DE205207C - - Google Patents

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DE205207C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/0028Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE. 8ä. GRUPPE
EWALD TRAEBER und RICHARD HOLTKOTT in BEDBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. April 1907 ab.
Die bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von durchgemustertem Linoleum u. dgl. unter Verwendung von Schablonen, mittels deren die Deckmassen verschiedener Farben aufgetragen werden, bedürfen für jede Farbe einer besonderen Schablone. Die Deckmassen der verschiedenen Farben werden hierbei nacheinander aufgetragen, und zwar entweder in eine Musterform, Gräting genannt, in die man
ίο eine Farbe nach der anderen einfüllt und die nach der Füllung hochgehoben wird, oder die Massen werden lose auf die Unterlage aufgestreut.
Wird bei der ersteren Arbeitsweise mit nur einem Gräting gearbeitet, so geht die Herstellung des Linoleums sehr langsam vonstatten, kann nicht· stetig sein, auch keinen Kalander zur Pressung benutzen, weil der Gräting stillstehen muß, bis die verschiedenen Farben nacheinander in ihn eingefüllt sind. Außerdem sind die Kosten der Grätings sehr hoch. Werden aber so viele Grätings verwandt wie Farben niederzulegen sind, so wird zwar eine schnellere Auftragung der Deckmasse möglich, die Kosten der Musterung wachsen aber durch die Mehrzahl der Grätings ganz gewaltig.
Bei der zweiten Arbeitsweise, wo die Deckmasse, eine Farbe nach der anderen, lose auf die Unterlage aufgestreut wird, ergeben sich große Ubelstände, indem die ohne Halt aufliegende körnige Deckmasse breiter, als der Schablonenfigur entspricht,- auseinanderfällt, wodurch auch die verschiedenen Farben überschütten, die Konturen des Musters ungenau werden und nicht bis auf den Grund der Unterlage durchgehen.
Die vorliegende Erfindung hat abweichend von den geschilderten Arbeitsweisen den Grundgedanken, statt . zur Auftragung einer jeden Farbe eine besondere Schablone zu verwenden, alle Farben durch nur eine Schablone aufzutragen, indem nicht allein die Aussparungen der Schablone zum Auftragen der Masse benutzt werden, sondern auch die stehengebliebenen vollen Figurenteile der Schablone unter Benutzung eines Wendevorganges dem Auftragen dienen. Es werden die stehengebliebenen Teile der Schablone zu diesem Zwecke von dünnen, aufrechtstehenden Wänden begrenzt, deren Höhe derjenigen Höhe entspricht, in welcher die Deckmasse aufzutragen ist. Vorzugsweise wird zunächst die den stehengebliebenen Figurenteilen entsprechende Deckmasse in diese eingefüllt, die Schablone hierauf durch die Unterlage, auf welche die Deckmasse niedergelegt werden soll, abgedeckt, dann gewendet, und nun wird durch die durchbrochenen Figurenteile die den Farben dieser Musterfiguren entsprechende Deckmasse auf die Unterlage aufgetragen. Die Schablone wird schließlich von der Unterlage abgehoben, wobei auch die Masse aus den unten geschlossenen Schablonenfiguren auf der Unterlage haften bleibt. Zur Ausübung des Verfahrens läßt sich sowohl eine flache als eine zylinderförmige Schablone verwenden, wobei letztere den Vorteil einer stetig auszuübenden Arbeitsweise bietet.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung durch eine Einrichtung mit einer Zylinderschablone beispielsweise schematisch veranschaulicht; es sind:
Fig. ι eine zur Ausführung der Erfindung eingerichtete Maschine im Querschnitt,..
Fig. 2 und 3 ein Stück der Schablone in Vorder- und Seitenansicht,
Fig. 4 teil weiser Schnitt gemäß einer anderen
ίο Ausführungsform.
