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Die
Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur Kalibrierung
und Korrektur der Ausgabewerte eines Halbleiter-Abbildungsgerätes.
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Kalibrierungstechniken
werden in der Regel bei einer Vielzahl von Geräten verwendet, um eine Skala
zu bestimmen, die den wahren Wert eines Parameters in Abhängigkeit
vom Ausgabewert des Gerätes
definiert. Eine Kalibrierung wird beispielsweise in Kalorimetern
und Spektrometern angewendet, um das Ausgabe-Energiespektrum des Gerätes zu ermitteln.
Zur Kalibrierung gehört
in der Regel der Betrieb des Gerätes
unter bekannten Bedingungen, beispielsweise eine bekannte Menge
Energie, die auf ein Kalorimeter auftrifft, und das Ermitteln des
Ausgabewertes in Abhängigkeit
von diesen Bedingungen. Während
des anschließenden
Betriebes wird die Kalibrierungsfunktion umgekehrt, und die auftreffende Energie
wird mittels der umgekehrten Kalibrierungsfunktion anhand des Ausgabewertes
vom Gerät
ermittelt.
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Aus
EP 0 601 534 ist en Verfahren
zur Kalibrierung eines InfrarotAbbildungsgerätes mit Kompensation der Uneinheitlichkeit
der Anordnungen der Infrarotfokalebenen. Die Kalibrierungsoperation
misst die von Detektorelementen in der Fokalebenen-Anordnung erzeugte
Reaktion auf ein breites Spektrum bekannter Signalflussstärken infraroter
Strahlung, die von einem gleichmäßig schwarzen
Körper
unter kontrollierten Bedingungen abgegeben wird. Dieses Verfahren
ist mit zahlreichen Nachteilen behaftet. Beispielsweise wird eine
teure Strahlungsquelle benötigt.
Des Weiteren sind bei jeder Kalibrierung des Abbildungsgerätes mehrere
Bestrahlungsvorgänge erforderlich.
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Die
Halbleiter-Pixelgeräte,
die bis auf den heutigen Tag vermutlich am weitesten verbreitet
sind, arbeiten mit CCD-Technologie (CCD = Charge-coupled Device).
In einem CCD-Gerät
werden analoge Ausgangssignale digitalisiert und zu einem Bild verarbeitet.
Die japanischen Patentanmeldungen JP07/236093 und JP07/236094 beschreiben CCD-Systeme,
bei denen Pixelausgabewerte einem Korrekturfaktor unterworfen werden,
um einen Wert zu erhalten, der für
das sichtbare Licht steht, das auf die Pixel eines CCD-Gerätes auftrifft.
In JP07/236093 erfolgt die Korrektur um den Grund-Dunkelstrom des Fotodetektors.
Für eine
bestimmte Bildaufnahmedauer wird die Ladung je Pixel, die auf den
Detektor-Dunkelstrom zurückgeht,
gespeichert und anschließend
als ein Korrekturwert auf die Pixel-Ausgangssignale angewendet,
so dass sich ein korrigierter Wert für das Licht ergibt, das auf
die Pixel auftrifft, wenn Licht vorhanden ist. In JP07/236094 wird
ein Referenzbildsensor zur Speicherung eines Wertes für das Umwandeln
eines Ladungswertes zu einer Menge einfallenden Lichts verwendet,
woraufhin dieser "Korrektur"-Wert auf das Ausgangssignal
des Echtbildsensors angewendet wird, um Ladung zu einem Wert umzuwandeln,
der für
das Licht steht, das auf das Abbildungsgerät auftrifft.
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Abbildungsgeräte, -systeme
und -verfahren für
die Bildaufnahme mittels energiereicher Strahlung (beispielsweise
Röntgenstrahlung,
Gammastrahlung, Betastrahlung und Alphateilchen) sind aus WO-A-95/33332 bekannt,
die dem Erwerber der vorliegenden Anmeldung gehört. Die Abbildungsgeräte ermöglichen
das mehrfache sukzessive Auftreffen von Strahlung auf einer Stelle
eines Pixeldetektors (Pixelzelle), die in einem Halbleitersubstrat
in entsprechende Ladungsimpulse umgewandelt wird. Die Ladungsimpulse
an jeder Pixeldetektor-Stelle werden in einer entsprechenden Pixelschaltung
gespeichert. Die gespeicherte Ladung, die der Menge von einigen
Dutzend bis zu mehreren tausend Strahlungstreffern entsprechen kann,
wird dann ausgegeben und zu einem Bildpixelwert digitalisiert, der
idealerweise der Anzahl der gespeicherten Strahlungstreffer für die jeweilige
Pixelstelle entspricht.
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Jedes
Abbildungsgerät
enthält
Zehn- oder gar Hunderttausende Pixel. Jede Pixelschaltung besitzt
ihre eigene ladungsspeichernde Kapazität und ihre eigenen Schalt-
und Schutzkomponenten, die allesamt nur insoweit identisch sind,
wie es die Grenzen der derzeitigen oder künftigen Verarbeitungstechnologie
(beispielsweise ASIC-Technologie) zulassen. In der Praxis bedeutet
das, dass es keine Einheitlichkeit in den Pixelanordnungen gibt.
Des Weiteren sollte der Ausgabewert jedes Pixels Idealerweise in
linearer Beziehung zur Anzahl der gespeicherten Strahlungstreffer
auf diesem Pixel stehen, aber in der Realität ist diese Beziehung nicht-linear.
Diese Faktoren setzen der Qualität
des Ausgabewertes solcher Abbildungsgeräte Grenzen. Diese Grenzen können nicht
durch Vergleichen mit einem Referenzsensor aufgehoben werden, weil
ein Referenzsensor selbst unterschiedliche Eigenschaften und Parameter
hat.
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Demgemäß ist es
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein System
zur Verfügung
zu stellen, mit dem die Beschränkungen, die
Geräten
nach dem Stand der Technik anhaften, gemindert werden.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Kalibrieren von
Pixelwerten bereitgestellt, die von jeweiligen Pixelzellen eines Abbildungsgerätes ausgegeben
werden, wobei jede dieser Pixelzellen eine Pixelschaltung zum Speichern
von Ladung in Reaktion auf Strahlung, die auf das Abbildungsgerät auftrifft,
umfasst, wie in Anspruch 1 definiert, wobei das Verfahren folgendes umfasst:
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- a) Bestimmen einer Umwandlungsfunktion für jede Pixelzelle,
wobei diese Umwandlungsfunktion für eine nicht-lineare Reaktion
eines Pixels repräsentativ
ist und durch die Kombination einer Reaktionsfunktion und eines
Skalenparameters gebildet wird, enthaltend die folgenden Schritte:
i)
Anlegen zuvor festgelegter Pixelschaltungseingangsspannungen an
jede Pixelschaltung und Bestimmen der Reaktionsfunktion für jede Pixelschaltung
als repräsentativ
für die
Beziehung zwischen Pixelausgabewerten und den zuvor festgelegten
angelegten Pixelschaltungseingangsspannungen, und
ii) Bestimmen
des Skalenparameters für
jede Pixelzelle als repräsentativ
für die
Unterschiede bei der gespeicherten Ladung, die von verschiedenen Pixelzellen
in Reaktion auf eine angelegte Eingangsstrahlungsintensität gespeichert
wird, und
- b) Definieren einer Datenstruktur, die einen Eintrag für die Umwandlungsfunktion,
die für
jede Pixelzelle bestimmt wurde, umfasst und auf die zugegriffen
werden kann, um die Umwandlungsfunktion, die für die Pixelzelle bestimmt wurde,
auf einen Wert anzuwenden, der von dem Ausgabewert der Pixelzelle
abgeleitet wurde, um einen korrigierten Wert zu berechnen, der eine
gewünschte
Beziehung zu der Strahlung aufweist, die auf die Pixelzelle auftrifft.
