DE7003434U - Vorsatzfenster. - Google Patents
Vorsatzfenster.Info
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- Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)
Description
Helmut Engelhorn
Metallbau
6831 Neulussheim
6831 Neulussheim
"Vorsatzfenster·1
Die Anmeldung betrifft ein Vorsatzfenster, wie sie zur Umwandlung eines einfachen Fensters in ein Doppelfenster benutzt werden.
Solche Vorsatzfenster sind an sich bekannt. Sie bestehen in der Regel aus einem Grundrahmen, welcher auf den Fensterflügel des
Hauptfensters aufgesetzt wird und einem die zusätzlichen Glasscheiben
haltenden zweiten Rahmen, der als Flügelrahmen ausgebildet und schwenkbar mit dem Grundrahmen verbunden ist. Dadurch
entsteht zwischen dem Hauptfenster und dem Vorsatzfenster ein Luftraum, der genau wie bei einem Doppelfenster wärme- und lärmdämmend
wirkt. Die bis jetzt bekannt gewordenen Vorsatzfenster haben alle den Nachteil, daß der Raum zwischen Hauptfenster und
Vorsatzfenster nicht flüssigkeitsdicht nach außen abschließt und daß sie sich deshalb bei feuchter Witterung, besonders la.
Winter, leicht beschlagen.
Aufgabe der Neuerung ist es, die Fensterkonstruktion so auszubilden,
daß der Raum zwischen dem Hauptfenster und dem Vorsatzfenster bei jeder Witterung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit
geschützt ist.
Nach der Neuerung wird bei einem aus Grundrahmen und Flügelrahmen bestehenden Vorsatzfenster zwischen dem Grundrahmen und dem Flügelrahmen
eine nach außen und nach innen dicht abschließende Doppel-Luftkammer angeordnet, deren beide Teile gegeneinander luft- und
flüssigkeitsdicht abgeschlossen sind.
Bei einem so ausgebildeten Vorsatzfenster kann Feuchtigkeit allenfalls
in geringen Mengen in den äußeren Teil der Doppel-Luftkammer gelangen. Der innere Teil der Doppel-Luftkammer und der Raum zwischen
Vorsatzfenster und Hauptfenster bleiben in jedem Fall trocken;
ein Beschlagen der Scheiben ist daher praktisch ausgeschlossen.
Als abdichtende Trennwand zwischen den beiden Teilen der Doppel-Luftkammer
kann grundsätzlich jede elastische Dichtung verwendet werden. Besonders günstig ist die Ausbildung der Dichtung als
Lippendichtung, wobei als Werkstoff Gummi oder vorzugsweise PVC verwendet werden kann. Die Dichtung wird so angeordnet, daß die
zwischen Lippe und Fuß bestehende Rille nach dem äußeren Luftkammerteil zu gerichtet ist. Wenn bei dieser Form der Dichtung
trotz Abdichtung nach außen etwas Feuchtigkeit in den äußeren Kammerteil eindringt, so wird sie nach unten abgeleitet und kann
dort durch Bohrungen oder Schlitze abgeleitet werden.
Die Lippendichtung selbst wird nach einem weiteren Gedanken der Neuerung mit ihrem Fuß in die Innenseite des Flügelrahmens eingelassen
und an den Gehrungen geschweißt oder geklebt. Dabei ragt die Lippe an allen vier Seiten soweit aus dem Flügelrahmen hervor,
daß sie sich beim Schließen des Flügelrahmens mit breiter Fläche an die hintere Wand des Grundrahmens anlegt. Auf diese Weise ist
eine bei allen Witterungsverhältnissen flüasigkeitsdichte Absperrung
zwischen den beiden Luftkammerteilen gesichert. Selbst kleinere Unebenheiten der Rückwand des Rahmens werden ausgeglichen,
ohne die Dichtheit der Trennwand zu beeinträchtigen.
