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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Acrylmonomer-Zusammensetzung
und ein Acryl-Copolymeres, welche als Materialien für hochtransparente
und formbare, wärmebeständige Harze
geeignet sind, und ein wärmebeständiges Harz,
welches ein derartiges Acryl-Copolymeres verwendet.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Methacrylharze
finden in vielen Bereichen Verwendung, beispielsweise bei optischen
Instrumenten in Automobilen und bei elektrischen Geräten für den Haushalt,
da sie in hohem Maße
farblos und transparent sind, eine glänzende Oberfläche aufweisen
und unter schwierigen klimatischen Bedingungen beständig sind, sowie
gut ausbalancierte mechanische Eigenschaften, thermische Eigenschaften,
Oberflächenhärte und Formbarkeit
aufweisen.
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In
letzter Zeit wurden bei diesen Anwendungen die Lichtquellen sehr
häufig
in enger Annäherung
zu dem Harz konfiguriert, um eine bessere Flexibilität des Designs,
eine kleinere Größe und höhere Leistungsfähigkeit
zu erreichen. Daher sind wärmebeständige Harze,
die eine noch bessere Thermobeständigkeit
aufweisen, dringend erforderlich.
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Ein
gut bekanntes Verfahren zur Herstellung eines wärmebeständigen Harzes beinhaltet beispielsweise
eine Technik zur Verbesserung der Thermobeständigkeit durch Vernetzen eines
Methylmethacrylat (MMA)-Copolymeren und eines multifunk tionellen
Methacrylats, wie beispielsweise Neopenthylglykol-Dimethacrylat.
Zwar weist das durch dieses Verfahren hergestellte Harz eine bessere
Thermobeständigkeit
auf, besitzt jedoch eine geringe Polymer-Fluidität, wenn es erwärmt wird,
und schlechte Formbarkeit.
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Andere
gut bekannte Verfahren beinhalten eine Technik zur Verbesserung
der Thermobeständigkeit durch
Seitenketten, die durch Copolymerisieren von MMA mit einem α-Methylstyrol
oder mit einem Maleinsäureanhydrid
oder mit einem Estermethacrylat, welches eine voluminöse Alkylgruppe
aufweist, wie beispielsweise ein Bornylmethacrylat, eingeführt werden.
Obwohl das Verfahren wirksam die Thermobeständigkeit durch die Einführung der
voluminösen
Seitenketten verbessert, hat es eine geringe mechanische Festigkeit
des Harzes zur Folge.
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Weitere
gut bekannte Verfahren verwenden eine Technik zur Verbesserung der
Thermobeständigkeit durch
Erhöhen
der Starrheit der Hauptkette durch eine zyklische Struktur, die
in die Hauptkette durch Copolymerisieren von MMA mit einem zyklischen
Monomeren, wie beispielsweise einem N-substituierten Maleimid oder
einem Maleinsäureanhydrid,
eingeführt
wird. Die Technik der Einführung
einer zyklischen Struktur in eine Hauptkette besitzt im Vergleich
zu der Technik der Einführung
von voluminösen
(„bulky") Seitenketten den
Vorteil, dass die Thermobeständigkeit
in hohem Maße
verbessert wird, wobei nur eine vergleichsweise geringe Abnahme
der mechanischen Festigkeit auftritt. Jedoch sind zyklische Monomere
im Allgemeinen nicht gut mit MMA copolymerisierbar, und eine begrenzte
Fähigkeit
zur Einführung
eines Thermobeständigkeit
verleihenden Konstituenten; zudem können sie nach Beendigung der
Polymerisation als nicht umgesetzte Monomere zurückbleiben. Der nicht umgesetzte
Rückstand
in einem Polymeren, welches aus zyklischen Monomeren gebildet wird,
verursacht eine Färbung
und eine Verschlechterung der Wetterbeständigkeit und anderer Eigenschaften,
wenn das Polymere zu einem Produkt geformt wird.
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Demgemäß offenbart
das US-Patent Nr. 2,146,209 als Technik zur Einführung einer zyklischen Struktur
in eine Hauptkette eine Technik, in der eine sechsgliedrige Imid-Ringstruktur
(zyklische Glutarimid-Struktur) in eine Hauptkette eingeführt wird, indem
Polymethylmethacrylat (PMMA) mit einem primären Alkylamin umgesetzt wird.
Des weiteren offenbart die Japanische Patentanmeldungsoffenlegung
Nr. 60-20905/1985
(Tokukaisho 60-20905, veröffentlicht
am 02. Februar 1985) ein Verfahren zur Einführung einer Glutaranhydrid-Struktur
in eine Hauptkette, indem ein MMA-Copolymeres entweder mit einer Methacrylsäure oder
einem Methacrylsäure-t-Butylester einer
Wärmebehandlung
unterzogen wird. Die Einführung
einer sechsgliedrigen zyklischen Struktur in eine Hauptkette durch
die zuvor beschriebene Seitenkettenreaktion verbessert die Thermobeständigkeit
und verleiht eine bessere mechanische Festigkeit im Vergleich zu
Methacryl-Harzen. Jedoch verursacht die Einführung einer sechsgliedrigen
Imid-Ringstruktur eine Färbung
aufgrund eines Stickstoffatoms in dem nicht umgesetzten freien Amin,
wenn ein Copolymeres mit dieser Struktur geformt wird. Zudem ist
das Copolymere, welches durch Einführen einer Glutaranhydrid-Struktur
gebildet wird, hoch reaktiv mit Wasser, Alkohol und Amin, wodurch
der Zyklus oftmals leicht aufgebrochen und die Thermobeständigkeit
somit nicht wirksam verbessert wird.
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Demgemäß wird als
Verfahren zur Herstellung eines wärmebeständigen Harzes, welches die
oben beschriebenen Probleme nicht aufweist, in Polym. Prepr., 8,11,576
(1967), J. Polym. Sci., A., 27,751 (1989) ein Verfahren zum Erhalt
eines wärmebeständigen Harzes
offenbart, bei dem ein Copolymeres aus Styrol und einem 2-(Hydroxymethyl)acrylat-Alkylester
einer Wärmebehandlung
unterzogen wird, wodurch das Copolymere zu Lacton zyklisiert. Jedoch
weist das in dem Dokument beschriebene Verfahren das Problem auf,
dass ein Teil des Polymeren vernetzt wird und nicht durch Schmelzen
geformt werden kann, um ein wärmebeständiges Harz
herzustellen.
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Demgemäß offenbart
die Japanische Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 9-241323/1997 (Tokukaihei 9-241323, veröffentlicht
am 16. September 1997) eine Technik um die Polymer-Vernetzung bei
der Wärmebehandlung
und die resultierende Lacton-Zyklisierung eines Copolymeren, welches
eine von 2-(Nydroxymethyl)acrylat-Alkylester
abgeleitete strukturelle Einheit aufweist, zu verhindern, indem
das Copolymere einer Wärmebehandlung
in Gegenwart eines Veresterungs-Katalysators oder eines Lösungsmittels
unterzogen wird.
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Jedoch
ist diese Technik noch nicht ausreichend, um eine Vernetzung in
ausreichendem Maße
zu verhindern. Das durch dieses Verfahren erhaltene wärmebeständige Harz
weist Probleme auf, wenn es in einem Bereich angewendet wird, in
dem ein höherer
Grad an Transparenz und Formbarkeit erforderlich ist. Außerdem wird
bei der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
durch Wärmebehandlung
eines Copolymeren mit einer von 2-(Hydroxymethyl)acrylat-Alkylester
abgeleiteten Struktureinheit die Gelbildung erst sichtbar, nachdem
das erhaltene Polymere tatsächlich
einer Wärmebehandlung
zur Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
unterzogen wurde; falls eine Gelbildung auftreten sollte, sind deshalb
erheblich viel an Zeit, Kosten und Aufwand für die Entfernung der resultierenden
Gelprodukte und das Reinigen der Vorrichtung erforderlich.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Im
Hinblick auf die oben beschriebenen Probleme ist Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, ein hochtransparentes und formbares, von Gelbildung freies,
wärmebeständiges Harz
sowie eine Acrylmonomer-Zusammensetzung und ein Acryl-Copolymeres, welche
als Materialien zur Herstellung des wärmebeständigen Harzes verwendet werden
können,
zur Verfügung
zu stellen.
