DE69801034T2 - Gehäuse von der Art Schminkebehälter - Google Patents

Gehäuse von der Art Schminkebehälter

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Gehäuse von der Art Schminkebehälter, das mindestens zwei aneinander um eine Schwenkachse angelenkte Teile aufweist. Die Erfindung betrifft insbesondere ein Gehäuse mit einem Boden, der einen Aufnahmebehälter für das Produkt definiert, und einem Deckel, der an den Boden angelenkt ist. Solche Gehäuse sind zum Beispiel besonders geeignet für bestimmte Kosmetikprodukte, wie zum Beispiel Fonds de Teint, Lidschatten, verfestigte oder verflüssigte Puder usw., können aber auch verwendet werden, um einen Gegenstand aufzubewahren, oder als Pillendose dienen.
  • Es gibt viele Arten von Gelenkverbindungen für solche Gehäuse. Ein erstes, häufig verwendetes Gelenksystem ist zum Beispiel in der Druckschrift FR-A-2 546 386 beschrieben, in der das Gehäuse aus einem Boden, einer das Produkt tragenden Zwischenplatte und einem Deckel besteht, die je durch Spritzguß aus einem thermoplastischen Material hergestellt werden und aneinander über ein Scharnier mit eingebauter metallischer Achse angelenkt sind. Eine solche Ausführungsform hat die Nachteile, einen Vorgang des Einbaus dieser Achse zu erfordern und somit die Zeit und die Kosten der Herstellung zu erhöhen. Außerdem weist das Gehäuse gemäß FR-A-2 546 386 ein Schließ-/Öffnungssystem auf, das den Montagevorgang noch schwieriger macht.
  • Weiter ist aus der Druckschrift JP-A-8 150013 ein Gehäuse für Schminke bekannt, dessen Boden so an den Deckel angelenkt ist, daß der Behälter an seiner Vorderseite oder an seiner Rückseite geöffnet werden kann. Dieser Behälter hat eine komplizierte Struktur, insbesondere zwei eingebaute Schlösser, die schwierig einzustellen sind und deren Herstellungs- und Montagekosten hoch sind.
  • Außerdem ist die Druckschrift US-A-3 152 716 bekannt, die ein Gehäuse aus expandiertem Polystyrol mit Boden und Deckel von gleicher Form beschreibt. Sowohl im Boden als auch im Deckel sind an einander entgegengesetzten Enden ein Magnet und ein Teil aus magnetisierbarem Metall angeordnet, so daß in der geschlossenen Stellung an jedem Ende des Gehäuses der Magnet des Bodens mit dem magnetisierbaren Teil des Deckels zusammenwirkt, und der Magnet des Deckels mit dem magnetisierbaren Teil des Bodens zusammenwirkt. Dieses Gehäuse kann entweder an dem einen oder dem anderen Ende geöffnet werden, wobei in jedem Fall das dem offenen Ende entgegengesetzt liegende Ende als Scharnier wirkt. Dieses Gehäuse hat den Nachteil, daß diese Art von Scharnier ungenau arbeitet. Außerdem sind die Herstellungskosten dieses Gehäuses hoch. Diese Druckschrift zeigt die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
  • Die mit Scharnier versehenen Gehäuse haben den Vorteil, relativ einfach zu sein. Die Anlenkung des Deckels an den Boden ist jedoch im allgemeinen rudimentär, der Öffnungswinkel ist begrenzt und hat als einzige Funktion die Drehung des Deckels in Bezug auf den Boden. Außerdem wird das Betriebsspiel dieser Gelenkverbindungen im allgemeinen im Laufe der Benutzungen immer größer.
  • Daher ist es einer der Gegenstände der vorliegenden Erfindung, ein Gehäuse der Art Gehäuse für Schminke anzugeben, das die oben unter Bezugnahme auf die üblichen Vorrichtungen, vor allem in Bezug auf die Struktur des Gelenks und des Öffnungs-/Schließsystems, und insbesondere den Betrieb, erwähnten Nachteile nicht aufweist.
  • Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Gehäuse, das keinen Einbau einer Drehachse erfordert.
  • Insbesondere will die Erfindung ein Gehäuse angeben, bei dem die Anlenkung des Deckels an den Boden einfach und wirtschaftlich durchführbar ist, wobei dieses Gelenk wahlweise als Verriegelungssystem für die Öffnung/Schließung des Gehäuses oder als Gelenkverbindung dient.
  • Noch ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Gehäuse, das nur aus zwei Teilen besteht, die einfach herzustellen und zu montieren sind, und deren Selbstkostenpreis so niedrig wie möglich ist.
  • Weitere Gegenstände der vorliegenden Erfindung gehen genauer aus der nachfolgenden Beschreibung hervor.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese Ziele erreicht mittels eines Gehäuses mit einem Boden, einem an den Boden angelenkten und reversibel am Boden verriegelbaren Deckel, wobei der Boden und der Deckel ausgehend von gleich geformten Teilen geformt sind, ersten Einrichtungen und zweiten Einrichtungen, die so ausgebildet sind, daß sie in austauschbarer Weise zur Anlenkung des Bodens an den Deckel oder zur reversiblen Verriegelung des Deckels am Boden verwendet werden können. Erfindungsgemäß werden die Anlenkung des Bodens an den Deckel und die reversible Verriegelung des Deckels am Boden durch ein Ineingriffbringen der ersten Einrichtungen mit den zweiten Einrichtungen mittels mechanischem Einrasten gewährleistet.
  • Die Tatsache, daß der Boden und der Deckel eine genau identische Form aufweisen, ist wirtschaftlich sehr vorteilhaft, da das Formen des Deckels und des Bodens nur eine einzige Gießform erfordert, wobei diese Form so ausgebildet ist, daß die Kugelgelenke und die entsprechenden Sitze in einem Stück mit dem Deckel (oder dem Boden) geformt werden können.
  • Somit weisen die ersten Einrichtungen ein erstes Bauteil auf, von dem ein erstes Ende fest mit dem Boden verbunden ist und von dem ein zweites Ende ein erstes Gelenkelement bildet, das sich lösbar in eine erste, im Deckel ausgebildete Aussparung einfügen kann, wobei die erste Aussparung so ist, daß, wenn die ersten Einrichtungen zur Anlenkung des Deckels an den Boden verwendet werden, der Deckel in Bezug auf den Boden um mindestens 90º schwenken kann; in gleicher Weise weisen die zweiten Einrichtungen ein zweites Bauteil auf, von dem ein erstes Ende fest mit dem Deckel verbunden ist und von dem ein zweites Ende ein zweites Gelenkelement bildet, das sich lösbar in eine zweite, im Boden ausgebildete Aussparung einfügen kann, wobei die zweite Aussparung so ist, daß, wenn die zweiten Einrichtungen zur Herstellung der Gelenkverbindung dienen, der Deckel in Bezug auf den Boden um mindestens 90º schwenken kann.
  • Vorteilhafterweise werden das erste und das zweite Bauteil in einem Formvorgang mit dem Boden bzw. dem Deckel erhalten. Somit besteht das Gehäuse, einschließlich der Gelenk- und Verriegelungssysteme, nur aus zwei Teilen. Man erhält so ein Gehäuse für Schminke, das mindestens zwei Scharniere aufweist, die wahlweise unter der in einer im wesentlichen zur den Boden und den Deckel trennenden Ebene des Gehäuses senkrechten Richtung ausgeübten Zugkraft trennbar sind. Wenn zum Beispiel zwei Gelenkelemente an einander entgegengesetzten Enden des Gehäuses vorgesehen sind, wird eines der Gelenkelemente unter der Wirkung der Zugkraft aus seinem ihm zugeordneten, als Schloß dienenden Sitz verdrängt, während das andere Gelenkelement sich in seinem ihm zugeordneten und als Scharnier dienenden Sitz dreht. Natürlich kann die Öffnung in der anderen Richtung erfolgen.