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Schritt
(a) (i) umfasst vorzugsweise für
jede Pixelzelle das Einbetten von Pixeleingangswerten als Funktion
entsprechender Pixelausgabewerte, dergestalt, dass sich eine parametrisierte
Beziehung zwischen den Pixeleingangswerten und den entsprechenden
Pixelausgabewerten ergibt.
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Die
Reaktionsfunktion wird vorzugsweise durch externes Variieren eines
Pixeleingangswertes zu den Pixelzellen und Aufzeichnen des Pixelausgabewertes
bestimmt. Der extern variierte Pixeleingangswert kann ein Spannungswert
eines Ladungsspeichermittels der Pixelzelle sein, beispielsweise
eines Feldeffekttransistors (FET) und/oder eines Kondensators.
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Außerdem umfasst
Schritt (a)(ii) vorzugsweise das Anlegen eines Pixeleingangssignals
an die Pixelzellen und das Aufzeichnen des Ausgabewertes der jeweiligen
Pixelzellen. Das Pixeleingangssignal kann eine Menge an Strahlung
von einer externen Quelle sein.
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Vorzugsweise
definiert der Pixelausgabewert von einer Pixelzelle für die Strahlungsmenge den
Skalenparameter für
die Pixelzelle.
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Des
Weiteren wird der Schritt (a) (i) vorzugsweise vor dem Schritt (a)(ii)
ausgeführt,
und der Skalenparameter wird abgeleitet, indem der Pixelausgabewert
von dem Pixel für
die Strahlungsmenge in die Reaktionsfunktion eingebettet wird.
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In
die Tabelle sind vorzugsweise bei jedem Eintrag Parameter der Reaktionsfunktion
und der Skalenparameter für
jede jeweilige Pixelzelle eingebettet.
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Für jede Pixelzelle
sind vorzugsweise Pixeleingangswerte als Funktion der entsprechenden
Pixelausgabewerte dergestalt eingebettet, dass sich eine parametrisierte
Beziehung zwischen den Pixeleingangswerten und den entsprechenden
Pixelausgabewerten ergibt. Hier sind in der Tabelle an jedem Eintrag
Parameter der Umwandlungsfunktion für eine jeweilige Pixelzelle
eingebettet.
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Die
Tabellenwerte werden vorzugsweise vor der Aufnahme des Bildes bestimmt.
Die Tabelle wird dann während
der Bildaufnahme oder anderweitig vor der Bildwiedergabe dazu verwendet,
Pixelausgabewerte für
jeweilige Pixelzellen umzuwandeln, so dass umgewandelte Ausgabewerte
für diese
Pixelzellen entstehen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die umgewandelten Ausgabewerte in eine lineare
Beziehung zur Anzahl der gespeicherten Strahlungstreffer oder zu
der gespeicherten Menge des Lichts auf der entsprechenden Pixelzelle
gesetzt. Es können
aber erforderlichenfalls auch andere Beziehungen hergestellt werden.
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Bei
dem Verfahren kann die Tabelle auch mit neuen Werten aktualisiert
werden, wenn sich Faktoren, welche die Pixelzellenleistung beeinflussen, ändern, beispielsweise
wenn sich Faktoren wie Temperaturschwankungen, Signalintegrationszeiten,
Belichtungszeiten usw. ändern.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung wird ein Abbildungssystem nach Anspruch
18 bereitgestellt, das ein Abbildungsgerät mit einer Anordnung von Pixelzellen
zum Erzeugen von Pixelausgabewerten zur Herstellung eines Digitalbildes
umfasst.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird eine Karte (Tabelle) mit einem Eintrag, der eine
Menge an Parametern umfasst, für
jedes Pixel erzeugt, wobei jeder Eintrag alle notwendigen Parameter
für das
betreffende Pixel enthält,
um die nicht-lineare Reaktion eines jeden Pixelausgabewertes auf
einfallende Strahlung und die Uneinheitlichkeit zwischen den Pixeln
zu korrigieren. So kann die jedem Pixelwert zugewiesene Grau- oder
Farbskala der Gesamtzahl der in jedem Pixel gespeicherten Strahlungstreffer
direkt und linear proportional angepasst werden. Natürlich kann
auch eine andere gewünschte
Beziehung zwischen der jedem Pixelwert zugewiesenen Grau- oder Farbskala
und der Anzahl der im Pixel gespeicherten Strahlungstreffer hergestellt
werden.
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Es
ist zu beachten, dass die meisten dem Stand der Technik entsprechenden
Halbleiter-Strahlungsabbildungssysteme
auf Strahlungstreffer-Einzelzählung basieren.
Oder anders ausgedrückt: Wenn
ein Strahlungstreffer auf dem Detektor auftrifft, so wird er ausgelesen
und mit einem Ladungsschwellenwert verglichen. Wenn die festgestellte
Ladung den Schwellenwert überschreitet
(was in der Regel dem Schutz vor elektronischem Rauschen und gestreuten
Strahlungstreffern dienen soll), so wird der Treffer akzeptiert.
In dieser Betriebsart sind Uneinheitlichkeit zwischen Pixeln und
nicht-lineare Reaktion eines jeden Pixels kein Problem, solange
die gespeicherte Ladung den Schwellenwert übersteigt.
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Die
vorliegende Erfindung findet besonders auf Geräte mit Mehrfachtrefferladungsspeicherung Anwendung,
wie sie beispielsweise in WO-A-95/3332 beschrieben sind. Solche
Geräte
besitzen den Vorteil, dass sie in der Lage sind, Strahlung zu speichern,
die auf eine Pixelzelle auftrifft, mit dem Ergebnis, dass sie jede
praktisch verwertbare Strahlungsintensität verarbeiten können, wenn
eine Treffer-Einzelzählung
nicht realisierbar ist. Zu Anwendungen mit hoher Strahlungsintensität gehören beispielsweise
herkömmliche
Röntgenradiografie, Mammografie,
Echtzeit-Röntgenbilddarstellung
usw.
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Die
Kalibrierungskarte kann einmal vor jedem Bild oder weniger häufig erstellt
werden, wenn das Pixelgerät
und seine Umgebung sich nicht wesentlich verändern (beispielsweise einmal
am Tag oder einmal im Monat). Die Kalibrierungskarte wird nach der
Umwandlung vorzugsweise in einem Analog-Digital-Wandler (ADW) gespeichert, beispielsweise
auf einer Analog-Digital-Wandler-Karte oder auf einem Computer,
der zur Bildverarbeitung und -wiedergabe verwendet wird.
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Im
folgenden werden Ausführungsformen der
Erfindung lediglich beispielhaft unter Bezug auf die begleitenden
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
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1 ist ein Blockschaubild
eines Abbildungssystems.
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1A ist eine schematische
Darstellung eines Feldeffekttransistors.
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2 ist ein Schaltplan eines
Beispiels einer Pixelschaltung für
ein Abbildungsgerät
des Abbildungssystems von 1.
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3 ist eine schematische
Darstellung eines Teils einer Abbildungsanordnung und einer Steuerelektronik
des Abbildungssystems von 1.
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4 ist eine schematische
Darstellung der Auslesungsstufen für eine Pixelschaltung.
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5 ist eine schematische
Darstellung des Abfalls einer Gitterspannung im Verhältnis zur
Zeit.
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6 ist eine schematische
Darstellung eines Beispiels einer Beziehung zwischen einer Pixelausgabespannung
und Analog-Digital-Wandler-Zählungen.
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7 ist eine schematische
Darstellung einer Tabelle für
Kartografierungsparameter.
