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Verfahren und Vorrichtung zum Vernebeln flüssiger oder leicht schmelzbarer
fester Stoffe, wie Bohnerwachs o. dgl. Es ist bekannt, flüssige Stoffe mittels Druckluft
zu zerstäuben, indem diese durch Injektorwirkung.mittels des Druckluftstrahles aus
einem Vorratsbehälter angesaugt, dann ausgeblasen und dabei zerstäubt werden. Um
schwerflüssige Stoffe, z. B. Bohnerwachs oder Mischungen von öl und Wachs, in dieser
Weise zu zerstäuben, ist vorgeschlagen worden, diese Stoffe zuvor durch äußere Erwärmung
des Vorratsbehälters zu verflüssigen. In dieser Weise arbeiten z. B. die Vorrichtungen
zum Aufspritzen und Verteilen von Bohnerwachs auf Fußböden.
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Man hat derartige Vorrichtungen, bei welchen entweder ein stetiger
Luftstrom oder ein mittels ,einer Handpumpe erzeugter unterbrochener Luftstrom Verwendung
findet, auch schon so ausgebildet, daß Druckluft in den Vorratsbehälter eingeführt
und dadurch das Übertreten des zu zerstäubenden Stoffes in den Luftstrom gefördert
wird. Demgegenüber besteht die zu lösende Aufgabe darin, ein Verfahren anzuwenden,
das auch bei Verwendung schwerflüssiger oder leicht schmelzbarer fester Stoffe eine
Beheizungsvorrichtung bei solchen Spritzvorrichtungen überflüssig macht.
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Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die durch die Pumpe
angesaugte und sich beim Verdichten im Pumpenzylinder erwärmende Luft während der
einzelnen Hübe zum Teil in den Vorratsbehälter gedrückt, dadurch der LUbergang des
Stoffes in den darauf angesaugten Luftstrom gefördert und sodann die angesaugte,
mit dem Stoff angereicherte Luft verdichtet und ausgeblasen wird. Die in den Vorratsbehälter
eintretende verdichtete und dabei erwärmte Luft wirkt also sowohl durch ihren überdruck
als auch durch ihre Erwärmung fördernd auf den Übertritt des Spritzstoffes, und
zwar steigert sich dabei die Erwärmung
des Stoffes bei den aufeinanderfolgenden
Hüben allmählich. Durch das Ansaugen der mit Spritzstoff angereicherten Luft in
dem Pumpenzylinder und das nunmehr folgende Verdichten und dabei weitere Erwärmen
dieser angereicherten Luft wird das Verteilen des Stoffes in dein Luftstrom vor
dein Ausspritzen und Zerstäuben wesentlich verbessert. Die dem Vorratsbehälter zugeführte
verdichtete Luft wird zweckmäßig von dein zum Zerstäuben dienenden Luftstrom ab-C1-zwei-t,
was dadurch möglich ist, dali dieser Luftstrom vor der Ausblasedüse der Pumpe gestaut
wird, so dal.') hier ein Churdruck entsteht, welcher den L-bertritt eines Teils
der Druckluft durch die Verbindungsleitung in den Vorratsbehälter bewirkt.
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Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens weist urfindinigsgemiil,)
einen Pumpenzylinder auf, der durch eine Düse mit einem Raum v@t-bunden ist, der
in der Ausblasedüse endet und durch eine seitliche Verbindung an dem Vorratsbehälter
angeschlossen ist, welcher den zu zerstäubenden Stoff enthält.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des @rf-mdun@gcenstandes
dargestellt. Es -neigen: Fig. i einen Längsschnitt durch die \-ernebelungsvorrichtung
und einen Teil des angeschlossenen Pumpenkolbens, Fig.2 einen Längsschnitt durch
eilt anderes Atisfülii-tnigsf)eispicl, Fig.3 den vorderen Teil der @-c°rnelmlungsvorrichtun
g finit einem die Ausblasedüse umgebenden trichterf<irmi- en Gehäuse.
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Bei der Vorrichtung nach Fig. t ist auf (-mein Düsenkörper ce, der
an einen PinnpenzyIinder b angeschlossen ist, ein nach Art einer Stauferbüchse ausgebildeter
Vorratsbehälter c angeordnet. Der Vorratsbehälter c steht mit einem als Mischratte.
dienenden Längskanal d des Düsenkörpers a j
durch eine Bohrung j in Verbindung,
in welcher eine Regelschraube e angeordnet ist, I die seitlichen -Nutten e' aufweist.
