DE70315C - Scheere mit gekrümmten Schneidebacken zum Ausschneiden beliebig begrenzter Figuren aus Blech und dergl - Google Patents
Scheere mit gekrümmten Schneidebacken zum Ausschneiden beliebig begrenzter Figuren aus Blech und derglInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D29/00—Hand-held metal-shearing or metal-cutting devices
- B23D29/02—Hand-operated metal-shearing devices
- B23D29/026—Hand-operated metal-shearing devices for cutting sheets
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 69: Schneidwerkzeuge.
Blech u. dergl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1892 ab.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Scheere ist vornehmlich dazu bestimmt, aus
Metallblech u. dergl. beliebig geformte Stücke zu schneiden oder gröfsere oder kleinere Löcher
in dasselbe einzuschneiden. Das Werkzeug besitzt anderen derartigen Werkzeugen gegenüber
den Vortheil, dafs es leichter und sauberer schneidet. . Ueber die Verbindungsstelle hinaus
ist der eine Hebelarm zu einem bogenförmigen Schneidebacken von verhältnifsmäfsig kleinem
Querschnitt gestaltet, während der entsprechende Theil des anderen Hebels für den ersten eine
Widerlage bildet und sich mit einer abgeschrägten Fläche gegen die Fläche des zu
schneidenden Materials anlegt. Indem man den seinem Querschnitt nach kleineren Backen an
der einen und die abgeschrägte Widerlage an der entgegengesetzten Fläche des Metalles anlegt
und die Hebel abwechselnd gegen und von einander bewegt, wird das Material durchschnitten.
Beim Ausschneiden von kleineren Löchern steckt man den kleinen bogenförmigen Schneidebacken in eine vorher gemachte Oeffnung
des Metallbleches und schneidet dann, indem man die Backen dem vorgezeichneten Muster folgen läfst, wobei der abgeschrägte
Backen, indem er. der Schnittlinie folgt, als Widerlage dient, gegen welche das Metallblech
von dem Schneidebacken angedrückt wird. Die Form des Werkzeugs ermöglicht es, den
kleineren Schneidebacken selbst auf verhältnifsmäfsig kleinem Raum zu drehen.
Fig. ι der Zeichnung veranschaulicht eine nach vorliegender Erfindung hergestellte Scheere,
bei welcher die Schneidebacken 1 und 2 von χ bis χ ziemlich kurz sind und welche sich daher
zum Schneiden von hartem Metall, wie beispielsweise Stahlblech, besonders gut eignet.
In Fig. 2 ist die Form der Backen insofern geändert, als hier beide gegen einander wirkende Flächen
bogenförmig gestaltet sind. In Fig. 3 sind diese Flächen gegen einander gebogen.
Die in' Fig. 4 dargestellte Scheere entspricht derjenigen in Fig. 2, nur dafs der Hebel 5
nach zwei verschiedenen, durch Strichpunktur angedeuteten Richtungen gebogen. sein kann.
Durch die besondere Anordnung der beiden Backen in der „Weise, dafs sich beide vollkommen
an einander vorbeibewegen, wird der Vortheil erreicht, dafs sich curvenförmige oder
geradlinige Stücke mit gröfster Leichtigkeit ausschneiden lassen. In Fig. 5 ist die Aenderung
getroffen, dafs die Schneide des Schneidebackens 2 gezahnt ist, während bei der durch
Fig. 6 und 7 veranschaulichten Ausführungsform der Schneidbacken 2 am Hebel 5 durch
Schwalbenschwanzverbindung, unter Anwendung von Nieten 7 und 8 befestigt ist, statt
mit dem Hebel aus einem einzigen Stück zu bestehen. Der Querschnitt eines jeden Backenpaares
der Scheeren Fig. 1, 2 und 3 ist in Fig. 8 bis 10 etwa nach a-a, Fig. 3, verbildlicht.
