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Achslager mit Tauchschmierung für Schienenfahrzeuge Achslager mit
Tauchschmierung für Schienenfahrzeuge, bei welchen der Tauchkörper in einer Lagerbüchse
umläuft, die in ihrem unteren Teil. Verbindungskanäle zum Schmiermittelvorrat aufweist,
sind bereits vorgeschlagen worden. 'Derartige Achslager, wie überhaupt Achslager
mit ringförmiger Lagerbüchse und verhältnismäßig kleiner Lagerluft, haben den allgemeinen
Nachteil, daß Achsschenkel und Lagerbüchse nach längerem Stillstand aneinanderkleben.
Dies mag zum Teil darauf beruhen, daß der Schmiermittelfilm im tragenden Teile durch
das Eigengewicht des Fahrzeuges zusammengedrückt und verdrängt wird, 'so daß der
Abstand der Lagerbüchse vom Achsschenkel auf die Größenordnung bei halbflüssiger
oder gar bei trockener Reibung sinkt, zum anderen Teil mag das Schmiermittel wahrscheinlich
infolge der noch vorhandenen, aber nicht mehr abgeleiteten Lagerwärme leichter oxydieren,
d. h. verharzen. Dieses Kleben erschwert das Anfahren der Fahrzeuge, und zwar um
so mehr, je größer der Durchtnesser des umlaufenden Teiles im Lager ist. Infolge
dieses Klebens können Schienenfahrzeuge, auf deren Achsschenkel Tauchkörper aufgezogen
sind, kaum von Hand bewegt werden. Das hindert die Anwendung der sonst brauchbaren,
auf dem Achsschenkel befestigten Tauchkörper in Verbindung mit hohlzylindrischen
Lagerbüchsen.
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Erfindungsgemäß wird bei Achslagern für Schienenfahrzeuge mit einem
in der Hohlzylinderbüchse umlaufenden und auf der Achse befestigten Tauchkörper
das Kleben beim Anfahren dadurch bekämpft, daß mehrere Schöpfräume mit keilförmigen
Einlaufräumen über die ganze Länge des Tauchkörpers vorgesehen und an ihren Stirnseiten
durch Innenflansche der Lagerbüchse abgeschlossen sind. Diese Schöpfräume stellen
also Erweiterungen des Sichelspaltes zwischen Tauchkörper und Lagerbüchse dar, so
daß die mögliche Haftfläche zwischen Tauchkörper und Lagerbüchse stark vermindert
ist. Während des Betriebes wird das C51 am Ausfließen aus den über die ganze Länge
des Tauchkörpers verlaufenden Schöpfräumen teils durch die Innenflanschen der Lagerbuchsen,
teils durch die Fliehkraftwirkung verhindert. Sollten dennoch Lässigkeitsverluste
eintreten, so sind diese unbedenklich, weil die vom Achsschenkel und der Lagerbuchse
umschlossenen Hohlräume auf der aufsteigenden Seite des Achsschenkels wegen der
Lagerluft immer kleiner werden und infolgedessen ein Teil des Öles ohnehin verdrängt
werden muß. Es ist nicht schwierig, die Lässigkeitsverluste geringer zu halten als
die verdrängten ölmengen. Sofern nur verhältnismäßig wenig Schmiermittel durch Lässigkeit
verloren werden kann, hält sich das
01 infolge der Innenflanschen an der
Lagerbüchse auch bei Stillstand längere Zeit in den Schöpfräumen und wird beim Anfahren
dank der Einlaufkeile schneller zwischen die arbeitenden Flächen gelangen. Derartige
Schmierrnittelansammlungen unterliegen aber
| auch infolge ihrer verhältnismäßig großen |
| Dicke nur in geringem Maße den nachteiligen |
| Wirkungen der Wärme eines stillstehenden |
| Lagers. |
| In weiterer Durchführung des Erfmdun'w |
| gedankens- kann eine zum Ölwechsel be rä: z. |
| Aufschöpfvorgang zusätzlicheFrischölfüllung |
der Schöpfräume mittels umlaufender Fördervorrichtungen vorgesehen sein, die das
Schmiermittel den Schöpfräumen über das Innere des Tauchkörpers zuführen. Derartige
Maßnahmen haben den Vorteil eines Durchspülens der Schöpfräume während des Umlaufes'des
Tauchkörpers, so daß nicht nur für die vollständige Füllung der Schöpfräume, sondern
auch für bessere Kühlung des Lagers gesorgt wird. Zwar wird das Schmiermittel bei
dieser Anordnung während eines längeren Stillstandes nicht so leicht zusammengehalten,
denn es kann aus den jeweils höherliegenden Schöpfräumen durch die im Innern des
Tauchkörpers verlaufenden Kanäle abfließen. Aber dieser nur während des Anfahrbeginnens
auftretende Nachteil wird bei weitem durch die dauernd wirksamen Vorteile der Durchspülung
und Kühlung aufgewogen.
