DE70428C - Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken undFärben von Stoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken undFärben von Stoffen

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DE70428C
DE70428C DENDAT70428D DE70428DA DE70428C DE 70428 C DE70428 C DE 70428C DE NDAT70428 D DENDAT70428 D DE NDAT70428D DE 70428D A DE70428D A DE 70428DA DE 70428 C DE70428 C DE 70428C
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DE
Germany
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stencil
soaked
fabric
printed
felt
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70428D
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English (en)
Original Assignee
F. SCHREURS in Brüssel, rue Enseignement 76
Publication of DE70428C publication Critical patent/DE70428C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F15/00Screen printers
    • B41F15/08Machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, das Auftragen und Eintreiben der Farbflüssigkeit auf bezw. in die zu färbenden Stoffe dadurch zu bewirken, dafs man erstere durch eine Schablone, welche entsprechend den darzustellenden Mustern durchbrochen ist, auf das zu färbende Gewebe aufträgt.
Das Auftragen der Farbflüssigkeit wird mittelst eines Filztuches bewirkt, welches mit der FarbfiUssigkeit getränkt ist, und zwar in der Weise, dafs die Schablone auf den zu färbenden Stoff und auf die Schablone alsdann das mit Farbflüssigkeit getränkte Filztuch gelegt und durch einen kurzen Druck bezw. Stofs aufgeprefst wird, wobei die in dem Filztuch enthaltene FarbfiUssigkeit durch die durchbrochenen Stellen der Schablone hindurch auf den zu färbenden Stoff übertragen wird.
Die Schablone besteht aus einer entsprechend dem Muster durchbrochenen Gelatinehaut, welche auf einer als Träger dienenden Tüll-
unterlage befestigt ist; diese Tüllunterlage ist j in einem Rahmen aufgespannt.
;. Die Gelatinehaut wird nach dem Muster, auf welches der Stoff gedrückt werden soll, durchbrochen. Zu diesem Zwecke wird die genannte Haut mit doppeltchromsaurem Kali getränkt und unter Lichtabschlufs vollständig getrocknet. Alsdann läfst man durch eine Zeichnung oder eine photographische Platte, welche das Muster enthält, das Licht auf die präparirte Schablonenhaut wirken, wobei diejenigen Theile der letzteren, welche vom Licht getroffen werden, in heifsem Wasser unlöslich werden, während diejenigen Theile, welche vom Licht nicht getroffen worden sind, löslich bleiben. ■
Nach Belichtung der Schablonenhaut in dieser Weise wird dieselbe in heifses Wasser gebracht, in welchem sich die nicht belichteten, also löslich gebliebenen Theile auflösen, so dafs auf diese Weise Durchbrechungen in der Gelatinehaut entstehen, entsprechend dem gewünschten Muster. Die so erhaltene Schablone stellt eine auf einer Tüllunterlage befindliche Gelatinehaut dar.
Das Bedrucken eines Stoffes mittelst der beschriebenen Schablone erfolgt am zweckmäfsigsten mittelst besonderer Pressen, welche eigens hierzu construirt sind, wobei als sehr wesentlich zu betrachten ist, dafs das vorher erwähnte Pressen auf die mit Farbflüssigkeit getränkte Filzdecke, nachdem dieselbe auf die Schablone gelegt ist, durch einen Schlag oder Stofs auf den zu färbenden Stoff aufgedrückt wird. ■
Die Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung stellen in Vorder- bezw! Seitenansicht eine Presse dar zur Ausübung des beschriebenen Färbeverfahrens. Die obere Prefsplatte A ist mittelst Federn BB und Stangen S1I?1 an dem Gestell C der Maschine aufgehängt; diese Federn haben den Zweck, die Platte A, welche auf der oberen Seite durch eine Kreuzrippe verstärkt ist, zu heben. Im Schnittpunkt dieser Rippe ist in der Mitte der Platte eine Stahlkugel in eine Vertiefung eingelegt; oberhalb der Prefsplatte A ist eine horizontale Welle D angeordnet, welche an dem äufseren, aus dem Gestell hervortretenden Ende ein Schwungrad E trägt, während oberhalb der vorher erwähnten
Stahlkugel ein Excenter F auf der Welle D angeordnet ist.
