DE700413C - Vorrichtung zum Herstellen gekruemmter Flaechen - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen gekruemmter FlaechenInfo
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- DE700413C DE700413C DE1938M0143184 DEM0143184D DE700413C DE 700413 C DE700413 C DE 700413C DE 1938M0143184 DE1938M0143184 DE 1938M0143184 DE M0143184 D DEM0143184 D DE M0143184D DE 700413 C DE700413 C DE 700413C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
- B23Q27/00—Geometrical mechanisms for the production of work of particular shapes, not fully provided for in another subclass
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
In dem Patent 676 607 ist eine Vorrichtung zum Herstellen gekrümmter Flächen
mittels eines Werkzeuges beschrieben, bei dem die Berührungsstelle zwischen Werkzeug und
Werkstück in der Mittelachse eines winkeleinstellbaren, entlang eines Ringes im Bereich
der herzustellenden Fläche bewegbaren Dreifußes angeordnet ist. Wird dieser an seiner Scheitelspitze ein Werkzeug tragende -
to Dreifuß längs des Ringes bewegt, beispielsweise
indem einer der drei Schenkel an einer bestimmten Stelle dieses Ringes seitlich verschoben
wird, so wird die Scheitelspitze auf einer Kurvenfläche geführt, und diese Kurvenfläche
ist eine Ellipse. Das an der Scheitelspitze vorgesehene Arbeitswerkzeug, beispielsweise
ein Diamant, ist also in der Lage, während der Verlagerung des erwähnten einen Schenkels des Dreifußes auf dem Ring, während
gleichzeitig das Werkstück um seine Mittelachse umläuft, dieOberfiäche des Werkstückes
derart zu bearbeiten, daß eine genaue Ellipsenoberfläche entsteht.
Für punktförmig wirkende Arbeitsgeräte ist die Vorrichtung nach jedem Patent vollkommen
ausreichend und ergibt zufriedenstellende Ergebnisse. Wenn hingegen das Arbeitswerkzeug
mit einer .größeren Fläche auf dem Werkstück aufliegt, ist es von Nachteil,
daß dieses Arbeitswerkzeug nicht an jeder Stelle der durchlaufenen Kurve, also der
Ellipse, senkrecht hierzu steht. Wenn also beispielsweise ein spanabhebendes Werkzeug,
etwa ein Drehstahl, seine Neigung zu dem ■ Arbeitswerkstück ändert, wird seine Arbeitegenauigkeit
beeinträchtigt. Auch bei eine Umlaufbewegung ausführenden Werkzeugen, etwa Schleif- oder Polierscheiben, tritt eine
solche Beeinträchtigung der Arbeitsleistung ■. durch die sich ändernde Neigung zum Werkstück
ein. Derartige Werkzeuge haben üblicherweise die Form einer Kugelhaube, die
eine Filzbekleidung ο. dgl. aufweist. Die beste Leistung wird auch in diesem Fall mit dem
Werkzeug dann erreicht, wenn stets der in der Verlängerung der Umlaufachse befindliche
Punkt auf der Kugelhaube, also gewissermaßen der mittlere Punkt des Haubenausschnittes,
auf dem Werkzeug aufruht. Derartige Schleif- und Polierwerkzeuge weisen gegenüber der starren Werkstückfläche eine
ίο gewisse Elastizität auf, welche durch die
Nachgiebigkeit der Filzbekleidung gegeben ist. Andererseits darf kein Werkzeug verwendet
werden, das mit einer größeren Fläche auf dem Werkzeug aufliegt, da dies zur Folge
haben würde, daß die erzeugte Form von der genauen Ellipsenform abweicht.
