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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Simulation des Fließvorganges von Metall in Gießformen,
das dazu bestimmt ist, konkret die Phänomene zu visualisieren, die
während
des Füllvorganges
bei den verschiedenen Gießmethoden
auftreten:
- – durch die Schwerkraft
- – durch «Gegenkraftguß», dieser
Ausdruck kennzeichnet die Gießverfahren
bei denen das Metall durch andere Kräfte als die Schwerkraft in
Bewegung versetzt wird und
insbesondere findet man
in dieser letzten Gruppe das unter Niederdruck gesteuerte Gießen einer
unter Vakuum gehaltenen Gießform.
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Diese konkrete Simulation wird durchgeführt:
- – in
mit Hilfe von reellen Gießmodellen
erhaltenen Gießformen
mit reellen Strukturen und Abmessungen,
- – wobei
die Gießformen
transparent sind,
- – und
die für
die üblichen
Fälle (Alumium,
Magnesium) benutzten Flüssigkeiten
dieselben Fließeigenschaften
(Dichte, Viskosität)
haben wie die betroffenen reellen Legierungen.
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Es ist bekannt, daß man beim
Gießen
die zwei folgenden Hauptprobleme findet:
- – die Beherrschung
des Metallfließvorgangs,
- – und
die Beherrschung des Wärmeflusses.
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Der erste Punkt betrifft den Füllvorgang
der Gießform,
während
dem Turbulenzen Blasen und Oxide erzeugen können, die im Metall eingeschlossen
bleiben.
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Der zweite Punkt betrifft den Wärmeaustausch
zwischen dem Metall und der Außenwelt,
d. h. Gießform
und Atmosphäre.
Dieser Wärmeaustausch beginnt
ab dem Anfang des sich in Abhängigkeit
seiner Eigenschaften (Geschwindigkeit, Zeit, ..) ändernden
Füllvorganges.
Der Metallfließvorgang
und der Wärmefluß sind also
miteinander verbunden.
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Der Stand der Technik hat sich insbesondere seit
den Jahren 1950 bemüht,
diese beiden Probleme in zwei Stufen zu lösen:
- 1)
In dem Zeitraum 1950 – 1980
sind Studien unter makroskopischer Anwendung der Gesetze der klassischen
Physik unternommen worden
- – Gesetze
der Mechanik flüssiger
Körper,
um die besten Formen für
Gießsysteme
(Abstichlöcher, Abstichrinnen,
Speisung) zu bestimmen,
- – Gesetze
der Thermodynamik und der Mechanik, im wesentlichen die der Leitfähigkeit,
der Konvektion, der Strahlung, der Zustandsänderungen, um den Wärmeaustausch
in den Gießformen
zu studieren, wobei die komplexen Formen auf Kombinationen einfacher
Elementarformen (Platten, Zylinder, Kugeln), bei denen man in der
Lage war, den Wärmeaustausch
mit der Außenwelt
zu berechnen, zurückgeführt werden.
- 2) In dem zweiten Zeitraum ungefähr ab dem Jahre 1980, die Benutzung
von immer leistungsfähigeren
Computern hat die Entwicklung von Verfahren ermöglicht, die eine genaue Berechnung
der Eigenschaften von zwei Fließvorgängen ermöglichen
- – für den Fließvorgang
von Metall bestimmen die Simulationsverfahren, ausgehend von einem
definierten Fließsystem,
den Geschwindigkeitsvektor in jedem Punkt der Gießform (Betrag
und Richtung), wodurch es also ermöglicht wurde, Bereiche mit
Turbulenzen, Luftmitführung,
nicht ausgefüllte
Teile der Form etc. vorherzusehen. Durch Iteration kann die Zeichnung
des Fließsystems solange
verändert
werden, bis beim Metall ein wahrscheinliches, zufriedenstellendes
reelles Ergebnis in der späteren
Schmelze erhalten wird,
- – für den Wärmefluß bestimmen
die Simulationsverfahren für
eine definierte Gießformstruktur (Geometrie,
Natur der Materialien) die Entwicklung der Temperatur in jedem Punkt,
d. h. also die Wahrscheinlichkeit von metallurgischen Fehlern (Lunkerungen,
große
Körnung
...).
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Die Computer ermöglichen es also, die angegebenen
Eigenschaften der Gießform
durch Iteration zu verändern,
um beim Metall, wie vorstehend beschrieben, eine zufriedenstellende
Ergebniswahrscheinlichkeit zu erhalten.
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Die aktuellen Simulationsverfahren
sind gleichzeitig auf den Wärmefluß und den
Fließvorgang
von Metallen anwendbar und es handelt sich um Computerberechnungsverfahren,
die ihre Rechtfertigung aus der Übereinstimmung
mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen, d. h. dem Vorliegen oder
nicht von metallurgischen Fehlern an den berechneten Orten, beziehen.
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Konkrete Visualisierungen des Fließens unter
Schwerkraftwirkung sind gemacht worden, um die Gültigkeit der Berechnungen zu überprüfen. Zu
diesem Zweck sind Schnitte der Gießform mit einer Ebene aus feuerfestem
Glas ausgeführt
worden, um den Fließvorgang
des Metalls (Aluminium) oder das Fließen von Wasser zu überprüfen. Das
sind also zweidimensionale Visualisierungen in einer Ebene.