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8 zeigt eine quadratische
Gleichung.
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1 ist ein Blockschaubild
eines Beispiels eines Abbildungssystems 10 mit einem Abbildungsgerät, wie es
in WO-A-95/33332 beschrieben ist. Es ist dargestellt, wie das Abbildungssystem
für die
Abbildungs eines Objekts 12 verwendet wird, das einer Strahlung 14 ausgesetzt
ist. Bei der Strahlung kann es sich beispielsweise um Röntgenstrahlung
handeln, und das Objekt kann beispielsweise ein Teil des menschlichen
Körpers
sein.
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Das
Abbildungsgerät
umfasst ein Aktivpixel-Halbleiter-Abbildungsgerät 16,
das mehrere Pixelzellen 18 umfasst. Das Abbildungsgerät erkennt direkt
einfallende energiereiche Strahlung wie beispielsweise Röntgenstrahlen, γ-Strahlen, β-Strahlen oder α-Strahlen und speichert
an jeder Pixelzelle mittels einer aktiven dynamischen Direktzugriffs- Pixelschaltung auf
oder neben einem entsprechenden Pixelzellendetektor Werte, die für die Strahlung
stehen, die auf diese Pixelzelle auftrifft.
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Das
Aktivpixel-Halbleiter-Abbildungsgerät kann als ein einzelnes Halbleitersubstrat
(beispielsweise Silizium) konfiguriert sein, wobei jede Pixelzelle
einen Pixeldetektor 19 und eine Aktivpixelschaltung 20 umfasst.
Das Aktivpixel-Halbleiter-Abbildungsgerät kann alternativ auch auf
zwei Substraten aufgebaut sein: eines mit einer Anordnung aus Pixeldetektoren 19 und
eines mit einer Anordnung aus Aktivpixelschaltungen 20,
wobei die Substrate beispielsweise mittels herkömmlicher Stoßbonding-Technologie mechanisch
miteinander verbunden sind.
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Jede
Pixelzelle 18 ist letztendlich auf dem Substrat durch (nicht
gezeigte) Elektroden definiert, die eine Vorspannung anlegen, um
eine Erkennungszone (d. h. den Pixeldetektor 19) für die Pixelzelle 18 zu
definieren. Aktivpixelschaltungen 20 in Form elektronischer
Strukturen (beispielsweise aus Transistoren, Kondensatoren usw.)
können
auf jeder Pixelzelle 18 oder an einer entsprechenden Stelle
auf dem zugehörigen
zweiten Substrat definiert werden, um Ladung zu speichern, die in
dem Pixeldetektor entsteht, wenn beispielsweise ein Photon oder
ein geladenes Strahlungsteilchen auf die Halbleiter-Erkennungszone der
Pixelzelle 18 auftrifft. Eine Aktivpixelschaltung 20 und
der Pixeldetektor 19 können
eine Größe im zweistelligen
Mikronbereich (beispielsweise 10-50 μm) aufweisen. Ein Beispiel einer
Aktivpixelschaltung wird im Zusammenhang mit 2 beschrieben.
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Die
Pixeldetektoren 19 werden mit einer Erkennungszone ausgebildet,
dergestalt, dass, wenn ein Photon im Halbleitersubstrat 16 an
einer Pixelzelle 18 photo-absorbiert wird und eine elektrische
Ladung erzeugt oder wenn eine geladene Strahlung die Erkennungszone
des Halbleitersubstrats 16 an einer Pixelzelle 18 ionisiert,
ein elektrischer Impuls von der Erkennungszone des Halbleitersubstrats
zur Aktivpixelschaltung 20 für diese Pixelzelle 18 fließt. Ein Wert,
welcher dem elektrischen Impuls zugeordnet ist, wird dann in einem
Aktivschaltungselement, entweder direkt als ein Ladungswert oder
als ein äquivalenter
Spannungs- oder Stromwert, dergestalt gespeichert, dass neue Ladung,
die aus nachfolgend eingehender Strahlung erzeugt wird, kontinuierlich hinzugefügt wird.
Beispiele möglicher
Speicherbausteine sind ein integrierter Kondensator oder das Gitter
eines integrierten Transistors. Der Prozess der Ladungsspeicherung
in einer Aktivpixelschaltung 20 setzt sich so lange fort,
bis Steuersignale von der Steuerungselektronik 24 ausgesendet
werden, einen Prozess des Auslesens von Informationen durch Adressierung
jeder Pixelzelle, praktisch in einer Direktzugriffsweise, von jeder
einzelnen Pixelzelle zu beginnen. Während des Auslesens der gespeicherten
Ladungswerte wird weiterhin Ladung gespeichert, weil das Auslesen
immer individuell für
das Erkennen von Pixelzellen erfolgt. Die Pixelschaltungen können nach
dem Auslesen zielgerichtet rückgesetzt werden,
um die Ladungsspeicherschaltungselemente zu entladen, und erst dann
sind Pixel für
eine sehr kurze Zeit inaktiv (praktisch keine Totzeit, wie zu sehen
sein wird). Das heißt,
nur während
des Rücksetzens
sind einzelne Pixel inaktiv.
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1a zeigt das Ladungsspeicherprinzip
eines Beispiels eines Pixelschaltungs-Ladungsspeicherelements. In diesem Beispiel
ist ein Feldeffekttransistor auf einem Halbleitersubstrat gebildet.
Insbesondere sind (n+)-dotierte Regionen 4 und 6 für die Quellenelektrode
bzw. die Abzugselektrode in einem Siliziumsubstrat 1 des
P-Typs ausgebildet. In einer Oxidschicht 2 sind Elektroden
für die
Quelle 3 und den Abzug 5 ausgebildet, wobei über der
Oxidschicht 2 eine Gitterelektrode 7 ausgebildet
ist. An der Gitterelektrode 7 eines Feldeffekttransistors (MOSFET)
wird mittels der FET-Gitterkapazität Ladung
gespeichert. Während
sich Ladung am FET-Gitter anspeichert, verringert dies die Elektronenkonzentration
in der FET-Inversionsschicht 8 (die Schicht mit den für den FET-Betrieb
benötigten
Minoritätselektronträgern). Die
Ladung, die maximal angespeichert werden kann, richtet sich nach
der zulässigen
Elektronen-Mindestdichte in der Inversionsschicht. Die Ladungsspeicherung
wird daher durch keinerlei Dunkelströme beeinflusst, die – wie im
Fall eines CCD – von
dem Siliziumvolumen herrühren, weil
in einem verarmten Volumen keine Ladung gespeichert wird. Die Ladungsspeicherkapazität richtet sich
allein nach der FET-Gitter-Gesamtfläche (die im wesentlichen dicht
bei der Pixelschaltungsfläche
liegen kann), der Dicke der Oxidschicht (deren Dicke im ein- oder
zweistelligen Nanometerbereich liegen kann) und dem FET-Dynamikbereich
(der die maximale Gitterspannung bestimmt). Es ist zu beachten, dass
es sich hierbei lediglich um ein Beispiel eines Pixelschaltungs-Ladungsspeicherelementes
handelt und dass Ladung auch in jedem anderen geeigneten Ladungsspeichermittel,
das in der jeweiligen Pixelschaltung implementiert ist, gespeichert
werden kann.
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Der
Pixelabstand braucht nicht größer zu sein
als 10 μm,
was zu einer ausgezeichneten Positionsauflösung und folglich zu einer
ausgezeichneten Bildauflösung
führt.