Die Unterlage g (Fig. i), auf welche die Deckmasse aufgetragen werden soll, läuft von der Rolle α aus über die Rolle b auf ein an sich bekanntes, mit Nadeln h1 besetztes, endloses Gummituch o. dgl. h, das über die Rollen c1, c2, c3 geleitet ist. Dieses Gummituch drückt die Unterlage g an die Rundschablone i an. Die Rundschablone i besteht aus einem Blechzylinder i, aus dessen Umfläche die dem her- zustellenden Muster entsprechenden Figuren u auf beliebige Weise herausgenommen sind. Die im Zylinderblech stehengebliebenen Figurenteile t sind mit Rändern k aus dünnem Blech umgrenzt, wobei die Höhe der Ränder derjenigen entspricht, in welcher die Masse aufgetragen werden soll. Die Rundschablone' i wird durch ein feststehendes Gestell 1 geführt, das in seinem oberen Teile zu einem Tische m ausgebildet ist und zur Lagerung von Führungsrollen η dient. Der Tisch m und die Rollen η tragen die sich drehende Schablone, sichern ihren leichten Rundlauf und verhindern ihre Durchbiegung.
Ein nadelbesetztes Gummituch h, wie es für ähnliche Maschinen an sich bekannt ist, sichert vermöge seiner Nadeln Ä1 die Übereinstimmung, zwischen den Vorwärtsbewegungen der Schablone i und der Unterlage g.
Auf den Schablonenwänden k ruht oben ein feststehender Trichter 0 auf, in dem zwei Abstreicher -p auf bekannte Art eine hin und her gehende Bewegung ausführen. Innerhalb des Schablonengestelles sind in dessen unterem Teile s ebenso zwei Abstreicher q angeordnet.
In den Trichter 0 wird die Masse v, die die Musterfiguren t bilden soll, eingeführt und durch die Abstreicher p in die Schablonenformen t und u eingestrichen. Die durchbrochenen Schablonenfiguren u sind hierbei zunächst durch den Tisch m nach unten abgeschlossen; sobald aber beim Umlauf der Schablone i die Figuren u über den Tisch m heraustreten, fällt die in ihnen eingebettete Masse ν in das Innere des Schablonenzylinders hinein. Die Schablone i trägt dann auf ihrem weiteren Rundlauf nur noch in den Schablonenformen t die Masse v. Diese Masse wird beim weiteren Rundlauf der Schablone durch die Unterlage g, welche über die Rollen c1 und c8 läuft und die Schablone festanliegend begleitet, vor dem Herausfallen aus den Schablonenformen t bewahrt. Das elastische Gummituch h drückt hierbei die Unterlage g etwas in die Schablonenform t hinein, wodurch die lose Masse ν leicht zusammengedrückt und ihr Abwärtsgleiten innerhalb der Schablonenformen verhindert wird.
Ist die Schablone i beim Rundlauf nahezu an ihren tiefsten Punkt gelangt, so werden die durchbrochenen Musterfelder u vom Innern s des Schablonengestelles aus mit der Masse w gefüllt und diese durch die Abstreicher q auf die Schablonenhöhe abgestrichen. Das Gummituch h verläßt bei der Rolle c3 die Unterlage g, die auf ihrer ganzen Fläche mit den beiden mustergemäß niedergelegten Farbenmassen ν und w bedeckt, nunmehr über die Rolle d weiterläuft und hier die' Schablone i verläßt, um über den Tisch e zur Walzenpresse/1,/2,/3 zu gelangen. Dort wird die Deckmasse in bekannter Weise verdichtet und auf die Unterlage gepreßt.
Statt durch eine Walzenpresse kann das Linoleum natürlich auch durch Flachpressen verdichtet werden. '
Will man verhindern, daß in die durchbrochenen Figurenfelder u die Deckmasse ν während ihrer Eintragung in die Felder t überhaupt gelangt, so kann, wie in Fig. 4 ange- · deutet ist, statt des Tisches m ein kreisendes go Blech λ; ο. dgl. angeordnet werden, das über drei Walzen y1, y2, yz läuft und den Durchbrechungen der Schablone i entsprechende, in sie eingreifende Erhöhungen ζ trägt.
