DE70071C - Kugelstützlager mit sich drehenden Zwischenscheiben - Google Patents
Kugelstützlager mit sich drehenden ZwischenscheibenInfo
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- DE70071C DE70071C DENDAT70071D DE70071DA DE70071C DE 70071 C DE70071 C DE 70071C DE NDAT70071 D DENDAT70071 D DE NDAT70071D DE 70071D A DE70071D A DE 70071DA DE 70071 C DE70071 C DE 70071C
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- ball
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- Expired - Lifetime
Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C19/00—Bearings with rolling contact, for exclusively rotary movement
- F16C19/54—Systems consisting of a plurality of bearings with rolling friction
- F16C19/55—Systems consisting of a plurality of bearings with rolling friction with intermediate floating or independently-driven rings rotating at reduced speed or with other differential ball or roller bearings
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Rolling Contact Bearings (AREA)
Description
HJM-
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. August 1892 ab.
Bei den bekannten Schleifvorrichtungen mit Fufsbetrieb, welche eine rotirende Welle mit
Schleifscheibe besitzen, läuft diese Welle mit an den Enden befindlichen Zapfen in Lagerschalen.
Diese Art der Lagerung erfordert für Fufsbetrieb infolge der Zapfenreibung viel. Kraft und ermöglicht
keine hohe Umdrehungszahl der Schmirgelscheibe. Die Leistungen der durch Motoren angetriebenen und mit grofser Geschwindigkeit
laufenden Schmirgelscheiben sind bekannt, es macht sich demzufolge das Bestreben
geltend, auch bei Schleifmaschinen mit Fufsbetrieb schnell laufende Schleifscheiben anzuwenden,
um dieselben leistungsfähig zu machen. Es existiren bereits Schleifmaschinen, bei welchen zwecks Erreichung .grofser Umdrehungsgeschwindigkeit
die gleitende Reibung in rollende umzuwandeln versucht worden ist, und zwar mittels einreihiger Kugellagerung.
Allein die Anwendung einer Reihe Kugeln ergab das Resultat, dafs die Laufbahnen der
Kugeln starken Verschleifs zeigten und die damit erzielte Geschwindigkeit der Schleifscheiben
den Anforderungen noch nicht genügte. Der erwähnte Verschleifs hat nach eingehenden Beobachtungen
darin seinen Grund, dafs die • Kugeln nicht die Umdrehungsgeschwindigkeit
annehmen, welche dem Abrollen ihres Umfanges auf der Lauffläche der Nuth ohne Gleitung
entspricht, sondern wesentlich gleiten. Es findet bei einem Kugellager nicht nur rollende
Reibung der Kugeln auf ihrer Laufbahn, sondern auch gleitende Reibung benachbarter
Kugeln an einander statt, da die Kugeln sich gegenseitig berühren. Die hierdurch bedingte
Reibungsarbeit wächst bei zunehmender Geschwindigkeit der Welle schnell an, weil ein
Factor derselben, die relative Geschwindigkeit zweier benachbarter Kugeln, sich beispielsweise
bei doppelter Geschwindigkeit der Welle nicht verdoppelt, sondern vervierfacht. Die Geschwindigkeitszunahmen
zweier benachbarter Kugeln summiren sich. Es wird demzufolge naturgemäfs ein Zustand eintreten, bei dem die
die Bewegung einleitende Reibung zwischen Kugeln und ihrer angetriebenen Lauffläche
nicht mehr die Reibungsarbeit der Kugeln unter einander zu leisten im Stande ist, d. h. die
Maximalumdrehungsgeschwindigkeit der Kugeln ■— der Beharrungszustand — erreicht ist. Dieses
Stadium bedingt den Verschleifs der Lagertheile und vermehrt die Antriebskraft unverhältnifsmäfsig.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Vorrichtung in der Lagerung der Welle,
welche diese Uebelstände bis auf ein erträgliches Mafs verringert, d. h. den Verschleifs auf
ein -Minimum reducirt und den sehr grofsen Vortheil höherer Umdrehungszahl der Schleifwelle
bietet. Diese Leistung ist bisher noch mit keiner Schleifmaschine für Fufsbetrieb erreicht
worden.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Hinteransicht und Fig. 3
den Grundrifs der Maschine, während Fig. 4 einen Zapfen mit der Kugellagerung zeigt.
Das Gestell, welches aus zwei durch eine Grundplatte vereinigten Ständern besteht, trägt
unten die Tretvbrrichtung mit Schwungrad d. Oben läuft in Arbeitshöhe die Schleifwelle c
auf den Stellschrauben b, welche in den Augen a durch Gewinde und Gegenmutter befestigt sind.