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2 veranschaulicht ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel
einer Aktivpixelschaltung 20 für eine Pixelzelle in einem
Beispiel eines Abbildungsgerätes, das
mit Feldeffekttransistoren (FETs) arbeitet, die zu einem Kaskodenverstärker angeordnet
sind. VBIAS 40 ist ein Vorspannungseingang an der Erkennungszone,
welche den Pixeldetektor 19 der Pixelzelle bildet. Der
Pixeldetektor 19 ist durch das Diodensymbol D11 dargestellt.
In der Pixelschaltung selbst ist SIGOUT 42 ein analoger
Signalausgang, und VANA 44 ist ein analoger Stromversorgungseingang.
RES-R-1 ist ein
Rücksezungseingang,
und ENA-R-1 ist ein Aktivierungseingang für die Pixelschaltung. In dem
Gitter eines Transistors M11A 50 wird Ladung gespeichert,
wenn sowohl der Eingang RES-R-1 46 als auch der Eingang
ENA-R-1 48 im Low-Zustand sind.
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Die
Gitterkapazität
bildet im Wesentlichen die Eingangsknotenkapazität (Gesamtkapazität), wodurch
die Ladungsspeicherkapazität
maximiert wird. In dieser Schaltung ergibt sich im Wesentlichen
die gesamte Eingangsknotenkapazität aus dem Ladungsspeichertransistor
M11A 50. Für
eine Pixelschaltung von 35 μm × 35 μm kann die
Kapazität
des M11A 50 2 pF betragen, und der Dynamikbereich der FET-Gitterspannung
kann wenigstens 2 Volt betragen. Das entspricht etwa 25.000.000
Elektronen an Speicherkapazität,
was mehr als 100-fache der Kapazität eines CCD mit der gleichen
Pixelgröße darstellt.
Es ist zu beachten, dass die 2 pF der FET-Kapazität im obigen Beispiel im wesentlichen
die gesamte Eingangsknotenkapazität der Pixelzelle ausmacht.
Im obigen Beispiel mit Pixeln von 35 μm × 35 μm liegt die parasitäre Gesamtkapazität des Detektors und
der übrigen
Elemente in jeder Pixelschaltung und im entsprechenden Pixeldetektor
im ein- bis zweistelligen fF-Bereich. Die Kapazität in dem
Ladungsspeicherbaustein sollte maximiert werden und in jedem Fall
deutlich höher
sein als die parasitäre Kapazität in jeder
Pixelzelle. Im obigen Beispiel beträgt die Kapazität des FET,
der als Ladungsspeicherbaustein in der Pixelschaltung fungiert,
mehr als 90 % der Gesamtkapazität
der Pixelzelle, welche einen Pixeldetektor und die entsprechende
Pixelschaltung umfasst. Infolge dessen wird im wesentlichen alle
gesammelte Ladung im Ladungsspeicher-FET gespeichert, anstatt unter
den Detektoren und den übrigen
Pixelschaltungselementen aufgeteilt zu werden.
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Es
ist klar, dass diese Schaltung nur ein Beispiel darstellt, wobei
die Ladungsspeicherkapazität mittels
eines Pixelladungsspeicherbausteins (wie beispielsweise ein FET-Gitter
oder ein Kondensator) maximiert wird, welcher den größten Teil
der Eingangsknotenkapazität
für jedes
Pixel ausmacht.
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Um
die Pixelzelle zu lesen, wird ENA-R-1 in einen High-Zustand versetzt,
so dass Strom vom Transistor M11A 50 durch den Transistor
M11B 52 zu SIGOUT 42 fließen kann. Die Pixelschaltung
wird rückgesetzt,
indem RES-R-1 in den High-Zustand versetzt wird, woraufhin, nachdem
RES-R-1 für
nur wenige Mikrosekunden im High-Zustand war, das Gitter des Transistors
M11A 50 um alle gespeicherte Ladung verarmt ist. Unmittelbar,
nachdem RES-R-1 46 in einen Low-Zustand geht, kann sich
Ladung am Gitter des Transistors M11A 50 anzusammeln beginnen.
Wenn an den Rücksetzungseingang
RES-R-1 46 kein Rücksetzungsimpuls
angelegt wird, so ist anzumerken, dass eine Lese-Operation, wenn der Aktivierungseingang
ENA-R-1 in den High-Zustand geht, nicht die Ladung vernichtet, sondern
statt dessen lediglich einen Stromfluss verursacht, welcher der
gespeicherten Ladung direkt proportional ist. Dies ermöglicht ein
mehrfaches Auslesen ohne Rücksetzen.
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3 ist eine schematische
Darstellung einer möglichen
Konfiguration der Steuerelektronik 24 von 1 und der Beziehung der Steuerelektronik 24 zu
einer m × n-Matrix
der Aktivschaltungen 20 der Pixelzellen 18. Zur
Vereinfachung der Darstellung ist in 3 eine
Anordnung aus 9 Pixelzellen veranschaulicht, und es sind lediglich
ein paar der Signalleitungen, welche den Pfad 22 in 1 bilden, gezeigt. Es versteht
sich, dass ein Abbildungsgerät
normalerweise deutlich mehr Pixelzellen enthält, als in 3 dargestellt sind. Die Zeilenansteuerungslogik 60 steuert
die Zeilenauslesung (ENA 74) und die Zeilenrücksetzung
(RES 76), und die Spaltenlogik 62 aktiviert (COL-sel)
das Auslesen von Ladungsspeicherwerten von jeder Pixelschaltung 20 in
Reaktion auf ein Taktsignal 79.
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Die
Steuerelektronik 24 enthält Zeilenansteuerungslogikschaltungen 60,
Spaltenadressierungslogikschaltungen 62, Stromversorgungsschaltungen 70,
Analog-Digital-Wandler 56 und die Signalverarbeitungsschaltungen 58.
Die Steuerelektronik 24 ist vorzugsweise teilweise, möglicherweise
sogar komplett, auf dem Substrat 16 an der Peripherie der Bildanordnung,
welche durch die Anordnung von Pixelzellen 18 gebildet
wird, implementiert.
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Die
Stromversorgungsschaltungen 70 versorgen die einzelnen
Aktivschaltungen 20 auf den Pixelzellen 18 über Leitungen 54 (die
in 3 schematisch dargestellt
sind) mit Strom und können
zusätzlich
so angeordnet sein, dass sie über
(nicht gezeigte) Leitungen die Vorspannung für die Elektroden, welche die
Pixelzellen definieren, zuführen.
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Die
Zeilenansteuerungslogik 60 gibt über Zeilenaktivierungs- und
-rücksetzungsleitungen 64 bzw. 66 (die
ebenfalls in 3 schematisch
dargestellt sind) Signale für
das Ansteuern von Spalten zum Auslesen bzw. Rücksetzen der einzelnen Aktivschaltungen 20 der
Pixelzellen 18 ab. Die Zeilenansteuerungsleitungen 64 und
die Zeilenrücksetzungsleitungen 66 sind
mit dem Aktivierungseingang ENA-R-1 48 bzw. dem Rücksetzungseingang RES-R-1 46 einer
jeden Pixelschaltung der Zeile verbunden. Des Weiteren sind in der
Zeilenansteuerungslogik 60 Zeilenaktivierungssignale 74 und
Zeilenrücksetzungssignale 76 zum
Abtasten aufeinanderfolgender Zeilen gezeigt. Es ist zu erkennen,
dass der Rücksetzungsimpuls 76 auf
den Zeilenaktivierungsimpuls 74 folgt, um das Rücksetzen
der Aktivschaltungen nach dem Auslesen zu bewirken.
