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Die
Erfindung betrifft ein Datenaufzeichnungsmedium und ein Datenwiedergabegerät.
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Illustrative
Verkörperungen
der Erfindung betreffen ein Datenaufzeichnungsmedium, wie eine Digital-Video-Disk
oder eine Digital-Versatile-Disk (DVD), welche Daten für das individuelle
Auswählen einer
Mehrzahl von Inhalten, wie Musikstücken, für die Wiedergabe speichern,
sowie ein Datenwiedergabegerät
für die
Datenwiedergabe von einem solchen Aufzeichnungsmedium.
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DVDs
und DVD-Player wurden praktisch benutzt. Eine DVD ist eine optische
Platte für
die Aufzeichnung digitalisierter Video- und Audiodaten. Von den
Möglichkeiten,
Daten von einer DVD wiederzugeben und Daten auf einer DVD aufzuzeichnen,
beherrscht ein DVD-Player zumindest die Datenwiedergabe.
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In
dem DVD-(Standard)-Format ist neben normalen Bewegtbildern, die
in MPEG-(Moving Picture Experts Group)-2 kodiert sind, das Format
von als Subpicture bezeichneten Standbildern definiert, die über ein
Bewegtbild gelegt werden können.
Eine DVD implementiert Untertitel eines Films sowie Menüs mit einem
solchen Subpicture.
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In
dem DVD-Format ist eine als Navigationsbefehl bezeichnete spezifische
Programmiersprache für
die Steuerung des Wiedergabeverfahrens eines DVD-Players vorgesehen.
Das Programmieren im Navigationsbefehl implementiert z.B. ein interaktives Programm
(Software) und eine Wiedergabe, die an einem als Kapitel bezeichneten
Punkt, wie dem Beginn einer besonders hervorgehobenen Szene oder einer
Pause der Story eines Films oder einem Titel (Track) auf einer Compactdisk
(CD), der eine Pause zwischen Musikstücken anzeigt, gestartet wird.
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Ein
interaktives Programm, wie es oben erwähnt wurde, benötigt ein
von dem Benutzer bearbeitbares Bild für interaktive Fragen und Antworten.
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Anstelle
einer direkten interaktiven Manipulation mit Hilfe von Bedienungstasten
des DVD-Players
oder der Fernsteuerung erfolgt die interaktive Bedienung eines DVD-Players üblicherweise
durch eine indirekte Manipulation von Seiten des Betrachters, der
auf einem Menü angezeigte
Bedienungsschaltflächen
mit Hilfe von Cursortasten usw. auf einer Fernsteuerung auswählt. Deshalb
können
verschiedene Typen von interaktiver Software vorgesehen sein, ohne
daß man
durch die der Hardware des DVD-Players speziell zugeordneten Tasten
beschränkt
ist.
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Zu
den Menüs
für derartige
interaktive Operationen gehören
als DVD-Systemmenüs
definierte Grundmenüs,
die allen DVDs gemeinsam sind. DVD-Systemmenüs sind Vollbilder, die von
dem Betrachter durch Betätigung
der Menütaste
der Fernsteuerung des DVD-Players für die Wiedergabe einer DVD
in dem DVD-Player aufgerufen werden. Das Format sieht vor, daß die Fernsteuerung
mit einer Menütaste
ausgestattet sein muß.
Die DVD-Systemmenüs
enthalten Bedienungsschaltflächen,
die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Durch das Auswählen der
Bedienungsschaltflächen
mit einer Cursortast gewinnt der Betrachter verschiedene Wiedergabemuster.
Das Format sieht vor, daß die
Fernsteuerung mit einer Cursortaste ausgestattet sein muß.
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Gemultiplexte
Video- und Audiodaten als Inhalt einer DVD werden als Video-Objekt
(VOB) bezeichnet. Ein VOB besteht aus einer sinnvollen Reihe von
gemultiplexten Video- und Audiodaten und ist definiert als Datenmultiplex,
das sehr sinnvoll ist, indem es Zugriff für eine kontinuierliche Wiedergabe,
z.B. eines Filmtitels, des Audio-Menüs oder des Kapitel-Menüs ermöglicht.
Jedes VOB hat eine serielle VOB-Identifikationsnummer. Das VOB ist
weiter unterteilt in Einheiten, die als Zellen bezeichnet werden. Die
Zellen haben jeweils eine Zellen-Identifikationsnummer in aufsteigender
Reihenfolge. Die Zellen werden bei der Definition des VOB als sinnvoller Block
definiert. Die Zellen entsprechen z.B. den Kapitelunterteilungen
eines Filmtitels oder den anzuzeigenden Seiten eines mehrseitigen
Menüs.
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Dem
DVD-Format entsprechend wird eine Einheit, in der ein Menü oder ein
Titel wiedergegeben wird, durch Wiedergabesteuerdaten repräsentiert, die
als Programmkette (PGC) bezeichnet werden. Eine PGC enthält einen
Pre-Command (PRE CMD) und einen Post-Command (POST CMD) als Navigationsbefehle
sowie VOB-Identifizierer (VOB ID). Der VOB ID besteht aus einer
Kombination aus der oben beschriebenen VOB-ID-Nummer und der Anfangsadresse
auf der Disk, an der das entsprechende VOB aufgezeichnet ist. Der
VOB ID enthält
ferner Zelleninformationsabschnitte. Als VOB ID besteht jeder Zelleninformationsabschnitt
aus einer Kombination aus der Zellen-ID-Nummer in dem VOB und der
Anfangsadresse auf der Disk, an der die entsprechende Zelle aufgezeichnet
ist, und einem Zellenbefehl (cell CMD) als Navigationsbefehl, der
an dem Punkt ausgeführt wird,
an dem die Wiedergabe der Zelle beendet wird.
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Die
Wiedergabe einer DVD wird auf diese Weise durch eine solche PGC-Datenstruktur
gesteuert. Mit anderen Worten, ein Player kann eine sinnvolle Wiedergabe-Serie
solange ausführen,
wie eine PGC enthalten ist. Auf diese Weise defniert das DVD-Format
eine einzelne PGC oder mehrere PGCs als "Titel".
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In
dem von dem DVD-Konsortium publizierten Authoring-Leitbuch wird
empfohlen, Musikstücke (Melodien)
voneinander zu trennen, so daß jedes Stück einem
Titel entspricht, der im Fall eines musikalischen Produkts, wie
z.B. Karaoke, wiedergegeben werden soll, insbesondere um die Melodien
einzeln nacheinander wiederzugeben. Dementsprechend besteht eine
handelsübliche
DVD für
ein musikalisches Produkt nach dem Stand der Technik im allgemeinen
aus PGCs, deren Zahl der Zahl der Melodien entspricht, wobei eine
der PGCs einen Titel, d.h. eine Melodie, repräsentiert. In dem Post CMD jeder PGC
ist eine Anweisung eingeschrieben, um zu einem Menü zu springen.
Eine solche Struktur ermöglicht
ein einfaches Authoring, da unabhängig von der Zahl der auf der
DVD aufgezeichneten Melodien nur ein PGC-Strukturtyp erforderlich
ist.
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Auf
der anderen Seite treten bei der oben beschriebenen Datenstruktur
die folgenden drei Probleme auf.
- (1) Die Datenstruktur
erlaubt keinen schnellen Vorlauf und keinen schnellen Rücklauf über Melodien
hinweg, wie sie bei der Wiedergabe einer herkömmlichen Laser-Disk oder einer
Video-Compactdisk
(CD) möglich
sind. Dies hat folgenden Grund. Das DVD-Format verbietet während der
Wiedergabe durch einen DVD-Player einen direkten Zugriff über PGCs
hinweg, d.h. einen Wechsel oder einen Sprung zu einer anderen PGC,
während
eine PGC wiedergegeben wird. Deshalb erlaubt die oben beschriebene
Datenstruktur auch keinen schnellen Vorlauf und keinen schnellen
Rücklauf
(oder einen Rücklauf) über Melodien
hinweg. Wenn in der Datenstruktur z.B. ein schneller Vorlauf ausgeführt wird,
wird am Ende der Melodie der Post CMD ausgeführt, und es erfolgt ein Wechsel
zu dem Menü für die Melodieauswahl.
Wenn ein schneller Rücklauf
ausgeführt
wird, beginnt die Wiedergabe der Melodie in dem Zeitpunkt der Rückkehr zum
Start der Melodie, wobei die Betätigung
der Taste für
schnellen Rücklauf
deaktiviert ist.
- (2) In einem DVD-Player erlaubt die Datenstruktur kein Überspringen,
um die Wiedergabe der gerade wiedergegebenen Melodie zu stoppen,
und auch keinen Sprung zum Beginn der nächsten Melodie oder eine Rückkehr zu
dem Beginn der unmittelbar vorhergehenden Melodie. Dies hat folgenden
Grund. Das DVD-Format definiert ein Überspringen, das durch eine
Skip-Vorwärts-Taste oder eine Skip-Zurück-Taste
implementiert ist, als Funktion für den Sprung zu dem nächsten oder
vorhergehenden in einer PGC enthaltenen Titelteil (PTT). Der PTT
ist als eine einzelne Zelle oder als eine Serie von Zellen definiert.
In der oben beschriebenen Datenstruktur enthält die PGC, die von dem DVD-Player
gerade wiedergegeben wird, jedoch nur die Zelle, die der gerade wiedergegebenen
Melodie entspricht. Falls die Zelle als PTT definiert ist, findet
der DVD-Player keinen Adressaten, da die nächste oder vorherige Melodie
ein PTT ist, der in einer anderen PGC enthalten ist. Somit ist die
Betätigung
der Skip-Vorwärts-Taste
oder der Skip-Zurück-Taste deaktiviert.
- (3) Die Datenstruktur erlaubt keinen wahlfreien Zugriff, um
durch die Eingabe der Zeit, an der eine Wiedergabe gestartet wird,
zu einem spezifischen Punkt in einer spezifischen Melodie zu springen. Dies
hat folgenden Grund. Das DVD-Format definiert, daß die Wiedergabezeit
eines DVD-Players angezeigt wird, indem die Wiedergabezeit der individuellen
Zellen in der PGC solange aufaddiert wird. Deshalb wird die Anzeige
der Wiedergabezeit beim Startpunkt jeder PGC auf Null zurückgesetzt,
und es ist keine Anzeige vorgesehen, um die abgelaufene Wiedergabezeit über die
ganze Disk anzugeben. Deshalb ist ein wahlfreier Zugriff auf einen
spezifischen Punkt in einer spezifischen Melodie durch die Eingabe
der Zeit, an der eine Wiedergabe gestartet wird, nicht möglich.
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EP-A-0
737 980 A2 offenbart ein Aufzeichnungsmedium, in welchem zu reproduzierende
Sätze von
Video-Objekten und eine Video-Titelinformation, die als Management-Informationstabelle
in den Sätzen
von Video-Objekten dient, gespeichert sind. In jedem Satz von Video-Objekten
ist eine Menge von Datenzellen angeordnet. Die Management-Informationstabelle
zu Programmketten, die Kombinationen von nacheinander wiederzugebenden
Programmen darstellen, wurden in eine Video-Titelsatz-PGC-Tabelle
eingeschrieben. Durch Bezugnahme auf die PGC-Tabelle entsprechend
der Benutzereingabe kann die Reihenfolge der Wiedergabe der PGCs
geändert
werden, wodurch die PGCs nacheinander in verschiedenen Modi wiedergegeben
werden können.
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Beispielhafte
Verkörperungen
der Erfindung haben das Ziel, ein Datenaufzeichnungsmedium und ein
Datenwiedergabegerät
zur Verfügung
zu stellen, die bei Beendigung der Wiedergabe eines Inhalts eine
automatische Rückkehr
zu einem Menü ermöglichen
und während
der Wiedergabe eines Inhalts einen beliebigen Sprung zu dem nächsten oder
dem vorhergehenden Inhalt ermöglichen.
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Ein
Datenaufzeichnungsmedium gemäß der Erfindung
speichert Daten zum individuellen Auswählen mehrerer Inhalte und zur
Wiedergabe der einzelnen Inhalte. Das Medium weist auf:
eine
Mehrzahl von Inhalts-Datenfeldern, die so unterteilt sind, daß jedes
den betreffenden Inhalten entspricht, und die die betreffenden Inhalte
repräsentieren,
ein
Wiedergabesteuerungs-Datenfeld zum Steuern der Wiedergabe der Inhalts-Datenfelder
und
ein Menüsteuerungs-Datenfeld
zum Anzeigen eines Menüs
zum individuellen Auswählen
der Inhalte und zum Anweisen der Wiedergabe mittels des genannten
Wiedergabesteuerungs-Datenfelds,
wobei das Wiedergabesteuerungs-Datenfeld
eine einzige Programmkette umfaßt,
in der jedes aus der Mehrzahl von Inhalts-Datenfeldern in einer
entsprechenden Zelle angeordnet ist, wodurch ein Wechsel aus einem
Zustand der Wiedergabe eines spezifischen der Inhalte in einen Zustand
der Wiedergabe eines anderen der Inhalte, ermöglicht wird, wobei jede Zelle
ein nur während
einer normalen Wiedergabe ausgeführtes
Instruktions-Datenfeld enthält,
um das Anzeigen des Menüs
mittels des Menüsteuerungs-Datenfelds
anzuweisen, nachdem die dieser Zelle entsprechende Inhaltswiedergabe
abgeschlossen ist.
