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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verbesserung der Entladungseigenschaften
und Haltbarkeit einer Bleisäurebatterie.
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Beschreibung
des Standes der Technik
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Eine
Bleisäurebatterie
wird weit verbreitet als eine billige, zuverlässige und hochsichere Sekundärbatterie
für SLI
(Start, Beleuchtung und Zündung) und
für andere
Zwecke eingesetzt. Eine Bleisäurebatterie
weist jedoch eine geringe spezifische Energie auf, die einen ernsten
Nachteil für
die Entwicklung seiner Anwendung für EV (elektrische Fahrzeuge) etc.
darstellt.
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Viele
Verfahren wurden seit langem untersucht, um die spezifische Energie
von Bleisäurebatterien
zu steigern. Eines der vorgeschlagenen Verfahren ist es, Zinn zu
dem positiven aktiven Material zuzugeben, um die Entladungseigenschaften
der Bleisäurebatterien
zu verbessern. Diese Annäherung ist
jedoch nachteilig, da das zugegebene Zinn durch den Elektrolyten
aus dem positiven aktiven Material eluiert wird und anschließend auf
der negativen Platte abgeschieden wird, um die Wasserstoffüberspannung
der negativen Platte zu verringern und daher zu bewirken, dass sich
viel Bleisulfat an der negativen Platte anhäuft, wodurch die Haltbarkeit
der Bleisäurebatterie
verringert wird.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, die spezifische Energie
einer Bleisäurebatterie
zu steigern, indem Zinn zu einem positiven aktiven Material zugegeben
wird, wie auch die Verringerung der Haltbarkeit einer Bleisäurebatterie
zu verhindern, indem die Abscheidung von Zinn auf der negativen
Platte gehemmt wird.
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In
einer Bleisäurebatterie
gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst ein positives aktives Material Zinn in einer Menge
von nicht weniger als 0,2 % und nicht mehr als 5 %, bezogen auf
dessen Gewicht. Die Dichte des positiven aktiven Materials nach
der Bildung beträgt
zwischen nicht weniger als 3,75 g/cm3 bis
nicht mehr als 5,0 g/cm3. Wenn die Bleisäurebatterie
durch eine Batteriekastenformung (battery container formation) erzeugt
wird, beträgt der
Zeitraum, der zwischen dem Einführen
eines Elektrolyts und dem Beginn der Batteriekastenformung notwendig
ist, nicht weniger als 0,1 Stunden bis nicht mehr als 3 Stunden.
Die Erfindung stellt daher den Gegenstand wie in den Ansprüchen definiert zur
Verfügung.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es möglich,
die Entladungseigenschaft und die Haltbarkeit von Bleisäurebatterien
beträchtlich
zu verbessern.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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In
den begleitenden Zeichnungen zeigt:
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1 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, der Dichte des positiven aktiven Materials
und der Entladungskapazität
darstellt;
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2 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, der Dichte des positiven aktiven Materials
und der Haltbarkeit der Batterie darstellt;
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3 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, der Dichte des positiven aktiven Materials
und der Menge des an der negativen Platte angehäuften Bleisulfats darstellt;
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4 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, dem Zeitraum, über welchen die Batterie nach
dem Einführen
des Elektrolyts stehen kann, und der Entladungskapazität darstellt;
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5 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, dem Zeitraum, über welchen die Batterie nach
dem Einführen
des Elektrolyts steht, und der Haltbarkeit der Batterie darstellt;
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6 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, dem Zeitraum, über welchen die Batterie nach
dem Einführen
des Elektrolyts steht und dem Gehalt an Zinn in dem negativen aktiven
Material darstellt;
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7 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen der
zugegebenen Menge an Zinn, dem Gehalt an Siliziumdioxid in dem Separator
und die Entladungskapazität
darstellt; und
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8 ein
charakteristisches Diagramm, welches die Beziehung zwischen einer
zugegebenen Menge an Zinn, dem Gehalt an Siliziumdioxid in dem Separator
und der Haltbarkeit der Batterie darstellt.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es
wurden intensive Untersuchungen des Verfahrens zur Hemmung der Eluierung
von Zinn aus der positiven Platte durchgeführt. Als ein Ergebnis fand
man heraus, dass die aus dem positiven aktiven Material eluierte
Menge an Zinn mit der Dichte des positiven aktiven Materials zusammenhängt und dass
je höher
die Dichte des aktiven Materials ist, desto schwieriger ist, Zinn
zu eluieren. Die Beziehung zwischen der zuzugebenden Menge an Zinn und
der Dichte des positiven aktiven Materials wurde intensiv untersucht.
