DE70019C - Verfahren zur Darstellung von «i a4-Diamidonaphtalin-a3-sulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von «i a4-Diamidonaphtalin-a3-sulfosäure

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DE70019C
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Germany
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sulfonic acid
diamidonaphthalene
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dinitro
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DENDAT70019D
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leopold cassella & co. in Frankfurt a. M
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 67017 ist beschrieben worden, dafs die Naphtalin-ß-monosulfosäure unter geeigneten Verhältnissen in eine Ci1 Ci1-Diamidoverbindung übergeführt werden kann. Das Verfahren wurde ferner auf die Naphtalina-sulfosäure ausgedehnt und dabei eine Säure der Constitution
NH2 NH2
erhalten, die in allen Eigenschaften der früher beschriebenen isomeren Säure vollkommen analog ist.
Der Bildung der Dinitrosäuren geht naturgemäfs die Bildung von Mononitrosäuren voraus. Während nun die Naphtalin-ß-sulfosäure vorwiegend die Ci1 ß3-Mononitroverbindung liefert, welche dann in die α, α4 ßa-Dinitrosäure übergeht, bildet sich bei der Mononitrirung der Naphtalin-a-sulfosäure bekanntlich vorwiegend ctj-Nitro-ctj-sulfosäure und nur zum Theil die ctj-Nitro-ag-sulfosäure. Diese ist aber allein zur Bildung von ax a4-Dinitro-a3-sulfosäure befähigt. Es ist daher vortheilhafter, hier ein etwas abweichendes Verfahren einzuschlagen und die Mononitroverbindung der Naphtalin-a-sulfosäure zuerst nach dem Laurent'schen Verfahren darzustellen (Sulfiren von Nitronaphtalin), das bekanntlich fast nur ax a3-Säure ergiebt.
Z. B. 173 kg ά-Nitronaphtalin werden in bekannter Weise in die Monosulfosäure übergeführt. Nach beendeter Sulfirung wird auf etwa io° C. abgekühlt und langsam 150 kg Salpeterschwefelsäure, enthaltend 63 kg HN0B, eingetragen. Hierbei wird die Temperatur von ι 5 bis 20° C. eingehalten. Man lälst 24 Stunden stehen und läfst dann das Nitrirgemisch in 3000 1 Salzwasser einlaufen. Nach dem Erkalten scheidet sich der gröfste Theil der U1 a4-Dinitronaphtalin-a3-sulfosäure aus.
Man filtrirt ab und wäscht mit Salzwasser aus, bis alle Mineralsäure entfernt ist. Die Dinitrosäure ist in reinem Wasser selbst in der Kälte leicht, in Salzwasser dagegen ziemlich schwer löslich. Zum Zwecke der Reduction wird die gewonnene Dinitrosäure am besten in 2000 1 Wasser gelöst und diese Lösung mit Eisenspänen und etwas Essigsäure erwärmt. Nach Beendigung der ziemlich heftigen Reaction wird das gelöste Eisen mit Soda ausgefällt und abfiltrirt. Zum Filtrat setzt man 400 kg Schwefelsäure. Beim Erkalten krystallisirt das Sulfat der Diamidosäure in farblosen glänzenden Nadeln vollständig aus.
Die so gewonnene Säure ist ein Derivat des U1 a4-Naphtylendiamins. Sie zeigt entsprechend den bekannten analogen Körpern noch basische Eigenschaften und verbindet sich mit Mineralsäuren zu charakteristischen Salzen, von denen aufser dem schon erwähnten Sulfat namentlich das Ghlorhydrat durch Krystallisationsfähigkeit ausgezeichnet ist. Die Säure verbindet sich sowohl mit einem, als auch mit zwei Aequivalenten von Diazokörpern niit grofser Leichtigkeit. Trotz der hierdurch bewiesenen Gegenwart zweier Amidogruppen verbindet sich die Säure nur mit einem Molecül salpetriger Säure
zu einem nicht reactionsfähigen Körper (Azimidonaphtalinsulfosäure). Aus diesem Verhalten ergiebt sich für die beiden Amidogruppen die Stellung ax a4; da ferner die Säure aus der A1 a3-Nitromono$ulfosäure entstanden ist, so ist ihre Constitution Ct1 ct4 α3. Die freie Säure ist nahezu unlöslich in Wasser, man erhält sie, wenn man die Lösung des Natronsalzes vorsichtig ansäuert. Die Salze sind durchweg sehr leicht löslich. Das Natronsalz kann durch Kochsalz aus seinen Lösungen abgeschieden werden. Beim Erhitzen mit Mineralsäuren oder mit caustischen Alkalien erhält man aus der Diamidosäure eine Ci1 o^-Amidonaphtolmonosulfosäure.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Ci1 a4-Diamidonaphtalin-cig-sulfosäure, darin bestehend, dafs die Ci1 a3-Nitronaphtalinsulfosäure mit Salpetersäure in Lösung von concentrirter Schwefelsäure in Ci1 a4 - Dinitronaphtalinsulfosäure übergeführt, diese in Form ihres Natron- oder Kalisalzes abgeschieden und mit Reductionsmitteln in Ci1 Ct4 a3-Diamidonaphtalinsulfosäure übergeführt wird.
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