DE705459C - Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge - Google Patents

Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Info

Publication number
DE705459C
DE705459C DED74330D DED0074330D DE705459C DE 705459 C DE705459 C DE 705459C DE D74330 D DED74330 D DE D74330D DE D0074330 D DED0074330 D DE D0074330D DE 705459 C DE705459 C DE 705459C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gassing
pests
pressure
room
chamber
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED74330D
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Peters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH
Original Assignee
Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH filed Critical Deutsche Gesellschaft fuer Schadingbekampfung GmbH
Priority to DED74330D priority Critical patent/DE705459C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE705459C publication Critical patent/DE705459C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schäc#linge Es ist bereits bekannt, zur Bekämpfung tierischer Schädlinge gasförmige oder flüssige Chromverbindungen, insbesondere Chromylchl.orid in Mischung mit oxydierenden gasförmigen oder vergasbaren Stoffen, -wie Chlor, Brom, Jod, Ozon, Wasserstoffsuperoxyd usw., zu verwenden. Weiterhin ist auch die Verwendung eines Gemisches von schwefliger Säure und Luft, das einem Ozonisierungsvorgang unterworfen worden ist, für die Vertilgung von Ungeziefer vorgeschlagen worden. Bei diesen bekannten Verfahren sind die flüchtigen Chromverbindungen und die schweflige Säure als die wirksamen Hauptbestandteile der Mischung anzusehen.
  • Bei Versuchen, tierische Schädlinge, wie Motten, Wanzen, Flöhe oder Kornkäfer, mit Hilfe von Ozon bzw. ozonhaltigen Gasen zu bekämpfen, hat es sich gezeigt, daß man nicht ohne weiteres brauchbare Ergebnisse erzielen kann. Wie gefunden wurde, gelingt aber die Bekämpfung der Schädlinge in ausgezeichneter Weise, wenn man ozonhaltige Gase, wie Luft, bei gewöhnlichem, erhöhtem oder wenig unter Atmosphärendruck liegendem Druck ozonisiert und das ozonisierte Gasgemisch bei erheblichem Unterdruck zur Einwirkung auf die Schädlinge bzw. die von diesen befallenen Gegenstände oder Stoffe bringt.
  • Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Druck in der Begasungskammer so einzustellen, daß er nicht wesentlich mehr als 1/2 Atmosphäre absolut beträgt. Mit Vorteil arbeitet man aber bei niedrigeren Drucken, z. B. etwa 5o bis 250mm Quecksilber.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfindung werden die Gase im Kreislauf nutzbar gemacht, z. B. derart, daß sie aus dem Begasungsraum abgesaugt, unter Kompression der Ozonisiervorrichtung zugeführt und nach Ozonisierung unter passender Druckerniedrigung wieder in den Begasungsraum zurückgeführt werden.
  • Ferner kann nach der Erfindung die Begasung abwechselnd mit stark erniedrigten und höheren Drucken, wie gewöhnlichem, erhöhtem oder wenig erniedrigtem Druck, durchgeführt werden. Hierdurch kann man das Eindringen der Gase in die zu behandelnden Gegenstände wesentlich begünstigen.
  • Zur Durchführung des Verfahrens kann man sich bekannter Ozonisierungsvorrichtungen, z. B. einer Einrichtung für dunkle elektrische Entladungen oder einer ultravioletten 1-ampe, bedienen, deren Strahlen durch ein Ottarzfenster auf (las zti ozonisierende Gax oder Gasgemisch fällt. Zur Förderung des ozonisiertest Gases in den Begasungsraum bzw. des zur Einwirkung gebrachten Gases aus dem Begasungsraum kann man sich bekannter Druckpumpen bzw. Saugdruckpumpen bedienen. Die Begastnig kann in einer oder mehreren Kammern gleichzeitig oder aüfeinanderfolgend durchäeführt werden, z. B. derart, daß abwechselnd die eine Kammer mit dem zu begasenden Gut beladen wird.
  • rwid die andere Kammer begast wird, oder daß die Gase, nachdem sie die eine Kammer passiert haben, zwecks weiterer Ausnutzung durch eine andere Kammer oder mehrere andere Kammern geleitet werden.
  • Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele von Anordnungen zur Durchführung des Verfahrens.
  • Die in Abb. i veranschaulichte Anordnung besteht aus der Saugdruckpumpe A, der Ozonisiervorrichtung B und der Begasungskammer C. Die Saugdruckpumpe A ist durch Leitung a mit der Ozonisiervorrichtung B, letztere durch Leitung b mit der Begasungskainmer C und diese durch Leitung c mit der Saugdruckpumpe A verbunden. Das zu ozonisierende sauerstofilialtige Gasgemisch, z. B. Luft, wird durch Leitung d der Pumpe A zugeführt und durch Leitung b mit gewünschtem Druck in die Ozonisiervorrichtung B gedrückt. 1n der Leitung b ist ein Entspannungsventil o. dgl. e vorgesehen, welches gestattet. das ozonisierte Gas mit gewünschtem Unterdruck in die Begasungskammer C einzuführen. Die Leitung c gestattet das Absaugen des Gases aus der Kammer C unter Bewegung im Kreislauf durch Pumpe A und OzonisiervorrichtungB usw.