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Um
die obige Aufgabe zu lösen,
arbeiteten die Erfinder der vorliegenden Erfindung intensiv und
fanden heraus, dass ein Acryl-Copolymeres, welches durch Copolymerisieren
eines Acrylmonomeren mit einer spezifischen Struktur mit einem anderen
Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren copolymensierbar ist, gebildet
wird, wobei entweder das Acryl-Copolymere einen bestimmten Säuregrad
aufweist, oder die Viskosität
einer Tetrahydrofuran-Lösung,
in der das Acryl-Copolymere unter einer bestimmten Bedingung gelöst ist, eine
bestimmte Viskosität
aufweist, ein geeignetes Material zur Herstellung eines hochtransparenten
und formbaren, wärmebeständigen Harzes
darstellt, welches bei der Herstellung nicht geliert; ebenso stellte
sich heraus, dass das Acryl-Copolymere, welches den bestimmten Säuregrad
aufweist, leicht hergestellt werden kann, indem der Säuregrad
der Monomer-Zusammensetzung,
welche das Acrylmonomere mit einer spezifischen Struktur und ein
anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren copolymerisierbar
ist, enthält,
eingestellt wird, wodurch die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
gelöst
wurde.
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Insbesondere
ist die Acrylmonomer-Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung,
welche die zuvor erwähnten
Aufgaben löst,
eine Acrylmonomer-Zusammensetzung,
welche ein Acrylmonomeres gemäß der allgemeinen
Formel (1) enthält
worin
R
1 und R
2 jeweils
entweder ein Wasserstoffatom oder einen organischen Rest darstellen,
und ein anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren copolymerisierbar
ist, wobei die Acrylmonomer-Zusammensetzung dadurch gekennzeichnet
ist, dass sie einen Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aufweist.
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Das
Acryl-Copolymere gemäß der vorliegenden
Erfindung, welches die zuvor erwähnten
Aufgaben löst,
ist des weiteren ein Acryl-Copolymeres, welches durch Copolymerisieren
eines Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, gebildet wird und dadurch gekennzeichnet
ist, dass es einen Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aufweist.
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Des
weiteren ist das Acryl-Copolymere gemäß der vorliegenden Erfindung,
welches die zuvor genannten Aufgaben löst, ein Acryl-Copolymeres,
welches durch Copolymerisieren eines Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, gebildet wird, und dadurch gekennzeichnet
ist, dass die 1 %ige Tetrahydrofuran-Lösung,
die dadurch gebildet wird, dass das Acryl-Copolymere einer 30-minütigen Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 250 °C
unterzogen und anschließend
in Tetrahydrofuran gelöst
wird, eine Viskosität
von 10 cps bis 10.000 cps bei 25 °C
aufweist.
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Das
wärmebeständige Harz
gemäß der vorliegenden
Erfindung, welches die zuvor erwähnten
Aufgaben löst,
ist dadurch gekennzeichnet, dass es durch Erwärmen des Acryl-Copolymeren
gebildet wird.
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Zudem
ist das Verfahren zur Herstellung des Acryl-Copolymeren gemäß der vorliegenden
Erfindung, welches die zuvor erwähnten
Aufgaben löst,
dadurch gekennzeichnet, dass die Acrylmonomer-Zusammensetzung polymerisiert
wird.
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Erfindungsgemäß kann ein
hochtransparentes und formbares, wärmebeständiges Harz, welches bei der
Herstellung nicht geliert, zur Verfügung gestellt werden, indem
als Material für
das wärmebeständige Harz ein
Acryl-Copolymeres, welches durch Copolymerisieren eines Acrylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, verwendet wird, wobei die 1 %ige Tetrahydrofuran-Lösung, welche
dadurch gebildet wird, dass das Acryl-Copolymere einer 30-minütigen Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 250 °C
unterzogen wird und anschließend
das Acryl-Copolymere
in Tetrahydrofuran gelöst
wird, eine Viskosität
von 10 cps bis 10.000 cps bei 25 °C
aufweist. Das wärmebeständige Harz
wird durch Erwärmen
des Acryl-Copolymeren
ohne weiteres erhalten.
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Insbesondere
erfüllt
ein Acryl-Copolymeres, welches durch Copolymerisieren eines Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, gebildet wird und einen Säuregrad von 5 mg KOH/g oder
weniger aufweist, die obige Regulierung bezüglich der Viskosität bei einer
Temperatur von 25 °C,
wenn es einer 30-minütigen
Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 250 °C
unterzogen und danach in Tetrahydrofuran gelöst wird, um eine 1 %ige Tetrahydrofuran-Lösung herzustellen.
Zudem ist aus diesem Acryl-Copolymeren ein hochtransparentes und formbares,
wärmebeständiges Harz
erhältlich,
welches bei der Herstellung nicht geliert und durch Schmelzen geformt
werden kann. Wenn außerdem
das Acryl-Copolymere verwendet wird, ist ein wärmebeständiges Harz erhältlich,
welches leicht zu Lacton zyklisiert und ausgezeichnete Thermobeständigkeit
neben verschiedenen anderen Eigenschaften aufweist.
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Wenn
außerdem
eine Acrylmonomer-Zusammensetzung verwendet wird, welche ein Acrylmonomeres
gemäß der allgemeinen
Formel (1) und ein anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, enthält
und einen Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aufweist, wird das zuvor erwähnte Acrylpolymere
mit einem Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger ohne weiteres erhalten.
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Bei
Verwendung der zuvor erwähnten
Acrylmonomer-Zusammensetzung können
somit das Acrylpolymere mit einem Säuregrad von 5 mg KOH/g oder
weniger und das Acrylpolymere, dessen 1 %ige THF-Lösung eine
Viskosität
von 10 cps bis 10.000 cps bei einer Temperatur von 25 °C aufweist,
leicht erhalten werden.
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Die
folgende Beschreibung dient der weiteren detaillierten Angabe der
vorliegenden Erfindung.
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Das
erfindungsgemäße Acryl-Copolymere
ist ein Copolymeres, welches durch Polymerisieren einer Acrylmonomer-Zusammensetzung,
welche ein Acrylmonomeres gemäß der allgemeinen
Formel (1) und ein anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, enthält
und einen Säuregrad von
5 mg KOH/g oder weniger aufweist, gebildet wird.
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Das
Acrylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (1), welches als Material in dem Herstellungsverfahren des
Acryl-Copolymeren verwendet wird, ist ein Hydroxylgruppen enthaltendes
Monomeres, derart, dass in der Formel jede der durch R1 und
R2 dargestellten Substitutionsgruppen entweder
ein Wasserstoffatom oder ein organischer Rest ist.
