DE69733745T2 - Mit walze beschichtetes elektrolumineszentes paneel - Google Patents

Mit walze beschichtetes elektrolumineszentes paneel Download PDF

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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B33/00Electroluminescent light sources
    • H05B33/10Apparatus or processes specially adapted to the manufacture of electroluminescent light sources

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Electroluminescent Light Sources (AREA)

Description

  • HINTERGRUND
  • Diese Erfindung bezieht sich auf elektrolumineszente (EL-)Lampen und insbesondere auf einen kostengünstigen Prozess zum Herstellen eines EL-Paneels mit einer großen Fläche. So wie hier verendet ist ein EL-"Paneel" ein einziges Substrat, das ein oder mehrere leuchtende Bereiche umfasst, wobei jeder leuchtende Bereich eine "EL-Lampe" ist.
  • Eine EL-Lampe ist im Wesentlichen ein Kondensator mit einer dielektrischen Schicht zwischen zwei leitfähigen Elektroden, von denen eine transparent ist. Die leitfähige Schicht kann ein Phosphorpulver umfassen, oder es kann eine separate Schicht aus Phosphorpulver benachbart der dielektrischen Schicht geben. Das Phosphorpulver strahlt Licht in der Anwesenheit eines starken elektrischen Felds ab, wobei sehr wenig Strom verbraucht wird.
  • Eine moderne EL-Lampe (nach 1980) umfasst typischerweise ein transparentes Substrat aus Polyester- oder Polykarbonatmaterial mit einer Dicke von ungefähr 7,0 tausendstel Zoll (0,178 mm). Eine transparente Vorderelektrode aus Indiumzinnoxyd oder Indiumoxyd wird auf das Substrat bis auf eine Dicke von ungefähr 1000 Å im Vakuum abgelagert. Eine Phosphorschicht wird auf die Vorderelektrode siebgedruckt, und eine dielektrische Schicht wird auf die Phosphorschicht siebgedruckt. Eine Rückelektrode wird auf die dielektrische Schicht siebgedruckt.
  • Die Farben, die für das Siebdrucken verwendet werden, umfassen ein Bindemittel, ein Lösungsmittel und einen Füllstoff, wobei der Füllstoff die Natur der aufgedruckten Schicht bestimmt. Ein typisches Lösungsmittel ist Dimethylacetimid (DMAC) oder Ethylbutylacetat (EP-Acetat). Das Bindemittel ist typischerweise ein Fluorpolymer, wie typischerweise Polyvinylidenfluorid/Hexafluorpropylen (PVDF/HFP), Polyester, Vinyl oder Epoxyharz. Eine Phosphorschicht wird typischerweise aus einer fest-flüssig Dispersion siebgedruckt, die ein Lösungsmittel, ein Bindemittel und Zinksulfidpartikel enthält. Eine dielektrische Schicht wird typischerweise aus einer fest-flüssig Dispersion siebgedruckt, die ein Lösungsmittel, ein Bindemittel und Bariumtitanat-(BaTiO3-)Partikel enthält. Eine opake Rückelektrode wird typischerweise aus einer fest-flüssig Dispersion siebgedruckt, die ein Lösungsmittel, ein Bindemittel und leitfähige Partikel, wie beispielsweise aus Silber oder Kohlenstoff, enthält. Da das Lösungsmittel und das Bindemittel für jede Schicht chemisch, identisch oder gleichartig sind, gibt es eine chemische Kompatibilität und gute Haftung zwischen den benachbarten Schichten.
  • Die jeweiligen Schichten müssen im Register vorliegen, und der Siebdruckprozess beschränkt ein Paneel auf maximale Dimensionen von ungefähr 45 × 60 cm. Siebgedruckte Schichten in großflächigen Paneelen neigen dazu, Problem mit der Gleichmäßigkeit der Dicke zu haben. EL-Lampen jeglicher Größe, die eine siebgedruckte Schicht aufweisen, entwickeln eine charakteristische Körnigkeit, wenn sie leuchten, was für kleine, aus der Nähe betrachtete Lampen, wie beispielsweise in Zifferblättern, unerwünscht ist. Für viele Anwendungen ist die Präzision, die durch Siebdruck erreicht werden kann, nicht nötig, und an Paneel mit Dimensionen größer als 45 cm × 60 cm ist erwünscht.
  • Obwohl Siebdruck eine gut entwickelte Technologie und deshalb relativ kostengünstig ist, ist ein noch weniger kostspieliger Prozess für das Herstellen von EL-Lampen erwünscht. Weiterhin gibt es Nachteile beim Siebdruck. Die Auflösung beim Siebdruck ist nicht so gut wie erwünscht. Z. B. kann das Drucken eines feinen linienförmigen Spalts, von z. B. 0,03 mm Breite, zwischen Leitern nicht zuverlässig durch Siebdruck von benachbarten Leitern ausgeführt werden. Siebdruck erfordert umfangreiches Handling des Substrats, auf das die Schichten gedruckt werden, was in Kratzer in der äußeren Oberfläche des Substrats resultiert. Bei EL-Lampen ist die äußere Oberfläche des Substrats die Vorderseite der Lampe, und Kratzer sind hochgradig unerwünscht.