Hinsichtlich der geschilderten Umstände bedarf die Vorrichtung nach dem Patent einer
Verbesserung. Erfindungsgemäß wird zur Behebung der geschilderten Nachteile vorgeschlagen,
die Vorrichtung nach jenem Patent als Steuervorrichtung zu verwenden und die eigentliche Herstellung der gekrümmten
Fläche außerhalb des Wirkungsbereiches des entlang des Ringes bewegbaren Dreifußes zu
bewirken. Zu diesem Zweck ist die Mittelachse des Dreifußes über eine sich rechtwinklig
zur Bewegungsebene der Dreifußspitze erstreckende, außerhalb des Leitringes beispielsweise
kurbelarmartig abgekröpfte Steuerstrebe mit dem Leitpunkt des Arbeitswerkzeuges starr verbunden; an diesem Leitpunkt
sind ferner zwei einander parallele Winkelschenkel angelenkt, die zueinander einen veränderbaren Winkel einschließen und
die auf Widerlagern verschiebbar sind, die in den Brennpunkten der Ellipse angeordnet
sind, welche der Leitpunkt, gesteuert von der ihn mit der Mittelachse des Dreieckfußes verbindenden
Strebe, beschreibt; die einander parallelen Winkelschenkel sind überdies über ein Parallelogrammgestänge miteinander verbunden,
dessen einer Gelenkpunkt im Leitpunkt liegt und dessen gegenüberliegender Gelenkpunkt längs der Werkzeugtragachse
bzw. der Werkzeugantriebswelle axial verschiebbar ist. Durch diese beiden Punkte des
Parallelogrammgestänges wird jeweils die Richtung der Werkzeugtragachse bzw. der
Antriebswelle für das Werkzeug richtungsgemäß derart festgelegt, daß der Leitpunkt
und das an ihm angebrachte Werkzeug, beispielsweise das Polierwerkzeug, in jedem
Punkte der vom Leitpunkt durchlaufenen Kurve senkrecht zu dieser Kurve steht und
somit eine einwandfreie Bearbeitung der Gesamtfläche gewährleistet.
Der Leitpunkt wird infolge der ihn mit der
Mittelachse des Dreifußes verbindenden Strebe jeweils auf einer Kurve bewegt, die
geometrisch ähnlich derjenigen ist, welche der Scheitelpunkt des auf dem Ring bewegten
Dreifußes durchläuft. Die Kurve des Leitpunktes wird völlig derjenigen vom Scheitelpunkt
des Dreifußes durchlaufenen gleich, wenn nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung die Länge der Abkröpfung
der Verbindungsstrebe gleich der Höhe ihres starren Anschlußpunktes an der Mittelachse
des Dreifußes über dessen Scheitelpunkt ist.
infolge der Trennung von Steuervorrichtung und Arbeitsvorrichtung kann das Arbeitswerkzeug
zwischen zwei als Steuervorrichtung dienenden Dreifüßen angeordnet sein. Es kann aber auch beidseitig von einem
als Steuervorrichtung dienenden Dreifuß je ein Arbeitswerkzeug angeordnet sein.
