DE698089C - Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Verkleidungen metallischer Gefaesse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Verkleidungen metallischer Gefaesse

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DE698089C
DE698089C DE1937I0059110 DEI0059110D DE698089C DE 698089 C DE698089 C DE 698089C DE 1937I0059110 DE1937I0059110 DE 1937I0059110 DE I0059110 D DEI0059110 D DE I0059110D DE 698089 C DE698089 C DE 698089C
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DE1937I0059110
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Dipl-Ing Karl Erb
Dipl-Ing Karl Frank
Dr Fritz Osterloh
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D85/00Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials
    • B65D85/70Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for
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Description

  • Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Verkleidungen metallischer Gefäße Keramische Auskleidungen mit Verlegung durch Spezialkitte für Gefäße in der chemischen Industrie sind zwar gegen Korrosion sehr beständig, haben jedoch den Nachteil eines schlechten Wärmeleitvermögens. Es ist zwar möglich, die Wärmeleitfähigkeit der Platten durch Verwendung gut wärmeleitender Füllstoffe und Mageiungsmittel zu verbessern, jedoch bleibt noch der Übelstand, daß der zum Verlegen erfbrderliche Kitt dem Wärmeübergang verhältnismäßig großen Widerstand entgegensetzt. Dies ist auch dann der Fall, wenn säurefeste Kitte mit Füllstoffen von guter Wärmeleitfähigkeit ver-. wendet werden, weil auch bei solchen Kitten die Menge des erforderlichen Bindemittels noch so groß ist, daß der Wärmeübergang bedeutend erschwert wird. Außerdem ist die Schlagbeständigkeit der aufgekitteten Deckplatten verhältnismäßig schlecht.
  • Emaillierte Metallgefäße zeigen zwar die erwähnten Nachteile nicht, jedoch sind solche Gefäße nur sehr schwer fehlerfrei herzustellen, und sie sind gegen Schlag oder sonstige Verletzungen noch empfindlicher als aufgekittete keramische Deckplatten. Ein Ausbessern der Emai.llierung solcher beschädigter Gefäße ist aber praktisch nicht möglich, weil eine an den Flickstellen neu aufgebrachte Schicht nicht lange hält.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung auswechselbarer, gut wärmeleitender und sehr schlagbeständiger Verkleidungen von metallischen Gefäßen zum Schutz gegen Kog-. rösion. Die erwähnten Nachteile der bekariÜ-: ten Gefäßauskleidungen werden dadurch ve mieden, daß einerseits zum Auskleiden des'-, Gefäße solche nebeneinanderliegende Deck= platten verwendet werden, die aus Werkstoff bestehen, der unterhalb des Schmelz- oder Sinterpunktes nicht verformbar, sondern nur mit spanabhebenden Werkzeugen bearbeitbar ist, und daß diese Platten anderseits im Gegensatz zum bisherigen Vorgehen durch Schweißen, Löten oder Hintergießen oder Einpressen einer gut wärmeleitenden metallischen Zwischenschicht in bekannter Weise mit dem äußeren Gefäßmantel verbunden werden. Dabei ist es meist nötig, eine gute Verbindung zwischen dem Lot oder dem Hintergießmetall und den Platten dadurch zu erreichen, daß man auf diese Platten auf der dem chemischen Angriff nicht ausgesetzten Seite eine oder mehrere Metallschichten aufbringt, was nach einem der bekannten Ver-"fahren geschehen kann. Die Art des Metalls richtet sich nach dem zu verwendenden Lot; selbstverständlich darf das Metall nicht von dem Lot später völlig aufgelöst werden.
  • Bei dieser Verkleidungsart besteht der Vorteil, daß einerseits eine leicht auswechselbare, chemisch beständige Innenschicht erhalten wird und daß anderseits die gesamte Gefäßwandung die größtmögliche Wärmeleitfähigkeit infolge der innigen Berührung der gut wärmeleitenden Schichten miteinander besitzt. Der Inhalt solcher Gefäße kann deshalb von außen gut beheizt oder gekühlt werden. Darüber hinaus hat sich überraschenderweise gezeigt, daß durch das Verlöten oder Hintergießen die Schlagfestigkeit der Platten auf ungefähr das Zwanzigfache ansteigt.