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Es ist Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, eine konkrete Visualisierung des beim Metall auftretenden
Fließens
für die
ganze Gießform
und bei Umgebungstemperatur durchzuführen. Dieser Gegenstand wird
durch ein Verfahren nach Patentanspruch 1 und eine Vorrichtung nach
Patentanspruch 2 realisiert.
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Zu diesem Zweck:
- 1)
wird das Metall durch eine Flüssigkeit
ersetzt, die für
die üblichen
Fälle wie
Aluminium – oder Magnesiumlegierungen
die gleichen Fließeigenschaften
(Viskosität,
Dichte) wie die betreffende Legierung hat. Diese Spezialflüssigkeiten
werden SIMALLOYS® genannt,
- 2) wird die Gießform
mit den reelen Formen des zu untersuchenden Teils aus transparenten
Wandungen hergestellt, d. h. ausgehend von dem reellen Gußmodell
falls es existiert,
- 3) werden Visualisierungsvorrichtungen für Turbulenzen ausgeführt, um
die verschiedenen Phasen filmen zu können,
- 4) werden die Fließvorgänge unter
reellen Ausführungs-Bedingungen realisiert,
d. h. mit Hilfe
- – eines
Tiegels für
den Fließvorgang
unter Schwerkraftwirkung,
- – oder
eines Apparates, der die verschiedenen Formen des Fließvorgangs
unter Wirkung einer «Gegenkraft» insbesondere
das unter Niederdruck gesteuerte Gießen einer unter Vakuum gehaltenen
Gießform
realisiert. Zu diesem Verfahren gehören ebenfalls Spezialvorrichtungen,
die in die Struktur dieses Apparates gehören und speziell für das Verfahren
geschaffen worden sind, damit die visualisierten Fließvorgänge nicht
durch die Unvollkommenheiten solcher Vorrichtungen gestört werden.
Es handelt sich insbesondere um gesteuerte Ventile und um ein neues
Steuerungsverfahren dieser Ventile durch den Computer, der den Apparat
steuert.
- 5) Die Visualisierungen ermöglichen
es
- – die
Formen der Fließsysteme
im wesentlichen für
den Fall von Fließvorgängen unter
Schwerkraftwirkung zu verändern,
- – aber
sie ermöglichen
es außerdem,
bei den unter Schwerkrafteinwirkung gesteuerten Gießvorgängen die
in dem Computer gespeicherten Parameter des Fließvorgangs (Flüssigkeitsgeschwindigkeit,
Druck, Zeit, Vakuum ..) zu verändern,
um das optimale Fließergebnis
mit der Simulationsflüssigkeit
zu erhalten. Diese Parameter werden anschließend in dem reellen Gerät für den Metallfließvorgang
verwendet. Das Simulationsgerät hat
also als wesentliches Ziel, die Fließparameter für den reellen
Vorgang, ohne die Formen der Fließform verändern zu müssen, zu bestimmen, was einen
sehr großen
wirtschaftlichen Vorteil darstellt.
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Das Simulationsgerät trägt für seine
beiden Formen unter Schwerkraft- oder Gegenkraftwirkung die Bezeichnung
SIMFLOW®.
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Andere Kennzeichen werden beim Lesen der
folgenden Beschreibung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
deutlich, wobei die Beschreibung nur als Beispiel dient und sich
auf die im Anhang befindlichen Zeichnungen bezieht, auf denen:
- – die 1 das Schema einer Installation
ist, die die Ausführung
des Verfahrens für
die Gesamtheit der unter « Schwerkrafteinwirkung » gesteuerten Fließvorgänge ermöglicht,
- – die 2 das Schema einer Installation
ist, die die Ausführung
des Verfahrens für
die Gesamtheit der unter « Gegenkrafteinwirkung » gesteuerten Fließvorgänge ermöglicht,
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In der auf der 1 dargestellten Installation enthält ein dichter,
durch eine Platte 2 geschlossener Behälter 1 eine zu den
vorstehend SIMALLOYS® genannten Flüssigkeiten
gehörende
Flüssigkeit 3,
die die gleiche Viskosität
und Dichte aufweist wie die später
zum Fließen
zu bringende Legierung.
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Für
die Aluminiumlegierungen
- – mit einer Dichte von 2,4
im flüssigen
Zustand bei 750°C,
- – mit
einer Viskosität
von 1,05 bis 1, 2 Zentpoise im flüssigen Zustand bei 750°C
wurde
für diese
Versuche eine Zinkchloridlösung ZnCl2 in Wasser bei 20°C, einer Dichte von 2,4 und einer
Viskosität
von 1,15Zentpoise hergestellt.
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Für
die Magnesiumlegierungen
- – mit einer Dichte von 1,6
im flüssigen
Zustand bei 750°C,
- – mit
einer Viskosität
von 1,05 bis 1,15 Zentpoise im flüssigen Zustand bei 750°C
wurde
eine Zinkchloridlösung
bei 20°C,
einer Dichte von 1,6 und einer Viskosität von 1,1 Zentipoise hergestellt.