Die Welle c, welche ihren Antrieb vom Schwungrad direct erhält, trägt in den beiden
Enden ff die eigenartige Kugellagerung, dient aufserdem bei g als Riemscheibe und trägt die
durch Mutter h befestigte Schmirgelscheibe. In den hohlen Kopf/, Fig. 4, ist eine Stahlbuchse
i eingeschraubt, welche eine zur Aufnahme eines Kranzes Kugeln passende Ausfräsung
besitzt. Den weiteren Theil des Kugellagers bilden die Teller m n. Diese Teller
sind aufsen und innen mit Ausfräsungen versehen, um einem Kugelkranz als Gegenlager zu
dienen und auch zugleich einen Kugelkranz aufnehmen zu können. Die Zusammensetzung
des Kugellagers erfolgt in der Weise, dafs sich auf den Kugelkranz der Stahlbüchse i die untere
Ausfräsung eines Tellers setzt, die obere Ausfräsung dieses Tellers aber ebenfalls einen
Kugelkranz erhält, in welchen wiederum ein weiterer Teller in der gleichen Weise sich
hineinsetzt und auch einen Kugelkranz erhält. In den letzten Kugelkranz setzt sich die mit
Kugelrinne 0 versehene Stellschraube b und hält das Lager zusammen. Die Teller m η
liegen also bei diesem Lager zwischen je einem Kranz Kugeln ohne sonstige weitere Verbindung
und können deshalb diese Teller bezw. die einzelnen Kugelkränze unter sich yerschiedene
Bewegungen ausführen, je nachdem die Durchmesser der einzelnen Kugelkränze und die Durchmesser der Kugeln selbst verschieden
gewählt werden, weil die Reibung in jedem einzelnen Kugellager abhängig ist von dem Durchmesser der Kugeln und der Kugelkränze.
Die Wirkung dieses Kugellagers ist folgende: Bei einer gewissen Geschwindigkeit der Welle
tritt auch hier der oben erwähnte und erklärte Zustand einer einreihigen Kugellagerung ein.
Die durch die gegenseitige Reibung gebremsten Kugeln in i nehmen in gewissem Sinne den
Zustand eines starren Ringes an und übertragen nun durch die Reibung in ihren Lanfnuthen
einen Theil der Umfangskraft der Welle-auf den losen umdrehungsfähigen Teller m. Dieser
Teller m ist nun vermöge seiner Kugellagerung im Stande, ohne erhebliche Reibung an der'
Rotation theilzunehmen, und wird demzufolge die Geschwindigkeit der Welle um seinen
Geschwindigkeitsbetrag vermehren. Dies wird stattfinden bis zum oben erwähnten Beharrungszustande
seiner inneren Kugelreihe, welche nun ihrerseits aus früher angeführtem Grunde. die
-Rotationsbewegung dem beweglichen Teller η mittheilt. Um den Betrag von η wird sich
die Schleifwelle wiederum ohne erheblichen Widerstand schneller drehen können.
Die Eigenthümlichkeit des oben beschriebenen Kugellagers gestattet demgemäfs die Summe
der Umdrehungsgeschwindigkeiten dreier einfacher Kugellager bis zum Eintritt " des Beharrungszustandes
jeder Kugelreihe, d. h. bis zum Eintritt unverhältnifsmäfsiger Reibungszunahme und Verschleifses.
Die Aufeinanderfolge der beschriebenen Bewegungszustände kann auch im umgekehrten
Sinne stattfinden, je nachdem die Durchmesser der Laufbahnen für die Kugeln und die Gröfse
der letzteren selbst gewählt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kugelstützlager, bestehend aus mehreren zwischen Kugeln gelagerten Scheiben verschiedenen Durchmessers, um die Drehgeschwindigkeit der einzelnen Scheiben allmälig abnehmen zu lassen und so eine geringere Relativgeschwindigkeit und Abnutzung zu erzielen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70071C true DE70071C (de) |
Family
ID=343480
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70071D Expired - Lifetime DE70071C (de) | Kugelstützlager mit sich drehenden Zwischenscheiben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70071C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1025683B (de) * | 1955-11-28 | 1958-03-06 | Francis J L Dorl | Rollen- bzw. Kegelrollenlager |
| DE1028280B (de) * | 1952-04-30 | 1958-04-17 | Sc Techn H C Alfred Buechi Dr | Gegenlauf-Turbogeblaese oder -pumpe mit Antrieb durch Gegenlauf-Gasturbine |
-
0
- DE DENDAT70071D patent/DE70071C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028280B (de) * | 1952-04-30 | 1958-04-17 | Sc Techn H C Alfred Buechi Dr | Gegenlauf-Turbogeblaese oder -pumpe mit Antrieb durch Gegenlauf-Gasturbine |
| DE1025683B (de) * | 1955-11-28 | 1958-03-06 | Francis J L Dorl | Rollen- bzw. Kegelrollenlager |
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