  • Die Deckplatten können von der verschiedensten Art sein, müssen aber die Wärme gut leiten. Besonders zweckmäßig sind wegen ihrer hohen Korrosionsfestigkeit keramische Platten, die Füllstoffe oder Magerungskörner hoher Wärmeleitfähigkeit eingebettet enthalten; weiterhin sind- Ferrosiliziumplatten sehr geeignet. Die Verwendung höherprozentiger Ferrosiliziumlegierungen war bisher noch nicht möglich, weil die Verarbeitung derartiger Legierungen zu wenig erforscht war und ihre hohe Sprödigkeit der praktischen Verwendung im Wege stand. Es ist jedenfalls nicht möglich, aus derartigen hochprozentigen Legierungen größere Hohlgefäße zu gießen.
  • Sowohl bei den keramisch gebundenen Platten wie den gegossenen, sehr spröden Ferrosiliziumplatten ist die überraschende Erhöhung der Schlagfestigkeit nach dem Auflöten nur so zu erklären, daß infolge der nur halb so großen thermischen Ausdehnungs-. koeffizienten dieser Werkstoff gegenüber @° Eisen beim Abkühlen der aufgelöteten Platten ;sieh das Eisen stärker zusammenzieht als die `'-Platten, wodurch diese unter Druckspannung gesetzt werden. Die Zugfestigkeit von spröden Werkstoffen ist höchstens ein Zehntel von der Druckfestigkeit. Die Zerstörung durch Schlag beruht bei spröden Werkstoffen immer wieder auf der Überwindung der Zugfestigkeit als dem kleineren Festigkeitswert. Stehen die Werkstoffe aber wie im vorliegenden Falle unter Druckspannung, so müssen durch die Schlagbeanspruchung erst die Druckspannungen bis auf Null überwunden werden, ehe die Zugfestigkeit in Anspruch genommen werden kann. -Da weiterhin der Elastizitätsmodul der Platten wesentlich kleiner ist als der von Eisen (etwa q.oo ooo gegen 2 i5o ooo), so werden die Platten auch beim Auftreten von Überdruck imGefäßinnern wesentlichweniger beansprucht als das Eisen, so daß die erfindungsgemäß ausgekleideten Behälter sehr auf Druck beansprucht werden können, ohne Gefährdung der Platten, was ebenfalls nicht vorauszusehen war.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ermöglicht also in besonders vorteilhafter Weise die Verwendung solcher Werkstoffe für die Auskleidung -von Behältern, die sich zwar durch hohe chemische Beständigkeit und gute Wärmeleitfähigkeit- auszeichnen, aber wegen ihrer Sprödigkeit unterhalb des Schmelz- oder Sinterpunktes nur mit spanabhebenden Werkzeugen bearbeitet werden können.
  • Das Aufbringen der Metallüberzüge auf die keramischen oder Ferrosiliciumplatten kann z. B. auf folgende bekannte Weise geschehen: i. Es wird auf chemischem Wege ein Metallniederschlag auf der Platte erzeugt, z. B. ein Silberniederschlag aus einer Silberlösung mit reduzierenden Zusätzen oder nach dem Kontaktverfahren.
  • 2. Auf die Platte, deren Oberfläche nie ganz glatt ist, wird durch Bürsten mit einer weichen Metallbürste (Messingbürste) oder Verreiben mit Metallpulver eine dünne Schicht Metall aufgebracht.
  • 3. Es wird ein Metall nach dem Schoopverfahren durch Aufspritzen auf die Rückseite der Platte gebracht; in Frage hierfür kommen vorzugsweise Blei, Zinn und Kupfer.
  • q.. Die zu verlegenden Platten werden auf der Rückseite angeschliffen, mit dem Sandstrahlgebläse abgestrahlt oder aasgeätzt, wodurch das Metall oder eingebettete wärmeleitende Füllstoffe von vorzugsweise metallischer Artfreigelegt werden. Das freigelegte Metall bildet die Grundlage für ein weiteres Auftragen von Metallschichten.
  • 5. Auf den nach r bis 4 erhaltenen metallischen Untergrund wird galvanisch eine Metallschicht niedergeschlagen, z.-B. aus Eisen, Kupfer, Nickel o. dgl. Die Stärke dieser Metallschicht wird zweckmäßig verhältnismäßig groß gewählt, damit beim späteren 'Aufbringen einer Lötschicht o. dgl. eine gute Haftung erreicht wird.
