DE70801C - Vorrichtung zur Anbringung von Wand- und Deckentäfelungen - Google Patents
Vorrichtung zur Anbringung von Wand- und DeckentäfelungenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
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- E04F13/07—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor
- E04F13/08—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor composed of a plurality of similar covering or lining elements
- E04F13/0801—Separate fastening elements
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- E04F13/0833—Separate fastening elements without load-supporting elongated furring elements between wall and covering elements not adjustable
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Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Der Grund, dafs die bisher zur Anwendung gekommenen Einrichtungen zur Anbringung
von Wand - und Deckenverzierungen häufig mangelhaft sind, liegt darin, dafs diese Verzierungen
durchweg für eine starre Befestigungsweise eingerichtet sind , jede Bewegung der
Wand- und Deckentheile, die durch eine Ausdehnung, Zusammenziehung oder ein Sacken
derselben veranlafst werden kann, auf die Verzierungen übertragen wird und Sprünge und
Risse in denselben veranlafst, welche die Verzierung verunstalten.
Zweck der Erfindung nun ist, die Vorrichtungen zur Anbringung von Verzierungen an
Wänden, Decken etc. so einzurichten, dafs diese Verzierungen an Wänden sofort nach
dem Bau des Gebäudes etc. angebracht werden können, ohne dafs die Gefahr eintritt, dafs ein
Reifsen oder eine andere Beschädigung der Verzierung aus den erwähnten Anlässen möglich
ist. Die Erfindung hat den weiteren Zweck, die Wände, Decken oder sonstigen Theile des Gebäudes, an denen sie angebracht
werden, feuersicher zu machen, insofern keine brennbaren Stoffe für die Herstellung derartiger
Verzierungen angewendet werden brauchen; aufserdem werden nur trockene Materialien benutzt.
Die verzierten oder flachen Theile oder Blöcke von beliebiger Gröfse und Gestalt werden
aus irgend einem geeigneten Stoff (zweck-,mäfsig feuerfestem), wie Mörtel, Gyps oder
Cement, angefertigt und in geeigneten Metallrahmen geformt, deren Construction aus den
weiteren Ausführungen ersichtlich werden soll.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι der Grundrifs einer Ausführungsform der Hängeschienen, an welcher die Verzierungsstücke oder Tafelungen angebracht werden,
Fig. 2 ein Schnitt nach der punktirten Linie nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Endansicht der Hängeschiene,
Fig. 4 eine Ansicht des Gebälks, an welchem eine Anzahl Hängeschienen angebracht
ist, an denen zwei Getäfelreihen befestigt sind,
Fig. 5 die Einzeldarstellung eines Knopfes, der an einem gewellten Streifen befestigt ist,
welcher in den Cement zur Befestigung der Täfelung an der Hängeschiene eingegossen ist,
Fig. 6 die Ansicht eines Deckenstückes, aus welcher die Art und Weise der Befestigung
der Hängeschienen an den Balken, sowie die Festlegungs - oder Verkleidungsplatte ersichtlich
ist;
Fig. 7 zeigt einen Knopf, dessen Steg spiralförmig gewunden ist und der zum Tragen
eines Deckenstückes dient;
Fig. 8 ist die Ansicht von zwei Verzierungsoder anderen Tafeln, aus welcher durch Darstellung
die an einander stofsenden concaven und convexen Kanten deutlich zu erkennen
sind,
Fig. 9 eine Endansicht von Fig. 8,
Fig. 10 ein mittlerer Schnitt durch eine feuerfeste Platte für Wandverkleidungen; aus
dieser Figur ist die Befestigungsweise des gewellten Streifens an dem Metallrahmen, sowie
die Art und Weise ersichtlich, in welcher der Mörtel, Gyps etc. sich der Gestalt dieses Rahmens
anpafst,
Fig. 11 ein Stück Blech, aus welchem eine
Oeffhung ausgestanzt ist, und welches nach den punktirten Linien aufgebogen werden kann,
um eine andere Form einer Hängeplatte zu bilden;
Fig. 12 zeigt eine solche Hängeplatte nach
der Aufbiegung der Kanten;
Fig. 13 ist eine Endansicht derselben;
Fig. 14 zeigt in Endansicht den Stofs zweier
Platten mittelst Feder und Nuth,
Fig. 15 eine Verbindung mit V - förmigen
Verbindungskanten,
Fig. 16 eine Schnittdarstellung einer Deckenconstruction
mit den Hängeplatten und Federn zum Tragen der Tafelungen;
Fig. 17 stellt einen Knopf mit anders gelenkig ausgebildeter Knopfstange dar;
Fig. 18 ist die Hinter- bezw. Unteransicht einer Tafel oder eines Blockes mit Nuthen zur
Aufnahme von Keilen,
Fig. 19 die perspectivische Darstellung eines Keiles,
Fig. 20 eine Seitenansicht, welche einen Theil einer Wand mit Täfelung darstellt, die
durch eine Keilverbindung befestigt wird,
Fig. 21 die Hinteransicht einer Tafel bezw.
eines Blockes mit Stutzenlöchern,
Fig. 22 ein Querschnitt nach der Schnittlinie von Fig. 21 und
Fig. 23 eine Endansicht des Knopfes mit Gelenksteg (Fig. 17).