  • Es ist im Stand der Technik bekannt, temporäre Substrate für die Herstellung einer EL-Lampe zu verwenden und die Schichten der Lampe von dem temporären Substrat abzuziehen oder anderweitig zu entfernen. Z. B. offenbart das US-Patent 3,341,915 (Knochel et al.) das Ablagern einer transparenten leitfähigen Schicht aus Kupferjodid auf einem Polyacrylatsubstrat, das Ablagern einer dielektrischen Phosphorschicht auf dem Kupferjodid und dann das Ablagern einer Aluminiumrückelektrode. Die Vorderelektrode haftet nicht gut an dem Substrat, und die Lampe wird von dem Substrat abgezogen.
  • Es ist auch im Stand der Technik bekannt, eine EL-Lampe zu laminieren. Das US-Patent 4,560,902 (Kardon) offenbart das Ablagern eines dielektrischen Films auf einem Bogen aus Aluminiumfolie, das Ablagern einer Phosphorschicht auf einem Mylar®-Bogen beschichtet mit Indiumzinnoxyd und dann das Zusammenlaminieren der beiden Bogen bei 1000 kPa und 150°C.
  • Das US-Patent 4,684,353 (deSouza) offenbart einen Trägerfilm mit einem Basisfilm befestigt durch einen hitzeempfindlichen lösbaren Klebstoff. Eine Phosphorschicht wird auf den Basisfilm siebgedruckt, und nach dem Aushärten werden die Phosphorschicht und der Basisfilm von dem Stützfilm entfernt, und Elektroden werden an den einander gegenüberliegenden Hauptflächen der Phosphorschicht angebracht.
  • Das US-Patent 5,469,109 (Mori) offenbart das Zusammenlaminieren von zwei beschichteten transparenten Bögen, wobei ein erster Bogen eine transparente Elektrode, eine Phosphorschicht und eine dielektrische Schicht umfasst und ein zweiter Bogen eine Klebstoffschicht und eine Rückelektrode, die über der Klebstoffschicht liegt, umfasst. Die Klebstoffschicht ist größer als die Rückelektrode und kontaktiert den ersten Bogen, wodurch die Phosphorschicht und die dielektrische Schicht eingeschlossen werden, um die Lampe abzudichten.
  • Die US 4,513,023 offenbart einen Prozess zum Herstellen einer EL-Lampe, wobei aufeinander folgende Schichten (Isolationskissen, leitfähige Schicht, dielektrische Matrix, nicht-transparenter Leiter) auf einer transparenten leitfähigen Schicht aufgebaut werden (die die "Lichtseite" der Lampe definiert). Alternativ offenbart sie das Aufbauen der aufeinander folgenden Schichten auf der nicht transparenten leitfähigen Schicht (die die "dunkle" Seite der Lampe) definiert. Bei keinem der Prozesse wird die Verwendung eines temporären Substrats in Betracht gezogen.
  • Im Hinblick auf die voran stehenden Ausführungen ist es deshalb ein Ziel der Erfindung, einen Prozess zur Herstellung von EL-Lampen zu niedrigen Kosten bereitzustellen.
  • Ein anderes Ziel der Erfindung ist es, einen Prozess zur Herstellung EL-Lampen bereitzustellen, die eine große Fläche aufweisen.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen Prozess zur Herstellung von EL-Lampen aufzuzeigen, bei dem die Lampen weniger körnig sind als Lampen, die eine oder mehrere siebgedruckte Schichten aufweisen.
  • Ein anderes Ziel der Erfindung ist es, einen verbesserten Prozess zum Herstellen von EL-Lampen unter Verwendung von bestehenden Materialien aufzuzeigen.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, EL-Lampen mit feinen Liniengeometrien bereitzustellen.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen Prozess zum Herstellen von EL-Lampen bereitzustellen, bei dem Kratzer minimiert werden.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorangehenden Ziele werden durch die Erfindung erreicht, bei der eine Rückelektrode auf ein temporäres Substrat aufgetragen, zumindest teilweise getrocknet oder gehärtet und dann mit einer dielektrischen Schicht und einer Phosphorschicht beschichtet wird. Eine transparente Vorderelektrode auf einem transparenten Substrat wird auf die Phosphorschicht laminiert. Die Schichten werden aus einer fest-flüssig Dispersion oder einer Farbe aufgetragen und auf eine gleichmäßige Schichtdicke über die Breite des temporären Substrats ausgestrichen. Der Prozess kann bei Verwendung von Materialrollen für das temporäre Substrat kontinuierlich sein. Die Länge einer Lampe ist durch die Länge des temporären Substrats beschränkt. Die Breite der Lampe wird durch die Größe der Rakeln bestimmt, die verwendet werden, um die Schichten auszubreiten. Es ist herausgefunden worden, dass der erfundene Prozess eine EL-Lampe mit weniger körnigem Erscheinungsbild als die Lampen produziert, die eine siebgedruckte Schicht aufweisen.
  • Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein temporäres Substrat mit einer dielektrischen Schicht und einer Phosphorschicht beschichtet und dann auf eine transparente Vorderelektrode auf einem transparenten Substrat laminiert. Das temporäre Substrat wird entfernt, und eine Rückelektrode wird auf die dielektrische Schicht laminiert. Die Rückelektrode wird vorzugsweise vor der Laminierung auf ein temporäres Substrat walzaufgestrichen.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Ein vollständigeres Verständnis der Erfindung kann durch Berücksichtigen der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen erzielt werden, in denen:
  • 1 ein Flussdiagramm zum Herstellen einer EL-Lampe gemäß dem Stand der Technik ist;
  • 2 ein Flussdiagramm zum Herstellen einer EL-Lampe gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist;
  • 3 sequenzielle Walzaufstrichschichten auf einem temporären Substrat illustriert;
  • 4 das Laminieren der Vorderelektrode auf die beschichteten Schichten illustriert;
  • 5 das Entfernen des temporären Substrats von der Rückseite eines Lampenpaneels illustriert;
  • 6 das sequenzielle Walzaufstreichen einer dielektrischen Schicht und einer Phosphorschicht auf ein temporäres Substrat illustriert.
  • 7 das Laminieren der beschichteten Schichten auf eine Vorderelektrode illustriert;
  • 8 das Walzaufstreichen einer Rückelektrode auf ein temporäres Substrat illustriert;
  • 9 das Laminieren der Rückelektrode auf eine dielektrische Schicht illustriert;
  • 10 einen Prozess nach dem Stand der Technik zur Herstellung einer Mehrzahl von EL-Lampen zu relativ niedrigen Kosten illustriert; und
  • 11 einen Prozess zur Herstellung einer Mehrzahl von EL-Lampen zu noch niedrigeren Kosten als die in 10 illustrierten Lampen illustriert.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • 1 ist ein Flussdiagramm zum Herstellen eines EL-Paneel gemäß dem Stand der Technik. Mit einem transparenten leitfähigen Film beschichtete transparente Substrate sind kommerziell erhältlich. Im Stand der Technik wird eine Lampe durch Siebdrucken eines geeigneten EL-Phosphors auf den leitfähigen Film, Siebdrucken einer dielektrischen Schicht über die Phosphorschicht und dann Siebdrucken einer Rückelektrode über die dielektrische Sicht hergestellt. Durch den Prozess hindurch ist das transparente Substrat die Basis, auf der die Lampe aufgebaut wird.
  • Gemäß der Erfindung, wie sie in 2 illustriert ist, werden eine Phosphorschicht, eine dielektrische Schicht und eine Rückelektrode auf eine temporäres Substrat in der zu dem Flussdiagramm der 1 entgegen gesetzten Reihenfolge aufgetragen. Das temporäre Substrat wird auf ein transparentes Substrat laminiert, und dann wird das temporäre Substrat von der Rückelektrode abgezogen. Geeignete Farben für die jeweiligen Schichten werden im Wesentlichen auf das temporäre Substrat gegossen oder geschüttet und dann bis auf eine gleichmäßige Schichtdicke ausgebreitet. Das Resultat ist eine Lampe, die erkennbar weniger körnig als eine Lampe ist, die durch Siebdruck hergestellt ist, und die weniger teuer in der Herstellung ist als eine siebgedruckte Lampe.
  • Für den Schritt 10 wird eine leitfähige Farbe auf ein temporäres Substrat aufgetragen und mit einer Rakel oder eine Walzstreichvorrichtung auf eine gleichmäßige Schichtdicke ausgebreitet. Das Substrat ist ein Abziehpapier oder -kunststoff, an dem die Farbe nicht anhaften wird, wie beispielsweise ein mit Silikon behandelter Polyester oder ein mit Silikon behandeltes Papier. 3 illustriert eine bevorzugte Vorrichtung für die Herstellung eines EL-Paneels gemäß der Erfindung. Eine Mehrzahl von Injektoren, wie beispielsweise ein Injektor 21, ist über die Breite des temporären Substrats 23 verteilt und trägt abgemessene Mengen an Farbe 22 auf das Substrat auf. Das Substrat 23 bewegt sich, so wie die Vorrichtung in 3 ausgerichtet ist, nach links.
  • Die Walze 26 ist auf einer Achse 27 gelagert und mit ihrer äußeren Oberfläche in einem festen, vorbestimmten Abstand, z. B. von 0,003 mm bis 0,25 mm, oberhalb der oberen Oberfläche des temporären Substrats 23 angeordnet. Die Walze 26 weist an dem Tangentialpunkt zu der Farbschicht 22 eine abrupte Änderung im Radius auf. Die abrupte Änderung im Radius umfasst vorzugsweise eine Stufe, die sich radial zu der Achse 27 hin erstreckt. Die Stufe 28 hindert die Farbe 22 daran, an der Walze 26 anzuhaften, und daran, an einem Punkt hinter dem Tangentialpunkt von der Walze 26 angehoben zu werden. Andere Details von Walzstreichverfahren sind dem Fachmann auf dem Gebiet der Beschichtungen bekannt. 3 illustriert ein Beispiel dessen, was generisch als Walzstreichvorrichtung bezeichnet wird, insbesondere eine Rakel über einer ebenen Platte. Die Walzstreichvorrichtung umfasst eine Rakel über einer Walze, einer Gravur, einer Flexografie, einem Luftmesser und Umkehrwalzen, neben anderen.