Es ist hieraus ersichtlich, dafs bei einer Drehung der Welle D mittelst des Rades E die Prefsplatte A auf die Unterlage aufgeprefst wird, indem das Excenter F auf die in einer Vertiefung der Platte A liegende Stahlkugel wirkt. Nachdem der höchste Punkt des Excenters F an der Stahlkugel abgeglitten ist, wird die Prefsplatte A durch die daran angebrachten Federn B wieder von der Unterlage A] abgenommen; das Aufpressen der Prefsplatte A ist daher nur ein stofsweises.
Auf die Unterlage A1 wird nun der zu bedruckende Stoff gelegt und auf diesen die Gelatineschablone,' während an der Prefsplatte A die mit Farbstoff getränkte Filzdecke befestigt ist; beim Aufpressen der Platte A auf die Unterlage wird somit der zu bedruckende Stoff entsprechend den Durchbrechungen der Schablone von der mit Farbflüssigkeit getränkten Filzdecke aus mit Farbe versehen. Es ist hiernach ersichtlich, dafs die mit Farbflüssigkeit getränkte Decke auch auf die Unterlage ΑΛ gelegt werden kann, während an der Prefsplatte A der zu bedruckende Stoff mit darunterliegender Gelätineschablone befestigt ist.
• Die im Vorstehenden beschriebene Vorrichtung kommt zur Verwendung, wenn es sich um das Bedrucken von Stoffen geringerer Dimension bezüglich der Länge und Breite handelt. Sollen endlose Stoffe bedruckt werden, so wird hierzu vortheilhaft die in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellte Maschine benutzt.
Diese Maschine arbeitet nach demselben Princip, wie die zuerst beschriebene, nur mit dem Unterschied, dafs hier der Druck auf die Schablone nicht in der ganzen Fläche derselben erfolgt, sondern dafs messerartige Instrumente auf den zu bedruckenden, sich mit der Schablone bewegenden Stoff gegen die mit Farbstoff getränkte Filzdecke drücken. Während bei der zuerst beschriebenen Maschine bei einem einzigen Druck das ganze Muster übertragen wurde, wird -bei dieser Maschine durch eine gröfsere Anzahl Stöfse oder Schläge eines messerartigen Instruments das Muster nach und nach übertragen. Die Maschine, welche sich, wie bereits gesagt, zum Drucken endloser Stoffe eignet, ist in Fig. 3 in der Stirnansicht, in der Fig. 4 theilweise im Querschnitt nach den Linien x-y der Fig. 3 dargestellt.
Die Schablone A wird in einen Rahmen Ax gespannt. Dieser Rahmen liegt flach auf zwei gufseisernen Längsträgern B, von denen nur einer in Fig. 4 sichtbar ist. Jeder dieser Träger ist mit einer Zahnstange B1 versehen.
Die Träger B ruhen auf Rollen C, welche lose auf der Hauptwelle D angeordnet sind, während die Zahnstangen B1 in die auf der Welle E aufgekeilten und durch diese in Rotation versetzten Zahnräder E eingreifen.
Die Welle D trägt ferner die Trommel F, welche mit Filz überzogen ist, deren unterer Theil in einen mit Farbflüssigkeit gefüllten Trog G taucht, während der obere Theil von der'Schablone A tangirt wird. An einem Ende der Welle D ist ein grofses Zahnrad H aufgekeilt, in welches die Triebe K eingreifen, um die Bewegung des ersteren auf die zwei parallel zu einander gelagerten Wellen 1I zu übertragen. Diese Wellen ruhen in Lagern L L, welche am Gestell der Maschine befestigt sind;
An jedem dieser Lager L ist ein Arm N angegossen, welcher zum Aufhängen eines zweiarmigen Hebels P mittelst eines Bolzens ο dient.
Jeder Hebel R trägt an seinem längeren Arm ein Messer Q, dessen· Schneide auf der Trommel F aufliegt. Der andere kürzere Arm jedes Hebels P endigt in eine Sperrklinke S, welche in die Zähne eines auf der Welle I aufgekeilten Sperrrades jR eingreift.
Wenn das Antriebsrad H in der einen oder der anderen Richtung in Drehung gesetzt wird, so dreht sich die Trommel F und ihre Filzumhüllung wird hierbei mit der in dem Trog G enthaltenen Farbflüssigkeit getränkt. Die von den Rädern E getriebenen Zahnstangen B1 bewegen die Schablone^ ihrer ganzen Länge nach über die mit der Filzumhüllung versehene Trommel F.