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Die
Spaltenansteuerungslogik 62 umfasst im wesentlichen einen
Multiplexer für
das Ansteuern von Signalen, die über
die Spaltenleitungen 68 (ebenfalls in 3 schematisch dargestellt) ausgegeben
werden, wobei jede Spaltenleitung mit dem SIGOUT-Ausgang 42 einer
jeden Pixelschaltung 20 in der betreffenden Spalte verbunden
ist. Das COL-sel-Signal 78, das in der Spaltenansteuerungslogik 62 dargestellt
ist, steuert somit Spalten zum Auslesen der einzelnen Aktivschaltungen 20 der
Pixelzellen 18 an, die gerade durch die Zeilenaktivierungsimpulse 74 angesteuert
werden. In der gezeigten Ausführungsform
ist der Spaltenansteuerungsimpuls für aufeinanderfolgende Spaltenpositionen
in Reaktion auf das Taktsignal CLK 79 während eines Zeilenaktivierungszeitraums
getaktet, und zwar dergestalt, dass der Ladungsspeicherwert einer
jeweiligen Aktivpixelschaltung auf der gerade angesteuerten Zeile
bei jedem Taktimpuls ausgetaktet wird, bevor der Zeilenansteuerungsimpuls
zur nächsten
Zeile weiterschreitet. Jede Aktivpixelschaltung der gerade ausgelesenen
Zeile wird dann gleichzeitig durch den Zeilenrücksetzungsimpuls 76 rückgesetzt.
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Die
in 3 gezeigten Verbindungen
sind ohne weiteres mittels herkömmlicher
Doppelmetallisierungstechnologie realisierbar. Obgleich, wie unter Bezug
auf 3 beschrieben, die
Pixel sequenziell in einer zuvor festgelegten Reihenfolge ausgelesen werden,
ist klar, dass auf die Pixel praktisch in einer Direktzugriffsweise
mittels separater Zeilen- und Spaltenaktivierungssignale zugegriffen
wird. Es versteht sich ebenso, dass die Abtastrichtung umgekehrt
werden könnte
(Zeilen zu Spalten), oder es könnte
auch auf einzelne Pixel in einer völlig willkürlichen Reihenfolge mittels
geeigneter Zeilen- und Spaltenaktivierungssignale zugegriffen werden.
Es ist ebenso klar, dass der Grad an sequenzieller oder paralleler
Verarbeitung problemlos an die Anforderungen einer jeden Anwendung
angepasst werden kann. Beispielsweise können alle Zeilen gleichzeitig so
auf einen Aktivierungs-High-Zustand
gesetzt werden, dass der Spaltenansteuerungstakt alle Zeilen parallel
ausgibt, wodurch sich die Auslesungsrate erhöht. Das Rücksetzen von Zeilen muss nicht
der Auslesungsrate entsprechen. Nach mehrfachen Auslesungen kann
jede Zeile mit einer geringeren Rate als der Auslesungsrate rückgesetzt
werden. Es versteht sich, dass die Bezeichnung von Zeilen und Spalten willkürlich ist
und auch umgekehrt werden kann.
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Demgemäß wird in
einem Halbleiterpixelabbildungssystem, das nach dem Strahlungsspeichermodus
arbeitet, wie es aus WO-A-95/33332
bekannt ist, jeder Pixelladungswert in einem Analog-Digital-Wandler
(ADW) digitalisiert und anschließend an die Bildverarbeitungsvorrichtung
als ein digitaler Pixelausgabewert in Form einer Analog-Digital-Wandler-Zählung für jede Pixelzelle
ausgegeben.
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Beispielsweise
ist, wenn ein Bild in einer Einzelaufnahme gespeichert wird, das
Ausgangssignal des Gerätes
ein Reihen-ADWi, wobei der Index sich auf die Pixelanzahl bezieht.
Die Anzahl der Analog-Digital-Wandler-Zählungen
für ein
Pixel i ist ein Maß des
analogen Ladungswertes, der auf diesem Pixel gespeichert wurde.
Die Ladung Q wiederum, die auf einem Pixel i gespeichert wurde,
verhält
sich direkt proportional zur Anzahl der gespeicherten Strahlungstreffer,
d. h. Qi = Q(Anzahl der Treffer).
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Die
Beziehung zwischen der Anzahl der Strahlungstreffer und der gespeicherten
Ladung ist linear. Des Weiteren definiert eine Konstante die Umwandlung
von der Anzahl der Strahlungstreffer in einen Ladungswert, wobei
diese Konstante von der Strahlungsenergie und der Auswahl des Halbleitersubstrats
zum Umwandeln auftreffender Strahlung in einen elektrischen Impuls
abhängt.
In der Realität aber
verhalten sich die Menge der auf einem Pixel gespeicherten Ladung
und der Ausgabewert dieses Pixels oft nicht linear zueinander, und
es ist der Pixelausgabewert, der schlussendlich digitalisiert wird. Des
Weiteren kann es sein, dass, wenn in verschiedenen Pixeln die gleiche
Ladungsmenge gespeichert ist, die Ausgabewerte von diesen Pixeln nicht
identisch sind. Bei einer bestimmten Ladungsspeichermenge, die einer
bestimmten Anzahl an Strahlungstreffern entspricht, sollte jedes
Pixel idealerweise den gleichen Wert (ein Strom- oder Spannungswert)
ausgeben. Ebenso sollte sich, wenn die Ladungsspeichermenge auf
jedem Pixel verdoppelt oder verdreifacht wird, der Ausgabewert dieses
Pixels idealerweise linear verhalten, indem das Pixel einen doppelten oder
dreifachen Strom- bzw. Spannungswert ausgibt. In der Realität aber kommt
es zu einer Uneinheitlichkeit zwischen einzelnen Pixeln und zu einer
nicht-linearen Reaktion eines jeden Pixels.
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Es
ist eine Aufgabe einer Ausführungsform der
Erfindung, eine Korrektur für
jedes Pixel bereitzustellen, dergestalt, dass eine korrigierte ADW-Zählzahl für jedes
Pixel linear und einheitlich die gespeicherte Ladung und folglich
die Anzahl der gespeicherten Strahlungstreffer repräsentiert.
Die Abbildungsfunktion für
die Ausgabewertkorrektur wird in einer Ausführungsform der Erfindung anhand
von Daten extrahiert, die vom Abbildungsgerät selbst und nicht von einem
Referenzsensor bzw. einem Referenzgerät stammen. Ein Referenzsensor
bzw. ein Referenzgerät
ist immer nur ungefähr
dem Abbildungsgerät
gleich und kann niemals exakt die nicht-lineare Reaktion und die
Uneinheitlichkeit des Abbildungsgerätes widerspiegeln.
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Das
von der vorliegenden Erfindung verwendete Verfahren wird nun in
allgemeiner Form beschrieben, bevor eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben
wird, die in Verbindung mit dem aus WO-A-95/33332 bekannten Halbleiterpixelabbildungsgerät verwendet
werden soll.
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Es
leuchtet jedoch ein, dass die vorliegende Erfindung nicht auf diese
bevorzugte Ausführungsform
beschränkt
ist, sondern auch auf andere HalbleiterpixelAbbildungsgeräte und -systeme
angewendet werden kann, beispielsweise CCD-Systeme oder Systeme
mit Pixelbausteinen, die auf der Dünnfilmtechnologie basieren
(amorphe Si-Elemente, Selenbausteine usw.).
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Jedes
Pixel in einem Halbleiterabbildungsgerät besitzt Ladungsspeichermittel
zum Speichern von Ladung, die aus umgewandelter auftreffender Strahlung
stammt. Obgleich die aus WO-A-95/33332 bekannten Geräte einen
Ladungsspeicherbaustein in Form eines Kondensators und/oder eines
Feldeffekttransistors (FET) umfassen, kann in anderen Abbildungsgeräten Ladung
auch in der Pixelstreukapazität
gespeichert werden. Gespeicherte Ladung ändert eine Eigenschaft des
Ladungsspeicherbausteins. Wenn es sich beispielsweise bei dem Ladungsspeicherbaustein
um einen Feldeffekttransistor handelt, so ändert die gespeicherte Ladung
die Spannung des Gitters, wo die Ladung gespeichert ist. Eine veränderte Gitterspannung
führt zu
einer Änderung des
Ausgabewertes von dem Pixel, in der Regel eine Änderung eines Spannungs- oder Stromausgabewertes.
