DE698405C - Trockensicherung gegen Sauerstoffruecktritt und Flammenrueckschlag bei Acetylenanlagen - Google Patents

Trockensicherung gegen Sauerstoffruecktritt und Flammenrueckschlag bei Acetylenanlagen

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DE698405C
DE698405C DE1938D0077366 DED0077366D DE698405C DE 698405 C DE698405 C DE 698405C DE 1938D0077366 DE1938D0077366 DE 1938D0077366 DE D0077366 D DED0077366 D DE D0077366D DE 698405 C DE698405 C DE 698405C
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gas
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62CFIRE-FIGHTING
    • A62C4/00Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave
    • A62C4/02Flame traps allowing passage of gas but not of flame or explosion wave in gas-pipes

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

  • Trockensicherung gegen Sauerstoffrücktritt und Flanunenrückschlag bei Acetylenanlagen Acetylexierzeugungsanlagen, welche zur Versorgung von Schweiß- und -Schneidbrennern und ähnlichen Geräten bestimmt sind, mügsen durch eine Sicherheitseinrichtung geschützt werden, welche das Zurücktreten von Luft oder Sauerstoff in die Entwickler oder Gasbehälter wirksam verhindern und einen Flammenrückschlag unschädlich machen. In Deutschland dürfen solche Einrichtungen. nur verwendet werden, wenn ihre Zuverlässigkeit durch eine Bauartprüfung ;nachgewiesen wird und die Zulassung zum Verkehr durch dem. Deutschen Acetylenausschuß ausgesprochen ist. Bislang wurde die Zulassung nur für Einrichtungen mit Flüssigkeitsverschluß, die sog. Wasservorlagen, erteilt. Diesen an sich zuverlässigen Sicherungen haftet der Mangel an, daß die Zuverlässigkeit von dem Vorhandensein der ric'htig'en Wasserfüllung, also der Zuverlässigkeit der Bedienung, abhängt. Das Streben geht daher dahin, eine Sicherung ohne Flüssigkeitsverschluß und olle Wartungsnotwendigkeit, eine sog. selbsttätige Trockensicherung zu finden, welche die gleiche Zuverlässigkeit aufweist, wie -eine gute Wasservorlage. Bislang sind solche Trokkensicherungen in Deutschland noch nicht an Stelle von Wasservorlagen zugelassen worden.
  • Die Bedingungen, welche hierzu erfüllt werden müssen, sind folgende: i. Die Sicherung muß im Dauerbetrieb dien Rücktritt von Sajwerstoff vom Brenner her zum Stehen bringen, `sio daß er keinesfalls über die Sicherung hinaus bis in die Aeetylezianlage möglich ist. Der Sauerstoff kann nur plötzlich zurücktreten (Sauerstoffrückschlag), -er kann aber auch ganz allmählich, also. schleidWnd, vor sich gehen (Rücktritt von gahleirhendem Sauerstoff).
  • 2. Die Sicherung muß eine Rückzündung, also seinen Flammenrückschlag zuverlässig ablöschen, wenn einmal Sauerstoff bis in die Aaetylena:alage zurückgetreten, also die Acetylenleitung zwischen .Anläge und Brenner mit einem Knallgasgemisch gefüllt sein sollte.
  • Die zweite Forderung ist bei dem heutigen Stande der Technik bereits durch trockene Sicherungen erfüllbar. Es sind Vorrichtungen helnt, welche unter -Zuhilfenahme des Grundsatzes der Verzögerung durch eine Umleitung dies Flammenrückgchlages zwischen zwei Schaltelementen einen mechanischen Abschluß der Gaszufuhr bewirken, so daß der .Rückschlag lein geschlossenes Zuströmventil vorfindet und zum Erlöschen kommt.
