DE708387C - Verfahren zur Waermemengenzaehlung - Google Patents

Verfahren zur Waermemengenzaehlung

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DE708387C DES114104D DES0114104D DE708387C DE 708387 C DE708387 C DE 708387C DE S114104 D DES114104 D DE S114104D DE S0114104 D DES0114104 D DE S0114104D DE 708387 C DE708387 C DE 708387C
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Description

  • Verfahren zur Wärmemengenzählung Es ist bekannt, die Heizleistungen von Zentralheizungen dadurch zu bestimmen, daß man an den Heizkörper ein Gefäß mit einer Flüssigkeit anbringt, die nach Maßgabe einer durch die Heizung auftretenden Temperaturdifferenz verdampft. Hierbei erfolgt die Messung dadurch, daß die verdampfte Flüssigkeit wieder kondensiert und die Menge des Kondensats bestimmt wird. Gelegentlich ist auch die Volumenabnahme des verdampfenden Stoffes direkt gemessen worden.
  • Das eben geschilderte Verfahren zur Wärmemengenzählung ist nun aber mit derartig schwerwiegenden Mängeln behaftet, daß eine einwandfreie Zählung der von einem Heizkörper abgegebenen Wärmemenge in dieser Weise nicht möglich zu sein scheint.
  • Däe Nachteile sind in dem Vorgange des Meßverfahrens selbst zu suchen und letzten Endes dadurch bedingt, daß zwischen den verschiedenen Temperaturen und den sich danach einstellenden Dampfdrucken keine proportionale Beziehung besteht. Dem hier in Rede stehenden Verdampfungsvorgang liegt vielmehr ein physikalisches Gesetz zugrunde (Clausius-Clapeyronsche Gleichung), das in erster Annäherung zu einer logarithmischen Beziehung zwischen Temperatur und Dampfdruck führt, wodurch eine Abhängigkeit des Zählergebnisses von der jeweiligen. Temperaturlage, bei der die Zählung erfolgt, bedingt ist. Es verhalten sich z. B. die Dampfdruckdifferenzen des Wassers infolge der oben geschilderten Zusammenhänge bei 20 und SoO C zu denen bei 20 und 300 C wie 24 : 1 und nicht wie 6 : I, wie es sich bei Vorhandensein einer geradlinigen Beziehung zwischen Dampfdruck und Temperatur ergeben müßte, so daß je nach der Temperaturlage des Heizkörpers die auf die Einheit der Temperaturdifferenz bezogene verdampfte Flüssigkeitsmenge verschieden groß ist. Nach dem Theorem der iibereinstimmenden Zustände verhalten sich alle Flüssigkeiten bei normalem Druck ähnlich dem Wasser. Zwar hat man versucht, bei Verdampfungsmessern durch Verminderung der wirkenden Temperaturdifferenz des verdampfenden und kondensierenden Stoffes durch derartige Anbringung des Gerätes am Heizkörper, daß es infolge schlecllterWärmeleitfähigkeit zum Heizkörper praktisch nur die Zimmertemperatur annimmt, ein Konstanz der Zählempfindlichkeit unabhängig von Heizkörpertemperaturschwankungen zu erzielen.
  • Dieses Verfahren vergrößert aber den an sich schon schweren Nachteil der Verdampfungszähler, daß eine den Wärmeübergang vergrößernde aufgezwungene Konvdtion eine Verminderung der Zähleranzeige an Stelle einer Vergrößerung zur Folge hat.
  • Neben diesem Sachverhalt verdient aber noch ein zweiter, zahlenmäßig allerdings weniger b edeutungsvoller Umstand Beachtung. Die infolge des Temperaturgefälles ithergeführten Stoffmengen werden nämlich außer von den das Zählergebnis bestimmenden unabhängigen Meßvariablen, den Dampfdrucken und der Zeit, noch durch eine sog.
  • Diffusionskonstante beeinflußt. Nun ist aber diese Größe für die in Frage kommenden Temperaturbereiche durchaus nicht konstant, sondern erheblich temperaturabhängig. Die Diffusionskonstante eines Stoffes steht bekanntlich in naher Beziehung zur inneren Reibung, insbesondere was ihre Temperaturabhängigkeit betrifft. Dieser Umstand bringt neben dem ersten bereits behandelten Zusammenhang eine in gleicher Richtung wirkende weitere fehlerhafte Beeinträchtigung der auf einer Stoffübertragung beruhenden Wärmemengenzählung mit sich, die bisher noch nicht beseitigt worden ist.
