, dargestellt,
um die Heizfläche des Kesselwassers zu vergröfsern.
Das Speisewasser für die Roststäbe entnimmt man am besten unter dem Wasserspiegel im
Kessel; die .Wasserzuleitungsröhren J münden in das Rohr /.
Beim Durchgang durch die Roststäbe auf dem Rückweg zum Kessel in der in Fig. 3
durch die Pfeile angedeuteten Richtung tritt das Wasser in den Schlammsack G, setzt dort
den Schlamm und andere Niederschläge ab und steigt durch das Rohr J2 direct aus dem
Schlammsack in den Kessel auf.
Der in Fig. 1 bis 4 gezeigte Schlammsack dient als Stütze für die Seite oder das Ende
der Gewölbe K, welche in Verbindung mit dem Schlammsack den Feuerraum einschliefsen,
so dafs die Verbrennungsproducte in demselben nur nach abwärts durch die Roststäbe entweichen
können.
Die Gewölbe K können aus feuerfesten Ziegeln oder anderem für derlei Zwecke gebräuchlichen
Material hergestellt sein, und sind gegenüber dem unmittelbar über dem Feuerraum
befindlichen Kessel derart angeordnet, dafs ein Verbrennungsraum L zwischen den
Gewölben und dem Kessel geschaffen wird, in welchen die nach abwärts ziehenden Verbrennungsproducte
geleitet werden.
In Fig. ι ist vorliegende Erfindung in ihrer Anwendung auf eine Feuerung mit zwei Feuerräumen
dargestellt, bei welcher in der Mitte zwischen den Roststäben in der Längenrichtung
der Feuerung ein freier Raum gelassen ist; die Gewölbe K stützen ,sich unten auf die Roststäbe
H1 und stofsen oben an die Seitenwände der Feuerung. Hierdurch wird in der Mitte
zwischen den Roststäben bei M ein Durchgang nach aufwärts geschaffen, . welcher dieselbe
Länge hat wie_der Feuerraum und durch welchen die nach abwärts schlagenden Verbrennungsproducte
in den Verbrennungsraum über dem Feuerraum geleitet werden, um längs des Kessels nach hinten zu streichen.
Solche doppelte getrennte Feuerräume können besser geschürt und gleichmäfsiger nachgefeuert
werden als ein Feuerraum, der ebenso grofs ist wie die beiden zusammen, weil die auf einmal
vorzunehmende Brennstoffmenge geringer ist, und weil man zum Schüren und Nachheizen
mehr Zeit aufwenden kann, ohne befürchten zu müssen, dafs die Temperatur im Verbrennungsraum allzusehr abkühlt.
Einfache Feuerräume sind indessen häufig erwünscht, und sind solche in Fig. 4 und 5
dargestellt.
In Fig. 4 befinden sich, wie durch die punktirten Linien angedeutet, die Feuerthür und die
Aschenfallthür an der Vorderseite der Feuerung.
Bei dieser Construction ist ein Raum zwischen den Seitenstäben H1 des Rostes und den
Wänden freigelassen. Die Seitenstäbe H1 stützen das Gewölbe K, welches den Feuerraum
einschliefst; die Verbrennungsproducte aus dem Feuerraum schlagen zunächst nach abwärts durch die Roststäbe und steigen in den
Verbrennungsraum L durch die Durchgänge M zu beiden Seiten desselben auf der ganzen Länge
des Feuerraumes auf.
Um, wenn nöthig, eine gleichmäfsige Vertheilung der Verbrennungsproducte im Feuerraum L
zu erzielen, kann in der Mitte unter den Roststäben und in deren Längenrichtung eine oben
in eine Schneide auslaufende Wand N eingebaut sein, welche auch dazu dienen kann,
den Verbrennungsproducten erhitzte Luft zuzuführen. Dies geschieht mittelst einer oder
mehrerer in der Wand N angeordneten Kammern P, welche mit der äufseren Luft in Verbindung
stehen und im Aschenfall mit Oeffnungen P1 versehen sind, durch welche die in
ihnen enthaltene Luft austritt.
Die Wand N kann auch mit dem hinteren Theil der Feuerung verbunden werden, um
alle nicht vollständig verbrannten Verbrennungsproducte abzuziehen und in den Aschenfall
zurückzuleiten.
In Fig. 5 sind Vorkehrungen getroffen, um alle Verbrennungsproducte von den Roststäben
in das vordere Ende des unmittelbar über ihnen gelegenen Verbrennungsraumes zu leiten,
so dafs die Verbrennungsproducte die ganze Länge desselben durchstreichen müssen. Zu
dem Zweck sind die Roststäbe quer in die Feuerung eingelegt, welche mit seitlichen Feuer-
und Aschenfallthüren versehen ist, wie in punktirten Linien angedeutet ist, und der Rost endigt
vor der vorderen Wand der Feuerung. Das Gewölbe reicht bei dieser Construction von
einer Seitenwand der Feuerung zur anderen und nach abwärts zum Roststab H\ von dem
es gestützt wird. Das hintere Ende des Gewölbes wird von der Wand F gestützt.
Ebenso wie in Fig. 5 kann auch in den übrigen Constructionen der Schlammsack fortgelassen
sein.
Vorliegende Erfindung kann auch bei Lokomobilen oder Lokomotiven angewendet werden,
oder überhaupt dort, wo sich über dem Feuerraum oder an den Seiten desselben ein
Wasserbehälter befindet, der in unmittelbarer Verbindung mit dem Kesselinhalt steht. .
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Feuerung mit nach unten schlagender Flamme, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Durchgänge (M), welche von der Seite eines oder mehrerer Feuerräume in den darüber angeordneten, vom Feuerraum aber durch ein Gewölbe K getrennten Verbrennungsraum (L) führen und darin so einmünden, dafs die Feuergase in den Verbrennungsraum auf dessen gesammter Länge eintreten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70988C true DE70988C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70988D Expired - Lifetime DE70988C (de) | Feuerung mit nach unten schlagender Flamme |
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| DE (1) | DE70988C (de) |
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- DE DENDAT70988D patent/DE70988C/de not_active Expired - Lifetime
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