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In
einem Beispiel der Erfindung – und
vor der Speicherung eines Bildes – wird für jedes Pixel ein Parameter,
welcher die Menge der gespeicherten Ladung bestimmt, extern variiert.
Für unterschiedliche bekannte
Werte jenes Parameters wird der Ausgabewert des Pixels so digitalisiert,
dass sich ein ADW-Zählwert ergibt.
Dann wird eine Funktion zwischen den Eingangswert und den digitalisierten
Ausgabewert eingebettet, um eine Beziehung zwischen den ADW-Zählwerten und den entsprechenden
Pixelparameterwerten zu ermitteln, die ihrerseits zu der gespeicherten
Ladung in Beziehung steht.
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Als
ein Beispiel dafür
nehmen wir einmal ein Beispiel eines Abbildungsgerätes mit
einem Feldeffekttransistor für
jede Pixelzelle. Der Feldeffekttransistor für jede Pixelzelle speichert
Ladung von Impulsen, die in einem entsprechenden Pixeldetektor für die Pixelzelle
anhand entsprechender Strahlungstreffer erzeugt wurden. Das FET-Gitter,
wo die Ladung gespeichert wird, wird am Anfang jedes Operationszyklus' auf eine bestimmte
Spannung, beispielsweise 5 V, rückgesetzt.
Anschließend
fällt die
Gitterspannung in dem Maße
ab, wie Elektronen in Reaktion auf Impulse von jeweiligen Strahlungstreffern
angesammelt werden.
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Der
Betrag, um den die Gitterspannung abfällt, richtet sich nach der
Anzahl der angesammelten Elektronen und der FET-Gitterkapazität, d. h.
V = Q/C, wobei V die Differenz in der Gitterspannung ist (ein Wert
zwischen 0 und 5 Volt), Q die angesammelte Zahl der Elektronen ist
und C die FET-Gitterkapazität
ist. Wo anstelle von Elektronen Löcher gesammelt werden, kann
eine Rücksetzungsspannung
von 0 Volt oder ein anderer Wert nahe 0 Volt verwendet werden, und
der anschließende
Spannungswert steigt in Reaktion auf Impulse von jeweiligen Strahlungstreffern.
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In
jedem Fall führt
die endgültige
Gitterspannung zur Entstehung eines Pixelausgabewertes, bei dem
es sich in den meisten Fällen
um einen Spannungs- oder Stromwert handelt. Der Pixelausgabewert
wird anschließend
digitalisiert.
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In
einem Beispiel der Erfindung wird, um die Pixelzellen zu kalibrieren,
die FET- Gitterrücksetzungsspannung
extern justiert, beispielsweise auf 3 Volt, indem über die
Leitungen 54 der Stromzuleitungen VANA 44 einer
jeden Pixelschaltung (d. h. VR4 in 4)
3 Volt angelegt werden. Das ist das Gleiche, als wenn die Rücksetzung
5 Volt beträgt
und dann wegen angesammelter Elektronen um 2 Volt abfällt. Oder
anders ausgedrückt:
Die Verwendung der extern angelegten selektiven Rücksetzungsspannung kann
den Effekt einer Anzahl von Strahlungstreffern in einer Weise simulieren,
die sich in jeder Pixelzelle replizieren lässt. Durch das Auslesen des
Pixelausgabewertes und seine Digitalisierung für die gewählte Rücksetzungsspannung (beispielsweise
3 Volt) ohne Strahlung entspricht die Reaktion der Pixelzelle dem
Ergebnis, wonach die angesammelten Elektronen die Gitterspannung
um 2 Volt abfallen lassen. Der Pixelausgabewert für unterschiedliche
Rücksetzungsspannungen
wird in Bezug auf die jeweiligen Analog-Digital-Wandler-Zählungen
aufgezeichnet. Für
jeden Rücksetzungsspannungswert
erhält
man eine bestimmte Anzahl von Analog-Digital-Wandler-Zählwerten. Die Beziehung zwischen
den Rücksetzungsspannungswerten
und den Analog-Digital-Wandler-Zählwerten
wird dann in eine Funktion (beispielsweise eine quadratische Funktion)
eingebettet, um eine Funktion zum Berechnen der Beziehung zwischen
Spannungen am Gitter, wo Elektronen angesammelt werden, und den
Analog-Digital-Wandler-Zählwerten
zu erhalten.
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Oder
anders ausgedrückt:
Für jede
Pixelzelle wird ein Parameter, der zur Ladungsspeichermenge in Beziehung
steht, extern variiert, und der entsprechende Pixelausgabewert wird
aufgezeichnet, um die Reaktionsfunktion jedes Pixels abzuleiten.
Indem man anschließend
die ermittelte Funktion zur Verarbeitung von Pixelausgabewerten
verwendet, kann eine nicht-lineare Reaktionskorrektur angewendet
werden.
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Ebenso
wie die Korrektur der nicht-linearen Reaktion jedes Pixels auf gespeicherte
Ladung kann eine Ausführungsform
der Erfindung auch das Problem lösen,
wie mit der Uneinheitlichkeit zwischen Pixeln umzugehen ist. Obgleich
die Reaktionsfunktion den Parameter (beispielsweise die Gitterspannung am
Feldeffekttransistor) auf jedem Pixel zur gespeicherten Ladung in
Beziehung setzt, kann es sein, dass zwischen zwei verschiedenen
Pixeln mit dem gleichen Parameter die gespeicherte Ladung unterschiedlich
ist. Dies wird anhand des obigen Beispiels eines Feldeffekttransistors
erläutert.
Zwei verschiedene Pixel, auf denen zwei verschiedene Feldeffekttransistoren
zur Ladungsspeicherung implementiert sind, haben im allgemeinen
leicht unterschiedliche FET-Gitter-Kapazitäten. Selbst wenn die FET-Gitter-Spannungen
die gleichen sind, wäre
die Ladung auf dem ersten Pixel Q1 = C1 × V und auf dem zweiten Pixel
Q2 = C2 × V.
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Die
schlussendlichen Analog-Digital-Wandler-Zählungen,
die Grau- oder Farbwerte zugeordnet bekommen, sollten die Gesamtladung
auf jedem Pixel darstellen und nicht nur die Spannung des FET-Gitters.
Darum wird wegen dieser Uneinheitlichkeit zwischen Pixeln eine Korrektur
durchgeführt.
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Um
dies zu bewerkstelligen, nachdem die Reaktionsfunktion für jedes
Pixel erhalten wurde, wird unter Verwendung einer Strahlungsquelle
(beispielsweise einer Röntgenstrahlungsquelle)
ein "leeres" Bild gespeichert,
ohne dass sich ein Objekt zwischen der Strahlungsquelle und dem
Abbildungsgerät
befindet. Auf diese Weise gelangt eine gewisse Strahlungsmenge in
jedes Detektorpixel. Die Pixelausgabewerte werden dann aufgezeichnet
und zur Gewinnung eines Skalenparameters verwendet. Einen Skalenparameter
erhält
man über
die Reaktionsfunktion, die zuvor für einen bestimmten Pixelausgabewert
definiert wurde. Man nennt diesen Parameter einen Skalenparameter
für ein
bestimmtes Pixel, weil alle nachfolgend mit der Strahlungsquelle
und dem abzubildenden Objekt erhaltenen Pixeleingangswerte damit
verglichen werden und der korrigierte Pixelwert unter Bezug auf
diesen Parameter definiert wird. Oder anders ausgedrückt: Den
Skalenparameter leitet man ab, indem man den Pixelausgabewert von dem
Pixel für
die Strahlungsmenge in die Reaktionsfunktion einbettet.