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Diese Flüssigkeiten sind leitend, um
die Erfassung Ihres Durchflusses auf elektrischen Sensoren zu ermöglichen,
wobei Drähte,
die vorher auf ein unterschiedliches Potential gebracht worden sind, geerdet
sind. Übrigens
haben diese Flüssigkeiten keine
Korrosion der metallischen Materialien des Behälters oder der organischen
Materialien der Gießform
und des Injektionsrohres zur Folge. Andere Zusammensetzungen können ins
Auge gefasst werden.
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Die verschiedenen Flüssigkeiten
werden in den Behälter
eingeleitet oder daraus mit einer Pumpe 4 abgeführt, die
den Eingangs- bzw. Ausgangsventilen 5 bzw. 6 und
den Speichern 7 des besagten Behälters zugeordnet ist. Die Flüssigkeiten
enthalten unter anderem folgendes:
- – eine Spülwasserleitung,
- – und
eine Essigsärelösung in
Wasser mit 30 g/Liter Lösung,
die benutzt wird, um das Fließen
in besonderen Punkten zu visualisieren, da diese Lösung unmittelbar
durch Elektrolyse, z. B. bei 24 V, feine Blasen ergibt, die am Ende
eines am Untersuchungsort angebrachten Metalldrahtes entstehen.
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Die Zinkchloridlösungen ergeben hingegen durch
Elektrolyse Bilder von braunen Partikel, die sich nicht wieder auflösen und
die Flüssigkeiten
verdunkeln. Die Visualisierung wird also durch Kugeln aus reinem
anodisch oxydiertem Aluminium, die die gleiche Dichte aufweisen
wie die Flüssigkeit
oder für das
Magnesium durch Kugeln aus einem Polymer mit der Dichte 1,6 vorgenommen.
Die Kugeln werden durch einen mit einem Motor 9 ausgerüsteten Rührer 8 in
Bewegung gebracht.
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Die Platte 2 trägt ein transparentes
Rohr 10 aus Plexiglass, das die Gießform mit der Flüssigkeit verbindet.
Die Platte 11 mit einstellbarer Höhe trägt das Rohr 10 mit
seinen Dichtungen und der Gießform 12.
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Diese besteht aus Wandungen von ca.
6 bis 8 mm Dicke aus einem gießbaren,
transparenten Polymer, indem sich bei Umgebungstemperatur z. B. Polyester
oder Epoxydharz polymerisieren. Die Form wird durch Guß auf das
durch reelle Metallverarbeitung erzeugte Gießmodell erhalten. Blöcke und
Kerne werden wie bei dem reelen Modell aus Sand zusammengesetzt
und wieder gegossen.
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Um den Luftablass aus dem Abdruck
dieser nicht permeablen Gießform
zu ermöglichen,
werden mit Elektroventilen 14 ausgerüstete Rohre 13 auf
der Gießform
angeordnet. Sie bleiben während
des Füllvorganges
geöffnet
und werden von dem Computer 0 geschlossen, sobald ein Anwesenheitssensor 15 im oberen
Teil der Gießform
angibt, daß der
Füllvorgang beendet
ist.
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Ein identischer Ausgang 16 mit
ihrem Elektroventil 17 trägt einen Drucksensor 18,
der den Druck in der Gießform
während
der Vakuumerzeugung bzw. des Füllvorgangs
misst. Die Information wird zum Computer übertragen, der sie für seine Steuerungsberechnungen
benutzt.
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Anwesenheitssensoren 19 mit
einer schon auf Seite 4 Zeile 20 erwähnten elektrischen Erfassung
und mit auf ein Potential von ca. 24 V gebrachten Metalldrähten werden
in der Gießform
angeordnet, um dem Computer die Anwesenheit der Flüssigkeit
anzuzeigen und der die Sensoren auf das Potential 0 bringt. Diese
Sensoren werden an Orten angebracht, an denen die Untersuchung der
Zeichnung des Teils vorsieht, daß Geschwindigkeitsänderungen der
Flüssigkeit
erforderlich sind.
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Die Gießform befindet sich unter einer
transparenten, abgedichteten Vakuumglocke 20, die folgendes
aufweist:
- – ein
Stutzen 21, der mit einer Vakuumpumpe 22 verbunden
ist und der eine Einheit 23 trägt, die aus gesteuerten Kompressionsventilen
besteht, die den in Zeile 33 Seite 6 beschriebenen gesteuerten
Ventilen analog sind. Diese Ventileinheit wird durch einen Computer
gesteuert. Die Leitung 21 trägt ebenfalls ein von dem Computer
gesteuertes Absperrventil 24 und eine Schnell-Vakuumleitung
mit einem gesteuerten Ventil 231 und,
wie auf der Kompressionsleitung, mit einem Durchflußregler 232 ,
- – ein
Freiluftventil 25, das es erlaubt, die Glocke in einer
besonderen Phase des Zyklus auf den Athmosphärendruck zu bringen,
- – einen
der Referenz 18 analogen Drucksensor 26, der,
nachdem 18 außer
Betrieb gesetzt worden ist, seine Funktion, nachdem die Gießform gefüllt ist, übernimmt,
- – den
Ausgang der Anwesenheitssensoren 19.