Um ein Ausweichen der Lippendichtung beim Aufdrücken des Flügelrahmens
auf den Grundrahmen und damit das Entstehen undichter Stellen zu verhindern, ist an der Rückwand des Flügelrahmens eine
Stützrippe angeordnet, gegen die sich die Dichtung beim Schließen des Flügelrahmens mit ihrem Rücken anlegt.
Zur Bildung des äußeren Luftkammerteils ist die Vorderwand des Flügelrahmens flanschartig verbreitert. Um eine Auflage für den
Flansch beim Schließen zu schaffen, erhält die Aussenwand des Grundrahmens eine sich nach innen erstreckende Rippe. Die Rippe
ist etwas zurückgesetzt, so daß die Aussenwand mit einem Rand
vorsteht. Sie bildet dadurch mit dem Rand einen Winkelrahmen, in den sich der Plansch des Flügelrahmens beim Schließen dichtend
einfügt. Auf diese Weise wird erreicht, daß von oben kommende Flüssigkeitströpfchen nicht unmittelbar an die Dichtfläche zwischen
Flansch und Anlegerippe gelangen und von da in den äußeren Teil der Doppel-Luftkammer eindringen können. Die Dichtwirkung
zwischen dem Rahmenflansch des Flügelrahmens und dem vorstehenden Rand des Grundrahmens kann noch verbessert werden, wenn der Flansch
an seinem Außenrand mit einer dreieckigen Nut ausgestattet wird. Diese Nut hat den weiteren Vorteil, daß der Flügelrahmen auch ohne
Handgriffe, die mit Rücksicht auf bereits eingebaute Rolläden häufig nicht unterzubringen sind, verhältnismäßig leicht geöffnet
werden kann. Als Verschluß verwendet man zweckmäßigerweise Blattfedern,
die an der der Schwenkachse gegenüberliegenden Seite des Flügelrahmens angebracht sind und mit ihrem zurückgezogenen freien
Ende hinter eine am Grundrahmen angeordnete Halterrippe greifen.
In der Abbildung ist ein Ausführung3beispiel der Neuerung dargestellt,
und zwar zeigt die Abbildung einen horizontalen Schnitt durch das Vorsatzfenster. Das Vorsatzfenster besteht aus einem
Grundrahmen 1 und einem Flügelrahmen 2. Die beiden Rahmen sind an einer Seite durch Scharniere 8, 18 miteinander verbunden, die
durch Blindnieten 7, 17 an den Rahmen befestigt sind. Die Verbindungen der Rahmenteile an den Gehrungen sind durch Eckwinkel
bzw. 20 verstärkt, die in die Rahmenteile geschoben und mit ihnen verklebt sind.
Der Grundrahmen besteht aus einem in sich geschlossenen Mittelteil,
der die Eckwinkel aufnimmt und mit seiner Außenwand 25 die innere Begrenzung für die Doppel-Luftkammer bildet, und einem sich nach
außen an den Mittelteil anschließenden schalenförmigen äußeren
Teil. Die Rückwand 11 des Grundrahmens ist zu diesem Zweck über den Mittelteil nach, außen verbreitert und geht an den Rändern in
eine nach vorn vorragende Außenwand 21 über. Auf der Rückseite der Rückwand sind Längsnuten 34 zur Aufnahme der Dichtungsmittel
angeordnet.
Der Mittelteil des Grundrahmens ist an seiner Vorderwand 31 mit einem Falz 19 ausgestattet, auf den sich der Flügelrahmen 2 beim
Schließen aufsetzt. Zur Erleichterung des Aufsstzens ist der
Plansch an seiner Außenkante in an sich bekannter Weise abgefaßt
(29).
Die Außenwand 21 des Grundrahmens trägt am vorderen Ende eine nach innen vorspringende Rippe 16. Sie ragt mit einem schmalen
Rand 26 über diese Rippe nach vorn und bildet dadurch eine rechtwinklige Vertiefung, in die sich der Flügelrahmen beim Schließen
einpaßt. Auf diese Weise entsteht ein virksamer Schutz gegen das
Eindringen*von Regenwasser in das Innere.
