DE709604C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonformstuecken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonformstuecken

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DE709604C
DE709604C DEB177016D DEB0177016D DE709604C DE 709604 C DE709604 C DE 709604C DE B177016 D DEB177016 D DE B177016D DE B0177016 D DEB0177016 D DE B0177016D DE 709604 C DE709604 C DE 709604C
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DE
Germany
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concrete
centrifugal
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water
centrifugal mold
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Expired
Application number
DEB177016D
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English (en)
Inventor
Albert Schmidt
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ARTHUR BAILER DIPL ING DR
Original Assignee
ARTHUR BAILER DIPL ING DR
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/10Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means
    • B28B21/22Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means using rotatable mould or core parts
    • B28B21/30Centrifugal moulding
    • B28B21/32Feeding the material into the moulds

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonformstücken Vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß die bisher übliche Beschickung von Betonschleuderformen mit yhischgut gleicher Dickigkeit zu erheblichen Nachteilen führt. Es zeigt sich nämlich, daß die w asser- . reicheren Bestandteile infolge ihrer größeren Beweglichkeit unter dem Einfluß der atiftretenden Fliehkräfte in die Teile der Betonformstücke wandern, die den größten Abstand von der Schleuderachse besitzen. Diese Bestandteile enthalten den größten Zementanteil und reichern sich außerdem noch auf dem Wege zu den außenliegenden Teilen der Betonformstücke noch mit Zement an, Es entsteht also eine starke Zementanreicherung gerade an denjenigen Teilen der Betonformstücke, die durch ihre radiale Lage den Fliehkräften am stärksten ausgesetzt sind, daher den höchsten Verdichtungsgrad besitzen und sich demgemäß zur Verwendung in derjenigen Lage der Betonformstücke eignen, in der sie der stärksten Abnutzung unterworfen sind. Das trifft also insbesondere für Pflastersteine, Bordsteine, Platten usw. zu, die auf ihrer die Geh- oder Fahrbahn bildenden Oberfläche den stärksten Verschleißbeanspruchungen ausgesetzt werden. Gerade diese Teile erhalten also das feinste Korn und werden dadurch besonders glatt, d. h. sie eignen sich trotz ihres hohen Verdichtungsgrades nicht für den Zweck, den sie erfüllen sollen.
  • Vorliegender Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile zur Aufgabe gesetzt. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß .der Schleuderform Mischgut verschiedenen Feuchtigkeitsgehaltes derart zugeführt wird, daß an der raub zu haltenden Oberfläche des Betonkörpers das Mischgut mit dem geringsten Feuchtigkeitsgehalt liegt. Durchweg wird die raub zu haltende Seite der Betonformstücke von denjenigen Teilen derselben gebildet, die den größten Abstand von der Schleuderachse besitzen, da diese Teile den höchsten Verdichtungsgrad aufweisen und demgemäß besonders verschleißfest sind. Es liegt aber im Wesen des Erfindungsgedankens, daß beim Auftreten der Beanspruchungen an denjenigen Teilen der Betonfornistiicke. die den geringsten Abstand von der Schleuderachse besitzen, das vriindungsgemä ß vorgeschlagene Verfahren in. :inngemäßer Umkehrung Anwendung zti fin den vermag.
  • Dadurch also, dall an der raub zu llalteiideä? Seite der Betonfornistücke das wasserärmste.' Mischgut liegt, ist eine Zementanreichertin; desselben unmöglich, gleicligiiltig, ob die raub bzw. -riffig zti haltende Seite der Betonforinstiicke in der Schleuderform am nächsten zur Schleuderachse zti oder am weitesten von ihr entfernt liegt. Denn lie-t sie wie in (U n meisten Fällen außen, dann werden zwar die wasserreichen Bestandteile unter Wirkung der Fliehkraft nach außen gelangen. Infolge der Wasserarmut des hier vorgesehenen Mischgutes wird sich dasselbe lediglich so anreichern. daß die übliche Dickigkeit des Mischgutes entsteht, die zti genügend rauben und griffigen Oberflächen führt. Soll aber die raube Oberfläche auf der entgegengesetzt liegenden Seite erzeugt werden, so ist dein zunächst eingebrachten wasserreichen lliscligut die \16-liclilzeit genommen, wasserreiche, mit Zement angereicherte Bestandteile in cler Richtung zur Schleuderachse zu erreichen, so (laß das liier eingebrachte Mischgut geringer Wasserlialtigkeit die Rauliiglce:z erzeugt.