Als ein Ergebnis fand man heraus, dass die Anwesenheit von Zinn
in dem positiven aktiven Material mit einer Menge von nicht weniger als
0,2 % und nicht mehr als 5 % und die Einschränkung der Dichte des positiven
aktiven Materials nach der Bildung auf einen Bereich von nicht weniger
als 3,75 g/cm3 auf nicht mehr als 5,0 g/cm3 es ermöglicht, die
spezifische Energie zu steigern, während die Verringerung der
Haltbarkeit der Bleisäurebatterie
verhindert wird.
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Es
wurde des Weiteren herausgefunden, dass das zu der positiven Platte
zugegebene Zinn einfach eluiert werden kann, insbesondere während die
Batterie über
einen Zeitraum zwischen der Einführung
des Elektrolyts in die Batterie und dem Durchgang des elektrischen
Stroms zur Batteriekastenformung stehen kann und je geringer der
Zeitraum ist, über
welchen die Batterie stehen kann, desto geringer ist die eluierte
Menge an Zinn. Die Beziehung zwischen der Zeit, über welchen die Batterie steht
und der eluierten Menge an Zinn wurde intensiv untersucht. Als ein
Ergebnis fand man heraus, dass die Beschränkung des Zeitraumes, über welchen
die Batterie stehen kann, auf einen Zeitraum zwischen dem Einführen des
Elektrolyts in die Batterie und dem Beginn der Batteriekastenformung
auf einem Bereich von nicht weniger als 0,1 Stunden und nicht mehr
als 3 Stunden, vorzugsweise von nicht weniger als 0,2 Stunden bis
nicht mehr als 1 Stunde, es ermöglicht,
die Eluierung von Zinn zu hemmen und somit die Verringerung der
Haltbarkeit der Batterie.
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Wenn
des Weiteren die vorliegende Erfindung auf eine ventilregulierte
Bleisäurebatterie
angewandt wurde und wenn ein Separator eingesetzt wurde, umfassend
pulverförmiges Siliziumdioxid
mit einer spezifischen Oberfläche
von zwischen 50 bis 500 m2/g, welches dazugefügt wurde
und bewirkte dass von der positiven Platte eluiertes Zinn von dem
Siliziumdioxod in dem Separator absorbiert wird, war es möglich, die
Abscheidung von Zinn auf der negativen Platte weiter zu verringern.
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Wenn
des Weiteren der Elektrolyt mit kolloidalem Siliziumdioxid geliert
wurde, verzögert
dies die Wanderung von aus der positiven Platte eluiertem Zinn,
so dass es möglich
wurde, die Abscheidung von Zinn auf der negativen Platte weiter
zu reduzieren.
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Die
vorliegende Erfindung wird im größeren Detail
anhand der folgenden Beispiele erläutert.
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Beispiel 1
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Eine
Zinnsulfatlösung,
welche durch inniges Rühren
einer Mischung aus Zinnsulfat mit Wasser, zur Verwendung beim Pastenkneten,
erhalten wurde, wurde zu einem aktiven Material in einer Menge von 0,1
%, 0,2 %, 0,5 %, 1,0 %, 2,0 %, 5,0 % und 7,0 %, bezogen auf das
Gewicht dieser, berechnet in Bezug auf Zinn, zugegeben. Für jede Paste
wurden sechs Pasten mit unterschiedlichen Dichten des aktiven Materials
(Dichte des aktiven Materials nach der Herstellung: 3,5, 3,75, 4,0,
4,5, 5,0 und 5,5 g/cm3) in ein Gitter eingefüllt, bestehend
aus Pb-0,08 % Ca-1,5 % Sn-Legierung und anschließend einer Härtung und Ausbildung
unterworfen, um 42 Arten geformter positiver Platten mit einer Dicke
von 2,2 mm herzustellen.