Wenn die Scheere zum Aufschneiden von Conservebüchsen oder dergleichen dienen soll,
so wird sie nach der in Fig. 11 in Seitenansicht und in Fig. 12 in der Oberansicht gezeigten
Ausführung aus Gufsmetall mit nach
dem Ende zu bogenförmiger Stahlschneide 2 hergestellt, wobei der Niet 3 zugleich die gelenkige
Verbindung bildet. Wenn die Handgriffe bügeiförmig gestaltet sind, so kann die
andernfalls' erforderliche Feder 6 wegfallen. Bei der in Fig. 11 und 12 gezeigten Ausführungsform
kann der Schneidebacken 2 in gleicher Weise angebracht sein wie bei den Scheeren Fig. 6 und 7 beschrieben (Fig. 13
und 14). In Fig. 15 sind die Schneidebacken
der Ausführungsform Fig. 11 bis 14 im Querschnitt
gezeigt.
Das wesentlich Neue dieser Scheere besteht hauptsächlich in dem Zusammenwirken eines
bogenförmigen Backens 2 mit einem geraden 1 (Fig. 2 und 4) oder in der Verbindung zweier
in Bezug auf einander in convexem Sinne gebogenen Backen 1 und 2 (Fig. 3) und darin,
dafs nicht allein die Schneidekante beider Backen, sondern die Backen als Ganzes vollkommen
an einander vorbeigehen, wie in Fig. 2 und 3 punktirt angedeutet. Der gebogene Rücken des
Schneidebackens 2 geht über die Schneidekante des geraden oder gebogenen Backens 1 vollständig
hinaus, welch letzterer, beispielsweise beim Schneiden nach einer Curve, nur als
Widerlage für den bogenförmigen Backen 2 dient.
Wenn das Werkzeug besonders zum Schneiden von Metall bestimmt ist, so bringt man
nach der Mitte der Verbindungsstelle beider Theile zu zweckmäfsig eine winkelförmige Biegung
an, deren Winkel so bemessen ist, dafs die Hand entweder oben oder unten die Handgriffe
frei bewegen und drehen kann, selbst wenn sie beim Schneiden verhältnifsmäfsig weit
vom Rande entfernt ist. Sollen dagegen nur kleinere Stücke geschnitten werden, so kann
die Biegung in Fortfall kommen.
Ein Vorzug der Bogenform der Scheerenschneiden liegt auch darin, dafs der Schnitt auf
der ganzen Länge der Schneide bei' einer günstigeren Winkelstellung stattfindet, als dies
bei anderen Schneidwerkzeugen der Fall ist. Die Bogenform kann so eingerichtet werden,
dafs nach dem Drehpunkt der beiden Hebel zu ein spitzerer Winkel, nach der Spitze der
Backen zu dagegen ein stumpferer Winkel vorhanden ist.
Hieraus ergiebt sich aufserdem der weitere Vortheil, dafs man einen bestimmten Punkt,
nach welchem zu, oder eine bestimmte Linie, nach deren Richtung man schneiden will, besser
sehen kann, da die zu schneidende Fläche durch den stumpferen Winkel weniger verdeckt
ist.
Die Handgriffe 4 und 5 in Fig. 1 bis 3 können jede beliebige zweckentsprechende Form
haben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Scheere, welche zum Ausschneiden von beliebig begrenzten Figuren aus Blech u. dergl. dadurch geeignet gemacht ist, dafs eine oder beide Schneidebacken derartig gekrümmt sind, dafs bei natürlicher Arbeitslage die eine Schneidebacke ganz, die zweite mit Ausschlufs der Spitze oberhalb der Fläche des zu schneidenden Stoffes liegt, wodurch ein leichtes Wenden der Scheere in der Schnittlinie selbst bei ganz kurzen Biegungen der letzteren ermöglicht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70315C true DE70315C (de) |
Family
ID=343698
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70315D Expired - Lifetime DE70315C (de) | Scheere mit gekrümmten Schneidebacken zum Ausschneiden beliebig begrenzter Figuren aus Blech und dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70315C (de) |
-
0
- DE DENDAT70315D patent/DE70315C/de not_active Expired - Lifetime
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