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Ein
Datenwiedergabegerät
gemäß der Erfindung
wird für
ein Datenaufzeichnungsmedium benutzt, das eine Mehrzahl von Inhalts-Datenfeldern aufweist,
die so unterteilt sind, daß jedes
den betreffenden Inhalten entspricht, und die die betreffenden Inhalte
repräsentieren,
ferner eine Wiedergabesteuerungs-Datenfeld zum Steuern der Wiedergabe
der Inhalts-Datenfelder und ein Menüsteuerungs-Datenfeld zum Anzeigen
eines Menüs
zum individuellen Auswählen
der Inhalte und zum Anweisen der Wiedergabe mittels des genannten
Wiedergabesteuerungs-Datenfelds, wobei das Wiedergabesteuerungs-Datenfeld
eine einzige Programmkette umfaßt, in
der jedes aus der Mehrzahl von Inhalts-Datenfeldern in einer entsprechenden
Zelle angeordnet ist, wodurch ein Wechsel aus einem Zustand der
Wiedergabe eines spezifischen der Inhalte in einen Zustand der Wiedergabe
eines anderen der Inhalte, ermöglicht
wird, wobei jede Zelle Instruktions-Datenfeld enthält, das
nur während
einer normalen Wiedergabe ausgeführt
wird, um das Anzeigen des Menüs mittels
des Menüsteuerungs-Datenfelds
anzuweisen, nachdem die dieser Zelle entsprechende Inhaltswiedergabe
abgeschlossen ist,
wobei das Datenwiedergabegerät aufweist:
eine
Menüanzeigeeinrichtung
zum Anzeigen des Menüs
unter Verwendung des Menüsteuerungs-Datenfelds,
eine
Wiedergabe-Instruktionseinrichtung, um durch individuelles Auswählen unter
Verwendung des von der Menüanzeigeeinrichtung
angezeigten Menüs
die Wiedergabe eines spezifischen der Inhalte anzuweisen, und um
die Änderung
des Wiedergabezustands, einschließlich eines Wechsels aus dem
Zustand der Wiedergabe des spezifischen Inhalts zu einem Zustand
der Wiedergabe eines anderen Inhalts anzuweisen,
eine Inhalts-Wiedergebeeinrichtung
für die
Wiedergabe des Inhalts-Datenfeld unter Verwendung des Menüsteuerungs-Datenfelds
und des Wiedergabesteuerungs-Datenfelds im Gefolge der von der Wiedergabe-Instruktionseinrichtung
gegebenen Instruktion und
eine Menüanzeige-Instruktionseinrichtung,
um zu veranlassen, daß die
Menüanzeigeeinrichtung
das genannte Menü auf
der Basis des Instruktions-Datenfelds des Wiedergabesteuerungs-Datenfeld anzeigt,
nachdem die Wiedergabe des Inhalts-Datenfelds durch die Inhalts-Wiedergabeeinrichtung
abgeschlossen ist.
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Bei
Ausführungsbeispielen
des Datenaufzeichnungsmediums werden die mehreren Inhalts-Datenfelder,
die so unterteilt sind, daß jedes den
betreffenden Inhalten entspricht, und die die betreffenden Inhalte
repräsentieren,
durch das Wiedergabesteuerungs-Datenfeld gesteuert und wiedergegeben.
Das Menüsteuerungs-Datenfeld
zeigt das Menü an,
um die Inhalte individuell auszuwählen und die Wiedergabe mittels
des genannten Wiedergabesteuerungs-Datenfelds anzuweisen. Das Wiedergabesteuerung-Datenfeld
ermöglicht
einen Wechsel aus einem Zustand, in dem ein spezifischer der Inhalte
wiedergegeben wird, in einen Zustand, in dem ein anderer der Inhalte
wiedergegeben wird. Während einer
normalen Wiedergabe weist das Instruktions-Datenfeld die Anzeige
des Menüs
durch das Menüsteuerungs-Datenfeld
erst an, nachdem die Wiedergabe des Inhalts-Datenfelds abgeschlossen
ist.
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In
Ausführungsbeispielen
des Datenwiedergabegeräts
zeigt die Menüanzeigeeinrichtung
das Menü an,
indem sie das Menüsteuerungs-Datenfeld benutzt.
Die Wiedergabe-Instruktionseinrichtung weist die Wiedergabe an,
indem ein spezifischer der Inhalte mit Hilfe des von der Menüanzeigeeinrichtung angezeigten
Menüs ausgewählt wird,
und weist eine Änderung
des Wiedergabezustands an, einschließlich eines Wechsels aus einem
Zustand, in dem ein spezifischer der Inhalte wiedergegeben wird,
in einen Zustand, in dem ein anderer der Inhalte wiedergegeben wird.
Im Anschluß an
die der von der Wiedergabe-Instruktionseinrichtung ausgegebene Instruktion gibt
die Inhalts-Wiedergabeeinrichtung das Inhalts-Datenfeld wieder,
indem sie das Menüsteuerungs-Datenfeld und das
Wiedergabesteuerungs-Datenfeld benutzt. Die Menüanzeige-Instruktionseinrichtung
veranlaßt,
daß die
Menüanzeigeeinrichtung
das Menü auf
der Basis des Instruktions-Datenfelds
des Wiedergabesteuerungs-Datenfelds anzeigt, nachdem die Wiedergabe
des Inhalts-Datenfelds
durch die Inhalts-Wiedergabeeinrichtung abgeschlossen ist.
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Zum
besseren Verständnis
der Erfindung wird nun auf die anliegenden Zeichnungen Bezug genommen.
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1 zeigt
die Datenstruktur einer DVD nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
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2 zeigt
die Datenstruktur einer Musik-DVD nach dem Stand der Technik,
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3 zeigt
die Datenstruktur einer ganzen Disk, wobei die in 2 dargestellten
PGCs seitlich nebeneinander angeordnet sind,
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4A und 4B zeigen
Menübilder
bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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5 zeigt
die PGC-Struktur eines Haupt-Menüs
des Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
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6 zeigt
die Datenstruktur eines VOB für das
Kapitel-Menü und
die PGC-Struktur für
das Organisieren des in 4 dargestellten
Menüs,
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7 zeigt
die VOB-Datenstruktur einer DVD,
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8 zeigt
die PGC-Datenstruktur der DVD,
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9 zeigt
eine Darstellung zur Erläuterung eines
Subpictures einer DVD,
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10A und 10B zeigen
Ansichten zur Erläuterung
eines Subpictures einer DVD,
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11 zeigt
ein Beispiel für
ein Kapitelmenü eines
DVD-Players,
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12 zeigt
einen DVD-Player und seine Peripherie,
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13 zeigt
ein Beispiel für
ein Menü einer DVD,
wobei eine Menütaste
markiert ist,
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14 zeigt
die Zellen-Datenstruktur der DVD,
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15 zeigt
die VOB-, PGC- und Menü-Datenstrukturen
der DVD,
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16 zeigt
eine schematische Ansicht der PGC-Struktur von 15,
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17 zeigt
ein Blockdiagramm für
ein Beispiel des DVD-Players nach dem Ausführungsbeispiel der Erfindung,
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18 zeigt
ein Flußdiagramm
für die
Wiedergabeoperation in dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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19 zeigt
ein Flußdiagramm
für einen wahlfreien
Zugriff durch Festlegung der Wiedergabestartzeit bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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19 zeigt
ein Flußdiagramm
der Wiedergabeoperation, die auf 18 folgt.
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Anhand
der anliegenden Zeichnungen wird nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben.
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Und
zwar wird ein Beispiel beschrieben, bei dem ein Datenaufzeichnungsmedium
und ein Datenwiedergabegerät
des Ausführungsbeispiels
auf eine DVD bzw. einen DVD-Player angewendet werden. Das heißt, die
DVD entspricht dem Datenaufzeichnungsmedium des Ausführungsbeispiels,
und der DVD-Player entspricht dem Datenwiedergabegerät des Ausführungsbeispiels.
Das Ausführungsbeispiel eignet
sich für
die Benutzung einer DVD für
ein musikalisches Produkt, z.B. für Karaoke, bei der die Melodien
in hohem Maße
unabhängig
voneinander sind und eine kontinuierliche Wiedergabe mehrerer Melodien
nicht erwünscht
ist. Deshalb wird das Ausführungsbeispiel
in der folgenden Beschreibung auf eine solche DVD für ein musikalisches
Produkt angewendet. In dem Ausführungsbeispiel
umfaßt
ein "Musikstück (oder
eine Melodie)" nicht
nur Musik, sondern auch ein begleitendes visuelles Bild und ein
TelOp usw..
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Zur
Beschreibung einer Datenstruktur einer DVD wird nun auf 7 Bezug
genommen. Gemultiplexte Video- und Audiodaten als Inhalt einer DVD werden
als Video-Objekt (VOB) bezeichnet. Ein VOB besteht aus einer sinnvollen
Serie von gemultiplexten Video- und Audiodaten und werden als gemultiplexte Daten
definiert, die sehr sinnvoll sind, um eine kontinuierliche Wiedergabe,
z.B. als Filmtitel, Audio-Menü oder
Kapitelmenü,
zu ermöglichen.
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Dementsprechend
enthält
eine einzelne DVD üblicherweise
eine Mehrzahl von als VOBs bezeichneten Blöcken. Wie 7 zeigt,
besitzt jedes VOB 62 eine serielle VOB-Identifikationsnummer (VOB-ID-Nummer)
(ID#1 in 7). Das VOB 62 ist ferner
in Einheiten unterteilt, die als Zellen 63 bezeichnet werden.
Die Zellen 63 haben jeweils eine Zellen-Identifikationsnummer
(Zellen-ID-Nummer) in aufsteigender Reihenfolge (ID#1 bis ID#6 in 7). Das
VOB 62 ist nicht mechanisch in die Zellen 63 unterteilt,
sondern die Zellen 63 sind jeweils wie bei der Definition
des VOB als ein sinnvoller Block defniert. Die Zellen entsprechen
z.B. Kapitelunterteilungen eines Filmtitels oder den anzuzeigenden
Seiten eines mehrerseitigen Menüs.
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Dem
DVD-Format entsprechend wird eine Einheit, in der ein Menü oder ein
Titel wiedergegeben wird, durch Wiedergabesteuerdaten repräsentiert, die
als Programmkette (PGC) bezeichnet werden. Wie 8 zeigt,
besteht eine PGC 70 aus einem Pre-Command (PRE CMD) 64,
einem VOB-Identifizierer
(VOB ID) 65 und einem Post-Command (POST CMD) 66.
Der VOB ID 65 besteht aus einer Kombination aus der oben
beschriebenen VOB-ID-Nummer und der Anfangsadresse auf der Disk,
an der das entsprechende VOB aufgezeichnet ist. Es können mehrere
VOB IDs 65 in Folge vorgesehen sein.
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Der
VOB ID 65 enthält
eine Reihe von Zelleninformationsabschnitten 67 (die in 8 als
Zelle dargestellt sind). Als VOB ID 65 besteht jede Zelleninformationsabschnitt 67 aus
einem Zellen-Identifizierer
(cell ID) 68, der aus einer Kombination aus der Zellen-ID-Nummer
(Zellen-Nummern CN#1 bis CN#6 in 8) und der
Anfangsadresse auf der Disk, an der die entsprechende Zelle aufgezeichnet
ist, und einem cell CMD 69, der an dem Punkt ausgeführt wird,
an dem die Wiedergabe der Zelle beendet wird. Der cell CMD 69 wird
nur für
spezifische Zwecke benutzt und kann auch entfallen. In einem normalen Film
oder einem Standbildmenü wird
der cell CMD 69 üblicherweise
nicht benutzt.
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Der
DVD-Player stellt die durch den VOB ID 65 und den cell
ID 68 repräsentierte
Information in der Reihenfolge dar, in der sie auftritt, um so die Adresse
zu bestimmen, an der der wiederzugebende gemultiplexte Dateninhalt
aufgezeichnet ist, und führt praktisch
die Wiedergabe durch. Falls es an dem Punkt, an dem die Wiedergabe
jeder Zelle abgeschlossen wird, einen cell CMD gibt, wird der cell CMD
ausgeführt.
Zur Vereinfachung wird dieser Vorgang als PGC-Wiedergabe bezeichnet.
Der PRE CMD 64 ist ein Navigationsbefehl, der vor der PGC-Wiedergabe
ausgeführt
wird. Der POST CMD 66 ist ein Navigationsbefehl, der nach
der Wiedergabe der PGC ausgeführt
wird. Die Navigationsbefehle werden weiter unten beschrieben.