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11
Bögen jeder
dieser positiven Platten, 12 Bögen
gebildeter negativer Platten vom Pastentyp mit einer Dicke von 1,7
mm und ein Separator aus feinen Glasfasern wurden zu einer ungefähr 60 Ah(3 Stunden)-12
V AGM (adsorptive gras mat) ventilregulierten Batterie durch ein
herkömmliches
Herstellungsverfahren zusammengebaut. Eine Batterie mit einer Zinnsulfat-freien
Elektrodenplatte wurde auch hergestellt. Diese Batterien wurden
anschließend
einem Einfüllen
des Elektrolyts und Laden gemäß eines
herkömmlichen
Verfahrens unterworfen. Diese Batterien wurden anschließend den
folgenden Tests unterworfen.
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Die
Batterien wurden bezüglich
der 1/3 CA Entladungskapazität
bei 30°C
gemessen. Die Testergebnisse sind in 1 dargestellt.
Wie aus 1 deutlich wird gibt es kaum
einen oder gar keinen Effekt der Zunahme der Entladungskapazität, wenn
die zugege bene Menge des Zinnsulfats 0,1 % beträgt. Wenn die zugegebene Menge
des Zinnsulfats zwischen 0,2 bis 5,0 % beträgt, ist die Entladungskapazität umso höher je höher die
zugegebene Menge des Zinnsulfates ist. Wenn die zugegebene Menge an
Zinnsulfat 5 % überschreitet,
erhöht
sich die Entladungskapazität
nicht länger,
sondern verringert sich. Je größer die
Dichte des positiven aktiven Materials ist, desto geringer ist die
Entladungskapazität. Insbesondere,
wenn die Dichte des positiven aktiven Materials 5,5 g/cm3 beträgt
und die zugegebene Menge des Zinnsulfats 0 oder 0,1 % beträgt, erzielt die
Entladungskapazität
nicht einmal 80 % des berechneten Wertes.
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Diese
Batterien wurden einem Haltbarkeitstest unterworfen. Der Haltbarkeitstest
wurde unter herkömmlichen
Bedingungen durchgeführt.
In einigen Details wurde die Batterie bei 80 % der Nennkapazität bei 40°C und 1/3
CA konstanten Strom entladen, und anschließend mit 110 % der Nennkapazität bei 0,1
CA konstanten Strom geladen. Der Punkt, bei welchem die Kapazität unter
80 % des Nennwertes fällt,
wird als das Ende der Haltbarkeit definiert. Die Batterien, deren
Kapazität
80 % des Nennwertes nicht erzielten, wiesen eine zu geringe Kapazität auf, um
den Haltbarkeitstest zu unterlaufen. Die Resultate sind in 2 dargestellt.
Wenn die Dichte des positiven aktiven Materials unter 3,75 g/cm3 fällt,
und je größer die
zugegebene Menge des Zinksulfates ist, desto geringer ist die Haltbarkeit
der Batterie. Wenn die Dichte des positiven aktiven Materials nicht
weniger als 3,75 g/cm3 beträgt, zeigt
die Batterie ausgezeichnete Anfangseigenschaften, wie auch eine
lange Haltbarkeit im Vergleich mit solchen, die aus einer positiven
Platte mit der gleichen Dichte des aktiven Materials wie oben bestehen,
jedoch kein Zinnsulfat aufweisen.
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Nach
dem Haltbarkeitstest wurden die Batterien anschließend auseinandergebaut
und anschließend
bezüglich
der Menge an Bleisulfat analysiert, der sich auf der negativen Platte
gesammelt hatte. Die Resultate sind in 3 dargestellt.
