DE705461C - Schmiervorrichtung fuer die Gelenke umlaufender gekapselter Hohlwellen - Google Patents
Schmiervorrichtung fuer die Gelenke umlaufender gekapselter HohlwellenInfo
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- DE705461C DE705461C DEA85826D DEA0085826D DE705461C DE 705461 C DE705461 C DE 705461C DE A85826 D DEA85826 D DE A85826D DE A0085826 D DEA0085826 D DE A0085826D DE 705461 C DE705461 C DE 705461C
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- oil
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60R—VEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B60R17/00—Arrangements or adaptations of lubricating systems or devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Details Of Gearings (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Schmiervorrichtung für die gekapselten Gelenke von
Schwingachsen oder Doppelgelenkwellen. Bisher wurden diese mit einer Fett- oder Getriebeölfüllung
versehen, die nach einer entsprechenden Laufzeit erneuert werden mußte, Die Fett- oder Getriebeölfüllung hat jedoch
den Nachteil, daß nach Verbrauch eines gewissen Füllungsanteiles das Schmiermittel
nicht mehr an den inneren Gelenkteilen wirksam wird, insbesondere tritt dies dadurch ein,
daß das steife Fett oder das dicke Öl an die Kapselung des Gelenkes geschleudert wird
und erst nach größerer Erwärmung, und zwar beim Stillstand des Fahrzeuges, wieder an
die inneren Gelenkteile gelangen kann. Die Bildung eines wirksamen Schmierfilms ist
daher weit weniger zuverlässig, als wenn das Schmiermittel dauernd unter Druck zugeführt
würde.
Bei Bremswellen oder schwingenden Gestängen ist es bekannt, den Gelenkteilen Öl
unter Druck durch das Innere der hohl ausgebildeten Welle zuzuführen. Eine solche Anordnung
ist aber nur dann ohne weiteres verwendbar, wenn die Ölzufuhr dem tatsächlichen Verbrauch des Schmiermittels an der Gelenkstelle
entspricht oder wenn sie in gewissen Zeitabständen vorgenommen wird. Eine
solche Schmierung kann daher gerade bei hochbeanspruchten Gelenken mit besonders
hohen Drehzahlen nicht zu einer Kühlung der Gelenke beitragen und würde überdies die
umliegenden Fahrzeugteile einer starken Verschmutzung aussetzen. Allein eine Kapselung 3S
der Gelenke aber schafft in diesem Falle keine Abhilfe, da eine solche Kapselung infolge
der fehlenden Rückflußmöglichkeit für das Öl oder das Schmiermittel nicht die Einschaltung
des Gelenkes in einen Schmier-
mittelkreislauf gestattet. Dazu kommt, daß es sich entgegen den bekannten Schmieranordnungen
bei Gelenkwellen für den Radantrieb um dauernd umlaufende Teile handelt,
so daß die Zuleitung des Öles bzw. die Einschaltung des Gelenkes in einen Schmiermittelkreislauf auf besondere Schwie
rigkeiten stößt.
Nach der Erfindung wird eine besonders ίο für hochbeanspruchte Gelenke günstige
Schmierung dadurch erzielt, daß das öl den Gelenken der Hohlwelle durch einen auf der Welle angeordneten, an die Druckölleitung
des Fahrzeuges angeschlossenen '5 Schleifring zugeführt wird, dessen ölnut über
Querbohrungen ,der Welle mit deren Längsbohrung in Verbindung steht, während der
Rückfluß des Öles durch das die Gelenkkapselungen verbindende Schutzrohr erfolgt.
Mit Vorteil ist der auf der Welle angeordnete Schleifring parallel zur Wellenlängsachse geteilt
und zwischen auf der Welle angeordneten Bünden geführt. Um einen leichten Einbau
des Schleifringes ohne zusätzliche Befestigungsmittel, wie Schrauben u. dgl., zu erreichen,
kann der Schleifring in seinem Außendurchmesser so bemessen sein, daß er
sich ohne Spiel in das Schutzrohr der Welle einschieben läßt.
Das mittels des Schleifringes dem Innern der Wellen und von hier den Gelenken zugeleitete
und durch das Schutzrohr der Welle zurückfließende öl vermittelt neben der reinen
Schmierung eine sehr wirksame Kühlung der Gelenkflächen, so daß Freßerscheinungen
u. dgl. mit um so größerer Sicherheit vermieden werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Längsschnitt durch eine
Doppelgelenkwelle veranschaulicht.
In dem Gehäuse 1 eines Ausgleichsgetriebes ist in bekannter Weise das feste Ende 2
der Doppelgelenkwelle 3 gelagert. Das andere Ende 4 der Doppelgelenkwelle, das beispielsweise
als Schiebegelenk ausgeführt sein kann, ist im feststehenden Teil 5 der Bremstrommel
untergebracht und mit dem Antriebszapfen 6 für die Radnabe 7 verbunden. Die Gelenke
sin beiden Wellenenden 2 und 4 sind durch So je eine Manschette 8, 9, die einerseits an
einem Hals ι ο des Ausgleichsgetriebes bzw. an einem Hals 11 der Bremstrommel 5 und andererseits
an einem Schutzrohr 12 der Welle befestigt sind, nach außen dicht abgeschlossen.