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Zu
spezifischen Beispielen für
den organischen Rest, der in einigen Fällen die durch R1 und
R2 dargestellten Substitutionsgruppen ausmacht,
zählen
eine lineare oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 18, bevorzugt
1 bis 12, Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise eine Methylgruppe,
eine Ethylgruppe, eine N-Propylgruppe, eine Isopropylgruppe, eine
N-Butylgruppe, eine sec-Butylgruppe, eine N-Hexylgruppe, eine Cyclohexylgruppe,
eine N-Octylgruppe, eine 2-Ethylhexylgruppe oder eine Laurylgruppe,
eine nicht-substituierte oder substituierte Arylgruppe mit bevorzugt
6 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise eine Phenylgruppe,
eine Tolylgruppe, eine Xylylgruppe, eine Naphthalengruppe oder eine
Benzylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen,
wie beispielsweise eine Hydroxymethylgruppe, eine 2-Hydroxyethylgruppe,
eine 2-Hydroxypropylgruppe, eine 3-Hydroxypropylgruppe, eine 4-Hydroxybutylgruppe
oder eine 6-Hydroxyhexylgruppe, und eine heterozyklische Gruppe.
Es wird darauf hingewiesen, dass die durch R1 dargestellte Substitutionsgruppe
eine Substitutionsgruppe ist, die von einer Aldehydverbindung abgeleitet
ist.
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Zu
spezifischen Beispielen für
das Acrylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (1) zählen
Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat, Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylat,
Isopropyl-2-(hydroxymethyl)acrylat, N-Butyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
und t-Butyl-2-(hydroxymethyl)acrylat.
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Jedes
dieser Acrylmonomeren kann allein verwendet werden; alternativ können mehrere
von ihnen in Kombination verwendet werden. Unter den oben erwähnten Acrylmonomeren
sind Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat und Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
besonders bevorzugt, da aus ihnen ein gewünschtes Acryl-Copolymeres ohne
weiteres erhältlich
ist.
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Die
obigen Acrylmonomeren, die erfindungsgemäß verwendet werden, sind leicht
durch ein bekanntes Verfahren erhältlich; beispielsweise ein
Verfahren, bei dem ein Propargyl-Alkohol carbonyliert und anschließend verestert
wird (US-Patent Nr. 3,066,165), ein Verfahren (Wittig-Horner-Reaktion),
bei dem ein Trialkylphosphonoacetat in Gegenwart von Kaliumhydroxid
mit Formalin umgesetzt wird (Org. Synth., 66,220 (1988)), ein Verfahren,
in dem assoziiertes Vinyl mit Aldehydverbindungen in Gegenwart einer
tertiären
Amin-Verbindung als Katalysator und in Gegenwart von Wasser umgesetzt
wird (Japanische Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 7-285906/1995 (Tokukaihei
7-285906, veröffentlicht
am 31. Oktober 1995; entspricht dem US-Patent Nr. 5,703,270)), oder
ein Verfahren, bei dem ein Acrylmonomeres, welches durch eines der
obigen Verfahren erhalten wurde, einer Reinigungsbehandlung mit
einer basischen Substanz unterzogen wird. Die Reinigungsbehandlung
wird später
detailliert beschrieben.
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Das
Monomere, das mit dem Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen Formel (1)
copolymerisierbar ist (im Folgenden manchmal als Copolymerisations-Bestandteil
bezeichnet) ist geeigneterweise ein Vinylmonomeres gemäß der allgemeinen
Formel (2), da es gute Reaktions- und Polymerisationseigenschaften
mit dem Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) aufweist, und ein gewünschtes
wärmebeständiges Harz
leicht erhältlich
ist:
worin R
3 entweder
ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist, R
4 ein
Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen,
eine Phenylgruppe, eine -OCOCH
3-Gruppe,
eine -CN-Gruppe, eine -COR
5-Gruppe oder
eine COOR
6-Gruppe ist, und R
5 und
R
6 jeweils entweder ein Wasserstoffatom
oder einen organischen Rest darstellen.
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Das
Vinylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (2) ist ein Vinylmonomeres, worin die Substitutionsgruppe
R3 entweder ein Wasserstoffatom oder eine
Methylgruppe ist, die Substitutionsgruppe R4 ein
Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen,
eine Phenylgruppe, eine -OCOCH3-Gruppe,
eine -CN-Gruppe, eine -COR5-Gruppe oder
eine -COOR6-Gruppe ist, und R5 und
R6 jeweils entweder ein Wasserstoffatom
oder einen organischen Rest darstellen. Der organische Rest, dargestellt
durch die Substitutionsgruppen R5 und R6, ist insbesondere eine Alkylgruppe mit
1 bis 18 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe
mit einem bis sechs Kohlenstoffatomen oder eine heterozyklische
Gruppe.
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Zu
Beispielen für
das Vinylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (2) zählen
Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat,
Styrol, α-Methylstyrol, Acrylonitril,
Methylvinylketon, Ethylen, Propylen und Vinylacetat.
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Abgesehen
von dem Vinylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (2) zählen
zu spezifischen Beispielen für
den Copolymerisations-Bestandteil außerdem ha logenierte Vinyle,
wie beispielsweise Vinylchlorid und Chloridvinyliden, Maleimide,
wie beispielsweise Maleimid, N-Phenylmaleimid, N-Cyclohexylmaleimid, N-Benzylmaleimid, N-Isopropylmaleimid,
N-(2-Chlorphenyl)maleimid und N-(2-Bromphenyl)maleimid, Maleinsäureanhydrid,
Maleate, wie beispielsweise Maleinsäuredicyclohexyl, Fumarate,
wie beispielsweise Fumarsäuredibutyl
und Fumarsäuredicyclohexyl, α-Methylen-γ-butyrolacton.
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Jeder
dieser Copolymerisations-Bestandteile kann allein verwendet werden;
alternativ können
mehrere von ihnen in Kombination verwendet werden. Unter den oben
erwähnten
Monomeren sind Methylmethacrylat, Methacrylsäurecyclohexyl und Styrol besonders
geeignet.
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Das
Acryl-Copolymere gemäß der vorliegenden
Erfindung kann leicht durch Copolymerisieren des Acrylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit dem Monomeren (einem Copolymerisations-Bestandteil),
welches mit dem Acrylmonomeren copolymerisierbar ist, hergestellt
werden.
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Der
Säuregrad
des Acryl-Copolymeren kann durch Zugabe einer basischen Verbindung,
welche keine Färbung
und andere Probleme bei der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes verursacht, eingestellt werden;
geeignet sind beispielsweise Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat,
Natriumacetat, Kaliumacetat, Natriumacrylat oder Natriummethacrylat.
Ein Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger kann dem Acryl-Copolymeren verliehen
werden, indem eine Polymerisationsreaktion einer Acrylmonomer-Zusammensetzung
mit einem Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger, welche das Acrylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (1) und das mit diesem Acrylmonomeren copolymerisierbare
Monomre (Copolymerisations-Bestandteil), bevorzugt das Vinylmonomere
gemäß der allgemeinen
Formel (2), enthält,
bewirkt wird.
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Wenn
das Acryl-Copolymere einen Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aufweist, zyklisiert das resultierende
wärmebeständige Harz
leicht zu Lacton, weist ausgezeichnete Thermobeständigkeit,
Transparenz und Formbarkeit auf, geliert nicht bei der Herstellung
und kann durch Schmelzen geformt werden. Wenn im Gegensatz dazu
das Acryl-Copolymere einen Säuregrad über 5 mg
KOH/g aufweist, geliert das resultierende wärmebeständige Harz bei der Herstellung
und weist Probleme hinsichtlich der Transparenz und Formbarkeit
auf.
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Das
Acrylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (1) und das mit diesem Acrylmonomeren copolymerisierbare
Monomere (Copolymerisations-Bestandteil) werden zur Bildung der
Acrylmonomer-Zusammensetzung gemischt, mit einem Mischungsverhältnis, das
in Abhängigkeit
der Eigenschaften, die dem wärmebeständigen Harz
verliehen werden sollen, und der verwendeten Bestandteile der Acrylmonomer-Zusammensetzung
angemessen bestimmt wird.