  • Beiden angeführten Mängeln gegenüber schafft die Erfindung Abhilfe. Die Erfindung geht von einem Verfahren zur Wärmemengenzählung aus, bei dem unter Ausnutzung eines Temperaturgefälles ein Stofftransport innerhalb eines geschlossenen Gefäßes stattfindet.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch geliennzeichnet, daß eine mindestens annähernd proportionale Beziehung zwischen der den Stofftransport verursachendenWärmemenge und der beförderten Stoffmenge geschaften wird, indem dem temperaturabhängingen steigenden Dampfdruck bzw. der steigenden Löslichkeit bei Erzeugung des Stofftransportes zunehmende \Viderstände entgegengestellt werden.
  • Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich durch die in den Ansprüchen 2 bis I6 angegebenen Maßnahmen, deren Zweck und Wirkungsweise im folgenden näher erläutert ist. Hierbei sind zur Klarstellung der Wirkungsweise noch weitere Einzelheiten vermerkt, die jedoch nicht zum Gegenstand der vorliegenden Erfindung gehören.
  • Der Stofftransport des festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffes kann so vor sich gehen, daß ein flüssiges Sperrmittel vorhanden ist, in dem der feste, flüssige oder gasförmige Stoff sich löst und durch da er hindurch diffundiert, worauf er wieder ausgeschieden wird. Die Herstellung einer proportionalen Beziehung zwischen der den Stofftransport verursachenden Wärmemenge und der beförderten Stoffmenge erfolgt dann dadurch, daß ein solches Sperrmittel verwendet wird, dessen Diffusionskonstante eine derartige Abhängigkeit von der Temperatur aufweist, daß die übergeführten Stoffmengen zumindest nahezu unabhängig von der Höhe der jeweiligen Temperatur sind. Silan wählt als überführbaren Stoff zweckmäßig einen solchen, der in einer bestimmtenn zunächst jedoch noch beliebigen Sperrflüssigkeit mit steigender Temperatur in proportionalen Mengen gelöst wird.
  • Besonders einwandfreie Zählergebnisse erzielt man bei Verwendung einer Flüssigkeit als überführbaren Stoff dann, wenn diese überführbar Flüssigkeit eine mit der Temperatur möglichst stark veränderliche Löslichkeit in der Sperrflüssigkeit besitzt, hingegen die Sperrfiüssigkeit sich möglichst unabhängig von der Temperatur und möglichst wenig in der überführbaren Flüssigkeit löst.
  • Den im vorstehenden behandelten günstigsten Bedingungen für einwandfreie Zählergeb-:lfisse kommen nun bei Verwendung von Wasser als überführbarer Stoff und von organischen Flüssigkeiten als Sperrmittel beispielsweise die Systeme Äthylazetatwasser und ganz besonders Isoamylalkoholwasser sehr nahe.
  • Zur deutlichen Unterscheidung der Sperrflüssigkeit von der überführbaren Flüssigkeit wird zweckmäßig mindestens eine von ihnen gefärbt. Falls beide Phascn, d. h. auch das Kondensat, gefärbt werden sollen, kann man nur Farbstoffe wählen, die in den beiden Phasen verschiedene Farbe aufweisen. Hierfür lassen sich bei dem .System Isoamylalkohol wasser alle Indikatoren verwenden, die einen deutlichen Farbumschlag zwischen den pll-Werten 3 und 7 aufweisen. So nimmt z. B.
  • Methylorange in der stark wäßrigen Phase bei der Verwendung von neutralem Wasser eine Orangefärbung an, in der hauptsächlich Alkohol enthaltenden Phase hingegen eine zitronengelbe Farbe.
  • Es ist grundsätzlich möglich, den Stoff in Richtung tieferer als auch höherer Temperaturen diffundieren zu lassen, letzteres allerdings nur bei nichtgasförmigem Sperrmittel als Diffusionswiderstand. In dem Fall eines Stofftransportes in Richtung höherer Temperatur ist die physikalische Voraussetzung für das Eintreten dieses Vorganges eine zunehmende Löslichkeit des zu überführenden Stoffes mit sinkenden Temperaturen.