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Es
wurde ein Verfahren zum Kalibrieren bzw. Korrigieren von Pixelwerten
eines Pixelabbildungsgerätes
und zum Erlangen von Pixelwerten linear und einheitlich proportional
zur Anzahl der auf jedem Pixel ankommenden Strahlungstreffer beschrieben. Das
Verfahren umfasst einen Schritt des Erlangens der nicht-linearen
Reaktion jedes Pixels auf einfallende Strahlung und einen zweiten
Schritt des Erlangens der Uneinheitlichkeits-Korrelation zwischen
Pixeln. Es wird eine Tabelle, eine Karte oder eine Anordnung mit
einem Eintrag je Pixel gespeichert, möglicherweise auf einer Karte,
auf der sich die Analog-Digital-Wandler 56 befinden, oder möglicherweise
in einem Speicher eines Computers, welcher den Bildprozessor 28 zum
Erzeugen von Bildern aus den Pixeldaten bildet. Jeder Eintrag in
der Tabelle umfasst eine Anzahl von Parametern, die eine Reaktionsfunktion
für jedes
Pixel definieren, sowie einen Skalenparameter zur Berücksichtigung
von Uneinheitlichkeit zwischen Pixeln definiert.
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Im
folgenden wird eine konkrete Ausführungsform der Erfindung für den Fall
eines Abbildungsgerätes,
wie es aus WO-A-95/33332 bekannt ist, beschrieben.
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4 ist eine schematische
Darstellung einer Pixelschaltung und des damit verbundenen Auslesungsprozesses.
Ein Rücksetzungs-FET 81 kann die
Gitterspannung eines ladungsspeichernden FET 82 entsprechend
einem vom Benutzer definierten Wert initialisieren. Nachdem der
ladungsspeichernde FET 82 auf einen Wert VR rückgesetzt
wurde, speichert er über
einen zuvor festgelegten Zeitraum ti Ladung.
Die Gitterspannungen erzeugen im FET 82 einen Strom, wenn
das betreffende Pixel durch Ändern der
Steuerspannungen Colxxx und Rowxxx in
FET 85 und FET 86 ausgelesen wird. Dieser Strom
erzeugt eine Spannung am Widerstand R1 im Verstärker A1 87. Das Signal
wird im Verstärker
A2 88, der durch die Widerstandswerte R2 und RA definiert
wird, weiter verstärkt
und um die Spannung V2 für
das Eingangssignal 89 des Analog-Digital-Wandlers 90 verschoben.
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Während des
Integrationszeitraums für
die Ladungsspeicherung speichert der FET
82, wenn es kein
Signal von Röntgenstrahlen
(oder sonstigen Strahlen) gibt, die Ladung vom Detektor-Fehlerstrom I
dl. Am Ende des Integrationszeitraums hat
die Spannung vom Gitter des FET 2 folgenden Wert:
wobei C
F die
Ladungsspeicherkapazität
des Gitters vom FET
82 ist. Dies ist in
5 gezeigt, wo die Kurve
120 den
Abfall der Gitterspannung VG(ti) in Abhängigkeit von der Zeit zeigt,
wenn nur der Detektor-Fehlerstrom gespeichert wird (d. h. wenn keine Röntgenstrahlen
vorliegen). Durch externes Variieren der Rücksetzungsspannung V
R erhalten wir jedes Mal eine andere Gitterspannung
V
G(ti) für
den ladungsspeichernden FET
82, wann immer wir die Pixelwerte
auslesen und sie digitalisieren.
6 zeigt die
Beziehung der Rücksetzungsspannung
zur Anzahl der Analog-Digital-Wandler-Zählungen.
Es wird ein Polynom zweiter Ordnung (wie beispielsweise in
8 schematisch dargestellt)
in die entsprechenden Kurven eingebettet, um die Reaktionsfunktion
für jede
Pixelschaltung zu definieren. Oder anders ausgedrückt: Wir
nehmen für
jedes Pixel eine Anzahl Messungen vor, wobei wir jedes Mal die Rücksetzungsspannung
variieren und die erforderliche Anzahl von Analog-Digital-Wandler-Zählungen
vornehmen. Wie aus
6 deutlich
zu erkennen ist, ist die Reaktionsfunktion nicht-linear. Das heißt, dass
doppelte oder dreifache Spannungsabfälle am Ladungsspeichergitter
des FET
82 nicht das Zwei- oder Dreifache des Ausgabewertes
auf Analog-Digital-Wandler-Ebene
erzeugen.
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Nachdem
die Reaktionsfunktion für
jedes Pixel ermittelt und die eingebetteten Parameter festgelegt
wurden, besteht der zweite Schritt der Kalibrierung darin zu berücksichtigen,
dass die Pixel keine identischen Eigenschaften aufweisen, wie beispielsweise
die Ladungsspeicherkapazität.
Bei der heutigen Technologie zur Herstellung von ASICs kann die Abweichung
bei den Kapazitäten
für jedes
Pixel in der Regel in der Größenordnung
von 10 % liegen. Die Uneinheitlichkeit unter den Pixeln wird folgendermaßen beseitigt.
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Es
ist anzumerken, dass der jedem Pixelwert zugewiesene Grau- oder
Farbskalenwert zu dem Verhältnis
zwischen eingegangenen Strahlungstreffern (beispielsweise Röntgenstrahlen)
und der Höchstzahl
an Strahlungstreffern (Röntgenstrahlen), die
eingehen, wenn kein Objekt abgebildet wird, in Beziehung gesetzt werden
sollte. Auf diese Weise wird die Gesamtzahl der verfügbaren Anzeigeskalen gleichmäßig entsprechend
der Anzahl an Röntgenstrahlen
aufgeteilt. Jedes Pixel erhält
eine gewisse Menge Strom von Röntgenstrahlen
Is während
der Belichtungszeit ts.
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In
5 ist veranschaulicht, was
geschieht, wenn ein Röntgenstrahlungsfluss
(das Signal) während
der Zeit ts absorbiert wird. Die anfängliche Rücksetzungsspannung ist VR.
Kurve
121 zeigt, dass Ladung, die infolge der Röntgenstrahlen
gespeichert wurde, zu der Ladung vom Detektor-Fehlerstrom hinzukommt.
Kurve
122 zeigt, dass nach Beendigung der Einwirkung der
Röntgenstrahlen
der Detektor-Fehlerstrom
weiterhin gespeichert wird. Am Ende des Integrationszeitraums ist
die Spannung des Gitters des FET
82:
wobei I
s der
Ladungsstrom ist, der aus dem ankommenden Röntgenstrahlungsfluss entsteht,
und t
s die Einwirkungsdauer der Röntgenstrahlung
ist und V
R die Rücksetzungsspannung ist, die
für den
Betrieb der Abbildungsvorrichtung gewählt wurde.
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Bevor
ein Bild eines Objekts aufgenommen wird, wird ein leeres Bild (ohne
Objekt) aufgenommen, um den maximalen Gehalt an Röntgenstrahlung
anhand der Analog-Digital-Wandler-Zählungen zu bestimmen. Aus der
eingebetteten Kurve in 6 kann
man ADCmax erkennen, was das maximale erwartete
Signal aus der Röntgenstrahlung
angibt. Aus der eingebetteten Kurve in 6 kann man des Weiteren die entsprechende
VRXmax erkennen. Dies ist eine äquivalente
Rücksetzungsspannung.
