DE901840C - Verfahren zur Erhoehung der keimtoetenden Wirkung von Desinfektionsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der keimtoetenden Wirkung von Desinfektionsmitteln

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DE901840C
DE901840C DES25458D DES0025458D DE901840C DE 901840 C DE901840 C DE 901840C DE S25458 D DES25458 D DE S25458D DE S0025458 D DES0025458 D DE S0025458D DE 901840 C DE901840 C DE 901840C
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DE
Germany
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disinfectants
disinfectant
waves
germicidal effect
frequency spectrum
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DES25458D
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English (en)
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Rudolf Kuerth
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RUDOLF KUERTH
Original Assignee
RUDOLF KUERTH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/60Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with electric currents without heating effect
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Erhöhung der keimtötenden Wirkung von Desinfektionsmitteln Die keimtötende Wirkung der Desinfektionsmittel beruht in der Hauptsache auf dem Eindringen in den Bakterienleib und der Wirkung in diesem. ' Die Kleinstlebewesen (Bakterien usf.) setzten dem Eindringen der Desinfektionsmittel durch ihre Hüllschichten Widerstand entgegen. Diese ,Abriegelung ist in vielen Fällen so wirksam, daB selbst die stärksten Desinfektionsmittel in den Hüllschichten festgehalten werden, ohne in den Bakterienleib eindringen zu können.
  • ,So ist es z. B. nicht möglich, mit Sublimat (Quecksilberchlorid Hg C12) Milzbrandsporen und Staphylokokken abzutöten. Meine Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daB die zu desinfizierenden Stoffe, Körper, an und in denen Kleinstlebewesen abgetötet werden sollen, einem Kraftfelde aus Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums ausgesetzt werden, unter dessen EinftuB die Wirksamkeit des benutzten Desinfektionsmittels verstärkt wird.
  • Die verstärkte Wirkung des Desinfiziens beruht auf mehreren einzelnen und auch zusammen wirksamen Faktoren: Die in Frage kommenden elektromagnetischen Schwingungen der Wellenlängen von io-4 mm .bis zu io$ mm,(o,oooi mm bis ioo ooo m) entsprechend Frequenz von 3,io15 bis 3,io3 haben gemeinsam eine Beeinflussung kapillarer und' kapillaraktiver Stoffe, insbesondere organischer Art zur Folge, bei der Pulsation und Atmung erfolgt. Diese Pulsation hat einerseits die Wirkung verstärkten Ausstoßes der Atmungsprodukte und andererseits die Wirkung des Einsaugens des Desinfiziens. Das Desinfiziens gelangt so in das Innere des Kleinlebewesens, denn die Hüllschichten sind keine einheitliche geschlossene Masse, sondern haben eine kapillare Struktur.
  • Weiter wird die Wärme wirksam, die sowohl im Desinfiziens als auch im Leib des Kleinlebewesens durch die elektromagnetischen Wellen erzeugt wird. Das nm Beispielsfall obenerwähnte Quecksilberchlorid hat eine hohe Dielektrizitätskonstante und nimmt das Feld aus den elektromagnetischen Wellen stark auf. Die D!E des Bakterienleibes ist weit niedriger mit einer entsprechend geringeren Feldaufnahme. Die Folge ist das Bestreben zwischen Desinfiziens und Bakterienleib, gegenseitig einen Ausgleich, eine Verschiebung des Feldes herbeizuführen. Hiermit ist der Ausgleich zwischen Desinfiziens und Bakterienleib gegeben, insbesondere das Eindringen des Desinfiziens in den Bakterienleib.
  • Die erzeugte Differenz in der Wärmestauung im Bakterienleib und an den Grenzflächen am Desinfiziens selbst bedingt schon infolge der erheblichen Unterschiede in den Dielektrizitätskonstanten eine Gefährdung der Bakterien.
  • Es ist bekannt, Bakterien durch Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums zu bekämpfen. Die bakterizide Wirkung ist je nach dem Kleinstlebewesen abhängig von der Wellenlänge. Sicherheit für Abtötung aller Bakterien ist bisher nicht gegeben, ebenso, wie verschiedene Kleinstlebewesen widerstandsfähig sind gegen starke chemische Mittel.
  • Außer den obenerwähnten Frequenzen und Wellenlängen sind alle anderen im elektromagnetischen Frequenzspektrum wirksam. Im Bereiche der Röntgen- und der y-Strahlen führt Bestrahlung z-B., zur Hohlraumbildung in den Bakterien. Diese fördert das Eindringen bakterizider Mittel.
  • Man pflegt die Desinfektionsmittel entsprechend den zu bekämpfenden Kleinstlebewesen zu wählen und fallweise meist auf Erfahrung beruhende Verdünnungen anzuwenden. Durch die zusätzliche Einwirkung der Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums wird der Wirkungsgrad allgemein erhöht. Es ist daher mit weniger scharfen und mit geringeren Hundertsätzen der Desinfektionsmittel auszukommen. Die Unkosten der elektrischen Energie werden daher aufgehoben durch den Minderverbrauch an Desinfiziens. Hauptvorteil des Verfahrens nach der Erfindung ist jedoch auch bei höheren Unkosten die sichere Abtötung der Kleinstlebewesen.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht in der Zeitersparnis. Bei dem z. B. gegen Milzbrandsporen bekannten Laugenverfahren werden 3 bis q. Tage benötigt. Das Verfahren mit z. B. o,5oloiger Natronlauge bietet keine zweifelsfreie Gewähr für die Abtötung der Sporen. Nach der Erfindung wird in einem Bruchteil der Zeit der sichere Erfolg gewährleistet.