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Um die Flüssigkeit in die Gießform aufsteigen
zu lassen, wird der dichte Behälter 1 mit
einer Leitung 27 zur Unterdrucksetzung, die folgendes aufweist,
ausgerüstet:
- – Stickstoffflaschen
von 28 bis 200 Bar mit Druckminderventilen 29, die in den
Kreislauf einen Druck von 3 Bar abgeben,
- – eine
Gruppe gesteuerter Ventile mit zwei Leitungen,
- – eine
Leitung für
die schnelle Kompression mit Hilfe eines mit einem Durchflußbegrenzer 301 ausgerüsteten gesteuerten Absperrventil 30.
Diese Leitung dient anschließend
für den
Füllvorgang der
Gießform.
- – Die
andere Leitung 31 für
eine Kompression mit einer Genauigkeit in der Größenordnung von 1 Millibar,
die in der Lage ist, der Flüssigkeit
in der Gießform
eine genaue Geschwindigkeit zu verleihen, die von einer Vertikalgeschwindigkeit
von 0 cm/Sekunde (Unbeweglichkeit auf einem Niveau, das bestimmt
werden kann) bis 15 cm/ Sekunde mit einem kontiniuierlichen stufenlosen
Fließen geht.
Man weiß in
der Tat, daß die
gesteuerten Absperrventile (Öffung
bzw. Schließen
sogar bei sehr hoher Geschwindigkeit) oder die bekannten Proportialventile
die beiden Ziele Unbeweglichkeit und Stufenfreiheit im Augenblick
nicht erreichen können.
Dieses Phänomen äußert sich
bei der Flüssigkeit
- – einerseits
durch Impulse bei dem Füllvorgang mit
schwachen oder abwesenden Geschwindigkeitsänderungen und hohen Geschwindigkeiten in
der Nähe
einer mittleren vorbestimmten Geschwindigkeit,
- – anderserseits
durch Schwingungen der Flüssigkeitsoberfläche, wenn
beabsichtigt wird, sie auf einem bestimmten Niveau zu halten, wie
z. B. bei einer Schmelze, mit einem Niederdruck-Füllvorgang
in einer offenen Gießform
(um für
den Fall von Metall eine Erstarrung unter Schwerkraftwirkung sicherzustellen).
Diese Schwingungen der Oberfläche
ergeben entsprechende Metallbewegungen während der Erstarrung in der
Gießform mit
ihren nachteiligen Folgen.
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Die 3 und 4 zeigen die zwei folgenden Fälle:
- – eine
Füll- und
Haltekurve mit Impulsen (3),
- – eine
Füll- und
Haltekurve ohne Impulse (4),
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Die Visualisierung dieses Phänomens kann durch
Wasserstoffblasen vorgenommen werden, die in einer Essigsäurelösung wie
es auf Seite 4 Zeile 28 angegeben ist, erzeugt werden.
In einem Haltezustand mit Impulsen zeichnen die Blasen bei jedem Impuls
Turbulenzen in der Flüssigkeitsmasse (5); im Haltzustand ohne
Impulse lösen
sich die Blasen vertikal in parallelen Linien wie es auf der 6 dargestellt ist.
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Die Funktionsgenauigkeit wird für diese
Leitung 31 erhalten:
- – dank der
von ihr getragenen Ausrüstungsstruktur,
- – und
durch das Steuerungsprinzip dieser Ausrüstung.
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Die Ausrüstungsstruktur sieht folgendermaßen aus:
diese Leitung 31 trägt
eine Einheit 32 mit 15 gruppierten Umleitungen nach der 7: der Stickstoff kommt
zur Kompression in A an und geht bei B hinaus; auf jeder Eingangsrampe
trägt jede
Umleitung mit den Nr. 2 bis 15 einen Durchflußbegrenzer 21 , 31 , ..., 151 und
ein gesteuertes Ventil 22 , 32 , ... 152 . Diese
beiden Ventile verfügen über einen
geringen Durchfluß (Öffnungdurchmesser
2 mm), welcher ebenfalls mit Hilfe des Durchflußbegrenzers bei der Einstellung
des Gerätes
geregelt wird. Sie können
ab sehr geringen Drucken funktionnieren, die nahe bei 0 liegen.
Die Umleitung N° 1
trägt denselben
Durchflußbegrenzer 11 und ein mit den vorhergehenden Ventilen
identisches Ventil 12 und außerdem ein
Nadeldrosselventil 13 . Dieses Organ
ist ein Durchflußregler,
der so funktioniert, daß sich
seine konische Nadel in einer Öffnung
durch Drehung bewegt und fortschreitet, die die gleiche Kegelförmigkeit
aufweist. Die Drehbewegung wird durch einen Schrittmotor 14 vorgenommen, der in der Lage ist,
sich in zwei Richtungen zu bewegen und vom Computer bewegt wird.
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Diese Umlenkungseinheit 1 funtionniert
in Verbindung mit einem identischen Teil der Leitung 33 auf
der 1, die die Druckentlastung
des Behälters vornimmt.
Diese Leitung 33 wird in 2 Teile unterteilt
- – eine
Leitung 34, die ein Ventil zur schnellen Druckentlastung
und seinen Durchflußbegrenzer 351 aufweist,
- – und
eine gesteuerte Leitung 361 , die
die Einheit 36 trägt,
die dieselbe Struktur wie die Einheit 32 zur Kompression
auf Seite 6 Zeile 33 aufweist (15 gesteuerte Ventile mit
kleinem Durchfluß mit
ihren Durchflußreglern
plus ein Drosselnadelventil und ein gesteuerter Motor).