Die Rücksetzungsspannung
ist es, welche – nach
der Integrationsdauer ti – zur gleichen
Spannung am ladungsspeichernden Gitter von FET 82 geführt hätte. Somit:
-
-
Anschließend wird,
nachdem V
RXmax bestimmt wurde, das abzubildende
Objekt auf dem Pixeldetektor angeordnet, und es wird eine Messung mit
Röntgenstrahlung
vorgenommen. Für
jedes Pixel erhalten wir dann einen Analog-Digital-Wandler-Wert ADC
X, und aus der Kurve für das betreffende Pixel – wie in
6 gezeigt – wird das Äquivalent
gewonnen. Die Zuordnung der
digitalen Grau- oder Farbskala ist dann:
wobei N die Gesamtzahl der
verfügbaren
Grauskalen ist. V
RXmax ist der Skalenparameter,
der – wie
aus der obigen Gleichung zu sehen ist – die Gesamtskala bzw. den
Gesamtbereich für
die Pixelzelle definiert, wie in
6 gezeigt.
Aus der obigen Gleichung kann man erkennen, dass der Effekt der
Kapazität
jedes einzelnen Pixels beseitigt ist. Das wird im Grunde dadurch
erreicht, dass man eine leere Aufnahme nimmt und die maximale Reaktion
jedes Pixels (d. h. V
RXmax) aufzeichnet.
Die Werte der polynomialen Koeffizienten (a
i,
b
i und c
i – siehe
8) und der Skalenparameter
(SP
i) werden für jedes Pixel (an einem entsprechenden
adressierbaren Eintrag in einer Tabelle T – siehe
7) als Parameter gespeichert, welche
eine Umwandlungsfunktion definieren, die für eine nicht-lineare Reaktion
einer Pixelzelle und/oder Unterschiede zwischen Pixelzellen stehen.
Dies wird dann während
der Abbildungs oder vor der Bildanzeige verwendet, um eine Korrektur
der nicht-linearen Reaktion einer Pixelzelle und/oder Unterschiede
zwischen Pixelzellen vorzunehmen.
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Somit
wurde ein Kalibrierungs- oder Korrekturverfahren für ein Halbleiterpixelabbildungsgerät offenbart.
Jeder digitale Pixelwert wird um eine mögliche nicht-lineare Reaktion
des Ausgabewertes eines jeden Pixels auf seinen Eingangswert korrigiert. Des
Weiteren werden die digitalen Pixelwerte so korrigiert, dass ihre
uneinheitlichen Eigenschaften berücksichtigt werden, wie beispielsweise
nicht-identische Ladungsspeicherkapazitäten. Die individuelle Kalibrierung
bzw. Korrektur der nicht-linearen Reaktion jedes Pixels wird vorzugsweise
dadurch erreicht, dass man extern den Eingangsparameter variiert,
der den Pixelausgabewert beeinflusst, und den digitalen Pixelausgabewert
als eine Funktion des bekannten Eingangsparameters aufzeichnet.
Die Funktion wird anschließend
umgekehrt, um zu den analogen Pixeleingangswerten als eine Funktion
der digitalen Ausgabewerte zu gelangen. Des Weiteren erfolgt die
Kalibrierung bzw. Korrektur der uneinheitlichen Pixeleigenschaften
vorzugsweise in der Form, dass man den größten und den kleinsten Ausgabewert
jedes Pixels einzeln in Reaktion auf einen eingehenden Strahlungsfluss
bzw. auf einen Null-Strahlungsfluss aufzeichnet. Bei der Abbildung
eines Objekts wird jedes Bildpixel dann in einen Zustand versetzt,
der zwischen diesen beiden Extremen liegt.
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Es
ist darum die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
bereitzustellen, das den Ausgabewert jedes Pixels zu der Menge an
auftreffender Strahlung in Beziehung setzt, wobei die nicht-lineare
Reaktion jedes einzelnen Pixels auf die einfallende Strahlung sowie
die Uneinheitlichkeit unter den Pixeln korrekt berücksichtigt
wird. Es ist offensichtlich, dass das oben beschriebene Verfahren auch
andere, trivialere Effekte korrekt berücksichtigt, wie beispielsweise
den kontinuierlichen Detektor-Fehlerstrom (oder Dunkelstrom).
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Das
offenbarte Kalibrierungsverfahren bietet feinauflösende Bilder
nicht nur im Hinblick auf vervollkommnete Pixelwerte, sondern auch
im Hinblick auf kombinierte Pixelwerte zur Aufnahme eines Bildes
eines kontrastarmen Objekts. In einem solchen Fall müssen die
Pixelwerte vor der Kombination und der Anzeige so korrigiert werden,
dass die Informationen über
die ursprüngliche
Gesamtzahl der eingehenden Strahlungstreffer für jede Pixelgruppe präzise wiedergegeben
werden.
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Die
Kalibrierungs- bzw. Korrekturkarte (Tabelle), welche die Reaktionsfunktion
und die Uneinheitlichkeits-Korrektur für jedes Pixel enthält, wird vorzugsweise
auf der Analog-Digital-Wandler-Karte oder auf dem Computer, der
zur Bildverarbeitung und – wiedergabe
verwendet wird, gespeichert. Jedes Pixel hat einen Korrektureintrag
in der Kalibrierungskarte, der vier Bytes Festplattenspeicher oder – im Fall
von Datenkomprimierung – noch
weniger benötigt.
Die Adressierung der Tabelle kann direkt in Reaktion auf die Adressierung
der Pixelanordnung erfolgen (beispielsweise unter Verwendung der
Adressierungssignale von 60 und 62 in 3), oder sie kann alternativ
nach der ersten Speicherung der Pixelausgabewerte erfolgen. Darum
können
vorhandene handelsübliche
Analog-Digital-Wandler und Computersysteme problemlos die Kalibrierungskarte
verarbeiten.
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Obgleich
spezifische Ausführungsformen beschrieben
wurden, versteht es sich, dass zahlreiche Modifizierungen und Alternativen
möglich
sind, ohne dass der Geltungsbereich der Erfindung verlassen wird.
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Insbesondere
wird man verstehen, dass die oben beschriebene Kalibrierungstechnik
zwar insbesondere für
das Anzeigen von Bildern gedacht ist, die mit dem in WO-A-95/33332
offenbarten Abbildungsgerät
aufgenommen wurden, aber ungeachtet dessen auch für die Verbesserung
und Vervollkommnung von Bildern verwendet werden kann, die mit anderen
Halbleiterpixelabbildungsgeräten
wie beispielsweise CCDs, amorphen Si-Pixelgeräten, Dünnfilm-Pixelgeräten usw.
aufgenommen wurden. Man wird ebenso verstehen, dass das oben beschriebene Verfahren
auch zur Vervollkommnung von Bildern verwendet werden kann, die
im infraroten, im optischen und in anderen Teilen des Spektrums – neben der
energiereichen Strahlung (wie beispielsweise Röntgenstrahlung, Gammastrahlung,
Beta-Strahlung,
Alpha-Strahlung usw.) – aufgenommen
wurden.
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Des
Weiteren wird bei der oben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung eine
Umwandlungsfunktion bestimmt, indem Rücksetzungsspannungen extern
angewendet werden, um eine Reaktionsfunktion für jede Pixelzelle als repräsentativ
für die
nicht-lineare Beziehung der Pixelausgabewerte zu vorher festgelegten
Pixeleingangswerten zu bestimmen, und indem anschließend das
Abbildungsgerät
bestrahlt wird, um einen Skalenparameter für jede Pixelzelle als repräsentativ
für die
Uneinheitlichkeit zwischen Pixelzellen aus den relativen Pixelausgabewerten
für eine
bestimmte