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Tellerbrecher Die Erfindung bezieht sich auf einen Tellerbrecher mit
.schwingendem Brecherkopf und senkrecht liegender Brecherachse für die Zerkleinerung
von Steinen, Erzen o. dgl. Bei diesen bekannten Brechern ist die Brecherachse exzentrisch
in einer. umlaufenden, angetriebenen Hohlwelle gelagert. Die Achse bewegt sich infolge
dieser Lagerung auf einem Kegelmantel. Der mit der Achse verbundene Brecherkopf
erhält hierdurch eine schwingende: Bewegung, wobei gleichzeitig die St8lle größter
Annäherung des Brech erkopfes an den Brecherring am Umfang des Brecherkopfes wandert.
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Mit Rücksicht darauf, daß der Raum unter dem Tellerbrecher für Transportbänder
o. dgl. frei zu halten ist, erfolgt 'gewöhnlich der Antrieb der umlaufenden Hohlwelle
mit Hilfe einer waagerecht liegenden Antriebswelle über ein Kegelradgetriebe. Das
Getriebe sitzt dabei an einem die Hohlwelle umschließenden Gehäuseteil, das durch
Stege mit der Innenwand des Brechergehäuses verbunden ist. Der Raum zwischen den
Stegen ist erforderlich, um das zerkleinerte Gut nach unten zu durchtreten zu lassen.
Einer dieser Stege dient zur Lagerung der waagerechten Antriebswelle. Er muß in
seinem lichten Durchmesser so groß bemessen sein, daß die Welle mitsamt dem daraufsitzenden
Kegelrad aus dem Gehäuse herausgezogen werden kann. Die Nachteile des Antriebes
sind folgende: Es bereitet erhebliche Schwierigkeiten, den das Kegelradgetriebe
aufnehmenden Raum so abzudichten, daß bei der starken Staubentwicklung im Brecher
auf die Dauer das Eintreten von Staub in den Getrieberaum verhindert werden kann.
Ein Kegelradgetriebe erfordert ferner eine reiche Schmierung mit flüssigen Schmiermitteln.
Hierbei ist nicht zu vermeiden, daß ein Teil des Schmiermittels in das zerkleinerte
Gut gelangt, was besonders bei der Zerkleinerung von Erzen von Nachteil ist; die
auf dem Wege der Flotation
weiterbehandelt werden sollen. Hier wird
das Ergebnis des Flotationsverfahrens durch das beigemischte öl erheblich verschlechtert.
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Nachteilig ist auch der breite Steg, der zur Lagerung der waagerechten
Antriebswelle dient. Auf diesem breiten Steg lagert sich das zerkleinerte Gut ab.
Diese Ablagerungen können erfahrungsgemäß solche Ausmaße annehmen, daß das Arbeiten
des Brechers beeinträchtigt wird.
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Ein weiterer Nachteil des Antriebes ist der verhältnismäßig große
Raumbedarf, der bei der Aufstellung der Brecher für den Ausbau der waagerechten
Antriebswelle vorgesehen sein muß. Dieser Raumbedarf wirkt sich in einer nicht unerheblichen
Vergrößerung der Aufbereitungsanlagen aus.
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Um diese Nachteile zu beseitigen, sind Tellerbrecher so ausgeführt
worden, daß der Brecher durch einen unter dem Brecherkopf liegenden elektrischen
Motor angetrieben wird. Auch diese Anordnung bietet noch erhebliche Nachteile; denn
die an sich zweckmäßige Unterbringung des Motors unter dem Brecher-, kopf bewirkt,
daß man bei dieser Ausführung zum Ausbau des Motorläufers das Gehäuse des Brechers
vollständig wegräumen muß. Während bei der zuerst beschriebenen Ausführung mit seitlichem
Antrieb wenigstens durch das seitliche Herausziehen der Kegelradwelle und durch
das Herausheben der übrigen Teile nach oben alle Getriebeteile zugänglich wurden,
ergibt sich bei untenliegendem Motor durch den umständlichen Abbau ein besonderer
Nachteil für Betriebe, in ,denen wegen der unvermeidlichen Verstaubung der Motor
öfter nachgesehen werden muß. Bei der gewöhnlichen Raumknappheit in Aufbereitungsanlagen
ist es nicht leicht, dazu jedesmal den gesamten Brecher fortzunehmen.
