DE70128C - Rauhmaschine für baumwollene Wirkwaaren zur Erzeugung einer lederartigen Oberfläche - Google Patents

Rauhmaschine für baumwollene Wirkwaaren zur Erzeugung einer lederartigen Oberfläche

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Publication number
DE70128C
DE70128C DENDAT70128D DE70128DA DE70128C DE 70128 C DE70128 C DE 70128C DE NDAT70128 D DENDAT70128 D DE NDAT70128D DE 70128D A DE70128D A DE 70128DA DE 70128 C DE70128 C DE 70128C
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DE
Germany
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goods
leather
fibers
raising machine
produce
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70128D
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English (en)
Original Assignee
A. AURICH in Hartmannsdorf, Sachsen
Publication of DE70128C publication Critical patent/DE70128C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C11/00Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Um baumwollenen gewirkten Handschuhstoffen eine Oberfläche zu ertheilen, welche vorzugsweise beim Befühlen den Eindruck des Wildleders macht, werden dieselben einem Rauhprocefs mittelst Glaskanten oder geriffelteten Eisenwalzen und Glaskanten unterzogen.
Die Verwendung und Einwirkung genannter Organe geht aus Folgendem hervor:
Die Oberfläche der Wirkwaare wird, wie Fig. 6 schematisch darstellt, zufolge der Maschenbildung aus neben einander liegenden Fadenbogen α gebildet, so dafs die Waare entsprechende Vertiefungen b zeigt.
Der Faden besteht aus einzelnen Fasern, wie durch die Linien f, Fig. 7, eines vergröfserten Fadenbogens angedeutet wird. Die Glaskanten E, die, wie in Fig. 1 dargestellt, bei g gA ■unter einem spitzen Winkel, dessen Gröfse sich an der Maschine durch die Stellung der Walzen K1 und K.2 verändern läfst, treffen mit einer ihrer Schneidkanten gegen den Fadenbogen (Fig. 7), und zwar zunächst an der höchsten Stelle d desselben. Der Stoff mag sich in der Richtung des Pfeiles χ bewegen. Hierdurch werden die äufsersten Fasern bei d aufgeschnitten und bis c, d. h. so weit mit fortgeführt, als es der Wirkungsbereich der Glaskante gestattet. Das Faserstück, das anfangs von c bis d reichte, hängt nun von c bis e herab und wird von der Glaskante abgeschnitten, wobei die grosfe relative Geschwindigkeit in Bezug zur Waare beiträgt. Von den nächsten Glaskanten werden die tiefer liegenden Fasern aufgeschnitten und gekürzt, bis die Oberfläche eben geworden und mit feinen Fasern bedeckt ist, welche derselben den wildlederartigen Griff ertheilen. Bei der Bewegung der Waare in der Pfeilrichtung χ wird der Fadenbogen von d bis c mit Fasern bedeckt, und bei der Bewegungsrichtung nach y die andere Seite des Fadenbogens von d bis h.
Die Einwirkung der Glasstäbe ist eine sehr schonende, aber auch zeitraubende. Um die Arbeit schneller vor sich gehen zu lassen, werden vor deren Einwirkung geriffelte Eisenwalzen angewendet. Diese Eisenwalzen werden dadurch rauh gemacht,. dafs man beim Abdrehen derselben auf der Drehbank einen spitzen · Stahl verwendet und diesen schnell transportiren läfst, wobei man das Drehen trocken vornimmt. Die Oberfläche dieser Walzen N, Fig. 4 und 5, zeigt Schraubengä'nge von circa Y2 bis 8/4 mm Steigung und der entstandene Grat, der durch Einreifsen mit kleinen Lücken N2, Fig. 8, versehen ist, bildet die Angriffsstellen für die Waare. Die Fasern der Fadenbogen werden ebenso aufgerissen, wie dies von den Glaskanten durch Fig. 7 erläutert wurde, jedoch mit dem Unterschiede, dafs die Fasern nicht gekürzt werden. Die Oberfläche der Waare ist daher nach der Bearbeitung durch die Walzen wollig wie nach dem gewöhnlichen Rauhprocesse, aber noch nicht wildlederartig, da hier die Fasern sehr kurz sein müssen.
Die Einrichtung der Rauhmaschine ist folgende:
In dem Gestellt, Fig. 1 (Seitenansicht), ist zunächst eine hölzerne Trommel B gelagert, die durch Riemscheibe und Riemen C angetrieben wird. Der prismatische Umfang dieser
Trommel B trägt eine gröfsere Zahl Glasstreifen E. Hierzu sind, wie Fig. 2 und 3 zeigen, gufseiserne Rinnen D auf die Trommel geschraubt. Das Innere dieser Rinnen ist mit drei Holzleisten F1 F2 Fz ausgefüllt, die sich durch Preisschrauben D1 an einander drücken lassen. Zwischen 'je zwei Leisten wird ein Glasstreifen E1 der mit dem Diamant aus einer gewöhnlichen Glastafel geschnitten wird, eingeklemmt.
Rechts und links von der mit Glasstreifen versehenen Trommel (Fig. 1) ist eine Führungswalze K1 und K2 gelagert, deren Lager sich zu beiden Seiten 'der Maschinenwände. durch Schrauben P1 und P2 hoch und tief stellen lassen, so dafs man die Waare mit einem kleineren oder gröfseren Theile des Trommelumfanges B in Berührung bringen kann.
Eine zweite Holztrommel L, Fig. 1, ebenfalls im Gestell A gelagert, trägt auf ihrer Mantelfläche eine Anzahl rauher Eisenwalzen N. Dieselben sind mit Zapfen N1, Fig. 4 und 5, versehen, doch wird deren Drehung durch eine Preisschraube R gehindert. Ist der von der Waare berührte Theil'abgenutzt, so hat man nur nöthig, die Walze etwas zu drehen.
Eine dritte, ebenfalls verstellbare Führungswalze 'K3, Fig. i, leitet die Waare auf die mit Walzen versehene Trommel L.
Die Waare wird zunächst auf die Holzoder Wickelwalze Q2 aufgerollt und von hier über die Führungswalzen K3 K2 K1 und Trommeln L und B geleitet und schliefslich zur Wickelwalze Q1 geführt. Diese beiden Wickelwalzen Q1 und Q2 besitzen je eine verstellbare Bremse J1 und J2, und es wird jedesmal diejenige Bremse angezogen, von deren Walze die Waare abgezogen wird. Eine kräftigere Bremsung hat eine gröfsere Einwirkung der rauhen Walzen N sowie der Glaskanten- E zur Folge.
Um eine dieser Wickelwalzen Q1 oder Q2 selbstthätig zu bewegen, ist an der vorderen Seite (Fig. 1) auf den Trommelachsen je ein Zahnrad G1 bezw. M1 befestigt, das in das Zwischenrad G2 oder M2 eingreift. Der Zapfen der letzteren ist an je einem schwingenden und feststellbaren Hebel H oder H1 angebracht, so dafs man dieses Rad G2 oder M2 it} oder aufser Eingriff mit den auf den Wickelwalzenachsen festgekeilten Zahnrädern G3 bezw. M8 bringen kann.
Zunächst wirken die Walzen N auf die Waare ein und darauf die Glasstreifen.; Eine mehrmalige Passirung der Trommel vor- und rückwärts ist nöthig, um den beabsichtigten Zweck zu erreichen. j
Bei feinen Waaren ist es, wie angegeben, vortheilhaft, die Einwirkung der Waljzen N der Trommel L theilweise oder ganz z^i entziehen. Man erreicht dies durch Einlegen einer Führungswalze Ki (wie punkti-rt)^ über welche die Waare hinweggeführt wird. \

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: !
    Eine Rauhmaschine, welche baumwollenen gewirkten Handschuhstoffen dadurch eine lederartige Oberfläche ertheilt, dafs auf dem Umfange einer rotirenden Trommel eine Anzahl Glasstreifen (E) angebracht sind, deren Kanten die Maschenbogen ebenen, die Fasern aufrauhen und letztere kürzen, während eine zweite rotirende Trommel mit, durch Riffelung angriffsfähig gemachten schmiedeisernen Walzen (N) nur das Rauhen besorgt. ;
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70128D Rauhmaschine für baumwollene Wirkwaaren zur Erzeugung einer lederartigen Oberfläche Expired - Lifetime DE70128C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8707501U1 (de) * 1987-05-25 1987-08-27 Rommerskirchen, Matthias, 4150 Krefeld Tambour-Rauhmaschine mit Vorrichtung zum Rauhen von Textilwaren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE8707501U1 (de) * 1987-05-25 1987-08-27 Rommerskirchen, Matthias, 4150 Krefeld Tambour-Rauhmaschine mit Vorrichtung zum Rauhen von Textilwaren

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