Der über die Schablone A ausgebreitete zu färbende Stoff wird durch die Schablone mitgenommen, und während seiner Passirung über den Filzüberzug der Trommel F wird durch die Schlagwirkung der Messer Q. auf dem Stoff die Farbe entsprechend der Schablone auf den Stoff übertragen. Da die Schläge der Messer Q sehr rasch auf einander folgen, so wird das Muster der Schablone continuirlich auf den Stoff übertragen und es entsteht · keine Unterbrechung in der Färbung des Stoffes. Wenn die Schablone am Ende ihrer Bewegung angelangt ist, so wird dieselbe zurückgeführt, um eine neue Länge des Stoffes zu bedrucken u. s. f.
In der in Fig. 5 dargestellten Anordnung sind die Messer Q. durch Walzen Q ersetzt, welche mit Filz bekleidet und wie die Messer an den Hebeln F befestigt sind. Letztere werden durch die Wirkung der Zähne der Sperrräder R auf die kleinen Arme S gehoben und fallen entweder durch ihr eigenes Gewicht oder durch die Wirkung von Federn in ihre ursprüngliche Lage auf den Cylinder U zurück, welcher in diesem Fall nur als Tisch dient, auf dem sich der mit der Schablone bedeckte Stoff fortbewegt.
Die Farbe wird durch den mit einer dicken Umhüllung aus Filz versehenen und oberhalb der Walzen Q angeordneten Cylinder zugeführt. Letzterer wird vom Trog G aus mit
Farbe versehen. Die Drehung des Cylinders F sichert eine gleichmäfsige Vertheilung der Flüssigkeit über die ganze Oberfläche des den Cylinder umhüllenden Filzes.
Die Walzen Q. Q bewegen sich zwischen den Cylindern U und der Walze F; wenn dieselben durch die Räder R gehoben werden, so treffen sie die Vertheilungswalze F, welche ihnen die gleiche Menge Farbe wieder zuführt, die sie an den Stoff abgegeben haben.
Um nach dem beschriebenen Verfahren auch mit verschiedenen Farben drucken zu können, ist der in Fig. 6, 7 und 8 dargestellte Apparat construirt worden, d ist ein Tisch, i ist der Filz, b der den Tisch begrenzende Vorsprung, e e sind Rohrleitungen, welche dem Filz i den Farbstoff aus den Behältern ff zuführen, h h sind Vorsprünge, welche die verschiedenen Farben von einander getrennt halten. Der zu bedruckende Stoff wird in gleicher Weise wie bei den beschriebenen Maschinen mit der Schablone auf den Tisch gelegt und alsdann wie früher verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Ein Verfahren zum Bedrucken und Färben von Stoffen in der Weise, dafs eine Schablone, welche das Muster als Durchbrechungen enthält, auf den zu bedruckenden Stoff aufgelegt und . darauf mit einem mit Farbstoff getränkten Tuch aus Filz oder ähnlichem aufsaugungsfähigen Material bedeckt wird, welches alsdann mittelst einer geeigneten Vorrichtung durch kurzen Schlag oder Stofs aufgeprefst wird, wobei die in dem getränkten Tuch enthaltene Farbflüssigkeit durch die Schablone hindurch auf den zu bedruckenden Stoff übertragen wird.
    Zur Ausführung des im Anspruch 1. charakterisirten Verfahrens eine Maschine, gekennzeichnet durch einen Tisch oder eine Trommel, welche mit einem filzartigen oder schwammigen, mit der aufzutragenden Farbflüssigkeit getränkten Gewebe überzogen sind und wobei die Schablone auf der mit Farbflüssigkeit getränkten Fläche liegt und der zu bedruckende Stoff durch Platten, Walzen oder Messer stofsweise auf die Schablone gedrückt wird, so dafs die durch die Oeffhungen derselben aus der Unterlage durchdringende Farbflüssigkeit entsprechend dem Muster der Schablone auf den zu bedruckenden Stoff übertragen wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70428D Verfahren und Vorrichtung zum Bedrucken undFärben von Stoffen Expired - Lifetime DE70428C (de)

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