  • 6. Auf eine oder mehrere der gemäß r bis 5 erhaltenen Unterlagsschichten wird geschmolzenes Blei, Zinn- oder ein geeignetes Lot aufgebracht. - -Die auf diese Weise vorbereiteten Platten werden nun durch Löten oder Hintergießen mit der äußeren Gefäß-,vandung verbunden.
  • Statt der Verbindung durch Löten können die erwähnten Metallplatten auch an einigen Stellen, insbesondere am Rand oder an vorstehenden, durch in Bohrungen des äußeren Blechmantels greifende Stifte durch Schweißung mit diesem Mantel verbunden werden, worauf die verbleibenden Zwischenräume zwischen- den Platten und dem Mantel mit einem verhältnismäßig niedrig schmelzenden Metall vergossen werden.
  • Die Erwärmung des Gefäßes oder derDeckplatten zum Zwecke des Auf- oder Ablötens kann durch elektrische Beheizung - z. B. Widerstandsheizung nach Art der Rohrleitungsauftaugeräte - erfolgen; was den besonderen Vorteil hat, daß eine Oxydation der metallischen Zwischenschicht weitgehend vermieden wird. Es ist aber, wie festgestellt wurde, auch möglich, die Wärme in der Weise zuzuführen, daß der äußere Blechmantel an den Stellen, an denen die Deckplatten im Innern aufgebracht -werden sollen, von außen mit einem Brenner, z. B. einem Schweißbrenner, angewärmt wird. _ Man kann aber auch die Deckplatten so weit vorgewärmt aufbringen, daß das an ihnen befindliche Lot geschmolzen ist bzw. das am Blechmantel aufgetragene Lot beim Anlegen der Platten schmilzt.
  • Die zwischen den Deckplatten verbleibenden Fugen werden zweckmäßig reit chemisch beständigem Kitt derart ausgefüllt, daß dieser Kitt einen chemischen Angriff auf die gut leitende Zwischenschicht oder den äußeren Mantel unmöglich macht. Zurr3 Zwecke einer besseren Haftung des Kittes in den Fugen können die Platten an diesen Stellen gerieft, geraubt oder sonstwie uneben gemacht sein.
  • Die Durchführung des neuen Verfahrens soll an Hand einiger Ausführungsbeispiele und beiliegender Zeichnungen im folgenden näher erläutert werden: z. Auf die Innenfläche eines schmiedeeisernen oder gußeisernen Gefäßes, das innen gegebenenfalls erst schwach verzinnt oder mit einem leichtflüssigen Lot überzogen wurde, Werden gut wärmeleitende keramische Platten aufgedrückt, die auf der Rückseite vorher metallisiert worden sind. Die keramischen Platten enthalten z. B. 9o °/o eines hochprozentigen Ferrosiliciums, durch das die Wärmeleitfähigkeit der ganzen Platte stark erhöht ist. Das Metallisieren besteht -aus drei Arbeitsstufen, nämlich zuerst dem Auftragen einer Grundschicht durch Aufbürsten, Aufreiben oder Aufspritzen von Metall; hierauf wird galvanisch eine' Metallschicht, z. B. Eisen; von beispielsweise 1/1o mrn. Stärke niedergeschlagen, und schließlich wird eine dünne Schicht Bleilot in der Wärme aufgebracht, die eine Verlötung der Platten mit dem äußeren Mäntel auf der ganzen Fläche ermöglicht:' Nach Verlötung der Platten in der Weise, daß die angewärmten Platten an die Lotschicht des Außenmantels angedrückt werden, werden dieFugen mit einem chemisch beständigen Kitt ausgefugt, z. B. mit dichtem silikofluoridhaltigem Wasserglaskitt. Anstatt der obenerwähnten keramischen Platten können auch Ferrosiliciumplatten in gleicher Weise aufgelötet werden oder solche Eisenplatten, die nach bekannten Verfahren auf der chemisch beanspruchten Seite in genügender 'riefe so hoch siliziert sind, daß sie sich ebenso wie die durchgehend aus Ferrosilicium bestehenden Platten verhalten.
  • Abb. r zeigt im Schnitt die Anordnung einer solchen Gefäßauskleidung: z sind keramische Platten von hoher Wärmeleitfähigkeit oder Ferrosiliciumplatten, 2 ist die erste mechanisch aufgetrageneMetallisierungsschicht, 3 der galvanisch erzeugte Metallüber= zug, -4 eine warm aufgebrachte Bleischicht und 5 der äußere verzinnte -Gefäßmantel; 6 zeigt die Ausfüllung der beiden Fugen mit Wasserglaskitt. Die Schichten 2 und 3 können bei Ferrosiliciumplatten fehlen.