  • Wenn das Substrat 23 von einem aufgewickelten Materialbogen erhalten wird, ist der in 3 illustrierte Prozess im Wesentlichen kontinuierlich, und Lampen von jeder gewünschten Länge können hergestellt werden. Anders als Lampen, die durch Siebdruckvorrichtungen hergestellt werden, kann die Länge einer walzaufgestrichenen Lampe viel größer als die typisch erhältlichen 60 cm sein. In 3 ist die Breite einer Lampe durch die Dimension der Rolle 26 senkrecht zu der Zeichenebene bestimmt. Solche Rollen sind kommerziell in Breiten von 15 cm bis 180 cm und Längen von mehr als 100 m erhältlich.
  • Obwohl Walzaufstreichen grundsätzlich jede Beschränkung bezüglich der Größe einer EL-Lampe beseitigt, ist ein wichtigerer Vorteil des Walzaufstreichens, dass die Dicke der aufgebrachten Schichten über die Länge und Breite einer Lampe viel gleichmäßiger ist, als durch Siebdruck erreicht werden kann. Ein anderer Vorteil ist, dass das Walzaufstreichen die Rate erhöht, mit der EL-Lampen produziert werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Schichten auf einem temporären Substrat ausgebildet werden, d. h., das transparente Substrat wird nur einmal für den Laminierungsschritt gehandhabt, wodurch Kratzer auf dem transparenten Substrat reduziert werden.
  • Die Rückelektrode trocknet mit einer Rate, die durch den Siedepunkt des Lösungsmittels, die Temperatur der Farbe und die Luftzirkulation bestimmt wird. Die Farbe wird in einem (nicht gezeigten) Ofen in einer Reihe mit dem Walzaufstreicher getrocknet (ausgehärtet). Nachdem die Rückelektrode zumindest teilweise trocken ist, wird das temporäre Substrat mit einer dielektrischen Schicht beschichtet.
  • Für Schritt 11 (2) trägt eine Mehrzahl von Injektoren, wie beispielsweise ein Injektor 31, eine abgemessene Menge an dielektrischer Farbe 32 auf, die dann durch die Kante 35 an der Rolle 36 ausgestrichen und in ihrer Dicke reduziert wird. Die dielektrische Farbe 32 wird dann zumindest teilweise getrocknet. Für Schritt 12 (2) trägt eine Mehrzahl von Injektoren, wie beispielsweise ein Injektor 41, eine abgemessene Menge an Phosphorfarbe 42 auf, die dann durch die Kante 45 an der Walze 46 ausgestrichen und in der Dicke reduziert wird. Die Schichten werden dann vollständig getrocknet, und das temporäre Substrat wird in Paneele einer für ein bestimmtes Produkt geeigneten Größe zerteilt.
  • Die in 3 gezeigte Vorrichtung stellt ein temporäres Substrat mit einer Rückelektrode, einer dielektrischen Schicht und einer Phosphorschicht von im Wesentlichen gleichmäßigen Dicken bereit, wobei die Phosphorschicht außen liegt. Die Produktionsrate ist höher, als sie durch Siebdruck erreicht werden kann, und die Farbausbeute kann 100% erreichen, wodurch die Kosten des Paneels reduziert werden. Weiterhin ist das Paneel dimensionsgenau.
  • Das beschichtete Substrat wird dann in Streifen der gewünschten Breite geschlitzt. Einzelne Lampenelemente von gewünschter Form und Größe können aus dem Substrat ausgestanzt werden. Die Streifen- oder Lampenelemente werden dann in einem Heißwalzenlaminator auf eine transparente Vorderelektrode laminiert. Die Phosphorschicht haftet an dem transparenten Leiter, und ein kontinuierlicher Streifen aus fertig gestellten Lampen verlässt den Laminator. Alternativ wird das beschichtete Substrat vor dem Schneiden in Streifen oder in individuelle Lampenformen auf ein transparentes Substrat laminiert.
  • 4 illustriert Schritt 13 (2), in dem ein beschichtetes temporäres Substrat mit dem transparenten Substrat 51 laminiert wird. Die Schwierigkeit bei diesem Schritt ist, dass das organische Bindemittel und der Füllstoff in der Phosphorschicht an der anorganischen transparenten Vorderelektrode 52 anhaften müssen. Im Schritt 14 (2) werden die Substrate unter einem vorgegebenen Druck zusammengedrückt und auf eine Temperatur erhitzt, die ausreichend ist, um das Bindemittel in der Phosphorschicht dazu zu bringen, an der Vorderelektrode anzuhaften. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Vorderelektrode mit einem Haftvermittler vorbehandelt, um die Adhäsion zwischen dem aneinander angrenzenden organischen und anorganischen Schichten zu fördern.