  • Ein derartiges brauchbares Stoffpaar ist W asseräth! läther, wobei Wasser als Sperrmittel dient.
  • Auch ein Sperrgas kann zur Anwendung gelangen, wobei die Erhöhung der Sperrwirkung mit steigender Temperatur dadurch bedingt ist, daß das Sperrgas unter hohem Druck gehalten wird. Dieser letzte Weg führt besonders leicht zum Ziel, wenn der Raum des Sperrgases im Verhältnis zu dem von dem überführbaren Stoff eingenommenen Raum so klein ist, daß durch die Wärmeausdehnung des überführbaren Stoffes das Sperrgas stark zusammengepreßt wird. Diese Maßnahme trägt bei Verwendung von gasförmigen Sperrmitteln entweder mit den bisher genannten und hierfür anwendharen Vorkehrungen oder auch selbständig zur Erreichung des mehrfach genannten Zieles bei. Das gleiche läßt sich durch die Anwendung eines mit steigender Temperatur dissoziierenden Sperrgases erreichen. Hierbei wird die Tatsache ausgenutzt, daß der Diffusionswiderstand mit steigender Molekülzahl proportional anwächst.
  • Zum Zwecke einer gesteigerten Druckerhöhung für ein gasförmiges oder flüssiges Sperrmittel mit wachsender Temperatur kann auch ein weiterer nicht überführbarer Stoff mit größerem VVärmeausdehnungskoeffizienten, als ihn das Wandmaterial. des Destillationsgefäßes aufweist, in diesem Gefäß vorgesehen sein.
  • Schließlich erhält man die gewünschte Beziehung zwischen der transportierten Stoffmenge und der 1,3. Potenz der Heizkörpertemperatur, auf die weiter unten eingegangen wird, dadurch, daß als zu befördernder Stoff eine Flüssigkeit nahe ihrem kritischen Druck angewendet wird. Es zeigt sich nämlich, daß in diesem Gebiete der Dampfdruckkurve die relative Steigerung des Dampfdruckes wesentlich weniger steil ist als bei geringen Drucken bzw. Temperaturen und daß man bei einigen Stoffen der gewünschten Beziehung v = T1rS sehr nahekommt, insbesondere wenn dem Gasraum als Sperrmittel ein weiteres Gas zugemischt wird. Diese Zumischung ist schon deshalb vorteilhaft, um die Verdampfungsgeschwindigkeit der zu überführenden Stoffe den praktischen Forderungen anzupassen.
  • Eine wenigstens annähernd lineare Beziehung zwischen Wärmemenge und Zählergebnis kann auch durch Anordnung mechanisch wirkender Mittel herbeigeführt werden. Derartige der Diffusion entgegenstehende. Widerstände können insbesondere durch Bimetalldrosseln dargestellt sein.
  • Es ist zwar schon bekannt, bei an dem Heizkörper anzubringenden Verdampfungswärmezählern einen sich bei steigender Temperatur ausdehnenden Stab anzuwenden, der im Falle der Beheizung ein Ventil öffnet, das beim Erkalten des Heizkörpers schließt, wodurch dann die Verdampfung der Meßflüssigkeit verhindert wird. Die Abhängigkeit der Zählgeschwindigkeit von der Heizkörpertemperatur wird durch diese Einrichtung jedoch nicht im Sinne des Erfindungsgegenstandes verbessert. Im Gegenteil werden die durch die Dampfdruckkurve bedingten Fehler zu hoher Empfindlichkeit bei hohen Temperaturen noch vergrößert.
  • Die richtige Beeinflussung der Zählgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Temperatur kann auch durch gemeinsame Anwendung mechanischer Mittel, wie Bimetalldrosseln, in Verbindung mit der Auswahl der geeigneten, als Sperrmittel wirkenden Stoffe geschehen.
  • Eine Vorrichtung zur Ausführung des im vorhergehenden geschilderten Verfahrens wird zweckmäßig wie bei bekannten Verdunstungswärmemengenmessern so ausgebildet, daß ein an einem Heiz- oder Kühlkörper angebrachtes Gefäß den überführbaren Stoff und den übergeführten Stoff in gesonderten Raumteilen enthält. Dazu kommt dann in einem dritten Raumteil das temperaturabhängige Sperrmittel.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung nach der Erfindung, und zwar stellt Fig. 1 ein Zählgefäß mit einer Bimetalldrossel, Fig. 2 ein anderes Zählgefäß mit einer Flüssigkeit als Sperrmittel während des Meßvorganges dar.
