DE70103C - Fadenführung für Heilmann'sche Stickmaschinen zur Verkürzung der freihängenden Fadenlänge - Google Patents
Fadenführung für Heilmann'sche Stickmaschinen zur Verkürzung der freihängenden FadenlängeInfo
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- DE70103C DE70103C DENDAT70103D DE70103DA DE70103C DE 70103 C DE70103 C DE 70103C DE NDAT70103 D DENDAT70103 D DE NDAT70103D DE 70103D A DE70103D A DE 70103DA DE 70103 C DE70103 C DE 70103C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C11/00—Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
- D05C11/08—Thread-tensioning arrangements
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Fadenlänge.
Die im Gebrauch befindlichen Heilmannschen Stickmaschinen sind in ihrer weitaus
gröfseren Zahl zweireihig, weniger drei- oder auch einzeln vierreihig gebaut, d. h. es sind
zwei, drei oder vier Reihen Nadelkluppen über einander angebracht. Diese vorwiegende Verwendung
der zweireihigen Maschinen mufs auf den Umstand zurückgeführt werden, dafs die
drei- oder mehrreihigen Stickmaschinen trotz ihrer höheren Leistungsfähigkeit zu hoch und
schwer gebaut wurden, um leicht und handlich bedient werden zu können. Denn da der Auszug
des Stickmaschinenwagens jeweils auf ungefähr einen Meter berechnet ist, so kommt
ein dementsprechend langer Stickfaden in Verwendung. Beim Ausziehen des Wagens, d. h.
beim Entfernen der in den Kluppen festgeklemmten Sticknadeln vom Stoff, wird auch
der Stickfaden ausgezogen und gestreckt, während er beim Rückgang des Wagens um die
Hälfte zusammengelegt nach unten sinkt, was beim ganzen Faden circa 50 cm ausmachen
würde, oder je mehr der Faden beim Sticken aufgebraucht ist, entsprechend weniger. Durch
diese Tieflage des um die Hälfte zusammengelegten Fadens mufs aber bei der Stickmaschine
die unter der obersten Nadelreihe befindliche zweite Reihe auf wenigstens 54 cm von der obersten Nadelreihe entfernt gehalten
werden, desgleichen die dritte von der zweiten und gegebenfalls die vierte von der dritten.
Es wird somit erklärlich, dafs drei- und vierreihige Stickmaschinen nach der gebräuchlichen
Bauart zu hoch ausfallen, als dafs sie leicht und handlich bedient werden könnten, und
dafs man sich daher vorzugsweise mit den weniger leistungsfähigen zweireihigen Maschinen
behilft.
Um nun mit drei, vier oder mehr Nadelreihen arbeiten zu können, ohne die Stickmaschine
höher als die jetzt gebräuchlichen zweireihigen Maschinen zu bauen, verwendet der Erfinder eine Einrichtung, welche den
Stickfaden, statt ihn frei herabhängen zu lassen, unterstützt und bei dem Rückgang der Nadeln
in einzelne Schleifen zusammenlegt, also in seinem Fall nach unten verkürzt. Dadurch
können die einzelnen .Nadelreihen einander genähert werden und man kann zu den bei
einer gebräuchlichen Zweireihenmaschine verwendeten zwei Nadelreihen noch eine, zwei
und mehr weitere Nadelreihen anbringen. Eine solche bedeutend leistungsfähigere Stickmaschine
wird daher die annähernd gleiche Höhe einer Zweireihenmaschine haben und ebenso leicht wie diese zu bedienen sein.
Durch die Neuerung werden ferner die Stickfäden derart gehalten bezw. zusammengelegt,
dafs sich zwei neben einander liegende Fäden unmöglich verwickeln können.