  • Es ist zwar bereits bekanntgeworden, durch Wechsel des Schleudergutes durch Schleudern hergestellte Formkörper aus verschiedenen Schichten aufzubauen. Derartige Vorschläge bezweckten im wesentlichen kiinstlerische Wirkungen oder eine bessere Binclung der verschiedenartigen, zur Herstellung derartiger -'#',cliletiderlcörper dienenden Werkstoffe, indem beispielsweise die Werkstoffe für einzelne Schichten so gewählt wurden, daß sie durch erhöhte Rauhigkeit die angrenzenden Werkstoffschichten gut initeinalider verbinden. Es ist schließlich vorgeschlagen worden, Baustotfmassen aus abwechselnd rascher und langsamer trocknendem Beton in die Schleuderforen einzubringull. Durch dieses Veriahren soll aber nur der Gefahr der Entmischung des Gutes derart begegnet werden, daß keine schädliche Schichtenbildung entsteht, so daß auch bei diesem Verfahren die technische Lehre vorliegender Erfindung noch nicht verwirklicht wird.
  • Im allgemeinen wird es dabei daß der Schleuderform außer einem erdfeuchten, grießigen bz«. strohigen Beton mit ungefähr j °!" U'assergehalt ein bildsamer, schlüpfriger Beton von llörteldicl:iglzeit mit etwa 7 bis 8'/, Wasser zugeführt wird.
  • Wird die Schleuderform in ihrer gesamten Länge in Zeitabständen mit Mischgut' wech-
    ;clnder Iiicl;igheit beschickt, so entsteht ein
    gleichmäl.')iger Werkstolftluß auf der gesamten
    @chleuilerfiirml:inrc, der irgendwelche Un-
    s'
    elin:ißigkeiten in der Zusammensetzung
    Werkstucke ausschließt.
    ie zur Durchführung des Verfahrens, ge-
    ..ignete Vorrichtung lceiinzeiclinet sich dem-
    zweckmäßig durch einen nach den Be-
    tondickigkeiten unterteilten hescliicker, dessen
    Arbeitsräume nacheinander zur Schleuder-
    form zu zu öffnen sind.
    Die Zeiclnituig zeigt eine beispielsweise
    Ausführungsform des I?rliilcltiiigsgeclanken's,
    und zwar gilt
    Abb. i eine Seitenansicht auf eine Trominelschleuderforin zur Herstellung von im Schleuderguß herzustellenden Pflastersteinen, Abb. 2 einen senkrechten Ouerschnitt durch die tronimelförinige Schleuderform gemäß Linie 11-1I der Abb. i wieder.
  • In beiden Abbildungen bezeichnet i die troinnielförinire Schleuderform. die auf ihrer Innenseite finit dein hogenförinigen Gerippe 2 ausgekleidet ist. Die Bauart dieser. Schleudertroinniel ist an sich bekannt und bildet nicht Gegenstand der 1,--rlindtiiig. Die Schließ-und Tragbänder 3 gleiten über die Tragrollen -1. Ein Motor 5 treibt die Trommel über Ritzel ( mid Zahnkranz 7 an.