  • Fig. 3 gibt das Zählgefäß nach Fig. 2 in der gekippten Lage und Fig. 4 das gleiche Zählgefäß in dem zählbereiten Anfangszustand wieder.
  • Die Zählgefäße zeigen äußerlich einen ähnlichen Aufbau wie die, die von Einrichtungen zur Durchführung der bekannten Verfahren zur Wärmemengenmessung auf der Grundlage der Verdampfung eines Stoffes her bekannt sind, und die ein Verdampfungsgefäß aufweisen, das über eine Rohrleitung mit einem Kondensationsgefäß verbunden ist.
  • Gemäß Fig. 1 ist an dem Gefäß für den zu überführenden Stoff, kurz Vorratsgefäß I genannt, das eine Flüssigkeit 2 enthält, ein langgestreckter Behälter 3 angeschlossen, dessen dem Verdampfungsgefäß abgekehrtes Ende 4 mit einer Skala 5 zur Ablesung der kondensierten Dampfmenge versehen ist.
  • Innerhalb des langgestreckten Gefäßes 3 und dem Vorratsgefäß 1 benachbart ist an der Stelle 6 die Bimetalldrossel 7 mit ihrem in der Ebene eines Querschnittes des langgestreckten Gefäßes liegenden tellerförmig ausgebildeten Ende 8 als temperaturabhängige Drossel befestigt.
  • Nach den Fig. 2 bis 4 ist das Vorratsgefäß I um eine am Heizkörper g angebrachte Achse 10 in bekannter Weise kippbar angeordhet. In dieses Gefäß 1 hinein ragt das offene Ende In eines langgestreckten Gefäßes 3. Dieses langgestreckte Gefäß, im folgenden kurz Zählrohr 3 genannt, hat gegenüber dem Vorratsgefäß I einen möglichst geringen Querschnitt, damit der Weg, den der zu überführende Stoff bis zu seiner Abscheidung am Ende 4 des Zählrohres zurückzulegen hat, von dem Füllungszustand des Zählrohres 3 möglichst unabhängig ist. In dem Vorratsgefäß I bzw. auch in dem Endteil 4 des Zählrohres 3 ist der überführbare Stoff 12 bzw. I2' enthalten, über den das Sperrmittel 13 geschichtet ist. Aus später zu erörternden Gründen befindet sich in dem Zählgefäß noch ein Gas 14. Der Endteil des Zählrohres 3 ist mit einer Skala 5 verbunden.
  • Die bisher zumeist benutzte Art der Zählung von Wärnieniengen mittels an den Heizkörpern angebrachten Geräten, in denen ein Stofftransport durchgeführt wird, führt nur unter der Voraussetzung zu richtigen Ergebnissen, daß ein konstanter Wärmeübergangskoeffizient zwischen der Heizkörperoberfläche und dem zu beheizenden, beispielsweise mit Luft gefüllten Raum vorhanden ist: denn es wird bei vielen bekannten Geräten der Stoff entweder in den zu beheizenden Raum hineindiffundiert oder in ein Gefäß, das die Raumtemperatur möglichst weitgehend annimmt. Der Wärmeübergangskoeffizient ist aber in starkem Maße von äußeren Redingungen abhängig. Dieser Umstand ist bei der Zählung der Wärmemengen nach dem geschilderten bekannten Verfahren ebenfalls häufig die Ursache gewesen, daß die Wärmemengen falsch gemessen wurden. Man nahm nämlich irrtümlicherweise an, daß die Wärmemenge die der Heizkörper abgibt. dann richtig wiedergegeben würde, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Heizkörperoberfläche und Raumluft integriert wurde. Es ist aber bekannt, daß die abgegebene Wärmemenge ungefähr der 1,3. Potenz der Temperaturdifferenz zwischen Heizkörperoberfläche und Raumluft proportional ist, sofern keine erzwungene Konvektionsströmung an dem Heizkörper herrscht.
