DE701940C - Einrichtung zum Anlassen von staendergespeisten Drehstromnebenschlusskollektormotoren, die durch einen gemeinsamen Drehregler gleichzeitig geregelt werden - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen von staendergespeisten Drehstromnebenschlusskollektormotoren, die durch einen gemeinsamen Drehregler gleichzeitig geregelt werden

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DE701940C
DE701940C DE1934SC105547 DESC105547D DE701940C DE 701940 C DE701940 C DE 701940C DE 1934SC105547 DE1934SC105547 DE 1934SC105547 DE SC105547 D DESC105547 D DE SC105547D DE 701940 C DE701940 C DE 701940C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/16Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/54Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters for starting dynamo-electric motors or dynamo-electric converters for starting two or more dynamo-electric motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Anlassen von ständergespeisten Drehstromnebenschlußkollektormotoren, die durch einen gemeinsamen Drehregler gleichzeitig geregelt werden Die gemeinsame Drehzahlregelung einer Gruppe von ständergespeisten Drehstromnebenschlußkollektormotoren kann bei primär- und sekundärseitiger Parallelschaltung durch einen gemeinsamen Regeltransformator erfolgen, der die parallel geschalteten Kollektoren speist. Hierdurch wird erreicht, daß die Maschinen etwa die gleiche Drehzahl annehmen und diese Drehzahl gemeinsam verändern, wenn der betreffende Regeltransformator, z. B. Drehregler, in seiner Spannung geregelt wird. Das Anwendungsgebiet solcher Antriebe ist ein sehr großes. Es gehören hierzu jene Antriebe, bei denen ein Materialtransport und der Durchlauf eines Materials durch mehrere Arbeitsmaschinen erforderlich ist und gleichzeitig eine Drehzahlregelung zwecks Einstellung der Arbeitsgeschwindigkeit vorgenommen werden muß. Das Anlassen derartiger Gruppen von ständergespeisten Drehstromnehenschlußkollektormotoren geschieht in bekannter Weise grundsätzlich so wie das Anlassen von einzelnen Motoren. Der Drehregler bzw. Regeltransformator wird in beiden Fällen auf seine Stellung für die tiefste Drehzahl gebracht, das ist jene Stellung, in der die größte drehzahlvermindernde Spannung in den Läuferkreis des oder der Motoren geliefert wird. Im allgemeinen wird dadurch eine genügende Verminderung der im Läuferkreis wirksamen Spannung in einem Ausmaß erzielt, daß der betreffende sekundäre und der diesem entsprechende primäre Einschaltstrom im Verhältnis zum Nennstrom gering ist, so daß die direkte Schaltung des Motors selbst bei größeren Leistungen in der Regel erfolgen kann. Wird die Leistung eines Kollektormotors extrem groß bzw. der Regelbereich gering, so daß die resultierende Sekundärspannung im Einschaltaugenblick groß ist, so wird ein Läuferwiderstand in ähnlicher Weise wie bei Schleifringmotoren verwendet, der den Sekundärstrom herabsetzt. Unter Umständen kann auch die Erzielung hoher Drehmomente einen derartigen Widerstand erfordern. In allen Fällen wird aber das Einschalten von Kollektormotaren in der Stellung des Regeltransformators für die tiefste Drehzahl vorgenommen, um von vornherein den Anlaufstrom und gegebenenfalls auch den erforderlichen Anlaufwiderstand klein zu halten.
  • Gänzlich verschieden von diesem Anlaßvorgang, bei dem es in erster Linie auf Geringhaltung des Anlaufstromes, allenfalls auf Erhöhung des Anlamfdrehmomentes ankommt, liegt das Anlaßproblem bei Gruppenantrieben mit ständergespeisten Drehstromnebenschlußkollektormotoren, sofern, was häufig der Fall ist, die Forderung gestellt wird, daß ein beispielsweise in der Richtung des Materialtransportes später folgender Antrieb zugeschaltet werden muß, wenn die andere Maschine sich bereits in Betrieb befindet. Es ist in diesem Fall schwierig, mitunter sogar technisch unmöglich, die ganze Gruppe von Antrieben stillzusetzen oder auf die tiefste Drehzahl herabzuregeln, um den neu hinzukommenden Motor parallel schalten zu können, was an sich erforderlich wäre, um den Anlaßvorgang ordnungsgemäß durchzuführen. Das direkte Zuschalten der stehenden Maschinen auf die bereits in Betrieb befindliche Maschine ist aber unzulässig, weil dadurch verschiedene unerwünschte Wirkungen entstehen. Zunächst wird der Kollektor der zugeschalteten Maschine gefährdet. Es tritt bei der Parallelschaltung sofort die Einwirkung der einer hohen Drehzahl entsprechenden Spannung am Drehregler bzw. an dem Kollektor der anderen Maschine auf den Kollektor der stehenden Maschine auf. Da diese noch keine Drehzahl besitzt und ihre Spannung mit der Kollektorspannung der übrigen Gruppe nicht übereinstimmt, tritt ein unzulässig großer Kolleletorstrom auf, der, abgesehen von der bereits erwähnten Gefährdung des Kollektors und des Bürstenapparates, auch die Betriebsweise der anderen Maschinen beeinflußt. Dieser Kollektorstrom ist außerdem dadurch gegenüber dem beim Einschalten eines einzeln laufenden Motors auftretenden - Anlaufstrom erheblich höher, weil der verwendete Drehregler eine Eigenleistung besitzt, die der Gesamtregelleistung der ganzen Gruppe entspricht. Der Ohmsche und induktive Widerstand des Drehreglers ist aber für die Begrenzung des Anlaufstromes eines ständergespeisten Kollektormotors von entscheidender Bedeutung, da er in der Größenordnung des Motorwiderstandes selbst liegt. Verglichen mit dem Widerstand des Motors besitzt aber der für die Gruppenregehing dienende Drehregler einen Widerstand, der sehr gering ist, da seine Leistung ein Mehrfaches der Regelleistung des Motors selbst ist. Der Kollektorstrom, den der zugeschaltete Motor daher beim Einschalten aufgedrückt erhält, ist aus zwei Gründen höher als dies sonst bei einem Einzelantrieb der Fall wäre, nämlich wegen der beliebigen, unter Umständen sogar drehzahlerhöhenden, also sekundärspannungserhöhenden Stellung des Drehreglers auf der einen Seite und dessen einen Bruchteil betragenden Widerstandes auf der anderen Seite. Dieser hohe Kollektorstrom ruft selbstverständlich einen großen Spannungsabfall im Drehregler hervor, wodurch die Drehzahl der anderen vom gleichen Drehregler gespeisten Motoren erlieblich beeinflußt wird. Abgesehen von der, Gefährdung des Motors selbst durch den hohen Einschaltkollektorstrom liegt also hier, wie ersichtlich, die Schwierigkeit des Anlaufvorganges noch auf einem anderen Gebiet, und zwar dem der Beeinflussung der laufenden Motoren in bezug auf ihre Drehzahl, die durch den Anlaufvorgang der hinzugeschalteten Maschinen in unzulässiger Weise verändert werden kann.
