DE702147C - Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und Entkupferung - Google Patents
Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und EntkupferungInfo
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- DE702147C DE702147C DE1936R0097864 DER0097864D DE702147C DE 702147 C DE702147 C DE 702147C DE 1936R0097864 DE1936R0097864 DE 1936R0097864 DE R0097864 D DER0097864 D DE R0097864D DE 702147 C DE702147 C DE 702147C
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25F—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
- C25F5/00—Electrolytic stripping of metallic layers or coatings
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Description
- Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und Entkupferung Bei der elektrolytischen Abscheidung von Messing und Kupfer auf Eisengegenständen ist nicht zu vermeiden, daß Fehlbearbeitungen vorkommen. Ist es daher erforderlich, den Kupfer- oder Messingniederschlag wieder abzuziehen, so wird bisher beispielsweise in der Form gearbeitet, daß die vermessingten oder verkupferten Gegenstände in einer Gelbbrenne behandelt wurden. Hierbei erfolgt wohl eine Beseitigung des galvanisch aufgetragenen Überzuges, jedoch wird das Grundmetall in sehr starkem Maße angegriffen, so daß ein Schleifen und Polieren der Gegenstände zur Glättung der Oberfläche. erforderlich ist, ehe ein neues Überziehen stattfindet.
- Ein weiteres bekanntes Verfahren besteht darin, die Messing- öder Kupferniederschläge elektrolytisch in einer Cyankali- oder Cyannatriumlösung abzuziehen. Die zu behandelnden Gegenstände werden in diese Lösung als Anode eingehängt. Der Übelstand bei diesem Verfahren ist der, daß sich der abzuziehende Niederschlag während der anodischen Behandlung mit einem dichtgn Schlamm von Cyankupfer und Cyanzink überzieht und hierdurch dem Stromdurchgang ein erheblicher Widerstand entgegengesetzt wird, so daß die Entmessingungs-und Entkupferungsarbeit sehr verzögert wird. Außerdem hat dieses Verfahren den Nachteil, daß die verwendete Lösung sehr häufig erneuert werden muß, sobald ein bestimmter Gehalt an freiem Cyankali oder Cyannatrium unterschritten ist.
- Ein drittes Verfahren, welches ebenfalls auf einer elektrolytischen anodischen Behandläng der zu entmessingenden und entkupfernden Gegenstände beruht, besteht darin, daß als Elektrolyt Nitrate und Nitrite der Alkalimetälle verwendet werden, Bei diesem Verfahren tritt ebenfalls wie bei dem rein chemischen Behandeln in Gelbbrenne der Nachteil auf, daß das Grundmetall stark angegriffen wird.
- Die vorliegende Erfindung betrifft demgegenüber ein elektrolytisches Verfahren, das es unter Beseitigung der geschilderten Übelstände gestattet, Messing- und Kupferniederschläge besonders schnell abzulösen und den Grundstoff, Eisen, nicht anzugreifen. Es zeigt sich, daß dieses Ziel mit hervorragendem Erfolg verwirklicht werden kann, wenn man die zu entmessingenden und zu entkupfernden Teile in einem Elektrolyten behandelt, der aus einer wäßrigen Chromsäurelösung mit einer Konzentration von 150 bis 30o g Cr 0$ im Liter besteht: Umfangreiche Versuche ergeben, daß das neue Verfahren große Vorteile gegenüber den bisher in der Praxis verwendeten Methoden mit sich bringt; denn neben einer besonders schnellen Entfernung von fehlerhaften Messing- und Kupferniederschlägen ergibt sich, daß die Oberfläche des Grundmaterials vollkommen glatt bleibt, so daß eine sofortige Neubearbeitung erfolgen kann.
- Gerade unter den heutigen Verhältnissen, wo die Vermessingung und Verkupferung von Eisengegenständen zwecks Einsparung von Messing- und Kupfermaterial eine große Rolle spielt, bietet das erfindungsgemäße Verfahren erhebliche Vorteile und bringt Zeit- und Werkstoffersparnisse mit sich.
- Durch die angegebene Konzentration der Chromsäure von i 5o bis 300 g Cr 03 im Liter wird erreicht, daß teils ein besonders schnelles Ablösen des Messing- oder Kupferüberzuges herbeigeführt, teils nach dem Ablösen des Überzuges das Grundmaterial durch Oxydation seiner Oberfläche vor weiteren Angriffen geschützt wird.
- Weiterhin wurde festgestellt, daß sich ein geringer Zusatz von Schwefelsäure beschleunigend auf die Ablösungsdauer auswirkt und somit eine bessere Ausnützung des elektrischen Stromes gewährleistet. Zweckmäßig benützt man, bezogen auf Cr 03, etwa bis zu 5 010 Schwefel- oder Phosphorsäure. Schließlich ist ermittelt worden, daß sich infolge der Wasserstoffentwicklung an der Kathode durch Reduktion des im status nascendi vorhandenen i Wasserstoffs zwei- und dreiwertige Chromverbindungen bilden können, die sich ungünstig auf die Leitfähigkeit der Chromsäurelösung auswirken. Um dies zu verhindern, kann man mit bestem Erfolg der Lösung neben der Schwefelsäure einen Zusatz von etwa 2 °/o Essigsäure, bezogen auf Cr 03, beigeben, da hierdurch die Reduktionswirkung zurückgedrängt wird. Als Kathoden dienen gewöhnliche Eisenbleche.
- In baulicher Hinsicht ist zu berücksichtigen, daß das zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens benützte Bad mit einer Absaugevorrichtung oder mit einer in der Praxis bekannten Abdeckschicht aus Mineralölen ausgerüstet sein muß, um die von dem kathodisch entwickelten Wasserstoff mitgerissenen Chromsäurenebel zu entfernen und nicht in den Arbeitsraum gelangen zu lassen.
- Ausführungsbeispiel. Als Beispiel für ein Entmessingungs- und Entkupferungsbad diene folgende Zusammensetzung: 25o g Chromsäure/Liter, i o g Schwefelsäure/Liter, 3,5 g Essigsäure/Liter.
Claims (3)
- PATI:NTANSPRÜCHR: i. Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und Entkupferung, dadurch gekennzeichnet, daß die zu entmessingenden und entkupfernden Teile in einem Elektrolyten, bestehend aus einer wäßrigen Chromsäurelösung mit einer Konzentration von i 5o bis 300 g Cr 03 im Liter, behandelt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung in einem Elektrolyten stattfindet, welchem bis zu 5 °% Schwefelsäure, bezogen auf Cr O3, zugegeben sind.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung in einem Elektrolyten stattfindet, dem neben Schwefelsäure noch bis zu 2 °/, Essigsäure, bezogen auf Cr O3, zugesetzt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936R0097864 DE702147C (de) | 1936-11-18 | 1936-11-18 | Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und Entkupferung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936R0097864 DE702147C (de) | 1936-11-18 | 1936-11-18 | Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und Entkupferung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE702147C true DE702147C (de) | 1941-01-31 |
Family
ID=7419856
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936R0097864 Expired DE702147C (de) | 1936-11-18 | 1936-11-18 | Verfahren zur elektrolytischen Entmessingung und Entkupferung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE702147C (de) |
-
1936
- 1936-11-18 DE DE1936R0097864 patent/DE702147C/de not_active Expired
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