  • Abb. a veranschaulicht eine Anordnung finit zwei Begasungskammern C' und C'=. Im einzelnen stellt A die Saugdruckpumpe dar, die durch die Leitungena, b und c mit den Begastitigskaminern C' und C= in Verbindung steht. Von der Saugdruckpumpe A führt die Leitung a' nach der Ozonisiervorrichtung B, die durch die Leitung b mit der Begasungskammer C' verbunden ist. In der Leitung b befindet sich ein Drosselventile, durch welches das ozonisierte Gas auf den gewünschten Unterdruck entspannt wird. Von der Leitung b zweigt die Leitung a= ab, die nach der Begasungskammer C= führt. Die BegasungskammernC' und C= sind durch die Leitungen c' und c= über eine -eineinsame Leitung c an die Saugdruckpumpe ,1 angeschlossen.
  • Die beiden Begasungskammern Cl und können abwechselnd beladen und begast werden. 1n diesem Falle wird das zu ozonisierende sauerstoffhaltige Gasgemisch, z. B. Luft, durch die Leitung d der Pumpe A zugeführt.
  • - Soll die Kammer C' begast werden, so werden durch die Abschlußvorrichtungen j' und h2 (Hähne o. dg1.) die Zuleitungen zu der Kammer C" abgeschlossen, während durch Offnen der Hähne f 11 und Ir' das wirksame Gas durch die Zuleitinig ct' b nach der Kammer C' geleitet «-ird.
  • Sobald die Begasunri in dur \'akuumkantinerC' beendet ist. kann durch Offnen der entsprechenden Hähne f= und h= die Verbindung mit der Begastingskaninier C= liergeste llt «-erden. Die Kammer C' kann gleichzeitig entsprechend abgeschlossen und entladen werden.
  • Es ist bereits bekannt, Getreide, Hülsenfrüchte oder Mehl durch Behandeln mit Ozon oder ozonisierter Luft in einer evakuierten Kammer ztt behandeln, zu dein Zwecke, darin befindliche K(-isne ztt vernichten und gleichzeitig Bleichwirkung zti erzielen. Aus diesem bekannten Bleich- und Sterilisierungsverfahren konnte aber nicht geschlossen werden, daü> es möglich sein würde, tierische Schädlinge der obengenannten Art, welche erhebliche. Widerstandsfähigkeit besitzen, sowie deren Brut mittels ozonisierter Luft zu vernichten. Dies war um so weniger vorauszusehen, als es sich bei ozonisierter Luft um ein Gasgemisch handelt, das als Giftstoff in dem bei der Schädlingsbekämpfung üblichen Simi nicht anzusprechen ist. Hinzu kommt, daß das Vorhandensein geringer Mengen von Ozon in der Atmungsluft für höhere Lebewesen nicht als schädlich angesehen wird. Es mußte infolgedessen überraschen, daß gerade bei stark vermindertem Druck, also bei geringer Konzentration des Ozons, die erstrebte Abtötung der Schädlinge in ausgezeichneter Weise gelingt. Auch die Tatsache, daß bei den bekannten Verfahren das Mehl o. dgl. in eine evakuierte Kammer gebracht werden soll, in welche dann auch die ozonisierte Luft eingeführt wird, konnte der Fachwelt nicht den Gedanken übermitteln, dal.) man durch Einwirkung ozonhaltiger Gase: auf Schädlinge, wie '-Motten, Wanzen, Flöhe oder Käfer, bei erheblichem Unterdruck, z. B. '/,Atmosphäre und wenigt-r. tödliche Wirkungen erzielt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schädlinge, dadurch gekennzeichnet. daß nian sauerstoffhaltige Gase, wie Luft, bei gewöhnlichetn, erhöhtem oder wenig unter Atmosphärendruck liegendem Druck ozu nisiert und das ozonisierte Gasgemisch bei erheblichem Unterdruck, z. B. etwa '. :_ Atmosphäre absolut, oder geringeren Drucken, z. B. bei etwa 2o bis 25o mm Quecksilber, auf die Schädlinge bzw. die die Schädlinge enthaltenden Stoffe oder Gegenstände einwirken läßt, zweckmäßig derart, daß abwechselnd stark erniedrigte und höhere Drucke verwendet werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r, bestehend aus mindestens einem Begasungsraum, einer dem Begasungsraum vorgeschalteten Ozonisierungsvorrichtung, z. B. einer Quarzlampe, und einer der Ozonisierungsvorrichtung vorgeschalteten und zugleich mit dem Begasungsraum in Verbindung stehenden, sowohl als Saug- als auch als Druckpumpe verwendbaren Pumpe, welche auf der Druckseite mit einer vorteilhaft regelbaren Drosselstelle versehen ist und mit der Ansaugseite derart mit denn Begasungsraum verbunden ist, daß sie den für die Begasung .erforderlichen Unterdruck erzeugen kann. Hierzu r Blatt Zeichnungen
DED74330D 1937-01-10 1937-01-10 Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge Expired DE705459C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED74330D DE705459C (de) 1937-01-10 1937-01-10 Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED74330D DE705459C (de) 1937-01-10 1937-01-10 Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE705459C true DE705459C (de) 1941-04-29