Auf beiliegender Zeichnung ergeben:
Fig. ι die Ansicht einer Stickmaschine nach vorliegender Erfindung,
Fig. ι die Ansicht einer Stickmaschine nach vorliegender Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch dieselbe,
Fig. 3 einen zur Fadenauflage benutzten Bügel mit Schnüren,
Fig. 3 einen zur Fadenauflage benutzten Bügel mit Schnüren,
Fig. 4 bis 8 eine Reihe schematischer Darstellungen,
welche die Zusammenlegung des Stickfadens bei der Einfahrt des Wagens veranschaulichen
;
Fig. 9 bis 11 zeigen die Auseinanderschiebung der Bügel bei Ausfahrt des Wagens.
Die in bekannter Weise mit den Wagen A bezw'. A1 verbundenen Bogen α tragen bei der
gezeichneten Stickmaschine vier Kluppenlineale b1 Ψ bs &4 mit den Nadelkluppen c. An jedem
Ende eines Kluppenlineals befinden sich Stofsbleche d, welche gegen Bügel e1 e2 e3 e4 treffen,
die zu beiden Seiten der Maschine auf Stangen f gleitbar sind. Zu je zwei Kluppenlinealen
oder zwei Kluppenreihen gehört eine Gruppe Bügel e1 e2 es e4 an jeder Maschinenseite
und es ist jeder Bügel der einen Maschinenseite mit dem entsprechenden Bügel der
anderen Maschinenseite durch Schnüre gl g°
bezw. g^g°, bezw. g3 g°, bezw. g* g° verbunden,
wobei zu jeder Kluppenreihe zwei oder mehr Schnüre gehören, von denen je die oberste (g1 g2 g3 g*) als Auflage oder Unterstützung
für die Stickfäden h dient, während die untere g° (deren auch mehrere über einander
sein könnten) zum Festhalten oder Festklemmen der beim Zusammenlegen der Stickfäden
entstandenen Schleifen bestimmt ist. Die Bügel jeder Gruppe sind ferner unter sich,
sowie mit ihrem Stofsblech durch Kettchen i verbunden (Fig. 2 links, in Fig. ι rechts der
Deutlichkeit wegen fortgelassen). Bei Auszug des Wagens (Fig. 2 links) wird durch diese
Kettchen i eine gleichmäfsige Einstellung der Bügel zwischen Nadelkluppe und Stoff erreicht
und damit auch" die Stickfäden b gleichmäfsig über die Auflageschnüre g1 g$ g3 g·4 der Bügel
gelegt. Fährt der Wagen A ein, so findet der Stickfaden auf den Schnüren g1 g2 gs gl Unterstützung
und sinkt daher nicht auf seiner ganzen Länge herab, sondern nur auf der
zwischen der Nadel η und der ersteren Unterstützungsschnur g1 liegenden Strecke, aufweicher
der Faden, wie Fig. 4 zeigt, zusammengelegt wird. Bei weiterer Einfahrt des Wagens trifft
das Stofsblech d auf den ersten Bügel e1, und nimmt diesen mit seinen Schnüren ebenfalls
mit, wodurch der zwischen den Schnüren g1
und g2 liegende zweite Theil des Stickfadens h
zusammengelegt wird (Fig. 5); darauf schiebt das Stofsblech auch den folgenden Bügel e2
mit und legt auch den zwischen g·2 und gs
befindlichen Faden zusammen (Fig. 6), dann auf gleiche Weise den zwischen g3 und g·4
befindlichen (Fig. 7) und schliefslich den zwischen der vierten Schnur g·4 und dem Stoff s
hängenden Faden (Fig. 8). Diese letzte Fadenschleife findet auf dem vor dem Stoff angebrachten
Schutzbrett k Auflage. Der Faden ist jetzt wellenförmig zusammengelegt, wobei die
einzelnen Schleifen nicht nur von den obersten Schnüren g getragen, sondern auch zwischen
den unter diesen angebrachten und beim Zusammenschieben
der Bügel dicht neben einander gelegten Schnüren g° festgehalten oder
festgeklemmt werden, so dafs eine Verwirrung zweier neben einander liegender Stickfäden
nicht eintreten kann.