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Wie
bisher beschrieben wurde, setzt sich die Wiedergabe einer DVD zusammen
aus einer Kombination der PGC 70 mit den entsprechenden
tatsächlichen
gemultiplexten Daten (VOB 62) und dem VOB ID 65 und
dem an dem VOB 62 angebrachten cell ID 68. Die
Wiedergabe wird durch die Navigationsbefehle gesteuert, die den
PRE CMD 64, den POST CMD 66 und den cell CMD 69 enthalten.
Obwohl mehrere weitere Datenfelder für die Wiedergabe der DVD erforderlich
sind, wird auf deren Beschreibung hier verzichtet, da sie sich nicht
auf die vorliegende Erfindung beziehen.
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Wie
oben beschrieben wurde, wird die Wiedergabe der DVD durch die PGC-Datenstruktur
gesteuert. Mit anderen Warten, ein Player kann eine sinnvolle Wiedergabe-Serie
ausführen,
solange eine PGC enthalten ist. Das DVD-Format definiert auf diese
Weise eine einzelne PGC oder mehrere PGCs als "Titel". Obwohl auch ein Menü der DVD
eine PGC bildet, wie dies weiter unten beschrieben wird, ist die PGC
nicht ein Name einer spezifischen Sache oder eines darin enthaltenen
Inhalts, sondern ein Name, der eine Datenstruktur bezeichnet. Gemultiplexte
Audio- und Videodatenströme, die
auf der DVD aufgezeichnet sind, sind für die Steuerung in mehrere
logische Domänen
unterteilt. Es gibt vier Typen von logischen Domänen. Die DVD besteht aus einer
Kombination der Domänen.
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First-Play-Domäne (FP DOM)
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Eine
Domäne,
auf die zuerst zugegriffen wird, wenn die Disk geladen wird. Es
ist nur eine FP DOM vorgesehen.
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Video-Manager-Menü-Domäne (VMGM
DOM)
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Eine
Domäne,
in die hauptsächlich
ein Titelmenü eingeschrieben
wird. Es können
mehrere VMGM DOMs vorgesehen sein. Das Titelmenü wird weiter unten beschrieben.
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Video-Titel-Einstellmenü-Domäne (VTSM
DOM)
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Eine
Domäne,
in der ein Hauptmenü,
ein Audio-Menü,
ein Subpicture-Menü,
ein Kapitelmenü und
ein Blickwinkelmenü des
DVD-Menüs
angeordnet sind, mit der Ausnahme eines Titelmenüs. Es können mehrere VTSM DOMs vorgesehen
sein. Das DVD-Menü wird
weiter unten beschrieben.
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Titel-Domäne (TT DOM)
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Eine
Domäne,
in der der Haupttitel der DVD angeordnet ist. Darin sind Videodaten,
Audiodaten und Subpicture-Daten gemultiplext. Die TT DOM enthält selbst
einen Film oder ein Videoclip. Es können mehrere TT DOMs vorgesehen
sein.
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Jede
der oben beschriebenen Domänen
enthält
eine PGC. Die Bezeichnung richtet sich nach der Domäne, in der
eine PGC angeordnet ist, so wird z.B. eine PGC in der Titeldomäne als "Titel-PGC" bezeichnet. Eine
PGC in der Video-Titel-Einstellmenü-Domäne wird als "Menü-PGC" bezeichnet. Die Details
der Domänen,
die keinen Bezug zur vorliegenden Erfindung haben, sind weggelassen.
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Im
folgenden wird ein Subpicture beschrieben, das für die Anzeige eines Menüs der DVD
benötigt
wird. In dem DVD-Format ist neben normalen Bewegtbildern, die in
MPEG2 kodiert sind, das Format des als Subpicture bezeichneten Standbilds
definiert, das über
ein Bewegtbild gelegt werden kann. Von dem Subpicture-Format des
DVD-Formats wird der Teil, der sich auf das Ausführungsbeispiel der Erfindung
bezieht, herausgezogen und kurz beschrieben.
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Wie 9 zeigt,
ist ein Subpicture einer DVD definiert als ein Aggregat von spezifischen
2-Bit-Pixeldaten 202,
die jedem Pixel 201 zugeordnet sind, nämlich 720 in der Breite mal
478 in der Höhe
(wie durch den NTSC-Videostandard spezifiziert), in die ein Bildschirm
unterteilt ist. Jedem Wert, der durch 2-Bit-Pixeldaten repräsentiert
wird, ist eine spezifische Farbe zugeteilt. Auf diese Weise werden
insgesamt vier Farben durch Pixeldaten repräsentiert. In der Praxis wird
aus einer Palette mit 16 Farben eine Kombination von vier gewünschten
Farben ausgewählt,
die als die vier Farben zu benutzen sind, die jedem Pixel des Subpictures
zugeteilt werden.
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Der
prozentuale Anteil des über
ein Bewegtbild gelegten Subpictures ist wählbar. Wenn der prozentuale
Anteil des Subpictures z.B. 0% und der des Bewegtbilds 100% beträgt, ist
das Subpicture transparent und unsichtbar. Wenn der prozentuale
Anteil jeweils 50% beträgt,
ist das Subpicture transluzent. Falls die prozentualen Anteile 100%
und 0% sind, ist das bewegte Hintergrundbild vollkommen verborgen.
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Für alle Pixeldaten
sind separat Tabellen vorgesehen, um die Korrespondenz der ausgewählten vier
Farben zu den durch 2-Bit-Pixeldaten repräsentierten Werten und den prozentualen
Anteil des über das
bewegte Hintergrundbild gelegten Subpictures zu spezifizieren.
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Anhand
von 10A und 10B wird
als Beispiel die Darstellung eines "umrandeten Kreuzes" in einem Subpicture einer DVD betrachtet.
Wie 10A zeigt, ist die Zahl der
Farben, die für
die Darstellung des umrandeten Kreuzes benötigt werden, gleich drei, einschließlich der
Farben des Hintergrunds 211, des Kreuzes 212 und
der Umrandung 213. Als Nächstes sei die Größe des Kreuzes
mit 9 × 9
Pixeln angenommen. Falls der Farbe des Hintergrunds 211 Pixeldaten "00", der Farbe des Kreuzes 212 Pixeldaten "11" und der Farbe der
Umrandung 213 Pixeldaten "10" zugeordnet
werden, wird ein Aggregat von 9 × 9 Pixeldaten definiert, wie
dies in 10B dargestellt ist. Man erhält das Subpicture
einer DVD, indem man eine solche Operation für alte 720 × 478 Pixel durchführt.
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Wenn
bei einem solchen Subpicture Pixeldaten, die Zeichen repräsentieren,
nur in der Nähe
der unteren Seite der Gesamtregion der 720 × 478 Pixel angeordnet sind,
ist der Abschnitt darüber
insgesamt als Hintergrund 211 definiert, und der prozentuale Anteil
der Pixel des Hintergrunds 211 zu dem Bewegtbild beträgt 0%, es
wird das Subpicture erzeugt, in dem die Zeichen in der Nähe der unteren
Seite dargestellt werden und der andere Teil transparent ist. Die
DVD implementiert mit Hilfe eines solchen Mechanismus Untertitel
eines Films usw..
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Im
folgenden werden die Navigationsbefehle beschrieben. Nach dem DVD-Format,
wie es oben beschrieben wurde, ist für die Steuerung des Wiedergabeverfahrens
eines DVD-Players eine spezifische Programmiersprache vorgesehen,
die als Navigationsbefehl bezeichnet wird. Ein als Navigationsbefehl geschriebenes
Programm ist auf einer DVD zusammen mit Video- und Audiodaten aufgezeichnet.
Ein DVD-Player gibt die Video- und Audiodaten entsprechend dem als
Navigationsbefehl geschriebenen Programm wieder.
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Für die Aufzeichnung
auf einer DVD können mehrere
Audiokanäle
gemultiplext werden. Es kann z.B. ein als Navigationsbefehl geschriebenes
Programm benutzt werden, um festzulegen, welcher von den mehreren
Kanälen
auszuwählen
ist, und direkt zu einem Kapitel zu springen, um die Wiedergabe
zu starten. Außer
diesen einfachen Beispielen kann ein als Navigationsbefehl geschriebenes
Programm für sehr
komplizierte Operationen benutzt werden.
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Ein
als Navigationsbefehl geschriebenes Programm ermöglicht z.B. ein interaktives
Arbeiten, bei dem beim Abschluß der
Wiedergabe eines Kapitels ein Standbild (Subpicture) erscheint,
um dem Betrachter eine Frage zu stellen, und entsprechend der Antwort
des Betrachters auf die Frage wird ein Zielkapitel bestimmt, bei
dem die Wiedergabe startet. Dieses Beispiel ist eine Methode, die
bei einem als Multistory/Multiending bezeichneten Werk benutzt wird
(einem Werk mit Spielelementen, bei denen an jeder Szenenunterbrechung
eine Wahl zwischen A und B usw. vorgesehen ist und die nächste Szene
in Abhängigkeit
von der Wahl bestimmt wird). Durch die Benutzung des Navigationsbefehls
wird eine hohe Interaktivität
erreicht, wie die Wiederholung der Wiedergabe einer speziellen Zelle
oder das Umschalten einer Zelle für die Wiedergabe entsprechend
der Auswahl des Betrachters unter Verwendung des DVD-Menüs.
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Wie
oben erwähnt
wurde, erfordert ein interaktives Werk, wie Multistory/Multiending,
ein von dem Benutzer bearbeitbares Bild für interaktive Fragen und Antworten.
Im folgenden werden Menüs
der DVD beschrieben. Eine interaktive Operation eines DVD-Players
wird üblicherweise
durch eine indirekte Manipulation von Seiten des Betrachters implementiert,
der mit den Cursortasten usw. einer Fernsteuerung auf einem Menü angezeigte
Bedienungsschaltflächen
auswählt,
statt durch direkte interaktive Manipulation, bei der Bedienungstasten
des DVD-Players oder der Fernbedienung benutzt werden.
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Menü-Schaltflächen, die
auf einem Menü der DVD
angezeigt werden, sind aus Standbildern zusammengesetzt, die der
jeweiligen Natur entsprechen. Für
die Menü-Schaltflächen werden
Subpictures benutzt, wie sie oben beschrieben wurden. Das Menü besteht
aus dem Subpicture und einem bewegten Hintergrundbild, die bei der
Wiedergabe durch den DVD-Player zu einem Bild kombiniert werden.
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Zu
den Menüs
für derartige
interaktive Operationen gehören
als DVD-Systemmenüs
definierte Grundmenüs,
die allen DVDs gemeinsam sind. DVD-Systemmenüs sind Vollbilder, die von
dem Betrachter durch Betätigen
der Menütaste
der Fernsteuerung des DVD-Players für die Wiedergabe einer DVD
in dem DVD-Player aufgerufen werden. Das Format sieht vor, daß die Fernsteuerung
mit einer Menütaste
ausgestattet sein muß.
Durch Auswählen der
auf dem Bildschirm angezeigten Bedienungsschaltflächen mit
einer für
die Fernsteuerung benötigten
Cursortaste legt der Betrachter verschiedene Wiedergabemuster fest.
Das DVD-Format definiert die folgenden DVD-Systemmenüs.
-
1. Titelmenü
-
Wenn
auf der DVD mehrere Titel aufgezeichnet sind, benutzt der Betrachter
das Titelmenü,
um zu spezifizieren, welcher Titel (ein Filmstück oder eine Animation) der
Audio- und Videodaten wiedergegeben wird.
-
2. Kapitelmenü
-
Ein
(üblicherweise
als Werkstück,
z.B. als ein Kinofilm oder ein Album mit Musikvideoclips bezeichneter)
Titel von Audio- und Videodaten hat spezifische Unterbrechungen
oder Unterteilungen (die Reihe von Szenen eines Films oder die Pause
zwischen Videoclips, auf die der Produzent einer Plattengesellschaft
unmittelbaren Zugriff verschaffen möchte). Eine solche Pause oder
Unterteilung wird als Kapitel bezeichnet. Das Kapitelmenü besitzt
eine Menü-Schaltfläche, um
die Wiedergabe unmittelbar bei jedem Kapitel zu starten.
-
3. Audio-Menü
-
Wenn
für jeden
auf der DVD aufgezeichneten Titel von Videodaten mehrere Audiokanäle vorgesehen
sind (wenn die Videodaten eines Films z.B. Audiodaten in der Originalsprache
und in mehreren anderen Sprachen synchronisierte Audiodaten enthalten),
dient das Audio-Menü zum
Auswählen
eines dieser Kanäle.
Das Audio-Menü enthält für die jeweiligen
Audiokanäle
vorgesehene Menü-Schaltflächen, die
auf dem Bildschirm angeordnet sind und die auswählbaren Sprachen usw. anzeigen.