  • Nachdem die Phosphorschicht an die Vorderelektrode angebunden ist, wird das temporäre Substrat entfernt, wie in 5 illustriert ist. Die Adhäsion zwischen dem temporären Substrat 23 und der Rückelektrode 22' ist kleiner als die Adhäsion zwischen der Rückelektrode 22' und der dielektrischen Schicht 32'. Das temporäre Substrat 23 wird entfernt, wobei eine Mehrzahl von vollständigen Lampen zurückbleibt. Wenn das beschichtete temporäre Substrat nicht zugeschnitten oder mit einem Muster versehen worden ist, wird das Laminat dann wie gewünscht geschnitten, um entweder kleine Paneele oder individuelle EL-Lampen herzustellen. Die durch diesen Prozess hergestellten Lampen haben ein charakteristisch ruhigeres Erscheinungsbild als Lampen, die durch Siebdruck hergestellt wurden.
  • Der Prozess gemäß der Erfindung verwendet bestehende Materialien zur Herstellung von EL-Lampen zu geringeren Kosten und mit weniger Körnigkeit. Die Erfindung wird weiter durch die folgenden Beispiele illustriert. Beispiel 1 A. Farbzubereitung: Farbgrundformel:
    KynarTM 45%
    DMAC (Dimethylacetimid) 45%
    EB-Acetat 9%
    ModaflowTM 1%
  • Das EB-Acetat ist ein "Streckmittel", d. h., das Material hindert die Farbe daran, zu schnell zu trocknen. Modaflow ist ein Fließmittel, d. h., das Material verhindert Blasenbildung. Diese Materialien sind hilfreich, aber nicht kritisch. B. Rückleiterfarbformel, Auftragung und Härtung:
    Grundfarbe 39,28%
    Silberflocken 53,64%
    DMAC 6,.02%
    EB-Acetat 1,06%
    Abziehbelag silikonbeschichtetes Papier
  • Die Farbe wird oben auf den Abziehbelag mit einem 0,05 mm-Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet. C. Dielektrische Farbformel, Auftragung und Härtung:
    Grundfarbe 55,0%
    BaTiO3 45,0%
  • Die Farbe wird oben auf den Druckleiter (s. o.) mit einem 0,05 mm-Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet. D. Phosphorfarbformel, Auftragung und Härtung:
    Grundfarbe 62,87%
    Phosphor 723 (≤ 27 μ) (500 mesh) 37,13%
  • Die Farbe wird oben auf den Rückleiter und die dielektrische Schicht (s. o.) mit einem 0,05 mm Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet.
  • E. Laminierung der gegossenen Lampe auf die Vorderelektrode:
  • Die gegossene Lampe wird in die gewünschte Form zugeschnitten, die auf die Vorderelektrode zu laminieren ist. Das Substrat mit der Vorderelektrode wird in die gewünschte Form zugeschnitten, üblicherweise in die Form der letztendlichen Lampe. Die Vorderelektrode wird mit einer Silanlösung behandelt. Eine dünne Schicht der Silanlösung wird auf die Vorderelektrode aufgetragen und mit heißer Luft getrocknet, um die Lösungsmittel zu verdampfen und um eine sehr dünne Schicht aus Silan oben auf der Vorderelektrode zurückzulassen. Die Zusammensetzung der Silanlösung ist:
    Methanol 93,1%
    Entionisiertes Wasser 4,9%
    Silan 2,0%
  • Anmerkung 1: Die Oberflächenbehandlung der Vorderelektrode ist nicht wesentlich, um eine Lampe herzustellen, aber sie verbessert die Bindung zwischen der Vorderelektrode und der Phosphorschicht.
  • Anmerkung 2: Das Material, das gemeinhin als "Silan" bezeichnet wird, ist nicht SiH4 (ein Gas), sondern ein Siloxan (eine Flüssigkeit), vorzugsweise N-(2-Aminoethyl)-3-Aminoporopyl-Trimethoxysilan.
  • Nachdem das temporäre Substrat beschichtet ist, wird ein Paneel unter den folgenden Bedingungen in einer Walzquetscheinrichtung zusammenlaminiert.
    Temperatur: Obere Walze: 168°C
    Untere Walze: Raumtemperatur.
    Walzengeschwindigkeit ≈ 2,4 m/min.
  • Das Substrat mit der Vorderelektrode wird gerade zugeführt, während die Lampenschicht auf dem Abziehbelag halb um die heiße Walze gewickelt ist und dann in den Quetschspalt geführt wird. Die Lampe wird Phosphorschicht an Vorderelektrode laminiert. Ein Laminator mit heißen Platten könnte alternativ verwendet werden, um gegossen-laminierte Lampen herzustellen. Beispiel 2 A. Farbzubereitung: Acryloidlösung:
    B-44TM Acryloid 40,0%
    DMAC 60,0%
  • Die Acryloidlösung wirkt als Härter. Die Lösung härtet die Schichten und verbessert den Widerstand gegenüber Kurzschlüssen, wenn Lampen aus einem Paneel ausgeschnitten oder ausgestanzt werden. B. Rückleiterfarbformel, Auftragung und Härtung:
    Grundfarbe (wie in Beispiel 1) 33,43%
    Acryloidlösung 5,36%
    Silberflocken 51,58%
    DMAC 7,70%
    EB-Acetat 1,93%
  • Die Farbe wird oben auf einen Abziehbelag mit einem Spalt von 0,05 mm walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet. C. Dielektrische Farbformel, Auftragung und Härtung:
    Grundfarbe (wie in Beispiel 1) 45,18%
    Acryloidlösung 7,25%
    DMAC 4,72%
    EB-Acetat 1,93%
    BaTiO3 41,80%
  • Die Farbe wird oben auf den Rückleiter (s. o.) mit einem 0,05 mm-Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet. D. Phosphorfarbformel, Auftragung und Härtung:
    Grundfarbe (wie in Beispiel 1) 54,68%
    Acryloidlösung 8,78%
    Phosphor 51,58%
    Phosphor 723 (≤ 27 μ) (500 mesh) 36,54%
  • Die Farbe wird oben auf den Rückleiter und die dielektrische Schicht (s. o.) mit einem 0,05 mm-Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet.