  • Es werden die in Beispiel z beschriebenen metallisierten keramischen "Platten oder Platten aus chemisch beständigem Metall verwendet, und zwar indem sie auf das wie pn Beispiel r mit leichtflüssigem Metall überzogene Gefäßinnere angelegt werden: Der noch freie Raum zwischen Kesselwand und Platte wird mit einem Lot oder mit @ Blei vergossen, wobei man die jeweilig zu vergießende Wandstelle entweder von außen oder, wo es möglich ist, von innen her erwärmt, z. B. mit einem Schweißbrenner. Damit beim Vergießen der Zwischenräume das leichtflüssige Metall nicht unten aus den Fugen wieder herauslaufen kann, werden vor dem Vergießen diese Fugen mit einer Asbestschnur o. dgl. verstopft. Nach Anbringen sämtlicher Platten werden die Fugen mit säurebeständigem Kitt ausgestrichen.
  • 3. Die Befestigungsart der Platten nach Beispiel i und 2 wird dadurch erleichtert, daß man zum Auflöten nicht ein einheitliches Lot verwendet, sondern die Plattenrückseiten und das Innere des äußeren Mantels mit Metallen oderLegierungen von verschiedenem Schmelzpunkt versieht, wobei aber beim Zusammenfließen dieser Metalle oder Legierungen neue Legierungen von höherem Schmelzpunkt entstehen. Wenn z. B. der Kessel mit Woodschein Metall überzogen ist und die Platten verbleit sind, so wird beim Andrücken der Platten der Schmelzpunkt des Woodschen Metalls infolge der Verlötung und der Aufnahme von Blei erhöht. In gleicher Weise kann auch der Außenmantel des Gefäßes verbleit und die einzusetzenden Platten mit Woodschem Metall überzogen sein, oder es werden verbleite Platten durch Hintergießen mit Woodschem Metall mit dem Außenmantel verbunden.
  • Wesentlich ist natürlich, daß die entstehenden neuen Legierungen einen so hohen Schmelzpunkt haben, daß sie bei der Gebrauchstemperatur des Gefäßes noch fest sind.
  • Die gemäß Beispiel i, 2 oder 3 eingesetzten Platten können in einfacher Weise dadurch entfernt werden, daß aus den Fugen der säurefeste Kitt herausgestemmt wird, worauf entweder die Platte von innen her oder die entsprechende Stelle des Blechmantels von außen her erwärmt wird, bis die metallische Zwischenschicht schmilzt und die Platte abgehoben werden kann. Das Abheben kann gegebenenfalls durch Anbohren der Platten, Einschneiden eines Gewindes in die Bohrung und Einschrauben eines Griffes erleichtert werden.
  • q.. (Vgl. Abb. 2.) Zum Auskleiden werden Ferrosiliciumplatten oder ähnliche andere spröde und chemisch beständige Metallplatten i von genügender Stärke benutzt. Von. der Rückseite her sind in diese Platten ein oder mehrere nicht durchgehende Löcher gebohrt und mit Gewinde versehen. Der äußere Mantel 5 hat entsprechende Bohrungen 7, durch die hindurch jede Platte i von außen mit Schrauben 8 befestigt werden kann, wobei gegebenenfalls Abstandshülsen o. dgl. verwendet werden, mit denen gewisse Abstände zu halten sind. Statt in Gewindebohrungen können die Schrauben aber auch in Schraubendübel eingreifen, die in die Platten eingesetzt sind. Platten und Gefäßmantel sind mit Zinn oder einem leichtflüssigen Lot überzogen. Nach Befestigung der Platten werden die Zwischenräume hinter ihnen mit Metall vergossen und darauf die verbleibenden Fugen mit säurefestem Kitt verschmiert. Das Entfernen der gemäß Beispiel q. durch Verschraubung und Hintergießen gehaltenen Platten ist sehr einfach durch Lösen der Schrauben, Entfernung des säurefestenKittes aus den Fugen und gegebenenfalls Erwärmung der herauszunehmenden Platte möglich.
