DE707293C - Selbsttaetige Trimmeinrichtung fuer ein- oder mehrmotorige Luftfahrzeuge - Google Patents

Selbsttaetige Trimmeinrichtung fuer ein- oder mehrmotorige Luftfahrzeuge

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Publication number
DE707293C
DE707293C DEH151282D DEH0151282D DE707293C DE 707293 C DE707293 C DE 707293C DE H151282 D DEH151282 D DE H151282D DE H0151282 D DEH0151282 D DE H0151282D DE 707293 C DE707293 C DE 707293C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aircraft
trim
rudder
engine
screw
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Expired
Application number
DEH151282D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Richard Vogt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RICHARD VOGT DR ING
Blohm and Voss GmbH
Original Assignee
RICHARD VOGT DR ING
Blohm and Voss GmbH
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Publication date
Application filed by RICHARD VOGT DR ING, Blohm and Voss GmbH filed Critical RICHARD VOGT DR ING
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C13/00Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Selbsttätige Trimmeinrichtung für ein- oder mehrmotorige Luftfahrzeuge Infolge des durch die Luftschrauben hervorgerufenen Schraubendralls sind die Strömungsverhältnisse an durch Luftschrauben angetriebenen Luftfahrzeugen weitgehend unsymmetrisch.
  • Als Gegenwirkung zu dem Luftschraubendrehmoment sucht ein im Raum frei schwebendes Flugzeug sich entgegen der Schraubenumlaufrichtung um die Schraubenachse zu drehen. Dieses Bestreben kann nur aufgehalten werden durch .ein entsprechendes ungleiches Auftriebsmoment des linken und rechten Tragflügels. Verschiedener Auftrieb an der linken und rechten Tragflächenseite bedeutet in nächster Folge verschiedenen. Widerstand und daraus resultierend ein Drehmoment um die Hochachse des Flugzeuges, das wiederum nur durch einen entsprechenden Ausschlag des Seitenruders oder eine entsprechende Rudervoreinstellung behoben werden kann.
  • Beim Durchfluß durch die Schraubenebene erhält die Luft nicht nur einen Impuls in axialer Richtung, sondern einen dem augenblicklichen Drehmoment entsprechenden Impuls in Richtung der Schraubendrehung. Mit anderen Worten: der Schraubenstrahl führt hinter der Schraubenebene eine umlaufende Bewegung aus. Dadurch werden alle hinter ihr liegenden Flugzeugteile unsymmetrisch angeströmt. Die Tragrlächen arbeiten rechts und links der Schraube unter vergrößertem bzw. verkleinertem Anströmwinkel und erhöhen infolge ihres verschiedenen Widerstan. des weiterhin die eingangs erwähnte Drehbewegung des Flugzeuges um die Hochachse. Bei den Leitwerken ist die Anströmwinkeländerung von besonders empfindlicher Wirkung, weil dadurch die für den Flugzustand entscheidenden Flächenteile, die Ruder selbst beeinflußt werden.
  • Besonders unangenehm macht sich die unsymmetrische Strömung an einem Flugzeug deshalb bemerkbar, -weil sie nicht von konstanter Größe, sondern als Funktion der Motorleistung und der Fluggeschwindigkeit veränderlich ist und deshalb mit jeder Veränderung des Flugzustandes auch neuausgeglichen werden muß.
  • Die Erfindung behebt diesen Übelstand. Sie geht von der Erkenntnis aus, daß der Drehimpuls des Schraubenstrahls besonders geeignet ist, um als Kraftquelle für den Gegenimpuls herangezogen zu werden. Er ist nämlich nicht nur eine einfache Funktion des Drehmoments, sondern in seiner Abströmrichtung auch .eine Funktion der Fluggeschwindigkeit. Die Drehbewegung des Schraubenstrahls ist beispielsweise stärker bei voller Motorleistung im Steigen als bei der gleichen Motorleistung im Geschwindigkeitsflug. Dieser Umstand ist aber wichtig, weil demnach die Unsymmetrie im Steigen stärker ist als bei großer Geschwindigkeit im Waagerechtflug.