Nach einer zweckentsprechenden Ausführung ist wenigstens der Winkel von zwei
Schenkeln des Dreifußes (in der Draufsicht gesehen) veränderbar und einstellbar, vorzugsweise
derart, daß zwei Schenkel zu der über den Scheitelpunkt hinausgehenden gedachten
Verlängerung des dritten Schenkels um jeweils gleiche Winkelbeträge veränderbar sind.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen, die einige Ausführungsbeispiele veranschaulichen,
näher erläutert. Es zeigen die Vorrichtung Fig. ι in Seitenansicht,
Fig. 2 in Draufsicht,
Fig. 3 in schaubildlicher Darstellung, Fig. 4 einen Schnitt gemäß Linie A-B in Fig. i, 2,
Fig. 2 in Draufsicht,
Fig. 3 in schaubildlicher Darstellung, Fig. 4 einen Schnitt gemäß Linie A-B in Fig. i, 2,
F"ig. 5 eine schematische Querschnittsdarstellung der Steuervorrichtung, in der drei
verschiedene Stellungen des Dreifußes und die sich hierbei ergebende Lage der Dreifußschenkel
angegeben sind,
Fig. 6 eine entsprechende schematische Darstellung der Arbeitsvorrichtung mit den entsprechend
vermerkten drei Stellungen des parallelen Schenkelwinkels und der Werkzeugtragachse;
die Ausarbeitung der Ellipsenfläche erfolgt hierbei über die große Achse der Ellipse,
Fig. 7 eine entsprechende schematische Darstellung, die veranschaulicht, daß durch die
gleichen Stellungen des Arbeitswerkzeuges, wie sie auch Fig. 6 zeigt, eine Ausarbeitung
der Ellipsenfläche über die kleine Ellipsenachse ausführbar ist.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist die dreischenkelige Winkelanordnung,
der Dreifuß 1, beidseitig zu der das Arbeitswerkzeug tragenden und die gekrümmte
Fläche ausarbeitenden Vorrichtung angeordnet. Dieser Dreifuß ist entlang einem Auf- iao
lagering 2 beliebig bewegbar. Die Scheitelspitze des Dreifußes wird sich bei dieser Be-
wegung auf einer Kurvenfläche bewegen, die bei Bewegung längs eines der drei Schenkel
auf dem Rande des Auflageringes eine genaue Ellipse ist. Im Patent 676 607 ist beschrieben,
wie durch ein in der Scheitelspitze des Dreifußes befestigtes Werkzeug eine Ellipsenfläche
erzeugt und/oder bearbeitet werden kann, indem das unterhalb der dreischenkligen
Winkelanordnung angeordnete Werkzeug um seine Achse umläuft, während gleichzeitig
der Dreifuß längs dem einen Winkelschenkel jeweils um eine Spannbreite weitergeschaltet
oder fortlaufend bewegt wird. Besonders wenn das Werkzeug das Werkstück punktförmig berührt, lassen sich mit jener
Bauart zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Im wesentlichen sind es aber zwei Umstände,
die es geboten erscheinen lassen, jene Bauart noch zu vervollkommnen:
Einmal kann durch jene Bauart nicht erreicht werden, daß das Werkzeug sich in
jedem Punkte der bearbeiteten Fläche senkrecht zu dieser Fläche befindet, was besonders
dann von Nachteil ist, wenn das Werkzeug, etwa eine Polierschale oder selbst auch
ein Drehstahl, nicht nur mit einer Spitze gegen die zu bearbeitende Fläche anliegt, vielmehr
die Berührung längs einer Fläche erfolgt. Es ist offensichtlich, daß die Wirksamkeit
der Bearbeitung darunter leiden muß, wenn das Werkzeug nicht senkrecht zu der Arbeitsfläche und damit zum Werkstück steht.
Zum zweiten ist es ein Nachteil jener Bauart, daß damit nur Ellipsen über die große
Achse erzeugt oder bearbeitet werden können, nicht aber eine Ellipse über der kleinen
Achse. Gerade das letztgenannte Umdrehungsellipsoid hat für die Beleuchtungstechnik
als elliptischer Spiegel seine große Bedeutung.
Um diese Übelstände auszuschalten, wird nach den Figuren das eigentliche Arbeitswerkzeug
von der dreischenkligen Winkelanordnung getrennt. Der Dreifuß 1 wirkt jetzt
nur noch als Steuervorrichtung und überträgt seine Bewegungen auf das außerhalb
des Auflageringes 2 angeordnete Arbeitswerkzeug, welches · das ebenfalls außerhalb des
Auflageringes angebrachte, um eine Mittelachse drehbare Werkstück in der gewünschten
Weise bearbeitet.
Die Verbindung zwischen dem Dreifuß und dem Werkstück erfolgt über ein Gestänge 5.
Dieses ist starr an die Mittelachse 6 der dreischenkligen Winkelanordnung angeschlossen,
im Sinne eines Kurbelarms rechtwinklig 7 abgekröpft und an den Leitpunkt 8 angeschlossen,
welcher das Arbeitswerkzeug 3 trägt, das auf dem Arbeitsstück 4 abläuft und
dort die gewünschte Fläche ausarbeitet bzw. bearbeitet.