  • Das Verfahren kann in flüssigen, gasförmigen und kolloiden Desinfektionsmitteln angewendet werden. .Die oben angegebenen einzelnen und zusammen auftretenden Wirkungen des Verfahrens treten in allen Medien auf. Die (Differenzen in der Dielektrizitätskonstante lassen sich in den meisten Fällen herstellen oder sind schon ohne weiteres gegeben. Denn der Körper der Kleinstlebewesen hat auch in Luft oder Gasen, in Dämpfen oder in kolloiden Umhüllungen eine andere DE als das Medium.
  • Pulsation und Atmung der Bakterien werden auch unter äußerem Druck vorteilhaft benutzt zum Einsaugen des Desinfiziens.
  • Es ist zwar vorgeschlagen worden, unter Temperaturerhöhung zu desinfizieren. @Diese Temperatursteigerung erfolgt von außen, während die Wärme mit den Begleitwirkungen im Rahmen der Erfindung von innen heraus erzeugt wird. Für den Fall, daß der zu desinfizierende Stoff, Körper an seiner Oberfläche einer starken Wärmeabstrahlung der in seinem Innern erzeugten Wärme ausgesetzt sein sollte, ist es vorteilhaft, die Wärmeabstrahlung durch eine von außen wirkende Wärmequelle auszugleichen.
  • Nach meiner Erfindung können große Mengen zu desinfizierender Stoffe, Kleider, Häute usf. auf einmal behandelt werden, da die Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums von z. B. iol mm bis io8mm durch das zu behandelnde Gut hindurchdringen. Diese Durchdringung erfolgt unmittelbar mit der Einschaltung,des Feldes.
  • Es ist vorteilhaft, die Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums im Wechsel von mehreren Seiten her auf ,das Gut wirken zu lassen und dieses daher im Felde zudrehen. Die Drehung erfolgt vorteilhaft in Zentrifugen.
  • Brei ,Anwendung von Sublimat kann die Temperatur rasch auf 265° C gebracht werden, wo das Sublimat verdampft. Das Sublimat gibt hierbei das Chlor nicht ab. Die Verdampfung mittels Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums ist eine gleichmäßige und überall im Felde gleichzeitig erfolgende.
  • Es ist vorteilhaft, das behandelte oder zu behandelndeGutwährend des Verfahrens zu klopfen und zu bewegen, da auch dadurch .die Wirkung der Wellen von verschiedenen Seiten her gewährleistet wird. Im Gegensatz zu bekannten Verfahren ist das leicht möglich, da Wärmeverluste nicht eintreten, weil die Wärme im Innern der Stoffe usf. erzeugt wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erhöhung der keimtötenden Wirkung von Desinfektionsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß das Desinfiziens mit .dem zu behandelnden Stoff oder Körper Wellen des elektromagnetischen Frequenzspektrums ausgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Anwendung eines Wechsels in der Beeinflussung mittels Wellen aus verschiedenen Richtungen.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Beeinflussung bis zur Verdampfung des Desinfiziens fortgesetzt wird. q..
  4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Anwendung von Überdruck.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen i bis q., gekennzeichnet durch Wärmeeinfluß von außen aus einer zusätzlichen Wärmequelle.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde Gut usf. während der Beeinflussung im elektromagnetischen Feld, z. B. durch Schütteln oder Klopfen, bewegt wird.
DES25458D 1943-04-28 1943-04-28 Verfahren zur Erhoehung der keimtoetenden Wirkung von Desinfektionsmitteln Expired DE901840C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3317300A1 (de) * 1983-05-11 1984-11-15 Vieregge-Bruhns, Günther, 3070 Nienburg Behaelter zur aufnahme von infektionsmuell
DE3343586A1 (de) * 1983-11-29 1985-06-05 Herbert Dr. 1000 Berlin Pilgrimm Verfahren zur entkeimung eines mediums und vorrichtung zur durchfuehrung
DE3505571A1 (de) * 1985-02-18 1986-08-21 GVB SANIMED Hygiene- und Medizintechnik GmbH, 3070 Nienburg Vorrichtung und verfahren zur desinfektion und sterilisation von matratzen mit hilfe von mikrowellen
DE3505570C1 (de) * 1985-02-18 1991-01-24 GVB SANIMED Hygiene- und Medizintechnik GmbH, 3070 Nienburg Vorrichtung zur Behandlung von Infektionsmüll mit Hilfe von Mikrowellen

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DE3505571A1 (de) * 1985-02-18 1986-08-21 GVB SANIMED Hygiene- und Medizintechnik GmbH, 3070 Nienburg Vorrichtung und verfahren zur desinfektion und sterilisation von matratzen mit hilfe von mikrowellen
DE3505570C1 (de) * 1985-02-18 1991-01-24 GVB SANIMED Hygiene- und Medizintechnik GmbH, 3070 Nienburg Vorrichtung zur Behandlung von Infektionsmüll mit Hilfe von Mikrowellen

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