Wie in 3 deutlich wird erhöht sich die Menge des an der
negativen Platte gesammelten Bleisulfats abhängig von der Menge des zu der
positiven Platte zugegebenen Zinns wenn eine positive Platte mit
einer Dichte des positiven aktiven Materials von weniger als 3,75 g/cm3 verwendet wird, wodurch die negative Wirkung von
Zinn dargestellt wird. Wenn die Dichte des positiven aktiven Materials
nicht weniger als 3,75 g/cm3 beträgt und die
Menge des zu dem positiven aktiven Materials zugegebenen Zinns nicht
mehr als 5 %, ist die Menge des an der negativen Platte gesammelten Bleisulfats
sehr gering. Wenn die zu dem positiven aktiven Material zugegebene
Menge an Zinn 7 % beträgt,
wird eine große
Menge an Zinn auf der negativen Platte abgeschieden und Bleisulfat
wird in einer deutlich großen
Menge auf der negativen Platte gesammelt, auch wenn die Dichte des
positiven aktiven Materials angehoben wird.
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Aus
dem vorangehenden Ergebnissen wird deutlich, wenn die Dichte des
positiven aktiven Materials gering ist, wird das zu der positiven
Platte zugegebene Zinn mit dem Elektrolyt eluiert und dann später auf
der negativen Platte abgeschieden, wodurch die Haltbarkeit der Batterie
reduziert wird. Um das zugegebene Zinn in der positiven Platte zu
halten, ist es notwendig, dass die positive Platte eine Dichte des aktiven
Materials aufweist, welche für
die Menge des zugegebenen Zinns, wie in der vorliegenden Erfindung,
geeignet ist.
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Das
vorliegende Beispiel wurde in Bezug auf die Anwendung der vorliegenden
Erfindung auf eine Batterie vom AGM-Typ beschrieben. Auch wenn die vorliegende
Erfindung auf eine Batterie vom Flüssigkeits-geflutetem Typ angewandt
wurde, wurden ähnliche
Wirkungen erzielt.
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Beispiel 2
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Eine
Zinnsulfatlösung
erhalten durch das innige Verrühren
einer Mischung aus Zinnsulfat mit Wasser zur Verwendung beim Pastenkneten
wurde zu einem aktiven Material in einer Menge von 0,1 %, 0,2 %,
0,5 %, 1,0 %, 2,0 %, 5,0 % und 7,0 % bezogen auf das Gewicht dieser,
wie in Bezug auf Zinn berechnet, zugegeben. Diese Pasten wurden
in ein Gitter gefüllt,
hergestellt aus Pb, 0,08 % Ca-1,5 % Sn-Legierung und anschließend einem
Härten
unterworfen, um nicht-geformte positive Platten (Dichte des aktiven
Materials nach der Formung: 4,7 g/cm3) mit
einer Dicke von 2,2 mm herzustellen.
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11
Bögen jeder
dieser positiven Platten, 12 Bögen
ungeformter negativer Platten vom Pastentyp mit einer Dicke von
1,7 mm und ein teilchenförmiger Glasfaserseparator
wurde zu einer ungefähr
60 Ah(3 Stunden)-12 V Behälter
ventilregulierten Batterie durch ein herkömmliches Herstellungsverfahren
zusammengebaut. Eine Batterie mit einer Zinnsulfat-freien Platte
wurde auch hergestellt. Diese Batterien wurden anschließend dem
Einfüllen
des Elektrolyten unterworfen. Nach 3 Minuten, 6 Minuten, 12 Minuten,
42 Minuten, 1 Stunde, 3 Stunden und 5 Stunden wurden diese Batterien
der Batteriekastenformung bei 7 Å konstanten Strom für 64 Stunden
unterworfen. Diese Batterien wurden bezüglich der 1/3 CA Entladungskapazität bei 30°C gemessen.