Bei der doppelseitigen Anordnung der dreischenkligen Winkelanordnung 1 beidseitig
zum Arbeitswerkzeug nach den Fig. 1,2 und 3 sind die beiden Gestänge 5 durch ein Verbin- 6g
dungsglied, beispielsweise ein Bogenstück, miteinander starr verbunden. Die Gestängestreben
5 erstrecken sich jeweils rechtwinklig zu der Bewegungsebene, die die Scheitelspitze
des Dreifußes ausführt, die also in der Darstellung gemäß Fig. 2 in der Pfeilrichtung
läuft.
Über das Gestänge 5 wird somit der Leitpunkt 8 genau so geführt wie die Scheitelspitze der Winkelanordnung 1. Ist die Höhe
der Abkröpfung 7 genau so hoch wie der Anschlußpunkt der Gestängestreben 5 an der
Mittelachse 6 oberhalb des Scheitelpunktes, so muß die vom Leitpunkt durchlaufene Kurve
genau die gleich sein, die vom Scheitelpunkt des Dreifußes bei der Bewegung in der Pfeilrichtung
(Fig. 2) durchlaufen wird. Wird also das Arbeitswerkstück 4 über der Achse 9 in Umlauf gesetzt und wird gleichzeitig der
in Fig. 2 nach oben zeigende Schenkel des Dreifußes jeweils um eine Spanbreite weitergeschaltet
oder fortlaufend bewegt, so wird durch das im Leitpunkt 8 angebrachte Arbeitswerkzeug
3 eine entsprechende Kurve aus dem Werkstück 4 herausgearbeitet.
Die verschiedenen Stellungen, die hierbei der Dreifuß einnimmt, ergeben sich aus der
Darstellung nach Fig. 5. Es braucht hierbei nur ein sich über 900 erstreckender Bogenabschnitt
der von der Scheitelspitze dieser Winkelanordnung durchlaufenden Kurve betrachtet
zu werden. Den in Fig. 5 eingezeichneten drei Stellungen entsprechen die in Fig. 6 für das Arbeitswerkzeug eingezeichneten
drei Stellungen. Da, wie schon ausgeführt, das Werkstück sich hierbei um die Achse 9 dreht, wird während der Verschwenkung
des Arbeitswerkzeuges auf der sich über 9*o° erstreckenden Bogenlinie die gesamte
Innenfläche des Werkstückes in der gewünschten Weise bearbeitet, und es entsteht
dann die in Fig. 6 eingezeichnete Ellipsenfläche als Ellipsoid über der großen Achse.
Es kann jedoch auch die Umlauf bewegung des Werkstückes in einer zu Fig. 6 um 900
gedrehten Achse erfolgen, und es ergibt sich dann die Darstellung gemäß Fig. 7. In diesem
Fall sind nur die Stellungen 2 und 3 gemäß Fig. 5 für das Werkzeug eingezeichnet.