  • Es ist bereits bekannt, eine selbsttätige Trimmeinrichtung für Luftfahrzeuge mit an den Hauptrudern angeordneten Trimmrudern vorzusehen, die in Abhängigkeit von einer auf das Propellerdrehmoment ansprechenden Vorrichtung selbsttätig einstellbar sind. Bei diesen bekannten Einrichtungen erfolgt aber die Steuerung der Trimmruder nicht gleichzeitig auch in Abhängigkeit von der Fluggeschwindigkeit. Deswegen genügen diese bekannten Einrichtungen den vorstehend geschilderten Bedürfnissen nicht, ganz abgesehen davon, daß die Einrichtungen dieser bekannten Bauarten selbst verhältnismäßig verwickelt durchgebildet sind.
  • Die Erfindung bringt eine einwandfreie und einfache Lösung der hier zu bewältigenden Aufgabe, und zwar dadurch, daß die die Trimmimpulse einsteuernde Vorrichtung aus einer im Strahl jeder Luftschraube angeordneten Windfahne besteht, so daß die Trimmregelung gleichzeitig von der Flugzeuggeschwindigkeit abhängig ist.
  • Durch geeignete frbertragungseinrichtun.-gen kann die Bewegung der Windfahne mit der Bewegung der Trimmruder gekoppelt werden, so daß entsprechend der jeweiligen Stellung der Windfahne alle oder einzelne Ruder in Abhängigkeit vom Schraubenstrahl beeinflußbar sind.
  • Der Gegenstand der Erfindung bringt auch dann noch Vorteile, wenn Ursymmetrien bzw. Gleichgewichtsstörungen auftreten, die nicht unmittelbar von der Drehrichtung des Schraubenstrahles herrühren.
  • Liegt beispielsweise die Schraubenschub. richtung so, daß sie nicht durch den Schwerpunkt geht, so entsteht ein Schraubenschubmoment, das naturgemäß eine Funktion der Motorleistung, also der Drosselstellung des Motors ist. Auch solche Momente lassen sich dann über die strahlendrehempfindliche Windfahne ausgleichen. Als Beispiel mag ein Flugzeug gelten, bei dem der Motor hoch über der Tragfläche angebracht ist. Unter dem Schub der Schraube neigt das Flugzeug vornüber zum Kippen, ein Bestreben, das durch eine von der Windfahne gesteuerte Trimmklappe des Höhenruders ausgeglichen wird.
  • Ein anderes Beispiel ist ein Flugzeug, bei dem der Motor nicht in der Symmetrieebene liegt, sondern seitlich versetzt ist. In diesem Falle gleicht man das um eine Hochachse drehende Schraubenmoment über die Beeinflussung des Seitenruders aus.
  • Ein anderes wichtiges Anwendungsgebiet bringen Flugzeuge mit mehreren Motoren. Bei solchen gilt es, nach Ausfall der Leistung eines Motors oder eines Teils desselben größere Drehmomente um die Hochachse auf dem Weg über das oder die Seitenruder auszugleichen. Man bringt in solchem Falle zweckmäßig in den Schraubenstrahl eines jeden Motors eine eigene Windfahne und ordnet für jede Windfahne eine eigene Trimmkante an einem oder auch an allen Seitenrudern an. Zweckmäßig stellt man dann die Trimmruder so ein, daß sie im bevorzugten Flugzustand, das kann in einem Falle der Reiseiiug, im anderen Falle die Höchstgeschwindigkeit sein, ohne Ausschlag in der Flugrichtung stehen. Mit anderen Worten: einer schräg stehenden Windfahne entspricht dann ein in der Fortsetzung des Seitenruders stehendes Trimmruder.