Diese Batterien wurden einem Haltbarkeitstest unterworfen. Der Haltbarkeitstest
wurde unter herkömmlichen
Bedingungen bewirkt. Im Detail wurde die Batterie bei 80 % der Nennkapazität bei 40°C und 1/3
CA konstanten Strom entladen und anschließend bei 0,2 CA konstanten
Strom und 14,4 V konstanter Spannung für 8 Stunden geladen. Der Punkt,
bei welchem die Kapazität
unter 80 % des Nennwertes fiel, wurde als das Ende der Haltbarkeit
definiert.
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Wie
aus 4 deutlich wird zeigt die anfängliche Kapazität, wenn
der Zeitraum, über
welchen die Batterie nach dem Einfüllen des Elektrolyten stehen blieb,
nicht weniger als 0,1 Stunden beträgt, keinen deutlichen Unterschied über den
Zeitraum, über
den die Batterie nach dem Einfüllen
des Elektrolyten steht. Wenn der Zeitraum, über welchen die Batterie nach
dem Einfüllen
des Elektrolyten steht, jedoch unter 0,1 Stunden fällt, wird
die Bildung unzureichend bewirkt, wodurch eine niedrige Entladungskapazität erzielt
wird. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Bildung beginnt,
bevor der Elektrolyt in die ganze Platte eintritt.
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Die
Resultate des Haltbarkeitstests sind in 5 dargestellt.
Wenn der Zeitraum, über
welchen die Batterie für
einen Zeitraum zwischen dem Einfüllen
des Elektrolyten und der Bildung des Batteriebehälters zwischen nicht weniger
als 0,1 Stunden bis weniger als 3 Stunden beträgt, zeigt die Batterie eine lange
Haltbarkeit. Die beste Wirkung kann erzielt werden, wenn der Zeitraum, über welchem
die Batterie für
einen Zeitraum zwischen dem Einfüllen
des Elektrolyts und der Batteriebehälterbildung steht, zwischen
nicht weniger als 0,2 Stunden und nicht mehr als 1 Stunde beträgt.
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Die
Batterien, welche der Batteriebehälterbildung unterworfen wurden,
wurden auseinandergebaut und anschließend hinsichtlich der an der
negativen Platte angesammelten Menge an Zinn analysiert. Die Resultate
sind in 6 dargestellt. Ähnlich wie bei
den Resultaten des Haltbarkeitstests findet wenig oder keine Abscheidung
von Zinn statt, wenn die Menge des zu dem positiven aktiven Materials
zugegebenen Zinn wie hier definiert ist und der Zeitraum, über welchen
die Batterie über
einen Zeitraum zwischen dem Einfüllen
des Elektrolyts und dem Beginnen der Bildung nicht mehr als 3 Stunden
beträgt. Wenn
der Zeitraum, über
welchen die Batterie über einen
Zeitraum zwischen dem Einfüllen
des Elektrolyts und dem Beginnen der Bildung 3 Stunden überschreitet
oder wenn die Menge des zu dem positiven aktiven Material zugegebenen
Zinns 5 % überschreitet,
wird die Menge des auf der negativen Platte abgeschiedenen Zinns
sehr groß.
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Es
ist nicht bekannt, warum der Zeitraum, über welchen die Batterie steht
nach dem Einfüllen des
Elektrolyten mit der Eluierung von Zinn zusammenhängt. PbO2 übt
eine Wirkung auf die Absorption von Zinnionen etc. aus. Man nimmt
jedoch an, dass PbO4 keine oder wenig absorbierende
Wirkung ausübt.
Des Weiteren nimmt man an, dass während die Batterie nach dem
Einfüllen
des Elektrolyten steht, Schwefelsäure als Elektrolyt mit PbO
in der Platte eine heftige Reaktion unterläuft, wodurch die Herstellung
von Bleisulfat in der Platte in einer großen Menge bewirkt wird, die
während
einer herkömmlichen Ladung-Entladung
unmöglich
ist. Daher ist es eher möglich,
dass Zinn eluiert wird, während
die Batterie nach dem Einfüllen
des Elektrolyten steht. Des Weiteren nimmt man an, wenn die Batteriekastenformung
beginnt, Zinn als ein Anionkomplex in dem Elektrolyt dient und des
Weiteren zu der positiven Platte wandert. Man nimmt an, dass dieser
Mechanismus wenig oder keine Eluierung von Zinn während der
Batteriekastenformung bewirkt.