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Beispielsweise
liegt das Mischungsverhältnis
von dem Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) und seinem Copolymerisations-Bestandteil in der Acrylmonomer-Zusammensetzung,
das heißt,
das Verhältnis
des Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) zu dem Copolymerisations-Bestandteil, in einem Bereich
von bevorzugt 1:9 bis 7:3.
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Wenn
der Mischungsanteil des Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen Formel (1)
in der Acrylmonomer-Zusammensetzung geringer ist als bei dem zuvor
genannten Mischungsverhältnis,
weist das resultierende wärmebeständige Harz
möglicherweise
keine ausgezeichnete Thermobeständigkeit
auf. Wenn im Gegensatz dazu der Mischungsanteil des Acrylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (1) in der Acrylmonomer-Zusammensetzung höher ist als bei dem genannten
Mischungsverhältnis,
besitzt das resultierende wärmebeständige Harz
verbesserte Thermobeständigkeit,
die Verbesserung der Thermobeständigkeit
ist jedoch nicht so effektiv, dass dies dem Anstieg in dem Mischungsverhältnis entspricht,
was ökonomisch
nicht vorteilhaft ist.
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Wenn
außerdem
die Acrylmonomer-Zusammensetzung keinen Copolymerisations-Bestandteil
enthält,
dass heißt,
wenn das erhaltene Acrylpolymere ein Homopolymeres aus dem Acrylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (1) ist, geliert das resultierende Acrylpolymere bei der
Herstellung, auch bei einem Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger, und das erhaltene wärmebeständige Harz weist nicht erwünschter
Weise keine ausgezeichnete Transparenz und Formbarkeit auf.
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Zusammengefasst
wird das Acryl-Copolymere gemäß der vorliegenden
Erfindung leicht dadurch erhalten, dass die Acrylmonomer-Zusammensetzung,
welche ein Acrylmonomeres gemäß der allgemeinen
Formel (1) und ein anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist (Copolymerisations-Bestandteil), enthält, derart hergestellt wird,
dass die erhaltene Acrylmonomer-Zusammensetzung
einen Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aufweist, und danach eine Polymerisationsreaktion
der Acrylmonomer-Zusammensetzung bewirkt wird.
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Das
Verfahren zur Herstellung der Acrylmonomer-Zusammensetzung ist auf
keine spezielle Art eingeschränkt.
Zu Beispielen für
ein derartiges Verfahren zählen
ein Verfahren, bei dem eine Monomer-Zusammensetzung, welche ein
Acrylmonomeres und ein weiteres Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, enthält,
mit einer basischen Substanz einer Reinigungsbehandlung unterzogen
wird, wobei das Acrylmonomere das Acrylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (1) oder ein Monomeres, das, wenn es der Reinigungsbehandlung
mit einer basischen Substanz unterzogen wird, das Acrylmonomere
gemäß der allgemeinen
Formel (1) ergibt, ist, insbesondere ein Acrylmonomeres, welches
durch irgendeines der in dem US-Patent Nr. 3,066,165, Org. Synth.,
66,220 (1988), und der Japanischen Patentanmeldungsoffenlegung Nr. 7-285906
(Tokukaihei 7-285906) offenbarten oder beschriebenen Herstellungsverfahren
erhältlich
ist; und ein Verfahren, bei dem der Säuregrad des einzelnen Monomerbestandteils,
welcher die Acrylmonomer-Zusammensetzung
bildet, im voraus durch eine Reinigungsbehandlung mit einer basischen
Substanz auf 5 mg KOH/g oder weniger eingestellt wird.
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Die
in der Reinigungsbehandlung verwendete basische Substanz ist auf
keine besondere Weise eingeschränkt;
zu spezifischen Beispielen zählen
ein basisches Ionenaustauschharz, Natriumhydrogencarbonat und Natriumhydroxid.
Zu spezifischen Beispielen für
das basische Ionenaustauschharz zählen die von Rohm & Haas Co. erhältlichen
basischen Ionenaustauschharze, wie beispielsweise Amberlight A-21, Amberlight IRA-68,
Amberlight IRA-60E, Amberlight IRA-35 und Amberlight IRA-45, von Mitsubishi
Chemical Industries Ltd. erhältliche
basische Ionenaustauschharze, wie beispielsweise Diaion WA-10, Diaion
WA-20 und Diaion WA-30, von Dow Chemicals Co. erhältliche
basische Ionenaustauschharze, wie beispielweise Dowex WGR2 und Dowex
66 und von Sumitomo Chemical Co., Ltd. erhältliche basische Ionenaustauschharze,
wie beispielweise Duolite A-368 und Duolite A-568, Duolite A-578. Unter diesen
basischen Substanzen sind basische Ionenaustauschharze für die Verwendung
geeignet.
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In
dem Reinigungsbehandlungsverfahren wird beispielsweise das Material,
welches einer Reinigungsbehandlung unterzogen wird, zusammen mit
einer basischen Substanz in Gegenwart von Wasser und/oder, gegebenenfalls,
einem organischen Lösungsmittel
gerührt
und anschließend
das erhaltene Produkt fraktioniert. Das Material, welches einer
Reinigungsbehandlung unterzogen wurde, kann direkt als Material
für ein Acryl-Copolymeres
verwendet werden, es wird jedoch bevorzugt für einige Anwendungen nach der
Reinigungsbehandlung außerdem
destilliert.
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Die
Polymerisationsreaktion der Acrylmonomer-Zusammensetzung, das heißt, die
Copolymerisationsreaktion des Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen Formel (1)
mit dem Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren copolymerisierbar
ist, kann leicht durch eine radikalische Polymerisationsreaktion
oder ionische Polymerisationsreaktion bewirkt werden. Jedoch wird
bevorzugt eine radikalische Polymerisationsreaktion verwendet. Für die radikalische
Polymerisationsreaktion können
verschiedene Verfahren aus dem Stand der Technik angewendet werden,
beispielsweise eine Blockpolymerisationstechnik, eine Lösungspolymerisationstechnik
oder eine Suspensionspolymerisationstechnik. Eine Lösungspolymerisationstechnik
ist besonders beeignet aufgrund der leichten Kontrollierbarkeit
der Polymerisationsreaktion.
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Der
für die
radikalische Polymerisationsreaktion verwendete radikalische Polymerisationsinitiator
ist auf keine besondere Weise eingeschränkt; zu Beispielen zählen Azo-Polymerisationsinitiatoren,
wie beispielsweise Azobisisobutyronitril, und Peroxid-Polymerisationsinitiatoren,
wie beispielsweise Benzoylperoxid.
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Außerdem sind
die Menge des verwendeten Polymerisationsinitiators, die Polymerisationszeit,
die Polymerisationstemperatur und die anderen Reaktionsbedingungen
auf keine besondere Weise eingeschränkt; sie werden aber entsprechend
dem verwendeten Polymerisationsinitiator, den Bestandteilen der
Acrylmonomer-Zusammensetzung
und dem Polymerisationssystem passend ausgewählt. Es wird darauf hingewiesen, dass
die Polymerisationsreaktion bevorzugt in Stickstoffatmosphäre oder
in der Atmosphäre
eines anderen inerten Gases bewirkt wird.