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Die Nachteile der bekannten Antriebe sind erfindungsgemäß bei einem
Tellerbrecher mit schwingendem Brecherkopf, dessen senkrecht liegende Brecherachse
in einer Hohlwelle exzentrisch gelagert ist und durch einen unter dem Brecherkopf
liegenden elektrischen Motor angetrieben wird, dadurch vermieden, daß die Hohlwelle
samt dem Motor in dem Gehäuse des Brechers eingebaut ist und sämtliche wesentlichen
Antriebsteile, darunter auch der Motorläufer, beim Auseinandernehmen des Brechers
nach oben heraushebbar sind. Vorteilhaft ist die Motorachse selbst als Hohlwelle
ausgebildet und die Brecherachse in der Motorwelle gelagert. Durch die Anordnung
des Motors innerhalb des Brechergehäuses und unterhalb des Brecherkopfes kommt die
waagerechte Antriebswelle einschließlich des Kegelradgetriebes in Fortfall. Die
bei Verwendung eines Kegelradgetriebes bestehenden Dichtungsschwierigkeiten sind
vermieden. Die Lager des Motors können leicht abgedichtet werden. Bei Verwendung
von Kugellagern ist zudem eine Schmierung mit nichtflüssigen Schmiermitteln möglich,
so daß auch die Beeinflussung des zerkleinerten Gutes in Fortfall kommt.
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Die Lagerung des Motors im Bnechergehäuse kann an verhältnismäßig
schmalen Tatzen erfolgen und ferner derart, daß das Motorgehäuse einschließlich
Motor und Brecherkopf nach oben zu aus dem Brechergehäuse herausgehoben werden kann.
Es entfällt auf diese Weise der bisher erforderliche Platzaufwand für den Ausbau
des Brecherantriebes.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen Fig. i einen senkrechten Schnitt durch einen Tellerbrecher gemäß
der Erfindung, Fig.2 einen Schnitt nach Linie A-A der Fig. i.
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Das Brechergehäuse besteht aus einem zylindrischen Teil i mit einem
:aufgeschraubten Lagerring 12 für die Lagerung des Brecherringes i o und des mit
diesem verbundenen. Abnutzfutters i i. Der Brechring ist über Federn 13 elastisch
gegenüber einer Platte 14 abgestützt. Diese Platte ist wiederum durch die Schraubenbolzen
15 gehalten, die im Lagerring 12 befestigt sind. Die Schraubenbolzen 15 dienen auch
als Auflager für die Platte 16 mit dem Fülltrichter 17.
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Zum Antrieb der Brecherachse 7 mit dem Brecherkopf 8 und dem Abnutzfutter
9 dient ein Elektromotor, dessen Gehäuse 23 topfartig ausgebildet ist. Am äußeren
Umfang des Gehäuses sind Lagertatzen 22 angegossen, mit denen das Gehäuse von !oben
her auf waagerechte Lagertatzen aufgesetzt ist, die am inneren Umfang des Brechergehäuses
i angebracht sind. Das Statorpaket des Motors ist mit 2q., der Rotor ist Mit 25
und die Rotorwelle mit 26 bezeichnet. Die Rotorwelle 26 ist als Hohlwelle ausgebildet;
in dieser Welle ist exzentrisch mit Hilfe der Kugellager 30, 31 die Brecherachse
7 gelagert. über das Lager 31 stützt sich gleichzeitig der Brecherkopf auf der flanschartig
vergrößerten Stirnseite der Hohlw elle 26 ab. Die axiale Beanspruchung der Hohlwelle
9 wird über ein Kugellager 28 auf das obere Lagerschild 29 des Motorgehäuses 23
übertragen, das entsprechend verstärkt ausgebildet ist.
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Zur weiteren Lagerung der Motorwelle dient ein Kugellager 27 am Boden
des topfartigen Gehäuses 23. Sämtliche Kugellager sind mit entsprechenden, in der
Zeichnung nicht dargestellten Dichtungen versehen.
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Im Gehäuse i sind ferner noch eine oder mehrere öffnungen 33 für die
Einführung der elektrischen Leitungen und auch für Zuführung
von
Luft zum Motor vorgesehen. Mit 18 sind Schutzplatten aus widerstandsfähigem Werkstoff
bezeichnet, welche die Tatzen 22 und die durch die Öffnungen 33 gezogenen Leitungen
gegen fallende Steine in Richtung der Pfeile 32 schützen. ` Wie die Zeichnung zeigt,
kann nach Ausbau der Platte 16 sowie des. Brechringes io das Motorgehäuse 23 zusammen
mit Motor und Brecherkopf nach oben zu herausgenommen werden, so ,daß für den Ausbau
des Brecherantriebes ein zusätzlicher Raum nicht mehr erforderlich ist. Der breite
Steg für die Durchführung der bisher üblichen waagerechten Antriebswelle ist vermieden.
Die drei verhältnismäßig schmalen Lagertatzen 22 -lassen große Zwischenräume 2o
für den Durchtritt des zerkleinerten Gutes offen. Die verwendeten Kugellager können
leicht gegen Staub geschützt werden. Eine Schmierung der Lager mit Öl ist nicht
mehr erforderlich.