-
4. Untertitelmenü
-
Der
Untertitel ist ein Kinofilm- und Fernsehausdruck und bedeutet Bildunterschrift.
Wenn für
einen auf der DVD aufgezeichneten Titel ein einzelner oder mehrere
Typen von Untertiteln vorgesehen sind, dient das Untertitelmenü dazu, auszuwählen, welcher
Untertitel von den mehreren Typen angezeigt werden soll, oder dazu,
festzulegen, ob der Untertitel angezeigt werden soll oder nicht.
Das Untertitelmenü enthält auf dem
Bildschirm angeordnete, für
die jeweiligen Untertitel vorgesehene Menü-Schaltflächen, die die auswählbaren
Untertitel anzeigen.
-
5. Blickwinkelmenü
-
Der
Blickwinkel ist eine für
das DVD-Format spezifische Funktion. Für die Aufzeichnung z.B. eines
Fußballspiels
werden üblicherweise
mehrere Kameras benutzt, die das Spiel simultan aus unterschiedlichen
Blickwinkeln aufnehmen. Das heißt,
die Videodaten des Fußballspiels
enthalten Bilder des gesamten Spiels, die von einer Kamera für die Totale aufgenommen
sind, ferner Nahaufnahmebilder, die von einer den Angriff verfolgenden
Kamera aufgenommen sind, und Nahauf nahmen, die von einer die Verteidigung
verfolgenden Kamera aufgenommen werden. Die Blickwinkelfunktion
der DVD ermöglicht es
dem Betrachter, aus einem spezifischen Blickwinkel aufgenommene
Videodaten für
die Wiedergabe auszuwählen,
wenn mehrere Typen von Videodaten, die durch die simultane Aufnahme
des Objekts aus verschiedenen Blickwinkeln gewonnen werden, gemultiplext
werden, um auf der DVD aufgezeichnet und in dem DVD-Player wiedergegeben
zu werden. Das Blickwinkelmenü enthält auf dem
Bildschirm angeordnete, für
die jeweiligen Blickwinkel vorgesehene Menü-Schaltflächen, die die auswählbaren
Blickwinkel usw. anzeigen.
-
6. Hauptmenü
-
Vorangehend
wurden die insgesamt fünf
Typen von Menüs
beschrieben, die in dem DVD-Format definiert sind. Die Fernsteuerung
des DVD-Players enthält
jedoch nicht immer fünf
Tasten für
die Anzeige der fünf
Menütypen.
Das DVD-Format sieht vor, daß für das Aufrufen
des Titelmenüs
und eines anderen Menüs
nur zwei Tasten benötigt
werden. Deshalb wird ein spezifisches Menü benötigt, um die Menüs aufzurufen,
falls der wiederzugebende Titel das Kapitelmenü, das Audio-Menü,
das Untertitelmenü und das
Blickwinkelmenü oder
eines oder mehrere dieser Menüs
benötigt.
Das Hauptmenü enthält eine
oder mehrere auf dem Bildschirm angeordnete Menü-Schaltflächen, die das Kapitelmenü, das Audio-Menü, das Untertitelmenü und das
Blickwinkelmenü oder
eines oder mehrere dieser Menüs
oder alle anzeigen.
-
In
dem DVD-Format sind verschiedene Typen von DVD-Systemmenüs definiert. 11 zeigt ein
Beispiel für
ein Kapitelmenü,
das eines der DVD-Systemmenüs
bildet. Das Kapitelmenü ist
ein Menü mit
auf dem Bildschirm angeordneten Bedienungsschaltflächen, die
den direkten Sprung zu den einzelnen Kapiteln ermöglichen.
-
Das
Titelmenü von 11 enthält sechs Schaltflächen 301 für die Festlegung
der Kapitel, zwei Schaltflächen 302 für die Menüauswahl
und zwei Schaltflächen 303 für die Auswahl
der Menüseite.
Drei der sechs Schaltflächen 301 für die Festlegung
der Kapitel sind vertikal auf der linken Seite des Bildschirms angeordnet
und die anderen drei auf der rechten Seite. Die zwei Schaltflächen 302 für die Menüauswahl
sind seitlich nebeneinander unter den Schaltflächen 301 für die Festlegung
der Kapitel angeordnet.
-
Für das Authoring
eines solchen Menüs
ist es erforderlich, Pixeldaten nach dem Untertitelformat der DVD
zu erzeugen, die den einzelnen Bedienungsschaltflächen entsprechen.
Außerdem
ist es erforderlich, für
jede Bedienungsschaltfläche
eine Programmierung als Navigationsbefehl durchzuführen.
-
Es
wird nun auf 12 Bezug genommen, um Operationen
zu beschreiben, bei denen z.B. das in 11 dargestellte
Menü benutzt
wird. 12 zeigt einen DVD-Player und
seine Peripherie. Im einzelnen zeigt 12 den
DVD-Player 91, einen Monitor 90 für die Anzeige
der von dem DVD-Player 91 wiedergegebenen
Bilder und eine Fernsteuerung 92 für die Bedienung des DVD-Players 91.
Die Fernsteuerung 92 enthält Systemsteuerlasten für die Standard-Systemsteuerung,
spezielle Wiedergabetasten und Menüsteuerlasten. Die Systemsteuerungstasten
umfassen eine Wiedergabetaste 93 für die Wiedergabe der DVD, eine
Pausentaste 94 zum Stoppen der Wiedergabe für eine kurze
Zeitperiode, eine Stopptaste 95 zum Stoppen der Wiedergabe, eine
Taste 96 für
schnellen Rücklauf,
eine Taste 97 für
schnellen Vorlauf, eine Skip-Zurück-Taste 98 für den Sprung
zu einem früheren
Titelteil (PTT) und eine Skip-Vorwärts-Taste 99 für den Sprung
auf einen nächsten
PTT.
-
Die
speziellen Wiedergabetasten umfassen eine Kapiteltaste 140 zum
Festlegen des wiederzugebenden Kapitels, eine Zeitfestlegungstaste 141 zur Umschaltung
in einen Zeitfestlegungsmodus für
die Festlegung der Wiedergabestartzeit, zehn Tasten 142 für die Eingabe
der wiederzugebenden Kapitelnummer, der Wiedergabestartzeit usw.
sowie eine Eingabetaste 143 für die Eingabe.
-
Die
Menüsteuerlasten
umfassen eine Cursor-Aufwärts-Taste 144,
eine Cursor-Abwärts-Taste 145,
eine Cursor-Rechts-Taste 146 und eine Cursor-Links-Taste 147 zum
vertikalen und horizontalen Verschieben einer ausgewählten Bedienungsschaltfläche und
eine Menü-Eingabetaste 148 zur
Ausführung
der Operation einer ausgewählten
Bedienungsschaltfläche.
-
Um
die DVD z.B. unter Verwendung des in 11 dargestellten
Menüs mit
Hilfe der Fernsteuerung 92 wiederzugeben, drückt der
Betrachter die Cursor-Aufwärts-Taste 144,
die Cursor-Abwärts-Taste 145,
die Cursor-Rechts-Taste 146 und die Cursor-Links-Taste 147 und
wählt temporär eine der
auf dem Monitor 90 angezeigten Menü-Schaltflächen aus, indem er die ausgewählte Schaltfläche vertikal und
horizontal verschiebt. Der Betrachter drückt dann die Menü-Eingabetaste 148 und
führt so
die Operation der ausgewählten
Menü-Schaltfläche aus.
-
Entsprechend
dem DVD-Format ändert
sich die Farbe der ausgewählten
Schaltfläche
oder die ausgewählte
Schaltfläche
wird umrahmt, um so anzuzeigen, welche Schaltfläche auf dem Bildschirm ausgewählt ist.
Diese Anzeige wird in der folgenden Beschreibung als Markieren bezeichnet. 13 zeigt
ein Menübeispiel,
in welchem eine der Menü-Schaltflächen markiert
ist. Hier ist, wie dargestellt, die obere linke Schaltfläche 301a der
sechs Kapitelschaltflächen 301 markiert.
-
Es
gibt zwei Arten von Markierungen. Die eine ist die Auswahlmarkierung,
um anzuzeigen, daß die
Bedienungsschaltfläche
in dem Menü nur
vorübergehend
ausgewählt
ist. Die andere ist die Aktionsmarkierung, um anzuzeigen, daß die Menü-Eingabetaste
für etwa
eine Sekunde gedrückt
wird, um wirksam zu werden, nachdem die Menü-Eingabetaste 148 bis
unmittelbar vor der Ausführung
der Operation gedrückt
wird. Falls bei dem in 13 dargestellten Beispiel die
Menü-Eingabetaste 148 gedrückt wird, wenn
die obere linke Schaltfläche 301a im
Zustand der Auswahlmarkierung ist, ändert sich die Markierungsfarbe
für etwa
eine Sekunde in den Aktionsmarkie rungszustand. Die Anzeige springt
dann direkt zu dem Kapitel der "Szene
1: Einführung", wobei die Wiedergabe
gestartet wird.
-
14 zeigt
eine Datenstruktur der Zelle 63 in dem gemultiplexten VOB 62,
um ein solches Menü der
DVD zu implementieren. Obwohl die Datenstruktur zur Implementierung
des Menüs
durch die ganze PGC bestimmt wird, wird nur die Struktur zur Implementierung
der Menü-Schaltflächen beschrieben.
-
Wenn
das Menü z.B.
mehrere Seiten enthält, besteht
jede Menüseite
aus der einzelnen Zelle 63. Die Zellen 63, die
der Zahl der Seiten entsprechen, bilden insgesamt das in 7 dargestellte
VOB 62. Wie 14 zeigt, besteht die Zelle 63 aus
den folgenden Elementen.
-
1. Zelle
-
Die
einzelne Zelle 63 enthält
alle Anzeigedaten, die einer Menüseite
entsprechen, sowie die Steuerdaten der Menü-Schaltfläche. Die Zelle 63 enthält als Anzeigedaten
ein Subpicture 71, ein Anzeigebild der Menü-Schaltfläche. Die
Zelle 63 enthält
ferner (als HLI dargestellte) Markierungsinformationsdaten 72 als
Steuerdaten der Menü-Schaltflächen. In der
Zelle 63 sind (als VIDEO dargestellte) Videodaten 73 für einen
Hintergrund des Menüs
gemultiplext. Falls das Menü ein
(bewegtes oder stehendes) Bild mit Audio ist, sind in der Zelle
außerdem
(als AUDIO dargestellte) Audiodaten 74 gemultiplext. Falls
die Videodaten Daten eines Standbilds sind, ist das Menü ein Standbildmenü. Falls
die Videodaten Daten eines Bewegtbilds sind, ist das Menü ein Bewegtbildmenü.
-
2. Subpicture
-
Das
Subpicture 71 ist eine Region, in der Pixeldaten und die
Farbinformation für
die Anzeige des Menüs
gespeichert sind. Das Subpicture 71 enthält Subpicture-Pixeldaten 75 und
(als BTN COLOR dargestellte) Schaltflächen-Farbdaten 76,
die weiter unten beschrieben werden.
-
3. Markierungs-Informationsdaten
(HLI)
-
Die
Markierungs-Informationsdaten 72 sind eine Region, in der
eine Information gespeichert ist, die sich auf die Auswahl der Menü-Schaltflächen in dem
Menü bezieht.
Die Markierungs-Informationsdaten 72 enthalten Markierungs-Farbdaten 77 und
(als BTN INFO dargestellte) Schaltflächen-Informationsdaten 78.
Die Markierungs-Farbdaten 77 enthalten eine Farbinformation
zur Änderung
(Markierung) der Farbe einer der Menü-Schaltflächen, die in dem Menü ausgewählt wird,
um die Auswahl anzuzeigen, sowie die Farbinformation zur Änderung
der Farbe der Menü-Schaltfläche, wenn
die der ausgewählten Schaltfläche zugeordnete
Funktion ausgeführt
wird. Die Schaltflächen-Informationsdaten 78 enthalten
relative Positionen der Menü-Schaltflächen in
dem Menü,
eine Information über
die benachbarten Menü-Schaltflächen, die
benötigt
wird, um die als nächstes
auszuwählende
Menü-Schaltfläche anzuzeigen, wenn
die ausgewählte
Menü-Schaltfläche in dem Menü mit der
Cursortaste der Fernsteuerung des DVD-Players vertikal und horizontal
verschoben wird, sowie den für
die Menü-Schaltfläche vorgesehenen
Navigationsbefehl, der benutzt wird, wenn die Operation der Menü-Schaltfläche festgelegt
wird.
-
4. Subpicture-Pixeldaten
-
Pixeldaten
für die
Anzeige der Menü-Schaltflächen sind
in den Subpicture-Pixeldaten 75 gespeichert. Falls das
Menü mehrere
Seiten umfaßt,
sind die Pixeldaten für
die entsprechenden Seiten vorgesehen.