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Das
erhaltene Acryl-Copolymere besitzt bevorzugt einen Polymerisationsgrad
derart, dass das mittlere Molekulargewicht (Gewichtsmittel) in einem
Bereich von 5.000 bis 1.000.000, bevorzugt von 10.000 bis 500.000,
liegt. Wenn das mittlere gewichtsgemittelte Molekulargewicht (Gewichtsmittel)
weniger als 5.000 beträgt,
ist es schwierig, die mechanischen Eigenschaften über einen
längeren
Zeitraum aufrechtzuerhalten, was Probleme bei Langzeitverwendungen
macht. Wenn das mittlere Molekulargewicht (Gewichtsmittel) dagegen 1.000.000 übersteigt,
ist die Verbesserung der Leistung nicht so effektiv, dass es den
Aufwand, die Herstellungskosten, die Herstellungsbedingungen usw.,
die erforderlich sind, um ein Acryl-Copolymeres mit einem mittleren
Molekulargewicht (Gewichtsmittel) über 1.000.000 zu erhalten,
rechtfertigt; dies ist ökonomisch
ungünstig.
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Außerdem kann
in der Polymerisationsreaktion gegebenenfalls ein Kettenübertragungsmittel,
wie beispielsweise Methylmercaptopropionsäure oder Dodecylmercaptan,
zugegeben werden, um das mittlere Molekulargewicht (Gewichtsmittel)
einzustellen.
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Das
Acryl-Copolymere gemäß der vorliegenden
Erfindung ist beispielsweise dadurch erhältlich, dass ein radikalischer
Polymerisationsinitiator in einem Verhältnis von 0,1 Gewichtsprozent
bis 5 Gewichtsprozent zu der Menge der Acrylmonomer-Zusammensetzung,
d. h., der Gesamtmenge an dem Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen Formel (1)
und dem Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren copolymerisierbar ist,
in Gegenwart eines organischen Lösungsmittels,
welches gegenüber
der Polymerisationsreaktion inert ist, gegeben wird, eine Polymerisationsreaktion
bei einer Polymerisationstemperatur von 60 bis 150 °C für eine bis 10
Stunden bewirkt wird, das für
die Polymerisationsreaktion verwendete organische Lösungsmittel
entfernt wird, und das erhaltene Copolymere in ein schwaches Lösungsmittel
gegeben wird, um es sich absetzen zu lassen um Rückstands-Monomere zu entfernen.
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Die
Acrylmonomer-Zusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann, wenn sie als Material verwendet wird, gewöhnlich ein
Acryl-Copolymeres mit einem Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aus der Polymerisationsreaktion liefern.
Die zuvor erwähnte
basische Verbindung, welche keine Färbung und andere Probleme bei
der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
verursacht, kann derart zugegeben werden, dass der Säuregrad
des Acryl-Copolymeren eingestellt wird.
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Das
wärmebeständige Harz
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist leicht durch Erwärmen
des Acryl-Copolymeren und Entfernen der flüchtigen Bestandteile erhältlich.
In der vorliegenden Erfindung bezieht sich ein wärmebeständiges Harz auf ein Harz mit
verbesserter Thermobeständigkeit
im Vergleich zu einem Basisharz, welches durch Copolymerisieren
des zuvor erwähnten
Copolymerisations-Bestandteils (das andere Monomere) mit einem spezifischen
Monomerbestandteil und, gegebenenfalls, Einführen einer spezifischen Struktur
oder funktionellen Gruppe (die sich aus dem Basisharz ergibt) erhalten
wird, wobei das Basisharz definiert ist als Harz, welches aus der
Polymerisation des zuvor erwähnten
Copolymerisations-Bestandteils
(dem anderen Monomeren) gebildet wird. Wenn ein Acryl-Copolymeres
mit einem regulierten Säuregrad
als Material verwendet wird, geliert das wärmebeständige Harz gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht, weist ausgezeichnete Transparenz und Formbarkeit
auf und kann durch Schmelzen geformt werden.
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Typischerweise
wird die Gelbildung jedoch erst sichtbar, nachdem ein Polymeres
als Material zur Herstellung eines wärmebeständigen Harzes einer Wärmebehandlung
unterzogen wurde, um das wärmebeständige Harz
herzustellen; aus diesem Grund werden, wenn Gelbildung auftreten
sollte, beträchtliche)
Zeit, Kosten und Arbeitaufwand zur Entfernung der resultierenden
Gelprodukte und zur Reinigung der Vorrichtung aufgewendet.
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Aus
diesen Gründen
ist es bei der industriellen Verwendung sehr wichtig, die Möglichkeit
des sicheren Auftretens von Gelbildung bestimmen zu können. Durch
Bestätigung
dieser Möglichkeit
vor der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
geliert das resultierende wärmebeständige Harz
nicht während
der Herstellung, und ihm werden ohne weiteres die Eigenschaften
hoher Transparenz und Formbarkeit verliehen.
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Demgemäß arbeiteten
die Erfinder der vorliegenden Erfindung intensiv, um herauszufinden,
unter welchen Bedingungen das wärmebeständige Harz
während
der Herstellung nicht geliert, wobei sich herausstellte, dass bei
Bildung eines Acryl-Copolymeren
durch Copolymerisieren eines Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen Formel (1)
mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren copolymerisierbar
ist, oder, bevorzugt, mit einem Vinylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (2), nach Durchführen
einer 30-minütigen
Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von 250 °C
und nach Lösen
in THF zur Herstellung einer 1 %igen THF-Lösung mit einer Viskosität von 10
cps bis 10.000 cps bei 25 °C
das resultierende wärmebeständige Harz
während
der Herstellung nicht geliert, und dem Harz die Eigenschaften hoher
Transparenz und Formbarkeit verliehen werden.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung fanden außerdem heraus, dass das Acryl-Copolymere,
welches durch Copolymerisieren eines Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, gebildet wird und einen Säuregrad von 5 mg KOH/g oder
weniger aufweist, diese Bedingungen erfüllt.
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In
Anbetracht dieser Feststellungen ist somit verständlich, dass es bei Durchführung eines
Geliertests als vorbereitender Test vor der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
zur Einschätzung
der Gelbildung durch Messen der Viskosität einer 1 %igen THF-Lösung, welche
durch Lösen
des resultierenden Acryl-Copolymeren
bei 25 °C
gebildet wird, und durch selektives Verwenden – entsprechend den Testergebnissen – lediglich
des Acryl-Copolymeren, dessen 1 %ige THF-Lösung
eine Viskosität
von 10 cps bis 10.000 cps bei einer Temperatur von 25 °C aufweist,
als Material für
das wärmebeständige Harz,
möglich
ist, die Erzeugung von Gelprodukten bei der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
zu verhindern und ein hochtransparentes, formbares, wärmebeständiges Harz
stabil zu erhalten. Außerdem
kann mit Hilfe des Geliertests als vorbereitender Test vor der Herstellung
eines wärmebeständigen Harzes
schnell eingeschätzt
werden, ob Gelbildung während
der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
auftritt oder nicht.
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Der
Geliertest wird insbesondere anhand des folgenden Schemas durchgeführt. Zunächst werden
10 g eines erhaltenen Acryl-Copolymeren auf eine Aluminiumplatte gegeben,
welche in einem thermostatischen Behälter, der zuvor auf eine Temperatur
von 250 °C
eingestellt wurde, platziert wird, und einer 30-minütigen Wärmebehandlung
unterzogen. Als nächstes
wird 1 g des wärmebehandelten
Acryl-Copolymeren entnommen und in 99 g THF gelöst, um eine 1 %ige THF-Lösung herzustellen;
bei 1 cc der 1 %igen THF-Lösung
wird die Viskosität
bei einer Temperatur von 25 °C
unter Verwendung eines Viskositätsmessers
vom E-Typ (VICONIED-Typ, erhältlich
von Tokyo Keiki Co. Ltd.), wobei der Rotor auf 0,8° eingestellt
ist, gemessen.