Family

ID=7061624

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED74330D Expired DE705459C (de) 1937-01-10 1937-01-10 Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE705459C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1622473B1 (de) Verfahren und technische ausfü hrung zur desinfektion und hal tbarmachung von lebensmitteln und anderen produkten mittels o3 , o2 , co2 argon, uv-c licht und ultraschall im vakuum
DE3603900A1 (de) Trinkwasserreinigungseinrichtung
DE2822818A1 (de) Verfahren und mittel zum desinfizieren von wasser
DE3237082A1 (de) Verfahren zum sterilisieren eines gegenstandes
DE2826108B2 (de) Verfahren zur Zerstörung von Gutbrücken, die sich innerhalb eines Behälters gebildet haben
DE202018102846U1 (de) Desinfektionsmittel aus wirkungsverstärktem Natriumhypochlorit
DE102008015068A1 (de) Elektrodiaphragmalyse
DE19640839A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Desinfektion eines medizinischen Gerätes
DE19506631A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Begasung von schädlingsbefallenen Gegenständen oder Vorräten
DE705459C (de) Verfahren zur Bekaempfung tierischer Schaedlinge
DE102018117534A1 (de) Viruzides Desinfektionsmittel, dessen Verwendung sowie Verfahren zum Desinfizieren einer Fläche
DE19706842C2 (de) Inertbegasung mit subletalem Zusatz
DE901840C (de) Verfahren zur Erhoehung der keimtoetenden Wirkung von Desinfektionsmitteln
DE2143396A1 (de) Verfahren zur Sterihsierung von Wasser
DE69510625T2 (de) Verfahren fuer die diffusion eines riechenden stoffs
DE102020002883A1 (de) Desinfektionsmittel und Anti-Virus-Staticum
DE19813894A1 (de) Doppelbegasung
DE19620050C2 (de) Verfahren und Einrichtung zum Bekämpfen von Schädlingen mit Isothiocyanaten
DE872491C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE514775C (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE1049623B (de) Verfahren zur Befreiung pflanzlicher Produkte von Insekten
DE860729C (de) Verfahren zur Schaedlingsbekaempfung in Muehlen od. dgl.
DE730197C (de) Verfahren zum Sterilisieren
DE660692C (de) Verfahren zur gefahrlosen und handlichen Verwendung von Brom
DE104438C (de)