  • Die ferste Forderung, daß zuverlässig sowohl der plötzliche als auch der schleichende Sauerstoffrücktritt aufgehalten werden muß, igt bei dem heutigen Stande der Technik noch nicht ;restlos erfüllt. Die Schwierigkeit besteht darin, daß mechanischen Verschlüssen, Ventilen usw. eine gewisse Trägheit innewohnt, so daß ein zuverlässiger Abschluß .erst dann erfolgt, wenn der Rückdruck gegenüber dem Zuströmdruck zum Brenner eine gewisse Stärke angenommen hat. Auch bei leichtester Bauart des Verschlußorgans tritt hierin keine Änderung auf, im Gegenteil ist hier unter Umständen ein neuer Übelstand zu beobachten, daß im Augenblick des Druckausgleichs, wenn also der Rückdruck gleich dem Zuströmdruck geworden ist, ein Vibrieren eintritt, welches das zuverlässige Schließen verhindert. Derartige Sicherungen sind daher nach bisherigen Erfahrungen nur geeignet, plötzlichen Rücktritt aufzuhalten, nicht aber schleichenden Rücktritt. Man hat daher versucht, den Rückdruck als Schließkraft auszuschalten und das Schließmittel durch eigene Schwerkraft schließen zu lassen. Da derartige Sicherungen, die zuverlässig arbeiten können, einen hohen Strömungsverlust durch das Anheben des schweren Verschlußmittels, z. B. Ventilteller, verursachen, hat man sinnreiche Membran- und Differenzmembraneinrichtungen zum Anheben des Verschlußmittels durchgebildet. Auch diese Sicherungen, welche bereits einen großen Fortschritt bedeuten, sind noch keine endgültig einwandfreie Lösung.
  • Es ist ferner bereits ein Gasrückstromsicherungsventil rinn Schutze von Gasmessern und Rohrleitungen bekannt, welches aus einem durchs den Differenzdruck vor und hinter einer Stauscheibe in der Verbrauchs-Leitung von einer Membran gesteuerten, bei sinkender Ventilspindel sich öffnenden Ventil besteht, bei dem die vor der Stauscheibe abzweigende Steuerleitung in die obere Membrankammer und die hinter der Stauscheibe abzweigende Steuerleitung in die untere Membrankammer geführt ist. Um ein sicheres Schließen. dieses Ventils bei Gasrücktritt zu erreichen, muß über die Stauscheibe ein tatsächlicher Gasrückstrom -von bestimmter Stärke einsetzen, da nur dann der zum Schließen ,des Ventils .erforderliche Überdruck in der unteren Membrankammer auftreten kann. Bei langsamem Rücktritt von Sauerstoff, also bei nur geringem überdruck in der unteren Membrankammer, tritt jedoch der bekannte Schwebezustand des Ventils auf, der kein zuverlässiges Schließen des Ventils darstellt.
  • Dien Sauerstoffrücktritt .kann auch nicht durch sein weiter bekanntes Rückschlagventil verhindert werden, bei dem der Ventilkörper aus einer Gummimembran besteht, welche auf einem Ventilsitz aufliegt. Das Ventilgehäuse wird hierbei zwar in zwei Kammern unterteilt, jedoch strömt das Gas nicht durch beide Kammern, sondern nur durch die erste Kammer, in welche :es aus der Zuleitung eintritt und welche es durch den Ventilsitz verläßt. Die zweite Kammer steht nur durch eine Nebenleitung mit der Verbrauchsleitung hinter dem Ventil in Verbindung, so daß Während des Fließzustandes vor und hinter der Membran annähernd der gleiche Druck herrs'c'ht. Auch bei diesem Ventil würde bei Sauerstoffrücktritt der bekannte Schwebezustand eintreten.
  • Auch eine ,weitere Sicherung, bei der ein zum Absperren dts zurücktretenden Sauerstoffs Feder- oder gewichtsbelastetes Ventil und ein zum Aufhalten von Explosionen dienendes Rückschlagventil Ober- -und unterhalb zweier mittig und lose miteinander gekuppelten und in ihrer wirksamen Fläche ungleich großer Membranen angeordnet sind kund bei der die Räume unter und über den Membianen durch eine Verzögerungsleitung miteinander verbunden sind, hat mit der vorliegenden Sicherung nichts weiter gemeinsam, als daß in beiden Fällen ein in Betri@ebsströmrichtung sich öffnendes Ventil, welches von zwei Membranen gesteuert wird, vorhanden ist. Darm erschöpft sich aber auch die übereinstimmung mit dem Erfindungsgegenstand. Es trifft nicht zu, daß das Ventil die Gaszüströmkammer von Gasausströmkammer trennt, da die Gasa@usströmkammer bei der bekannten Einrichtung von einer Leitung gebildet wird, also dem Leitungsabschnitt, welcher der Leitung hinter dem Ventil 13 des Erfindungsgegenstandes, in der Betriebsströmrichtung gesehen, entspricht. Die beiden I,',amm@ern, auf deren Druckdifferenz die Membranen .ansprechen, werden bei der bekannten Sicherung nicht von. der B.etriebsgasmenge durchströmt. Dieses geschieht vielmehr durch eine Leitung, welche um die Membranen heruggeleitet ist. Das öffnen und Schließen des Ventils der bekannten Sicherung geschieht auch nicht durch eine Momentendiffenenz.
