DE700822C - Kaffeebruehvorrichtung - Google Patents
KaffeebruehvorrichtungInfo
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Description
- Kaffeebrühvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Kaffeebrühvorrichtung zur laufenden Herstellung von Teilmengen. Es ist bekannt, bei derartigen Vorrichtungen die Wasser- und Dampfeinlaßventile derart zu steuern, daß das Kaffeemehl zunächst angefeuchtet, dann überbrüht und schließlich die fertige Brühe durch Dampfdruck ausgetrieben wird.
- Im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen ist bei der Kaffeebrühvorrichtung gemäß der Erfindung eine Steuer- und Regelvorrichtung der Wasser- und Dampfeinla2-ventile vorgesehen, dise in zwangsläufig vorbestimmter Aufeinanderfolge und Zeitdauer in dem ersten Zeitabschnitt die Anfeuchtung des-Brühgutes, in dem zweiten Zeitabschnitt die Ergänzung der Brühwassermenge und deren Erhitzung durch Dampf und in dem dritten Zeitabschnitt die Auspressung und Filterung unter Druck regelt. Es wird mit der vorliegenden Vorrichtung erstmalig die dreiphasige zwangsläufige automatische Kaffeebrühezubereitung durchgeführt; dadurch ist die Vorrichtung weitgehend anderen Brühapparaten überlegen, die mit z. B. mechanischen Steuerungen bekannt sind, bei denen aber nicht der dreiphasige zwangsläufige automatische Ablauf der Kaffeezubereitung gegeben ist. Es sind bei der Brühvorrichtung gemäß der Erfindung folgende Vorteile vorhanden i. eine richtige Abmessung der Wassermenge, a. bestimmte Zeiträume zwischen der Wasserwirkung und der vom Dampf auf das Wasser ausgeübten Druckwirkung, 3. Vermeidung der unmittelbaren Berührung zwischen dem Dampf und dem. Kaffee, ,4. Verwendung des Dampfes nur zu dem Zweck, um den Durchgang des Wassers durch das Kaffeemehl hindurch zu beschleunigen, 5. bestimmte Mindestzeit, um die vollständige Auflösung der organischen Stofre sowie deren schnelle Auslaugung zu bewirken. Die Fig. i bis 4. veranschaulichen eine Ausführungsform der Brühvorrichtung ;emiiß der Erfindung.
- Die Vorrichtung setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: Einer Hauptwelle a, einer \ ockentrommel h mit an ihrem Umfange an_ geordneten \ ocken r. einem Wasserventil d, einem selbsttätigen Dampfventil c, einem doppelsitzigen pneumatischen Ventil f, einem Druckahlaß%-entil " Hebeln hi, It_, h3 zum Antrieb der Ventile. Hebeln i, und i_ zum Antrieb des Druckablaßventils g in Verbindung mit den Hebeln 1c1 und lt., den die Hebel belastenden Federn 1l, j2, j3, einer Spritzdüse 1, einem filtertragenden Ring 7)t, einem Filterträger mit Filtern, einer Ein- und Ausrücklcupplung p, einer Speiseleitung q, eineng selbsttätigen elektrischen Signalisierstromkreis.
- Die Vorrichtung ist ferner für den Handbetrieb mit nachfolgenden Einzelheiten ausgestattet: , Einem Hebels für das Wasserventil d, einem Hebel t für das Dampfventil e, einem Hebelia für das pneumatische Ventil f, einer Einrückkupplung v für das Dampfventil, einem Ausrückhebel va für die Kupplung v, einer Einriickkupplung w für das pileumatische Ventil f, einem Ausrückhebel wa für die Kupplung Die Vorrichtung kann für die Brühbereitung eine oder mehrere selbsttätige Gruppen aufweisen, die, obwohl sie von einer beliebig betätigten gemeinsamen Welle a ihren Antrieb erhalten, doch in ihrer Arbeit voneinander vollkommen unabhängig sind und somit, je nach Bedarf, wechselweise oder auch gleichzeitig betrieben werden können.
- Die Filterträger und die Filtern können nach Belieben mit einem bis vier Brühauslaßmundstücken versehen sein; entsprechend der Zahl der Tassen, die für jede Gruppe gleichzeitig zu füllen sind, wird man größere oder kleinere, den gemahlenen Kaffee enthaltende Filter wählen.
- Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist vollständig selbsttätig, ohne daß irgendwelches hilfsweises Eingreifen des Wärters notwendig ist; da die -Nockentrommel b die Steuerung sämtlicher Ventile bewirkt, so liefert die Vorrichtung eine stets gleichmäßige Kaffeebrühe.
- Die Nockenscheibe b bewegt sich in drei Zeitabschnitten fort, wobei, wie schon angegeben wurde, in dem ersten Zeitabschnitt die Anfeuchtung der organischen Stoffe und deren Auflösung bewirkt wird (erste Phase), in dem zweiten Zeitabschnitt die Brühwassermenge ergänzt und die in der Bereitung befindliche Brühe unter Dampfdruck im Filterträger erhitzt wird (zweite Phase) und im dritten Zeitabschnitt der Ausfluß der Brühe aus dem Filterträger durch den darauf lastenden Dampf-, Luft- oder Gasdruck beschleunigt stattfindet (dritte Phase).