Beim Auszug des Wagens tritt der umgekehrte Vorgang ein, welcher aus Fig. 9, 10
und 11 verständlich werden dürfte. Denn mit dem Stickfaden haben sich auch die in Fig. 2
links ausgezogenen Ketten i bei der Einfahrt des Wagens zusammengelegt; fährt der Wagen
mit dem Stofsblech d wieder aus, so wird zuerst die zwischen dem Stofsblech d und dem
ersten Bügel e1 angebrachte Kette straffgezogen
(Fig. 9), darauf der erste Bügel e1 selbst mitgenommen
und die Kette zwischen el und e2
ausgezogen (Fig. 1 o), dann verschiebt sich der zweite Bügel e2 mit der Kette zwischen e2
und e3 (Fig. 11) und so fort, bis wieder die
Stellung in Fig. 1 links erreicht ist. Mit der fortschreitenden Aufstickung des Stickfadens
wird selbstverständlich auch der Auszug des Wagens geringer sein; es brauchen dann dementsprechend
nur soviel Bügel verschoben zu werden, als für die Auflage des kürzer gewordenen
Fadens genügt.
Die Stangen f, auf welchen die Bügel e1 e2 es e4 gleiten, sind theils mittelst Lager/1
am Gestell der Maschine, theils mittelst Lager/2 an den Laufschienen m für die Wagen bebefestigt,
derart, dafs sie die Bewegung der letzteren nicht hindern.
Das Stickgatter 0 kann bei der vorliegenden Maschine auf verschiedene Weise benutzt
werden. Es können je eine Walze oder Längsspannstab oben und unten angebracht sein, um
den Stoff in der ganzen Breite aufgespannt zu halten, ferner für Längsstickereien mit seitlich
am Gatter angebrachten Wellen und drittens, wie auf der Zeichnung, mit je einer Stoffbreite
für jede Nadelreihe, also bei vier Nadelreihen vier Stoffbreiten, von welchen jeder Stoff von
zwei dünnen Rohrwellen ρ gehalten ist und mittelst dieser wie bei einer gewöhnlichen Stickmaschine
nach Bedürfnifs nachgewellt werden kann. Bei der letzteren Anordnung müssen aber die Wellen p, des Festonapparates wegen,
auf der Rückseite des Gatters (nach dem hinteren Wagen hin) angebracht sein.
Durch die Anbringung von z. B. vier Nadelreihen auf einer bestehenden zweireihigen Maschine
wird allerdings der Stickwagen etwas mehr beschwert, was sich . aber durch eine kleine Veränderung in der Uebersetzung des
Handrades leicht ausgleichen läfst, so dafs der Sticker die neue Maschine, mit welcher sich
eine wesentliche Mehrleistung erzielen läfst, ebenso leicht bedienen kann wie eine gewöhnliche
Zweireihenmaschine.
Claims (1)
- Patenτ-Anspruch:Zur zickzackförmigen Zusammenlegung der Stickfäden an Heilmann'schen Stickmaschinen die Anordnung, dafs die Stickfäden auf einer Anzahl bei Bewegung des Stickwagens verschiebbarer Tragschnüre gl g1 g% gi ihre Unterstützung und Auflage finden, so dafs dieselben bei . Einfahrt des Wagens und dadurch bedingter Zusammenschiebung der Tragschnüre zusammengelegt werden, wobei die Tragschnüre, sowie auch· die unter letzteren angebrachten, zum Festhalten der zusammengelegten Fadenschleifen dienenden Schnüre, g·0, an Gleitbügeln e1 e2 e3 e4 befestigt sind, die unter sich, sowie mit den Wagen durch Ketten oder dergleichen verbunden sind, und wobei die Schnüre beim durch Stofsbleche veranlafsten Verschieben der Gleitbügel gleichmäfsig geführt und zusammengeschoben werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70103C true DE70103C (de) |
Family
ID=343508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70103D Expired - Lifetime DE70103C (de) | Fadenführung für Heilmann'sche Stickmaschinen zur Verkürzung der freihängenden Fadenlänge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70103C (de) |
-
0
- DE DENDAT70103D patent/DE70103C/de not_active Expired - Lifetime
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