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Es ist zwar bereits bekanntgeworden, auf der Oberfläche umlaufender
Achsen oder Wellen napfartige Vertiefungen anzuordnen. Die in derartigen Vertiefungen
angesammelten Schmiermittelmengen sind jedoch zu gering, um das Kleben verhindern
zu können. Man hat weiterhin in-den Lagerflächen für Achsen oder Wellen mehrere
Speichernuten mit anschließenden Einlaufkeilen als Zuführungsnuten für das Schmiermittel
vorgesehen. In derartigen Fällen handelt es sich jedoch nicht um Tauchschmierungen
für Schienenfahrzeuge, bei denen die Verstärkung des Achsschenkels durch den aufgesetzten
Tauchkörper, die zur Vermeidung von Dichtungs-und Einbauschwierigkeiten beim Aufziehen
der Räder auf die Achse erforderlich ist, die mögliche Haftfläche zwischen Tauchkörper
und Lagerbüchse besonders vergrößert, so daß bei derartigen Lagern die erfindungsgemäß
gelöste Aufgabe nicht auftrat.
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Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens,
und zwar gibt Abb. i einen senkrechten Längsschnitt durch ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Achsläger wieder, während Abb. 2 einem senkrechten Querschnitt durch die Innenteile
des Achslagers nach Linie II-II der Abb. i entspricht.
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Auf den Achsschenkel i ist der Tauchkörper aufgeschrumpft, der aus
der Hülse 2 und der fest mit dieser verbundenen Hülle 3 aus Lagermetall besteht
und in der ringzylindrischen, zweiteiligen Lagerbüchse 4 um-
| läuft. Die Lauffläche der Hülle 3 wird durch |
| Eintauchen in den Schmiermittelvorrat in ein- |
| ;chster Weise geschmiert. . |
| ;fit@,t,#rfindungsgemäß kennzeichnet sich ein der- |
| :ges Achslager mit Tauchschmierung für |
| Bienenfahrzeuge, bei dem der Tauchkör- |
| per 2, 3 in einer Lagerbüchse q. umläuft, die in |
| ihrem unteren Teil Verbindungskanäle 5 zum |
Schmiermittelvorrat 6 aufweist, dadurch, daß mehrere Schöpfräume 71, 72, 7s usw.
mit keilförmigen Einlaufräumen 81' und 82', 82" und 8g, 8g' und 84 usw. über die
ganze Länge des auf der -Achse befestigten Tauchkörpers vorgesehen und an ihren
Stirnseiten durch Innenflansche io der Lagerbüchse q. abgeschlossen sind. Die Schöpfräume
sind besonders deutlich aus Abb. 2# zu erkennen.
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Die Lagerbüchee q., welche den Tauchkörper 2, 3 aufnimmt, ist senkrecht
zu ihrer Längsachse nach einer Mittelebene unterteilt und mittels eines balligen
Wulstes gegen Verschiebung in der axialen Richtung gesichert und gleichzeitig gegenüber
dem Achslagergehäuse in bekannter Art selbsteinstellend. Das Achstagergehäuse ist
unterhalb des Tauchkörpers und der Lagerbüchse bei 6 zu einem Schmiermittelvorratsbehälter
ausgestaltet. Das in diesem angesammelte Schmiermittel tritt durch die Bohrung 5
in den Zwischenraum zwischen der Lagerbüchse q. und der Lagermetallhülle 3.
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In der weiteren Durchführung des Erfindungsgedankens ist eine zum
Ölwechsel beim Aufschöpfvorgang zusätzliche Frischölfüllung der Schöpfräume mittels
umlaufender Fördereinrichtungen, die das Schmiermittel den Schöpfräumen über das
Innere des Tauchkörpers zuführen, vorgesehen.
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Das Schmiermittel wird durch ein mit dem Achsschenkel i umlaufendes
Organ i i auf den Auffangschirm 12 am Deckel 13 des Achslagergehäuses gefördert
und gelangt von hier über die Tülle 14 am Deckel 13 in eine mit dem Achsschenkel
umlaufende Schleudertrommel 15 und von dieser infolge der Fliehkraft durch
kurze Axialbohrungen 16, die nahe dem größten Trommeldurchmesser liegen, über eine
ringförmige Ausnehmung 17 in Längsbohrungen 18 im Tauchkörper 2. Aus diesen fließt
das Schmiermittel durch je zwei in Umfangsrichtung geneigte Querbohrungen i9, 20
in die Schöpfräume 71, 72, 7s usw. .
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Bei dieser grundsätzlich bereits anderweit vorgeschlagenen Anordnung
wird während des Betriebes zusätzlich zum Aufschöpfvorgang fortgesetzt Frischöl
in die Schöpfräume gefördert und diese daher ständig von Öl durchspült. Dies hat
eine bessere Kühlung des Lagers zur Folge.
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Wie die Abb. i zeigt, sind die an den
Innenflanschen
der Lagerbüchse ¢ anliegenden Stirnflächen des Tauchkörpers in bekannter Art mit
keilförmigen Einlaufräumen 2 i versehen, so daß auch diese Flächen zuverlässig geschmiert
sind. ...