- Die Verwendung von Druckluft oder Druckgas beschleunigt den Auszug sowie den Ausfluß der Brühe und ermöglicht, diese in 4o bis 8o Sekunden zu bereiten, je nach der Zahl der Kaffeetassen, die jede Gruppe liefern soll.
- Das Schließen der I`ul)1)ltulll p über o setzt die Nockentrommel b in Unvlrehung; dabei betätigt die" Tronliliel b mittels der ali ilirenl Umfange in drei Reihen angeordneten -Nocken c in dein ersten Abschnitt ihrer Bewe-un- den Hebel hl und öffnet das Wasserventil d, so daß Wasser aus der Düse 1 austreten und auf den im Filterträger n eilthaltenen gemahlenen Kaffee gelangen kann. Dieser erste Scheibennocken ist so ausgebildet, daß das zunächst austretende Wasser möglichst gering ist und ein Drittel der für die rollständige Brühmenge erforderlichen Wassermenge nie übersteigt. Mit diesem kurzen Wasseraustritt und der darauffolgenden Unterbrechung von io bis 30 Sekunden, je nach der Zahl der zu füllenden Tassen, ist die erste Phase beendet, nämlich die Phase der Auflösung. -Nach dieser Pause betätigt ein weiterer -Nocken der Trommel b den Hebel hl wieder, und es wird ein nochmaliges öffnen des Wasserventils d bewirkt.
- Da jedoch das aus dem unter Druck stehenden Kessel kommende, zunächst ausgetretene Krasser die Düsel ebenso wie den Filterträgern unter Druck gesetzt hat, welcher dem in dem Kessel herrschenden Druck gleich ist, so kann keine weitere Wasser- oder Dalnpfinenge in den Filterträger 1t eintreten, ehe der in letzterem vorhandene Druck nicht abgelassen worden ist.
- Zum Ablassen dieses Druckes, welcher die Abmessung des Wassers unmöglich machen und die Heizungs- und Druckwirkung des Dampfes .aufheben würde, ist das Ablaßventil g vorgesehen; dieses Ventil steht mit dem Wasserventil d und dem Dampfventil e in der Weise in Verbindung; daß jedem öffnen der Ventile d und e das öffnen des Ablaßventils g vorangeht, und zwar mit einer V oreilung von etwa i Sekunde; das Ventil g bleibt. nur für die geringe Zeitdauer offen, welche erforderlich und genügend ist, um den im Filterträger vorhandenen Druck vollständig abzulassen.
- Diese vorangehende öffnung des Ventils g wird durch die Hebel il und i_ bewirkt, die mit den Hebeln hl und lt= verbunden sind.
- Das erwähnte vorhergehende Ablassen des Druckes aus dem Filterträger ist vor dein öffnen des pneumatischen Ventils f überflüssig; denn der Druck der Luft oder des Gases ist größer als der im Filterträger 1t vorhandene Druck.
- Dem durch die Bewegung der Lockentrommei b bewirkten öffnen des Ventils d folgt eine weitere Pause je nach den verschiedenen Fällen von etwa 5 bis io Sekunden, worauf die Noockentrommel (las Ventil d zum ()ritten oder vierten Male betätigen und (las Wasser ausfließen lassen wird, und zwar in dem Falle, daß die Brühe für drei oller vier Tassen reichen soll: wenn es sich nur u111 eine oder zwei Tassen handelt, so ist die während der zwei ersten Wasseraufgüsse gelieferte Wassermenge ausreichend.
- N ich erfolgter Wasserabmessung betätigt die 1\ockentrommel b unter vorheriger üffnuiig des Druckablaßventils g den niit dem Hebel i= verbundenen Hebel 1t2, welcher das Öffnen des Dampfventils e bewirkt; diese Öffnungen werden zwei- bis fünfmal hintereinander mit Unterbrechungen von z bis 5 Sekunden Dauer wiederholt.
- Auf diese 'Weise wird die zweite Phase vollzogen, nämlich die Phase der Erwärmung der in Bereitung befindlichen Brülle.
- '\ achher betätigt die \ ockentrommel b mit raschen Intervallen den Hebel h3 und damit das pneumatische Ventil f, so daß die in den Filterträger eindringende Druckluft oder das Druckgas die Brühe rasch in der vorgesehenen Zeit austreibt. Damit ist die dritte Phase vollzogen, nämlich die Phase der raschen Austreibung der Brühe.
- Zur Lieferung der Druckluft oder des Druckgases dienen Flaschen, Pumpen oder Kompressoren. Der Luft- oder Gasdruck darf nicht unter 3 at betragen.