Wie ohne weiteres ersichtlich, wird bei der Umlaufbewegung des Werkstückes auch in
diesem Fall eine Ellipsenfläche erzeugt, in diesem Fall jedoch ein Ellipsoid über die
kleine Achse. Das Ellipsoid gemäß Fig. 6 weist einen Brennkreis auf, während das
Ellipsoid gemäß Fig. 7 einen Brennpunkt besitzt . und in dieser Weise eine bevorzugte
Claims (5)
- Ausführung für Strahlenvvefferanlagen darstellt.Es ist nun weiterhin erwünscht, das Werkzeug in jedem Punkte der von ihm durchlaufenen Fläche senkrecht zu dieser Fläche stehenzulassen. Zu diesem Zwecke sind an den Leitpunkt 8 zwei zueinander parallele Winkelschenkel io, ii angelenkt, die über den Gelenkpunkt 12 zueinander schwenkbar sind. Diese Winkelschenkel sind auf Zapfen 13, 14 (Fig. i, 3) gelagert, die an Stangen 15, 16 angebracht und zueinander verstellbar sind. Diese Zapfen lassen sich in die Brennpunkte der Ellipse bringen, welche vom Scheitelpunkt der Winkelanordnung 1 durchlaufen wird und auf welcher auch der Leitpunkt 8 des Arbeitswerkzeuges 3 bewegbar ist. Die Bestimmung der Lage der Brennpunkte erfolgt nach vorheriger mathematisch-geometrischer Be-Stimmung der zu erzeugenden Ellipsenkurve bzw. -fläche. Die Schenkel 10, 11 können beispielsweise nach Fig. 4 geschlitzt sein und mit ihrem Schlitz die Zapfen 13, 14 umfassen. Die verschiebbaren Stangen 15, 16 sind irgendwo außerhalb gleitbar und einstellbar gelagert.Die Schenkel io, 11 bilden nun außerdem noch zusammen mit den Streben 17, 18 ein Parallelogrammgestänge. Zu diesem Zweck sind die genannten Streben 17, 18 mit Zapfen in den Schenkeln 10, 11 gelagert. An ihrem anderen Ende sind sie an Zapfen 20 einer Hülse ig angelenkt. Dieses Parallelogrammgestänge hat also vier Gelenkpunkte, nämlich den Scheitelpunkt 12 der parallel zueinander angeordneten Winkelschenkel 10, 11, die in den Schenkeln angeordneten Zapfen der Gelenkstreben und die Lagerbolzen 20. Die Hülse 19 umschließt gleitbar die Werkzeugtragachse bzw. die Antriebswelle 21 für das Werkzeug 3, und diese Antriebswelle kann beispielsweise über eine biegsame Welle 22 an einen Elektromotor angeschlossen sein.Während der Leitpunkt 8 des Werkzeuges, durch den auch die Achse 12 der verschwenkbaren Schenkel 10, 11 hindurchgeht,, einerseits über das Gestänge 5, 7 von der Mittelachse 6 des auf dem Auflagering 2 bewegbaren Dreifußes gesteuert wird, wird während dieser Bewegung dieses Leitpunktes und damit des daran angebrachten Werkzeuges 3 die Tragachse oder Antriebswelle 21 richtungsmäßig durch die Schenkel 10, 11 und Streben 17, 18 gesteuert. Je mehr sich das Werkzeug aus der Mitte des Werkstückes zu dessen Randseite hin bewegt, desto mehr schwenken die Winkel schenkel 10, 11 zueinander und drükken hierbei den Gelenkzapfen 20 und damit die Hülse 19 hoch. Da durch diesen Schwenkpunkt 20 einerseits und den Schwenkpunkt 12 andererseits die jeweilige Richtung der Antriebswelle 21 bestimmt wird, wird mittels dieser auf in den Brennpunkten der beschriebenen Ellipsenfläche vorgesehenen Lagerzapfen verschiebbar angeordneten Winkeischenkel 10, 11 stets dafür gesorgt, daß das Werkzeug 3 in jedem Punkte der beschriebenen Ellipsenfläche senkrecht zu dieser Fläche steht. In Fig. 12 ist gestrichelt die Lage eingezeichnet, welche das Werkzeug und die. seine Riehtung bestimmenden Winkelschenkel einnehmen, wenn das Werkzeug den Rand des Werkstückes erreicht hat. Die einzelnen Zwischenstellungen ergeben sich aus den schon zuvor besprochenen und das Prinzip näher veranschaulichenden Fig. 5, 6 und 7. Die Schenkel 10 und 11 können hierbei nach Fig. 4 ungleiche Länge haben, da nach Fig. 6 und 7 im allgemeinen eine Verschwenkung