  • 5. (Vgl. Abb. 3.) Es werden chemisch beständige Metallplatten i verwendet, die auf der Rückseite einen oder mehrere Stifte tragen. Diese Stifte greifen in entsprechende Vertiefungen oder durchgehende Löcher 7 des äußeren Blechmantels 5 und können mit ihm durch Schweißung io fest verbunden sein. Der Zwischenraum zwischen dem äußeren Mantel 5 und den Platten i wird durch Vergießen mit Blei oder Lot ausgefüllt. Zweckmäßig ist ein vorheriges Überziehen des Mantels und der Platten mit demselben Metall. Nach dem Vergießen werden die Fugen wieder mit säurefestem Kitt ausgestrichen.
  • Es genügt aber auch schon, wenn man an Stelle von Stiften und Schrauben einfache Drähte oder Kügelchen aus z. B. Eisen, die an einem der Teile befestigt oder nur leicht angeheftet sind, ,benützt, um beim Hintergießen den gewünschten Abstand zwischen Platten und Muschel zu sichern.
  • Zur Entfernung einzelner Platten i werden die in diesen sitzenden Schweißstellen io von außen her durch Anbohren oder Abstemmen entfernt, worauf durch Erwärmung der Platte oder des -Mantels an dieser Stelle die Lotverbindung gelöst wird. Zuvor ist an den benachbarten Fugen der säurefeste Kitt ebenfalls entfernt worden; die Platte kann nunmehr abgehoben .und durch eine andere er---setzt werden.
  • 6. (Vgl. Abb. q.). Nebeneinanderliegende, chemisch beständige, spröde Metallplatten i werden an ihren Rändern, an vorspringenden Leisten oder Nasen i i mit dem Außenmantel 5 durch Schweißung 12 verbunden. Darauf wird der Zwischenraum 4 zwischen dem Blechmantel 5 und den Platten i mit Metall hintergossen. Fiber den Schweißstellen werden dann die verbleibenden Fugen wieder mit säurefestem- Kitt ausgefüllt.
  • Sollen einzelne der Platten i später wieder entfernt und durch andere ersetzt werden, so wird zuerst der säurefeste Kitt 6 ausgestemmt, und hierauf werden, z. B. mit einer Schleifscheibe, die vorspringenden Leisten oder Nasen i i weggeschnitten. Beim Erwärmen der herauszunehmenden Platte i löst sich diese von dem Untergrund und kann abgehoben werden.
  • 7. Abb. 5 zeigt das Aufbringen einer auf der Rückseite metallisierten Ferrosiliciumplatte auf einen innen verbleiten Gefäßmantel durch elektrische Beheizung. Die Platte 1 wird an ihren Rändern durch eine Klammer 15 festgehalten, die gleichzeitig zur Strom-1 zuführung für die Beheizung dient. Die Platte i trägt auf ihrer Unterseite eine galvanisch aufgebrachte Schicht 3 z. B. aus Kupfer und darauf aufgelötet oder aufgeschmolzen eine Bleischicht q:. 'Der äußere Gefäßmantel 5 hat eine homogen. aufgebrachte Bleischicht 4a. Die Bleischichten 4 und 4a berühren sich zunächst nicht überall. ,Die beiden Arme der Klammer 15 sind an der Gelenkstelle 17 gegeneinander isoliert. Jeder Arm ist mit der Stromquelle 16 leitend verbunden, derart, daß der Strom durch die -Arme der Platte r zugeführt wird. Beim Stromdurchgang durch die Platte i -werden die Bleischichten 4 und 4a zum Schmelzen gebracht' und eine innige Verbindung der Platte i mit dem Gefäßmantel 5 erzielt. Angewandt wird hierbei. ein Strom von niedriger Spannung, aber hoher Stärke. In gleicher Weise kann auch die Platte i nach Entfernung des Fugenkittes durch elektrische Beheizung wieder von der Unterlage _ abgelötet werden. `

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Verkleidungen von metallischen Gefäßen zum Schutze gegen Korrosion, dadurch gekennzeichnet, daß Deckplatten von hoher Wärmeleitfähigkeit und von großer chemischer Beständigkeit, die aus Werkstoff bestehen, der unterhalb des Schmelzpunktes oder Sinterpunktes nicht verformbar, sondern nur mit spanabhebenden Werkzeugen bearbeitbar ist, mit der Gefäßwandung durch Schweißen, Löten oder Hintergießen in .bekannter Weise verbunden werden.
DE1937I0059110 1937-09-18 1937-09-18 Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Verkleidungen metallischer Gefaesse Expired DE698089C (de)

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