Weint die Schraube e völlig in die Bohrung f eineschraubt ist, verschließt ihr unterer
kegelförmiger Teil den unteren Teil der Bohrung j. Der Innenraum des Pumpenzylinders
b steht mit dem Mischraum d durch eine Düse ri in Verbindung. Diese Düse befindet
sich in einem mit Außengewinde versehenen, Drehkörper lt, welcher bei dieser Ausführungsfortin
zugleich zum Befestigen des Pumpenzylinders U an dem Düsenkörper a dient. An den
Mischraum d schließt sich die Ausblasedüse i an.
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Es besteht die folgende Wirkungsweise Wenn der mittels eines Gummiringes
k o. dgl. völlig abgeschlossene Behälter c- finit dein zu vernebelnden Stoff, beispielsweise
Wachs, gefüllt ist, wird beim Zurückziehen des Pumpenkolbens in zum Ansaugen von
Luft auch eine gewisse Saugwirkung auf die Offnung t und damit auf den Inhalt des
Vorratsbehälters c ausgeübt, sofern die Schraube e entsprechend eingestellt ist.
Beim Vorstoßen des Punipenkollnens fit wird die Luft verdichtet und dabei erwärmt.
Es strömt nun ein Teil der Luft durch die Düse i aus. Dä sich indessen vor dieser
engen Düse i in dein Mischraum d eine gewisse Stauung ergibt, dringt auch etwas
bereits erwärmte Druckluft in den Behälter c ein. Bei mehrmaligem Hinundherbewegen
des Pumpenkolbens fit wird auf diese Weise jeweils etwas warme Luft in den Vorratsbehälter
c gedrückt, der in diesem befindliche Spritzstoff wird somit alsbald enc#ärmt und
außerdem unter Wirkung des "Teils der Druckluft gebracht, welche je nach Beschaffenheit
des betreffenden Spritzsto-fies entweder durch diesen hindurch oder an ihm vorbei
in den Vorratsbehälter c geströmt ist, beim Zurückziehen des Pumpenkolbens
in nunmehr den Stoff aus dem Vorratsbehälter c zu drücken sucht. Es tritt
dadurch alsbald der Zustand ein, dali beim Zurückziehen des t'unipenkolbens von
der angesaugten Luft der zu vernebelnde Stoff in geringen Mengen aufgenommen ist
und diese somit finit dem Stoff versetzte Luft in den Pumpenzylinder b gelangt.
Beim Vorschub des Pumpenkolbens in wird dann die so angereicherte Luft zusammen
mit dem Stoff erwärmt, wodurch die Feinverteilung des Stoffes in der Luft noch begünstigt
wird. Dieser l'#lischvorgaiig wird weiter dadurch befördert, dal") die finit dem
Spritzstoft angereicherte Luft durch die Düse g ,i ge preßt wird, hinter welcher
in dem Mischraum d eine gewisse Entspannung der Luft erfolgt. Ein erneutes Mischen
der Luft mit dem Spritzstoff erfolgt in der Düse i, aus der dann ein Luftstrahl
ausgeblasen wird, der den Stoff .in sehr fein verneheiter Form enthält. Ein Erwärmen
des Vorratsbehälters c etwa durch einen Heizmantel- o. dgl. erübrigt sich also.
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Die Vorrichtung nach Fig.2 entspricht im wesentlichen der vorbeschriebenen,
doch ist hier der Pumpenzylinder h' am Düsenkörper a mittels einer Mutter
ii befestigt; welche das Ende des Zylinders b' muffenartig umschließt. Die Düse
i ist hierbei an einen zylindrischen und mit Außengewinde versehenen Teil
i' des Düsenkörpers a angeschlossen, der zum Befestigen eines Gehäuses
o dient, welches die austretenden Nebelstrahlen des Luftgemisches umschließt.
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Nach Fig.3 hat das Gehäuse o' Trichterform. In deiner Wand sind oberhalb
der
Ausblasedüse i Lufteintrittsöffnungen p vorgesehen, durch welche
die aus der Düse austretenden Nebelstrahlen Frischluft von außen ansaugen. Es wird
dadurch die Geschwindigkeit der austretenden Druckluft vermindert und verhindert,
daß die.Nebelstrahlen mit zu großer Geschwindigkeit ummittelbar die Fläche v, auf
welche der Stoff aufgetragen werden soll, beispielsweise den Fußboden, treffen.