der Winkelschenkel nur nach der einen Seite hin längs eines Bogens von etwa 900 erfolgt.Der vom Scheitelpunkt der dreischenkligen Winkelanordnung durchlaufenen Kurve χ (Fig. 5) entspricht in Fig. 6 und 7 die Kurve y, welche vom Leitpunkt 8 beschrieben wird. Das Werkzeug 3 weist einen gewissen Abstand von diesem Leitpunkt 8 auf, so daß die vom Werkzeug beschriebene und im Werkstück ausgearbeitete Fläche, in Fig. 6 und 7 mit 2 bezeichnet, größer ist. Es läßt sich zwar erreichen, das Werkzeug sehr dicht an den Leitpunkt heranzuführen, so daß die Kurve 2 fast restlos mit der Kurve y zur Deckung kommt. Diese Ungleichheit kann in der Praxis bedenkenlos in Kauf genommen werden. Da der Abstand der Arbeitsfläche des Werkzeuges 3 vom Leitpunkt 8 bekannt ist, kann die Vergrößerung der Ellipsenfläche ζ gegenüber der Ellipsenfläche y vorher errechnet und diesem Umstand von vornherein bei Einstellung der Winkel anordnung 1 Rechnung getragen werden.Pa τ ε ν τ α ν s ρ r ü c η ε :ι. Die Verwendung der Vorrichtung nach Patent 676 607 als Steuervorrichtung zum Herstellen gekrümmter Flächen außerhalb des Wirkungsbereiches des entlang eines Ringes bewegbaren Dreifußes, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachse (6) des Dreifußes (1) über eine sich rechtwinklig zur Bewegungsebene der Dreifußspitze erstreckende, außerhalb des Leitringes (2) kurbelarmartig abgekröpfte Steuerstrebe (5) mit dem Leitpunkt (8) des Arbeitswerkzeuges (3) starr verbunden ist, über dem (8) ferner zwei einander parallele Winkelschenkel (10, 11) gelenkig miteinander verbunden sind, die auf in den Brennpunkten der vom Leitpunkt (8) iao beschriebenen Ellipse angeordneten Lagern (13, 14) verschiebbar sind und dieüberdies über ein Parallelogrammgestänge (17, 18) miteinander verbunden sind, dessen einer Gelenkpunkt (12) im Leitpunkt (8) liegt, mit dem zusammen der gegenüberliegende, längs der Werkzeugtragachse bzw. -antriebswelle (21) axial verschiebbare Gelenkpunkt (20) die Richtung dieser Achse bzw. Welle bestimmt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Abkröpfung der Verbindungsstrebe (5) gleich der Höhe ihres starren Anschlußpunktes an der Mittelachse des Dreifußes (1) über dessen Scheitelpunkt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (3) zwischen zwei als Steuervorrichtung dienenden Dreifüßen (1) angeordnet ist (Fig.*, 2, 3).
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig zu einem als Steuervorrichtung dienenden Dreifuß (1) je ein Arbeitswerkzeug (3) angeordnet ist.
- 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der Winkel von zwei Schenkeln des Dreifußes (1) (in der Draufsicht gesehen) veränderbar und einstellbar ist, vorzugsweise derart, daß zwei Schenkel zu der über den Scheitelpunkt hinausgehend gedachten Verlängerung des dritten Schenkels um jeweils gleiche Winkelbeträge veränderbar sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938M0143184 DE700413C (de) | 1938-10-30 | 1938-10-30 | Vorrichtung zum Herstellen gekruemmter Flaechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938M0143184 DE700413C (de) | 1938-10-30 | 1938-10-30 | Vorrichtung zum Herstellen gekruemmter Flaechen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE700413C true DE700413C (de) | 1940-12-19 |
Family
ID=7335241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938M0143184 Expired DE700413C (de) | 1938-10-30 | 1938-10-30 | Vorrichtung zum Herstellen gekruemmter Flaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE700413C (de) |
-
1938
- 1938-10-30 DE DE1938M0143184 patent/DE700413C/de not_active Expired
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