  • Um trotz dieses Obelstandes richtige Meßergebnisse zu erhalten, kann man sich nun der im vorhergehenden Teil dargelegten Mittel zur Beeinflussung der Temperaturabhängigkeit des Stofftransportes bedienen und diesen so leiten, daß die abgeschiedenen Stoffmengen der den jeweils vorliegenden Bedingungen entsprechenden Potenz gewöhnlich, d. Ii. bei normalen Heizkörpern der 1,3. Potenz, der Temperaturdifferenz proportional sind. In diesem Fall gibt man dem Gefäß derartige Dimensionen, daß der Kondensationsbehälter die Temperatur der umgebenden Luft annimmt, Andererseits kann man die Schwierigkeit, daß der Wärmeübergangskoeffizient des Heizkörpers noch durch andere Bedingungen. z. B. durch aufgezsvungene Luftströme, beeinflußt wird, dadurch beheben, daß man die Wärmeübergangsmessung durch eine Wärmedul chgangsmessung ersetzt. Bei Wärmedurchgangsmessungen ist es Lihlich, die Temperaturdifferenz an beiden Seiten eines Wärmeleiters aus festem Stoff in Richtung des zu messenden Wärmeflusses zu bestimmen. Dementsprechend wird das Verdampfungs- und Kondensationsgefäß vorteilhaft in einem am Heizkörper angebrachten Wärmeleiter aus festem Stoff in Richtung seines Wärmeflusses angeordnet. Herbei bedient man sich möglichst eines Wärmeleiters mit temperaturunabhängigem oder nahezu temperaturunabhängigem Wärmeleitvermögen. Ferner wird der Wärmeleiter an seiner dem Heizkörper algewanten Seite so geformt, daß die vorhandenen Konvektionsströme den Wärmeleiter ungehindert umspülten köiiueii, so daß durch ihn keine Veränderung des Wärmeüberganges stattfindet. Schließlich gibt man dem Wärmeleiter, damit keine Randverluste an Wärme auftreten, eine quer zur Richtung des Wärmeflusses möglichst große Ausdehnung und wählt die Wärmeleitfähigkeit des Baustoffes so, daß der Temperaturabfall im Wärmeleiter in Richtung des Wärmeflusses nicht erheblich ist. Unter diesen Bedingungen herrschen an der kälteren Seite des Wärmeleiters annähernd die gleichen Wärmeübergangsbedin gungen für die an ihm erhitzte Luft wie an dem Heizkörper selbst. Bei Anwendung eines solchen Wärmeleiters zur Herstellung einer der Wärmemenge proportionalen Temperaturdifferenz benutzt man eine Alethode, die Proportionalität zwischen transportierter Stoffmenge und Temperaturdifferenz gewährleistet.
  • Um nach erfolgter Abscheidung des gesamen, in dem Zählbehälter vorgesehenen überführbaren Stoffes in dem zweckmäßig kalibrierten, vom Heizkörper abgewandten langgestreckten Gefäß eine bequeme und schnelle Rückführung in einen zählbereiten Zustand zu ermöglichen, ist das Zählgefäß um eine waagerechte Achse kippbar. Dies ist eine Maßnahme, die bereits bei den vorerwähnten bekannten Zählern angewendet worden ist. Es hat sich herausgestellt, daß die Entleerung des Kondensgefäßes von der überführbaren Flüssigkeit (im Falle der Anwendung eines flüssigen Sperrmittels) dann besonders leicht vonstatten geht, wenn bei diesem durch Kippen hervorgerufenen Entleerungsvorgang zuerst eine Gasblase in das Kondensgefäß steigt, die bei Wiederherstellung der Normallage des Zählgefäßes das Eindringen der Sperrflüssigkeit ermöglicht.
  • Zu diesem Zweck füllt man das Gefäß nicht ganz bis zur Hälfte mit Flüssigkeit, damit die darüber befindliche Luft im gekippten Zustand in das Zählrohr eintreten kann. Zur Eichung der Zählgefäße auf gleiche Empfindlichkeit - 1 mm Flüssigkeit im Zählrohr muß stets einer bestimmten Wärmemenge (WE/m²) entsprechen - kann man die Unregelmäßig. keiten im Querschnitt, die bei der Herstellung des Zählrohres 3 auftreten, dadurch ausgleichen, daß der Meniskus der Flüssigkeit im Zählrohr gegen die Sperrflüssigkeit I3 sowie der Meniskus der Sperrflüssigkeit 13 gegen das darüber befindliche Gas derartig verändert werden, daß insbesondere zwischen dem Ende 11 des Rohres 3 und dem Meniskus der Flüssigkeit 13 ein einstellbarer ringförmiger Diffusionswiderstand entsteht, dessen Größe man den iibrigen in die Zählung eingehenden Größen anpaßt.