  • E. Laminierung der gegossenen Lampe auf die Vorderelektrode:
    • Temperatur: Obere Walze: 177°C
    • Untere Walze: 179°C.
    • Walzengeschwindigkeit ≈ 0,6 m/min.
    • Druck ≈ 152 kPa.
  • Die Vorderelektrode wurde vor dem Laminieren mit Silanlösung (gemäß der obigen Formel) behandelt. Das Substrat mit der Vorderelektrode und der Abziehbelag mit den Lampenschichten wurden beide gerade in den Quetschspalt eingeführt. Die Lampe wurde Phosphorschicht an Vorderelektrode laminiert. Beispiel 3 A. Farbzubereitung: Farbgrundformel:
    PVDF/HFP 34,9%
    DMAC (Dimethylacetimid) 51,5%
    EB-Acetat 12,9%
    ModaflowTM 0,7%
    B. Rückleiterfarbformel, Auftragung und Härtung:
    Farbgrundformulierung 23,4%
    synthetischer Graphit 40,9%
    DMAC 28,7%
    EB-Acetat 7,0%
  • Die Farbe wird oben auf einen Abziehbelag mit einem 0,05 mm-Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet. C. Dielektrische Farbformel, Auftragung und Härtung:
    Farbgrundformulierung 61,4%
    BaTiO3 38,6%
  • Die Farbe wird oben auf den Rückleiter (s. o.) mit einem 0,05 mm-Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet. D. Phosphorfarbformel, Auftragung und Härtung:
    Farbgrundformulierung 65,6%
    Phosphor 34,4%
  • Die Farbe wird oben auf den Rückleiter und die dielektrische Schicht (s. o.) mit einem 0,05 mm Spalt walzaufgestrichen und bei 120°C für 10 min. getrocknet.
  • E. Laminierung der gegossenen Lampe auf die Vorderelektrode:
  • Die gegossene Lampe wird in die gewünschte Form zugeschnitten, die wie oben im Beispiel 2 auf die Vorderelektrode zu laminieren ist.
  • Wie bis hierher beschrieben, werden die Rückelektrode, die dielektrische Schicht und die Phosphorschicht zusammen behandelt, um ein großflächiges Paneel herzustellen. Kleinere Lampen oder Lampen von variierenden Formen können durch Zuschneiden des Paneels hergestellt werden. Es ist jedoch bevorzugt, die dielektrische Schicht oder die Phosphorschicht nicht zu schneiden oder mit einem Muster zu versehen. Weil die Phosphorschicht nur dort leuchtet, wo sich die Vorderelektrode und die Rückelektrode überlappen, ist es nur notwendig, eine oder beide der Elektroden mit einem Muster zu versehen, um Lampen von unterschiedlichen Formen und Größen auf einem einzigen Substrat herzustellen. So können eine walzaufgestrichene dielektrische Schicht und eine walzaufgestrichene Phosphorschicht mit gemusterten oder flächigen, d. h. nicht gemusterten, Elektroden in vier Kombinationen laminiert werden, bei denen die Rückelektrode durch Walzbestreichen eines temporären Substrats ausgebildet sein kann oder nicht.
  • Figure 00130001
  • Beschichtete transparente Substrate sind kommerziell von verschiedenen Verkäufern erhältlich. Die transparente Frontelektrode auf solch einem Substrat wird, falls erwünscht, gemustert, beispielsweise durch chemisches Ätzen oder durch Laserätzen, und dann so wie benötigt mit Sammelschienen bedruckt und mit Silan behandelt. 6 illustriert die Schritte des Walzaufstreichens der dielektrischen Schicht 32 und des Walzaufstreichens der Phosphorschicht 42 auf das temporäre Substrat 42. Wie in 7 illustriert ist, werden diese zwei Schichten dann auf die Vorderelektrode 52 laminiert. Das temporäre Substrat 23 wird dann entfernt und kann wieder verwendet werden.