-
5. Schaltflächen-Farbdaten
-
Die
Schaltflächen-Farbdaten 76 speichern eine
Farbinformation der Pixeldaten des Subpictures für die Anzeige des Menüs, wenn
dieses nicht ausgewählt
(nicht markiert) ist, sowie Daten, die eine Farbpalette als Referenz
für die
Farbinformation anzeigen, wenn die Menü-Schaltfläche markiert ist.
-
6. Markierungs-Farbdaten
-
Die
Markierungs-Farbdaten 77 speichern eine Farbinformation
für die
Markierung der Menü-Schaltflächen in
dem Menü.
Die Farbinformation umfaßt
Auswahlfarbdaten 79, die die Markierungsfarbe anzeigen,
wenn die Menü-Schaltfläche ausgewählt ist,
und Aktionsfarbdaten 80, die die Markierungsfarbe der Menü-Schaltfläche anzeigen,
wenn die der ausgewählten
Menü-Schaltfläche zugeordnete
Funktion ausgeführt
wird. Die Farbdaten 79 und 80 bilden jeweils einen
Zeiger zu den Daten, die die Farbpalette in den Schaltflächen-Farbdaten 76 bezeichnen,
und speichern keine wirklichen Farbdaten.
-
7. Schaltflächen-Informationsdaten
-
Die
Schaltflächen-Informationsdaten
enthalten (als BTN POSITION dargestellte) Positionsdaten 81 für die Anzeige
der relativen Positionen der Menü-Schaltflächen in
dem Menü,
ferner (als ADJ BTN dargestellte) Nachbarschaltflächendaten 82 für die Anzeige
der benachbarten Menü-Schaltflächen, die benötigt werden,
um die als nächstes
auszuwählende
Menü-Schaltfläche anzuzeigen,
wenn die ausgewählte
Menü-Schaltfläche in dem
Menü mit
der Cursortaste der Fernsteuerung des DVD-Players vertikal und horizontal
verschoben wird, sowie einen (als BTN CMD dargestellten) Schaltflächenbefehl 83,
der aus dem Navigationsbefehl zur Ausführung der der Menü-Schaltfläche zugeordneten
Funktion besteht. Die Schaltflächen-Informationsdaten 78 spielen
eine Schlüsselrolle
zur Beschreibung der funktionalen Logik der Menü-Schaltflächen in dem Menü.
-
8. Auswahl-Farbdaten
-
Die
Auswahl-Farbdaten 79 speichern einen Zeiger zu der Farbpalette
der Markierungsfarbe, wenn die Menü-Schaltfläche ausgewählt wird.
-
9. Aktions-Farbdaten
-
Die
Aktions-Farbdaten 80 speichern einen Zeiger zu der Farbpalette
der Markierungsfarbe der Menü-Schaltfläche, wenn
die der Menü-Schaltfläche zugeordnete
Funktion ausgeführt
wird.
-
10. Schaltflächen-Positionsdaten
-
Die
Schaltflächen-Positionsdaten 81 geben die
relativen Positionen der Menü-Schaltflächen in dem
Menü mit
Koordinaten der Pixel an. Da der logische Anzeigebereich jeder Menü-Schaltfläche als Rechteck
definiert ist, enthalten die Schaltflächen-Positionsdaten 81 die
Koordinaten der oberen linken Ecke und der unteren rechten Ecke
des Bereichs. Die Schaltflächen-Positionsdaten 81 enthalten
ferner einen Zeiger zu der Farbpalette der Farbinformation, wenn
die Menü-Schaltfläche nicht
ausgewählt
ist. In dem einzelnen Menü ist
die Farbe, die anzeigt, daß die
Schaltfläche
nicht ausgewählt
ist, ohne Rücksicht
auf die Zahl der Menü-Schaltflächen als
eine Farbe definiert. Die Schaltflächen-Positionsdaten 81 enthalten
ferner ein Autoaktions-Flag als Autoaktions-Information, die anzeigt,
ob die den einzelnen Menütasten
zugeordnete Funktion automatisch ausgeführt werden soll, wenn die Menütaste ausgewählt wird.
-
11. Nachbarschaltflächendaten
-
Die
Nachbarschaltflächendaten 82 speichern
die Information über
die benachbarten Menü-Schaltflächen, die
für die
Anzeige der als nächstes
auszuwählenden
Menü-Schaltfläche benötigt wird,
wenn die ausgewählte
Menü-Schaltfläche in dem
Menü mit
den Cursortasten der Fernsteuerung des DVD-Players vertikal und
horizontal verschoben wird.
-
12. Schaltflächenbefehl
-
Der
Schaltflächenbefehl 83 ist
der Navigationsbefehl für
die Ausführung
der den Menü-Schaltflächen zugeordneten
Funktionen und definiert die Funktionen direkt.
-
Es
wird nun auf 15 Bezug genommen, die die Datenstruktur
des VOB, der PGC und des bisher beschriebenen Menüs zeigt.
Die PGC 70, die einem Menüsteuerungs-Datenfeld des vorliegenden Ausführungsbeispiels
entspricht, enthält,
wie dargestellt, die Zelleninformationsabschnitte 67 der
Zellen-Nummern CN #1, #2, #3 usw.. In 15 lauten die
Zellen-ID-Nummern der Zellen-Nummern CN #1, #2, #3 usw. #1, #2 bzw.
#3 usw.. Die durch den Zelleninformationsabschnitt 67 repräsentierte
Zelle 63 des VOB 62 enthält Anzeigedaten des Menüs (Videodaten
als Hintergrundmenü,
Audiodaten und Subpicture-Daten) und Markierungs-Informationsdaten
(HLI) als Steuerdaten der Menü-Schaltflächen. 15 zeigt
die in der Zelle 63 des cell ID #1 enthaltenen Daten für die Menüanzeige.
Zur Anzeige eines einzelnen Menüs
ist eine solche komplizierte hierarchische Datenstruktur erforderlich.
Falls die Aufmerksamkeit jedoch auf den Navigationsbefehl für die Steuerung
des Mechanismus des Menüs
und die Wiedergabe eines Titels fokussiert wird, sind die Datenfelder,
die sich auf die Menüanzeige
beziehen, der PRE CMD 64, der cell CMD 69, der
POST CMD 66 und der BTN CMD 83. Zur Vereinfachung
ist die Struktur der PGC 70 zusätzlich zu den Navigationsbefehlen,
wie sie in 16 dargestellt sind, nur durch den
cell ID 68 repräsentiert,
die die Korrespondenz zu der Zelle 63 angibt. Die BTN CMDs
#1, #2 usw. in 16 zeigen an, daß die Zahl
der BTN CMDs in der entsprechenden Menüseite gleich der Zahl der Menü-Schaltflächen ist.
Obwohl der BTN CMD 83 im strengen Sinn des Wortes in der
Zelle 63 enthalten ist, ist in 16 der
BTN CMD 83 zur Vereinfachung in der PGC 70 enthalten.
-
Bevor
die Datenstruktur der DVD nach dem Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben wird, wird zum Vergleich die Datenstruktur der DVD nach dem
Stand der Technik beschrieben. 2 zeigt schematisch
die Datenstruktur der DVD für
ein musikalisches Produkt nach dem Stand der Technik. Eine in 2 dargestellte
PGC 400 besteht aus einem VOB ID 401, einem PRE
CMD 404 und einem POST CMD 405 als Navigationsbefehle.
Der VOD ID 401 enthält
einen cell ID 402 und einen cell CMD 403. Die Zelle
in dem VOB, in dem gemultiplexte Video- und Audiodaten gespeichert
sind, wird durch den cell ID 402 identifiziert. Bei der
DVD für
ein musikalisches Produkt, wie Karaoke, nach dem Stand der Technik repräsentiert
die einzelne PGC einen Titel, d.h. ein Musikstück (Melodie). Wie 3 zeigt,
besteht eine (als VOLUME dargestellte) ganze Disk 410 aus PGCs
für alle
Musikstücke
(alle Titel), die in einer Sequenz angeordnet sind. In dem POST
CMD 405 jeder PGC 400 ist eine Anweisung für den Sprung
zu dem Menü eingeschrieben.
-
Eine
solche Struktur erlaubt ein einfaches Authoring, da unabhängig von
der Zahl der Melodien (Titel) nur ein PGC-Strukturtyp benötigt wird.
Bei der Wiedergabe in dem DVD-Player treten bei der Datenstruktur
jedoch die folgenden drei Probleme auf.
- (1)
Die Datenstruktur erlaubt keinen schnellen Vorlauf und keine schnellen
Rücklauf über Melodien
hinweg, da das DVD-Format einen direkten Zugriff über PGCs
hinweg, d.h. einen Sprung zu einer anderen PGC, verbietet, während eine
PGC wiedergegeben wird.
- (2) Die PGC, die von dem DVD-Player wiedergegeben wird, enthält nur die
Zelle, die der wiedergegebenen Melodie entspricht. Wenn die einzige Zelle
als PTT definiert ist, ist die nächste
oder vorhergehende Melodie ein PTT, der in einer anderen PGC enthalten
ist. Somit ist ein Sprung über
die Melodien durch Betätigen
der Skip-Vorwärts-Taste
oder der Skip-Zurück-Taste
deaktiviert.
- (3) In dem DVD-Format ist definiert, daß die Anzeige der Wiedergabezeit
eines DVD-Players durch sequentielles Aufaddieren der Wiedergabezeit
der einzelnen Zellen in der PGC erfolgt. Infolgedessen wird die
Anzeige der Wiedergabezeit an dem Startpunkt jeder PGC auf Null
zurückgesetzt,
und es ist keine Anzeige vorgesehen, um die abgelaufene Wiedergabezeit über die
ganze Disk anzuzeigen. Deshalb ist ein wahlfreier Zugriff auf einen
spezifischen Punkt in einer spezifischen Melodie durch Eingabe der
Zeit, an der die Wiedergabe gestartet werden soll, nicht möglich.
-
Um
z.B. das Problem (2) zu lösen,
ist eine als Multi-PGC bezeichnete Methode vorgesehen, um auf einer
DVD für
ein musikalisches Produkt jede Melodie durch eine PGC darzustellen,
statt einen Titel durch eine PGC darzustellen, und den einen Titel
zu organisieren, der aus den PGCs für alle Melodien zusammengestellt
ist. Die Multi-PGC erlaubt einen schnellen Vorlauf und einen Vorwärts-Sprung über die
Melodien hinweg, indem in den POST CMD jeder PGC eine Anweisung
zum Springen auf die nächste PGC
eingeschrieben wird. Wenn die Multi-PGC benutzt wird, ist jedoch
nur ein Sprung zu dem Start der gerade wiedergegebenen PGC möglich, obwohl
ein Sprung zu der vorhergehenden PGC beabsichtigt ist. Deshalb ist
ein schneller Rücklauf
und ein Sprung zurück
nicht möglich.
-
Entsprechend
der Definition des DVD-Formats gibt es bei der Multi-PGC keine Anzeige
der Wiedergabezeit. Deshalb erhält
man auch keine Anzeige der für
eine Melodie benötigten
Zeit. Dadurch wird das Problem (3) weiter verschärft.
-
Um
die oben beschriebenen Nachteile zu beseitigen, besteht ein Merkmal
des Ausführungsbeispiels
der Erfindung darin, daß die
gesamte Disk aus einer einzigen PGC zusammengesetzt wird und die Inhalte
so unterteilt werden, daß jeder
Inhalt einer Zelle entspricht. 1 zeigt
z.B. die Datenstruktur der DVD für
ein musikalisches Produkt. In dieser Datenstruktur ist jede Melodie
als Inhalt als eine Zelle dargestellt. Jede Zelle ist als PTT definiert.
Eine Disk 10 enthält
nur eine PGC 11. Die PGC 11 enthält einen VOB
ID 16, der dem VOB entspricht, das Melodien repräsentierende
Zellen enthält,
ferner einen PRE CMD 14 und einen POST CMD 15.
Der VOB ID 16 enthält
einen cell ID 12 und einen cell CMD 13 für jede Melodie.
In dem cell CMD 13 ist ein Befehl zum Springen auf ein
Melodie-Auswahlmenü eingeschrieben
(ein Befehl zum Aufrufen des Kapitelmenüs in dem Ausführungsbeispiel,
bei dem das Melodie-Auswahlmenü durch
das Kapitelmenü implementiert
ist). Dadurch wird der cell CMD 13 an dem Punkt ausgeführt, an
dem die normale Wiedergabe einer Melodie abgeschlossen wird, und
jedesmal, wenn eine Melodie abgeschlossen ist, ist ein Sprung zu
dem Melodie-Auswahlmenü möglich.
-
In
einer solchen Datenstruktur des Ausführungsbeispiels der Erfindung
ist nicht jede Melodie in PGCs unterteilt. Daher gibt es bezüglich des
schnellen Vorlaufs und des schnellen Rücklaufs keine Einschränkungen.