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Das Steuerungsprinzip ist ein neues
zur Erfindung gehörendes
Prinzip. Es wird in zwei unterschiedlichen Phasen ausgeführt
- – einerseits
dem Einfüllvorgang
der Gießform
und dem Überdruck,
- – anderserseits
das Aufrechterhalten des Druckes der die Erstarrungsphase darstellt
wenn das Metall bearbeitet wird.
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Während
des Füllvorgangs:
zu einem gegebenen Zeitpunkt t nach dem Beginn des Zyklus muß die Kompressionsvorrichtung
eine Druckzunahmegeschwindigkeit von dP/dt in dem Behälter sicherstellen,
welche während
des Zyklus variiert und im Speicher des Computers gespeichert ist.
Sie wurde am Anfang durch eine Berechnung und dann durch vorhergehende
Versuche bestimmt.
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Um diese Druckerhöhung sicherzustellen, berechnet
der Computer die Anzahl von Ventilen die er von den 15 Bestandteilen
der Einheit 32 öffnen muß. Das Ventil 11 ist geöffnet und das Drosselnadelventil 13 befindet sich in der Stellung, die
es am Ende des vorhergehenden Zyklus gehabt hat. Der Durchfluß dieser
Umlenkungseinheit N° 1
entspricht den Lecks des Gerätes und
diese Umlenkung N° 1
bleibt während
des Füllvorgangs
in dieser Stellung. Der Computer öffnet also n Ventile in der
Gruppe N° 2
bis N° 15.
Der auf dem Behälter
befestigte Drucksensor 37 informiert den Computer über die
Druckerhöhung in
einem gegebenen Zeitintervall; wenn sie zu klein ist, öffnet der
Computer andere Ventile, wenn sie zu groß ist, werden welche geschlossen.
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Um die Druckkurven und damit die
Bewegung des Metalls zu verfeinern, könnte man die Anzahl der Ventile
erhöhen
und ihren Einheitsdurchfluß vermindern.
Die 15 Ventile sind für
die durchgeführten
Anwendungen ausreichend.
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Die dem Füllvorgang folgende Kompression entspricht
einer Druckerhöhung
et entspricht also dem gleichem Steuerungsprinzip.
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Während
der Kompression unterliegt die Simulationsflüssigkeit denselben Bedingungen
wie das Metall das sie ersetzt:
- – wenn die
Gießform
geöffnete
Gießtrichter
aufweist, muß das
Niveau stabil bleiben, wie es auf der Zeile 20 Seite 6
angegeben ist,
- – wenn
die Gießform
geschlossen ist, äußern sich die
Druckvariationen um ein mittleres Niveau herum nicht durch Metallbewegungen
sondern stellen ein neues Element dar, dessen Konsequenzen offenbar
noch nicht bekannt sind.
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Um diese Druckstabilität in der
Gießform
zu erzeugen, führt
das neue Prinzip der Verfahrenssteuerung die 2 Umlenkungen N° 1 der Einheiten 32 und 36 der
Druck – und
Druckentlastungsleitungen aus (Durchflußbegrenzer + Ventil + Drosselnadelventil
+ Motor).
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Die Ventile 12 der
Einheiten 32 und 36 sind geöffnet, wie es auf Seite 7 Zeile 26 angegeben
ist. Der Computer versetzt das Drosselnadelventil 13 mit Hilfe
des der Einheit 32 zugeordneten Motors 14 und das
Drosselnadelventil 13 durch den
der Einheit 26 zugeordneten Motor 14 in
Drehung, um den Druck in dem Behälter
ohne Stöße zu stabilisieren.
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Der Drucksensor 37 (Genauigkeit
1 Millibar) informiert den Computer, der mit den Motoren 14 der beiden Leitungen funktionniert,
um das Druckniveau in diesem Zeitintervall aufrecht zu erhalten.
Dieses neue Ventilsteuerungsverfahren rechtfertigt den Ausdruck
Orgelspielsteuerung R.
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Für
die Vakuumzyklen wird das gleiche Prinzip angewandt. Das Prinzipschema
des Unterdruck – Gießzyklus
mit der unter Vakuum stehenden Gießform ist in der französischen,
als
EP 0424413 veröffentlichten
Patentanmeldung N° 93
05580 beschrieben worden. Es ist auf der
8 dargestellt.
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Am Anfang des Zyklus befindet sich
der die Flüssigkeit
und die Gießform
aufweisende Behälter 1 unter
Atmosphärendruck.
Das Freiluftventil 25 ist geschlossen, die Auslaßventile 24 der
Gießform
sind geöffnet.
Das Verbindungsventil 24 mit der Vakuumpumpe 22 öffnet sich
ebenso wie das Ventil 38, das die Vakuumherstellung im
Behälter
erlaubt. Das Freiluftventil des Behälters schließt sich
ebenso wie 35 (schnelle Druckentlastung). Die Einheiten der gesteuerten
Ventile 23 zur Glocke und 36 zum Behälter sind betriebsbereit.