  • 8 illustriert den Schritt des Walzaufstreichens der Rückelektrode 22 auf ein temporäres Substrat 63. Nach dem Trocknen gibt es verschiedene mögliche Alternativen für den nächsten Schritt in dem Prozess. Das Substrat 63 und die Rückelektrode 22' können in eine Mehrzahl von kleineren Formen geschlitzt, zugeschnitten oder gestanzt werden; oder die Rückelektrode kann auf die dielektrische Schicht eines Paneels laminiert werden. Wie in 9 illustriert ist, wird die Rückelektrode auf die dielektrische Schicht 32' laminiert. Wenn die Rückelektroden zugeschnitten oder gemustert wurden, werden die Stücke in einer für die Laminierung mit der dielektrischen Schicht geeigneten Aufspanneinrichtung gehalten. Z. B. ermöglicht es das Schlitzen des temporären Substrats 63 und das leichte Trennen eines Teils der Rückelektrode von dem anderen Teil, einen sehr schmalen Spalt zwischen den Teilen auszubilden.
  • 10 illustriert das Herstellen einer Vielzahl von EL-Lampen durch Siebdrucken aufeinander folgender Schichten und durch Schlitzen des Substrats in Streifen von Lampen. Das transparente Substrat 71 wird auf seiner oberen Oberfläche mit einer dünnen, transparenten, leitfähigen Beschichtung (nicht gezeigt) aus ITO beschichtet. Die Phosphor-/dielektrischen Schichten 81, 82, 83 und 84 werden dann in langen Streifen, die innerhalb der Zeichenebene verlaufen, siebgedruckt. Dann werden leitfähige Streifen 91, 92, 93 und 94, wobei jeder Streifen über einer Phosphor-/dielektrischen Schicht und dem Spalt auf einer Seite der Phosphor-/dielektrischen Schicht liegt. So wie es in 10 illustriert ist, wird der Spalt rechts von jeder Phosphor-/dielektrischen Schicht abgedeckt.
  • Das Paneel 70 wird dann entlang von Schnittlinien 95, 96 und 97 geschlitzt, um eine Mehrzahl von kleineren, lang gestreckten Paneelen auszubilden. Die Schnittlinien schneiden die rechten Kanten jeder Phosphor-/dielektrischen Schicht, wodurch der leitfähige Streifen oben auf der Schicht von dem leitfähigen Streifen in dem Spalt getrennt wird. Der Teil des leitfähigen Streifens auf einer Phosphor-/dielektrischen Schicht ist die Rückelektrode, und der Teil des leitfähigen Streifens in dem Spalt ist eine Sammelschiene, die elektrisch an die Vorderelektrode angeschlossen ist. Eine Mehrzahl von Lampen wird aus jedem kleineren lang gestreckten Paneel ausgeschnitten oder ausgestanzt.
  • Ein Problem bei dieser Technik ist, dass der schmale Spalt zwischen den leitfähigen Streifen, der bei 99 angezeigt ist, einen Teil der dielektrischen Schicht exponiert, um die Vorderelektrode von der Rückelektrode zu trennen. Dieser Spalt ist schwer präzise zu steuern und muss breiter als gewünscht sein, um Kurzschlüsse zu verhindern. Ein anderes Problem ist, dass der Prozess verschwenderisch mit Lampenmaterial umgeht, weil einiges des Lampenmaterials verwendet wird, um die Vorder- und Rückelektroden isolieren und unbeleuchtet bleibt.
  • 11 ist ein Beispiel für die Herstellung von Lampen unter Verwendung von walzbestrichenen Paneelen gemäß der Erfindung. Das transparente Substrat 101 wird an seiner oberen Oberfläche mit einer dünnen, transparenten leitfähigen Beschichtung (nicht gezeigt) aus ITO beschichtet. Leiterbahnen 103, 104, 105 und 106 werden durch Walzstreichbeschichten eines temporären Substrats mit leitfähiger Farbe, Trocknen, Schneiden des temporären Substrats in Streifen und Laminieren der Streifen auf das Substrat 101 ausgebildet. Die Sammelschienen erstrecken sich in der Zeichenebene und stellen einen Kontakt mit niedrigem Widerstand zu der ITO-Schicht bereit.
  • Die Phosphor-/dielektrischen Schichten 111, 112 und 113 werden auf ein temporäres Substrat walzaufgestrichen, gefolgt von Rückelektroden 121, 122 und 123, wie in Verbindung mit 3 beschrieben wurde. Das temporäre Substrat wird in Streifen geschnitten, und die Streifen werden auf das transparente Substrat 101 laminiert. Vorzugsweise werden die Phosphor-/dielektrischen Schichten zur selben Zeit wie die Sammelschienen laminiert und liegen wie gezeigt an einer Seite an einer Sammelschiene an. Das Paneel 100 wird dann entlang von Schnittlinien 125, 126, 127 und 128 geschlitzt, um eine Mehrzahl von kleineren langgestreckten Paneelen auszubilden. Aus diesen Paneelen wird eine Mehrzahl von Lampen ausgeschnitten oder ausgestanzt. Die Steuerung von Abständen ist viel präziser als bei dem in 10 illustrierten Prozess, was Spalte von 10 tausendstel Zoll oder weniger erlaubt. Noch signifikanter ist, dass der Prozess kontinuierlich sein kann, was die Kosten der Herstellung der Lampen reduziert.