Deshalb ist an jedem Punkt während einer
Wiedergabe ein schneller Vorlauf und ein schneller Rücklauf möglich. Darüber hinaus
sind schneller Vorlauf Rücklauf
und schneller Rücklauf über Melodien
hinweg möglich,
da der cell CMD ausgeführt
werden kann, wenn eine allgemeine Wiedergabe stattfindet und die
Ausführung
des cell CMD während
des schnellen Vorlaufs, des Rücklaufs
und des schnellen Rücklaufs,
dem DVD-Format entsprechend, gesperrt ist. Selbst wenn z.B. eine
Melodie während
des schnellen Vorlaufs zu Ende geht, wird der cell CMD nicht durchgeführt, sondern
die schnelle Wiedergabe der nächsten
Zelle kann fortgeführt werden.
-
Da
in dem Ausführungsbeispiel
jede Melodie als PTT definiert ist, wird auch ein Sprung mit der Skip-Vorwärts-Taste
implementiert, und die Betätigung
der Skip-Zurück-Taste
ist ebenfalls möglich.
Die Möglichkeit,
während
eines Sprungs zu dem Melodie-Auswahlmenü zu springen, besteht nicht,
da das DVD-Format vorsieht, daß die
Ausführung
des cell CMD während
eines Sprungs gesperrt ist.
-
Da
die ganze Disk in dem Ausführungsbeispiel
durch eine einzige PGC repräsentiert
wird, stellt das DVD-Format sicher, daß die abgelaufene Zeit in der
Reihenfolge der Wiedergabe der Zellen aufaddiert wird, wobei die
Zeit, an der die erste Melodie startet, als Null definiert wird.
Durch Eingabe der Zeit, an der eine Wiedergabe gestartet wird, ist
deshalb ein wahlfreier Zugriff auf einen spezifischen Punkt in einer
spezifischen Melodie möglich.
-
Im
folgenden wird das Melodie-Auswahlmenü des Ausführungsbeispiels der Erfindung
beschrieben. Das Melodie-Auswahlmenü ist ein Kapitelmenü mit Menü-Schaltflächen, die
einen Sprung zu jeder Melodie ermöglichen. Das Melodie-Auswahlmenü des Ausführungsbeispiels
enthält
ein Menübild
mit mehreren Seiten, die jeweils eine oder mehrere Menü-Schaltflächen zum
Auswählen
einer Melodie enthalten. Das Melodie-Auswahlmenü verfügt über eine Funktion zum automatischen
Auswählen
und Anzeigen des Menüs,
indem eine Menü-Schaltfläche vorgesehen
ist, um an dem Punkt, an dem die normale Wiedergabe der Melodie
beendet wird, die unmittelbar vorhergehende wiedergegebene Melodie
auszuwählen.
Das Melodie-Auswahlmenü umfaßt ferner eine
Funktion, um die Menü-Schaltfläche zu markieren,
die die unmittelbar vorhergehende wiedergegebene Melodie anzeigt.
In dem oben beschriebenen cell CMD ist eine Anweisung zum Verschieben
eingeschrieben, die am Ende jeder Melodie ausgeführt wird. Es ist jedoch nicht
erlaubt, zu der Anweisung für die
Verschiebung eine die Verschiebung begleitende Information hinzuzufügen. Deshalb
ist es nur möglich,
einen Navigationsbefehl zum Anzeigen des ersten Menübilds des
Melodie-Auswahlmenüs
(des Kapitelmenüs
in dem Ausführungsbeispiel)
in den cell CMD einzuschreiben. Somit muß das Melodie-Auswahlmenü einen Navigationsbefehl
enthalten, um festzule gen, von welcher Melodie der Status zu dem Kapitelmenü zurückkehrt,
indem ein Sprung zu dem entsprechenden Menübild ausgeführt und die entsprechende Menü-Schaltfläche markiert
wird.
-
4A zeigt
ein zweiseitiges Melodie-Auswahlmenü der DVD, die insgesamt acht
Melodien enthält.
Jede Seite des Melodie-Auswahlmenüs besitzt Menü-Schaltflächen für vier Melodien.
Das heißt,
in einem Menübild 20a einer
ersten Seite sind, wie in 4A dargestellt,
Menü-Schaltflächen 211 bis 214 angeordnet,
um zu der ersten bis vierten Melodie zu springen. In einem Menübild 20b einer
zweiten Seite sind, wie in 4B dargestellt,
Menü-Schaltflächen 215 bis 218 angeordnet,
um zu der fünften
bis achten Melodie zu springen. Das Menübild 20a enthält eine
Nächste-Seite-Schaltfläche 221 , um zu dem Menübild 20b zu springen.
Das Menübild 20b enthält eine
Vorherige-Seite-Schaltfläche 222 , um zu dem Menübild 20a zu springen.
Bei einer Betätigung
des Melodie-Auswahlmenüs
z.B. an dem Punkt, an dem die Wiedergabe der zweiten Melodie beendet
ist, wird die Menü-Schaltfläche 212 der zweiten Melodie auf dem Menübild 20a markiert.
An dem Punkt, an dem die Wiedergabe der sechsten Melodie endet,
wird die Menü-Schaltfläche 216 der sechsten Melodie in dem Menübild 20b markiert.
-
Im
folgenden werden die PGC-Struktur und die Programmierung von Navigationsbefehlen
für die Implementierung
der oben beschriebenen Operation beschrieben. Obwohl die Menüstruktur
eine Information erfordert, die die Subpicture-Pixeldaten, die Schaltflächen-Farbdaten,
die Auswahl-Farbdaten, die
Aktions-Farbdaten, die Schaltflächen-Positionsdaten
und die Nachbarschaltflächendaten
einschließt,
hat eine solche Information keinen direkten Bezug zu dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel,
so daß ihre
detaillierte Beschreibung hier weggelassen ist. Es wird davon ausgegangen,
daß in
dem Ausführungsbeispiel
eine Programmierung vorgenommen wird, die nicht im Widerspruch zu
der Beschreibung des Ausführungsbeispiels
steht. Die Programmierung umfaßt
z.B. folgendes: für
die Farbdaten werden Farben festgelegt, die nicht transparent sind,
die ursprünglich
markierte Menü-Schaltfläche ist
eine der Menü-Schaltflächen 211 bis 214 und
die Nächste-Seite-Schaltfläche 221 , und die Nachbarschaltflächendaten
umfassen nur die vertikale Relation.
-
Es
werden nun die VOB- und PGC-Strukturen als die Datenstrukturen beschrieben,
wobei als Kapitelmenü der
DVD-Systemmenüs
das in 4 dargestellte Menü implementiert
ist.
-
Wenn
das DVD-Systemmenü,
wie oben beschrieben wurde, das Kapitelmenü, das Audio-Menü, das Audio-Menü, das Untertitelmenü und das
Blickwinkelmenü oder
irgendeines dieser Menüs
enthält, benötigt das
DVD-Systemmenü das
Hauptmenü,
das ein spezifisches Menü für das Aufrufen
des Menüs ist.
Deshalb wird für
das Hauptmenü eine
PGC benötigt,
die die logische Struktur des Hauptmenüs darstellt. 5 zeigt
die Struktur einer PGC (PGC #1) 50 für das Hauptmenü. Die PGC 50 für das Hauptmenü hat keine
Menüseite,
um das Hauptmenü anzuzeigen,
so daß die
PGC 50 kein korrespondierendes VOB und keine korrespondierende
Zelle aufweist. Die PGC 50 ist deshalb eine spezielle Form
einer PGC, die nur aus dem PRE CMD 51 für die Navigationsbefehle besteht.
In dem DVD-Format wird eine solche PGC als Dummy-PGC bezeichnet.
-
6 zeigt
die VOB- und PGC-Strukturen des Menüs von 4.
Videosignale als Hintergrund, Audiosignale und Subpicturesignale
für die
Menü-Schaltflächen, die
tatsächlich
als Kapitelmenü wiedergegeben
werden, sind als eine Reihe von Datenfelder in einem VOB (VOB ID
#1) 52 für
das Kapitelmenü gemultiplext.
Das VOB 52 enthält
zwei Zellen 58 und 59 mit den Zellen-Nummern CN
#1 und CN #2. Die Zellen-ID-Nummern der Zellen 58 und 59 mit
den Zellen-Nummern CN #1 und CN #2 in 6 sind #1
bzw. #2. In der Zelle 58, deren cell ID #1 ist, sind Bilddatenfelder
der Melodie-Auswahlschaltflächen
(BTN #1 bis #4) 531 bis 534 der ersten bis vierten Melodie des
Menübilds 20a der
ersten Seite aufgezeichnet. In der Zelle 59, deren cell
ID #2 ist, sind als Menübild 20a Bilddatenfelder
von Melodie-Auswahlschaltflächen
(BTN #1 bis #4) 541 bis 544 der fünften bis achten Melodie des
Menübilds 20b der zweiten
Seite aufgezeichnet. Bilddaten einer Pfeil-Schaltfläche 55 für die Seitenzuführung, die
der Schaltfläche 221 für
die nächstfolgende
Seite des Menübilds 20b entspricht,
sind in der Zelle 58 aufgezeichnet. Bilddaten einer Pfeil-Schaltfläche 56 für die Seitenzuführung, die
der Schaltfläche 222 für
die vorherige Seite des Menübilds 20b entspricht,
sind in der Zelle 59 aufgezeichnet.
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Dem
VOB 52 für
das Kapitelmenü ist
eine PGC 57 für
das Kapitelmenü zugeordnet.
Die PGC 57 enthält
Informationsdatenfelder, die sich auf die zwei Zellen 58 und 59 beziehen.
Die Informationsdatenfelder sind jeweils folgendermaßen definiert,
so daß sie
den Zellen 58 bzw. 59 des VOB 52 für das oben
beschriebene Kapitelmenü entsprechen.
Der cell ID der Zelle 58 ist #1. Der cell ID der Zelle 59 ist #2.
Da es auf dem Menübild 20a der
der Zelle 58 entsprechenden ersten Seite fünf Menü-Schaltflächen gibt,
sind Regionen von fünf
BTN CMDs (#1 bis #5) 40 bis 44 vorgesehen. Die
BTN CMDs (#1 bis #5) 40 bis 44 entsprechen jeweils
den Melodie-Auswahlschaltflächen 531 bis 534 bzw.
der Pfeil-Schaltfläche 55.
Da es auf dem Menübild 20b der
der Zelle 59 entsprechenden zweiten Seite fünf Menü-Schaltflächen gibt,
sind Regionen von fünf
BTN CMDs (#6 bis #10) 45 bis 49 vorgesehen. Die
BTN CMDs (#6 bis #10) 45 bis 49 entsprechen jeweils
den Melodie-Auswahlschaltflächen 541 bis 544 bzw.
der Pfeil-Schaltfläche 56.
Obwohl die auf die Zellen 58 und 59 bezogene Information
Regionen der cell CMDs 84 und 85 zur Steuerung
der Wiedergabe enthalten, werden die Regionen in dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung nicht benutzt. Die PGC 57 enthält eine
Region des PRE CMD 86 und eine Region des POST CMD 87. Das
DVD-Format sieht vor, daß die
Bezugszahlen der Menü-Schaltflächen, unabhängig von
der Gesamtzahl der BTN CMDs den einzelnen Zellen, beginnend mit
1, zugeordnet sind.
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Die
Inhalte der Navigationsbefehle zur Implementierung des in 4 dargestellten Menüs als Kapitelmenü der DVD-Systemmenüs werden
nun beschrieben. Für
die Beschreibung der Navigationsbefehle schreibt das DVD-Format
vor, daß der
cell CMD und der BTN CMD in eine Zeile geschrieben werden. Obwohl
eine Kombination mehrerer Zellen als Programm (PG) bezeichnet wird,
kann ein PG implementiert werden, das aus einer einzigen Zelle besteht, ohne
daß ernsthafte
Probleme auftreten. Kurz gesagt, in dem Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist ein aus einer einzelnen Zelle bestehendes PG vorgesehen. Darüber hinaus
ist es erforderlich, daß einige Navigationsbefehle
durch eine PG-Nummer statt durch eine Zellen-Nummer (CN) beschrieben
werden und daß eine
PG-Nummer und eine Zellen-Nummer voneinander streng unterschieden
werden sollen. Da in dem Ausführungsbeispiel
ein aus einer einzelnen Zelle bestehendes PG vorgesehen ist, ist
dasjenige, was eine Zellen-Nummer und eine PG-Nummer spezifizieren,
identisch.
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Für die Zelle
wird gefordert, daß eine
Information, wie ein Nahtlos-Flag, ein Zellen-Typ, ein Block-Typ
und die Standzeit in der PGC-Informationstabelle eingeschrieben
werden sollen. Da eine solche Information sich nicht direkt auf
das vorliegende Ausführungsbeispiel
bezieht, wird sie hier nicht beschrieben. In dem Ausführungsbeispiel
ist die Information so festgelegt, daß sie den PGC- und Zellen-Strukturen
nicht widerspricht. Die Standzeit ist unbegrenzt, da in dem Ausführungsbeispiel
das Stand-Vollbild-Menü unterstellt
wird.