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Der Computer weiß, daß er den Druck in den beiden
Einfassungen (mit der Gießform)
bis zu einem gegebenen Restvakuum VR bei
einer gegebenen Geschwindigkeit dP/dt, aber unter dauernder Beibehaltung
eines Druckunterschiedes zwischen dem Behälter und der Gießform von
30 bis 40 Millibar, senken muß,
wobei die Gießform
unter dem niedrigeren Druck steht, um zu vermeiden:
- – daß einerseits
die Luft der Gießform
nicht durch das Rohr in den Behälter
gesaugt wird und die Flüssigkeit
nicht verspritzt (das wäre
der Fall, wenn die Gießform
unter einem höheren
Druck als der Behälter
stehen würde),
- – und
um andererseits zu vermeiden, daß die Flüssigkeit während dieser Phase in die Gießform eindringt.
Das wäre
der Fall, wenn der Behälter unter
einem zu hohen Druck stehen würde
(40 Millibar = 16 cm Aluminium).
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Wenn das Restvakuum in den beiden
Einfassungen erreicht worden ist, richtet der Computer die Motor – Drossel – Umleitungen
N° 1 der
Einheiten 23 und 36 wie bei der vorher beschriebenen
Unterdruckhaltung ein. Die beiden Einfassungen werden unter Vakuum
gehalten, bis das Bedienungspersonal und der Computer überprüft haben,
ob alle Bedingungen für
das Gießen
erfüllt
sind.
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Während
der Gießphase
auf der 8 isoliert der
Computer den Behälter
von der Vakuumpumpe indem das Ventil 38 geschlossen wird,
er öffnet das
Freiluftventil des Behälters 39 und
führt Stickstoff über die
Kompressionsleitung 27 in den Ofen ein. Er öffnet oder
schließt
Ventile der Einheit 32, wie es vorher für das Gießen unter Abwesenheit des Vakuums angegeben
war, damit die Kompressions – Geschwindigkeiten
des Behälters
respektiert werden.
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Wenn der Füllvorgang beendet ist, schließen sich
die Ventile 14 der Gießform
und der Computer lässt
den Überdruck
wirken (Phase SP der 8). Am
Ende des Überdruckes öffnet sich
das Freiluftventil 25 der Glocke und die die Gießform enhaltene Glocke 20 wird
schnell (2 bis 3 Sekunden) auf Atmosphärendruck gebracht.
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Am Ende des Überdruckes existierte zwischen
dem Behälter
und der Glocke eine Druckdifferenz ΔP auf der 8. Während
die Glocke auf Atmosphärendruck
gebracht wird, erhöht
der Computer den Druck im Behälter über die
Schnell-Blasleitung der 1 um
zwischen dem Behälter
und der Glocke dieselbe Druckdifferenz ΔP beizubehalten. Wenn die Glocke
unter Atmosphärendruck
steht, befindet sich der Behälter
auf einem Enddruck Pf, der wie bei dem vorher
beschriebenen Haltezustand beibehalten wird (das Freiluftventil 25 ist
geöffnet
und die Umleitungen N° 1
der Einheiten 32 und 36 werden durch ihren Motor
betrieben).
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Die beiden Schellen des Gießrohres
sind mit Dichtungen 41, 42, 43 versehen.
Ein Leck entlang 41 würde
eine Gasbewegung in der Richtung Behälter – Atmosphäre in den Druckphasen zur Folge
haben. Auf keinen Fall gibt es eine Gaseinführung in die im Gießrohr enthaltene
Flüssigkeit.
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Eine Dichtschwäche in die oberen Dichtungen 42, 43 in
den Vakuumphasen hätte
hingegen zur Folge, daß Luft
in die im Rohr enthaltene Flüssigkeit eingeführt würde und
zwar eine Flüssigkeit,
die unter ca. 30 Millibar Rest Vakuum steht.
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Das Volumen der Luftblase würde sofort
mit 300 multipliziert und in der Flüssigkeit in der Form einer
Wolke feiner Blasen explodieren, die jede Beobachtung stören würde. In
dem reelen mit Metall arbeitenden Gerät wird wegen der gleichzeitigen
Wirkung von Vakuum und Temperatur (750°C) das Volumen mit 1000 multipliziert
und der Raum wäre
nicht zu benutzen. Die Dichtungen 42 und 43 müssen also
eine perfekte Abdichtung mit einer Seite zum Vakuum hin sicherstellen.
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Dafür ist das Simulationsgerät mit einem
die beiden Platten 2 und 11 verbindenden dichten
und elastischen Balg 44 ausgerüstet. Der Balg besteht aus
Metall, um die Funktionsweise desselben auf das reele Gerät installierten
Balgs wiederzugeben.
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Die so zwischen den beiden Platten
und dem Gießrohr
angeordnete Kammer 45 wird mit der die Gießform enthaltenen
Glocke über
die Öffnung 46 in Verbindung
gebracht. Die Kammer 45 und die Glocke 10 sind
also während
des ganzen Zyklus dem gleichen Druck ausgesetzt.
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Die Dichtungen 42 und 43 sind
während
der Vakuumerzeugung auf ihren beiden internen und externen Seiten
dem gleichen Druck ausgesetzt und sind also nicht belastet. Die
Dichtung 41 weist zwischen ihren beiden Seiten einen Druckunterschied von
ungefähr
30 Millibar auf, der der ist, der während der Vakuumerzeugung zwischen
der Glocke und dem Ofen herrscht. Sie wird also sehr wenig beansprucht
und ihre Funktionsweise beinflußt,
wie angegeben, nicht die Flüssigkeit.