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Da
das Acrylmonomere gemäß der allgemeinen
Formel (1) ein Acrylmonomeres ist, welches reaktive Hydroxylgruppen
aufweist, ist ein Auftreten von Gelbildung durch partielle Vernetzung
bei der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
wahrscheinlich, wenn der Anteil des Acrylmonomeren in der Polymerisationsreaktion
zu hoch ist. Deshalb ist, wenn der Säuregrad nicht auf den spezifizierten
Bereich eingestellt ist, eine genaue Kontrolle der Polymerisationsbedingungen
wesentlich, was zu einer komplexeren Verfahrensführung führt. Demgemäß wird bei Durchführung eines
Geliertests und beim Erhalt von Polymerisationsreaktions-Bedingungen,
derart, dass die Viskosität
einer 1%igen THF-Lösung
bei einer Temperatur von 25 °C
die Regulierungen in dem Geliertest erfüllt, das resultierende Acryl-Copolymere
ein geeignetes Material für
ein wärmebeständiges Harz,
welches bei der Herstellung nicht geliert und eine hohe Transparenz
und Formbarkeit aufweist. Anders ausgedrückt, es sollten ein Acrylmonomeres
gemäß der allgemeinen
Formel (1) und ein anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, unter derartigen Polymerisationsreaktionsbedingungen
copolymerisiert werden, dass die Viskosität einer 1 %igen THF-Lösung bei
einer Temperatur von 25 °C
die Regulierungen in dem Geliertest erfüllt, um ein Acryl-Copolymeres
zu erhalten, welches als Material für ein wärmebeständiges Harz geeignet ist, das
ausgezeichnete Transparenz und Formbarkeit aufweist.
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Die
Heizvorrichtung, die bei der Wärmebehandlung
des Acrylpolymeren gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Herstellung des wärmebeständigen Harzes
verwendet wird, ist auf keine besondere Weise eingeschränkt, solange
die Heizvorrichtung das Acrylpolymere erwärmen kann und es möglich ist,
die flüchtigen
Bestandteile daraus zu entfernen. Jedoch handelt es sich bei der
Heizvorrichtung bevorzugt um einen Wärmeofen, eine Eindrückvorrichtung
oder Ähnliches,
welche beispielsweise eine Vakuum erzeugende Funktion zur Entfernung
der flüchtigen
Bestandteile aufweist.
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Die
Erwärmungstemperatur
bei der Wärmebehandlung
ist auf keine besondere Weise eingeschränkt, liegt jedoch bevorzugt
in einem Bereich von 150 °C
bis 350 °C,
bevorzugter von 200 °C
bis 350 °C.
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Die
Erwärmungsdauer
bei der Wärmebehandlung
wird erforderlichenfalls durch den Grad der Thermobeständigkeit
bestimmt. Jedoch liegt die Erwärmungsdauer
typischerweise in einem Bereich von einer bis fünf Stunden.
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Außerdem können bei
der Wärmebehandlung
Protonsäuren,
wie beispielsweise Acetat, Oxalsäure und
Maleinsäure,
Phosphoniumsalze, wie beispielsweise Bromtetramethylphosphonium,
Bromtetraethylphosphonium, Bromtetrabutylphosphonium und Bromtetrabutyltriphenylphosphonium,
zugegeben werden. Durch Zugabe dieser Verbindungen kann das wärmebeständige Harz,
wenn gewünscht
sogar auch bei geringen Erwärmungstemperaturen
effektiv hergestellt werden.
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Wie
oben ausgeführt,
ist das Acrylpolymere gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Copolymeres, welches durch Copolymerisieren eines
Acrylmonomeren gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, oder, bevorzugt, mit einem Vinylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (2) gebildet wird; es ist geeignet als Material für ein hochtransparentes und
formbares, wärmebeständiges Harz,
welches bei der Herstellung nicht geliert, wenn die Regulierungen
in dem Geliertest derart getroffen werden, dass die Viskosität einer
1 %igen THF-Lösung
bei einer Temperatur von 25 °C
in einem Bereich von 10 cps bis 10.000 cps liegt.
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Außerdem ist
das Acrylpolymere, welches durch Copolymerisieren eines Acrylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (1) mit einem anderen Monomeren, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, oder, bevorzugt, mit einem Vinylmonomeren
gemäß der allgemeinen
Formel (2), gebildet wird und einen Säuregrad von 5 mg KOH/g oder
weniger aufweist, derart, dass bei einem Geliertest die Viskosität einer
1 %igen THF-Lösung
bei einer Temperatur von 25 °C
in dem spezifi zierten Bereich liegt, bei der Herstellung eines wärmebeständiges Harzes
nicht geliert und ein wärmebeständiges Harz
mit ausgezeichneter Transparenz und Formbarkeit, welches durch Schmelzen
geformt werden kann, liefert. Das Acrylpolymere wird ohne Weiteres
zu Lacton zyklisiert, und ein wärmebeständiges Harz,
welches unter verschiedenen Eigenschaften ausgezeichnete Thermobeständigkeit
aufweist, kann aus dem Acrylpolymeren hergestellt werden.
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Außerdem ist
eine Acrylmonomer-Zusammensetzung, welche ein Acrylmonomeres gemäß der allgemeinen
Formel (1) und ein anderes Monomeres, welches mit dem Acrylmonomeren
copolymerisierbar ist, enthält
und außerdem
einen Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger aufweist, geeignet als Material für ein Acrylpolymeres
mit einem Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger. Aus diesem Grund kann die Acrylmonomer-Zusammensetzung
als Material für
ein Acrylpolymeres mit einem Säuregrad
von 5 mg KOH/g oder weniger und ebenso als Material für ein Acrylpolymeres,
bei dem die Viskosität
einer 1 %igen THF-Lösung
bei einer Temperatur von 25 °C
im Bereich von 10 cps bis 10.000 cps in einem Geliertest liegt,
verwendet werden.
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Das
wärmebeständige Harz,
das gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird, geliert nicht, weist ausgezeichnete
Transparenz und Formbarkeit auf und kann in einem weiten Anwendungsbereich,
in dem Thermobeständigkeit
erforderlich ist, verwendet werden.
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Zum
besseren Verständnis
der Natur und der Vorteile der Erfindung wird auf die folgende detaillierte Beschreibung
in Verbindung mit den angefügten
Zeichnungen Bezug genommen werden.
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BESCHREIBUNG
DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
vorliegende Erfindung wird aus der folgenden detaillierten Beschreibung
besser verständlich.
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In
den Ausführungsformen
und Vergleichsbeispielen wurden die Säuregrade der Acrylmonomer-Zusammensetzung
und des erhaltenen Acrylpolymeren in mg KOH/g durch Lösen von
1 g einer Probe in 20 ml Dioxan, 5-stündiges Rühren der Probenlösung bei
Raumtemperatur und Titrieren einer 0,05 N Kaliumhydroxid/Ethanol-Lösung zur
Neutralisierung der Probenlösung
gemessen. Außerdem
wurde die Thermobeständigkeit
des erhaltenen wärmebeständigen Harzes
bei Glasübergangstemperatur
geschätzt.
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Das
Acrylmonomere in der Acrylmonomer-Zusammensetzung wurde gemäß den folgenden
Herstellungsbeispielen hergestellt. Außerdem wurde die erhaltene
Substanz (Acrylmonomeres) durch Messen der 1H-NMR-, 13C-NMR- und Infrarot (IR)-Absorptionsspektren
identifiziert.
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Herstellungsbeispiel 1
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Im
vorliegenden Herstellungsbeispiel wurde Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
als Acrylatmonomeres auf der Grundlage von Org. Synth., 66,220 (1988)
hergestellt. Zunächst
wurden 48 g Paraformaldehyd, 4 ml einer 1 N Phosphorsäure und
110 ml reines Wasser in einen 1000-ml-Vierhals-Kolben, der mit einer
Rührvorrichtung,
einem Thermometer, einer Kondensationsvorrichtung und einem Titrationstrichter
usw. ausgestattet war, eingeführt
und anschließend
bei einer Temperatur von 90 °C
1,5 Stunden unter Erwärmen
gerührt,
wodurch eine transparente, wässrige
Formalinlösung
hergestellt wurde. Als nächstes
wurde die wässrige
Formalinlösung
auf Raumtemperatur abgekühlt.