  • Das erste und das zweite Gelenkelement können spezifisch die Form eines Kugelgelenks oder einer Drehachse haben.
  • Bei einer spezifischen Ausführungsform hat so das erste Ende des ersten Bauteils die Form eines ersten Kugelgelenks, das sich in eine zweite, im Boden ausgebildete Aussparung entgegengesetzt zur ersten einfügen kann, wobei die zweite Aussparung so ist, daß, wenn die ersten Einrichtungen zur Anlenkung des Deckels an den Boden verwendet werden, der Deckel in Bezug auf den Boden um 360º schwenken kann. In gleicher Weise hat das erste Ende des zweiten Bauteils die Form eines zweiten Kugelgelenks, das sich in eine zweite, im Deckel ausgebildete Aussparung entgegengesetzt zur ersten einfügen kann, wobei die zweite Aussparung so ist, daß, wenn die zweiten Einrichtungen zur Anlenkung des Deckels an den Boden verwendet werden, der Deckel in Bezug auf den Boden um 360º schwenken kann.
  • Vorteilhafterweise wird jede Aussparung von zwei Seitenrändern begrenzt, wobei mindestens einer der Seitenränder elastisch so verformbar ist, daß er durch reversibles Einrasten ein entsprechendes Kugelgelenk oder eine entsprechende Drehachse aufnehmen kann.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform bildet mindestens einer der Seitenränder eine elastisch verformbare Zunge. In der Praxis ist es vorteilhaft, zwei Zungen auszubilden, die sich zu beiden Seiten des Kugelgelenks befinden. Die Elastizität der Zungen wird vorzugsweise so gewählt, daß der Deckel seine Stellung beibehält, unabhängig von seiner Ausrichtung in der geöffneten Stellung.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Boden zwei Hauptflächen und einen Seitenrand auf, wobei die im Boden ausgebildete(n) Aussparung(en) sowohl an mindestens eine der beiden Hauptilächen als auch an den Seitenrand angrenzen. Der Deckel weist zwei Hauptflächen und einen Seitenrand auf, wobei die im Deckel ausgebildete(n) Aussparung(en) sowohl an mindestens eine der beiden Hauptflächen als auch an den Seitenrand angrenzen. Wenn eine Aussparung an den Seitenrand und an eine der beiden Hauptilächen (in diesem Fall der Innenfläche) angrenzt, kann man eine Schwenkbewegung um 90º durchführen. Wenn eine Aussparung an den Seitenrand und an die beiden Hauptflächen angrenzt, kann man eine Schwenkbewegung um 180º durchführen.
  • Vorteilhafterweise sind der Deckel und der Boden aus einem steifen oder halbsteifen thermoplastischen Material geformt, wie zum Beispiel Polypropylen, PVC (Polyvinylchlorid), die Polycarbonate, die Polyester, die Styrolkunststoffe, wie zum Beispiel die Copolymere Acrylnitril-Butadien- Styrol (ABS), Styrol-Acrylnitril (SAN), die Polystyrole (PS) usw.
  • Um ein Produkt in das Gehäuse einbringen zu können, definiert der Boden vorteilhafterweise einen ersten Raum zur Aufnahme des pulver- oder pastenförmigen Produkts. In gleicher Weise kann der Deckel einen zweiten, dem ersten gleichen Raum definieren, um einen Applikator und/ oder einen Spiegel aufzunehmen.
  • Außerdem kann das erfindungsgemäße Gehäuse Einrichtungen aufweisen, um die Öffnung des Gehäuses zu erleichtern, die zum Beispiel aus Greiflaschen bestehen, die in der geschlossenen Stellung des Gehäuses in der Nähe des Kugelgelenks auf dem Seitenrand des Bodens und/oder dem Seitenrand des Deckels angeordnet sind.
