DE699095C - Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Wendepolerregung von Wechselstromkommutatormaschinen - Google Patents
Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Wendepolerregung von WechselstromkommutatormaschinenInfo
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- DE699095C DE699095C DE1938S0132378 DES0132378D DE699095C DE 699095 C DE699095 C DE 699095C DE 1938S0132378 DE1938S0132378 DE 1938S0132378 DE S0132378 D DES0132378 D DE S0132378D DE 699095 C DE699095 C DE 699095C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K27/00—AC commutator motors or generators having mechanical commutator
- H02K27/04—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection
Landscapes
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- Power Engineering (AREA)
- Control Of Direct Current Motors (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß man bei Wechselstromkommutatormotoren zu der Wendepolwicfclung
einen Nebenschluß anordnet, durch den die Phasenlage des Wendefeldes .beeinflußt
wird. Bei Verwendung eines fest eingestellten Nebenschlußwiderstandes ergibt sich nun
über den gesamten Arbeitsbereich des Motors noch keine befriedigende Kommutierung.
Man kann die Kommutierungsbedingungen der Maschine 'bekanntlich dadurch verbessern,
daß der Widerstand des Nebenschlußkreises zur ■ Wendepolwicklung bei hohen Geschwindigkeiten
einen anderen Wert erhält als bei niedrigen Geschwindigkeiten. Gegenstand der Erfindung ist nun eine solche Einrichtung
zur selbsttätigen Einstellung der Wendepolerregung von Wechselstromkommutatormotoren,
insbesondere Einphasenbahnmotoren, mit Hilfe von im Nebenschluß zur Wendepolwicklung
angeordneten und in Abhängigkeit von der Motorgestihwindigkeit zu ändernden
Widerständen. Nach der Erfindung ist. mit dem Wechselstromkommutatormotor eine
Hilf smaschine gekuppelt, die eine Einrichtung zur stetigen Veränderung der im Neben- 25'
schlußkreis zur Wendepolwicklung angeordneten Widerstände speist und dadurch eine
stetige Anpassung der Widerstände an jeden Geschwindigkeitswert ermöglicht. Diese Einrichtung
ist betriebssicherer und kann sparsamer bemessen werden als bekannte Regelanordnungen
mit der Wendepolwicklung vorgeschalteten, also im Hauptstromkreis liegenden Zusatzmaschinen. Der Regelbereich ist
größer und die Regelung genauer als bei gleichfalls bekannten Wendepolregelanordnungen
mit gesättigten Drosselspulen, deren Oberwellen außerdem die Kommutierung erschweren.
■ '
- Im. folgenden soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert
werden, dessen Schaltschema in Fig. 1 der Zeichnung wiedergegeben ist.
ι bedeutet in dieser Figur einen Wechselstromreihenschlußmotor,
dessen Feldwicklung mit 2 und dessen Wendepolwicklung
mit 3 bezeichnet ist. Mit der Wendepolwicklung
ist induktiv über den Transformator 4 ein 'Nebenschlußkreis gekoppelt, der einen
Kondensator 5 und einen veränderlichen Ohmschen Widerstand 6 enthält. Der Widerstandswert
des Kondensators ist bei der Nennfrequenz gleich oder größer als der
induktive Widerstand der Wendepolwicklung. Die Steuerung des Widerstandes 6 erfolgt in
Abhängigkeit von einer Hilfsmaschine 7> welche mit dem Anker des Antriebsmotors 1
gekuppelt ist. Die Maschine/ ist mit Selbsterregung ausgeführt und speist in Reihe mit
der.:. eigenen Erregerwicklung und einem
regelbaren Widerstand ro' die Erregerwicklung 9 eines Stromreglers, beispielsweise des
bekannten Thomareglers 8. Dieser Regler beeinflußt einerseits den in den Stromkreis der
Maschine "eingeschalteten Regler 10 derart,
ao daß der Strom der Maschine 7, welcher die
Feldwicklung 9 des Thomareglers 8 durchfließt, stets konstant bleibt. Zu diesem Zwecke
wird durch den Thomaregler der Widerstand 10 bei Änderung der Geschwindigkeit der
Maschine 7 auf den geeigneten Wert verstellt. Andererseits dient der Thomaregler
dazu, den bereits erwähnten Regelwiderstand 6 zu verstellen. Hierzu werden die
Regelbewegungen des Thomareglers benutzt, die sich bei einer Einregelung der Maschine 7
auf konstanten Strom ergeben. Man erzielt somit durch diese Anordnung eine einfache-Beemfmssung
des Nebenschlußwiderstandes zur Wendepolwicklung in Abhängigkeit von
der jeweils vorhandenen Geschwindigkeit des Fahrmotors 1 und der Hilfsmaschine 7· Jeder
Geschwindigkeit ist eine bestimmte Reglerstellung zugeordnet. Bemißt man nun den
Regelwiderstand 6 in geeigneter Weise, so wird bei jeder Geschwindigkeit des Motors 1
der Widerstandswert des Nebenschlußkreises zur Wendepolwicklung den jeweils günstigsten
Wert für die Einstellung der Phasenlage des Wendefeldes besitzen.