  • Neben dieser im vorhergehenden geschilderten Anwendungsmöglichkeit der Einrichtung nach der Erfindung zur Zählung der von einem Heizkörper abgegebenen Wärmemengen kann man sich des in Rede stehenden Gerätes sinngemäß auch dann bedienen, wenn es sich nicht um Heiz-, sondern um Kühlvorgänge handelt, also nicht die abgegebene, sondern eine aufgenommene Wärmemenge gezählt werden soll. Dieses Zählverfahren stellt nur die Umkehr des Verfahrens und dementsprechend auch der Zählanordnung dar.
  • 1A JENTANSPRÜCHI: I. Verfahren zur Wärmemengenzählung, bei dem unter Ausnutzung eines Temperaturgefälles ein Stofftransport innerhalb eines geschlossenen Gefäßes stattfindet, dadurch gekennzeichnet, das eine mindestens annähernd proportionale Beziehung zwischen der den Stofftransport verursachenden Wärmeinenge und der beförderten Stoffmenge geschaffen wird, indem dem temperaturabhängig steigenden Dampfdruck bzw. der steigenden Löslichkeit bei Erzeugung des Stofftransportes zunehmende Widerstände entgegengestellt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein fester, flüssiger oder gasförmiger Stoff gegen ein flüssiges Sperrmittel befördert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung eines solchen Sperrmittels, dessen Diffusionskonstante eine derartige Abhängigkeit von der Temperatur aufweist, daß die übergeführten Stoffmengen zumindest nahezu unabhängig von der Höhe der jeweiligen Temperatur sind.
    1. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Wasser als überführbarer Stoff und organische Flitssigkeit als Sperrmittel dienen.
    5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Flüssigkeiten gefärbt ist.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Färbung Indikatoren benutzt werden, die einen deutlichen Farbenunterschied in den beiden Phasen aufweisen.
    7. Verfahren nach Anspruch I, dadurch fieluennzeichnet, daß für den zu befördernden Stoff eine nahe an ihrem kritischen Punkt befindliche Flüssigkeit und als Sperrmittel ein Gas verwendet wird.
    8. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sperrgas verwendet und unter so hohem Druck gehalten wird, daß die Sperrwirkung sich mit steigender Temperatur erhöht.
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum des Sperrgases im Verhältnis zu dem von dem überführbaren Stoff eingenommenen Raum so klein ist, daß durch die Wärmeausdehnung des überführbaren Stoffes das Sperrgas stark zusammengepreßt wird.
    10. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit steigender Temperatur dissoziierendes Sperrgas verwendet wird.
    11. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein nicht überführbarer Stoff mit großem Wärmeausdehnungskoeffizienten vorgesehen ist, der nur zum Zwecke der Druckerhöhung für das Sperrmittel bei steigender Temperatur dient.
    12. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch temperaturabhängige Drosseln, insbesondere Bimetalldrosseln, die Sperrwirkung für den zu überführenden Stoff hervorgerufen wird.
    13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis I2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zähler in einem am Heiz-oder Kühlkörper angebrachten Wärmeleiter in Richtung seines Wärmeflusses angeordnet und von dem Wärmeleiter umgeben ist.
    14. Vorrichtung nach Anspruch I3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeleiter ein temperaturunabhängiges oder nahezu temperaturunabhängiges Wärmeleitvermögen besitzt.
    15. Vorrichtung nach Anspruch I3, dadurch gekennzeichnet, daß der den Zähler umgebende Wärmeleiter an seiner dem Heiz- oder Kühlkörper abgewandten Seite so geformt ist, daß die bei der Wärmeübertragung am Heizkörper auftretenden Konvektionsströme den Wärmeleiter ungehindert umspülten können.
    I6. Vorrichtung nach Anspruch I3 mit kippbarem Zähler, dadurch gekennzeichnet, daß ein inaktives Gas oder Gasgemisch zusätzlich in dem Zähler vorgesehen ist.
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