  • Weiter können Indexierungseinrichtungen für den Öffnungswinkel des Deckels in Bezug auf den Boden vorgesehen sein. So kann ein Bereich des Seitenrands des Deckels und/oder des Bodens abgeschrägt sein. Außer einer vorrangigen Öffnung bei 90º und bei 180º kann man so eine zusätzliche vorrangige Stellung vorsehen, beispielsweise bei 120º, was vorteilhaft ist, wenn die Benutzerin das Gehäuse auf einen Schminktisch stellen und den Spiegel benutzen will. Es ist anzumerken, daß gemäß einiger Ausführungsformen, unabhängig vom Öffnungswinkel des Deckels in Bezug auf den Boden zwischen 90º und 180º, der Deckel eine Drehung um 360º um eine Achse erfahren kann, die eine durch den Boden definierte Ebene schneidet, was es ermöglicht, den Spiegel in einer beliebigen gewünschten Stellung auszurichten.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die äußere Form des Gehäuses in der geschlossenen Stellung im allgemeinen die einer zylindrischen Scheibe mit kreisförmigem oder ovalem Querschnitt. Es ist jedoch möglich, Gehäuse allgemein parallelepipedischer Außenform oder mit prismatischem, polygonalem oder trapezförmigen Querschnitt usw. herzustellen.
  • Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf die Zeichnungen, in denen:
  • - Fig. 1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gehäuses in der geschlossenen Stellung zeigt;
  • - Fig. 2 das Gehäuse aus Fig. 1 in der um etwa 120º geöffneten Stellung zeigt;
  • - Fig. 3 das Gehäuse aus Fig. 1 in der Zusammenbauphase zeigt;
  • - Fig. 4 das Gehäuse aus Fig. 1 in der um etwa 180º geöffneten Stellung zeigt;
  • - Fig. 5 das Gehäuse aus Fig. 4 in der um etwa 180º geöffneten Stellung zeigt, wobei der Deckel gedreht wurde;
  • - Fig. 6 das Gehäuse aus Fig. 1 in der um 180º geöffneten Stellung zeigt, wobei der Deckel unter dem Boden angeordnet ist;
  • Fig. 7 das Gehäuse der Fig. 1 in der umgekehrten Öffnungsstellung zeigt;
  • Fig. 8 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt;
  • - Fig. 9 eine Ansicht des Bodens von fünf verschiedenen Gehäusen analog zu dem der Fig. 1 zeigt, wobei die Böden mit dem Ziel der Präsentation zusammengesetzt sind;
  • - Fig. 10 drei Gehäuseböden analog dem aus Fig. 1 zeigt, die an einem Aufmachungshalter befestigt sind;
  • - die Fig. 11 bis 13 drei weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Gehäuses zeigen;
  • - Fig. 14 eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gehäuses zeigt;
  • - Fig. 15 noch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gehäuses zeigt.
  • Wie in den Fig. 1 bis 6 dargestellt ist, weist das Gehäuse 1 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung somit einen Boden 2 auf, der einen Aufnahmebehälter für ein Produkt P (siehe Fig. 2) bildet, wie zum Beispiel ein Schminkprodukt. In der dargestellten Ausführungsform definiert der Boden 2 einen ersten Raum 3, der zum Beispiel einen verfestigten Puder oder einen Fond de Teint aufnehmen soll. Ein Deckel 4 ist mit Hilfe eines ersten Kugelgelenks 5 an den Boden 2 angelenkt. Das Kugelgelenk S besitzt ein freies Ende 7 in Form eines Kugelabschnitts 6, das über einen Stab 7 mit dem Deckel verbunden ist (siehe Fig. 3). Der Boden 2 besitzt Einrasteinrichtungen 8 zum elastischen Einrasten des Kugelgelenks 5 in eine Aussparung 9.
  • Die Aussparung 9 grenzt an die Hauptflächen 2a und 2b des Bodens sowie an die Seitenfläche 2c. Seitlich wird die Aussparung 9 von zwei Zungen 9a und 9b begrenzt, die in der Weise biegsam sind, daß sie eine elastische Klemmwirkung auf das in dem Sitz 9 angeordnete Kugelgelenk 5 ausüben. Die Elastizität der beiden Zungen 9a und 9b entsteht aus dem Vorhandensein von zwei Schlitzen 10a und 10b.