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Wie 5 zeigt,
ist der PRE CMD 51 nur in der PGC 50 für das Hauptmenü eingeschrieben, ohne
daß irgendeine
Menüseite
anzuzeigen ist. Der Inhalt des PRE CMD 51 ist eine Anweisung
zum Wechsel in das Kapitelmenü.
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Wie 6 zeigt,
enthält
die PGC 57 für
das Kapitelmenü den
PRE CMD 86, die BTN CMDs 40 bis 49 für die jeweiligen
Menü-Schaltflächen und
den POST CMD 87.
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Der
PRE CMD 86 ist der wichtigste Befehl in dem Ausführungsbeispiel.
Das DVD-Format sieht vor, daß eine
als Systemparameter bezeichnete Registerregion in einem DVD-Player
mit einer für
einen DVD-Player üblichen
Referenznummer vorgesehen ist. In der Systemparameter-Nummer 7 (SP7)
ist eine PTT-Nummer (oder eine Zellen-Nummer, da es in dem Ausführungsbeispiel
eine Eins-zu-Eins-Korrespondenz zwischen einer Zelle und einem PTT
gibt), die während
der Wiedergabe eines Titels oder unmittelbar vor der Wiedergabe
des Menübilds 20a oder 20b wiedergegeben
wird, d.h. eine Melodie-Nummer, gespeichert. Hierdurch wird in dem
Ausführungsbeispiel
festgelegt, welche Schaltfläche
in welchem Menübild
markiert werden soll. Das DVD-Format sieht vor, daß die Referenznummern
der Menü-Schaltflächen, unabhängig von
der Gesamtzahl der Schaltflächen-Befehle,
beginnend mit 1, für
jede Zelle zugeteilt werden. Deshalb ist die Referenznummer der
Menü-Schaltfläche, die
die fünfte
Melodie angibt, BTN #1 der Zelle 59.
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Der
PRE CMD 86 hat folgenden Inhalt. Die in der SP7 eingeschriebene
Zahl ist festgesetzt, um die unmittelbar vor der Anzeige des Menübilds wiedergegebene
PTT-Nummer zu erkennen. Falls die SP7 gleich 4 oder kleiner ist,
ist die Referenznummer der zu markierenden Schaltfläche gleich
dem Wert der SP7, und die Operation geht weiter zu der Zelle 58. Falls
die SP7 gleich 5 oder größer ist, wird
die Referenznummer der zu markierenden Schaltfläche auf den Wert der SP7 gesetzt,
von dem vier subtrahiert wird, und die Operation geht weiter zu
der Zelle 59.
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Die
BTN CMDs (#1 bis #5) 40 bis 44 in der Zelle 58 mit
dem cell ID #1 haben folgende Inhalte.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#1) 40 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 1.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#2) 41 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 2.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#3) 42 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 3.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#4) 43 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 4.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#5) 44 ist eine Anweisung für den Wechsel
zur nächsten
Menüseite, d.h.
der Zelle 59 mit der Zellen-Nummer CN #2, die dem Menübild 20b der
zweiten Seite entspricht.
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Die
BTN CMDs (#6 bis #10) 45 bis 49 in der Zelle 59 der
cell ID #2 haben folgende Inhalte.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#6) 45 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 5.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#7) 46 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 6.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#8) 47 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 7.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#9) 48 ist eine Anweisung für den Wechsel
zu Kapitel 8.
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Der
Inhalt des BTN CMD (#10) 49 ist eine Anweisung für den Wechsel
zur vorhergehenden Menüseite,
d.h. die Zelle 58 mit der Zellen-Nummer CN #1, die dem
Menübild 20a der
ersten Seite entspricht.
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Es
gibt keine Anweisung, die dem POST CMD 87 entspricht.
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Die
bisher beschriebenen Navigationsbefehle implementieren die Steuerung
der oben beschriebenen Wiedergabeoperation.
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Anhand
von 17 wird ein Beispiel für die Konfiguration des DVD-Players
als Datenwiedergabegerät
nach dem Ausführungsbeispiel
beschrieben. Der dargestellte DVD-Player besitzt einen Motor 102 zum
Drehen einer DVD 130, einen Abtaster 103 zum Detektieren
der auf der DVD 130 aufgezeichneten Information, der so
angeordnet ist, daß er
der von dem Motor 102 gedrehten DVD 130 gegenüberliegt,
einen Demodulator 104 zum Demodulieren und Ausgeben der
von dem Abtaster 103 ausgegebenen Signale und einen Schalter 105 mit
zwei festen Kontakten 105a und 105b und einem
beweglichen Kontakt 105c, der mit dem Ausgang des Demodulators 104 verbunden
ist. Der Abtaster 103 liest die auf der DVD 130 aufgezeichnete
Information aus, indem er Licht auf die DVD 130 strahlt
und das zurückkehrende Licht
detektiert. Der Abtaster 103 besitzt eine Antriebsvorrichtung
zur Steuerung seiner Position relativ zu der DVD 130, deren
Information ausgelesen wird, indem der Punkt, in dem Licht auf die
DVD 130 gestrahlt wird, entlang des Radius der DVD 130 verschoben
wird.
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Der
DVD-Player besitzt ferner einen Demultiplexer (1) 108,
dessen Eingang mit dem festen Kontakt 105a des Schalters 105 verbunden
ist. Der Demultiplexer (1) 108 trennt die über den
Schalter 105 empfangenen Ausgangssignale des Demodulators 104 in
(als NAVI dargestellte) Navigationspakete 106 für die Steuerung
des Wiedergabeverfahrens des DVD-Players und Darstellungsdaten 107,
die die für den
Betrachter vorgesehene Information bilden. Der DVD-Player besitzt
ferner eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) 109 als
Computer des Ausführungsbeispiels,
der über
den festen Kontakt 105b des Schalters 105 Signale
und die Navigationspakete 106 aus dem Demultiplexer (1) 108 empfängt und den
Motor 102, den Abtaster 103 und den Schalter 105 steuert.
Die CPU 109 besitzt einen Nurlesespeicher (ROM), in dem
eine Programm gespeichert ist, und einen Speicher mit wahlfreiem
Zugriff (RAM) als Arbeitsbereich. Die CPU 109 führt die
unten beschriebenen Operationen aus, indem sie das in dem ROM gespeicherte
Programm mit dem RAM als Arbeitsbereich implementiert.
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Der
DVD-Player besitzt ferner einen Demultiplexer (2) 113 zum
Trennen der Darstellungsdaten 107 aus dem Demultiplexer
(1) 108 in ein (als SP dargestelltes) Subpicturesignal 110,
ein (als V dargestelltes) kodiertes Videosignal 111 und
(als A dargestellte) kodiert Audiodaten 112, ferner einen
Subpicture-Dekodierer 114 zum Dekodieren des Subpicturesignals 110 aus
dem Demultiplexer (2) 113, einen Video-Dekodierer 115 zum
Dekodieren des Videosignals 111 aus dem Demultiplexer (2) 113,
einen Audio-Dekodierer 116 zum Dekodieren des Audiosignals 112 aus
dem Demultiplexer (2) 113 und zur Ausgabe eines Audioausgangssignals 117,
ferner einen Anzeigespeicher 118 zum Speichern des dekodierten
Subpicturesignals aus dem Subpicture-Dekodierer 114 und
zum Erzeugen eines Subpictures, einen Anzeigespeicher 119 zum
Speichern des dekodierten Videosignals aus dem Video-Dekodierer 115 und zum
Erzeugen eines Bewegtbilds sowie einen Addierer 121 zum
Addieren der Ausgangssignale der Anzeigespeicher 118 und 119 und
zur Ausgabe eines Videoausgangssignals 120.
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Die
CPU 109 enthält
in dem RAM einen Informationsdatenspeicher 122 zum Speichern
von Informationsdaten und einen Navigationssteuerdaten-Speicher 123 zum
Speichern von Navigationssteuerdaten, die in den Navigationspaketen 106 enthalten
sind. Der Informationsdatenspeicher 122 enthält einen
generellen Steuerdatenspeicher 124 zum Speichern von allgemeinen
Steuerdaten und einen Eingabe-Such-Informationsspeicher 125 zum
Speichern einer Eingabe-Suchinformation. Die Informationsdaten werden über den
Schalter 105 zugeführt. Die
CPU 109 sendet ein Markierungs-Anzeigesteuersignal 126 an
den Anzeigespeicher 118. Das Markierungs-Anzeigesteuersignal 126 steuert
die Markierung des Subpictures, das in dem Navigationssteuerdaten-Speicher 123 gespeichert
ist.
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Der
DVD-Player besitzt ferner einen Empfänger 129 zum Empfangen
eines Signals aus der Fernsteuerung 92, zum Manipulieren
des Signals für die
Umwandlung in ein der Tastenbetätigung
der Fernsteuerung 92 entsprechendes Signal und zum Senden
des Signals an die CPU 109.
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Im
folgenden wird die Arbeitsweise des DVD-Players von 17 beschrieben.
Zunächst wird
das Laden von Informationsdaten durch den DVD-Player beschrieben.
Die CPU 109 hat den Schalter 105 auf den festen
Kontakt 105b geschaltet und lädt allgemeine Steuerdaten und
die Eingabe-Suchinformation
von der DVD 130, indem sie den Abtaster 103 und
den Motor 102 mit der Servosteuerung aktiviert. Die CPU 109 hat
die allgemeinen Steuerdaten und die Eingabe-Suchinformation in dem Speicher 124 bzw. 125 gespeichert.
Die allgemeinen Steuerdaten umfassen eine statische Information, die
für die
Wiedergabe erforderlich ist, wie das Seitenverhältnis des Videos und den Kodierungstyp
und die Zahl der Audiokanäle.
Die Eingabe-Suchinformation ist eine Informationstabelle von Adressen
auf der DVD 130, an der die gemultiplexten Daten jeder
Menüseite
und die gemultiplexten Daten jedes Titels angeordnet sind. Mit Hilfe
der Eingabe-Suchinformation bewegt der DVD-Player den Abtaster 103 zu
der festgelegten Adresse des ausgewählten Menüs oder Titels und startet die
Wiedergabe.
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Im
folgenden wird die Arbeitsweise der Menüwiedergabe durch den DVD-Player
beschrieben. Die CPU 109 hat den Schalter 105 auf
den festen Kontakt 105a geschaltet und bestimmt aus der Eingabe-Suchinformation
die Anfangsadresse des Menüs.
Die CPU 109 aktiviert den Abtaster 103 und den
Motor 102 und erhält
aus dem Abtaster 103 ein Wiedergabesignal, um die Information
des Menüs
zu laden. Das Wiedergabesignal wird von dem Demodulator 104 in
normale digitale Signale zurückgewandelt,
so daß man
einen Wiedergabedatenstrom 127 erhält. In einer schematischen
Vergrößerung sieht der
Wiedergabedatenstrom 127 aus wie ein Navigationspaket (NAVI),
ein Videosignal (V), ein Audiosignal (A) und ein Subpicturesignal
(SP), die sequentiell gemultiplext sind.
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Als
Nächstes
wird der von dem Demodulator 104 ausgegebene Wiedergabedatenstrom 127 von dem
Demultiplexer (1) 108 in die Navigationspakete 106 und
die Darstellungsdaten 107 unterteilt. Die Navigationspakete 106 werden
als eine der unterteilten Daten in dem Speicher 123 in
der CPU 109 gespeichert. Da die Navigationspakete 106 die
in 14 dargestellte Markierungs-Informationsdaten 72 enthalten,
werden in diesem Stadium in der CPU 109 auch Anweisungen
zur Wie dergabe des Menüs
gespeichert (die Nachbarschaltflächendaten 82,
der Schaltflächenbefehl 83 usw.,
die in 14 dargestellt sind).
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Die
Darstellungsdaten 107, die die anderen der von dem Demultiplexer
(1) 108 geteilten Daten bilden, werden von dem Demultiplexer
(2) 113 weiter unterteilt in das Subpicturesignal 110,
das Videosignal 111 und das Audiosignal 112. Die
Signale werden von entsprechenden Dekodierern 114 bis 116 jeweils in
ein dekodieres Subpicturesignal, ein dekodieres Videosignal bzw.
in ein dekodiertes Audiosignal zurückverwandelt. Das von dem Dekodierer 114 ausgegebene
Subpicturesignal und das von dem Dekodierer 115 ausgegebene
Videosignal werden jeweils in den Anzeigespeichern 118 bzw. 119 temporär gespeichert.
Das Subpicturesignal und das Videosignal werden dann in dem Addierer 121 zueinander
addiert und als Videoausgangssignal 120 ausgegeben. Das Markierungs-Anzeigesteuersignal 126 wird
von der CPU 109 dem Anzeigespeicher 118 zugeführt. Um eine
markierte Schaltfläche
auf dem Menü z.B.
durch Betätigen
der Cursortasten der Fernsteuerung 92 zu verschieben, schreibt
die CPU 109 die dem Markieren entsprechenden Daten neu
in den Anzeigespeicher 118 ein, wobei sie das Markierungs-Anzeigesteuersignal 126 benutzt.