In Einzelheiten kann die beschriebene Anordnung abgeändert werden. Beispielsweise
können auch beliebig andere Widerstände im Nebenschlußkreis der Wendepolwicklung 3
vorgesehen sein. An Stelle der selbsterregten Maschine 7 kann auch eine Maschine mit
Fremderregung verwendet werden.
Ein andere's Ausführungsbeispiel gibt Fig. 2
der Zeichnung wieder. Der Einphasenreihenschlußmotor ι r ist mit einer Gleichstromhilfsmaschine
13 gekuppelt, die den einen Zweig einer Widerstandsbrücke 12 bildet.
14, 15, 16 sind die anderen Zweige dieser
Widerstandsbrücke. In der einen Diagonale der Widerstandsbrücke liegt als Stromquelle
eine Sammlerbatterie r7, in der anderen Diagonale
ist dagegen ein Schaltrelais 18 angeordnet, welches beim Auftreten von Unsymmetrien
in der Brückenschaltung infolge Änderung der Geschwindigkeit der Maschine ■13 einen seiner Arbeitskontakte i8a oder i8ö
,'schließt. Durch dieses Relais wird ein Servomotor 19 gesteuert, der zum Antrieb einer
Widerstandsregeleinrichtung 20 im Nebenschlußkreis 21 zur Wendepolwicklung des
Motors 11 dient. Gleichzeitig dient der
Servomotor zur Veränderung des Brückenwiderstandes 14. Die Maschine 13 ist bei der
.gezeigten Schaltung mit einer Reihenschlußerregung versehen. Unter Umständen kann
auch eine fremderregte Maschine Anwendung finden. Auch bei dieser Anordnung ergibt
sich, daß bei Änderung der Drehzahl des Antriebsmotors 11 und der Hilfsmaschine 13
der Widerstand im Nebenschlußkreis zur Wendepolwicklung verändert wird.
Die beschriebene Schaltung läßt sich gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung
ohne weiteres so ausbilden, daß eine einzige Einrichtung zur gleichzeitigen Beeinflussung
der Wendepolfelder mehrerer Motoren Anwendung finden kann.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Wendepolerregung von Wechselstromkommutatormotoren mit Hilfe von im Nebenschluß zur Wendepolwicklung angeordneten Widerständen, die in Abhängigkeit von der Motorgeschwindigkeit geändert werden, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Wechselstromkommutatormotor eine Hilfsmaschine gekuppelt ist, welche eine Einrichtung zur stetigen Veränderung der im Nebenschlußkreis zur Wendepolwicklung angeordneten Widerstände speist und dadurch eine stetige Anpassung der Widerstände an jeden Gescrnvindigkeitswert ermöglicht. ■
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Größe der Hilfsmaschine, z.B. deren Spannung, mit Hilfe an sich bekannter Spannungsregler oder Relais konstant gehalten wird und der den Widerstand des Hilfsmaschinenerregerkreises einstellende Verstellmotor oder Servomotor gleichzeitig in entsprechender Weise die Widerstände im Nebenschlußkreis zur Wendepolwicklung mit verstellt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsmaschine reihenschlußerregt ist.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsmaschine als Gleichstrommotor, insbesondere Gleichstromreihensclilußmotor,.. aus-gebildet ist und als veränderlicher Widerstand einer Brückensciialtung dient, und daß abhängig von der Spannungsverteilung an der Brücke mittels eines Relais ein Servomotor gesteuert wird, der sowohl Widerstände im Nebenschlußkreis der Wendepolwicklung wie in der B.rücke bis zur Erreichung eines neuen Gleichgewichtszustandes verstellt. " ·
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Nebenschlußkreis zur Wendepolwicklung neben dem veränderlichen Widerstand in Reihe mit diesem Widerstand ein kapazitiver Widerstand vorhanden ist, der bei xder Nennfrequenz gleich oder größer als der · induktive Widerstand der Wendepolwicklung ist.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehreren Fahrzeugmotoren in der Weise zugeordnet ist, daß sie die Wendepolerregung dieser Motoren gleichzeitig beeinflußt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938S0132378 DE699095C (de) | 1938-06-02 | 1938-06-02 | Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Wendepolerregung von Wechselstromkommutatormaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938S0132378 DE699095C (de) | 1938-06-02 | 1938-06-02 | Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Wendepolerregung von Wechselstromkommutatormaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE699095C true DE699095C (de) | 1940-11-22 |
Family
ID=7539058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938S0132378 Expired DE699095C (de) | 1938-06-02 | 1938-06-02 | Einrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Wendepolerregung von Wechselstromkommutatormaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE699095C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943242C (de) * | 1951-05-25 | 1956-05-17 | Siemens Ag | Wendepolschaltung fuer Einphasen-Reihenschlussmotoren fuer hoehere Netzfrequenz als 16 2/3 Hz |
-
1938
- 1938-06-02 DE DE1938S0132378 patent/DE699095C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE943242C (de) * | 1951-05-25 | 1956-05-17 | Siemens Ag | Wendepolschaltung fuer Einphasen-Reihenschlussmotoren fuer hoehere Netzfrequenz als 16 2/3 Hz |
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