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Die Flüssigkeit steigt jedoch in das
Gießrohr 10 auf,
sobald Gas in den Behälter
eingeleitet wird. Die Glocke und also die Kammer 45 werden
unter Vakuum gehalten. Die innere Dichtung 41 weist also zwischen
ihren beiden Seiten einen zunehmenden Druckunterschied auf und bei
einem Fehler der Abdichtung würde
Gas, das durch die auf der Glocke arbeitenden Vakuumpumpen abgesaugt
werden kann, in die Kammer 45 eingeleitet. Ein Fehler in
der Abdichtung hätte
also keine Konsequenzen für
die Simulationsflüssigkeit
bzw. das Metall des reellen Geräts.
Diese Abdichtung, die in dem reellen Gerät auf eine hohe Temperatur
gebracht wird, sollte bevorzugt aus Graphit bestehen. Auf dem Simulationsgerät wird die
gleiche Vorkehrung getroffen, um keinen Unterschied zu erzeugen.
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Die Dichtungen 42 und 43 sind
einer niedrigeren Temperatur ausgesetzt, da sie mit der die Gießform tragenden
Platte 47 in Kontakt stehen. Eine Kühlkammer mit Luftumlauf 48 in
der sie tragenden Schelle garantiert ihnen eine Temperatur, die
mit einer zufriedenstellenden Funktionsweise auf dem reelen Gerät kompatibel
ist.
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Diese Platte 47 trägt in ihrem
kalten Teil eine Dichtung 49 und deshalb stehen die Dichtungen 42 und 43 auf
ihrer Innenseite (Flüssigkeitsseite)
und ihrer Außenseite
(Dichtungsseite 49) unter demselben Druck und keine Gasblase
kann in die Flüssigkeit bzw.
das Metall übergehen.
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Die Gesamtheit dieser um den Balg
unternommenen Vorkehrungen ist wesentlich für die Qualität der Beobachtungen
in dem Simulationsgerät
und für
die Qualität
des gegossenen Teils in dem reellen Gerät.
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Die obigen Vorrichtungen erlauben
es, an dem Simulationsgerät
die verschiedenen, in der zitierten französischen Patentanmeldung des
gleichen Autors Nr. 9305580 (veröffentlicht
als
EP 04424413 ) beschriebenen
Gießarten
zu realisieren, d. h.
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Mit der die Alumiumlegierungen
simulierenden Flüssigkeit
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- – gesteuertes
Niederdruck – Gießen mit
einer gegenüber
dem Atmosphärendruck
geschlossenen Gießform, 9
- – gesteuertes
Niederdruck – Gießen mit
einer gegenüber
dem Atmosphärendruck
offenen Gießform, 10
- – gesteuertes
Niederdruck – Gießen mit
einer unter Vakuum gehaltenen Gießform, 8
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Mit der die Magnesiumlegierungen
simulierenden Flüssigkeit
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- – gesteuertes
Niederdruck – Gießen mit
einer gegenüber
dem Atmosphärendruck
geschlossenen Gießform, 9
- – gesteuertes
Niederdruck – Gießen mit
einer gegenüber
dem Atmosphärendruck
offenen Gießform, 10
- – gesteuertes
Niederdruck – Gießen mit
einer unter partiellem Vakuum gehaltenen Gießform, 11
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Sensor zur Erfassung des
Flüssigkeitsniveaus
im Behälter
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Dieser Sensor ist erforderlich, um
eine korrekte Steuerung zu erhalten, d. h., damit zu einem gegebenen
Zeitpunkt nach dem Anfang der Einleitung,
- – die Flüssigkeit
eine vorbestimmte Position aufweist,
- – eine
vorbestimmte vertikale Geschwindigkeit an der Flüssigkeitsfront aufweist.
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Diese beiden Bedingungen Position – Geschwindigkeit
werden durch die beiden in dem Verfahren von den Autoren aufgestellten
Bewegungsgleichungen der Flüssigkeit
ausgedrückt
Position
: ΔP = K0,1 (HM – HC)pg + ΔHC pg
Geschwindigkeit:
dP/dt = Kt*(dHM/dt)pg + (dHC/dt)
pg
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Mit
ΔP = Druckunterschied zwischen
dem Behälter
und der Gießform
zum Zeitpunkt t
K0,t = Mittelwert des
Reibungskoeffizienten (Flüssigkeit – Flüssigkeit
und Flüssigkeit – Gießform) im
Intervall 0,t; wobei 0 der Zeitpunkt ist, an dem die Einleitung
beginnt,
HM = Flüssigkeitsniveau in der Gießform unterhalb
eines Referenzniveaus, 12,
HC = Flüssigkeitsniveau
in der Gießform
oberhalb desselben Referenzniveaus wie HM, 12 am Anfang des Zyklus
(Zeitpunkt 0)
pg = spezifische Masse der Flüssigkeit (2,4 g/cm3 für Alumium,
1, 6 g/cm3 für Magnesium),
ΔHC = Verringerung des Flüssigkeitsniveaus im Behälter seit
dem Zeitpunkt 0 bis zum Zeitpunkt t, 12,
dP/dt
= « Druckgeschwindigkeit » im Behälter zum Zeitpunkt
t,
Kt = Reibungskoeffizient zum Zeitpunkt t (momentaner Koeffizient)
dHM/dt = vertikale Flüssigkeitsgesschwindigkeit in
der Gießform
an der Front, die zum Zeitpunkt t fortschreitet,
dHM/dt = Absinkgeschwindigkeit der Flüssigkeit
im Behälter
zum Zeitpunkt t.