  • Der Deckel 4 definiert einen weiteren Raum 6, der einen Spiegel M oder einen Appilkator wie zum Beispiel eine Auftragquaste (nicht dargestellt) aufnehmen kann.
  • Auf der inneren Hauptfläche 2b des Bodens 2, und diametral entgegengesetzt zur Aussparung 9, befindet sich ein zweites Kugelgelenk 11 mit einem freien kugelförmigen Ende 18 gleicher Geometrie wie das erste Kugelgelenk 5, das über eine Stange 12 fest mit dem Boden verbunden ist.
  • Das zweite Kugelgelenk 11 kann sich in eine zweite Aussparung 13 einfügen, die im Deckel 4 entgegengesetzt zum Kugelgelenk 5 ausgearbeitet ist. Die zweite Aussparung 13 gleicher Geometrie wie die Aussparung 9 wird von zwei seitlichen Zungen 13a, 13b begrenzt, die aufgrund des Vorhandenseins von zwei Schlitzen 14a und 14b seitlich elastisch verformbar sind. Die Aussparung 13 grenzt an die Hauptflächen 4a und 4b des Deckels und an seine Seitenfläche 4c.
  • Fig. 3 zeigt den Zusammenbau des Gehäuses. Durch Einrasten setzt man das Kugelgelenk 5 in den Sitz 9 ein. Man erhält dadurch das Gehäuse, wie es in Fig. 2 in einer Öffnungsstellung bei 90º dargestellt ist. Indem man den Deckel 4 in Richtung des Bodens 2 schwenkt, kann man das Kugelgelenk 11 in den Sitz 13 einrasten. Das Gehäuse ist dann geschlossen, wie in Fig. 1 dargestellt.
  • Um die Öffnung des Gehäuses zu erleichtern, wurde ein erstes Greifprofil 15 an den Seitenrändern 2c, 4c des Bodens und des Deckels in der Nähe des Kugelgelenks ausgearbeitet. Auch wurden zwei Abschnitte 16a und 16b eines zweiten Profils an den Seitenrändern 2c, 4c des Bodens und des Deckels zu beiden Seiten der Aussparungen 9 und 13 ausgearbeitet.
  • Indem man gegen die Profile 15 und 16a, 16b auf einer Seite des Gehäuses drückt, kann man dann das Gehäuse öffnen. Wenn man den Deckel in eine Öffnungsstellung von etwa 120º schwenkt, erhält man den in Fig. 2 dargestellten Aufbau. Wenn man die Öffnung in gleicher Richtung durch eine Schwenkbewegung um 180º fortsetzt, erhält man die vollständig geöffnete Stellung, die in Fig. 4 dargestellt ist.
  • Die in Fig. 5 gezeigte Ausbildung wird, nachdem das Gehäuse nur um einen Spalt geöffnet wurde, durch eine Drehung des Deckels um 180º um eine Achse X erhalten, die senkrecht zu einer vom Boden 2 definierten Ebene liegt und durch das Kugelgelenk 5 verläuft.
  • Ausgehend von der in Fig. 5 gezeigten Stellung kann man durch Schwenken um 180º um eine Achse Z senkrecht zur Achse X die in Fig. 6 gezeigte Stellung erreichen, in der der Deckel sich unter dem Boden befindet.
  • Fig. 7 zeigt eine Ansicht des Gehäuses aus Fig. 1 in der umgekehrten Stellung, d. h. die Öffnung wurde erhalten durch Lösen des Kugelgelenks 5 aus der Aussparung 9. Folglich befindet sich das als Scharnier wirkende Kugelgelenk 11 auf der inneren Hauptfläche 2b des Bodens 2. In dieser Stellung können der Deckel und somit der Spiegel M beliebig von 0º bis 360º gemäß einer Achse Y ausgerichtet werden, die im wesentlichen senkrecht zur vom Boden 2 definierten Ebene liegt und durch das Kugelgelenk 11 verläuft.
  • Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform, gemäß der ein Bereich 17, der sich auf dem Deckel 4 in der Nähe der Aussparung 13 befindet, eine Schrägung aufweist. Im Verhältnis zur Außenfläche 4a des Deckels bildet diese Schrägung einen Winkel von etwa 45º. So kann man einen Winkel 13 einer positionierten Öffnung von etwa 135º erhalten.
  • In Fig. 9 sieht man eine Reihe von fünf Gehäuseböden 2a-2e, die zur Präsentation in der Vitrine eines Geschäfts zusammengebaut sind.
  • Fig. 10 zeigt einen Aufmachungshalter 20 mit einer Reihe von Kugelgelenken 5a bis 5d. Diese Kugelgelenke dienen als Befestigungseinrichtung für eine Reihe von Böden 2a bis 2c zum Füllen ihrer jeweiligen Räume 3a bis 3c mit Produkt.
  • Die Fig. 11 und 12 zeigen zwei weitere Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gehäuses. Gemäß der Ausführungsform der Fig. 11 hat ein Boden (oder Deckel) 21 eine rechteckige Form, die einen ebenfalls rechteckigen Raum 22 aufweist. Gemäß der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform hat ein Gehäuseboden 23 eine im wesentlichen ovale Form und ist mit einem Raum 24 von ebenfalls ovaler Form versehen.
  • Fig. 13 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Gehäuses 101 mit einem rechteckigen Boden 102 und einem Deckel 104 gleicher Form. Der Boden 102 besitzt zwei Kugelgelenke 105a, 105b, die in der Nähe von zwei benachbarten Ecken angeordnet sind. Auf der den Kugelgelenken entgegengesetzten Seite sind zwei Aussparungen 113a, 113b vorgesehen, die fest mit dem Deckel 104 verbundene Kugelgelenke 111a, 111b aufnehmen können. Der Deckel 104 besitzt in analoger Weise zwei Aussparungen 109a, 109b, die mit den am Boden sitzenden Kugelgelenken 105a, 105b zusammenwirken können. Bei diesem Gehäuse kann ein Paar von Kugelgelenken 105a, 105b oder 111a, 111b die Funktion eines Schwenkscharniers oder die Funktion eines Schlosses ausüben.
  • Fig. 14 zeigt ein Gehäuse 201 mit kreisförmigem Querschnitt, bestehend aus einem Boden 202 und einem Deckel 204 gleicher Form. Der Boden bzw. der Deckel sind je mit zwei einander diametral entgegengesetzten Aussparungen 209a und 209b bzw. 209c und 209d versehen. Der Boden und der Deckel sind mittels eines Paars von Hanteln 205a und 205b zusammengebaut, die je zwei Kugelgelenke 206a, 206b bzw. 218a, 218b aufweisen, die durch einen Stab miteinander verbunden sind. In der geschlossenen Stellung des Gehäuses sind so die Kugelgelenke 206a und 218a in die Aussparungen 209a und 20% des Bodens eingefügt, und in gleicher Weise sind die Kugelgelenke 206b und 218b in die Aussparungen 209c bzw. 209d des Deckels 204 eingefügt. Bei einer solchen Ausführungsform ist es möglich, den Deckel in Bezug auf den Boden um einen Winkel zu schwenken, der bis zu 360º gehen kann. Eines der beiden Kugelgelenke jeder Hantel kann in seiner entsprechenden Aussparung fester eingeklemmt gehalten sein als das andere, um bei der Öffnung des Gehäuses jegliches Lösen der Hantel sowohl in Bezug auf den Boden als auch in Bezug auf den Deckel zu vermeiden.