Die wässrige
Formalinlösung
wurde nach Zugabe von 72,8 g Trimethylphosphonacetat bei Raumtemperatur
und 100 rpm gerührt.
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Unterdessen
wurden 60,7 g Kaliumcarbonat in 60 ml reinem Wasser gelöst und diese
wässrige
Kaliumcarbonatlösung
in den Titrationstrichter eingeführt.
Als nächstes
wurde die wässrige
Kaliumcarbonatlösung nach
und nach in den Kolben titriert und zur Bewirkung einer Reaktion
gerührt,
während
die Temperatur der Reaktionsflüssigkeit
in dem Kolben bei 35 °C
bis 40 °C
gehalten wurde.
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Nach
Beendigung des Zutropfens wurde die Reaktionsflüssigkeit weitere 5 Minuten
bei einer Temperatur von 40 °C
gerührt
und dann in einem Eisbad schnell auf Raumtemperatur abgekühlt, um
die Reaktion zu beenden. Danach wurden 200 ml Diethylether und 150
ml einer gesättigten
Salzlösung
zu der Reaktionsflüssigkeit
ge geben, welche anschließend
durch Filtration in eine organische Phase und eine wässrige Phase
getrennt wurde. Als nächstes
wurde eine Extraktion auf der wässrigen
Phase mit Ether als Extraktionsmittel durchgeführt und dann das Extraktionsmittel
zu der organischen Phase gegeben. Anschließend wurde die organische Phase
mit einer gesättigten
Salzlösung
gereinigt, mit Magnesiumsulfat getrocknet, das Lösungsmittel unter reduziertem
Druck mit einem Evaporator entfernt und anschließend unter reduziertem Druck
destilliert, wodurch farbloses, transparentes, flüssiges Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
hergestellt wurde. Das erhaltene Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat besaß einen
Säuregrad
von 6,8 mg KOH/g.
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Herstellungsbeispiel 2
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Im
vorliegenden Herstellungsbeispiel wurde Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
als ein Acrylatmonomeres auf der Grundlage der Japanischen Patentanmeldungsoffenlegung
Nr. 7-285906 (Tokukaihei 7-285906) hergestellt. Zunächst wurden
400 g Ethylacrylat, 86 g einer wässrigen
35%igen (Gewichtsprozent) Formaldehydlösung, 98 g einer wässrigen
30%igen (Gewichtsprozent) Trimethylaminlösung und 0,4 g p-Methoxyphenol in einen
1000-ml-Vierhals-Kolben, welcher mit einem Thermometer, einer Gaseinblasleitung,
einer Kondensatorleitung, einer Rührvorrichtung und einem Wasserbad
ausgestattet war, eingeführt.
Danach wurde die Reaktionslösung
bei einer Temperatur von 60 °C
3 Stunden lang unter Rühren
umgesetzt, wobei Luft in die Reaktionslösung eingeblasen wurde.
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Nach
Beendigung der Reaktion wurde die Reaktionslösung in eine organische Phase
und eine wässrige
Phase getrennt. Als nächstes
wurde die organische Phase mit einer wässrigen 1 %igen Natriumhydroxidlösung gereinigt,
weiter mit reinem Wasser gereinigt und einer fraktionellen Destillation
unterzogen, wodurch farbloses, transparentes, flüssiges Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylat,
welches eine Fraktion von 73 °C
bis 76 °C/5 mmHG
darstellt, erhalten. Das erhaltene Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylat besaß einen
Säuregrad
von 0,10 mg KOH/g.
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Ausführungsform 1
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Zunächst wurden
116 g des in Herstellungsbeispiel 1 hergestellten Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylats in
300 g reinem Wasser gelöst.
Als nächstes
wurde diese wässrige
Lösung
durch einen Behandlungsturm (Säule)
mit einem inneren Durchmesser von 2 cm, welcher mit 300 ml eines
basischen Ionenaustauschharzes "Amberlight
IRA-45", erhältlich von
Rohm & Haas Co.,
gefüllt
war, geleitet. Anschließend
wurde das Wasser aus der behandelten Flüssigkeit unter einem reduzierten
Druck von 30 mmHG mit einem Evaporator entfernt; dann wurde durch
Vakuumdestillation raffiniert, wodurch farbloses, transparentes,
flüssiges
Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
mit einem Säuregrad
von 0,30 mg KOH/g hergestellt wurde.
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Als
nächstes
wurden 35 Teile des Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylats und 65 Teile
Methylmethacrylat gemischt und gelöst, um eine Acrylatmonomer-Zusammensetzung herzustellen.
Die Acrylatmonomer-Zusammensetzung besaß einen Säuregrad von 0,1 mg KOH/g.
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Anschließend wurden
100 Teile der Acrylatmonomer-Zusammensetzung, 100 Teile Toluol als
Lösungsmittel
und 1 Teil Benzoylperoxid als Polymerisationsinitiator gleichzeitig
in einen 1000-ml-Vierhals-Kolben, welcher mit einem Thermometer,
einer Gaseinblasleitung, einer Kondensatorleitung, einer Rührvorrichtung
und einem Wasserbad ausgestattet war, eingeführt und unter Rühren eine
Stunde lang bei einer Badtemperatur von 120 °C polymerisiert. Anschließend wurde
diese polymerisierte Reaktionsflüssigkeit
auf Raumtemperatur abgekühlt
und danach in Methanol gegeben, welches in überschüssiger Menge zu der polymerisierten Reaktionsflüssigkeit
vorlag, um das polymerisierte Produkt auszufällen; das Präzipitat
wurde filtriert und dadurch abgetrennt. Als nächstes wurde das hergestellte
polymerisierte Produkt unter reduziertem Druck bei 80 °C getrocknet,
wodurch ein Acryl-Copolymeres gemäß der vorliegenden Erfindung
in Form eines weißen
Pulvers erhalten wurde. Das Acryl-Copolymere besaß ein mittleres Molekulargewicht
(Gewichtsmittel) von 160.000, gemessen mit Gelpermeations-Chromatographie
(GPC), und einen Säuregrad
von 0,10 mg KOH/g.
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Anschließend wurden
10 g des Acryl-Copolymeren auf eine Aluminiumplatte gegeben und
in einem thermostatischen Behälter
bei 250 °C
einer 30-minütigen Wärmebehandlung
unterzogen, um einen Geliertest durchzuführen. Dann wurden 1 g des wärmebehandelten
Acryl-Copolymeren in einen Behälter,
welcher 99 g THF enthielt, eingeführt und gelöst; von dieser 1 %igen THF-Lösung des
Acrylat-Copolymeren
wurde 1 cc entnommen und die Viskosität bei 25 °C unter Verwendung eines Viskosimeters
vom E-Typ (VICONIED-Typ, erhältlich
von Tokyo Keiki Co. Ltd.), wobei der Rotor auf 0,8° eingestellt
war, gemessen. Die Messung ergab 80 cps. Zudem wurde visuell bestätigt, dass
keine unlösliche
Gelsubstanz in der 1 %igen THF-Lösung des Acryl-Copolymeren
enthalten war.