  • Die Erfindung stellt so einen kostengünstigen Prozess für die Herstellung von EL-Paneelen bereit, bei dem die Paneele eine große Fläche haben können und im Wesentlichen kontinuierlich produziert werden. Wenn sie leuchten, zeigen die Paneele weniger Körnigkeit als Paneele mit einer oder mehreren siebgedruckten Schichten. Der Prozess zum Herstellen von EL-Paneelen verwendet bestehende Materialien effizient, um chemisch kompatible aneinander anliegende Schichten bereitzustellen. EL-Lampen können wegen der feinen Liniengeometrien und eines minimalen Handlings des transparenten Substrats mit weniger Defekten, wie beispielsweise Kurzschlüssen und Kratzern hergestellt werden.
  • Nachdem die Erfindung so beschrieben wurde, wird es den Fachleuten aufscheinen, dass verschiedene Modifikationen innerhalb des Bereichs der Erfindung gemacht werden können. Z. B. können andere Lösungsmittel anstelle von DMAC verwendet werden. Jegliches Lösungsmittel, das in der Lage ist, die Harze zu lösen, kann substituiert werden. Andere Harze können als Bindemittel verwendet werden, solange (1) das Harz während der Laminierung wieder flüssig gemacht werden kann und (2) das Harz ausreichend an der transparenten Vorderelektrode anhaftet. Bindemittel, die nicht wieder flüssig gemacht werden können und die nicht an der Vorderelektrode anhaften, können verwendet werden, wenn eine Beschichtung aus Harz (Klebstoff) entweder auf die Vorderelektrode oder die Phosphorschicht aufgetragen wird. Dieses Harz wird während des Laminierungsprozesses wieder flüssig und bindet die Phosphorschicht an die Vorderelektrode. Wegen der niedrigen dielektrischen Konstante des Harzes wird die Lampe jedoch signifikant weniger leuchten, als sie leuchten würde, wenn die Phosphorschicht direkt an der Vorderelektrode befestigt wäre. Um diesen Verlust an Helligkeit zu minimieren, kann das Harz mit leitfähigen Partikeln, wie beispielsweise aus Indiumoxyd oder Indiumzinnoxyd versetzt sein. Die Rückelektrode kann andere leitfähige Partikel anstelle von Silberflocken verwenden, wie beispielsweise aus Kohlenstoff, Graphit oder Nickel. Andere vakuumabgelagerte Metalle oder leitfähige Beschichtungen können als transparente Vorderelektrode anstelle von ITO verwendet werden. Gesputtertes ITO ist die bevorzugte Vorderelektrode. Eine Metallfolie, z. B. Aluminium oder Kupfer, kann für die Rückelektrode verwendet werden. In einigen Anwendungen kann das temporäre Substrat auf dem Paneel belassen werden. Graphiken können vor oder nach der Laminierung zu dem transparenten Substrat hinzugefügt werden, z. B. durch Überdrucken des Paneels oder durch Laminieren eines separaten Bogens, der die Graphik enthält, auf die Außenseite des transparenten Substrats, wenn die dielektrische Schicht und die Phosphorschicht laminiert werden. Das Phosphor- und das dielektrische Material können in zwei separaten Beschichtungen oder in einer einzigen Beschichtung aufgetragen werden. Selbst wenn sie getrennt aufgebracht werden, verbinden sich die beiden Schichten beim Laminieren etwas, d. h. die Grenze zwischen den Schichten ist nicht scharf.

Claims (5)

  1. Verfahren zum Herstellen von Elektrolumineszenzlampen, wobei das Verfahren die Schritte aufweist: Bereitstellen eines transparenten Substrats (51) mit einer transparenten leitfähigen Schicht (52) auf einer Hauptoberfläche desselben, welche eine Vorderelektrode definiert; Bereitstellen eines temporären Substrats (23) mit einer Hauptoberfläche; Auftragen einer Rückelektrode (22') auf die Hauptoberfläche des temporären Substrats; Auftragen einer dielektrischen Schicht (32') auf die Rückelektrode; Auftragen einer Phosphorschicht (42') auf die dielektrische Schicht; und Laminieren der Phosphorschicht (42') auf die transparente leitfähige Schicht (52).
  2. Prozess wie in Anspruch 1 dargelegt, wobei dem Laminierschritt der Schritt des Entfernens des temporären Substrats folgt.
  3. Prozess wie in Anspruch 1 oder 2 dargelegt, wobei die Rückelektrode (22') durch Walzaufstreichen aufgebracht wird, die dielektrische Schicht (32') durch Walzaufstreichen aufgebracht wird und die Phosphorschicht (42') durch Walzaufstreichen aufgebracht wird.
  4. Prozess wie in Anspruch 1, 2 oder 3 dargelegt, wobei dem Schritt des Auftragens der Rückelektrode (22') der Schritt eines zumindest teilweisen Trocknens der Rückelektrode (22') folgt, dem Schritt des Auftragens der dielektrischen Schicht der Schritt eines zumindest teilweisen Trocknens der dielektrischen Schicht (32') folgt und dem Schritt des Auftragens der Phosphorschicht der Schritt eines zumindest teilweisen Trocknens der Phosphorschicht (42') folgt.
  5. Verfahren nach Anspruch 3, das weiterhin den Schritt umfasst: Versehen der leitfähigen Schicht (52) mit einem Muster vor dem Laminieren der Phosphorschicht.
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