DE709357C - Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten

Info

Publication number
DE709357C
DE709357C DEK150390D DEK0150390D DE709357C DE 709357 C DE709357 C DE 709357C DE K150390 D DEK150390 D DE K150390D DE K0150390 D DEK0150390 D DE K0150390D DE 709357 C DE709357 C DE 709357C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gases
phosphates
sintered
production
furnace
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK150390D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kali Chemie AG
Original Assignee
Kali Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kali Chemie AG filed Critical Kali Chemie AG
Priority to DEK150390D priority Critical patent/DE709357C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE709357C publication Critical patent/DE709357C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten Die Herstellung von Sinterphosphaten in technischem Maßstabe erfolgt in der Weise, daß Mischungen von Rohphosphaten und Alkalisilicaten bzw. Sand und Alkaliverbindungen, gegebenenfalls unter Zusatz anderer Stoffe, in Drehöfen durch direkte Beheizung mit C51-, Gas- oder Staubkohlenfeuerung erhitzt werden, wobei die Feuergase im Gegenstrom zu dem zu sinternden Gut geführt werden.
  • Bei der üblichen Art der Beheizung von Drehöfen ist dabei das Auftreten von Spitzentemperaturen nicht zu vermeiden, was besonders nachteilig ist, wenn Sinterpunkt und Schmelzpunkt der zu sinternden Mischung nahe beieinander liegen.
  • Es wurde nun gefunden, daß , man diesen Übelstand vermeiden kann, wenn man den Feuergasen indifferente Abgase einer Feuerung,- zweckmäßigerweise die Abgase des Drehofens, in dem der Sinterprozeß durch-' geführt wird, zumischt. Auf diese Weise wird einmal das Auftreten von Spitzentemperaturen vermieden, während andererseits die Zone erhöhter Temperatur, auf die Länge des Drehofens gerechnet, je nach der Menge der zugemischten Gase, wesentlich vergrößert ist. . Es hat sich weiter herausgestellt, daß dieses von sehr günstigem Einfluß auf den Sinterprozeß, insbesondere was die Ofenleistung angeht, ist. Der Sinterprozeß ist eine Reaktion, deren Ablauf von der Zeitdauer abhängig ist. Durch die vorstehend geschilderte Arbeitsweise gemäß der Erfindung wird die Zeitdauer, während der die Ofenbeschickung auf der für die Reaktion günstigen Temperatur gehalten wird, erhöht, woraus sich die günstige Wirkung erklärt.
  • An sich ist es bekannt, bei der Herstellung von Sinterphosphaten .den Sinterprozeß in Gegenwart von indifferente Gase enthaltenden Heizgasen durchzuführen, zumal jedes Generatorgas schon an sich indifferente Gase enthält. Es ist auch bekannt, reinen Wasserstoff oder indifferente Gase neben Wasserstoff enthaltende Heizgase für den Sinterprozeß zu verwenden. Solche Mischgase fallen z. B. bei der Ammoniaksynthese an, bei der ständig ein gewisser Anteil der zirkulierenden Gase. aus dem Kreislauf entfernt werden muß, um eine zu starke Anreicherung an indifferenten Gasen, wie z. B. Argon u. dgl., bei diesem 'Prozeß zu vermeiden. Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung handelt es sich indessen um
    ein Zumischen von indifferenken;" praktisch
    keine brennbaren Bestandteilee enthaltenden--
    Abgasen des Sinterprozesses oder anderen'
    Feuerungsabgasen zu den Feuergasen zwei
    Herabsetzung der Spitzentemperatur c..
    Feuergase bzw. zwecks Schaffung einer gf
    ß eren Zone einer Temperatur, die unterha t l b'