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Das
vorliegende Beispiel wurde in Bezug auf die Anwendung der vorliegenden
Erfindung auf eine Batterie vom AGM Typ beschrieben. Auch wenn die vorliegende
Erfindung auf eine Batterie vom gefluteten Typ übertragen wurde, wurden ähnliche
Wirkungen beobachtet.
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Beispiel 3
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Zinnsulfatlösung erhalten
durch das innige Rühren
einer Mischung aus Zinnsulfat mit Wasser zur Verwendung beim Pastenkneten
wurde zu einem aktiven Material in einer Menge von 0,1 %, 0,2 %,
0,5 %, 1,0 %, 2,0 %, 5,0 % und 7,0 % bezogen auf das Gewicht dieser
berechnet in Bezug auf Zinn zugegeben. Diese Pasten wurden in ein
Gitter aus Pb-0,08 % Ca-1,5 Sn Legierung eingefüllt und anschließend einem
Reifen unterworfen, um ungeformte positive Platten (Dichte des Aktivmaterials
nach der Formung: 3,9 g/cm3) herzustellen,
mit einer Dicke von 2,2 mm.
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11
Bögen jeder
dieser positiven Platten, 12 Bögen
aus ungeformten negativen Patten vom Pastentyp mit einer Dicke von
1,7 mm und ein teilchenförmiger
Glasfaserseparator umfassend pulverförmiges Siliziumdioxid mit einer
spezifischen Oberfläche
von 200 m2/g zugegeben dazu in einer Menge
von 15 %, 30 %, 50 % und 80 % wurden zu einer ungefähr 60 Ah(3
Stunden)-12 V AGM ventilregulierten Bleisäurebatterie durch ein herkömm liches
Herstellungsverfahren zusammengebaut. Eine Batterie mit einer Zinnsulfat-freien
Elektronenplatte wurde auch hergestellt. Diese Batterien wurden
dem Einfüllen
eines Elektrolyten gemäß eines
herkömmlichen
Verfahrens unterworfen, für
6 Stunden stehen gelassen, und anschließend der Batteriekastenformung
bei 7 A konstanten Stroms für
64 Stunden unterworfen. Diese Batterien wurden bezüglich der
1/3 CA Entladungskapazität
bei 30°C
gemessen. Die Testergebnisse sind in 7 angegeben.
Aus 7 wird deutlich, wenn die Menge an zu dem Separator
zugegebenen Siliziumdioxid erhöht
wird, sich die Porosität
des Separators verringert, wodurch ein kleiner Verlust der Entladungskapazität bewirkt
wird. Die Batterie, bei welcher Zinn zu dem positiven aktiven Material
in einer Menge von nicht weniger als 0,2 % bezogen auf das Gewicht
dieser zugegeben wurde, zeigt eine Erhöhung der Kapazität von mehr
als diesen Verlust und daher treten keine praktischen Probleme auf.
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Diese
Batterien wurden jeweils einem Haltbarkeitstest unterworfen. Der
Haltbarkeitstest wurde unter herkömmlichen Bedingungen durchgeführt. Die Batterie
wurde bei 80 % der Nennkapazität
bei 40°C und
1/3 CA konstanten Strom entladen, und anschließend bei 110 % der Nennkapazität bei 0,1
CA konstanten Strom geladen. Die Testergebnisse sind in dem positiven
aktiven Material in einer Menge von nicht weniger als 0,2 % bis
nicht mehr als 5 % zugegeben und Siliziumdioxid wird in dem Separator
in einer Menge von nicht weniger als 30 % bis nicht mehr als 80
% zugegeben, und zeigen weniger Zinnabscheidung auf der negativen
Platte und eine längere Haltbarkeit
als solche, die herkömmliche
Separatoren enthalten, die kein Siliziumdioxid aufweisen. Des Weiteren
verzögert
das Gelieren des Elektrolyten mit kolloidalen Siliziumdioxid die
Wanderung von aus der positiven Platte eluierten Zinn, wodurch es
möglich wird,
die Abscheidung von Zinn auf der negativen Platte weiter zu reduzieren.