Um eine Schmiermöglichkeit durch Drucköl für die Gelenke an den Wellenenden
2 und 4 zu erzielen, ist die Welle 3 mit einer Längsbohrung 13 versehen, die jeweils
bis unmittelbar an die beweglichen Teile der Gelenke herangeführt ist. Vorzugsweise
in der Nähe des Ausgleichsgetriebegehäuscs 1 ist auf der Welle 3 ein Schleifring
:■: 14 angeordnet, dessen ölnut 15 über Querbohrungen
16 der Welle 3 mit deren Längsbohrung 13 in Verbindung steht. Der Schleifring
14 ist in beliebiger bekannter Weise, z. B. wie in der Zeichnung veranschaulicht, mittels
eines Schraubanschlusses 17 und eines Schlauches 18 mit der Druckölleitung des Fahrzeuges
verbunden. Der Anschluß ist von dem Schleifring 14 aus durch eine öffnung 19 des
Schutzrohres 12 herausgeführt und durch eine Manschette 20 aus elastischem Stoff, z. B. aus
festem Gummi, abgedichtet. Zur Führung des Schleifringes 14 in Wellenlängsrichtung
dienen auf der Welle 3 angeordnete Bünde 21, 22. Um den Schleifring auf die Welle aufbringen
zu · können, ist er, ähnlich wie ein Pleuellager, parallel zur Längsachse der go
Welle 3 geteilt. Die beiden Ringhälften können dann durch Schrauben oder auch durch
Federringe (nicht dargestellt) verbunden werden. Besonders einfach gestaltet sich aber die
Befestigung des Ringes ohne Zuhilfenahme zusätzlicher Befestigungsmittel, wenn der
Schleifring 14 in seinem äußeren Durchmesser entsprechend dem inneren Durchmesser des
Schutzrohres 12 gewählt wird. Es ist in diesem Falle nur erforderlich, die Hälften des
Schleifringes zwischen die Bünde 21, 22 einzulegen und das Schutzrohr 12 darüberzuschieben.
Die Rückführung des Öles von dem gekapselten Gelenk erfolgt durch das die beiden
Gelenkkapselungen (Manschetten 8, 9) verbindende Schutzrohr 12. Die Führungseinlage
23 an dem einen Ende des Schutzrohres 12 ist zu diesem Zweck an ihrem Außenumfang mit
Durchbrechungen 24 versehen. Ebenso trägt auch der Schleifring 14 an seinem Außenumfang
angeordnete Durchbrüche 25, die dem Öl den Durchfluß gestatten.
Die erfindungsgemäße Ausbildung einer Gelenkschmierung bringt, insbesondere in der
kalten Jahreszeit, den Vorteil mit sich, daß die beanspruchten aufeinandergleitenden Teile
der Gelenke schon zu Beginn der Inbetriebnahme des Motors über die Druckölleitung
eine Schmierung erhalten, wodurch eine er- no heblich größere Lebensdauer der Gelenke
erzielt wird.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schmiervorrichtung für gekapselte Gelenkwellen mit Ölzuführung durch Längs- und Querbohrungen der Welle zu den Gelenken, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhr des Drucköls aus einem iao Schmiermittelkreislauf zu den radialen Bohrungen der Welle (3) durch einen aufihr angeordneten Schleifring (14) mit einer umlaufenden Ölnut und der Rückfluß des Öles zum Schmiermittelkreislauf durch das die Kreuzgelenkkapselungen verbindende Schutzrohr (12) erfolgt.
- 2. Schmiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der parallel zur Wellenlängsachse geteilte Schleifring (14) in seinem Außendurchmesser dem Innendurchmesser des Schutzrohres (12) to entspricht und zwischen auf der Welle (3) angeordneten Bünden (21, 22) geführt ist.
- 3. Schmiervorrichtung nach Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifring (14) am äußeren Umfang mit in Längsrichtung der Welle (3) verlaufenden Durchbrechungen (25) versehen ist. >Hierzu 1 Blatt Zeichnungenberlin. GiU)Pi α;r in iii:h hku'.iisihuckkiiei.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA85826D DE705461C (de) | 1938-02-13 | 1938-02-13 | Schmiervorrichtung fuer die Gelenke umlaufender gekapselter Hohlwellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA85826D DE705461C (de) | 1938-02-13 | 1938-02-13 | Schmiervorrichtung fuer die Gelenke umlaufender gekapselter Hohlwellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE705461C true DE705461C (de) | 1941-04-29 |
Family
ID=6949605
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA85826D Expired DE705461C (de) | 1938-02-13 | 1938-02-13 | Schmiervorrichtung fuer die Gelenke umlaufender gekapselter Hohlwellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE705461C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2925885A (en) * | 1956-01-11 | 1960-02-23 | Henry J Kaiser Company | Lubrication apparatus |
| DE8904500U1 (de) * | 1989-04-10 | 1990-05-10 | Bolz sen., Alfred, 7988 Wangen | Einrichtung zur zentralen Druckschmierung für einen Konus-Schneckenmischer |
| DE19720950A1 (de) * | 1997-05-17 | 1998-11-19 | Same Deutz Fahr Spa | Schmiervorrichtung |
-
1938
- 1938-02-13 DE DEA85826D patent/DE705461C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2925885A (en) * | 1956-01-11 | 1960-02-23 | Henry J Kaiser Company | Lubrication apparatus |
| DE8904500U1 (de) * | 1989-04-10 | 1990-05-10 | Bolz sen., Alfred, 7988 Wangen | Einrichtung zur zentralen Druckschmierung für einen Konus-Schneckenmischer |
| DE19720950A1 (de) * | 1997-05-17 | 1998-11-19 | Same Deutz Fahr Spa | Schmiervorrichtung |
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