- Die' beschriebene Kaffeebrühvorrichtung kann auch ohne Verwendung von Druckluft oder Druckgas für die Austreibung der fertigen Brühe hergestellt werden. In diesem Falle sind nur die zwei Ventile d und e unter Weglassung des pneumatischen Ventils f vorzusehen. Die 1 ockentrommel wird dann nur mit zwei Lockenreihen statt drei versehen; statt durch _ die Preßwirkung der Luft oder des Gases geht das Austreiben der Brühe durch die im Filterträgern stattfindende Dampfausdehnung vor sich. Zu diesem Zweck bewirkt die \ ockentrommel mit verschiedenen Intervallen und nach vorherigem Ablaß des Druckes auf dem Filterträger das Öffnen des Dampfventils e, bis die ganze gewünschte Brühe aus dem Filterträger hinausgetrieben worden ist.
- Mit den in der beschriebenen Vorrichtung vorgesehenen selbsttätigen Arbeitsvorgängen ist ein schwerer Übelstand vermieden; der Dampf kann nicht in unmittelbare Berührung mit dem Kaffee kommen, und das Aroma des Kaffees wird somit unverändert bewahrt.
- Der Betrieb jeder selbsttätigen Gruppe wird durch elektrisch-optische Signalisierungseinrichtungen und durch Schaulöcher für jede Gruppe überwacht; die Signale treten beim Einschalten der Kupplung p in Tätigkeit, damit der Wärter die verschiedenen Phasen dc's Betriebes verfolgen kann.
- Bei etwaigem Ausbleiben der Antriebskraft können die einzelnen Gruppen mittels der für den Handbetrieb vorgesehenen Einrichtungen bet:itigt werden. In diesem Falle erfolgt die 13et:itigung des Wasserventils ei, des Dampfventils e und des pneumatischen Ventils f mittels der Hebel s, t, it, von denen die Hebel s und t mit den Hebeln und Einrichtungen il und i= zwecks Betätigung des Druckablaßventils g verbunden sind.
- Um eine größere Betriebsfähigkeit zu erreichen, sind die Hebel t und it init automatischer Einkupplung v bzw. w und Entkupplung va bzw. wa versehen, so daß der Wärter die dauernde Öffnung der Ventile e -und f ohne dauernde Anpressung derselben mit der Hand bewirken und die Ventile im richtigen Augenblick durch einfaches -Niederdrücken der Entkupplungseinrichtung schließen kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Kaffeebrühvorrichtung zur laufenden Herstellung von Teilmengen, bei der Wasser- und Dampfeinlaßventile derart gesteuert werden, daß das Kaffeemehl zunächst angefeuchtet, dann überbrüht und schließlich die fertige Brühe durch Dampfdruck ausgetrieben wird, gekennzeichnet durch eine Steuer- und Regelvorrichtung der Wasser- und Dampfeinlaßventile, die in zwangsläufig vorbestimmter Aufeinanderfolge und Zeitdauer in dem ersten Zeitabschnitt die Anfeuchtung des Brühgutes, in dem zweiten Zeitabschnitt die Ergänzung der Brühwassermenge und deren Erhitzung durch Dampf und in dem dritten Zeitabschnitt die Auspressung und Filterung unter Druck regelt. Kaffeebrühvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß clie Steuer- und Regelvorrichtung eine beliebig angetriebene Welle (a) aufweist, welche unter Vermittlung einer Ein- und Ausrückkupplung (p) die Umdrehung einer \ockentrommel (b) bewirkt, deren 2\'ocken (c) mittels Hebel (hl, h_) das Wasserventil (d) und das Dampfventil (e) steuern. 3. Kaffeebrühvorrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ventil (g) zum Ablassen des im Filterträger (in, n) vorhandenen Druckes vorgesehen ist und daß das Öffnen des Ventils (g) für eine geringe Dauer und mit einer kleinen Voreilung gegenüber dem Öffnen des Wasser- (d) oder Dampfventils (e) durch dieselbe \ ockentronmicl (b), welche die Öffnung der anderen_Ventile (d, e) regelt, mittels der Hebel (il, i=) gesteuert wird. .4. haffeebrühvorrichtung nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung von Druckluft oder Druckgas für das Austreiben der Brühe aus dem Filtertr:iger (irt, ii), wobei ein oder mehrere Ventile (f) von der .Nockentrommel (b) mittels eines oder mehrerer Hebel (h3) gesteuert werden. 5. Kaffeebrüheorrichtung nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch eine Hebelanordnung (s; `t, u) mit Kupplungen (v, u-) und Entkupplungen (va, zc,a) für die von Hand vornehmbare und von der Lockentrommel (b) unabhängige Bewegung des Wasserventils (d), des Dampfventils (e) und des Druckgasventils (f). 6. Kaffeebrühvorrichtung nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch eine von der Welle (a) oder von der Lockentrommel (b) bewegte oder unmittelbar gesteuerte elektrisch-optische Signalisierungseinrichtung zur Kontrolle der verschiedenen Stufen der Brühbereitung.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1936-09-03 DE DE1936I0055863 patent/DE700822C/de not_active Expired
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