Dadurch wird der visuelle Effekt der Markierungs-Farbverschiebung
erreicht.
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Wie
oben beschrieben wurde, ist die PGC jedes Menüs auf der Disk in Form einer
PGC-Informationstabelle als Teil des Bereichs aufgezeichnet, der als
allgemeine Steuerdaten bezeichnet wird. Die allgemeinen Steuerdaten
auf der Disk werden in die CPU 109 geladen und in dem Speicher 124 gespeichert.
Die in dem Speicher 124 gespeicherte PGC-Informationstabelle
zeigt die Beziehung zwischen der PGC, der VOB ID-Nummer und der
Zellen-ID-Nummer an. Der Speicher 125 speichert die VOB-Informationstabelle,
welche die der PGC, der VOB ID-Nummer und der Zellen-ID-Nummer in
der PGC-Informationstabelle entsprechenden physikalischen Adressen
auf der Disk angibt. Um das Menü des
Ausführungsbeispiels
wiederzugeben, liest die CPU 109 deshalb die PGC-Informationstabelle
in dem Speicher 124 aus, um die VOB ID-Nummer und die Zellen-ID-Nummer der PGC
zu erhalten. Die CPU 109 gewinnt so die physikalischen
Adressen auf der Disk, die der VOB ID-Nummer und der Zellen-ID-Nummer
in der VOB-Informationstabelle in dem Speicher 125 entsprechen.
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Anhand
des Flußdiagramms
von 18 wird die Operation bei der Wiedergabe eines
Inhalts (Melodie) durch den DVD-Player des Ausführungsbeispiels der Erfindung
beschrieben. Die folgende Operation entspricht hauptsächlich der
Operation der CPU 109 in dem Beispiel von 18.
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Der
Betrachtet startet die Operation, indem er den DVD-Player mit der
Fernsteuerung anweist, eine spezifische Melodie (Kapitel) wiederzugeben. Wenn
der DVD-Player die Anweisung empfängt, startet er die Wiedergabe
der Melodie (Schritt S100). Die CPU 109 des DVD-Players
prüft,
ob der Betrachter die (als FF dargestellte) Taste für schnellen
Vorlauf die (als REV dargestellte) Taste für schnellen Rücklauf,
die (als NEXT dargestellte) Skip-Vorwärts-Taste oder die (als PREV dargestellte)
Skip-Zurück-Taste der
Fernsteuerung drückt
(Schritt S101). Falls eine der Tasten gedrückt ist (JA) folgt die CPU 109 der
Betätigung
der gedrückten
Taste, ohne den cell CMD auszuführen
(Schritt S102). Die CPU 109 kehrt zu dem Schritt S101 zurück und setzt
die Wiedergabe fort. Falls keine der Tasten gedrückt ist (NEIN in dem Schritt
S101) gibt die CPU 109 die Zelle wieder und prüft, ob die
Wiedergabe am Ende der Zelle ankommt (Schritt S103). Falls die Wiedergabe
nicht an dem Ende der Zelle angekommen ist (NEIN), kehrt die CPU 109 zu
dem Schritt S101 zurück
und setzt die Wiedergabe fort. Falls die Wiedergabe am Ende der Zelle
angekommen ist (JA in dem Schritt S103) führt die CPU 109 den
cell CMD der wiedergegebenen Zelle aus und geht zu dem Kapitelmenü (Schritt S104).
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Als
Nächstes
führt die
CPU 109 den PRE CMD der PGC für das Kapitelmenü aus (Schritt S105)
und prüft,
ob der Wert der SP7 gleich vier oder kleiner ist (Schritt S106).
Falls er gleich vier oder kleiner ist (JA), wird die zu markierende
Schaltflächennummer
gleich dem Wert der SP7 gemacht, und die CPU 109 gibt die
Zelle #1 wieder, d.h., das in 4 dargestellte
Menübild 20a der
ersten Seite (Schritt S107) und vervollständigt die Wiedergabe der Melodie.
Falls der Wert von SP7 nicht gleich 4 oder kleiner ist (NEIN in
dem Schritt S106) wird die zu markierende Schaltflächennummer
auf den Wert der SP7 gesetzt, von dem 4 subtrahiert wird, und die
CPU 109 gibt die Zelle #2 wieder, d.h., das in 4 dargestellte Menübild 20b der zweiten
Seite (Schritt S108) und führt
die Wiedergabe der Melodie zu Ende.
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Anhand
des Flußdiagramms
von 19 wird nun der wahlfreie Zugriff für den Sprung
zu einem spezifischen Punkt in einer spezifischen Melodie durch
Eingabe der Zeit beschrieben, an der die Wiedergabe gestartet wird.
Die Operation wird gestartet, wenn die Taste 141 für das Festlegen
der Zeit an der Fernsteuerung 92 gedrückt und der Modus zum Festlegen
der Zeit ausgewählt
wird. Der Betrachter gibt mit der Fernsteuerung 92 die
Wiedergabestartzeit als vorgesehene Zeit ein (Schritt S201), und
zwar legt der Betrachter die vorgesehene Zeit mit den 10 Tasten 142 fest
und gibt die vorgesehene Zeit mit der Eingabetaste 143 ein.
Unter Bezugnahme auf die Zeitkartentabelle gewinnt die CPU 109 eine
absolute Adresse, die der eingegebenen vorgesehenen Zeit entspricht,
oder eine absolute Adresse, die einer Zeit in der Nähe der vorgesehenen
Zeit entspricht (Schritt S202). Die Zeitkartentabelle ist für jedes
VOB vorgesehen, um die Beziehung zwischen der Wiedergabezeit des
Haupttitels und der absoluten Adresse der Daten des Haupttitels
auf der Disk darzustellen, die der Wiedergabezeit in regulären Zeitintervallen
entspricht. Die Zeitkartentabelle kann in der Eingabe-Suchinformation
als Option gespeichert sein. Die CPU 109 greift auf die
so gewonnene absolute Adresse zu und startet die Wiedergabe an der
absoluten Adresse, die der vorgesehenen Zeit entspricht, oder an
der absoluten Adresse, die der Zeit in der Nähe der vorgesehenen Zeit entspricht
(Schritt S203), und schließt
die Operation des wahlfreien Zugriffs durch Eingabe der Wiedergabestartzeit
ab.
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Die
Datenstruktur des Datenaufzeichnungsmediums und des Datenwiedergabegeräts nach
dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist so beschaffen,
daß die
gesamte DVD aus der einen PGC besteht und die Inhalte (Melodien)
in Zellen unterteilt sind. Außerdem
ist in jeden cell CMD eine Anweisung für die Rückkehr zu dem Kapitelmenü eingeschrieben.
Deshalb ist eine automatische Rückkehr zu
dem Kapitelmenü möglich, wenn
die Wiedergabe eines Inhalts (Melodie) beendet ist. Darüber hinaus sind
auch während
der Wiedergabe eines Inhalts (Melodie) schneller Vorlauf, schneller
Rücklauf
und ein Sprung über
die Melodien hinweg möglich.
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Da
die Datenstruktur so beschaffen ist, daß die gesamte DVD aus der einen
PGC aufgebaut ist und die Inhalte (Melodien) in Zellen unterteilt
sind, wird die abgelaufene Zeit in der Reihenfolge der Wiedergabe
der Zellen aufaddiert, wobei der Start der PGC entsprechend dem
DVD-Format als Null definiert ist. Deshalb kann über die ganze Disk die abgelaufene
Zeit angezeigt werden. Auf diese Weise wird ein wahlfreier Zugriff
auf einen spezifischen Punkt in einem spezifischen Inhalt (Melodie)
durch die Eingabe der Zeit erreicht, bei der eine Wiedergabe gestartet
wird.
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In
dem Ausführungsbeispiel
kehrt die Operation am Ende einer normalen Wiedergabe jedes Inhalts
(Melodie) durch den am Ende des Inhalts ausgeführten cell CMD zu dem Kapitelmenü zurück. Das Menübild, das
die Menü-Schaltfläche zur
Auswahl des Inhalts enthält,
dessen Wiedergabe beendet ist, wird automatisch ausgewählt und
bei Beendigung der normalen Wiedergabe des Inhalts unter Benutzung
der unmittelbar vorhergehenden wiedergegebenen PTT-Nummer, die in
dem Systemparameter aufgezeichnet ist, mit Hilfe des PRE CMD der
PGC des Kapitelmenüs
angezeigt. Darüber
hinaus wird die Menü-Schaltfläche markiert,
die den Inhalt anzeigt. Dadurch ist das Erfassen des unmittelbar
zuvor wiedergegebenen Inhalts und die Auswahl des nächsten Inhalts
leicht möglich,
und die Bedienung für
den Betrachter wird erleichtert.
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Die
Erfindung ist nicht auf das vorangehende Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
kann auch anders in die Praxis umgesetzt werden. So ist z.B. das
Datenaufzeichnungsmedium gemäß der Erfindung
nicht auf eine DVD beschränkt,
wie sie in dem vorangehenden Ausführungsbeispiel beschrieben wurde,
sondern kann auch ein beliebiger anderer Typ eines Aufzeichnungsmediums
sein. Entsprechend ist auch das Datenwiedergabegerät der Erfindung
nicht auf einen DVD-Player beschränkt, sondern kann auch ein
beliebiges anderes Gerät
sein, das für
die Wiedergabe einer auf einem beliebigen anderen Medium aufgezeichneten
Information benutzt wird.
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Alternativ
können
auf einer Disk mehrere Titel aufgezeichnet sein, die jeweils aus
einer PGC (einem sequentiellen PGC-Titel) bestehen, und in jedem
Titel können
mehrere Zellen aufgezeichnet sein, die mehreren Inhalten entsprechen.
Auch in diesem Fall ist wie bei dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
schneller Vorlauf, schneller Rücklauf
und ein Strom über
die Inhalte sowie ein wahlfreier Zugriff durch Festlegen einer Wiedergabestartzeit
in jedem Titel möglich.
Darüber
hinaus wird das Menübild
zur Auswahl des unmittelbar vorangehend wiederge gebenen Inhalts
automatisch ausgewählt
und bei Beendigung einer normalen Wiedergabe des Inhalts angezeigt,
und die Menü-Schaltfläche, die
den Inhalt anzeigt, wird in jedem Titel markiert.
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Obwohl
in dem Ausführungsbeispiel
eine Disk beschrieben wurde, auf der ein musikalisches Produkt aufgezeichnet
ist, kann die Erfindung auch auf ein beliebiges anderes Produkt,
z.B. auf Schulungsmaterial, angewendet werden, bei dem die Kapitel
in hohem Maße
unabhängig
voneinander sind.
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Bei
dem Datenaufzeichnungsmedium und dem Datenwiedergabegerät des hier
beschriebenen Ausführungsbeispiels
hat das Wiedergabesteuerungs-Datenfeld eine Datenstruktur, die einen
Wechsel aus einem Zustand, in dem ein spezifisches Exemplar der
Inhalte wiedergegeben wird, in einen Zustand ermöglicht, in dem ein anderer
der Inhalte wiedergegeben wird, und eine Datenstruktur, die ein
Instruktions-Datenfeld enthält,
das nur während
einer normalen Wiedergabe ausgeführt
wird, um die Anzeige des Menüs
durch das Menüsteuerungs-Datenfeld anzuweisen,
nachdem die Wiedergabe des Inhalts-Datenfelds abgeschlossen ist.
Dadurch ist an dem Endpunkt der Wiedergabe des spezifischen Inhalts
eine automatische Rückkehr
zu dem Menü möglich. Ein
Wechsel aus dem Zustand, in dem der spezifische Inhalt wiedergegeben
wird, in einen Zustand, in dem ein anderer Inhalt wiedergegeben
wird, ist ebenfalls möglich.
Auf diese Weise wird die Bedienung für den Betrachter weiter verbessert.
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Bei
dem Datenaufzeichnungsmedium und dem Datenwiedergabegerät des hier
beschriebenen Ausführungsbeispiels
wird die eine Seite des Menüs, die
die dem unmittelbar vorher wiedergegebenen Inhalt entsprechende
Option enthält,
auf der Basis des Menüsteuerungs-Datenfelds
selektiv angezeigt, wenn die Anweisung zur Anzeige des Menüs gegeben
wird. Deshalb ist ein Erfassen des unmittelbar vorher wiedergegebenen
Inhalts und die Auswahl des nächsten
Inhalts leicht möglich,
und die Bedienung durch den Benutzer wird erleichtert.
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Im
Licht der vorangehenden Lehre sind offensichtlich zahlreiche Modifizierungen
und Änderungen
der Erfindung möglich.
Es versteht sich deshalb, daß die
Erfindung innerhalb des Rahmens der anliegenden Ansprüche auch
anders als auf die beschriebene spezifische Art und Weise praktiziert
werden kann.