Der Flügelrahmen wird durch zwei ebene Wände, die Vorderwand 22 und die Rückwand 32, gebildet, welche außen durch die geschlossene
Außenwand 12 miteinander verbunden sind. Eine weiter innen angeordnete, umlaufende Rippe 35 bildet einerseits mit der Außenwand
und Teilen der Yorderwand und der Rückwand einen geschlossenen Raum zur Aufnahme der Eckwinkel 10,.andererseits den äußeren Abschluß
eines von Teilen der Vorderwand und der Rückwand gebildeten, nach innen zu offenen Raumes, welcher unter Zwischenschaltung einer
U-förmigen Einxage 9 aus Gummi oder elastischem Kunststoff die Scheibe 28 hält.
Nach außen geht die Vorderwand des Flügelrahmens in einen Flansch über. Die Abmessungen dieses Flansches sind so gewählt, daß er sich
beim Schließen satt in die durch die Rippe 16 und den Rand 26 gebildete Ausnehmung einpaßt. Eine dreieckige Nut 30 am Außenrand des
Flansches dient einerseits zur Verbesserung der Abdichtung, andererseits zur Erleichterung des öffnens des Flügelranmens. Die Außenwand
12 des Flügelrahmens ragt nach hinten etwas vor und bildet zusammen mit einer Rippe 36 eine Nut von im wesentlichen recht-
; eckigen Querschnitt. In diese Nut ist eine Lippendichtung 3 mit
] ihrem Fuß 23 eingelassen. Die Dichtung wird aus einem elastischen
Stoff, vorzugsweise PVC, hergestellt. Die Dichtungslippe 13 ist
] nach außen gerichtet, und die Dichtung ist an den Gehrungen geschweißt
oder geklebt. Dadurch entsteht ein elastischer Flansch, der sich beim Schließen des Flügelrahmens mit breiter Fläche an
die Rückwand 11 des Grundrahmens anlegt. Hierbei bildet die Lippe mit dem Mittelteil der Dichtung eine nach außen offene Rinne 33»
durch die etwa eingedrungene Flüssigkeit abgeleitet werden kann. Um der Dichtung 3 beim Andrücken der Dichtungslippe etwas Halt
zu geben, ist die Rippe 36 zu einer Stützrippe verbreitert, gegen die sich die Dichtung mit ihrer Rückseite .inlegt.
Bei geschlossenem Flügelrahmen entsteht zwischen den Rückwänden 11 und 32 der beiden Rahmen und der Außenwand 25 des Mittelteils
einerseits sowie zwischen den Außer-:« an den 12, 21 und dem Flansch
42 andererseits eine Luftkammer, riie eieren die Dichtung 3 in zwei
luft- und flüssigkeitsdicht voneinanisr getrennte Kammern 4, 14
unterteilt ist. Hierdurch ist der zwischen den beiden Fenstern befindliche Innenraum 37 mit absoluter Sicherheit gegen das
Eindringen von Feuchtigkeit geschützt und ein Beschlagen der Scheiben verhindert. Etwa in den äußeren Luftkammerteil 14 eingedrungene
Flüssigkeitströpfchen werden durch die Rille 33 abgeleitet und können durch die Öffnung 24, die um 90° versetzt im
unteren Teil des Rahmens angeordnet ist, abfließen.
Als Verriegelung dienen Blattfedern 5, die an der Außenwand 12 des Flügelrahmens angebracht sind und mit ihrem freien Ende 15
hinter eine nach innen sich erstreckende Rippe 6 der Außenwand 21 des Grundrahmens greifen. Zur Erleichterung des Schließvorganges
sind die Federn an ihrem freien Ende in an sich bekannter Weise etwas abgebogen.
