DE701261C - Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre - Google Patents
Verfahren zur Herstellung dickwandiger VulkanfiberrohreInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
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Description
- Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulk4nfiberrohre Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre durch übereinanderschichten mehrerer dünnwandiger Rohre von entsprechender Weite.
- Die Herstellung von Vulkanfiberrohren ist nur bis zu einer begrenzten Wandstärke möglich und erfordert schon bei mittleren Wandstärken eine lange Behandlungsdauer, so daß die Herstellung solcher Rohre unwirtschaftlich und schwierig ist. Das gleiche gilt für die in vielen Fällen erforderliche oder erwünschte Imprägnierung der Vulkanfiber mit feuchtigkeitsabweisenden, säurefesten oder sonstigen Zwecken dienenden Stoffen, da die Imprägnierung mit zunehmender Wandstärke einen unverhältnismäßig längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Bei sehr großen Wandstärken, wie sie durch Festigkeitsrücksichten vielfach bedingt sind, ist eine vollständige Durchimprägnierung des ganzen Rohres praktisch überhaupt nicht möglich. Um zu dickwandigen, mehrschichtigen Vulkanfiberrohren zu gelangen, hat man schon vorgeschlagen, die Rohre von entsprechend bemessenem Durchmesser teleskopartig ineinanderzuschieben und mittels eines Klebemittels, wie z. B. Kunstharzen, die Schichten miteinander zu verleimen. Das Klebeverfahren ergibt jedoch keine ausreichende Festigkeit, da die Rohre immerhin einigen Spielraum haben müssen, um ineinandergeschoben werden zu können. Eine andere Möglichkeit, Vulkanfiberrohre fest miteinander zu vereinigen, besteht in der Ausnutzung der Eigenschaft der Vulkanfiber, bei Feuchtigkeit zu quellen und beim Trocknen wieder zu schrumpfen. Auf diese Weise kann man zwei gleich starke Rohre, bei welchen das eine Ende erweitert und das andere Ende im Durchmesser verringert ist, ineinanderstecken, so daß eine muffenartige Verbindung entsteht. Bei der Trocknung des gequollenen Endes schrumpft dieses dann auf das andere Rohrende auf, und es entsteht eine feste und dichte Verbindung. Diese Eigenschaft der Vulkanfiber ist aber bisher zur Herstellung mehrschichtiger Rohre noch nicht ausgenutzt worden, wohl aus dem Grunde, weil hierbei Außen- und Innendurchmesser der teleskopartig ineinanderzuschiebenden Rohre auf das genaueste abgestimmt werden müssen. Auch wäre eine derartige Verbindung feuchtigkeitsempfindlich und würde die Verwendung vorimprägnierter Vulkanfiberrohre, die also kein Wasser mehr aufnehmen und somit auch nicht quellen können, ganz ausschließen. Auch das Klebeverfahren verlangt sehr genau dimensionierte Rohrkörper, die mit ganz geringem Spielraum ineinandergeschoben werden müssen, wenn das Enderzeugnis ein homegener Körper von gleichmäßigen Querschnittseigenschaften sein soll. Die für diese Arbeitsweise erforderliche Bearbeitung der Vulkanfiberrohre würde aber die Herstellung dicklvandiger Rohre aus Vulkanfiber sehr verteuern.
- Die Nachteile «erden gemäß der Erfindung bei einem Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre durch Übereinanderschichten dünnwandiger Rohre vermieden, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß zunächst das Rohr mit dem kleinsten Innendurchmesser auf einen Dorn aufgebracht und dann weitere Rohre, gegebenenfalls nach vorheriger Imprignierung mit feuchtigkeitsabweisenden Bindemitteln oder Klebemitteln, mit stufenweise ansteigendem Durchmesser mittels einer zweckmäßig geheizten Matrize, «-elche eine solche Bohrung besitzt, daß das äußere Rohr während des Aufziehens bei gleichzeitiger Querschnittsverengung fest auf das darunterliegende Rohr gepreßt wird, bis zu dem gewünschten Außendurchmesser Barübergezogen werden.