Soll ein mehr als zweifarbiges Muster hergestellt werden, so kann dies für die Querrichtung der Linoleumbahn dadurch geschehen, daß man in den Trichter 0 oder im inneren Hohlraum s der Schablone i in der Richtung des Rundlaufs der Schablone stehende Zwischenwände anordnet, um die Deckmassen verschiedener Farben voneinander zu scheiden; in der Längsrichtung aber läßt sich das Einfüllen mehrerer Farben von Deckmassen oberhalb und innerhalb der Schablone durch An-Ordnung mehrerer Trichter hintereinander in der Weise bewirken, daß jeweils diejenigen Felder, in welche die betreffende Farbe nicht gelangen soll, auf bekannte Art abgedeckt werden.
Das neue . Verfahren läßt sich nicht nur zur Herstellung von Linoleum und ähnlichen Stoffen, sondern auch zu der anderer Gegenstände, wie Wandbekleidungen aus Papierstoff, Papier, Fußbodenbelag aus Gummi u. dgl., Mosaikplatten, in ähnlicher Art vorteilhaft zur Ausführung bringen.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von durchgemustertem Linoleum u. dgl. aus gekörnter Deckmasse unter Verwendung von
    durchbrochenen Schablonen, dadurch gekennzeichnet, daß man sowohl die durchbrochenen als auch die nicht durchbrochenen Teile der Schablone zum Auftragen der Deckmasse benutzt, wobei die nicht durchbrochenen Teile zunächst Deckmasse aufnehmen, die sie dann durch Wenden der Schablone wieder abgeben.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, derart, 1,0 daß Deckmasse zunächst den nicht durchbrochenen Figurenteilen eingefüllt, die . Schablonen hierauf durch die Unterlage, auf welche die Deckmasse niedergelegt werden soll, abgedeckt, dann gewendet, und daß nunmehr durch die durchbrochenen Figurenteile Deckmasse aufgetragen wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Ver-. fahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Zylinderschablone (i), deren stehengebliebene Figurenfelder (t) von aufrecht stehenden dünnen Wänden (k) begrenzt werden und welche, um die Wirkung des Wendens der Schablone zu erzielen, in Umlauf versetzt wird.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durchbrochenen Figurenfelder (u) während des Auftragens der Deckmasse auf die nicht durchbrochenen Figurenfelder (t) durch ein kreisendes Blech (x) o. dgl. abgeschlossen werden, das den Durchbrechungen (u) der Schablone (i) entsprechende und in diese eingreifende Erhöhungen (z) hat.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß um die Unterlage (g), auf welche die Deckmasse aufgetragen werden soll, ein Tuch aus Gummi oder anderem nachgiebigen Stoff derart geführt wird, daß die Unterlage (g) nicht allein fest an die Schablonenwände angepreßt wird, sondern sich auch etwas in die Zwischenräume hineindrückt, um die hier eingetragene Deckmasse durch leichten Druck an ihrer Stelle festzuhalten und ein Verschieben der Deckmasse während der Bewegung der Schablone zu verhüten.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Übereinstimmung der Bewegung der Schablone (i) mit derjenigen der Unterlage (g) dadurch gesichert wird, daß zum Andrücken der Unterlage (g) an die Schablone (i) ein mit Nadeln besetztes Gummituch in der Weise benutzt wird, daß die Nadeln durch die Unterläge hindurch in die Schablone eingreifen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4625933A (en) * 1983-10-13 1986-12-02 Societe Nationale Industrielle Aerospatiale Process and device for regulating the movement of a member by employing a fluid flow

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4625933A (en) * 1983-10-13 1986-12-02 Societe Nationale Industrielle Aerospatiale Process and device for regulating the movement of a member by employing a fluid flow

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