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In diesen beiden Gleichungen stehen
die Position der Flüssigkeit
HM und deren Geschwindigkeit dHM/dt
mit dem Druck ΔP
im Behälter
und der « Druckgeschwindigkeit
dP/dt (die Aktionsvariablen des Systems) über die beiden Ausddrücke ΔHC und dHM/dt, die
die Position und die Absinkgeschwindigkeit der Flüssigkeit
im Behälter
messen, in Verbindung.
-
Es ist also für die Steuerung erforderlich,
im Behälter
einen Sensor anzuordnen der den Computer jederzeit über die
Position der Flüssigkeit
im Behälter
informiert (der Computer berechnet die Geschwindigkeit). Es ist
der Sensor 40 1 und
Nr. 1
12. Un Schwimmer
bewegt sich mit der Flüssigkeit,
er treibt zwei Zahnräder 401 und 402 (1) an und die Axe 402 ist mit einem im Handel erhältlichen Winkelmessungssensor
verbunden, der dem Computer die Winkelposition zum Schwimmer mit
einer Genauigkeit von 1/10 Grad mitteilt. Der Computer berechnet
also die im Behälter
anzuwendenden Werte von ΔP
und dP/dt um HM und dHM/dt
zu erhalten, wobei diese mit der Flüssigkeitsposition in Verbindung stehenden
Elemente berücksichtigt
werden. Sie können
für den
Fall großer
Gießformen
vorherrschend werden und mehr als 50% von ΔP ausmachen.
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Verbindung
Simulationsgerät
und reelles Gießgerät
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Die vorhergehende Beschreibung hat
die Visualisierungsmethoden für
das Fließen
angegeben:
- – durch Wasserstoffblasen Seite
4 Zeile 28
- – oder
durch Blasen gleicher Dichte wie die Flüssigkeiten der Seite 4 Zeile 34
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Die Gießparameter werden vom Bedienungspersonal
im Computer verändert,
bis ein zufriedenstellendes Fließen der Flüssigkeit erreicht wird und
diese Parameter werden auf das reelle Gießen mit Metall angewandt. Da
das reelle Gerät
das gleiche Funktionsprinzip wie das Simulationsgerät hat, ist
es möglich,
sie einander zuzuordnen und über
dieselben Organe für
dieselben Geräte
zu verfügen,
d. h.:
- – Leitung
für das
Kompression,
- – Druckentlastungsleitung,
- – Leitung
für die
Vakuumerzeugung,
- – Druckmessungsleitung
wie sie auf der 11 dargestellt
ist.
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Fall für Legierungen
mit einer über
den Alumiumlegierungen liegenden Dichte
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Die beiden oben angegebenen, und
die Position der Flüssigkeit
(Gleichung ΔP)
und die « Druckgeschwindigkeit » (Gleichung
dP /dt) angebenden Flüssigkeitsbewegungsbedingungen
sind über
den Faktor pg der Flüssigkeitsdichte
miteinander verbunden. Die im Behälter zu einem Zeitpunkt t anzuwendenden
Druck- und Druckgeschwindigkeitsbedingungen können also berechnet werden,
um die Position und die Geschwindigkeit der Flüssigkeit mit der Dichte pg
für diesen
Zeitpunkt zu erhalten.
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Der Reibungskoeffizient K0,t und sein momentaner Wert führen eine
Differenz ein. Sie werden ab dem ersten Füllversuch mit Metall gemessen
oder können
durch vorhergehende Versuche bekannt sein.
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Im übrigen geben die Aufzeichnungen
auf Filmen für
das simulierte Fließen
von Aluminium die Reynoldszahlen für Alumium in den kritischen
Turbulenzbereichen und es wird möglich
sein, vorherzusehen, wie in diesen Bereichen die Bewegung einer dichteren
Flüssigkeit
und mit einer anderen Viskosität sein
wird.
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Fall für ein Gießen unter
Schwerkraftwirkung
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Für
diese Anwendungen ist das vorher beschriebene Simulationsgerät gegenstandslos,
aber es bleiben die auf der 2 dargestellten
Anordnungen:
- – die Simulationsflüssigkeit
wird, wie für
das Metall bei dem reellen Teilegießen, aus einem Tiegel gegossen,
- – die
transparente Gießform
ist, wie es vorher beschrieben wurde, zusammengesetzt, sie ist jedoch
mit einem demontierbaren Gießsystem
ausgerüstet,
damit es modifiziert werden kann. Bei dem Gießvorgang unter « Gegenkraftwirkung » sind es
in der Tat die das Fließen
beeinflussenden Gießparameter,
die verändert
werden können, während diese
Parameter bei dem Gießvorgang unter
Schwerkraftwirkung durch die Form des Gießsystems festgeschrieben sind.
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Die Visualisierungstechniken sind
die gleichen.