    der Spitzentemperatur liegt.
    Es ist ferner bei einem Verfahren zur Her-
    stellung von Schmelzphosphaten beiläufig auf
    die Möglichkeit der Teilzirkulation der Gase
    hingewiesen worden. Sinterverfahren und
    Schmelzverfahren sind aber wesensverschie-
    den voneinander, insbesondere wenn wie im
    vorliegenden Falle Spitzentemperaturen, die
    leicht zu Schmelzerscheinungen Anlaß geben,
    vermieden werden sollen. Ebensowenig hat
    das vorliegende Verfahren mit einem in einem
    elektrisch beheizten Ofen durchgeführten Pro-
    zeß etwas zu tun, bei dem zirkulierende Gase,
    die elektrisch beheizt werden, außerhalb des
    Ofens vom Fluor befreit und wieder dem Ofen
    zugeführt werden, da hier ein Zumischen von
    Feuerungsabgasen zu frischen Feuerungs-
    gasen nicht stattfindet. Schließlich sei noch
    ein Verfahren erwähnt, bei dem der Er-
    hitzungsprozeß in zwei Phasen durchgeführt
    wird derart, daß die Feuergase der ersten
    Phase bei hoher Temperatur durch Überleiten
    über basische Stoffe von ihrem Fluorgehalt
    befreit und die gereinigten Feuergase über
    neues Reaktionsmaterial zwecks Vorerhitzung
    desselben geleitet werden. Ein Zumischen
    von Abgasen der Sinterphosphatlierstellung
    zu den Feuergasen, durch das erst die günsti-
    gen Wirkungen des Verfahrens der vorliegen-
    den Erfindung erzielt werden, findet bei dem
    bekannten Verfahren nicht statt.
    Wie aus vorstehendem hervorgeht, wirkt
    ein Beimischen von Feuerungsabgasen zu den
    Feuergasen stets in dem Sinne günstig, einen
    vorteilhaften Temperaturausgleich in der
    Reaktionszone zu schaffen. Die Bemesssung
    der Feuerungsabgase erfolgt zweckmäßig nach
    Maßgabe der jeweils zu erreichenden günstig-
    sten thermischen Verhältnisse. So mag es
    beispielsweise in manchen Fällen genügen,
    nur 1/5 der Abgase des Drehrohrofens wieder
    zurückzuleiten, während es in anderen Fäl-
    len, um die Spitzentemperaturen mit Sicher-
    heit zu vermeiden, erforderlich werden kann,
    größere Mengen zurückzuführen, beispiels-
    weise 1/s oder 1/, oder den gesamten Anfall an
    Abgasen.
    Ausführungsbeispiel
    #'@Zwecks Vergleichs werden zunächst
    Teile Constantinephosphat von folgender
    ss ammensetzung:
    r :. 29,42 % P2 05,
    48,14 % Ca O,
    1,01 0/0 si 0,,
    nach dem Verfahren des Patents 481 177 mit
    22 Teilen calcinierter Soda und 12,4 Teilen
    fein gemahlenem Quarzsand gemischt. Diese
    Mischung wird in einem Drehrohrofen im
    Gegenstrom geglüht. Die Glühtemperatur
    wird auf i i5o° C in der Calcinierzone ge-
    halten, da bei 118o° C bereits Schmelzbildung.
    des Ofeneinsatzes eintritt. Die Leistung des
    Ofens beträgt 5o t Klinker in 24 Stunden von
    folgender Zusammensetzung:
    26,4 % Gesamt-P, 05,
    25,1 % citratlösliches P,05,
    95,o °/o Aufschluß.
    Das gleiche Rohmehl wird in demselben
    Drehrohrofen im Gegenstrom geglüht, wobei
    jedoch etwa 1/3 der Abgase wieder zurück-
    geführt wird. Durch diese Arbeitsweise ge-
    lingt es, unter Vermeidung der Spitzentempe-
    raturen die Aufschlußzone wesentlich zu ver-
    längern, wobei sich eine Ofenleistung von
    65 t Klinker in 24 Stunden von folgender Zu-
    sammensetzung ergibt:
    26,9 °/o Gesamt-P,0"
    26,2 °/o citratlösliches P, 05,
    97,8 °% Aufschluß.
    Gegenüber dem vorstehenden Beispiel wird
    also der Durchsatz um rund 30 °/o erhöht.