  • Durch die vorliegende -Erfindung wird diesem Übelstand abgeholfen und die ordnungsgemäße Zuschaltung einer oder einiger stillstehender Maschinen zu einer oder mehreren mit beliebiger Drehzahl bereits in Betrieb befindlichen Motoren ermöglicht. Die erfindungsgemäße Anordnung zum Anlassen besteht darin, daß einer oder mehrere Motoren während des Laufes der anderen Motoren bei beliebiger Einstellung des Drehreglers in der Weise zugeschaltet werden, daß in den Kollektorstromkreis des oder der zugeschalteten Motoren ein fester Widerstand eingeschaltet wird, der nach dem Anlassen im Normalbetrieb überbrückt wird.
  • M, und M2 stellen zwei ständergespeiste Nebenschlußmotoren dar, deren Ständer St von einem gemeinsamen Netz RST gespeist werden. Mit I( sind die beiden Kollektoranker bezeichnet, die betriebsmäßig parallel von der Sekundärleitung Se des Drehreglers D gespeist werden, dessen Primärwicklung P am gleichen Netz RST liegt wie die Motoren. Die der Erfindung gestellte Aufgabe ist nun, den zunächst noch stillstehenden Motor MR während des Betriebes des Motors Ml mit beliebiger Drehzahl ordnungsgemäß zuzuschalten und in Betrieb zu bringen. Dies geschieht derart, daß die Parallelschaltung des Ständers und Läufers stufenweise erfolgt. Durch den Schalter Sch wird der Ständer mit dem Netz verbunden, der Kollektor jedoch zunächst nicht direkt, sondern indirekt über den Widerstand W mit dem Kollektor I( der Maschine Ml parallel geschaltet und hierdurch an die Drehreglerspannung gelegt. Der auftretende Ausgleichstrom über den Kollektor, der, wie bereits oben erörtert, bei direkter Parallelschaltung einen unzulässig hohen Wert annehmen würde, wird daher durch einen Widerstand W begrenzt. Dieser Widerstand hat gleichzeitig die Wirkung der Erhöhung des Anzugsmomentes des Motors h12, so daß dieser bei verhältnismäßig geringer Stromaufnahme und daher geringer Einwirkung auf den Drehregler D und dadurch auf den Motor M, rasch anläuft. Dieser Anlaufvorgang bzw. die Einschaltung des Schalters Sch wird eingeleitet durch den Druckknopf E. In Abhängigkeit von einem Zeitschaltwerk Z, das gleichzeitig in Gang gesetzt wird, erfolgt sodann die Einschaltung des Schalters H, der nach einer bestimmten einzustellenden Zeit den Widerstand W überbrückt. Durch den Druckknopf A kann die Ausschaltung des Motors 141, bei weiterlaufendem Motor Ml herbeigeführt werden. Es ist durch die beschriebene Anordnung also erreicht, daß ein oder auch einige Motoren einer gleichlaufenden Gruppe von drehzahlregelbaren Nebenschlußmotoren während des Betriebes der anderen zu- und abgeschaltet werden können, ohne daß eine Veränderung der Drehzahl oder eine Beeinflussung des Betriebes der durchlaufenden Maschinen erforderlich wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Anlassen von ständergespeisten Drehstromnebenschlußkollektormotoren, die durch einen gemeinsamen Drehregler gleichzeitig geregelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere Motoren während des Laufes der anderen Motoren bei beliebiger Einstellung des Drehreglers in der Weise zugeschaltet werden, daß in den Kollektorstromkreis des oder der zuzuschaltenden Motoren ein fester . Widerstand eingeschaltet wird, der nach dem Anlassen im Normalbetrieb überbrückt wird.
DE1934SC105547 1934-11-10 1934-11-10 Einrichtung zum Anlassen von staendergespeisten Drehstromnebenschlusskollektormotoren, die durch einen gemeinsamen Drehregler gleichzeitig geregelt werden Expired DE701940C (de)

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