  • Sobald nun ein Motor ausfällt, schwingt die hinter ihm liegende Windfahne aus ihrer Schrägstellung in die drehungsfreie Luftströmung genau in Flugrichtung ein und steuert die zugehörige Trimmkante entsprechend aus und gleicht so den ausfallenden Schraubenschub über das Seitenruder hinweg ganz oder teilweise aus.
  • Windfahnen, die im Bereich des Luftschraubenstromes liegen und zur Einstellung der Hauptrudrer des Flugzeuges dienen, sind an sich bekannt; indessen hat man sie nicht zu dem der Erfindung zugrunde liegenden Zweck herangezogen, wonach die Trimmregelung gleichzeitig von der Flugzeuggeschwindigkeit abhängig wird.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung wiedergegeben sind. Es zeigen: Abb. i die Seitenansicht und Abb.2 den dazugehörigen Grundriß eines einmotorigen Flugzeuges, Abb.3 die Seitenansicht eines Flugzeuges, bei welchem der Motor über dem Schwerpunkt liegt, Abb. 4. ein zweimotoriges Flugzeug im Grundriß, Abb.5 das Seitenleitwerk des Flugzeuges gemäß Abb. 4 in Seitenansicht.
  • Das Flugzeug gemäß den Abb. i und 2 zeigt bei i die Windfahne, die an einem Arm 2 angebracht und um die Achse 3 drehbar ist. Eine Gestängeleitung q. überträgt die Bewegung der Windfahne auf ein am Ende des Seitenruders 5 angebrachtes Trimmruder 6. Im Grundriß erkennt man, daß die Windfahne i entsprechend dem Drall des Schraubenstrahles um einen Winkela ausgeschwenkt steht und dementsprechend einen Ausschlag ß des Trimmruders 6 bedingt, wodurch als weitere Folge das Seitenruder 5 in der Pfeilrichtung p ausgeschlagen wird und der Wirkung des durch den Schraubenstrahl schräg angeströmten Seitenleitwerks durch diesen Seitenruderausschlag entgegenwirkt.
  • Bei dem Flugzeug gemäß Abb.3 liegt der Motor über dem Schwerpunkt S, und dementsprechend verursacht der Propellerschub ein kopflastiges Moment. Der Ausschlag der übereinstimmend mit der vorangegangenen Abbildung benannten Wind- oder Trimmfahne i ist zweckmäßig hier auf ein am Höhenruder 7 sitzendes Trimmruder 8 übertragen und begegnet so dem genannten kopflastigen Moment.
  • Bei dem zweimotorigen Flugzeug gemäß Abb. 4. sitzt hinter jedem Motor eine Windfahne i in gleicher Weise wie bisher. über ein Gestänge werden die Bewegungen beider auf am Seitenruder g getrennt angebrachte Trimmruder i o und i i übertragen.
  • Während beide Wind- oder Trimmfahnen den Ausschlag a angeben, sind die Trimmruder hier zweckmäßig auf o° eingestellt und wirken dann. erst, wenn einer der Motoren ausfällt und die nun axiale Strömung die hinter seiner Luftschraube liegende Wind-oder Trimmfahne ohne Ausschlag nach hinten einschwenken läßt.

Claims (1)

  1. PATEN TANSP1ZUCI-i Selbsttätige Trimmeinrichtung für ein-oder mehrmotorige Luftfahrzeuge mit an den Hauptrudern angeordneten Trimmrudern, die in Abhängigkeit von einer auf das Luftschraubendrehmoment ansprechenden Vorrichtung einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Trimmimpulse einsteuernde Vorrichtung aus einer im Strahl jeder Luftschraube angeordneten Windfahne besteht, so daß die Trimmregelung gleichzeitig von der Flugzeuggeschwindigkeit abhängig ist.
DEH151282D 1937-04-09 1937-04-09 Selbsttaetige Trimmeinrichtung fuer ein- oder mehrmotorige Luftfahrzeuge Expired DE707293C (de)

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DEH151282D DE707293C (de) 1937-04-09 1937-04-09 Selbsttaetige Trimmeinrichtung fuer ein- oder mehrmotorige Luftfahrzeuge

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DE707293C true DE707293C (de) 1941-06-18

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