  • Fig. 15 zeigt eine weitere Ausführungsform, gemäß der ein Behälter für Schminke 301 aus einem Boden 302 und einem Deckel 304 gebildet wird, die im wesentlichen kreisförmig sind. Der Boden und der Deckel haben die gleiche Struktur. Der Boden weist einen Raum 303 auf, der zur Aufnahme eines Schminkpuders bestimmt ist. Der Boden 302 ist mit einem Ausschnitt 310 versehen, der von einer Drehachse 311 durchquert wird. Auf der Innenfläche des Bodens, auf der dem Ausschnitt 310 entgegengesetzten Seite, ist ein Einrastelement 309 angebracht, das durch Einrasten eine Drehachse 305 aufnehmen soll, die am Deckel 304 sitzt und sich in einem Ausschnitt 314 des Deckels befindet. Das Einrastelement 309 besteht aus zwei parallelen, elastisch verformbaren Laschen 309c und 309d, die durch einen Schlitz 309b getrennt sind. In den Schlitz 309b ist ein zylindrischer Sitz 309a eingearbeitet, dessen Abmessung so gewählt ist, daß die Drehachse 305 in den Sitz 309a durch Einrasten leicht eingeklemmt angeordnet werden kann. In gleicher Weise besitzt der Deckel 304 ein Einrastelement 313, das von zwei parallelen Laschen 313a und 313d gebildet wird, die ebenfalls elastisch verformbar sind und beim Schließen des Deckels die Drehachse 311 des Bodens 302 aufnehmen sollen. Um dieses Gehäuse zu öffnen, genügt es, auf den Boden bzw. den Deckel auf der Seite der Achse 305 (oder wahlweise auf der entgegengesetzten Seite vor der Achse 311) eine geringfügige Zugkraft auszuüben, um sie auseinander zu spreizen. Bei der ausgeübten Zugkraft spreizen sich die den Sitz 309a bildenden Laschen 309c und 309d geringfügig auseinander, und die Drehachse 305 kann aus dem offenen Ende des Schlitzes 309b austreten, indem sie um die Achse 311 schwenkt. Beim Auseinanderspreizen von Boden und Deckel kann dieser letztere gemäß einem Öffnungswinkel angeordnet werden, der in Bezug auf den Boden bis zu 180º gehen kann.
  • Es ist anzumerken, daß im Fall der Fig. 1 bis 13 die Kugelgelenke in einem Stück mit dem Boden oder dem Deckel geformt werden können.
  • Das zur Herstellung dieser Bauteile verwendete Material ist ein steifes oder halbsteifes thermoplastisches Material, wie zum Beispiel die Polypropylene, PVC (Polyvinylchlorid), die Polycarbonate, die Polyester, die Styrolkunststoffe wie zum Beispiel die Copolymere Acrylnitril-Butadien- Styrol (ABS), Styrol-Acrylnitril (SAN), die Polystyrole (PS) usw.
  • Die obige Beschreibung bezieht sich auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Selbstverständlich können Varianten vorgesehen werden, ohne sich von der Erfindung, wie sie nachfolgend beansprucht wird, zu entfernen.

Claims (11)

1. Gehäuse mit einem Boden (2, 102, 202), einem an den Boden angelenkten und reversibel am Boden verriegelbaren Deckel (4, 104, 204), wobei der Boden und der Deckel ausgehend von gleich geformten Teilen geformt sind, ersten Einrichtungen (5, 9, 105a, 105b, 109a, 109b, 209, 309, 313) und zweiten Einrichtungen (11, 13, 111a, 111b, 113a, 113b, 205, 305, 311), die so ausgebildet sind, daß sie in austauschbarer Weise zur Anlenkung des Bodens an den Deckel oder zur reversiblen Verriegelung des Deckels am Boden verwendet werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkung des Bodens an den Deckel und die reversible Verriegelung des Deckels am Boden durch ein Ineingriffbringen der ersten Einrichtungen mit den zweiten Einrichtungen mittels mechanischem Einrasten gewährleistet wird.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die ersten Einrichtungen ein erstes Bauteil (11) aufweisen, von dem ein erstes Ende (12) fest mit dem Boden (2) verbunden ist und von dem ein zweites Ende (18) ein erstes Gelenkelement bildet, das sich lösbar in eine erste, im Deckel (4) ausgebildete Aussparung (13) einfügen kann, wobei die erste Aussparung so ist, daß, wenn die ersten Einrichtungen zur Anlenkung des Deckels an den Boden verwendet werden, der Deckel in bezug auf den Boden um mindestens 90º schwenken kann;
b) die zweiten Einrichtungen ein zweites Bauteil (5) aufweisen, von dem ein erstes Ende (7) fest mit dem Deckel (4) verbunden ist und von dem ein zweites Ende (6) ein zweites Gelenkelement bildet, das sich lösbar in eine zweite, im Boden (2) ausgebildete Aussparung (9) einfügen kann, wobei die zweite Aussparung so ist, daß, wenn die zweiten Einrichtungen zur Herstellung der Gelenkverbindung dienen, der Deckel in bezug auf den Boden um mindestens 90º schwenken kann, wobei die ersten und zweiten Einrichtungen sich in der zusammengebauten Stellung des Deckels und des Bodens an einander entgegengesetzten Punkten des Gehäuses befinden.
3. Gehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Bauteil in einem Formvorgang mit dem Boden bzw. mit dem Deckel erhalten werden.
4. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Gelenkelement aus einem Kugelgelenk (5, 11, 105a, 105b, 111a, 111b, 205a, 205b) bestehen.
5. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenkelement eine Drehachse (305, 311) ist.
6. Gehäuse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
- das erste Ende (218a) des ersten Bauteils (205b) die Form eines ersten Kugelgelenks hat, das sich in eine zweite, im Boden (202) ausgebildete Aussparung (209b) entgegengesetzt zur ersten einfügen kann, wobei die zweite Aussparung so ist, daß, wenn die ersten Einrichtungen zur Anlenkung des Deckels (204) an den Boden verwendet werden, der Deckel in Bezug auf den Boden um 360º schwenken kann; und
- das erste Ende (206b) des zweiten Bauteils (205a) die Form eines zweiten Kugelgelenks hat, das sich in eine zweite, im Deckel ausgebildete Aussparung (209c) entgegengesetzt zur ersten einfügen kann, wobei die zweite Aussparung so ist, daß, wenn die zweiten Einrichtungen zur Anlenkung des Deckels (204) an den Boden verwendet werden, der Deckel in Bezug auf den Boden um 360º schwenken kann.
7. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Aussparung (9, 13, 109a, 109b, 113a, 113b, 209a-209c, 309a, 313a) von zwei Seitenrändern (9a, 9b; 14a, 14b, 309c, 309d, 313c, 313d) begrenzt wird, wobei mindestens einer der Seitenränder elastisch so verformbar ist, daß er durch reversibles Einrasten ein entsprechendes Gelenkelement (6, 18) aufnehmen kann.
8. Gehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Seitenränder eine elastisch verformbare Zunge (9a, 9b; 14a, 14b) bildet.
9. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
a) der Boden (2) zwei Hauptilächen (2a, 2b) und einen Seitenrand (2c) aufweist, wobei die im Boden ausgebildeten Aussparung(en) (9) sowohl an mindestens eine der beiden Hauptflächen als auch an den Seitenrand angrenzen;
b) der Deckel (4) zwei Hauptflächen (4a, 4b) und einen Seitenrand (4c) aufweist, wobei die im Deckel ausgebildete(n) Aussparung(en) (13) sowohl an mindestens eine der beiden Hauptflächen als auch an den Seitenrand angrenzen.
10. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es Einrichtungen (15, 16a, 16b) zur Erleichterung der Öffnung des Gehäuses aufweist.
11. Gehäuse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (2, 21, 23, 102, 202) einen ersten Raum (3, 22, 24, 103, 203) zur Aufnahme des Produkts in Form eines Pulvers oder einer Paste definiert, während der Deckel (4, 104, 204) einen zweiten, dem ersten gleichen Raum (6, 106) definiert, um einen Applikator und/oder einen Spiegel (M) aufzunehmen.
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