  • Durch das Innere der Schleudertrommel führt der Schienenstralig 8, auf dein der Beschicker 9 in Forin eifies auf Tragrollen io gelagerten ßescliicl:tingswageils läuft. Dieser Beschickungswagen ist erfindungsgemäß durch die Trennwand i i in zwei Füll- und Aufnahinerätinie 1 2 und 13 unterteilt. In der Trenn«-anti 1i läuft ein Schieber i9, der über Handgriff 1I betätigt «erden kann. Auch der den Füll- und Aufnahmeraum 12 enthaltende Teil des Wagens ist durch den Bodenschieber 13 abgeschlossen, der durch einen Handgriff 16 betätigt wird. Seitlich neben der Schleuderforin liegen die Fiilltrichter 17 urid 18, deren einer mit erdfeuchtem, grießigem, strohigem Beton finit ungefähr 5 % Wasser gefüllt ist. Beton dieser Dickigkeit findet durchweg als Stampfbeton Anwendung. In dein anderen Fülltrichter befindet sich bildsamer, schlüpferiger Beton von Mörteldickigkeit von ungefähr 7 bis 8 °/o Wasser.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung ergibt sich ohne weiteres auf Grund der Darstellung. Es sei angenommen, daß die raube, griffige Oberfläche der Pflastersteine an der größeren Grundfläche derselben erzeugt werden soll, die also in der Trominelforni außen liegt. Demgemäß wird der Raum 12 des Beschickers 9 bei geschlossenem Bodenschiebet 1S und geöftnetein Zwischenschieber über den entsprechenden Trichter mit Beton von Stampfbetondickigkeit beschickt. ' Hierauf wird der Zwischenschieber i9 geschlossen und der Raum i3 mit bildsamem Beton gefüllt. Der Beschicker 9 wird hierauf in den Hohlraum der Trommelform eingefahren und zunächst Bodenschieber 15 geöffnet. Sobald sich der im Hohlraum 12 enthaltende Beton in die Schleuderform entleert und, der Länge des Beschickungswagens 9 entsprechend, über die gesamte Länge der Trommelform gleichmäßig auf die einzelnen Bogenräume 2 verteilt hat, wird der Zwischenschieber i9 eröffnet, so daß der bildsame Beton die Bogenräume :2 auf die gleiche Weise fertig auffüllt. Auf diese Weise «erden die eingangs dargestellten Wirkungen erzielt, Lind man erhält Pflastersteine, die in ihrer Oberfläche nicht nur durch hohen Verdichtungsgrad verschleißfest, sondern .gleichzeitig rauh und griffig sind. Was für Pflastersteine ausgeführt worden ist, gilt sinngemäß für jedes andere Betonformstück.
  • Es liegt im Wesen der Erfindung, daß sie in mannigfachster Weise abgewandelt werden kann. So ist man insbesondere völlig unabhängig von der Form der Trommel, des Beschickers, seiner einzelnen Einrichtungen und der Fülleinrichtungen. Ebenso können zusätzliche Maßnahmen jeder Art Verwendung finden, die beispielsweise aus der Anordnung von Misch- und Rütteleinrichtungen bestehen können, um die gleichmäßigeDickigkeit des Betons in den einzelnen Abteilungen des Beschickers zu erhalten oder seine gleichtnäßige bzw. vollständige Entleerung zu fördern.
  • Insbesondere liegt es im Wesen der Erfindung, daß das, was für den Mischungsbestandteil Zement ausgeführt «-orden ist, sinngemäß für jeden anderen Bestandteil gilt, wenn dessen Verteilung in einer bestimmten, beherrschbaren Weise herbeigeführt werden soll.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Betonformstücken mit Oberflächen, deren Rauhigkeit unabhängig von der Festigkeit der die Oberfläche bildenden Betonschicht veränderlich einstellbar ist, durch Schleudern, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleuderform Mischgut verschiedenen Feuchtigkeitsgehaltes derart zugeführt wird, daß an der rauh zu haltenden Oberfläche des Betonkörpers das Mischgut mit dem geringsten Feuchtigkeitsgehalt liegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleuderform außer einem erdfeuchten, grießigen bzw. strohigen Beton mit ungefähr 5 °/o Wassergeholt ein bildsamer, schlüpfriger Beton von Mörteldickigkeit mit etwa 7 bis 81/, Wasser zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleuderform auf ihrer gesamten Länge in Zeitabständen mit :Mischgut wechselnder Dickigkeit beschickt wird. d.. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch einen nach den Betondickigkeiten unterteilten Beschicker, dessen Arbeitsräume nacheinander zur Schleuderform zu zu öffnen sind.
DEB177016D 1937-01-19 1937-01-19 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Betonformstuecken Expired DE709604C (de)

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