Claims (1)

  1. PATENT ANS YItUCH: Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten durch Erhitzen von Mischungen aus Rohphosphaten und Alkalisilicaten oder Sand und Alkaliverbindungen und anderen Zuschlagstoffen im Drehrohrofen unter Verwendung von im Gegenstrom zu -dem zu sinternden Gut geführten, indifferente Gase enthaltenden Feuergasen, dadurch gekennzeichnet, daß den Feuergasen indifferente Abgase einer Feuerung, insbesondere Abgase des Drehofens, in dem der Sinterprozeß durchgeführt wird, zugemischt werden.
DEK150390D 1938-04-23 1938-04-23 Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten Expired DE709357C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK150390D DE709357C (de) 1938-04-23 1938-04-23 Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK150390D DE709357C (de) 1938-04-23 1938-04-23 Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE709357C true DE709357C (de) 1941-08-14

Family

ID=7252124

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK150390D Expired DE709357C (de) 1938-04-23 1938-04-23 Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE709357C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE709357C (de) Verfahren zur Herstellung von Sinterphosphaten
DE2165595B2 (de) Gesintertes Pellet und Verfahren zu seiner Herstellung
DE1215569B (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Schmelzgussmaterialien
DE1023232B (de) Verfahren zur Veredlung von Aluminium-Silizium-Legierungen
DE2727896B1 (de) Verwendung von Siliciumkarbid-Presslingen als Kupolofenzusatz
AT118623B (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerdeschmelzzement und phosphorhaltigen Gasen.
DE681697C (de) Verfahren zur Herstellung von Gluehphosphaten
DE752568C (de) Gleichzeitige Herstellung von Phosphor und Tonerde sowie eines Rohstoffes zur Erzeugung von hydraulischen Bindemitteln
DE696234C (de) Verfahren zur Herstellung von ammoncitratloeslichen Phosphatduengemitteln
DE887050C (de) Verfahren zur Gewinnung von Eisen, Mangan, Vanadin und Chrom aus huettenmaennischen Schlacken, insbesondere Stahlwerksschlacken
DE2117763A1 (en) Alumina and cement powder - from low grade raw matls
DE876400C (de) Herstellung von Trialkaliorthophosphat
DE408115C (de) Verfahren zur Herstellung von hydraulischen Bindemitteln und Schwefelerzeugnissen aus Kalziumsulfat
DE683849C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd unter gleichzeitiger Gewinnung eines Phosphatduengemittels
DE713176C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochfeuerfesten Baustoffes aus den bei elektrometallurgischen Schmelzverfahren anfallenden Schlacken
DE765736C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Eisen und Tonerde neben einem zur Herstellung eines hydraulischen Bindemittels geeigneten Rohstoff, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Gewinnung von wertvollen Phosphor- und Schwefelverbindungen
AT134624B (de) Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesit oder von solchen enthaltenden feuerfesten Massen.
DE676063C (de) Verfahren zur elektrothermischen Herstellung von gediegenem metallischem Magnesium durch Reduktion oxydischer Magnesiumverbindungen
AT367726B (de) Verwendung eines grobkoernigen kokses als zusatz zum rohmehl fuer das gipsschwefelsaeureverfahren
AT129950B (de) Verfahren zur Herstellung von großkristallischen Metallkörpern.
DE1250331B (de) Verfahren zur Herstellung feuerfester Schmelzgußmateralien
DE548738C (de) Herstellung von Phosphor oder Phosphoroxyden durch Reduktion natuerlicher Calciumphosphate im Geblaeseschachtofen
CH187113A (de) Verfahren zur Herstellung von Calciumsilicid.
DE243839C (de)
DE356530C (de) Verfahren zur Herstellung reinen Zinkoxydes aus unreinem Rohoxyd durch Umdestillation und Wiederoxydation