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Dann
wurde das Acryl-Copolymere in einer Teströhre platziert und einer 120-minütigen Wärwebehandlung
bei 200 °C
und Stickstoffgas-Durchfluss unterzogen, wodurch ein denaturiertes
Harz des Acryl-Copolymeren als wärmebeständiges Harz
gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wurde. Das Harz war schmelzbar und konnte
ohne weiteres bei einer Formtemperatur von 280 °C zu einer farblosen, transparenten Probe
geformt werden. Die Glasübergangstemperatur
(Tg) des Harzes betrug 140 °C.
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Ausführungsform 2
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Es
wurden die gleichen Reaktionen und Verfahren wie bei der Ausführungsform
1 angewendet, mit dem Unterschied, dass 60 Teile des in Herstellungsbeispiel
2 erhaltenen Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylats anstelle der 35 Teile
Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
mit einem Säuregrad
von 0,30 mg KOH/g und 40 Teile Methylmethacrylat anstelle von 65
Teilen verwendet wurden. Der Säuregrad
der Acrylmonomer-Zusammensetzung wurde zuvor auf 0,18 mg KOH eingestellt.
Außerdem
wurde durch GPC das mittlere Molekulargewicht (Gewichtsmittel) des
Acryl-Copolymeren
mit 104.000 und der Säuregrad
mit 0,17 mg KOH/g bestimmt.
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Anschließend wurde
der gleiche Geliertest wie bei der Ausführungsform 1 unter Verwendung
des Acryl-Copolymeren durchgeführt
und die Viskosität
einer 1 %igen THF-Lösung
des Acryl-Copolymeren bei 25 °C
bestimmt. Die Messung ergab 230 cps. Außerdem wurde visuell bestätigt, dass
keine unlösliche
Gelsubstanz in der 1 %igen THF-Lösung
des Acryl-Copolymeren enthalten war.
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Dann
wurde das Acryl-Copolymere in einer Teströhre platziert und einer 90-minütigen Wärmebehandlung
bei 200 °C
unter Stickstoffgas-Durchfluss unterzogen, wodurch ein denaturiertes
Harz des Acryl-Copolymeren als wärmebeständiges Harz
gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wurde. Das Harz war schmelzbar und konnte
bei einer Formtemperatur von 280 °C
ohne weiteres zu einer farblosen, transparenten Probe geformt werden.
Die Glasübergangstemperatur
(Tg) des Harzes betrug 152 °C.
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Vergleichsbeispiel 1
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Es
wurden die gleichen Reaktionen und Verfahren wie bei der Ausführungsform
1 durchgeführt,
mit dem Unterschied, dass 80 Teile des in Herstellungsbeispiel 1
erhaltenen Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylats mit einem Säuregrad
von 6,80 mg KOH/g anstelle von 35 Teilen Methyl-2-(hydroxymethyl)acrylat
mit einem Säuregrad
von 0,30 mg KOH/g und 20 Teile Methylmethacrylat anstelle von 65
Teilen verwendet wurden. Der Säuregrad
der Acrylmonomer-Zusammensetzung wurde zuvor auf 5,55 mg KOH eingestellt.
Außerdem
wurde das mittlere Molekulargewicht (Gewichtsmittel) des Acryl-Copolymeren
durch GPC mit 152.000 und der Säuregrad mit
5,75 mg KOH/g bestimmt.
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Anschließend wurden
zur Durchführung
eines Geliertests 10 g des Acryl-Copolymeren
auf eine Aluminiumplatte gegeben und in einem thermostatischen Behälter einer
30-minütigen
Wärmebehandlung
bei 250 °C
unterzogen. Dann wurde 1 g des wärmebehandelten
Acryl-Copolymeren in einen Behälter,
welcher 99 g THF enthielt, eingeführt und unter Rühren gelöst; es trat
jedoch Gelbildung auf, und es wurde eine unlösliche Substanz entdeckt. Das
Acrylpolymere löste
sich nicht vollständig
auf. Aus diesem Grund konnte die Viskosität der Lösung nicht bestimmt werden.
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Anschließend wurde
das Acryl-Copolymere in einer Teströhre platziert und einer 90-minütigen Wärmebehandlung
bei 200 °C
in einem Stickstoffgas-Durchfluss unterzogen, wodurch ein denaturiertes
Harz des Acryl-Copolymeren als wärmebeständiges Vergleichsharz
hergestellt wurde. Obwohl das Harz farblos und transparent war,
war es nicht schmelzbar und wurde bei einer Formtemperatur von 280 °C zu einem
Klumpen eines nicht schmelzbaren, schaumigen Harzes.
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Vergleichsbeispiel 2
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100
Teile des in Herstellungsbeispiel 2 erhaltenen Ethyl-2-(hydroxymethyl)acrylats,
welches einen Säuregrad
von 0,10 mg KOH/g aufwies, 100 Teile THF als Lösungsmittel und 1 Teil Benzoylperoxid
als Polymerisationsinitiator wurden gleichzeitig in einen Vierhals-Kolben,
entsprechend dem in Ausführungsform
1 verwendeten Kolben, eingeführt
und unter Rühren
eine Stunde lang bei einer Badtemperatur von 120 °C polymerisiert.
Anschließend
wurde diese polymerisierte Reaktionsflüssigkeit auf Raumtemperatur
abgekühlt
und danach in n-Hexan gegeben, welches im Vergleich zu der polymerisierten
Reaktionsflüssigkeit
im Überschuss vorlag,
um das polymerisierte Produkt auszufällen; das Präzipitat
wurde durch Filtration fraktioniert und dann getrocknet, wodurch
ein Vergleichs-Acrylpolymeres in Form eines weißen Pulvers erhalten wurde.
Mit GPC wurde das mittlere Molekulargewicht (Gewichtsmittel) des
Acryl-Copolymeren mit 210.000 bestimmt; der Säuregrad wurde mit 0,12 mg KOH/g
bestimmt.
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Anschließend wurden
zur Durchführung
eines Geliertests 10 g des Acryl-Copolymeren
auf eine Aluminiumplatte gegeben und in einem thermostatischen Behälter einer
30-minütigen
Wärmebehandlung
bei 250 °C
unterzogen. Dann wurde 1 g des wärmebehandelten
Acryl-Copolymeren in einen Behälter,
enthaltend 99 g THF, eingeführt
und unter Rühren
gelöst;
jedoch trat Gelbildung auf, und es wurde eine unlösliche Substanz entdeckt.
Das Acrylpolymere löste
sich nicht vollständig
auf. Aus diesem Grund konnte die Viskosität der Lösung nicht bestimmt werden.
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Des
weiteren wurde das Acryl-Copolymere in einer Teströhre platziert
und einer 90-minütigen
Wärmebehandlung
bei 200 °C
in einem Stickstoffgas-Durchfluss unterzogen, um ein denaturiertes
Harz des Acryl-Copolymeren als wärmebeständiges Vergleichsharz
herzustellen. Obwohl das Harz farblos und transparent war, war es
nicht schmelzbar und wurde bei einer Formtemperatur von 280 °C zu einem
Klumpen eines nicht schmelzbaren, schaumigen Harzes.
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Aus
den Ausführungsformen
1 und 2 wird ersichtlich, dass es durch die vorliegende Erfindung
möglich ist,
ein wärmebeständiges Harz
herzustellen, welches nicht geliert, ausgezeichnete Transparenz,
Formbarkeit und Thermobeständigkeit
aufweist und durch Schmelzen geformt werden kann. Außerdem wird
deutlich, dass, wenn das als Material verwendete Acryl-Copolymere
einen Säuregrad über 5 mg
KOH/g aufweist (wie in Vergleichsbeispiel 1), oder ein Homopolymeres
als Acrylmonomeres als Material verwendet wird (wie in Vergleichsbeispiel
2), bei der Herstellung eines wärmebeständigen Harzes
Gelbildung auftritt und das resultierende wärmebeständige Harz keine ausgezeichnete
Formbarkeit aufweist.