  • Schließlich ist @es keineswegs erforderlich, daß der Erfindungsgegenstand mit zwei Membranen arbeitet, sondern @es genügt auch eine Membran. Schon hieraus ergibt sich der grundsätzliche Unterschied zwischen der bekannten und der vorliegenden Einrichtung, denn die bekannte Einrichtung, kann ohne zwei Membranen nicht bestimmungsgemäß arbeiten. Die bekannte Einrichtung bietet auch keinen ausreichenden Schutz gegen stärkeren Sauerstoffrücktritt, da infolge der losen Kupplung _der Membranen das obere Ventil durch die .obere Membran ohne weiteres geöffnet wird.
  • Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Trockensicherung, welche durch ein einziges Verschlußorgan sowohl gegen Sauerstoffrücktritt als auch gegen Flammenrückschlag Sicherheit bietet. Bei der Sicherung gemäß der Erfindung wird im Gegensatz zu den bekannten Sic'he'rungen weder der Rückdruck des' Gases noch die Schwere des Vers'chlußmittels zur Erreichung dieses Zieles ausgenutzt, sondern zum Öffnen und Schließen des Verschlußmittels werden Kräftemomente ausgenutzt, welche in Abhängigkeit vom Zuströmdruck und Strömungszustand des Gases stehen.
  • Der Erfindungszweck wird dadurch erreicht, daß das Ventil gewichtsbelastet und über sein hebelartiges Giestänge mit der öder den Membranen verbunden ist, die eine Bestandteil der zwischen beiden Kammern angeordneten Trennwand bilden. Das Ventil wird dabei durch das von der Druckdifferenz in den beiden Kammern bedingte Moment bzw. die Momentdifferenz der Ventilmembrankupplung gesteuert. Auf dem Hebel befindet sich ein Gewicht, welches verstellbar ungeordnet ist. Ferner kann -ein zweites zwischen der Ausströmkammer und der Verbraltung ,angeordnetes Ventil mit der ;auf den größeren Hebelarm des Hebels wirkenden Membran gekuppelt sein.
  • Durch die Trockensicherung gemäß der Erfindung wird im Gegensatz zu den bekannten Sicherungen bereits ein sicherer Abschlul3 gewährleistet, ehe überhaupt ein Druckausgleich erfolgt. Es genügt die Unterschreitung eines' bestimmten Druckgefälles zwischen. Zuströmkamnmer und Ausströmkammer, um ein zuverlässiges Schließen zu gewährleisten. Zusätzlich besteht xioch die Möglichkeit infolge der verstellbaren Anordnung des Gewichtes die Schließkraft des Ventils zu erhöhen, ohne das Ventilgewicht selbst zu ändern.
  • Gegenüber den bekannten Sicherungen wird mit Anordnung des zweiten Ventils zwischen Ausströmkammer und Verbrauchsleitung sein Gasdurchgang durch: die Membranen wirksam verhindert, wenn. diese undichtwerden. Durch diesen übelstand @entsteht nämlich Neigung zum Druckausgleich, was zur Folge hat, daß sich das zweite Ventil.` schließt und damit die Betriebstätigkeit der Sicherung aufhebt.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Trockensicherung gemäß der Erfindung rein schematisch. dargestellt.