Die Einrichtung und Anbringungsweise der Hauptplatte für die Aufnahme der Täfelung
von Wänden, Decken etc. ist folgende:
Die Ausführungsform solcher Hängeplatten nach Fig. 1, 2, 3, 4, 6 und 16 besteht aus
einer Metallplatte A mit Längsschlitz a, der
zur Aufnahme des Kopfes eines Metallknopfes B geeignet ist, welcher zum Halten der Tafeln
oder Blöcke C dient, welche die Decoration oder Verkleidung bilden. An den Enden der
Platten A sind viereckige Oeffhungen b vorgesehen, durch welche ein Nagel oder eine
Schraube eingezogen wird, die in den Pfosten oder das Gebälk greift. Diese Nägel oder
Schrauben werden zunächst durch ein Loch einer Unterlagsplatte D gesteckt, welche verhindert,
dafs der Nagelkopf etc. durch die Oeffhung b hindurchgeht und seinen Zweck,
die Schiene A zu halten, nicht erfüllt. Nach der Darstellung sind diese Oeffnungen erheblich
gröfser als die Köpfe der Nägel oder Schrauben, was absichtlich geschieht, wie aus
folgendem klar wird.
Eine zweite Ausführungsform der Hängeplatte ist in Fig. 11, 12 und 13 dargestellt.
Hiernach werden die Hängeplatten aus Blech ausgestanzt und an den Kanten nach den
,punktirten Linien d aufgebogen, so dafs Flantsche zum Halten der Knöpfe gebildet
werden.
Die Form der zum Halten der Täfelung dienenden Knöpfe ist aus den Fig. 7 und 16
ersichtlich. Der Steg oder die Stange des Knopfes, welcher in der Tafel befestigt wird,
hat die Form einer Spiralfeder, die genügende Steifigkeit hat, um die Tafel zu.halten, gleichzeitig
aber auch die nöthige Elasticität besitzt, um Bewegungen bezw. Schwingungen des Gebälks
bezw. Trägers zuzulassen, ohne diese Bewegung auf die Täfelung zu übertragen. Es empfiehlt sieh besonders die Wahl eines
Knopfes für die Anbringung von Wandverkleidungen, der mit gerader Knopfstange versehen
ist; diese sowohl wie die spiralförmige Knopfstange für die Befestigung von Deckentäfelung
wird in den bezüglichen Tafeln in folgender Weise befestigt.
Die Knopfstangen sind an gewellten Metallstreifen e befestigt, welche Löcher f haben,
und es werden diese Streifen wiederum zweckmäfsig an den inneren Kanten eines Metallrahmens
g bei h angebracht.
In diesen Rahmen wird der Cement, Mörtel oder Gyps oder die sonst für die Verzierung
verwendete, zweckmäfsig feuerfeste Masse in flüssigem Zustande eingebracht, so dafs der
Rahmen ausgefüllt und der gewellte Rahmen von dieser Masse, die durch die Löcher/hindurchtritt
, vollständig umschlossen wird. Es können auch andere Streifen quer in dem Rahmen
g angebracht werden, um die Construction zu verstärken.
Die Kanten des Rahmens g sind entweder gerade, concav oder convex ausgebildet oder
mit Feder und Nuth oder V - förmigen oder anders gestalteten Begrenzungen versehen,
welche ein Ineinanderpassen der Tafeln ohne weite Fugenbildung ermöglichen.
Die vorhandenen schmalen Fugen können durch Ueberstreichen mit Kalkmilch, dünner
Gypsmasse etc. gedeckt werden.
Der Zweck, die Oeffnungen oder Ausschnitte in den Hängeplatten A gröfser als die Köpfe
der Schrauben oder Nägel herzustellen, ist, ein Sacken oder Setzen der Träger etc. oder
eine seitliche Bewegung der tragenden Theile möglich zu machen, ohne dafs diese Bewegung
auf die Verkleidungen übertragen wird. Auf diese Weise wird ein Reifsen und die Bildung
von Sprüngen in den Verkleidungen vermieden, die besonders in neuen Gebäuden fast überall
beobachtet werden können. Bei Befestigung der Hängeplatten A an dem Tragwerk der
Wände oder Decken werden die Nägel oder Schrauben in den Oeffnungen derart angeordnet,
dafs das Tragewerk sich hinreichend sacken kann, ohne die Verkleidung zu reifsen.
Bei Befestigung der Hängeplatten an den Deckenbalken werden die Nägel oder Schrauben
zweckmäfsig unmittelbar in der Mitte dieser Oeffnungen b angebracht, so dafs eine
Bewegung der Balken nach der einen oder anderen Seite eintreten kann, ohne dafs ein
Reifsen der Verkleidung befürchtet zu werden braucht.