- Schutzansprüche -
Claims (4)
1. Vorsatzfenster zur Umwandlung eines Einfachfensters in ein
Doppelfenster, bestehend aus einem unter Zwischenschaltung
j von "Dichtungen an den Rahmen des umzubauenden Fensters anschraubbaren
Grundrahmen und einem die Fensterscheiben auf-
S nehmenden, mit dem Grundrahmen schwenkbar verbundenen Flügelrahmen,
gekennzeichnet durch eine zwischen Grundrahmen (1) und Flügelrahmen (2) angeordnete, nach außen und innen dicht
• abschließende Doppel-Luftkaminer (4, 14), deren beide Teile
gegeneinander luft- und flüssigkeitsdicht abgeschlossen sind.
2. Vorsatzfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als abdichtende Trennwand zwischen den beiden Teilen der
Doppel-Luftkammer eine lippendichtung (3) dient, die so angeordnet
ist, daß die zwischen Lippe (13) und Fuß (23) bestehende Rille (33) nach dem äußeren Luftkammerteil (14) zu gerichtet
ist.
3. Vorsatzfenster nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lippendichtung (3) mit ihrem Fuß (23) in
: die Innenseite des Flügelrahmens (2) eingelassen und an den
ι Gehrungen geschweißt oder geklebt ist, wobei die Lippe (13)
soweit aus dem Flügelrahmen hervorragt, daß sie sich beim j Schließen des Flügelrahmens mit breiter Fläche an die innere
Γ Wandung (11) des Grundrahmens (1) anlegt.
!
4. Vorsatzfenster nach den Ansprüchen 1 bis 3>
dadurch gekennzeichnet, daß der Flügelrahmen (2) an der Innenseite der
; Lippendichtung mit einer Stützrippe (36) versehen ist, gegen
j die sich die Dichtung (3) beim Schließen des Flügelrahmens
] mit ihrem Rücken anlegt.
5. Vorsatzfenster nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorderwand (22) des Flügelrahmens (2) nach außen flanschartig verbreitert ist, daß der Grundrahmen
eine von seiner Außenwand (21) nach innen sich erstrecken-
de Rippe (16) hat, über die die Außenwand mit einem Rand (26) vorsteht, und daß der flansch (42) des Flügelrahmene so bemessen
ist, daß er sich beim Schließen des Flügelrahmens in den von dem Rand (25) und der Rippe (16) gebildeten Winkelrahmen
satt einfügt und sich dabei dichtend gegen die Rippe (16) anlegt.
6ο Vorsatzfenster nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 "bis 5»
dadurch gekennzeichnet, daß der flansch (42) die Vorderwand des Außenteils (14) der Luftkammer bildet, während die Rückwand
der Luftkammer von der Rückwand (11) des Grundrahmens, die äußere Begrenzung von der Außenwand (21 ) des Grundrahmens und
die innere Begrenzung von der Außenwand (12) des Flügelrahmens gebildet wird.
7. Vorsatzfenster nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die hinter dem inneren Luftkammerteil (4) liegende Vorderwand (31) des Grundrahmens mit einem
Falz (19) versehen ist, auf den sich der Flügelrahmen beim Schließen aufsetzt.
8. Vorsatzfenster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Flansch (42) an. ssiner Außenkante eine dreieckige Nut (30) hat zur Erleichterung des Öffnens.
9ο Vorsatzfenster nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch an der
der Schwenkachse gegenüberliegende Seite angeordnete, am Flügelrahmen (2) befestigte, am freien Ende (15) zurückgebogene
Blattfedern (15), die beim Schließen hinter eine im Grundrahmen angeordnete Halterippe (6) greifen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19707003434 DE7003434U (de) | 1970-02-02 | 1970-02-02 | Vorsatzfenster. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19707003434 DE7003434U (de) | 1970-02-02 | 1970-02-02 | Vorsatzfenster. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7003434U true DE7003434U (de) | 1970-07-09 |
Family
ID=6609143
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19707003434 Expired DE7003434U (de) | 1970-02-02 | 1970-02-02 | Vorsatzfenster. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7003434U (de) |
-
1970
- 1970-02-02 DE DE19707003434 patent/DE7003434U/de not_active Expired
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