  • Das Ventilgehäuse i wird durch eine gasdichte Trennwand a meine Zuströmkammer ,3 und eine Ausströmkammer ¢ geteilt. In der Trennwand z befindet sich ein Ventilsitz 5 mit Ventilteller 6, welcher durch eizi Gestänge 7 und einen ungleicharmigen Hebel 8 mit zwei flächengleichen Membranen 9 gekuppelt ist. Der Hebel 8 ist im Drehpunkt io gelagert. An ihm greift im Punkt i i ein Gewicht 1z an. Das Gas verläßt dis .Ausströmkammer und strömt dann durch die Verzögerungsleitung (nicht gezeichnet) über das Ventil. 13, welches durch das Gestänge i q. mit der Membran gekuppelt ist, welche auf dien größeren Hebelarm des Hebels 8 wirkt. Zur ausgeglichenen Wirkungsweise der Sicherung sind zwei Membranen vorgesehen; die Sicherung arbeitet auch mit einer Membran ei:nwandfrei.-Tritt der Zuströmdruck vom Acetylenentwickler her in die Kammer 3 ein, so wirkt er auf die beiden Membranen 9 gleichmäßig ein, und dieselben schlagen. aus. Zufolge, des ungleichen Hebelarms 8, mit dem sie gekuppelt sind, entstehen zwei ungleiche Momente; die im Sinne der Zeichnung rechts' liegende Membran schlägt weiter aus, so daß der Ventilteller 6 ,angehoben wird und das Gas in die Abströmkammer übertreten kann. Hierbei ist gleichzeitig das Ventil-I3 angehoben, und das Gas kann- zum Brenner abströmen. Der gleiche Vorgang würde sich, wie bereits erw-ähnt, abspielen, wenn die im Sinne der Zeichnung links liegende Membran fehlen und nur ein leinarmiger Hebelarm .am Drehpunkt i o wirken würde.
  • Mit dem' Übertritt des, Gases von der Kammer 3 zur Kammer q. tritt sein weitgehender Druckausgleich zwischen den Kammern Es würde daher das Moment bzw. die Momentendifferenz, welche das Öffnen der Ventile bewirkt, praktisch gleich Null werden, rund das' Ventil müßte sich sofort wieder scbließ@e. Um dies zu verhindern, muß, ein bestimmter Druckabfall zwischen den Kamm= hergestellt werden, damit ein bestimmtes öffxiungsmoment der Membranen erhalten bleibt. Dies geschielht durch das Schließmoment, welches durch das Gewicht i a auf den Ventilteller 6 dauernd ausgeübt wird. Hierdurch entsteht ein Strömungswiderstand, der denn erforderlichen Druckabfall sicherstellt, so daß das Ventil im Strömungszüstande geöffnet bleibt. Wird dieser- Strömungs'zustand irgendwie gestört, z. B. durch Schließen des Gasabgangshahnes am Brenner, Rücktritt von S;auers'toff, Flammenrückschlag u. dgl. m., so schließt sich das Ventil, sobald der Druckabfall zwischen Zu- und Ausströmkammer die erforderliche Höhe unterschreitet. Es tritt dann ein. Mömentenausgleich und damit ein Schließen des Ventils ein, ohne daß überhaupt völliger Druckausgleich in der Sicherung stattzufinden braucht. Das ursprünglich zur Erhaltung des Strömungszustandes erforderliche Gewichtsmoment wirkt jetzt zusätzlich schließend, sobald der den Momentenausgleich hindernde Druckabfall unterschritten wird. Der Abschluß erfolgt also zuverlässig, ehe überhaupt der Sauerstoffrücktritt oder Flammenrückschlag bis zur Aus'strämkammer zurückgelaufen ist. Im letzten Falle muß allerdings der Weg zwischen Ausströmkammer und Brenner genüge;ad lang bemessen werden, damit nicht bei der großen Zündgeschwindigkeit eines Knallgasgemisches der Zündfunke die Ausströmkammer erreicht, ehe der Abschluß erfolgt ist. Der Gedanke der Verzögerung spielt daher auch hier eme Rolle. Es handelt sich aber ,nicht um eine Verzögerung zwischen zwei Schließelementen, sondern um die Verzögerung zwischen Zündstelle und dem alleeinigen Schließmittel.
  • Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die gleiche Sicherung auch als Druckregler, Druckminderer und Sicherheitsventil Verwendung finden kann.

Claims (3)

  1. PATrNTANSPRÜcHr: 1. Trockensicherung gegen Sauerstoffrücktritt -und Flammenrückschlag bei Aoetylenanlagen; bei welcher zwei gasdicht vonainandex getrennte Xammerli eines Gehäuses durch ein nur in B@etriebsströmungsrichtung öffnendes Ventil miteinander in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil gewichtsbelastet -und über ein hehelartiges Gestänge mit der oder den Membranen verbunden ist, die einen Bestandteil der zwischen beiden Kammern angeordneten Trennwand bilden.
  2. 2. Trockensicherung ;nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Hebel (8) das Gewicht (12) verstellbar angeordnet ist.
  3. 3. Trockensicherung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites, zwischen der Ausströmkammer (q.) und der Verbrauchsleitung angeordnetes Ventil (13) mit der auf dem größeren Hebelarm des Hebels (8) wirkenden. Membran (9) gekuppelt ist.
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