- Die Anwendung dieses Ziehverfahrens ergibt eine schnellere Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre, da einerseits sowohl die Pergamentierung als auch die gegebenenfalls erwünschte Imprägnierung der einzelnen dünnen Rohre in wesentlich kürzerer Zeit durchgeführt werden kann als die Pergamentierung bzw. Imprägnierung eines dicken Rohres und andererseits das übereinanderschichten der dünnen Rohre mit abgestuftem Durchmesser auf mechanischem Wege auf einer Ziehbank nur kurze Zeit in Anspruch nimmt.
- Die auf mechanischem Wege durch Verformung erfolgte Vereinigung der dünnen Vulkanfiberrohre unter Preßsitz zu einem dicken Rohr bedingt den weiteren Vorteil, daß entweder nur einzelne oder alle Schichten mit beliebigen Schutzmitteln gegen Feuchtigkeit, Entflammbarkeit, Säureangriff für sich imprägniert werden können, so daß das fertige mehrschichtige, starkwandige Vulkanfiberrohr in jedem gewünschten Grade oder auch vollkommen durchimprägniert ist. Das Aufziehen der einzelnen Rohre übereinander unter Zwang und Erhitzung, wobei eine Querschnittsverringerung bzw. Längung der Rohre eintritt, bedingt ferner einen sehr festen Sitz, obwohl es hierbei nicht notwendig ist, daß die Innen- und Außendurchmesser der einzelnen Rohre genau aufeinander abgestimmt sind. Die Deformierung der Vulkanfiberrohre in der heißen Matrize der Ziehvorrichtung geht vielmehr so weit, daß Unebenheiten und wechselnder Spielraum zwischen den Schichten ausgeglichen werden. Da ferner sowohl die Längung als auch die Querschnittsverengung wegen der warmen Behandlung der Rohre eine dauernde ist, so bleibt auch der durch das Aufziehen von dem äußeren auf das innere Rohr wirkende radiale Druck nach der Fertigstellung erhalten. Man erzielt so gewissermaßen eine dauernde Vorspannung, mit welcher das jeweils stärkere Rohr auf dem kleineren fest aufliegt, so daß zur Aufrechterhaltung der Verbindungsfestigkeit nicht besondere Klebemittel erforderlich sind.
- Man kann natürlich trotzdem zwischen den Schichten der Vulkanfiberrohre fremde Stoffe, wie z. B. Imprägniermittel, einbringen, die weniger zur Unterstützung der Haftfestigkeit als zur Erzielung anderer gewünschter Eigenschaften dienen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre durch übereinanderschichten dünnwandiger Rohre, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das Rohr mit dem kleinsten Innendurchmesser auf einen Dorn aufgebracht und dann weitere Rohre, gegebenenfalls nach vorheriger Imprägnierung mit feuchtigkeitsabweisenden Bindemitteln oder Klebemitteln, mit stufenweise ansteigendem Durchmesser mittels einer zweckmäßig geheizten Matrize, welche eine solche Bohrung besitzt, daß das äußere Rohr während des Aufziehens bei gleichzeitiger Querschnittsverengung fest auf das Barunterliegende Rohr gepreßt wird, bis zu dem gewünschten Außendurchmesser Barübergezogen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938D0082156 DE701261C (de) | 1938-04-08 | 1938-04-08 | Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938D0082156 DE701261C (de) | 1938-04-08 | 1938-04-08 | Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE701261C true DE701261C (de) | 1941-01-13 |
Family
ID=7063693
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938D0082156 Expired DE701261C (de) | 1938-04-08 | 1938-04-08 | Verfahren zur Herstellung dickwandiger Vulkanfiberrohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE701261C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202013006310U1 (de) | 2013-07-09 | 2013-08-08 | Dominik Dumke | Schichtweise aufgebautes plattenförmiges Halbzeug zur Herstellung von Umformteilen |
-
1938
- 1938-04-08 DE DE1938D0082156 patent/DE701261C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202013006310U1 (de) | 2013-07-09 | 2013-08-08 | Dominik Dumke | Schichtweise aufgebautes plattenförmiges Halbzeug zur Herstellung von Umformteilen |
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