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Ähnlich zu
der Batterie, welche den herkömmlichen
Separator ohne Siliziumdioxid einschließt, zeigen solche, die einen
Separator aufweisen, zu welchem Siliziumdioxid in einer Menge von 15
% oder 90 % zugegeben wurde, einen Kapazitätsverlust. Die Batterien, die
einen Separator umfassen, zu welchem Siliziumdioxid in einer Menge
von weniger als 30 % zugegeben wurde, zeigen die Abscheidung einer
großen
Menge an Zinn auf der negativen Platte. Die Batterien, die einen
Separator umfassen, zu welchem Siliziumdioxid zugegeben wurde in
einer Menge von 90 %, zeigen einen drastischen Kapazitätsverlust,
da der Elektrolyt nicht ausreichend wandern kann. Das vorliegende
Beispiel wurde beschrieben in Bezug auf die Verwendung von pulverförmigen Siliziumdioxid
mit einer spezifischen Oberfläche
von 200 m2/g. Eine ähnliche Untersuchung wurde
mit Siliziumdioxid durchgeführt,
welches unterschiedliche spezifische Oberflächen aufwiesen. Als ein Ergebnis wurde
die beste Wirkung erzielt, wenn pulverförmiges Siliziumdioxid mit einer
spezifischen Oberfläche von
zwischen 50 m2/g bis 500 m2/g
verwendet wurde. Wenn pulverförmiges
Siliziumdioxid mit einer spezifischen Oberfläche von nicht mehr als 50 m2/g verwendet wurde, kann das eluierte Zinn
nicht ausreichend gefangen werden, wodurch die Abscheidung einer großen Menge
an Zinn auf der negativen Platte bewirkt wird. Wenn pulverförmiges Siliziumdioxid
mit einer spezifischen Oberfläche
von mehr als 500 m2/g verwendet wird, wird
eine Tendenz bezüglich
eines größeren Kapazitätsverlustes
beobachtet, vermutlich da der Elektrolyt nicht ausreichend wandern
kann.
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Wie
oben erwähnt,
macht es die Zugabe von Zinn zu dem positiven aktiven Material in
einer Menge von 0,2 % bis 5 % und die Einschränkung der Dichte des aktiven
Materials nach der Bildung auf nicht weniger als 3,75 g/cm3m möglich,
eine bedeutende Verbesserung der Entladeeigenschaften und der Haltbarkeit
von Bleisäurebatterien
zu erzielen. Wenn die Batterie einer Batteriecontainerbildung unterworfen
wird, stellt die Beschränkung
des Zeitraumes zwischen dem Einfüllen
des Elektrolyten und dem Beginn der Batteriecontainerbildung auf
einen Bereich von nicht weniger als 0,1 Stunden bis nicht mehr als
3 Stunden eine weitere Verbesserung der Batteriehaltbarkeit zur
Verfügung.
Wenn die Bleisäurebatterie
vom ventilregulierten Typ ist, stellt die Verwendung eines Separators
vom feinen Glasfasertyp einschließlich pulverförmigen Siliziumdioxid
mit einer spezifischen Oberfläche
von zwischen 50 m2/g bis 500 m2/g,
zugegeben zu dieser in einer Menge von nicht weniger als 30 % bis
nicht mehr als 80 % bezogen auf das Gewicht dieser, noch eine weitere
Verbesserung der Batteriehaltbarkeit zur Verfügung. Das Gelieren des Elektrolyten
mit kolloidalen Siliziumdioxid stellt noch eine weitere Verbesserung
der Batteriehaltbarkeit zur Verfügung.
Von diesem Gesichtspunkt aus weist die vorliegende Erfindung einen
extrem großen
industriellen Wert auf.