Eine andere Ausführungsform eines biegsamen Schenkels oder einer Stange für die
Knöpfe, welche zum Aufhängen bezw. Anbringung der Verkleidungsplatten benutzt werden,
ist die aus Fig. 17 ersichtlich. Hiernach besteht die Knopfstange aus zwei Theilen i
und j, die durch den Stift k derart mit einander verbunden sind, dafs sie sich wie ein
Gelenk gegen einander schliefsen können, je nachdem dies durch die Bewegung des Tragwerkes
veranlafst wird. Diese Ausführungs-· form ist in der Praxis insofern vorzuziehen,
als diese Form bei Herstellung der Decke etc. leichter einstellbar ist.
Die Erfindung soll auf irgend eine besondere Form der Verkleidungsstücke nicht beschränkt
werden. Dieselbe richtet sich vielmehr, nach der Decoration und dem zur Verzierung angewendeten
Muster. Es ist gewöhnlich nothwendig, nach der Anbringung des gröfsten
Theiles der Verkleidungstafeln an der einen oder anderen Stelle das Muster zu schliefsen.
Derartige Schliefstafeln erfordern eine besondere ■ Anbringungsweise; sie erhalten zwei oder
mehr Klemmen oder Federstücke /, Fig. 6, an der unteren Seite, und nachdem alle anderen
Verkleidungstafeln angebracht sind, werden die Schliefstafeln aufgesetzt und eingedrückt, wobeidie
Klemmen über die Kanten der be-4 nachbarten Tafeln greifen und die Schliefstafel
in fester Lage.halten.
Um ein Springen bezw. Bersten der Verkleidungsstücke durch eingeschlagene Nägel
,oder einzuziehende Schrauben zu verhindern, durch welche Verzierungen etc. angebracht
werden sollen, werden in den Tafeln Löcher m vorgesehen, die nach hinten bezw. oben zu
weiter sind, und es werden in' diese Löcher Pflöcke η eingesetzt, die sich mit einem Ende
gegen die Wand oder das Gebälk legen. Alle Nägel oder Schrauben sind in diese Pflöcke
einzuziehen, wobei die keilförmige Gestalt der Pflöcke und der Löcher Veranlassung ist, dafs
beim Eintreiben des Nagels etc. ein Springen der Tafel ausgeschlossen ist. Die Pflöcke
geben so lange nach, bis sie gegen die Unterlage treffen, und werden erst beim weiteren
Eintreiben des Nagels etc. wieder in die konischen Löcher hineingezogen.
Die mit Pflöcken auszufütternden Löcher werden in den Platten überall da angeordnet,
wo Nägel oder Schrauben in die Wände etc. einzuziehen sind. Die einzelnen Platten werden
zweckmäfsig mit Ziffern versehen oder in anderer Weise angezeichnet, um die mit Pflöcken
versehenen Tafeln an die richtige Stelle zu bringen. . Um zu verhindern, dafs die Tafeln,
welche die Verkleidung bilden, beim Druck gegen dieselben nach innen ausweichen, wird
die aus den Fig. 18, 19 und 20 ersichtliche
Einrichtung angewendet. Dieselbe besteht aus der Nuth 0, welche an der hinteren Seite der
Tafel hergestellt wird, und dem Keil ρ mit Leiste q, welche in die Nuth tritt und eine
Verbindung zwischen der Verkleidungstafel und dem Trägerwerk herstellt. Auf diese Weise
werden die Verkleidungstafeln gegen äufseren Druck widerstandsfähig gemacht, ohne die
Eigenschaft zu verlieren, die sie durch die beschriebene Anbringungsweise erhalten haben.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zur Anbringung von Wand- und Deckentäfelungen, dadurch gekennzeichnet, dafs diese an einander passenden Täfelungen (C) auf der Rückseite knopfartige Halter (B) mit eingebetteten, eventuell an Rahmen (g) befestigten Querstangen (e) erhalten,, welche Halter in Schlitze oder Nuthenführungen (a) von Hängeplatten (A) greifen, die an dem Tragwerk derart befestigt sind, dafs eine Bewegung desselben ohne gleichzeitige Bewegung der Hängeplatten und der Täfelung möglich ist, zum Zweck, ein Reifsen der Täfelung zu verhindern.
- 2. Diejenige Ausführungsform der unter 1. genannten Vorrichtung, wonach die Stangen den knopfartigen Halter infolge ihrer Ausbildung als Spiralfedern (Fig. 7) oder Gelenkstangen (Fig. 17 und 23) nachzugeben vermögen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70801C true DE70801C (de) |
Family
ID=344153
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70801D Expired - Lifetime DE70801C (de) | Vorrichtung zur Anbringung von Wand- und Deckentäfelungen |
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| Country | Link |
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0
- DE DENDAT70801D patent/DE70801C/de not_active Expired - Lifetime
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